Schumpeter Books
Showing 1-15 of 15
Capitalism, Socialism and Democracy (Paperback)
by (shelved 2 times as schumpeter)
avg rating 3.99 — 2,977 ratings — published 1942
History of Economic Analysis (Paperback)
by (shelved 2 times as schumpeter)
avg rating 4.40 — 142 ratings — published 1954
Prophet of Innovation: Joseph Schumpeter and Creative Destruction (Hardcover)
by (shelved 2 times as schumpeter)
avg rating 4.19 — 218 ratings — published 2007
The Power of Creative Destruction: Economic Upheaval and the Wealth of Nations (Hardcover)
by (shelved 1 time as schumpeter)
avg rating 4.10 — 477 ratings — published 2021
Law, Pragmatism, and Democracy (Hardcover)
by (shelved 1 time as schumpeter)
avg rating 3.73 — 74 ratings — published 2003
Schriften zur Ökonomie und Soziologie (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) (German Edition)
by (shelved 1 time as schumpeter)
avg rating 0.0 — 0 ratings — published
Schumpeter’s Theory of Capitalist Motion: A Critical Exposition and Reassessment (Hardcover)
by (shelved 1 time as schumpeter)
avg rating 0.0 — 0 ratings — published
Capitalismo, socialismo y democracia: Volumen II (Paperback)
by (shelved 1 time as schumpeter)
avg rating 4.21 — 14 ratings — published
Capitalismo, socialismo y democracia: Volumen I (Paperback)
by (shelved 1 time as schumpeter)
avg rating 4.00 — 30 ratings — published 1983
Business Cycles: A Theoretical, Historical, And Statistical Analysis of the Capitalist Process. 2 Vol. Set (Hardcover)
by (shelved 1 time as schumpeter)
avg rating 3.97 — 33 ratings — published 1982
Perspectives on Capitalism: Marx, Keynes, Schumpeter and Weber (Paperback)
by (shelved 1 time as schumpeter)
avg rating 0.0 — 0 ratings — published 1989
Inadequate Equilibria: Where and How Civilizations Get Stuck (ebook)
by (shelved 1 time as schumpeter)
avg rating 4.09 — 1,434 ratings — published 2017
Capital as Will and Imagination: Schumpeter's Guide to the Postwar Japanese Miracle (Cornell Studies in Money)
by (shelved 1 time as schumpeter)
avg rating 3.50 — 4 ratings — published 2013
Schumpeter, de paso por Titiribí (Paperback)
by (shelved 1 time as schumpeter)
avg rating 4.00 — 6 ratings — published 2012
The Theory of Economic Development (Paperback)
by (shelved 1 time as schumpeter)
avg rating 4.14 — 244 ratings — published 1934
“Die Hypostasierung von Allgemeinbegriffen hat in der europäischen Geistesgeschichte bekanntlich nicht selten eine verhängnisvolle Rolle gespielt. Eine Gruppe radikaler Begriffsrealisten des Mittelalters sah in Allgemeinbegriffen wie Wärme oder Kälte oder Farbe realere Wesen als in den Einzeldingen, denen nur eine abhängige Art von Realität zukomme. Die Universalien seien Substanzen, welche die Einzeldinge erzeugen und bestimmen. - Ähnlich sehen heute radikale Begriffsrealisten - die es allerdings sind, ohne es zu wissen - im Begriff des "Kapitalismus" ein Wesen, dem eine hohere Realität zukomme als den einzelnen Tatsachen und das diese einzelne Tatsachen erzeuge. Im Kapitalismus wird die causa efficiens gesehen - nicht nur des wirtschaftlichen, sondern alles geschichtlichen Geschehens. Diese magisch-mystische Betrachtungsweise beherrscht einen Teil der neueren soziologischen und wirtschaftswissenschaftlichen Arbeiten.
Ein auffallendes Beispiel bietet das Buch von SCHUMPETER "Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie" (Deutsche Ubersetzung 1946). Dort wird nicht nur erzahlt, welche Leistungen der Kapitalismus oder der kapitalistische Prozess (also die "Person" oder die "Substanz") auf technisch-wirtschaftlichem Gebiet vollbracht habe. Wir hören auch, dass der aufsteigende Kapitalismus die moderne Wissenschaft schuf, dass er die Malerei seit GIOTTO gestaltete, dass der moderne Pazifismus und die moderne internationale Moral Produkte des Kapitalismus seien, dass und wie er aber eine allgemeine Feindseligkeit gegen sich erzeugt habe und dass er selbst die Mauern zum Einsturz bringe, auf denen er ruhe. - SCHUMPETER ist Positivist. Er will Fakten darstellen, ohne Stellung zu nehmen. Er will im Stile COMTES, der St. Simonisten und vieler anderer Positivisten das Entwicklungsgesetz "beschreiben", das sich in den geschichtlichen Fakten vorfindet. Und er wehrt sich dagegen, von "Kraft", Ursache"" usw. zu sprechen, da sie metaphysische Begriffe seien. Was geschieht aber? Eine anthropomorph gedachte, iibernatiirliche Kraft - eben der "Kapitalismus" - wird für ihn zum Leiter des Marionettenspieles, das Geschichte heißt. Sie gibt den Gesetzgebern ihre Gedanken, den Wissenschaftlern ihre Einfälle, den Moralphilosophen ihre Vorstellungen von der Welt der Werte, und sie führt den Malern den Pinsel. Wir lesen eine Erzählung über ein zeitweise allmächtiges, nunmehr alterndes Wesen und sein Tun. Seit COMTE rühmen sich die Positivisten, das "theologische" und "metaphysische" Zeitalter überwunden und das dritte Stadium der Menschheitsgeschichte, nämlich das positivistische heraufgeführt zu baben. Wie COMTE und viele andere Positivisten merkt aber auch SCHUMPETER nicht, wie sehr er sich von seinem eigenen Programm entfernt und wie er in magisch-mystisches Denken zurückfällt. Wenige Metaphysiker haben so arglos mit einer personifizierten Substanz gearbeitet und so bedenkenlos geglaubt, in ihr die wirkende Ursache aller Geschichte zu finden, wie SCHUMPETER und andere Moderne in dem personifizierten "Kapitalismus".
Aus dem mittelalterlichen Universalien-Streit und aus den Misserfolgen des hypostasierenden Begriifsrealismus konnten die heutigen Begriffsrealisten viel lernen, und der VerIauf dieses Streites sollte eine Warnung für sie sein.”
― The Foundations of Economics: History and Theory in the Analysis of Economic Reality
Ein auffallendes Beispiel bietet das Buch von SCHUMPETER "Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie" (Deutsche Ubersetzung 1946). Dort wird nicht nur erzahlt, welche Leistungen der Kapitalismus oder der kapitalistische Prozess (also die "Person" oder die "Substanz") auf technisch-wirtschaftlichem Gebiet vollbracht habe. Wir hören auch, dass der aufsteigende Kapitalismus die moderne Wissenschaft schuf, dass er die Malerei seit GIOTTO gestaltete, dass der moderne Pazifismus und die moderne internationale Moral Produkte des Kapitalismus seien, dass und wie er aber eine allgemeine Feindseligkeit gegen sich erzeugt habe und dass er selbst die Mauern zum Einsturz bringe, auf denen er ruhe. - SCHUMPETER ist Positivist. Er will Fakten darstellen, ohne Stellung zu nehmen. Er will im Stile COMTES, der St. Simonisten und vieler anderer Positivisten das Entwicklungsgesetz "beschreiben", das sich in den geschichtlichen Fakten vorfindet. Und er wehrt sich dagegen, von "Kraft", Ursache"" usw. zu sprechen, da sie metaphysische Begriffe seien. Was geschieht aber? Eine anthropomorph gedachte, iibernatiirliche Kraft - eben der "Kapitalismus" - wird für ihn zum Leiter des Marionettenspieles, das Geschichte heißt. Sie gibt den Gesetzgebern ihre Gedanken, den Wissenschaftlern ihre Einfälle, den Moralphilosophen ihre Vorstellungen von der Welt der Werte, und sie führt den Malern den Pinsel. Wir lesen eine Erzählung über ein zeitweise allmächtiges, nunmehr alterndes Wesen und sein Tun. Seit COMTE rühmen sich die Positivisten, das "theologische" und "metaphysische" Zeitalter überwunden und das dritte Stadium der Menschheitsgeschichte, nämlich das positivistische heraufgeführt zu baben. Wie COMTE und viele andere Positivisten merkt aber auch SCHUMPETER nicht, wie sehr er sich von seinem eigenen Programm entfernt und wie er in magisch-mystisches Denken zurückfällt. Wenige Metaphysiker haben so arglos mit einer personifizierten Substanz gearbeitet und so bedenkenlos geglaubt, in ihr die wirkende Ursache aller Geschichte zu finden, wie SCHUMPETER und andere Moderne in dem personifizierten "Kapitalismus".
Aus dem mittelalterlichen Universalien-Streit und aus den Misserfolgen des hypostasierenden Begriifsrealismus konnten die heutigen Begriffsrealisten viel lernen, und der VerIauf dieses Streites sollte eine Warnung für sie sein.”
― The Foundations of Economics: History and Theory in the Analysis of Economic Reality
“The stock exchange is a poor substitute for the Holy Grail,” warned Schumpeter, who added that the middle class is “rationalist and unheroic.” In fact, middle class man “can only use rationalist and unheroic means to defend his position or to bend a nation to his will.” These are disturbing words for Americans, who are egalitarians to the core. The notion that “all men are created equal” is branded into our consciousness. But let us be honest for a moment. Men are hardly created equal in reality. If you factored in education and training, men would not long remain equal even if they were created so. Some are naturally gifted from childhood. Some benefit from hard training and long study. It used to be that aristocracy, under the best circumstances, was a training in
leadership that would begin at infancy. What we are now left to is the training of opportunists by state functionaries.”
―
leadership that would begin at infancy. What we are now left to is the training of opportunists by state functionaries.”
―
