Jump to ratings and reviews
Rate this book

Devolution: A Firsthand Account of the Rainier Sasquatch Massacre

Rate this book
As the ash and chaos from Mount Rainier’s eruption swirled and finally settled, the story of the Greenloop massacre has passed unnoticed, unexamined . . . until now.

But the journals of resident Kate Holland, recovered from the town’s bloody wreckage, capture a tale too harrowing—and too earth-shattering in its implications—to be forgotten.

In these pages, Max Brooks brings Kate’s extraordinary account to light for the first time, faithfully reproducing her words alongside his own extensive investigations into the massacre and the legendary beasts behind it.

Kate’s is a tale of unexpected strength and resilience, of humanity’s defiance in the face of a terrible predator’s gaze, and inevitably, of savagery and death.

Yet it is also far more than that.

Because if what Kate Holland saw in those days is real, then we must accept the impossible. We must accept that the creature known as Bigfoot walks among us—and that it is a beast of terrible strength and ferocity.

Part survival narrative, part bloody horror tale, part scientific journey into the boundaries between truth and fiction, this is a Bigfoot story as only Max Brooks could chronicle it—and like none you’ve ever read before.

286 pages, Hardcover

First published June 16, 2020

Loading...
Loading...

About the author

Max Brooks

106 books7,923 followers
Max Brooks is The New York Times bestselling author of The Zombie Survival Guide and World War Z. He has been called ”the Studs Terkel of zombie journalism.“

Brooks is the son of director Mel Brooks and the late actress Anne Bancroft. He is a 1994 graduate of Pitzer College. His wife, Michelle, is a screenwriter, and the couple have a son, Henry.

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
16,947 (27%)
4 stars
25,623 (42%)
3 stars
13,800 (22%)
2 stars
3,425 (5%)
1 star
995 (1%)
Displaying 1 - 24 of 24 reviews
Profile Image for Semjon.
790 reviews523 followers
July 15, 2024
Können wir uns als Menschen zurück entwickeln? Was passiert, wenn wir uns plötzlich in einer archaischen Situation wiederfinden und ums Überleben kämpfen müssen? Werden wir wieder zu Tieren? Im Grund eine spannende Frage und gut geeignet für einen Thriller.

Ich dachte zunächst, dass es in dem Buch darum geht, die Übernahme eine zivilisierten Ordnung durch eine primitivere Art zu verfolgen. Die Gesellschaft entwickelt sich also zurück. Aber das hatte ich falsch interpretiert. Letztlich geht es darum, wie in uns selbst die tierischen Instinkte die Oberhand gewinnen. Das Buch ist kein Wissenschaftsroman. Es geht nicht in erster Linie um die Beschreibung von biologischen Verhältnisse. Das Wort Devolution gibt es auch gar nicht in diesem Zusammenhang, denn eine Rückentwicklung kennt man in der Evolution nicht. Evolution entwickelt sich per se immer weiter, fragt sich nur, in welche Richtung. Oder um es mit dem großen Darwin-Nachfolger Erich Honecker zu sagen: "Vorwärts immer, rückwärts nimmer."

Egal, es ist ein Thriller. Eine Gruppe verwöhnter Idealisten hat sich in der Wildnis um den Mount Reinier im Bundesstaat Washington eine neue Lebensgemeinschaft gebildet. Die Häuser der Familien stehen im Kreis wie bei einer Wagenburg. Dann explodiert der Vulkan, sie werden von der Außenwelt abgeschnitten. Und plötzlich tauchen Bigfoots auf, die nordamerikanischen Fabelwesen, die wie übernatürliche große Menschenaffen aussehen. Yetis ohne Schnee, mit anderen Worten. Es kann nur einen Gewinner in diesem Kampf geben...

Das ist unterhaltsam geschrieben in einer für das Genre sehr gefälligen Sprache. Spannend ist es auch. Insofern allemal lesenswert. Wesentlicher Kritikpunkt ist aber der Stil in Form von Tagebucheintragungen einer Bewohnerin der Lebensgemeinschaft. Es passt einfach nicht. Draußen toben die Affen, ihre Mitmenschen sterben wie die Fliegen und sie schreibt eloquente Tagebucheintragungen mit viel direkter Rede und kompositorisch ansprechendem Aufbau, wie wenn sie den Bram Stoker Award für die beste Horrorgeschichte erhalten möchte. Ein allwissender Erzähler, der die Geschehnisse aus ihrer Sicht schildert, wäre viel realistischer gewesen. Trotzdem gute Unterhaltung.
Profile Image for Stefie vom Buchschnack.
101 reviews144 followers
September 7, 2020
Hat mir viel zu lange gedauert, bis es endlich (dann aber sehr) spannend wurde.
Schade! Eine dennoch richtig gute Story, die absolutes Filmpotenzial hat 👍🏻
Auch die Interviews waren sehr aufschlussreich und haben den Tagebuch-Stil gut ergänzt.
Profile Image for EmBe.
1,243 reviews30 followers
May 29, 2022
Ich spoilere nicht, wenn ich gleich zu Beginn sage, dass im Mittelpunkt dieses Romans der Kampf einer menschlichen Gemeinschaft mit einem Clan Bigfoots steht. So stellt es das Tagebuch einer Frau dar, die mit ihrem Mann in die kleinen Siedlung Greenloop in Oregon zieht. Die versucht amerikanischen Pioniergeist und ökologisches Bewusstsein mit HighTech zu verbinden. Die Versorgung geschieht mittels Drohnen und selbstfahrenden Transportern. Doch als der Mount Renier ausbricht, werden sie isoliert und müssen darauf hoffen, das Hilfe von außen kommt. Der Vukanausbruch ist auch für die Tierwelt verheerend, die Fauna sucht nach neuen Nahrungsquellen...
Wie in "Operation Zombie" arbeitet Brooks mit unterschiedlichen Texten. Der Autor im Roman führt Interviews besonders mit der indiginen Park Rangerin Josephine Schell und dem Bruder der Tagebuchschreiberin, der nach ihr sucht. Ich habe viel über den Sasquatch/Bigfoot erfahren, und halte nun seine Existenz für möglich. Allerdings ist der alles andere als putzig.
Der Roman ist sehr spannend und psychologisch schlüssig. Die Tagebuschschreiberin macht eine Entwicklung von einer ängstlichen Frau zu einer erbarmungslosen Kämpferin durch, was schon wieder erschreckend ist. Die ganze Gruppendynamik in der Gemeinde ist sehr gut geschildert. Er ist auch ein "Horror-Thriller", wie der Klappentext ankündigt. Es gibt jede Menge blutige Szenen, das Grauen ist greifbar. Aber es ist in meinen Augen auch ein Science Fiction-Roman, nicht nur weil er in einer unbestimmten nahen Zukunft spielt. Über die Rahmenhandlung nähert er sich rational und mit wissenschaftlichen Spekulationen dem Thema. Es geht auch darum, wie der Mensch sich wehrt und sich dem Überlebenskampf anpasst, es geht auch um Evolution. Brooks stellt auch Bezüge zur Belagerung von Mostar im Jugoslawien-Krieg her und das Schicksal Israels, um die Motivation der Figuren zu beleuchten.
Ich fand den Roman sehr amerikanisch, weil hier sehr viel US-amerikanische Wirklichkeit und Mentalitäten aufscheinen. Und bei aller Spannung und Eindringlichkeit brachte er mich auch zum Nachdenken.
4,5
Profile Image for NiWa.
581 reviews9 followers
September 2, 2020
VULKANAUSBRUCH IM AKTE-X-Stil

Greenloop gilt als dörfliche Gemeinschaft der Zukunft. Umweltbewusst und beinah autark hat sich ein exklusiver Verein am Fuße eines Vulkans eine neue Heimat geschaffen. Doch dann speit der Berg Feuer und schneidet die Siedlung von der Außenwelt ab, während nachts grauenvolle Schreie ertönen.

„Devolution“ ist eine Mischung aus Horror- und Katastrophenroman, welcher übliche Thriller-Elemente vor der Kulisse der amerikanischen Wälder im Stil von Akte X ablaufen lässt.

Katherine und ihr Mann sind in Greenloop angekommen. Es handelt sich dabei um eine futuristische Siedlung, die sich dem Zusammenspiel aus Natur und Technik verschrieben hat. Häuser, Versorgungswege und der Alltag sind so konzipiert, dass sie der Umwelt kaum schaden.

Dementsprechend exklusiv sind die Bewohner, welche sich aus gut situierten Personen - wie zum Beispiel angesehene Künstler oder Wissenschafter - zusammensetzen. Die Siedlung liegt abgeschieden, wird mittels Drohnen und Elektro-Mobilen mit Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen versorgt, und bietet somit ein idyllisches Bild, das sich dem Leben in Einklang mit der Natur verschrieben hat.

Als der Vulkan ausbricht, hüllt er die USA in Asche. Nicht nur, dass Greenloop von der Außenwelt abgeschnitten ist, sondern laut Radioberichten herrscht Katastrophenalarm in weiten Teilen der USA.

Katherine ist gedanklich noch gar nicht richtig in ihrer neuen Heimat angekommen und schon wendet sich das Blatt. Die Katastrophenstimmung bricht über die Bewohner herein, die Verbindung zum Rest der Welt ist gekappt und Lebensmittel sind knapp. Als ob diese Umstände nicht Besorgnis erregend genug wären, wird die Siedlung von fremden, affenähnlichen Kreaturen eingekreist, von denen eine spürbare Gefahr ausgeht.

„Devolution“ ist ein solider Mystery-Thriller, der sich thematisch auf die affenartigen Kreaturen stützt. Diese amerikanische Legende ist mir bisher nicht in Büchern begegnet, aber ich finde es einwandfrei umgesetzt. Max Brooks geht seinen Thriller von mehreren Seiten an, die mich fasziniert durch die Story leiteten:

Katherines Perspektive auf das Geschehen wird anhand ihrer Tagebuchaufzeichnungen erzählt. Der Leser erhält Einblick in ihre Sichtweise der Ereignisse, wie sie die anderen Bewohner und Menschen wahrnimmt, und bemerkt dabei, wie sich aus der zurückgezogenen Frau eine mutige Kämpferin entwickelt.

Die Rahmenhandlung bildet der Autor eines Sachbuchs, der sich innerhalb des Thrillers mit dem Mysterium von Greenloop auseinandersetzt. Dazu zieht er Katherines Tagebuch heran, vergleicht ältere Berichte von Sichtungen affenartiger Kreaturen und beleuchtet die Umstände des Vulkanausbruchs und des Katastrophenalarms.

Zusätzlich werden Artikel, Interviews und Notizen herangezogen, die ein abwechslungsreiches Bild ergeben.

Kahterines Aufzeichnungen sind einem Tagebuch entsprechend gemächlich. Anfangs beschreibt sie die Siedlung und ihre neuen Nachbarn, die Rituale im Dorf und wie merkwürdig es ist, derart abgeschieden von der Welt zu leben. Sobald der Vulkan ausbricht, überschlagen sich die Ereignisse. Es herrscht allgemeine Unruhe, wozu sich langsam die Bedrohung durch die affenartigen Kreaturen einschleicht.

Mir hat es gefallen. Der ungewöhnliche Erzählstil lenkt vom typischen Handlungsablauf ab, wodurch erhöhte Faszination für das Geschehen entsteht. Denn die Handlung selbst ist auf einen schablonenhaften Abzählreim beschränkt, den man aus vielen ähnlichen Thrillern kennt. Allerdings baut der Autor die Kulisse um den Vulkanausbruch, die Katastrophenstimmung und die Gefahr aus dem Wald überaus geschickt auf, sodass ich von Anfang bis Ende gefesselt an der Story dran geblieben bin.

Natürlich kommt amerikanischer Thriller-Kitsch ins Spiel, Akte-X-Flair treibt den Sachbuch-Autor der Story an, und die mysteriöse Komponente steht definitiv im Vordergrund, was für mich insgesamt einen gut zu lesenden Mystery-Thriller ergibt.

Meiner Meinung nach ist „Devolution“ ein fesselnder Mystery-Thriller, der sich trotz des eher ruhigen Tempos und des typischen Handlungsverlaufs durch die Rahmenbedingungen und die Erzählweise von anderen Werken abhebt. Ich denke, wer sich auf affenartige Kreaturen im Akte-X-Stil einlässt, steht ein interessanter Besuch in der futuristischen Siedlung Greenloop bevor.
Profile Image for Jessica.
343 reviews109 followers
December 10, 2022
Wie gut hört sich bitte dieser Klappentext an?
Wie geil sieht dieses Cover aus?


In der Nacht kommen sie aus den Wäldern. Sie jagen ihre Beute: dich.

In den Bergen, am Fuße eines Vulkans, liegt Greenloop, eine exklusive Gemeinschaft von Aussteigern. Ein Idyll in der Wildnis, in dem Katherine und Dan auf eine neue Heimat unter Gleichgesinnten hoffen – und auf einen Neuanfang für ihre Ehe. Doch dann bricht der Vulkan aus, und Greenloop ist von der Außenwelt abgeschnitten. Tag für Tag wird die Lage in der Siedlung angespannter – und nachts hören sie die Schreie. In den Wäldern reißen gnadenlose Jäger ihre Beute, hochentwickelte affenähnliche Kreaturen, getrieben vom Instinkt zu überleben. Und jede Nacht kommen die Schreie näher...


Warum dann nur ein Stern?

Zuallererst möchte ich erwähnen, dass die Geschichte in Form von Tagebucheinträgen erzählt wird. An sich eine interessante Idee, die mir bei Büchern wie »Scythe« oder den »Illuminae-Akten« sehr gefallen hat, aber bei diesem Buch, wie es letztendlich umgesetzt wurde, überhaupt nicht passend gewählt.

Aber auch die Geschichte an sich war total langatmig und langweilig. Bis die "Monster" aus dem Klappentext oder besser gesagt "Bigfoots" das erste Mal überhaupt aufgetaucht sind, mussten erstmal ca. 200 Seiten vergehen und selbst dann waren sie direkt wieder weg.

In der zweiten Hälfte des Buches folgten vielleicht 2-3 spannende Szenen, die dann aber so schnell wieder vorbei waren und auf welche dann wieder die langweiligen Tagebucheinträge und sinnlose Dialoge folgten, dass ich mich echt um meine Zeit betrogen gefühlt habe.

Das Buch ist absolut nicht das, was der Klappentext andeutet. Ich hab auf ein Survivalbuch voller Action und Gänsehaut gehofft. Da kommt allerdings niemand aus den Wäldern und jagt einen. Weder gruselig, noch spannend. Stattdessen erhalten wir sinnlose Dialoge und Beschreibungen von langweiligen Alltagsdingen.

Das Buch war kurzgesagt eine Qual. Hätte ich vorab gewusst, dass das was im Klappentext versprochen wird, nicht eingehalten wird, dann hätte ich das Buch niemals begonnen bzw. direkt abgebrochen – denn das war absolut nix. 👎
Profile Image for Gedankenlabor.
885 reviews124 followers
October 2, 2020
>>In der Nacht kommen sie aus den Wäldern.
Sie jagen ihre Beute:
DICH.<<
„Devolution“ von Max Brooks hat mich wahnsinnig neugierig gemacht und hörte sich richtig richtig gut an! Leider dauerte es erst einmal unheimlich lang, bis überhaupt etwas passierte. Knapp 200 Seiten zog es sich hin, bis das Ganze mal in gang kam und dann flaute es auch ganz schnell wieder ab. Sehr sehr schade, denn die Idee der geschichte war, wie ich finde richtig gut! Auch meine Neugier war groß und zu Beginn macht das Buch auch einen vielversprechenden Eindruck. Die Kombination hier aus Interviews, Tagebucheinträgen etc. fand ich persönlich echt gut, aber die Spannung wollte sich für mich halt leider so gar nicht aufbauen... So war der Grusel leider dahin...
Profile Image for Marcel Haußmann.
768 reviews32 followers
August 25, 2020
Max Brooks kennen die meisten wahrscheinlich durch World War Z oder haben zumindest den Film mit Brad Pitt gesehen. Lange musste man auf das neuste Werk des Autors warten und ich war total gespannt was mich hier erwartet:

Greenloop eine kleine Gemeinde von Aussteigern liegt mitten in der Wildnis am Fuße eines Vulkans. Hier wollen Kathrine und Dan einen n Neustart wagen und ihrer Ehe noch einmal eine Chance geben. Als aber der Vulkan ausbricht und Greenloop von der Außenwelt abschneidet, ist es vorbei mit dem Frieden denn die Anspannung in der Siedlung steigt mit jedem Tag. Nachts sind grauenhafte Schreie zu hören, denn in den Wäldern sind gnadenlose Jäger unterwegs. Affenähnliche Kreaturen auf der Suche nach Beute und die Schreie kommen immer näher...

Die Legenden von Bigfoot bzw. Sasquatch, uralten Affenwesen die in den Wäldern Leben gibt es schon seit Jahrhunderten und ziehen immer wieder Menschen in ihren Bann. Max Brooks widmet diesem Thema sein neustes Buch, doch diesmal ist Bigfoot nicht der gejagte, sondern der Jäger. Damit schafft der Autor schon mal ein tolles Setting für die Geschichte.

Die Geschichte wird durch das Tagebuch unsere Protagonistin Kathrine erzählt. Zu Beginn ist das noch recht spannend vor allem das Kennenlernen der Kommune, allerdings lässt sich der Autor dann viel zu viel Zeit bis endlich mal Spannung aufkommt. Das passiert leider erst im letzten Drittel bis dahin dümpelt die Story im Mittelteil so vor sich hin. Dadurch das man alles durch Kathrines Blick erfährt bleiben leider die Bewohner des Dorfes ein bisschen distanziert und man findet nicht wirklich einen Zugang zu ihnen.

Der Schreibstil ist dafür wirklich angenehm und flüssig so das man gut durch die Geschichte kommt. Sehr bildhaft und brutal beschreibt der Autor dann den Kampf mit den Sasquatch und diese Passagen bringen dann auch die lang erwartet Spannung. Gegen Ende zeigt der Autor nochmal wie gut er schreiben kann. Auch die Protagonisten werden dann etwas zugänglicher für den Leser.

Insgesamt muss ich sagen hab ich mir ein bisschen mehr von dem Buch erhofft. Der Anfang ist wirklich interessant und auch das Ende konnte mich überzeugen genau wie die immer wieder eingestreuten Interviews zum Thema Bigfoot. Dennoch hätte man deutlich mehr aus der Idee machen können. Durch die obengenannten Positiven Aspekte rettet sich das Buch auf knappe 3 von 5 Sternen.
Profile Image for Steffi.
202 reviews4 followers
September 6, 2020
Wer kennt nicht World War Z?! Ob als Buch oder als Film mit Brad Pitt. Es soll ja sogar ein Handygame geben. World War Z ist kaum jemandem unbekannt. Ein gutes Horrorbuch mit einer relativ guten Verfilmung. Und wer hat die Filmvorlage geschrieben? Richtig, Max Brooks.

Nun ist nach langem Warten ein neues Werk von ihm erschienen: Devolution. Bereits seit Anfang des Jahres habe ich mich auf das Buch gefreut, den Klappentext verschlungen, das Cover bewundert und auf eine Story gewartet, die mir im Sommer eine Gänsehaut beschert.

Nun ist es leider ein wenig anders gekommen, wie erwartet. Das Buch steigert nicht wie andere Werke des Genres recht zügig die Spannung, sondern zunächst erfolgen relativ lange Erklärungen und Erzählungen in Form eines Tagebuchs bzw. einer Berichterstattung. Das war zwar anfangs noch relativ interessant, wurde aber nach etwa 100 Seiten recht ermüdend.

Leider hat diese Art der Erzählung dazu geführt, dass ich auch nach 200 Seiten immer noch nicht mit den Protagonisten warm wurde. Ich fühlte mich wie ein Außenstehender, der einen Fernsehbericht sieht.

Erst im letzten Drittel passiert endlich das, worauf ich die ganze Zeit gewartet habe. Affenähnliche Wesen, sogenannte Bigfoot/Sasquatsch tauchen auf und nun ja, das erzähl ich jetzt nicht, sonst würde ich ja spoilern.

Tatsache ist, es war nicht meins. Vielleicht wäre ich anders an das Buch herangegangen, hätte ich nicht ähnliche Erwartungen an das Buch gehabt wie an World War Z. Ich kann es nicht sagen. Jedenfalls war die Erzählungweise zu neutral, zu nüchtern für mich und es dauerte zu lange, um endlich zum spannenden Teil zu kommen. Virne weniger, hinten mehr, wäre besser gewesen.

Gut, das Buch ist als Thriller betitelt, nicht als Horror, aber der Klappentext impliziert leider den Horror deutlich, unter anderem war das auch der Fehler, der meine Erwartungen in die falsche Richtung gelenkt hat.

Da ich das Buch nicht als grundlegend schlecht bezeichnen würde, man muss die Art halt nur mögen, aber auch maximal als okay, vergebe ich 3 von 5 Sternen.
Profile Image for Sebastian.
768 reviews67 followers
August 28, 2020
Es gehört schon ein gewisses Maß an Kreativität dazu, aus dem inzwischen meist doch etwas uninspiriertem (oder um es boshaft zu formulieren „ausgelutschtem“) Zombie-Subgenre auf originelle Weise hervorzustechen. Das jedoch ist dem US-amerikanischem Autor Max Brooks mit seinem Roman „Operation Zombie: Wer länger lebt, ist später tot“ gelungen. Wem dieser zugegeben etwas alberne deutsche Titel nichts sagt, der hat vielleicht schon eher mal etwas von „World War Z“ gehört, dem Action-Blockbuster von und mit Hollywoodstar Brad Pitt aus dem Jahr 2013. Trotz des kommerziellen Erfolges dieses Streifens wurde der überwiegend dann doch in übliche Genre-Klischees abdriftende Film der Romanvorlage nicht gerecht, was wenig überrascht, wenn man den Kommentar von Autor Max Brooks zur Umsetzung liest: „They didn’t ruin my book, they ignored it.“ Denn was das Buch vom meist typischen Zombie-Splatter abgehoben hat, beschreibt der Originaltitel des Romans schon recht treffend: „An Oral History of the Zombie War“. Dahinter verbergen sich (natürlich fiktive) Augenzeugenberichte über eine globale Zombie-Epidemie, die fast schon in einem Sachbuch-artigen Stil auf den ersten „Z-Weltkrieg“ zurückblicken – mal aus medizinischer, mal aus politischer und mal aus ganz alltäglicher Sicht, und das aus allen Ecken der Welt.

Raus aus dem Alltag, rein in die Wildnis

Für seinen neuen Roman „Devolution“ hat der Sohn von Regisseur-Legende Mel Brooks nun einen ähnlichen Ansatz gewählt, allerdings steht diesmal nach den Zombies ein weiterer Mythos im Mittelpunkt: Bigfoot – oder „Sasquatch“, wie die sagenumwobene menschenähnliche, großgewachsene Bergkreatur in der Sprache kanadischer Ureinwohner genannt wird. Auch hier hat Max Brooks eine Art dokumentarische Erzählweise gewählt und schildert seine Geschichte in einer Mischung aus Interviews und Berichten, wobei das Grundgerüst des Romans durch die Tagebucheinträge der Protagonistin Kate Holland gebildet wird. Diese ist wie ihr Ehemann Dan Mitglied einer sehr exklusiven und aus nur sechs Haushalten bestehenden Gemeinschaft in den Bergen des US-Bundesstaates Washington, direkt am Fuße des Vulkans Mount Rainier. Dort hat die Gruppe von gut situierten Aussteigern der Welt mehr oder weniger den Rücken gekehrt und lebt inmitten unberührter Natur, ohne jedoch auf die Annehmlichkeiten der modernen Zivilisation verzichten zu müssen: die Bewohner von „Greenloop“ wohnen nämlich in vollausgestatteten Smart-Homes und falls doch einmal etwas fehlt, so können sich die Möchtegern-Ökos ihre Wunschartikel einfach mit den wöchentlichen Drohnenlieferungen aus Seattle kommen lassen. Es gibt eigentlich nur ein einziges Problem: zum Zeitpunkt der Erzählung sind die Menschen in Greenloop entweder tot – oder von ihnen fehlt jede Spur…

Ein Aussteiger-Traum mit katastrophalem Ende

Auslöser dieser dramatischen Wendung war der unvorhergesehene Ausbruch des Mount Rainier, der Kate, Dan und den Rest der Gemeinschaft plötzlich mehr von der Außenwelt abgeschnitten hatte, als es den vermeintlichen Naturliebhabern dann doch lieb war – denn ohne zuverlässige Lebensmittelsendungen und die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme nach „draußen“ wurde die Lage in Greenloop von Tag zu Tag ungemütlicher. Nicht nur in der Gemeinschaft wurde die Nahrung durch die vom Vulkan ausgelöste Zerstörung knapp, auch die nicht-menschlichen Bewohner der vormals so idyllischen Wildnis wurden nicht zuletzt durch Hunger aus ihrem eigentlichen Lebensraum vertrieben – und die Greenloop-Aussteiger standen zu ihrem Ungunsten offenbar nicht am Ende der Nahrungskette…

Liebes Tagebuch…

Monate nach dem Unglück und den augenscheinlich schrecklichen Geschehnissen am Mount Rainier erzählt nun das in den Trümmern der Siedlung entdeckte Tagebuch von Kate Holland die Geschichte des Niedergangs von Greenloop – und leider fangen hier bereits die Probleme von „Devolution“ an. Denn diese Erzählweise mag interessant klingen, ist hier jedoch schlicht und einfach nicht glaubwürdig. Der Vorwand für die Entstehung des Tagebuches sind Berichte von Kate an ihren Therapeuten, denn offenbar haben nicht nur der Wunsch nach Freiheit und die Sehnsucht zur Natur die junge Frau in die Wildnis getrieben. Anfangs mögen die detaillierten Berichte über das tägliche (und oft leider auch nicht besonders aufregende) Geschehen in Greenloop noch realistisch sein, spätestens mit dem Vulkanausbruch kommen dann aber doch Zweifel auf, ob man in so einer Situation nicht andere Sorgen hätte, als inmitten all des Chaos und der Gefahr immer schön brav das Tagebuch zu befüllen – und das nach wie vor mit unpassend langen Einträgen. Zum anderen ist der Tagebuchstil auch ganz einfach ein Spannungskiller, da man in brenzligen Situationen immer schon weiß, dass sich Kate irgendwann im Anschluss hingesetzt hat, um ihr Journal auf den aktuellen Stand zu bringen – so schlimm kann der Tag dann ja nicht gewesen sein, wenn dafür immer noch Zeit und Muße war.

Bigfoot lebt

Man muss Max Brooks zugute halten, dass es Monstergeschichten in Romanform meist schwieriger haben als auf der großen Leinwand, denn während bei Filmen oft spektakuläre Schauwerte reichen, um die Zuschauer bei Laune zu halten, ist das bei einem Buch besonders mit dem nicht gerade geringen Umfang von fast 500 Seiten natürlich deutlich schwieriger – zumal die sprichwörtliche Katze von Anfang an aus dem Sack ist, denn nicht nur die Covergestaltung der deutschen Ausgabe verrät schon einiges über die Art der Bedrohung, sondern sogar das allererste Wort dieses Romans lautet tatsächlich „Bigfoot“. Ab da ist dann eigentlich nur noch die Frage, wann die Kreaturen endlich auftauchen und wer letztlich aus der Konfrontation zwischen Mensch und Mythos lebend hervorgeht.

Ein Haufen Möchtegern-Ökos in der wilden Natur

Diese Frage verliert leider auch dadurch an Reiz, dass die Bewohner von Greenloop allesamt keine wirklichen Sympathieträger sind und vom Autor (bzw. der „Tagebuchschreiberin“) auch durch die Bank sehr klischeehaft dargestellt werden. Denn keiner der Gruppe scheint auf das Leben in der Natur wirklich vorbereitet zu sein, stattdessen wirkt nahezu jedes Mitglied wie eine Karikatur: sei es das hochattraktive Luxus-Pärchen, das mit im Internet gestreamten Yoga-Kursen oder albernen Lifecoach-Weisheiten den Lebensunterhalt bestreitet oder die beiden lesbischen Mütter, die ihrer Adoptivtochter nur einen „Platzhalter-Namen“ gegeben haben, damit sie später irgendwann selbst einen eigenen wählen kann – alle Figuren kommen irgendwie verwöhnt-weltfremd rüber, sodass es schwer fällt, eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen und bei ihrem Kampf ums Überleben mitzufiebern.

Ein B-Movie in Buchform

Im Vergleich zum wirklich sehr gelungenen und trotz der fantastischen Thematik überaus realistisch anmutenden „World War Z“ kommt „Devolution“ somit kaum über einen gewissen Trash-Charakter hinaus und ist von Anfang an weitestgehend vorhersehbar und eher uninspiriert. Interessant ist das Buch immer dann, wenn reale Textausschnitte oder Zitate mit der Bigfoot-Thematik kombiniert werden und der Autor dem Mythos um die Kreatur zum Beispiel durch Worte von Primaten-Forscherin Jane Goodall oder dem ehemaligen US-Präsidenten Theodore Roosevelt einen realistischeren Hintergrund zu geben versucht. Diese Elemente hätten gerne mehr im Vordergrund stehen dürfen, zumal sich Max Brooks mit dem tatsächlichen Ausbruch des Mount St. Helens im Jahr 1980 sogar ein reales Ereignis zum vagen Vorbild seiner Geschichte genommen hat. Im Ergebnis ist „Devolution“ so leider nur ein ganz netter, jedoch eher belangloser Action-Thriller geworden, der zwar gute Ansätze zeigt, das Potenzial aber kaum ausnutzt und auch erst viel zu spät in Fahrt kommt. Es bleibt ein wenig der Eindruck zurück, dass diese Geschichte als zweistündiger Katastrophen-Monster-Film besser funktioniert und einen höheren Unterhaltungswert als dieses alles in allem etwas langatmige Buch geboten hätte.
Profile Image for Melanie.
364 reviews16 followers
November 11, 2021
Kurzum: Ich hab mir mehr davon erhofft.

Was tun, wenn ein Ungeheuer einem auflauert?! Das fragt sich eine Gruppe von Auswanderen, die sich am Fuße des Mount Rainier eine kleine Kommune aufgebaut haben. Digital Natives sind sie. Voll vernetzt und einfach nur edgy. Doch dann kommt es zu einem Vulkanausbruch und etwas lauert in den Wäldern…

Die Beschreibung des Vulkanausbruchs fand ich am spannendsten, die Charaktere allesamt unsympathisch, teilweise auch sehr weltfremd und blass. Fast bis zum Drittel passiert nichts, dann wird es spannend und zwischendurch wird die Spannung absurderweise dann immer von Beschreibungen gekappt.

Das lag für mich zum größten Teil daran, dass der Autor sich oft in Erklärungsnot sieht. Alles, das Einkochen von Lebensmitteln bis zum Schnitzen von Werkzeugen und Waffen, muss einfach bis ins letzte Detail erklärt werden und so kann der Leser auch mal 5 Seiten damit zubringen, in dem er die unterschiedlichen Fähigkeiten der Speere und Keile erklärt bekommt.

Größtenteils liest sich das Buch einfach wie eine Momentaufnahme, wie ein Tagebuch und dies erinnerte mich sehr an den Zombie Survival Guide.

Mein Fazit

Ich hätte mir eine zusammenhängende Geschichte und keinen Guide gewünscht, Charaktere mit Farbe und kein zusammengewürfelter Haufen von Exzentrikern, die einem letzten Endes dann doch alle egal sind.
Profile Image for Metmaedl.
116 reviews13 followers
May 1, 2021
Der Klappentext klang so gut! Schreie in der Nacht, Bigfoot, der durchs Dorf schleicht, Grusel und Gänsehaut beim Lesen.
Leider war das Buch völlig anders, als ich es erwartet hatte. Die Geschichte wird hauptsächlich durch das Tagebuch der Protagonistin erzählt, das sie im Auftrag ihrer Therapeutin schreibt. Die ersten ca. 110 Seiten passiert mal gar nichts. Kate und ihr Mann leben sich in Greenloop ein. Man erfährt etwas über ihre Ehe, die Nachbarn, ihre Gedanken - auf dem Buch steht Thriller und man sieht eine Affenhand vor einem Wald!
In der zweiten Hälfte wird das Buch dann spannender, gruselige Gänsehaut-Momente gab es trotzdem nicht. Es fließt ordentlich Blut, aber es ist eigentlich schnell klar, woher die Bedrohung kommt und dann wird eher ein Krieg beschrieben. Es werden Waffen gebaut und Essen beschafft (man ist schließlich immer noch von der Aussenwelt abgeschnitten). Ob die "Bösen" nun die Bewohner des Nachbardorfes, Raubtiere oder (wie in diesem Buch) Bigfoot sind, ist eigentlich für die Handlung und die Athmosphäre im Buch zweitrangig.
Zwischen den Tagebucheinträgen findet man immer wieder "Interviews" und "Artikel" über Bigfoot und echte Affen. Ob die Affen-Artikel auf Tatsachen beruhen, habe ich nicht recherchiert - könnte aber auch sein. Mich haben diese Unterbrechungen jedenfalls eher aus dem Lesefluss herausgerissen. Da hätte ich mir gewünscht, das sie optisch mehr herausstechen, vielleicht durch eine andere Schriftart oder indem man ein Bild einer Zeitungsseite einfügt. Manche Einschübe waren recht interessant, andere eher langweilig.
Abschließend sehr schade, da ich den Zombie-Survival-Guide vom gleichen Autor echt gut fand.
Profile Image for Miss Pageturner.
430 reviews32 followers
October 24, 2022
🇬🇧 English review below ⬇
........................................................................................

Max Brooks war mir bereits durch seinen tollen Roman Operation Zombie (dessen Verfilmung rein gar nichts mit dem Buch zu tun hat) bekannt. Als ich Anfang des Jahres sah, dass ein neues Buch von ihm erscheinen würde, wanderte das sofort auf die Wuli und endlich war es soweit und ich durfte es lesen.

Nach Zombies kommt nun Bigfoot
Der Fußabdruck auf dem original- und die riesige Affenhand auf dem deutschen Cover, lassen es schon erahnen, nach den Zombies widmet sich Max Brooks nun einer anderen klassischen Horror Gestalt: Bigfoot oder Sasquatsch, wie ihn die Legenden der Native Americans nennen. Indem ich dies jetzt so sage, spoiler ich euch auch nicht wirklich, denn dass es um Bigfoot geht, steht schon auf der ersten Seite, im allerersten Satz. Ich muss zugeben, am Anfang war ich ja etwas skeptisch, denn ich persönlich fand die Bigfoot und Yeti Legenden schon immer eher lächerlich. Ein riesen Affenmensch, der durch die Wälder rennt, erschien mir immer etwas albern, wie auch schon allein der Name.
Doch an dieser Stelle kommt wieder Max Brooks Talent zum Vorschein, selbst die absurdesten Kreaturen überraschend real darzustellen. Das Buch ist hauptsächlich als aufgefundenes Tagebuch der Protagonistin Kate aufgebaut, doch dazwischen baut der Autor noch weitere Interviews, wie auch (reale) Zitate von Jane Goodall oder Präsident Theodore Roosevelt ein. Und auch wenn die Interviews fiktiv sind, enthalten sie ebenfalls eine Menge Verweise auf reale Begebenheiten. Dazu liefert Brooks eine überraschend schlüssige Herkunft Bigfoots und auch eine Erklärung, warum er noch nicht bewiesen werden kann. Diese Realitätsnähe ist wieder die ganz große Stärke des Buches und lässt tatsächlich eine Geschichte über Riesenaffen nicht albern, sondern spannend und nervenaufreibend wirken.

Planlos im Wald
Bis wir aber auf den legendärsten Waldbewohner treffen, muss man als Leser aber etwas Geduld mitbringen, denn der Autor nimmt sich ausgiebig Zeit, seine Aussteigergemeinschaft vorzustellen. Ich muss zugeben, am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten mit Kate, die sich zunächst von so gut wie alles und jeden verunsichern lässt. Sie macht aber im Roman eine tolle Entwicklung durch, genauso, wie ihr Mann.
Die Zeit bis die Aktion losgeht, nutzt der Autor zudem auch um beinahe schon eine Satire auf die Art von Leuten zu schreiben, für die Umweltschutz und gesundes leben, ein hipper Trend, als denn eine wirkliche Einstellung ist. Abgesehen von der rüstigen Mostar sind die restlichen Bewohner dieser Gemeinschaft völlig planlos in die Wildnis gezogen. Man muss sich das vor Augen führen: Greenloop liegt kilometerweit, von der nächsten Ortschaft entfern, mitten in der Wildnis, aber denkst du irgendeiner dort hat ein Funkgerät oder Notstromgenerator? Nicht mal banales Werkzeug wie Hammer oder eine Leiter besitzt da jemand und auch vom Wissen her, sind sie völlig aufgeschmissen. Niemand weiß was man im Wald essen kann und was nicht, ja nicht mal wie einfaches Gemüse angebaut wird, wissen sie, wird ja alles von Drohnen geliefert. Die Bewohner Greenloops wollten nicht Teil der Natur werden, sie wollten die Natur sich ihren Wünschen und ihren Bequemlichkeiten anpassen. Dabei waren sie so naiv, dass ich tatsächlich bei den meisten Bewohnern auf der Seite der Affen war, wer sich so dämlich anstellt, hat es (natürlich nur in einem Roman!) nicht anders verdient.

Wenn man das ganze aber mit gewissem Humor liest, ist diese erste ruhige Phase nicht ganz so langweilig, wobei trotzdem gesagt sei, dass die zweite Hälfte besser ist. Über die möchte ich euch aber nichts verraten, das müsst ihr schon selber herausfinden ;)

Fazit:
In Devolution zeigt Max Brooks wieder sein Talent, Wesen aus Legenden erschreckend real erscheinen zu lassen. Das Buch beginnt ruhig, nimmt sich die Zeit, ein fast schon satirisches Bild einer Möchtegern-Aussteigergemeinschaft zu zeichnen, die völlig hilflos in eine Katastrophe geworfen wird. Sobald Bigfoot dann auftritt, geht der Überlebenskampf so richtig los, es wird blutig, spannend und sehr unterhaltsam. Ich hatte meinen Spaß mit Devolution.

◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾◾
❗Important note: English is not my first language. So that English-speaking community members can still read my review, my review has been translated with the help of a translation program (since I don't have the time to translate it myself every time). I therefore apologize for any mistakes and strange phrasing.

Max Brooks was already known to me through his great novel World War Z (the film version of which has absolutely nothing to do with the book). When I saw at the beginning of the year that a new book by him was going to be published, I immediately put it on my list and finally I was allowed to read it.

After Zombies, now Bigfoot.
The footprint on the original cover and the huge monkey hand on the German cover give you a clue: after Zombies, Max Brooks now turns his attention to another classic horror figure: Bigfoot or Sasquatch, as the Native American legends call him. By saying this now, I'm not really spoiling you, because it's already on the first page, in the very first sentence, that it's about Bigfoot. I have to admit that I was a bit sceptical at the beginning, because I personally always found the Bigfoot and Yeti legends rather ridiculous. A giant ape-man running through the woods always seemed a bit silly to me, as did the name alone.
But at this point Max Brook's talent for making even the most absurd creatures surprisingly real comes through again. The book is mainly structured as a found diary of the protagonist Kate, but in between the author builds in other interviews, as well as (real) quotes from Jane Goodall or President Theodore Roosevelt. And even though the interviews are fictional, they also contain a lot of references to real events. In addition, Brooks provides a surprisingly conclusive origin of Bigfoot and also an explanation why he cannot yet be proven. This closeness to reality is again the great strength of the book and actually makes a story about giant apes seem not silly, but exciting and nerve-racking.

Planless in the forest.
But until we meet the most legendary forest dweller, you have to be patient as a reader, because the author takes plenty of time to introduce his dropout community. I have to admit, at the beginning I had a bit of trouble with Kate, who initially lets herself be unsettled by just about everything and everyone. But she goes through a great development in the novel, as does her husband.
The author also uses the time until the action starts to almost write a satire on the kind of people for whom environmental protection and healthy living is a hip trend rather than a real attitude. Apart from the sprightly Mostar, the rest of the inhabitants of this community have moved into the wilderness completely without a plan. One has to bear this in mind: Greenloop is miles away from the nearest village, in the middle of nowhere, but do you think anyone there has a radio or emergency generator? They don't even have tools like a hammer or a ladder, and they're completely lacking in knowledge. Nobody knows what you can and cannot eat in the forest, they don't even know how to grow simple vegetables, which are all delivered by drones. The inhabitants of Greenloop did not want to become part of nature, they wanted nature to adapt to their wishes and their comforts. In this they were so naive that I was actually on the side of the monkeys with most of the inhabitants, whoever acts so stupidly doesn't deserve it any other way (only in a novel, of course!).

If you read the whole thing with a certain sense of humour, however, this first quiet phase is not quite so boring, although it has to be said that the second half is better. But I don't want to tell you anything about that, you'll have to find out for yourself ;)

Conclusion:
In Devolution, Max Brooks again shows his talent for making creatures from legends seem frighteningly real. The book begins quietly, taking its time to paint an almost satirical picture of a would-be dropout community thrown completely helplessly into a catastrophe. Then, as soon as Bigfoot makes his appearance, the fight for survival really kicks off, things get bloody, exciting and very entertaining. I had my fun with Devolution.
Profile Image for YellowBlackKing.
402 reviews23 followers
June 28, 2026
„Devolution“ wurde, um Fakt und Fiktion verschwimmen zu lassen, im Dokumentarstil erzählt: Man las quasi aus erster Hand, aus dem Tagebuch einer Einwohnerin der von der Außenwelt abgeschnittenen Aussteigersiedlung Greenloop, unterbrochen von mehreren Interviews mit Experten. Die fiktive Journalistin, welche jene Texte kompiliert hatte, kam zu Beginn und Schluss zu Wort, zudem bot sie dem Leser über das ganze Buch hinweg Fußnoten, hauptsächlich in Bezug auf reale Orte.
Anfangs fand ich diese Erklärungen interessant, mit der Zeit erschienen sie jedoch zunehmend unnötig, da vieles bereits aus dem Text hervorging und die Anmerkungen für detaillierte Hintergründe zu knapp waren. Ähnlich streichungswürdig waren für mich die Einschübe mit Erklärungen erdachter Primaten- oder Evolutionsfachleute. Wollte man harsch sein, könnte man diese schlicht als „Info-Dump“ titulieren – das meiste war für den Plot kaum von Belang, und jenes, dem doch eine gewisse Relevanz zukam, hätte man anders in die Handlung einweben können.
Der Einstieg in Katies Tagebuch war für mich zunächst verwirrend. Es begann mit der Ankunft ihres Mannes und ihr in Greenloop, wo die beiden von einer Vielzahl an Personen umringt wurden. Die Charaktere waren in Ordnung – interessant fand ich Mostar –, aber teilweise verlor ich den Überblick, und alle waren irgendwie … speziell. Die Spirituelle, die schrillen Schwulen, die buchstäblich verrückte Alte (Mostar), der schwache Ehemann, der aufgrund seines digitalzentrierten Berufes nicht „anpacken“ kann …
Der im Klappentext erwähnte Vulkanausbruch fand erst nach achtzig Seiten statt. Nun, man sagt, man solle eine Geschichte am spätmöglichsten Punkt beginnen, somit wirkte der Handlungsbeginn mit Einzug im neuen Zuhause, verstärkt ob seiner Klischeehaftigkeit, beinahe wie der (nach dem „Info-Dump“) zweite Anfängerfehler in diesem Roman, wenngleich hinter dem Text eigentlich ein erfahrener Autor steckt.
Leider konnte mich dessen Schreibstil kaum mitreißen: Mostars geheime Nahrungsbeschaffung inklusive Garagen-Garten, in die Katie mitreingezogen wurde, las sich ganz nett, anschließend verlor ich indes weitgehend das Interesse. Selbst bei den Angriffsszenen der „affenähnlichen Kreaturen“ kam bei mir keine Spannung auf, zumal die erste davon fast zweihundert Seiten auf sich warten ließ. Später wurde seitenlang erklärt, wie man provisorisch einen Speer herstellt – samt allen Dingen, die man dabei falschmachen könnte. Wen sollte das interessieren? Positiv kann ich das flotte Durchkommen erwähnen, zu einem Gutteil wegen des großzügigen Satzes.
Am enttäuschendsten war für mich das Ende: Zwar hatte die fiktive Journalistin am Anfang bereits angedeutet, Katies Schicksal bliebe in ihrem Tagebuch offen, allerdings hatte ich angenommen, sie würde diesbezüglich recherchieren und den Ausgang der Ereignisse mit großem Knall enthüllen. Falsch gedacht: Es gab lediglich Spekulationen von ihr.
Fazit: „Devolution“ klang verheißungsvoll, konnte mich gleichwohl weder spannungs- noch erzählungstechnisch überzeugen. Nach der Lektüre blieb ich mit dem Gefühl zurück, meine Lesezeit verschwendet zu haben, weil es nicht nur ein offenes Ende gab, sondern dieses auch noch auf den ersten Seiten vorweggenommen worden war.
Noch eine kleine Anmerkung: Auf Seite 440 fehlt bei „Juno schleuderte uns Carmens Körper entgegen, was uns zwang stehen zu bleiben und uns zu ducken“ ein Komma.
24 reviews
April 2, 2023
Devolution von Max Brooks zieht automatisch Vergleiche mit seinem hervorragend erzähltem World War Z, und auch diesmal begibt er sich in die Welt des durch autobiographische Interviews erzählten Horrors, nur zerstört diesmal eine Horde Bigfoots nur eine kleine Öko-Siedlung im Wald nachdem sie durch eine Vulkaneruption von der Außenwelt angeschnitten wird, und nicht die ganze Welt.

Diesmal ist es ein Kammerstück, in dem sich die Protagonistin wandelt von unsicherer Hausfrau zum Killeraffenkiller.

Schuld an dem Wandel ist neben der Horde Bigfoots, die im Laufe des Buches immer frecher und gefährlicher wird, bis sie anfängt die Bewohner der Siedlung zu jagen, vor allem die Künstlerin Mostar, die als Überlebende des bosnischen Bürgerkrieges und der Belagerungen von Mostar nach der Nachricht von der Naturkatastrophe sofort in den Überlebensmodus umschaltet, und anfängt sich auf einen langen isolierten Winter mit wenig Nahrung einzurichten, da wohl nichts mehr geliefert werden wird.

Was zu Beginn als sehr schrullig abgetan wird, stellt sich sehr bald als eine vorausschauende Einstellung ein: der katastrophale Ausbruch des Vulkans hat die kritische Infrastruktur in weiten Teilen des amerikanischen Nordwestens lahmgelegt, so dass man zwischen Plünderungen, Scharfschützen auf Autobahnen und anderen Auswüchsen der Katastrophe alle Hände voll zu tun hat.

Nach irgendwelchen abgeschnittenen Öko-Siedlungen zu schauen steht ganz unten auf der Liste der Behörden.

Obwohl die Bewohner jedoch ganz und gar ökologisch bewusste Städter sind, fehlen ihnen jedoch die Fähigkeiten und das praktische Wissen um in der Wildnis auf sich gestellt zu überleben. Von den Werkzeugen dafür mal ganz zu schweigen.

Daraus schöpft Brooks viele witzige Momente, in denen die Erwartungen der Bewohner, wie domestiziert sich die Wildnis ihnen gegenüber verhalten würde, auf den Kopf gestellt werden.

Es dauert, bis sie begreifen wollen, dass sie nur die Beute sind.

Im folgenden Prozess der Devolution müssen die Bewohner ihren hoch entwickelten Individualismus schnell wieder weit hinter sich zurücklassen, und als Stamm zusammenarbeiten, um gegen die hungrige Horde der Bigfoots bestehen zu können. Manchen gelingt das besser als anderen.

Auch aus diesen sozialen Spannungen zwischen dem Kollektiv und dem Individuum zieht Brooks seine Inspirationen, die das Buch wesentlich unterhaltsamer als einen reinen Gruselschocker um ein animalisches Massaker machen.

Schließlich kann man das Buch auch als eine Allegorie auf die ersten Monate der Pandemie lesen:

Eine Naturkatastrophe trifft die Gesellschaft ingesamt unvorbereitet und ihre Individuen erst recht. Unser normales Wissen hilft uns nicht, um mit den Bedrohungen fertig zu werden: wir müssen uns schnell neues Wissen aneignen. Wenn wir dann als geschlossene Gruppe zusammen gegen den Feind agieren können, dann haben wir trotzdem eine Chance.

Wenn nicht, dann werden wir gefressen.

Dass das große Fressen seit dem Juni 2020, als das Buch von Brooks erschien, danach immer noch jahrelang ununterbrochen weiter gehen würde, hätte sich wohl kein Horror-Autor besser ausmalen können.
Profile Image for Barbara.
209 reviews6 followers
September 6, 2020
Greenloop ist eine Idylle am Fuße des Mount Rainers. Abgeschieden, aber nicht abgeschnitten von dem gehetzten Stadtleben, stehen sechs Häuser um das Gemeinschaftshaus – frei wie Pilze, die zwischen den Bäumen sprießen. Das Leben dort dreht sich um Nachhaltigkeit, jedes Haus ist sein eigener Energiespender – Sonnenkollektoren sorgen für Strom, das Gas der eigenen Ausscheidungen für Wärme.
Doch dann bricht der Vulkan Mount Rainer aus – und Greenloop sieht sich nun nicht mehr nur mit der selbst gewählten Abgeschieden konfrontiert. Die Verbindung zur Außenwelt ist abgebrochen, das Handynetz ausgefallen, die Lebensmittellieferungen eingestellt und die Brücken und Straßen sind von Geröll und Lava verschüttet.
Doch nicht nur die fehlenden Lebensmittel und der nahende Winter drohen der kleinen Gemeinde.
Denn der Vulkan hat etwas mit ihnen eingeschlossen – etwas, das Hunger hat.

Horror hat schon immer einen ganz besonderen Platz in meinen Herzen. Ich liebe es, eine Gänsehaut zu bekommen, wenn Schreie durch die Nacht hallen, wenn funkelnde Augen im Schatten lauern und der Schritt vor die eigene Tür zur tödlichen Gefahr wird. Das Schlagen einer Tür und das Grummeln der Spülmaschine lassen einen zusammen zucken.
All das bietet Devolution – denn der Schrecken, der im Wald lauert, ist der Schrecken meiner Kindheit.
Doch Greenloop sieht sich nicht nur dem Schrecken aus dem Wald gegenüber, sondern muss auch ums absolute Überleben kämpfen. In unserer heutigen Gesellschaft sind wir daran gewohnt, innerhalb von 24 Stunden alles vor die Tür geliefert zu kommen, was wir brauchen. Verzicht kennen wir nicht mehr, frische Lebensmittel sind immer und endlos vorhanden (auch wenn wir in diesem Jahr 2020 vielleicht tatsächlich mal vor leeren Supermarktregalen standen).
Doch was passiert, wenn die Lieferkette unterbrochen wird? Woher nehmen wir unsere Lebensmittel? Wer von uns kann Dinge reparieren – wer von uns muss es schon?
Zwischen all den Fragen bleibt aber Devolution das, was es sein möchte: ein Horrorroman. Nicht zu tiefsinnig, dafür aber brutal, böse und teilweise auch unheimlich.

Fazit: Devultion zeigt nicht nur auf, dass es vielleicht in dieser Welt noch Fleckchen gibt, die unserem allumfassenden Auge entgangen sind, sondern auch, wie hilflos wir uns der Natur gegenübersehen, wenn sie beschließt, sich das zurückzuholen, was ihr gehört.

Gruselig, unheimlich, erschreckend – klassischer Monsterhorror und tolle Unterhaltung!

Profile Image for Luka.
220 reviews3 followers
May 15, 2026
Was für ein Glücksfund!!!
Als ich am Anfang der Woche ein neues Buch zum Lesen aussuchen musste, habe ich mich für Devolution entschieden, weil ich ernsthaft dachte "Die Chancen, dass es mich enttäuscht, stehen nicht schlecht ... ich hab jetzt ein gutes Buch gelesen und das nächste gute hebe ich mir dann für nach der Enttäuschung auf."
Es ist bekloppt, aber ich hab halt leider echt kein gutes Händchen für Bücher 😭

Zum Glück wurde ich hier positiv überrascht und innerhalb kürzester Zeit habe ich diese Geschichte verschlungen! Mir blieb oft der Atem weg und abends hab ich mich nicht getraut, weiter zu lesen, aus Angst, Albträume zu bekommen xD

Wirklich super spannend und nervenaufreibend!
Ich empfinde die Informationen auch als sehr gut recherchiert!
Und liebe, wie viele unterschiedliche Themen angesprochen werden :)

Den Autor werde ich definitiv im Auge behalten
Profile Image for Carlos.
2,864 reviews79 followers
June 17, 2026
Wie schon bei „World War Z“ gelingt es Brooks, mit einer actiongeladenen Geschichte zu unterhalten und uns gleichzeitig dazu anzuregen, unsere Vorsorge für Notfälle und unsere Strategien für mehr Resilienz zu überdenken sowie die Schattenseiten der „Effizienz“ des modernen Lebens zu hinterfragen. Zudem beleuchtet Brooks die psychologischen Aspekte des Überlebens – etwa unsere Neigung zur Verdrängung oder die Suche nach jemandem, der die Antworten parat hat. Schließlich zeigt er auf, was eine Gemeinschaft zusammenschweißt: die gegenseitige Abhängigkeit. Auch wenn dieser Roman außerordentlich unterhaltsam ist, waren es – genau wie bei „World War Z“ – vor allem die weiterführenden Gedanken, die er im Anschluss anregte, die ihn zu einer so großartigen Lektüre machten.
Profile Image for buecherfreak91.
185 reviews9 followers
September 17, 2020
3,5 ⭐
Eine spannende Geschichte, die in Form von einem Tagebuch und Interview-Abschnitte erzählt wird...

Anfänglich ein klein wenig verwirrend, doch mit der Zeit wird dies besser.

Das Ende konnte mich leider nicht zufriedenstellen... ein offenes Ende, welches mehr Fragen aufwirft als beantwortet :/
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Dennis.
341 reviews2 followers
July 17, 2021
Also es tut mir leid aber boar außer die letzten 80 Seiten war das Buch einfach nicht gut. Die Charaktere haben sich benommen wie Idioten und immer diese Kalorienzählerei..... peinlich wenn Charaktere erst auf den letzten 80 Seiten es schaffen das Hirn einzuschalten. Dass Buch war auf jeden Fall einer meiner Aufreger des Jahres.
Profile Image for Jaque.
57 reviews1 follower
June 30, 2021
wie schlecht soll eine geschichte über hippies, die nach einem vulkanausbeuch gegen bigfoots kämpfen schon sein?
80 reviews
December 14, 2021

Der Autor von „World War Z“ hat diesen Sommer einen neuen schrecklich guten Thriller herausgebracht, der uns durchaus nachts wach halten kann. „Devolution“ ist großteils in Tagebuchform gehalten, beinhaltet aber auch echte und fiktive Artikel und Interviews zum Thema Menschenaffen und Bigfoot. Ja, Bigfoot.
Zuerst ging ich mit der Erwartung ans Lesen, einen spannenden, aber einfachen Horror-Thriller vor mir zu haben, doch Max Brooks hat mich überrascht. Er taucht die Legenden um Bigfoot in ein neues Licht, unterstreicht mit wissenschaftlichen Theorien die mögliche Realität der Vorkommnisse in dem Werk und lässt sogar logische Gesellschaftskritik mit einfließen. Anders wie bei vielen Tagebuch-Romanen wissen wir nicht von Anfang an, wie die Geschichte ausgeht und im Gegensatz zu den weit verbreiteten, idiotischen (wenn ich das mal so schreiben darf), nicht nachvollziehbaren Handlungen von Charakteren in diesem Genre, scheinen die Personen echt. Im Nachhinein habe ich viel darüber nachgedacht, ob ich in ihrer Situation besser reagiert hätte und ich fürchte fast nicht…
Gut und fließend geschrieben, spannend von Anfang an und zuletzt nicht weglegbar, empfehle ich jedem mit starkem Herz und Magen „Devolution“ eine Chance zu geben.
Displaying 1 - 24 of 24 reviews