Nachmittage Quotes

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Nachmittage Nachmittage by Ferdinand von Schirach
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“Und jetzt, nach sehr langer Zeit, gibt es manchmal Nachmittage, an denen ich nicht mehr in eine andere Richtung sehe, wenn ich an einem Café vorbeikomme, in dem wir zusammen waren.”
Ferdinand von Schirach, Nachmittage
“Natürlich, unser Leben ist absurd, weil der Tod es beendet. Wir müssen scheitern, es geht nicht anders. Aber es gibt noch die andere Wahrheit, die Wahrheit der Frau auf dem Wagen: Jetzt, dieser Moment dieser Nachmittag, der nächste Morgen, der Blütenschimmer im Frühling, der Wind, der durch die Felder geht, die lautlose Schwüle im Hochsommer und das nasse Laub auf den Straßen im Herbst - das alles bedeutet nichts ohne den anderen Menschen. Wir stehen nackt in dieser Welt, die Erde ist ein kaum sichtbarer blauer Punkt im All, die Natur ist kalt und feindlich. Aber wir sind Menschen, wir teilen diese Einsamkeit, sie ist es die uns verbindet. "Wir wissen voneinander", hat sie gesagt.”
Ferdinand von Schirach, Nachmittage
“Ist das nicht merkwürdig?", sagt die Anwältin. "Kann man so sehr lieben, dass man vergisst, nicht schwimmen zu können?”
Ferdinand von Schirach, Nachmittage
tags: liebe
“Die Tage damals vergingen ohne Widerstand, nichts fiel mir schwer, und nichts zählte. Ich glaubte, ich sei davongekommen und der dunkelgrüne Park und das Internat und meine Familie lägen hinter mir und seien nicht mehr die Wahrheit. Es schien nun etwas anderes möglich zu werden. Dieses neue Leben gehörte mir: die leuchtenden Morgen des Frühsommers, Kaffee mit ihr unter der Kastanie, die Farbe der Nachmittage ohne Vergangenheit. Nur stimmte es nicht, wir müssen immer bezahlen. Jede unserer Handlungen beruht auf längst schon getroffenen Entscheidungen, wir entkommen uns nicht, ganz gleich, was wir tun.”
Ferdinand von Schirach, Nachmittage
“Kunst hat keine "Aufgabe", sie darf es gar nicht, wenn sie frei sein soll. Kunst ist keine Macht, sie kann nur Trost sein.”
Ferdinand von Schirach, Nachmittage
“Kann man so sehr lieben, dass man vergisst, nicht schwimmen zu können?”
Ferdinand von Schirach, Nachmittage