Babette Ernst’s Reviews > Wallenstein > Status Update
Babette Ernst
is on page 64 of 1023
Bis jetzt wurde der titelgebende Wallenstein noch mit keinem Wort erwähnt. Dafür jede Menge mir unbekannte Fürsten, Herzöge, Äbte usw.
— Jun 14, 2022 01:24PM
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Babette Ernst
is on page 586 of 1023
S. 585 "Gemisch der Nationen an der Tafel, erfreute Münder, erbitterte Stirnen; der Deutsche vertrinkt den Schmerz, der Italiener verschläft den Schmerz, der Spanier beklagt den Schmerz, der Franzose besingt den Schmerz..."
— Jun 28, 2022 01:25PM
Babette Ernst
is on page 210 of 1023
Auf Seite 201 taucht er endlich auf, der Wallenstein. Keineswegs als Held, was für einen Antiheldenroman auch nicht zu erwarten war.
Beim Lesen flimmern bunte Filmsequenzen vor den Augen, wie mit Vergrößerungsglas wird auf Prunk und Überfluss auf der einen Seite und Elend und Gewalt auf der anderen Seite geblickt. Ein ganz außergewöhnliches Sprachkunstwerk.
— Jun 16, 2022 01:08PM
Beim Lesen flimmern bunte Filmsequenzen vor den Augen, wie mit Vergrößerungsglas wird auf Prunk und Überfluss auf der einen Seite und Elend und Gewalt auf der anderen Seite geblickt. Ein ganz außergewöhnliches Sprachkunstwerk.
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Peter
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Jun 15, 2022 02:31AM
Bei mir stelt seit Langem der Wallenstein von Golo Mann ungelesen im Regal. Vielleicht ist die Annäherung an diese Person durch einen historischen Roman einfacher.
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Das Buch ist ein historischer Montageroman über den Dreißigjährigen Krieg, Mittelstück einer Trilogie, was die Technik angeht. Die Drei Sprünge des Wan-Lun (Antikes China, meiner Ansicht nach der beste der Drei),, Wallenstein (eher ein Panorama, das phasenweise zum Wimmelbild wird) und Berge, Meere und Giganten (Zukunft, unvergessliche Einzelszenen, aber auch nix für Identifikationsfanatiker). Mit Wallenstein hast Du Dir das schwierigste der Drei ausgesucht. Fand auch auf dem Gipfel meiner Döblin-Begeisterung keinen rechten Zugang zu dem Buch. Habe deshalb immer noch ein schlechtes Gewissen, würde aber jederzeit lieber noch mal Berge, Meere und Giganten lesen.
Dem Namen Wallenstein bin ich immer mal wieder begegnet (wo ich aufwuchs gab es den Wallensteingraben, in Böhmen findet man den Ort Valdstejn usw.) und so wollte ich schon lange mehr über ihn erfahren. Zunächst las ich eine Biografie, dann Schillers "Wallenstein", der mir sehr gut gefiel. Um Döblins Buch schleiche ich schon lange herum, wollte es nun endlich beginnen, damit die Biografie nicht schon wieder in Vergessenheit gerät. Wie mir jetzt bewusst wird, ist es alles andere als einfach zu lesen, aber die bildreiche, ganz außergewöhnliche Sprache beeindruckt mich auch. Ich merke außerdem, dass es ein Roman ist und kein Sachbuch über den Dreißigjährigen Krieg, es hat keinen Sinn, Fakten zu googlen, Döblin hat sich einige Freiheit genommen. So bin ich gespannt, wie Wallenstein hier verarbeitet wir, wenn er denn endlich mal auftaucht.Ich lese das Buch also weniger wegen des Autors, sondern eher wegen der Hauptfigur, aber wenn ich diese 1000 Seiten durchhalte, versuche ich es später evtl. mit einem anderen Döblin.
Peter wrote: "Bei mir stelt seit Langem der Wallenstein von Golo Mann ungelesen im Regal. Vielleicht ist die Annäherung an diese Person durch einen historischen Roman einfacher."Ob dieses Buch einfacher ist, mag ich bezweifeln, aber Golo Manns Biografie reizt mich auch noch. Dazu muss ich erstmal diesen "Klopper" durchhalten.

