Entfremdung Quotes

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“Hegel represents history as the self-realization of spirit (Geist) or God. The fundamental scheme of his theory is as follows. Spirit is self-creative energy imbued with a drive to become fully conscious of itself as spirit. Nature is spirit in its self-objectification in space; history is spirit in its self-objectification as culture—the succession of world-dominant civilizations from the ancient Orient to modern Europe. Spirit actualizes its nature as self-conscious being by the process of knowing. Through the mind of man, philosophical man in particular, the world achieves consciousness of itself as spirit. This process involves the repeated overcoming of spirit's alienation (Entfremdung) from itself, which takes place when spirit as the knowing mind confronts a world that appears, albeit falsely, as objective, i.e. as other than spirit. Knowing is recognition, whereby spirit destroys the illusory otherness of the objective world and recognizes it as actually subjective or selbstisch. The process terminates at the stage of "absolute knowledge," when spirit is finally and fully "at home with itself in its otherness," having recognized the whole of creation as spirit—Hegelianism itself being the scientific form of this ultimate self-knowledge on spirit's part.”
Robert C. Tucker, The Marx-Engels Reader

Tomas Espedal
“Sage mir selbst, dass ich es übertreibe, dass ich doch pfuschen und es langsam angehen lassen könnte, es spielt ja keine Rolle, niemand würde den Unterschied bemerken, aber es ist etwas Altes, von innen Kommendes, etwas, das mir nicht gehört, das mich weitertreibt, auf den Boden und unter die Maschine, das meine Hände und meinen Willen lenkt, das mich hart arbeiten lässt, härter, als ich es aushalte. Das arbeitet in mir, diese alte Willenskraft, dieses Pflichtgefühl, das ich nicht kenne und das mich antreibt, wo kommt das her? Diese strenge, unhörbare Stimme, der ich gehorche und die mich weiterzwingt, durch die Stahltür, auf den Boden in dem kräftigen Licht, in die Dunkelheit unter der Maschine.

Ich liege unter der Maschine und arbeite unnötig hart, unnötig genau, ich kann es selbst nicht verstehen, es ist eine Seite von mir, die mir bis dahin unbekannt war; dieser Ehrgeiz, diese Genauigkeit, diese Bereitwilligkeit, mich zu verausgaben, restlos zu verausgaben. Im Laufe dieser Monate unter den Maschinen begreife ich, dass ich mich nicht zur Arbeit eigne, oder mich eben allzu gut dazu eigne; ich beschließe, dass ich nie arbeiten werde, dass ich keinen Job will. Ich liege unter der Maschine und folge der Uhr, der großen Uhr über der Tür, es ist drei vor zwölf. Ich krieche unter dem Webstuhl hervor, gehe zu Waschbecken und Spiegel, wasche mir die Hände, und sehe das Gesicht, das mir nicht mehr gehört, es gehört der Arbeit.”
Tomas Espedal, Imot naturen

Karl Marx
“Die Entfremdung erscheint sowohl darin, daß mein Lebensmittel eines andern ist, daß das, was mein Wunsch, der unzugängliche Besitz eines andern ist, als daß jede Sache selbst ein andres als sie selbst, als daß meine Tätigkeit ein andres, als endlich – und das gilt auch für den Kapitalisten – daß überhaupt die unmenschliche Macht her[rscht].”
Karl Marx, Ökonomisch-philosophische Manuskripte aus dem Jahre 1844 (Pariser Manuskripte) - Vollständige Ausgabe: Arbeitslohn + Gewinn des Kapitals + Grundrente + Begriff der Entfremdeten Arbeit

Sarina Samaya
“Auf welche Weise wird die Abtrennung der eigenen Resonanzfähigkeit und struktureller Ausschluss und Abwertung von Teilen des Ganzen aufrechterhalten und was ist der poli-tisch-gesellschaftliche und individuell-leibliche Sinn dieser Trennung?”
Sarina Samaya, Radikal verbunden: Über traumatisierende Herrschaft und den spirituellen Aktivismus als Brücke zwischen sozio-politischem Aufdecken und mitfühlender Bezogenheit

Laura Chouette
“„In der heutigen Zeit – dem großen Zeitalter der Modernisten – zerstört man eine Liebe nicht mehr durch Untreue oder Ungerechtigkeit; man muss nur ehrlich und man selbst sein. Das allein wird alle in die Flucht schlagen – sogar das eigene Selbstwertgefühl.”
Laura Chouette, The Willow Song