The Heart Attack Sutra Quotes

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The Heart Attack Sutra The Heart Attack Sutra by Karl Brunnhölzl
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“Auf dem Pfad beginnen wir mit Achtsamkeit (das erste GATE) und dann lassen wir davon los (das zweite GATE). Wir verlieren es nicht wirklich, da Achtsamkeit viel machtvoller ist, wenn wir nicht versuchen, sie absichtlich zu kultivieren, was jede Menge Anstrengung, Vorstellungen und Dualismus nach sich zieht. Wird Achtsamkeit jedoch trugbildgleich, hat sie eine leichtere Hand und ist natürlicher, was genau das ist, worum es hier geht. Wir könnten dies »geistlose Achtsamkeit« nennen. PĀRAGATE bedeutet, dass wir sogar über trugbildgleiche Achtsamkeit hinausgegangen sind, dass wir über Leerheit hinausgegangen sind. PĀRASAṂGATE bezieht sich darauf, sowohl über trugbildgleiche Achtsamkeit als auch über Leerheit hinausgegangen zu sein, was bedeutet, zur Merkmalslosigkeit hinübergegangen zu sein oder zum Fehlen jeglicher Charakteristika, Leerheit inbegriffen. Schließlich bedeutet BODHI SVĀHĀ, alle Verschleierungen der Geistesplagen und der Erkenntnis gereinigt zu haben und somit zur Wunschlosigkeit hinübergegangen zu sein oder ganz und gar über den Geist (Tibetisch lode; blo ’das) hinausgegangen zu sein. Letzterer”
Karl Brunnhölzl, Das Herzinfarkt-Sutra: Ein neuer Kommentar zum Herz-Sutra
“Das Einzige, wofür wir Prajñāpāramitā (oder Leerheit) nicht verwenden können, ist, noch verwirrter zu werden. Wenn wir noch verwirrter werden, ist das ein Zeichen, dass wir nicht mit der Leerheit gearbeitet haben, sondern mit etwas anderem. Es”
Karl Brunnhölzl, Das Herzinfarkt-Sutra: Ein neuer Kommentar zum Herz-Sutra
“Viele Menschen fragen sich, wie sie den Dharma in ihrem Alltag anwenden können. Sie hören allerlei Unterweisungen über Leerheit, Buddha-Natur, Mahāmudrā und Dzogchen, und nach zwanzig oder dreißig Jahren fragen sie immer noch: »Wie wende ich den Dharma in meinem Alltag an?« Sie halten immer noch nach etwas anderem jenseits dieser Unterweisungen Ausschau, nach irgendeiner Art Trick oder Fünf-Punkte-Plan für alle möglichen Situationen in ihrem Leben. »Was mache ich, wenn ich Probleme mit meinem Chef habe?« »Was mache ich, wenn ich Probleme mit meinem Ehepartner habe?« »Was mache ich, wenn ich Probleme mit meinem Hund habe?« Wir suchen immer nach detaillierten Rezepten für jede einzelne Situation und denken irgendwie, dass unser Dharma-Leben auf dem Kissen und im Schreinraum getrennt ist von dem, was wir ansonsten tun. Aber die tatsächliche Art und Weise, den Dharma in den Alltag zu integrieren, besteht darin, die Sichtweise und Meditation in alles, was uns begegnet und womit wir uns beschäftigen, einfließen zu lassen. Dazu müssen wir uns nur in jeder Situation mit der Erfahrung der Natur des Geistes in Verbindung setzen. Das ist der Plan, aber natürlich ist das nicht wirklich ein Plan. Dies erklärt vielleicht, warum der planorientierte westliche Geist meist nicht erkennt, dass die simple Idee, Sichtweise und Meditation in alles, was uns begegnet, einfließen zu lassen, eigentlich ein ausgeklügelter Ratschlag zum Thema »Dharma im Alltag« ist.”
Karl Brunnhölzl, Das Herzinfarkt-Sutra: Ein neuer Kommentar zum Herz-Sutra
“Normalerweise denken wir, dass wir tausend verschiedene Pläne für tausend verschiedene Szenarien haben müssen, um alle Möglichkeiten abzudecken, aber was ist, wenn die entscheidende Situation nach diesen tausend Möglichkeiten eintritt? Dann flippen wir aus und wissen nicht, was wir tun sollen, weil wir keinen vorgefertigten Plan haben. Wir haben das Gefühl, dass wir in unsere Denkfabrik zurückkehren und einen weiteren Plan ausknobeln müssen, bevor wir mit einer unerwarteten Person oder Situation umgehen können. Diese Herangehensweise ist offensichtlich begrenzt, bedingt und dualistisch. Die Vorstellung von Furchtlosigkeit hier ist, alle unsere Pläne und Strategien wegzuwerfen, egal wie gut sie wirken, um uns einzig darauf zu verlassen, uns inmitten des grundsätzlichen Fehlens jeglichen Grund und Bodens unserer Existenz zu Hause zu fühlen und dann aus dieser Geräumigkeit heraus zu handeln. Innerhalb dieses Raums gibt es genügend Platz dafür, dass das Richtige geschieht. Insbesondere in der tibetischen Tradition gilt es als eine gute Idee, keinen Plan zu haben. Egal welchen Plan wir haben, er wird sowieso nicht funktionieren, und genau das scheint der große Gesamtplan zu sein.”
Karl Brunnhölzl, Das Herzinfarkt-Sutra: Ein neuer Kommentar zum Herz-Sutra
“Wie fühlt sich unser Geist an, wenn es keine Teppiche mehr gibt, auf denen er stehen kann, und nichts, worauf er landen kann? Dieses Fallen in die Abwesenheit jeglichen Grund und Bodens hinein ist eine merkwürdige Art des Fallens, weil wir nicht wirklich irgendwohin fallen und es niemanden gibt, der fällt. Es ist ein Fallen ohne Bewegung – wir fallen, indem wir am selben Fleck bleiben, der nichts anderes ist, als der gegenwärtige Moment unserer Erfahrung. Das heißt, unser Geist bleibt, wo er ist und genau wie er ist, und erfährt vollständig, wie sich das anfühlt. Dies”
Karl Brunnhölzl, Das Herzinfarkt-Sutra: Ein neuer Kommentar zum Herz-Sutra
“Es liegt auch keine Hoffnung in Prajñāpāramitā Wenn wir aber denken, dass wir uns zumindest auf Prajñā, das all dies erkennt, verlassen können, so hat das Herz-Sūtra auch damit kein Erbarmen und sagt: keine Weisheit, kein Erlangen und kein Nicht-Erlangen”
Karl Brunnhölzl, Das Herzinfarkt-Sutra: Ein neuer Kommentar zum Herz-Sutra
“Der Sturmangriff des Herz-Sūtra auf buddhistische heilige Kühe geht weiter – die Vier Edlen Wahrheiten existieren auch nicht wirklich. Natürlich können wir uns vorstellen, dass Aussagen wie diese für viele Buddhisten schockierend sind. Die Prajñāpāramitā-Sūtren sagen im Grunde: »Es gibt kein Leiden, keine Ursachen des Leidens, keine Beendigung des Leidens und auch keinen Pfad, der zur Beendigung des Leidens führt. Trotzdem, versuche dein Bestes. Du”
Karl Brunnhölzl, Das Herzinfarkt-Sutra: Ein neuer Kommentar zum Herz-Sutra
“Dieser Prozess ist vergleichbar damit, den neuesten schicken Computer zu sehen, ihn zu begehren, ihn haben zu wollen, ihn tatsächlich zu kaufen und schließlich damit im Internet zu surfen. Aber von dem Augenblick an beginnt das Altern, was heißt, dass der Computer bereits in dem Moment, in dem wir ihn nach Hause bringen, veraltet ist. Ebenso sind unsere fünf Skandhas bereits in dem Moment, in dem wir sie annehmen, veraltet, das heißt, der Prozess des Alterns beginnt leider nicht erst um die vierzig oder fünfzig, sondern im Augenblick der Empfängnis in der Gebärmutter. Das Endresultat dieses Prozesses ist der Zerfall der Skandhas, das heißt, der Tod. Dann sind wir wieder da, wo wir angefangen haben, nämlich bei der Unwissenheit, und alles geht wieder von vorne los. Es gibt also bei diesen zwölf Gliedern kein Ende; sie bilden keine lineare Abfolge, sondern einen Teufelskreislauf – was genau dem entspricht, was das Wort »Saṃsāra« bedeutet.”
Karl Brunnhölzl, Das Herzinfarkt-Sutra: Ein neuer Kommentar zum Herz-Sutra
“Die Prajñāpāramitā-Sūtren verneinen jedoch nicht nur saṃsārische Phänomene wie die Skandhas, sondern sie haben es auch auf die geheiligten Prinzipien des buddhistischen Pfades selbst abgesehen. Daher werden auch die zwölf Glieder des Abhängigen Entstehens, sowohl in ihrer saṃsārischen als auch in ihrer nirvāṇischen Version, über Bord geworfen.”
Karl Brunnhölzl, Das Herzinfarkt-Sutra: Ein neuer Kommentar zum Herz-Sutra
“Das ist in der Tat eines der Hauptmerkmale von Bodhisattvas – keine Erwartungen zu haben und, als Gegenstück dazu, auch keine Angst (was”
Karl Brunnhölzl, Das Herzinfarkt-Sutra: Ein neuer Kommentar zum Herz-Sutra
“Form ist Leerheit. Leerheit ist Form. Leerheit ist nichts anderes als Form. Form ist nichts anderes als Leerheit.”
Karl Brunnhölzl, Das Herzinfarkt-Sutra: Ein neuer Kommentar zum Herz-Sutra