Das Buch der Lieder Quotes

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Das Buch der Lieder Das Buch der Lieder by Heinrich Heine
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Das Buch der Lieder Quotes Showing 1-4 of 4
“Lieb Liebchen, leg ‘s Händchen aufs Herze mein; -
Ach, hörst du, wie’s pochet im Kämmerlein,
Da hauset ein Zimmermann schlimm und arg,
Der zimmert mir einen Totensarg.

Es hämmert und klopfet bei Tag und bei Nacht;
Es hat mich schon längst um den Schlaf gebracht.
Ach! sputet Euch, Meister Zimmermann,
Damit ich balde schlafen kann.”
Heinrich Heine, Das Buch der Lieder
tags: death, love
“Sie liebten sich beide, doch keiner
Wollt es dem andern gestehn;
Sie sahen sich an so feindlich,
Und wollten vor Liebe vergehn.
Sie trennten sich endlich und sahn sich
Nur noch zuweilen im Traum;
Sie waren längst gestorben,
Und wußten es selber kaum.”
Heinrich Heine, Das Buch der Lieder
tags: lovers
“XXIII.

Warum sind denn die Rosen so blaß,
O sprich, mein Lieb, warum?
Warum sind denn im grünen Gras
Die blauen Veilchen so stumm?

Warum singt denn mit so kläglichem Laut
Die Lerche in der Luft?
Warum steigt denn aus dem Balsamkraut
Hervor ein Leichenduft?

Warum scheint denn die Sonn’ auf die Au’
So kalt und verdrießlich herab?
Warum ist denn die Erde so grau
Und öde wie ein Grab?

Warum bin ich selbst so krank und so trüb’,
Mein liebes Liebchen, sprich?
O sprich, mein herzallerliebstes Lieb,
Warum verließest du mich?”
Heinrich Heine, Das Buch der Lieder
“Wenn zwei voneinander scheiden,
So so geben sie sich die Händ
Und fangen an zu weinen,
Und seufzen ohne End.

Wir haben nicht geweinet,
Wir seufzten nicht Weh und Ach!
Die Tränen und die Seufzer,
Die kamen hintennach.”
Heinrich Heine, Das Buch der Lieder