Das Licht ist hier viel heller Quotes
Das Licht ist hier viel heller
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Mareike Fallwickl2,248 ratings, 4.23 average rating, 176 reviews
Das Licht ist hier viel heller Quotes
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“Manchmal sieht man sich etwas an, das man selbst gemacht hat, und findet es gut. Das ist ein seltenes Gefühl, ein schönes, nicht zersetzt von Zweifeln und noch nicht in Berührung gekommen mit den Urteilen anderer, eine in sich geschlossene Zufriedenheit.”
― Das Licht ist hier viel heller
― Das Licht ist hier viel heller
“Meine Haut roch nach dem Clash ein wenig nach Asche. Ein sehr zarter, kaum wahrnehmbarer Geruch war das, so einer, der ganz am Ende übrig bleibt, wenn alles fort ist. Ich habe die duftendsten Seifen gekauft, die ich finden konnte, mit Zitrone, mit Rosmarin, mit Eisenkraut, das änderte nichts. An Funkenflug ließ der Geruch mich denken, an ein weit entferntes Lagerfeuer, an die fast gewichtslosen Flocken, die zu einer grauen Spur werden, wenn an sie mit dem Finger berührt. Zuerst dachte ich, das wäre nur Einbildung. Aber dann fiel mir ein, was wir in der Schule gelernt hatten über Angst, über den Kampf-oder-Flucht-Mechanismus. Wie der Körper bei Bedrohung Cortisol ausschüttet und Adrenalin, wie der Puls in die Höhe schießt, die Atmung sich beschleunigt, die Bronchien sich weiten, mehr Sauerstoff, mehr, wie all das Blut zum Herzen geht und für einen Moment sämtliche Immunmaßnahmen außer Kraft gesetzt werden, um keine unnötige Energie zu verschwenden. Weshalb der Mensch nicht dazu gemacht ist, allzu oft Angst zu haben. Und dann habe ich gedacht, vielleicht ist ein leichter Geruch nach Asche nur natürlich, nachdem der Körper so ein Feuerwerk abgebrannt hat, um mich zu schützen.”
― Das Licht ist hier viel heller
― Das Licht ist hier viel heller
“Es tut alles weh, nicht wahr", sagte er, "wenn man siebzehn ist", und ich wollte auflachen, aber es ging nicht, "das hört auch nicht mehr auf", sagte er, und mir blieb das Sprechen im Hals stecken und das Atmen, "du kannst nur einen Weg finden, es auszuhalten", sagte er.”
― Das Licht ist hier viel heller
― Das Licht ist hier viel heller
“Als ich sieben Jahre alt war, habe ich gebrannt. Das war in der Volksschule, ich ging in die zweite Klasse. Im Religionsunterricht haben wir einen Sesselkreis gebildet. Hinter mir stand eine Osterkerze, und ich weiß noch, dass ich mich plötzlich wunderte über den Geruch. Er war angesengt, aschig. Ich spürte nichts, noch nicht. Meine langen Locken waren zu einem Zopf geflochten, das Kleid hatte hinten eine Schleife. Als die Kinder anfingen zu schreien und mit dem Finger auf mich zeigten, drehte ich mich um. Ich sah das Flackern. Ich wusste, dass ich es war, die brannte. Aber ich war starr, wie in einem Vakuum, ich konnte nicht reagieren. Das Kleid brannte gut, am oberen Rücken habe ich eine walnussgroße Narbe. Trotz der Schmerzen fühlte es sich an, als würde ich nur zusehen, als wäre ich nicht Teil der Situation, nicht Teil meines Lebens. Und manchmal kommt es mir so vor, als hätte ich diesen Zustand seitdem nicht mehr verlassen.”
― Das Licht ist hier viel heller
― Das Licht ist hier viel heller
