Hässlichkeit Quotes
Hässlichkeit
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Moshtari Hilal2,189 ratings, 4.40 average rating, 226 reviews
Hässlichkeit Quotes
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“Widdows warnt, dass unsere gegenwärtigen Schönheitsideale Hässlichkeit zum persönlichen Versagen und das Streben nach Schönheit zur Pflicht des Individuums machen. Zugleich ist das Ziel oft nicht einmal das Erreichen eines Ideals, sondern Normalität. Eine arbeitsintensive und kostspielige Normalität, die sich durch ihre steigenden Anforderungen immer mehr dem unrealistischen Ideal annähert. Je normalisierter die breite Teilnahme an extremen Schönheitspraktiken ist, desto dominanter werden die in ihnen verkörperten Ideale, wie etwa die Imitation des jungen Körpers, aus dem sichtbares Altern als Versagen erwächst. Je mehr Frauen sich auf neue Technologien wie Botox, Laserbehandlungen, Filler oder chemische Peelings einlassen, desto normalisierter und damit verpflichtender werden diese für alle Frauen, die als gepflegt, gesund und nicht hässlich gelten wollen.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Schönheit sollte von denen, die sie suchen, nach ihren Absichten und Kriterien hinterfragt werden: "Wenn wir uns bestätigt fühlen, wovon fühlen wir uns eigentlich bestätigt?”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Über Hässlichkeit dagegen schreibt Mingus, dass sie uns durch Verletzlichkeit Intimität und Vertrauen lehrt: "Um verletzlich zu sein, muss man Teile von sich preisgeben", Teile, die womöglich hässlich sind oder uns abhängig machen von anderen.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Die Gebrechlichen und Kranken sind für uns abstoßend, damit wir in der Distanz von ihnen vergessen dürfen, dass es Vergänglichkeit überhaupt gibt.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Der Verlust über die Kontrolle, wann und wie wir gesehen werden, ist der Verlust von Autonomie und Verfügung über uns selbst.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Wir wollen nicht hässlich sein, im Sterben nicht, selbst im Tod nicht.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Warum muss ihr tägliches Überleben so schwer bleiben?”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Kinder, deren Gesichter wie verschmolzen wirken, deren Hände zu Klumpen verwachsen sind, rezitieren Verse der Dankbarkeit dafür, dass sie geschaffen wurden von Gott, dass er ihnen Ohren, Augen und Hände schuf, um die Schönheit der Welt zu erfahren.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Kinder, deren Gesichter wie verschmolzen wirken, deren Hände zu Klumpen verwachsen sind, rezitieren Verse der Dankbarkeit dafür, dass sie geschaffen wurden von Gott, dass er ihnen Ohren, Augen und Hände schuf, um die Schönheit der Welt zu erfahren”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Je mehr Frauen sich auf neue Technologien wie Botox, Laserbehandlungen, Filler oder chemische Peelings einlassen, desto normalisierter und damit verpflichtender werden diese für alle Frauen, die als gepflegt, gesund und nicht hässlich gelten wollen.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Die Produktion von Geschmack [sei] Bestandteil eines symbolischen Klassenkampfes. Die Art, wie wir unseren Körper schmücken würden, wie wir oder auch unser Gesicht uns präsentierten, transportiere ästhetische Codes, die unsere Klassenhintergründe kommunizierten.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Selbst die als schön markierten Körper sind nicht unbedingt die signifikanten Profiteure dieser Ökonomie. Eher sind es damals wie heute jene, die die Standards setzen, regulieren, verkaufen. Es sind jene, die profitieren von den Hässlichen, indem sie die Angst vor und den Spott über Hässlichkeit aufrechterhalten, sodass Menschen alles tun würden, um dem Hässlichen nicht zu nahe zu kommen.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Warum bemühten sich ihren eigenen Maßstäben nach "hässliche" Männer so verbissen um die Einschränkung von "Schönheit"? Versuchten sie, durch ihre Kontrolle des Wissens um Schönheit sich selbst im Besitz der Schönheit zu erleben?”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Obwohl das Abwenden von der Idee eines unveränderlichen Körpers eigentlich Autonomie und Freiheit zur Wandlung versprechen könnte, bleiben diese begrenzt durch die Prämisse der Imitation, durch die Aufforderung, sich ästhetisch zu assimilieren.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Niemand wird so ehrlich sein wie ein Schönheitschirurg, der dir das Ausmaß deiner Hässlichkeit attestiert. In derselben Beratungssitzung wird dir auch ein Angebot gemacht, inwiefern mit moderner Medizin und Technik die identifizierten Fehler korrigiert werden können und zu welchem Preis.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Unsere Gesichter werden gelesen wie die Oberfläche einer Akte, die uns selbst nicht bekannt ist.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Die Realität außerhalb unserer Körper schafft Kriminalität, und nicht unsere Körper selbst.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Das Schlechte wurde an den Körpern derer gesucht, die bereits verurteilt waren. Gezeichnet wurden die Konturen des Bösen entlang der Gesichter derjenigen, die schon eingesperrt waren.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Ich fühle ein Gesicht, das mir nicht gehört, aber in meinen Gedanken wohnt.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Wir beobachten eine fortwährend gefühlte Bringschuld der Außenseiter, während sich das Versprechen der Einverleibung immer weiter nicht einlöst.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Die Patient*innen bettelten darum, diejenigen zu werden, die ihren Körper vergessen dürfen. Sie wollten eins werden mit denen, die sie nur nachahmen konnten. Die plastische Assimilation war ihre Kapitulation.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Das plastische Assimilationsversprechen stellt ein Verschwinden hinein in eine visuelle Norm in Aussicht. Die Patient*innen wünschen sich nicht einfach die Befreiung aus einer imaginären Auffälligkeit, sondern aus der real erfahrenen Stigmatisierung.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Sowohl das moderne Assimilationsversprechen als auch das Versprechen der Autonomie über den eigenen Körper [mussten] immer begrenzt bleiben, weil beide Versprechen ein rassistisches Vorbild benötigten. Je stärker sich das Subjekt umgestaltet, desto stärker weiß das rassistische Vorbild um seinen vermeintlichen höheren Wert.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Sowohl das moderne Assimilationsversprechen
als auch das Versprechen der Autonomie über den eigenen Körper [mussten] immer begrenzt bleiben, weil beide Versprechen
ein rassistisches Vorbild benötigten. Je stärker sich das Subjekt
umgestaltet, desto stärker weiß das rassistische Vorbild um seinen vermeintlichen höheren Wert.”
― Hässlichkeit
als auch das Versprechen der Autonomie über den eigenen Körper [mussten] immer begrenzt bleiben, weil beide Versprechen
ein rassistisches Vorbild benötigten. Je stärker sich das Subjekt
umgestaltet, desto stärker weiß das rassistische Vorbild um seinen vermeintlichen höheren Wert.”
― Hässlichkeit
“Die "Ugly Laws" des 19. Jahrhunderts führten zum Ausbau der in den öffentlichen Raumen präsenten Polizei, welche die Interessen und den Komfort des weißen Bürgertums gegenüber den Diskriminierten und also den Verlierer*innen derselben Gesellschaft bewahren sollten. Schweik sieht diese Entwicklung in Zusammenhang mit der Industrialisierung und dem Wunsch nach schönen Räumen, um der Hässlichkeit von industrieller Ausbeutung und Elend in der eigenen Nation (und nicht mehr nur in den Kolonien) ausweichen zu können, sie schlicht nicht sehen zu müssen. Sie beschreibt die "Ugly Laws" als nur ein strukturelles Mittel des Aussonderns von Hässlichkeit neben anderen, wie etwa Einwanderungsgesetzen, Sterilisation und Eugenik.
Die Unansehnlichen wurden nicht nur aus Räumen verbannt, sondern auch in für sie institutionell geschaffene Räume gesperrt, wie etwa in das Gefängnis oder die Psychiatrie. Auch das Geflüchtetenlager kann als solcher Raum verstanden werden, da es ebenfalls Menschen eingrenzt und aussperrt, weil sie eine angebliche Gefahr für die Harmonie der Nation darstellen.”
― Hässlichkeit
Die Unansehnlichen wurden nicht nur aus Räumen verbannt, sondern auch in für sie institutionell geschaffene Räume gesperrt, wie etwa in das Gefängnis oder die Psychiatrie. Auch das Geflüchtetenlager kann als solcher Raum verstanden werden, da es ebenfalls Menschen eingrenzt und aussperrt, weil sie eine angebliche Gefahr für die Harmonie der Nation darstellen.”
― Hässlichkeit
“Ich möchte mich mit mir versöhnen, und die Versöhnung liegt jenseits jedes Gegensatzes. Ich möchte Sehen und Gesehenwerden lernen, ohne die Verlegenheit eines Menschen, der die Nähe zur Hässlichkeit fürchtet. Ohne die Verlegenheit eines Menschen, der jeden Schatten, den er wirft, lieben muss.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Niemand ist hässlich, ohne angesehen zu werden, ohne den Kontrast, den Gegensatz, den Vergleich. Kein Vergleich ist universell, statisch und zeitlos.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“[Kristeva] formulierte, dass "nicht der Mangel an Sauberkeit oder Gesundheit" Abscheu hervorruft, sondern das, was "Identität, die Systeme, die Ordnung stört. Was Grenzen, Positionen, Regeln nicht respektiert. Das Dazwischen, das Uneindeutige, das Zusammengesetzte".”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Wenn wir wissen, woher Begriffe und Ideen kommen, dann können wir sie auch einordnen und abgrenzen vom eigenen Empfinden, den eigenen Erfahrungen oder sogar den eigenen Körpern, die womöglich im Widerspruch zu ihnen stehen. So verstanden, ist Hässlichkeit eine Idee, keine Wahrheit. Wir können sie betrachten als einen Begriff, der nicht zu uns gehört.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
“Lernen hat immer und überall in verschiedensten Formen stattgefunden; das westliche Bildungsideal mit seinen erklärten Absichten, Methoden, Raumen, Stundenplänen aber ist ein koloniales Machtinstrument, ebenso wie die Idee des Fortschritts als zwingende Absicht, obwohl ein gutes Leben auch mit ganz anderen Prioritäten gelebt werden kann.”
― Hässlichkeit
― Hässlichkeit
