Die Geburt der Tragodie und Unzeitgemasse Betrachtungen Quotes

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Die Geburt der Tragodie und Unzeitgemasse Betrachtungen Die Geburt der Tragodie und Unzeitgemasse Betrachtungen by Friedrich Nietzsche
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“Es ist ein ewiges Phänomen: immer findet der gierige Wille ein Mittel, durch eine über die Dinge gebreitete Illusion seine Geschöpfe im Leben festzuhalten und zum Weiterleben zu zwingen. Diesen fesselt die sokratische Lust des Erkennens und der Wahn, durch dasselbe die ewige Wunde des Daseins heilen zu können, jenen umstrickt der vor seinen Augen wehende verführerische Schönheitsschleier der Kunst, jenen wiederum der metaphysische Trost, dass unter dem Wirbel der Erscheinungen das ewige Leben unzerstörbar weiterfliesst: um von den gemeineren und fast noch kräftigeren Illusionen, die der Wille in jedem Augenblick bereithält, zu schweigen. Jene drei Illusionsstufen sind überhaupt nur für die edler ausgestatteten Naturen, von denen die Last und Schwere des Daseins überhaupt mit tieferer Unlust empfunden wird und die durch ausgesuchte Reizmittel über diese Unlust hinwegzutäuschen sind. Aus diesen Reizmitteln besteht alles, was wir Cultur nennen: je nach der Proportion der Mischungen haben wir eine vorzugsweise sokratische oder künstlerische oder tragische Cultur: oder wenn man historische Exemplificationen erlauben will: es giebt entweder eine alexandrinische oder eine hellenische oder eine buddhaistische Cultur.”
Friedrich Nietzsche, Die Geburt der Tragodie und Unzeitgemasse Betrachtungen
“Onder de betovering van het Dionysische worden niet alleen de banden tussen mens en mens weer aangehaald; ook de vervreemde, vijandige en onderdrukte natuur viert het feest van de hernieuwde verzoening met haar verloren zoon, de mens.”
Friedrich Nietzsche, Die Geburt der Tragodie und Unzeitgemasse Betrachtungen