Mesoscope
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Fundamental Mind:...
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Entering the Way ...
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  (page 97 of 370)
"Note to the author: you are using the term "burden of proof" incorrectly. It refers to which party in a debate bears responsibility for establishing their position, and it makes no sense to talk about something being able to "withstand the burden of proof"." 2 hours, 0 min ago

 
The Precious Trea...
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Friedrich Schlegel
“Überhaupt muß man auf mehr als einem Wege zum Ziel dringen können. Jeder gehe ganz den seinigen, mit froher Zuversicht, auf die individuellste Weise, denn nirgends gelten die Rechte der Individualität – wenn sie nur das ist, was das Wort bezeichnet, unteilbare Einheit, innrer lebendiger Zusammenhang – mehr als hier, wo vom Höchsten die Rede ist; ein Standpunkt, auf welchem ich nicht anstehen würde zu sagen, der eigentliche Wert ja die Tugend des Menschen sei seine Originalität.”
Friedrich Schlegel

C.G. Jung
“Es wäre lächerliche und ungerechtfertigte Selbstüberhebung, wenn wir annehmen wollten, wir seien energischer oder intelligenter als das Altertum - unser Wissensstoff hat zugenommen, nicht aber die Intelligenz. Darum sind wir neuen Ideen gegenüber gerade so borniert und unfähig wie die Menschen in den dunklesten Zeiten des Altertums. An Wissen sind wir reich geworden, nicht aber an Weisheit.”
Carl Jung

C.G. Jung
“Alles Junge wird einmal alt, alle Schönheit vewelkt, alle Wärme erkaltet, jeder Glanz erlischt, und jeder Wahrheit wird schal und flach. Denn alle diese Dinge haben einmal Gestalt gewonnen, und alle Gestalten unterliegen der Einwirkung der Zeit; sie altern, kranken, zerfallen - wenn sie sich nicht wandeln. Sie können sich wandeln, denn der unsichtbare Funke, der sie einstmals zeugte, ist aus ewiger Kraft unendlicher Zeugung fähig. Niemand soll die Gefahr des Abstieges leugnen, aber er kann gewagt werden. Man soll ihn nicht wagen, aber es ist sicher, daß jemand ihn wagen wird. Wer hinuntersteigen muß, der tue es mit offenen Augen. Dann ist es ein Opfer, welches selbst den Sinn der Götter beugt.”
Carl Jung

Friedrich Hölderlin
“Möcht' ich ein Komet seyn? Ich glaube. Denn sie haben die Schnelligkeit der Vögel; sie blühen an Feuer, und sind wie Kinder in Reinheit. Größeres zu wünschen, kann nicht des Menschen Natur sich vermessen.”
Friedrich Hölderlin

Ernst Jünger
“Was ein südliches Meer an Geheimnissen birgt, ist für die an härtere Farben gewöhnten Augen des Norddeutschen von unerschöpflichem Reiz. Auch die Farben der Landtiere, etwa der Insekten, nehmen in heißeren Ländern an Reichtum und Mannigfaltigkeit zu; sie werden greller, metallischer, schärfer gegeneinander abgesetzt und herausfordernder. Aber nur das Meer gibt seinen Bewohnern jene spielende Eleganz und Weichheit der Töne, den irisierenden, bewegten Fluß seltener Gläser, die Harmonie der Übergänge, die wunderbare Zartheit und Innigkeit des Vergänglichen. Diese Farben sind traumhafter, sie gehören eher der Nacht als dem Tage an; sie bedürfen des dunkelblauen Abgrundes zum Schutz. Zuweilen klingen sie in ihren satten, violetten und dunkelroten Flecken, die sich in ein Fleisch brennen, das feinen weißen, rosa oder gelblichen Porzellanarten gleicht, an gewisse Orchideen, wie die Stanhopea, an; aber auch diese suchen ja die gleichmäßige, dunkelgrün dampfende Nacht der dichtesten Wälder auf. Es hat etwas Wunderbares, daß dieser magische Glanz gerade den feinsten, feuchtesten Strukturen des Lebens eigentümlich ist, und so bricht er denn auch aus dem kostbarsten und gefährdetsten Organ des menschlichen Körpers, aus dem Auge, hervor.

So ein Arbeitsraum, in dem das Leben in vielen Formen versammelt ist, drängt den Vergleich mit der Werkstatt eines Uhrmachers auf, in der große und kleine Zeiger über hundert bemalte Ziffernblätter gehen. Das Auge erblickt ein ungemein sinnreiches Werk, gleichviel auf welchem seiner Räder es ruht, ob auf dem Schirm der Meduse, der sich im Rhythmus des Atems öffnet und schließt, oder auf dem winzigen Bläschen im Leib eines einzelligen Tieres, das im Takt des Herzschlages pulsiert.

Jedes dieser Pendel, ob es nun lang ausholt oder kurz, schwingt in dem Punkte, der das Zentrum aller Zeiten ist.”
Ernst Jünger, Das abenteuerliche Herz: Zweite Fassung - Figuren und Capriccios

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