Ende gut Quotes

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Ende gut Ende gut by Sibylle Berg
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“Ich bedauere dreißig Jahre der Kontaktarmut und glaube fast, dass man sich öfter berühren sollte, es gäbe weniger Elend.”
Sibylle Berg, Ende gut
“Dann habe ich begonnen zu arbeiten. Habe gedacht, das würde ein anderes Gefühl machen. Es ist immer ein Gefühl dagewesen. Es war wie Hunger und nicht wissen worauf. Die Arbeit. War jeden Morgen aufstehen. Viel zu früh und immer zu kalt, der Wecker, der klingelte, der Kaffee am Küchentisch, weinen mögen und nicht wissen warum. War nur Angst vor dem Zuspätkommen, vor dem Nichtvergnügen, vor dem Gespräch mit dem Chef, dem Tragen falscher Trikotage, dem Sagen falscher Antworten, dem Ticken der Uhr, dem Warten auf den Sonntag und nicht wissen, was tun, dem Warten auf den Montag und nicht wissen warum, denn der Montag war Angst, war müdes Zur-vollen-U-Bahn-gehen, war das Betreten eines Gebäudes, das falsch roch, das Grüßen von Menschen, die nie nah waren, war entlassen werden.”
Sibylle Berg, Ende gut
“Es ist hell. Es ist Nacht. Es braucht nicht viel. Ich brauche nichts mehr. Die Dinge quellen aus der Tonne, obszön sieht das aus, all die unnützen Sachen, Gier im Kleinen, so fängt das Elend an, mehr zu wollen, als man brauchen kann.”
Sibylle Berg, Ende gut
“Jeder wiederholt seine Fehler ein Leben lang. Völlig klar, dass sich nichts wirklich weiterentwickelt, denn in jedem spiegelt sich die Welt, die ihre Geschichte wiederholt bis zur Verblödung.”
Sibylle Berg, Ende gut
“Vermutlich sind wir uns alle ähnlicher, als wir wollen. Denke ich an meine Eltern, die, im Krieg geboren, unfähig waren, etwas wie Liebe zu entwickeln, verstehe ich, was aus mir geworden ist und warum. Ich habe nie einen Kern gehabt, etwas, das macht, dass ich mich als Teil der Welt begreife, ohne Angst, darin unterzugehen, mich aufzulösen.”
Sibylle Berg, Ende gut