“Man könnte es auch so zusammenfassen: Die linken Parteien mit ihren Partei- und Staatsintellektuellen dachten und sprachen fortan nicht mehr die Sprache der Regierten, sondern jene der Regierenden, sie sprachen nicht mehr im Namen von und gemeinsam mit den Regierten, sondern mit und für die Regierenden [...] und zwar mit einer verbalen Gewalt, die von den Betroffenen durchaus als solche erkannt wurde. In den christsozialen oder philanthropischen Ausprägungen dieses neokonservativen Diskurses ließ man sich bestenfalls dazu herab, diejenigen, die gestern noch "unterdrückt" oder "beherrscht" gewesen waren und politisch "gekämpft" hatten, als "Ausgeschlossene" darzustellen, als "Opfer" von "Armut, Prekarisierung und Ausgrenzung" und somit als stumme potentielle Empfänger technokratischer Hilfsmaßnahmen.”
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Didier Eribon,
Returning to Reims