Die Sprache der Sexualität Quotes

Rate this book
Clear rating
Die Sprache der Sexualität Die Sprache der Sexualität by Kurt Loewit
2 ratings, 3.50 average rating, 1 review
Die Sprache der Sexualität Quotes Showing 1-2 of 2
“Somit war die durch alle Kapitel sich hindurchziehende Suche nach dem Sinn eigentlich auch immer schon die Frage nach der Liebe. Doch die lässt sich bei allem, was die Wissenschaft über ihre unbewusst bleibenden oder bewusst werdenden Hintergründe und Bedingtheiten, über Triebstrukturen, frühkindliche Prägungen Projektions- und Auslösemechanismen, über psychische Prozesse oder deren körperliche Entprechungen usw. auszusagen weiß, nicht fassen. Sie bleibt un-fassbar, frei und geheimnisvoll, unbegreiflich und unberechenbar, überwältigend ein Elementarereignis, ein unverdienbares Geschenk, ein nicht durchsetzbarer Anspruch und ein nicht einklagbares Recht; ein unerschöpflicher Reichtum und eine unstillbare Sehnsucht. Sie ist die Kraft, welche die Welt bewegt, und gleichzeitig, wie es das Volkslied weiß, so zart und zerbrechlich wie eine Seifenbase. Und doch ist sie mit E. Fromm zugleich eine Kunst, die erlernt und geübt werden muss; auch eine Entscheidung und Aufgabe, ein lebenslanges Werk und -- was die Frage nach dem Sinn in der Sinnlichkeit betrifft -- des Rätsels Lösung.”
Kurt Loewit, Die Sprache der Sexualität
“Als verleiblichte Beziehung, als ganz konkrete Beziehungssprache verstanden, ermöglicht und begründet [die Sexualität] eine in ihrer leib-geistigen Einheit, "Eindrücklichkeit" und "Eindringlichkeit" unübertreffliche, im vollen Sinn menschliche Ausdrucks- und Verständigungsweise. Als solche ist die sexuelle Kommunikation in einer Partnerschaft nicht nur ein Beziehungsbarometer ersten Ranges, sondern gleichzeitig Quelle der Vitalität, Jungbrunnen und "Lebens-Mittel". Wer sich daher um das Wohl und den Bestand seiner Beziehung, Ehe und Familie sorgt, darf diesen Punkt herade heute, wo von der Lebenserwartung her über Jahrzehnte bestehende Langzeitverbindungen möglich geworden sind, nicht übersehen.”
Kurt Loewit, Die Sprache der Sexualität