Anna Carina’s Reviews > Der Goldene Pavillon > Status Update
Anna Carina
is 53% done
Jetzt bin ich gespannt ob das bis zum Ende hält.Mit Kashiwagi u der Uni kommt vermehrt eine "philosophische" Doppelspur hinein.Als würde Mishima Erkenntnis,die die Welt entzaubert, gegen eine art platonische Idee des ewig Schönen stellen wollen.Aber als Symptomstrukturen von 2 kaputten Typen,deren Ideen in zwanghaftem Verhalten münden und in keiner Weise als Befreiung aufgefasst werden können.
— 21 hours, 25 min ago
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Anna Carina
is 65% done
„Im Dunst erschienen verschwommen die Reisfelder,deren bereits abgeerntete Parzellen die Farbe von Blauschimmel hatten.An den Feldrainen standen vereinzelt große oder kleine Bäume mit gestutzten Kronen,und da alle dünnen Stämme mit Stroh umwickelt waren – man nennt diese Ummantelung hier »Dampfkorb« –, wirkten sie wie Baumgeister, wie sie so einer nach dem anderen aus dem Nebel auftauchten.“
— 1 hour, 14 min ago
Anna Carina
is 34% done
Es beginnt sich immer mehr wie ein Ideenroman zu lesen.
Die Grundstruktur des stotternden Icherzählers ist früh erkannt,in der er lange herumzirkelt,bis bei 30% eine neue Figur das Ganze aufbricht.
Diese hat Klumpfüße und hält dem Icherzähler einen krassen Vortrag wie man mit diesem Anders sein verfahren kann. Dieser Monolog ufert in psychologische Analysen aus, die jenseits eines natürlichen Gespräches liegen.
— Feb 22, 2026 08:02AM
Die Grundstruktur des stotternden Icherzählers ist früh erkannt,in der er lange herumzirkelt,bis bei 30% eine neue Figur das Ganze aufbricht.
Diese hat Klumpfüße und hält dem Icherzähler einen krassen Vortrag wie man mit diesem Anders sein verfahren kann. Dieser Monolog ufert in psychologische Analysen aus, die jenseits eines natürlichen Gespräches liegen.
Anna Carina
is 6% done
Ist das pervers verstörend!Geilo!
Icherzähler ist ein thymotischer Außenseiter,der Genuß daran findet wenn andere seine Schande erleiden.Aber nicht weil er sich dadurch erhöht fühlt,sondern die Welt kleiner wird. Er will alles zum verstummen bringen,wenn er schon nicht in die Ordnung gehört. Dabei lädt er verstörende Szenen mit Naturbildern poetisch auf, die wie ein Motor seiner imaginierten Thyrannei wirken.
— Feb 21, 2026 10:51AM
Icherzähler ist ein thymotischer Außenseiter,der Genuß daran findet wenn andere seine Schande erleiden.Aber nicht weil er sich dadurch erhöht fühlt,sondern die Welt kleiner wird. Er will alles zum verstummen bringen,wenn er schon nicht in die Ordnung gehört. Dabei lädt er verstörende Szenen mit Naturbildern poetisch auf, die wie ein Motor seiner imaginierten Thyrannei wirken.
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Anna Carina
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21 hours, 8 min ago
Ich möchte keinen falschen Eindruck erwecken. Wenn ich Philosophisch sage, deshalb habe ich es in Anführungszeichen gesetzt, meine ich den Anstrich. Er tarnt es darin, da die Dialoge und Monologe in dieser Art Rede geformt werden. Das Psychoanalytische Moment überwiegt ganz klar im Text. Und die Macht des Signifikanten unter dem der Icherzähler steht. Allerdings verweist Mishima auf Philosophie Studien, die den Icherzähler später zu einer Tat veranlassen und sagt bewusst, dass er diese Philosophen nicht nennen wird. Ich denke, hier schieben sich mehrere Dinge ineinander, da zu Beginn der Zen-Buddhismus mit seiner Schönheitslehre ehr im Vordergrund stand, von der sich die Handlung immer weiter entfernt. Das ist ein ganz wilder Mix aus vielen Zutaten. Oder mir ist die zugrunde liegende Philosophie nicht bekannt, was gut sein kann, weshalb mir das grad etwas um die Ohren fliegt und ich den Text etwas wackelig finde.
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Die Frage stellt sich für mich, ob es sich um eine Synthese nach oben oder nach unten handelt - wie wird die platonische Idee entschlüsselt, hin zum Komplexen oder hin zum Flachen? Beides könnte ästhetisch funktionieren.
Alexander wrote: "Die Frage stellt sich für mich, ob es sich um eine Synthese nach oben oder nach unten handelt - wie wird die platonische Idee entschlüsselt, hin zum Komplexen oder hin zum Flachen? Beides könnte äs..."Deine Frage deckt die Komplikation im Text auf, weshalb ich bewusst die Anführungszeichen setze. Ja es erscheint ziemlich nah an der platonischen Idee worin der Icherzähler sich verstrickt. Aber er löst weder in die eine noch in die andere Richtung Widersprüche auf. Das ist einer der ja gar nicht aufsteigt, wie die geehrten Philosophen bei Plato, sondern direkt vor der Idee ja ganz in seiner perversen Jouissance aufgeht. Der Typ bewegt sich kein Stück.
Der Text funktioniert nicht in der Logik in der du denkst.

