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Panic #1
Panic
Goodreads Choice Award
Nominee for Readers' Favorite Young Adult Fiction (2014)Panic began as so many things do in Carp, a dead-end town of 12,000 people in the middle of nowhere: because it was summer, and there was nothing else to do.
Heather never thought she would compete in Panic, a legendary game played by graduating seniors, where the stakes are high and the payoff is even higher. She’d never thought of herself as fearless, the kind of person who would fight to stand out. But when she finds something, and someone, to fight for, she will discover that she is braver than she ever thought.
Dodge has never been afraid of Panic. His secret will fuel him, and get him all the way through the game, he’s sure of it. But what he doesn't know is that he’s not the only one with a secret. Everyone has something to play for.
For Heather and Dodge, the game will bring new alliances, unexpected revelations, and the possibility of first love for each of them—and the knowledge that sometimes the very things we fear are those we need the most.
Heather never thought she would compete in Panic, a legendary game played by graduating seniors, where the stakes are high and the payoff is even higher. She’d never thought of herself as fearless, the kind of person who would fight to stand out. But when she finds something, and someone, to fight for, she will discover that she is braver than she ever thought.
Dodge has never been afraid of Panic. His secret will fuel him, and get him all the way through the game, he’s sure of it. But what he doesn't know is that he’s not the only one with a secret. Everyone has something to play for.
For Heather and Dodge, the game will bring new alliances, unexpected revelations, and the possibility of first love for each of them—and the knowledge that sometimes the very things we fear are those we need the most.
408 pages, Hardcover
First published March 4, 2014
About the author
Lauren Oliver
61 books118k followersLauren Oliver is an author, screenwriter, and media entrepreneur. She is the author of the upcoming novels THE GIRL IN THE LAKE (June 1, 2026) and its sequel, THE SLEEPWALKER (May 5, 2027). Her previous works include multiple New York Times bestselling novels for teens, including Before I Fall (which spent seventeen weeks on the list and was adapted into a feature film released by Open Road), the Delirium trilogy (a two-million-copy-selling dystopian series translated into thirty-five languages), and Panic, which she later adapted into the streaming TV show on Amazon Prime of the same name, for which she wrote every episode and served as Executive Producer. Along the way, Lauren founded the IP company StoryGiants and helped to package and edit nearly one hundred other novels. She is also the co-founder of Incantor AI, a self-scaling digital media engine built on a new and proprietary foundational model of artificial intelligence that respects copyright by providing both IP attribution and royalty shares to contributing sources. Raised in Westchester, New York, Lauren attended the University of Chicago and got her MFA from NYU. She now divides her time between Maryland and Los Angeles. Subscribe to my Substack! laurenoliverbooks.substack.com
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Community Reviews
Displaying 1 - 30 of 79 reviews
February 13, 2015
Panic hätte ich wohl aus eigener Entscheidung nie gelesen. Das liegt zum einen daran, dass ich mit Lauren Oliver schon ein paar schlechte Erfahrungen gemacht habe. Aus Before I Fall weiß ich, dass mir ihre Charaktere nicht immer ganz sympathisch sind und aus Pandemonium habe ich gelernt, dass auch ihre Plotgestaltung ab und an nicht mein Fall ist. Allerdings weiß ich aus allen drei Büchern von Lauren Oliver auch, dass sie einen nachdenklichen und wunderschönen Schreibstil hat, der zwar manchen Leuten nicht gefällt, weil er meist auf Kosten der Plotdichte geht, aber ich persönlich liebe diesen Schreibstil. Zum anderen lag es aber daran, dass die Handlung für mich einfach so klang, als wäre das Buch nicht mein Fall, weil es zu sehr in Richtung Thriller tendierte. Ein Genre, das einfach nicht meins ist. Allerdings haben sich die Leser des Bookcircles dazu entschieden, dass das unser Buch des Monats im Februar wird und deshalb habe ich mich gefügt. Ich hätte es nicht tun sollen…
Auch Panic weist wieder diesen grandiosen Schreibstil auf, wie auch Olivers andere Romane. Gerade auch die Probleme, die Heather mit ihrer Familie hat und ihre Gefühle diesbezüglich waren einfach wundervoll beschrieben. Bishop als Charakter hat mir auch gefallen und Heather immer dann, wenn sie mit ihm im Gespräch war, weil man dann das Gefühl hatte, dass die Heather zum Vorschein kam, die sie wäre, wenn sie ein sorgloses Leben führen würde. Auch fand ich die Atmosphäre dieses Buches wundervoll. Diese drückende, leicht bedrohliche Stimmung, die dort herüberkam war bewundernswert! Ganz besonders bewundernswert ist das sogar, weil in Panic so gut wie nichts wirklich Bedrohliches geschieht. Die Jugendlichen spielen ihr Spiel, wobei die Aufgaben teils tatsächlich bedrohlich sind, teils aber auch völlig harmlos. Der in der Kurzbeschreibung erwähnte Tote hatte nicht das Geringste mit Panic zu tun, was mich persönlich noch mit am meisten gestört hat. Auch das Spiel selbst birgt ziemlich viele Logikfehler, gerade auch weil bis zum Ende offen bleibt, wie das Spiel denn nun genau funktioniert. Wer organisiert es? Wer treibt das Geld ein? Woher nehmen die Schüler das Geld, das ihnen ja anscheinend im Laufe des Jahres in der Schule abgeknöpft wird und warum wehrt sich niemand dagegen?
Aber wohl der größte Faktor, warum mir das Buch nicht gefallen wollte, das waren die Charaktere. Nat war einer der schlimmsten Buchcharaktere, die mir bisher untergekommen sind. Man versteht beim Lesen überhaupt nicht, warum Heather mit ihr befreundet ist und noch viel weniger, warum Dodge sie ja ach so wundervoll findet. Gerade der letzte Punkt hat mir Dodge (neben dessen ständigen Rachegelüsten) ebenfalls unsympathisch gemacht. Und Heather selbst blieb neben den Interaktionen mit ihrer Familie und mit Bishop doch recht blass. Gerade auch am Anfang störte diese ganze Sache mit Matt mich ebenfalls.
Fazit
Insgesamt leider aufgrund der Logikfehler und der unsympathischen Charaktere so gar nicht mein Fall und das trotz des wieder einmal wundervollen Schreibstils, bei dem man aus fast jeder Seite zitieren könnte. Allerdings hängt meine Meinung sicher auch an meiner persönlichen Präferenz, die eben so gar nicht dieser Art von Geschichte entspricht.
Auch Panic weist wieder diesen grandiosen Schreibstil auf, wie auch Olivers andere Romane. Gerade auch die Probleme, die Heather mit ihrer Familie hat und ihre Gefühle diesbezüglich waren einfach wundervoll beschrieben. Bishop als Charakter hat mir auch gefallen und Heather immer dann, wenn sie mit ihm im Gespräch war, weil man dann das Gefühl hatte, dass die Heather zum Vorschein kam, die sie wäre, wenn sie ein sorgloses Leben führen würde. Auch fand ich die Atmosphäre dieses Buches wundervoll. Diese drückende, leicht bedrohliche Stimmung, die dort herüberkam war bewundernswert! Ganz besonders bewundernswert ist das sogar, weil in Panic so gut wie nichts wirklich Bedrohliches geschieht. Die Jugendlichen spielen ihr Spiel, wobei die Aufgaben teils tatsächlich bedrohlich sind, teils aber auch völlig harmlos. Der in der Kurzbeschreibung erwähnte Tote hatte nicht das Geringste mit Panic zu tun, was mich persönlich noch mit am meisten gestört hat. Auch das Spiel selbst birgt ziemlich viele Logikfehler, gerade auch weil bis zum Ende offen bleibt, wie das Spiel denn nun genau funktioniert. Wer organisiert es? Wer treibt das Geld ein? Woher nehmen die Schüler das Geld, das ihnen ja anscheinend im Laufe des Jahres in der Schule abgeknöpft wird und warum wehrt sich niemand dagegen?
Aber wohl der größte Faktor, warum mir das Buch nicht gefallen wollte, das waren die Charaktere. Nat war einer der schlimmsten Buchcharaktere, die mir bisher untergekommen sind. Man versteht beim Lesen überhaupt nicht, warum Heather mit ihr befreundet ist und noch viel weniger, warum Dodge sie ja ach so wundervoll findet. Gerade der letzte Punkt hat mir Dodge (neben dessen ständigen Rachegelüsten) ebenfalls unsympathisch gemacht. Und Heather selbst blieb neben den Interaktionen mit ihrer Familie und mit Bishop doch recht blass. Gerade auch am Anfang störte diese ganze Sache mit Matt mich ebenfalls.
Fazit
Insgesamt leider aufgrund der Logikfehler und der unsympathischen Charaktere so gar nicht mein Fall und das trotz des wieder einmal wundervollen Schreibstils, bei dem man aus fast jeder Seite zitieren könnte. Allerdings hängt meine Meinung sicher auch an meiner persönlichen Präferenz, die eben so gar nicht dieser Art von Geschichte entspricht.
August 16, 2023
die hauptfigur ist eine schlechte freundin! warum bist du neidisch und arschig zu deinen freunden nur weil diese glücklich sind?? bitch grow up und hör auf andere mädchen als (böse schimpfwörter) zu bezeichnen nur weil du ein scheiß leben hast, manometer!!!
February 1, 2015
Erste Sätze
Das Wasser war so kalt, dass es Heather den Atem raubte, als sie sich zwischen den Jugendlichen hindurchdrängte, die den Strand bevölkerten und im seichten Wasser standen, jubelnd Handtücher und selbst gebastelte Schilder schwenkten und die übrigen Springer anfeuerten.
Sie holte tief Luft und tauchte unter.
Klappentext
HEATHER hatte nie vor, an dem verbotenen Spiel für Schulabgänger teilzunehmen. Denn der Gewinn ist zwar hoch, aber der Einsatz auch, und sie ist keine Kämpferin. Doch schnell wird ihr klar, dass es nur den richtigen Grund braucht, um dabei sein zu wollen. Und dass Mut auch eine Frage von Notwendigkeit ist. DODGE war sich immer sicher, dass er bei Panic mitmachen würde. Er hat keine Angst, denn es gibt ein Geheimnis, das ihn durchs Spiel pushen wird. Aber um zu gewinnen, muss man auch seine Gegner kennen.
Meine Meinung
Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben. Dabei wird entweder aus der Sicht von Heather Nill oder Dodge Mason berichtet.
Heather Nill hat kein gutes Selbstbild von sich. Sie findet sich nicht sonderlich schön, weil sie eben nicht so schlank wie andere Mädchen ist und sich erst spät entwickelt hat. Sie denkt, sie hat nichts zu verlieren, als sie den Sprung macht, um an Panic teilzunehmen. Sie wird zwar stärker und ein wenig selbstbewusster im Laufe des Buches, aber irgendwie konnte mich anfangs ihre Motivation kaum überzeugen.
Dodge Mason ist rachsüchtig, seit seine Schwester bei den Panic-Spielen vor zwei Jahren einen schweren Unfall hatte, wo er die Schuld dem damaligen Sieger gibt. Er liebt seine Schwester sehr und versucht ihr zu helfen, obwohl diese nicht mehr laufen kann. Er ist hilfsbereit und liebevoll, aber er fällt auch leicht auf Andere rein und ist zielstrebig.
Insgesamt muss ich leider sagen, dass die Charaktere insgesamt sehr oberflächlich blieben. Sie entwickelten sich kaum weiter und haben jeder nur sehr wenige Charaktereigenschaften, die sie aufmachen. Einige lernt man sogar kaum kennen und das ist schade. In Dodge und Heather konnte ich mich dennoch gut hineinversetzen und fand ihre Handlungen nachvollziehbar, auch wenn ich an einigen Stellen gerne mehr erfahren hätte.
Die Idee von Panic und dem, was dahintersteht, fand ich sehr interessant, aber leider hätte ich gerne noch mehr Hintergründe dazu erfahren. Es blieb alles recht undurchsichtig. Auch wenn die Aufgaben interessant waren und Mut erforderten, wären doch ein paar Informationen mehr besser gewesen. Die Idee war definitiv noch ausbaufähig. Die Geschichte an sich dreht sich fast nur um die Aufgaben – man erfährt nur sehr wenig über die einzelnen Charaktere und ihre Beziehungen zueinander. Die Szenen werden an manchen Stellen sehr abrupt abgebrochen, wo ich gerne mehr erfahren hätte. An sich ist das Buch dennoch spannend und fesselnd und dramatisch. Ich habe mitgefiebert und mitgelitten und es hat Spaß gemacht, dieses Spiel zu verfolgen.
Der Schreibstil von Lauren Oliver war flüssig und angenehm zu lesen. Leider war er nicht so metaphorisch und philosophisch wie ich in bereits in anderer ihrer Bücher erlebt habe.
Bewertung
Da das Buch eher flache Charaktere und ausbaufähig noch ist, aber die Idee und die Geschichte an sich mir gefallen hat, bekommt es von mir noch
2,5 von 5 Würmchen
Das Wasser war so kalt, dass es Heather den Atem raubte, als sie sich zwischen den Jugendlichen hindurchdrängte, die den Strand bevölkerten und im seichten Wasser standen, jubelnd Handtücher und selbst gebastelte Schilder schwenkten und die übrigen Springer anfeuerten.
Sie holte tief Luft und tauchte unter.
Klappentext
HEATHER hatte nie vor, an dem verbotenen Spiel für Schulabgänger teilzunehmen. Denn der Gewinn ist zwar hoch, aber der Einsatz auch, und sie ist keine Kämpferin. Doch schnell wird ihr klar, dass es nur den richtigen Grund braucht, um dabei sein zu wollen. Und dass Mut auch eine Frage von Notwendigkeit ist. DODGE war sich immer sicher, dass er bei Panic mitmachen würde. Er hat keine Angst, denn es gibt ein Geheimnis, das ihn durchs Spiel pushen wird. Aber um zu gewinnen, muss man auch seine Gegner kennen.
Meine Meinung
Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben. Dabei wird entweder aus der Sicht von Heather Nill oder Dodge Mason berichtet.
Heather Nill hat kein gutes Selbstbild von sich. Sie findet sich nicht sonderlich schön, weil sie eben nicht so schlank wie andere Mädchen ist und sich erst spät entwickelt hat. Sie denkt, sie hat nichts zu verlieren, als sie den Sprung macht, um an Panic teilzunehmen. Sie wird zwar stärker und ein wenig selbstbewusster im Laufe des Buches, aber irgendwie konnte mich anfangs ihre Motivation kaum überzeugen.
Dodge Mason ist rachsüchtig, seit seine Schwester bei den Panic-Spielen vor zwei Jahren einen schweren Unfall hatte, wo er die Schuld dem damaligen Sieger gibt. Er liebt seine Schwester sehr und versucht ihr zu helfen, obwohl diese nicht mehr laufen kann. Er ist hilfsbereit und liebevoll, aber er fällt auch leicht auf Andere rein und ist zielstrebig.
Insgesamt muss ich leider sagen, dass die Charaktere insgesamt sehr oberflächlich blieben. Sie entwickelten sich kaum weiter und haben jeder nur sehr wenige Charaktereigenschaften, die sie aufmachen. Einige lernt man sogar kaum kennen und das ist schade. In Dodge und Heather konnte ich mich dennoch gut hineinversetzen und fand ihre Handlungen nachvollziehbar, auch wenn ich an einigen Stellen gerne mehr erfahren hätte.
Die Idee von Panic und dem, was dahintersteht, fand ich sehr interessant, aber leider hätte ich gerne noch mehr Hintergründe dazu erfahren. Es blieb alles recht undurchsichtig. Auch wenn die Aufgaben interessant waren und Mut erforderten, wären doch ein paar Informationen mehr besser gewesen. Die Idee war definitiv noch ausbaufähig. Die Geschichte an sich dreht sich fast nur um die Aufgaben – man erfährt nur sehr wenig über die einzelnen Charaktere und ihre Beziehungen zueinander. Die Szenen werden an manchen Stellen sehr abrupt abgebrochen, wo ich gerne mehr erfahren hätte. An sich ist das Buch dennoch spannend und fesselnd und dramatisch. Ich habe mitgefiebert und mitgelitten und es hat Spaß gemacht, dieses Spiel zu verfolgen.
Der Schreibstil von Lauren Oliver war flüssig und angenehm zu lesen. Leider war er nicht so metaphorisch und philosophisch wie ich in bereits in anderer ihrer Bücher erlebt habe.
Bewertung
Da das Buch eher flache Charaktere und ausbaufähig noch ist, aber die Idee und die Geschichte an sich mir gefallen hat, bekommt es von mir noch
2,5 von 5 Würmchen
September 17, 2014
Jedes Jahr im Sommer spielen die Schulabgänger von Carp das Spiel "Panic". Es ist lebensgefährlich, aber der Jackpot umfasst mehrere zehntausend Dollar.
Heather hatte nicht vor mitzuspielen, sie wollte nur ihre beste Freundin Natalie unterstützen, aber als sie ihren Ex-Freund, von dem sie sich erst kurz davor getrennt hatte, mit einer anderen sieht, steigt sie ins Spiel ein.
Dodge will einfach nur Rache. Seine Schwester kann wegen des Spiels nicht mehr laufen und ist an den Rollstuhl gefesslt. Aber dann gibt es ja noch Nat, in die er ein bisschen verliebt ist, und die auch am Spiel teilnimmt.
Die Autorin Lauren Oliver ist für viele wohl keine Unbekannte mehr. "Wenn du stirbst ..." und die Delirium-Trilogie stammen aus ihrer Feder.
Ich habe zumindest 3 der 4 Bücher gelesen und war deshalb gespannt auf ihr neuestes Buch und ja, es konnte mich wieder überzeugen, nachdem ich von "Pandemonium" sehr enttäuscht worden war.
Das Buch hat eine eigene Atmosphäre. Carp ist eine sehr arme Stadt. Die meisten Mitspieler von Panic haben deshalb auch nicht viel zu verlieren beziehungsweise wollen unbedingt den Jackpot gewinnen, um aus den Kaff zu fliehen. Man schreckt nich vor unfairen Mitteln, Prügeleien oder Mordanschlägen zurück und auch beim Spiel selbst muss man sein Leben immer wieder aufs Neue riskieren. Die Prüfungen haben mir sehr gut gefallen und ehrlich, ich würd für kein Geld der Welt damit machen. Aber wenn man nichts ehr zum Verlieren hat ...
Es gibt 2 Hauptcharaktere: Heather und Dodge. Heather wollte eigentlich nie bei dem Spiel mitmachen, aber dann kam die Wut gegen ihren Ex wieder auf. Sie könnte mit dem Geld endlich weg von Carp, weg von ihrer Alkoholiker-Mutter und dabei ihrer kleinen Schwester Lily ein schönes Leben bieten.
Ihre beste Freundin Nat träumt hingegen von einem Leben als Schauspielerin und ihr Freund Bishop will unbedingt, dass Heather mit dem gefährlichen Spiel aufhört.
Dodge ist mehr der Außenseiter. Er war nie besonders auffällig aber in ihn brodelt es. Beim Spiel Panic hat seine Schwester Dayna ihre Beine eingebüßt und nun will er Rache.
Heather, Nat und Dodge schließen sich zusammen, aber das Spiel kann nur einer gewinnen ...
Die Charaktere hatten etwas besonderes an sich. Sie sind arm, kennen nur Tiefschläge und wollen um jeden Preis aus mehr oder weniger ehrenhaften Absichten gewinnen.
Ich kann fast nichts an dem Buch aussetzten, natürlich ein paar Charaktere bleiben recht blaß, aber es geht in dem Buch eigentlich nur um das Spiel! Das Ende war schön, fast ein bisschen zu schön, weil ich mich auf das Schlimmste gefasst gemacht hatte.
Das Cover ist echt toll geworden. Das "Aufnahmeritual" für das Spiel ist ja das Hüpfen von einer Klippe und somit beginnt auch die ganze Erzählung. Also echt toll gemacht!
Ich kann dieses Buch einfach jedem weiterempfehlen. Es bietet sehr viel Spannung udn auch ein paar schöne romantische Szenen.
Nach all diesen Lobeshymen gibt es nur eine Bewertung, die meine Liebe zu diesem Buch ausdrückt: 5 vergoldete Herzen!
Heather hatte nicht vor mitzuspielen, sie wollte nur ihre beste Freundin Natalie unterstützen, aber als sie ihren Ex-Freund, von dem sie sich erst kurz davor getrennt hatte, mit einer anderen sieht, steigt sie ins Spiel ein.
Dodge will einfach nur Rache. Seine Schwester kann wegen des Spiels nicht mehr laufen und ist an den Rollstuhl gefesslt. Aber dann gibt es ja noch Nat, in die er ein bisschen verliebt ist, und die auch am Spiel teilnimmt.
Die Autorin Lauren Oliver ist für viele wohl keine Unbekannte mehr. "Wenn du stirbst ..." und die Delirium-Trilogie stammen aus ihrer Feder.
Ich habe zumindest 3 der 4 Bücher gelesen und war deshalb gespannt auf ihr neuestes Buch und ja, es konnte mich wieder überzeugen, nachdem ich von "Pandemonium" sehr enttäuscht worden war.
Das Buch hat eine eigene Atmosphäre. Carp ist eine sehr arme Stadt. Die meisten Mitspieler von Panic haben deshalb auch nicht viel zu verlieren beziehungsweise wollen unbedingt den Jackpot gewinnen, um aus den Kaff zu fliehen. Man schreckt nich vor unfairen Mitteln, Prügeleien oder Mordanschlägen zurück und auch beim Spiel selbst muss man sein Leben immer wieder aufs Neue riskieren. Die Prüfungen haben mir sehr gut gefallen und ehrlich, ich würd für kein Geld der Welt damit machen. Aber wenn man nichts ehr zum Verlieren hat ...
Es gibt 2 Hauptcharaktere: Heather und Dodge. Heather wollte eigentlich nie bei dem Spiel mitmachen, aber dann kam die Wut gegen ihren Ex wieder auf. Sie könnte mit dem Geld endlich weg von Carp, weg von ihrer Alkoholiker-Mutter und dabei ihrer kleinen Schwester Lily ein schönes Leben bieten.
Ihre beste Freundin Nat träumt hingegen von einem Leben als Schauspielerin und ihr Freund Bishop will unbedingt, dass Heather mit dem gefährlichen Spiel aufhört.
Dodge ist mehr der Außenseiter. Er war nie besonders auffällig aber in ihn brodelt es. Beim Spiel Panic hat seine Schwester Dayna ihre Beine eingebüßt und nun will er Rache.
Heather, Nat und Dodge schließen sich zusammen, aber das Spiel kann nur einer gewinnen ...
Die Charaktere hatten etwas besonderes an sich. Sie sind arm, kennen nur Tiefschläge und wollen um jeden Preis aus mehr oder weniger ehrenhaften Absichten gewinnen.
Ich kann fast nichts an dem Buch aussetzten, natürlich ein paar Charaktere bleiben recht blaß, aber es geht in dem Buch eigentlich nur um das Spiel! Das Ende war schön, fast ein bisschen zu schön, weil ich mich auf das Schlimmste gefasst gemacht hatte.
Das Cover ist echt toll geworden. Das "Aufnahmeritual" für das Spiel ist ja das Hüpfen von einer Klippe und somit beginnt auch die ganze Erzählung. Also echt toll gemacht!
Ich kann dieses Buch einfach jedem weiterempfehlen. Es bietet sehr viel Spannung udn auch ein paar schöne romantische Szenen.
Nach all diesen Lobeshymen gibt es nur eine Bewertung, die meine Liebe zu diesem Buch ausdrückt: 5 vergoldete Herzen!
July 6, 2013
Panic verändert alle(s). Heather hatte nie vor, an dem verbotenen Spiel für Schulabgänger teilzunehmen. Denn der Gewinn ist zwar hoch, aber der Einsatz auch, und sie ist keine Kämpferin. Doch schnell wird ihr klar, dass es nur den richtigen Grund braucht, um dabei sein zu wollen. Und dass Mut auch eine Frage von Notwendigkeit ist. Dodge war sich immer sicher, dass er bei Panic mitmachen würde. Er hat keine Angst, denn es gibt ein Geheimnis, das ihn durchs Spiel pushen wird. Aber um zu gewinnen, muss man auch seine Gegner kennen.
Schon wieder ein Buch, dass meine Erwartungen nicht erfüllen konnte und mich enttäuscht hat. Ich habe es als Hörbuch gehört und das ist vermutlich der einzige Grund, wieso ich bis zum Ende durchgehalten habe. Es gab bisher erst zwei paar Bücher der Autorin, die ich wirklich mochte und ich hege immernoch die Hoffnung, dass Delirium und Pandemonium nicht alleine bleiben und es irgendwann wieder ein Lauren Oliver-Buch geben wird, das ich mag.
Am Anfang schienen Heather und Dodge, die beiden Protagonisten, ganz sympathisch. Sie waren auch später gar nicht so schlecht, aber irgendwann haben sie mich nur noch gelangweilt. Beide ihre Gründe, an Panic teilzunehmen fand ich total albern. Liebeskummer und Angstfreiheit? Meinetwegen können sie beides sein, aber das sind sehr schwache Gründe. Später hat Heather noch einen anderen, besseren Grund, aber bis dahin ist die Geschichte schon halb vorbei und die erste Hälfte lang hat sie aus einem total nichtigen Grund mitgespielt.
Die Idee von dem Spiel Panic fand ich anfangs auch ganz gut und interessant. Am Anfang waren die Aufgaben, die die Mitspieler erfüllen mussten noch im legalen Bereich, aber schon die zweite oder dritte Aufgabe verstieß nicht nur gegen das Gesetz, sondern war noch dazu auch unglaublich gefährlich. Die Jugendlichen machen sich strafbar und setzen ihr Leben aufs Spiel wegen ein bisschen Nervenkitzel und jeder Menge Geld. Ähm, ja, dass ich das nicht gut finde, muss ich wohl nicht nochmal extra erwähnen, denke ich.
Die Geschichte wird aus zwei Sichten erzählt, man bekommt sowohl in Heather, als auch in Dodge Einblick. Ich liebe Geschichten mit mehr als einer Perspektive, aber da hängt auch eine gewisse Erwartung dran. In so einer Situation erwarte ich einfach, dass die Liebesgeschichte sich auch zwischen den beiden abspielt. Stattdessen gab es zwei davon und nicht eine zwischen den beiden Protagonisten. Zwischen Heather und ihrem besten Freund Bishop herrscht eine Verbindung und Dodge kommt mit Nat, Heathers bester Freundin zusammen. So weit, so gut. Das nervige daran? Weder Bishop, noch Nat mochte ich. Alle beide waren mir sehr unsympathisch und da in beiden Erzählsträngen mindestens einer von ihnen eine Rolle spielen tauchten sie immer wieder auf.
Am meisten genervt hat mich aber, was das Spiel mit den Jugendlichen gemacht hat. Lügen und betrügen ist da noch das harmloseste. Es ging sogar soweit, dass versucht wurde, andere Jugendliche wegen des Spiels umzubringen. Das geht zu weit, finde ich. Kein Geld und kein Spiel ist sowas wert. Aber diese Intrigen ziehen sich durch das komplette Buch und bilden einen weiteren Grund für mich, es nicht zu mögen. Insgesamt blieb dann nicht mehr viel übrig, was ich mögen konnte.
Über die Autorin:
Die US-amerikanische Autorin Lauren Oliver studierte an der New York University Philosophie und Literatur und arbeitete anschließend kurze Zeit in einem New Yorker Verlag, bevor sie sich ausschließlich auf das Schreiben konzentrierte. Im September 2010 erschien ihr Debütroman »Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie« (Originaltitel »Before I Fall«). Im November 2011 erschien ihr zweites Buch »Delirium« ebenfalls im Carlsen Verlag, das gleichzeitig der Auftakt zur »Amor-Trilogie« war. Band 2 aus dieser Reihe erschien 2012 unter dem Titel "Pandemonium", der dritte und letzte Band "Requiem" Anfang des Jahres 2014. Die Autorin lebt heute in Brooklyn, New York.
Fazit
Man kann es sehen, wie man will, aber die Idee, die doch so gut schien, hat mir in der Umsetzung nicht gefallen. Gemischt mit ein paar nervigen Charakteren, akzeptablen Protagonisten und jeder Menge enttäuschter Erwartungen ist „Panic“ ein weiteres Buch von Lauren Oliver, dass mich zu sehr nervt, um mir zu gefallen. Sie kann es doch, wieso schreibt sie dann nicht mal wieder etwas Besseres?
Schon wieder ein Buch, dass meine Erwartungen nicht erfüllen konnte und mich enttäuscht hat. Ich habe es als Hörbuch gehört und das ist vermutlich der einzige Grund, wieso ich bis zum Ende durchgehalten habe. Es gab bisher erst zwei paar Bücher der Autorin, die ich wirklich mochte und ich hege immernoch die Hoffnung, dass Delirium und Pandemonium nicht alleine bleiben und es irgendwann wieder ein Lauren Oliver-Buch geben wird, das ich mag.
Am Anfang schienen Heather und Dodge, die beiden Protagonisten, ganz sympathisch. Sie waren auch später gar nicht so schlecht, aber irgendwann haben sie mich nur noch gelangweilt. Beide ihre Gründe, an Panic teilzunehmen fand ich total albern. Liebeskummer und Angstfreiheit? Meinetwegen können sie beides sein, aber das sind sehr schwache Gründe. Später hat Heather noch einen anderen, besseren Grund, aber bis dahin ist die Geschichte schon halb vorbei und die erste Hälfte lang hat sie aus einem total nichtigen Grund mitgespielt.
Die Idee von dem Spiel Panic fand ich anfangs auch ganz gut und interessant. Am Anfang waren die Aufgaben, die die Mitspieler erfüllen mussten noch im legalen Bereich, aber schon die zweite oder dritte Aufgabe verstieß nicht nur gegen das Gesetz, sondern war noch dazu auch unglaublich gefährlich. Die Jugendlichen machen sich strafbar und setzen ihr Leben aufs Spiel wegen ein bisschen Nervenkitzel und jeder Menge Geld. Ähm, ja, dass ich das nicht gut finde, muss ich wohl nicht nochmal extra erwähnen, denke ich.
Die Geschichte wird aus zwei Sichten erzählt, man bekommt sowohl in Heather, als auch in Dodge Einblick. Ich liebe Geschichten mit mehr als einer Perspektive, aber da hängt auch eine gewisse Erwartung dran. In so einer Situation erwarte ich einfach, dass die Liebesgeschichte sich auch zwischen den beiden abspielt. Stattdessen gab es zwei davon und nicht eine zwischen den beiden Protagonisten. Zwischen Heather und ihrem besten Freund Bishop herrscht eine Verbindung und Dodge kommt mit Nat, Heathers bester Freundin zusammen. So weit, so gut. Das nervige daran? Weder Bishop, noch Nat mochte ich. Alle beide waren mir sehr unsympathisch und da in beiden Erzählsträngen mindestens einer von ihnen eine Rolle spielen tauchten sie immer wieder auf.
Am meisten genervt hat mich aber, was das Spiel mit den Jugendlichen gemacht hat. Lügen und betrügen ist da noch das harmloseste. Es ging sogar soweit, dass versucht wurde, andere Jugendliche wegen des Spiels umzubringen. Das geht zu weit, finde ich. Kein Geld und kein Spiel ist sowas wert. Aber diese Intrigen ziehen sich durch das komplette Buch und bilden einen weiteren Grund für mich, es nicht zu mögen. Insgesamt blieb dann nicht mehr viel übrig, was ich mögen konnte.
Über die Autorin:
Die US-amerikanische Autorin Lauren Oliver studierte an der New York University Philosophie und Literatur und arbeitete anschließend kurze Zeit in einem New Yorker Verlag, bevor sie sich ausschließlich auf das Schreiben konzentrierte. Im September 2010 erschien ihr Debütroman »Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie« (Originaltitel »Before I Fall«). Im November 2011 erschien ihr zweites Buch »Delirium« ebenfalls im Carlsen Verlag, das gleichzeitig der Auftakt zur »Amor-Trilogie« war. Band 2 aus dieser Reihe erschien 2012 unter dem Titel "Pandemonium", der dritte und letzte Band "Requiem" Anfang des Jahres 2014. Die Autorin lebt heute in Brooklyn, New York.
Fazit
Man kann es sehen, wie man will, aber die Idee, die doch so gut schien, hat mir in der Umsetzung nicht gefallen. Gemischt mit ein paar nervigen Charakteren, akzeptablen Protagonisten und jeder Menge enttäuschter Erwartungen ist „Panic“ ein weiteres Buch von Lauren Oliver, dass mich zu sehr nervt, um mir zu gefallen. Sie kann es doch, wieso schreibt sie dann nicht mal wieder etwas Besseres?
June 14, 2021
Nachdem ich dieses Buch bestimmt schon dreimal begonnen und nie beendet habe, hat mich der Start der Serie nun endlich genügend motiviert, um das Buch zu beenden.
Ich kann auch gar nicht sagen, warum ich mich so gequält habe, da das Buch wirklich nicht schlecht war. Die Handlung war spannend, die Charaktere gut geschrieben und auch sonst fällt mir nichts negatives ein. Es hat mich nur einfach nicht gefesselt. Ich hatte keine Lust das Buch zu lesen und habe es einfach hinter mich bringen wollen.
Naja…
Ich kann auch gar nicht sagen, warum ich mich so gequält habe, da das Buch wirklich nicht schlecht war. Die Handlung war spannend, die Charaktere gut geschrieben und auch sonst fällt mir nichts negatives ein. Es hat mich nur einfach nicht gefesselt. Ich hatte keine Lust das Buch zu lesen und habe es einfach hinter mich bringen wollen.
Naja…
June 13, 2014
Gute 3,5 Sterne vergebe ich dem Buch. Meine Erwartungen waren nicht sehr hoch, da die bisherigen Bewertungen nicht wirklich gut waren. Aber widererwartend hat mich Frau Oliver doch überrascht und das Buch ließ sich flüssig lesen.
January 27, 2019
Ich bin wahrscheinlich mit 27 nicht die richtige Zielgruppe für das Buch gewesen :/
March 11, 2013
3.5
Ich mag Lauren Oliver unheimlich gern. Sie als Person, ihren Schreibstil und die meisten ihrer bisherigen Bücher (Requiem war ja nicht so der Knüller). Von daher ist es nicht verwunderlich, dass Panic mir auch gefallen hat, aber ich musste leider bemerken, dass dem neusten Werk der Autorin eine gewisse Tiefe fehlt.
Panic kratzt an der Oberfläche. Es erzählt eine mitreißende Geschichte und obwohl mir die Hauptfiguren sympathisch waren, sind sie mir durch den Schreibstil ein wenig fern geblieben. Außerdem läuft am Ende alles zu schnell und einfach ab. Die Wendungen sind nicht schlecht, aber durchaus voraussehbar. Wäre alles nicht so schlimm, wenn das Buch zwischen den Zeilen mehr bieten würde. Am Ende gibt es nur ein paar metaphorische “ohne Licht keine Schatten” Worte. Das ist echt ausgelutscht und ich weiß, dass Lauren Oliver es besser kann. Ich frage mich, was bei diesem Buch passiert ist. Wollte sie es mal anders machen? Ist sie ausgelaugt vom vielen Schreiben? Stand sie unter Zeitdruck?
Nichtsdestotrotz, wenn man die Vergleiche bleiben lässt, hat man mit Panic ein spannendes Buch vor sich, von dem man mehr Unterhaltung als tiefgründige Botschaften erwarten sollte. Was nicht heißt, dass das Verhalten der Figuren nicht zum Nachdenken anregen kann.
Ich mag Lauren Oliver unheimlich gern. Sie als Person, ihren Schreibstil und die meisten ihrer bisherigen Bücher (Requiem war ja nicht so der Knüller). Von daher ist es nicht verwunderlich, dass Panic mir auch gefallen hat, aber ich musste leider bemerken, dass dem neusten Werk der Autorin eine gewisse Tiefe fehlt.
Panic kratzt an der Oberfläche. Es erzählt eine mitreißende Geschichte und obwohl mir die Hauptfiguren sympathisch waren, sind sie mir durch den Schreibstil ein wenig fern geblieben. Außerdem läuft am Ende alles zu schnell und einfach ab. Die Wendungen sind nicht schlecht, aber durchaus voraussehbar. Wäre alles nicht so schlimm, wenn das Buch zwischen den Zeilen mehr bieten würde. Am Ende gibt es nur ein paar metaphorische “ohne Licht keine Schatten” Worte. Das ist echt ausgelutscht und ich weiß, dass Lauren Oliver es besser kann. Ich frage mich, was bei diesem Buch passiert ist. Wollte sie es mal anders machen? Ist sie ausgelaugt vom vielen Schreiben? Stand sie unter Zeitdruck?
Nichtsdestotrotz, wenn man die Vergleiche bleiben lässt, hat man mit Panic ein spannendes Buch vor sich, von dem man mehr Unterhaltung als tiefgründige Botschaften erwarten sollte. Was nicht heißt, dass das Verhalten der Figuren nicht zum Nachdenken anregen kann.
January 6, 2021
Eine Kleinstadt, in der im Sommer nichts passiert, eine Gruppe Jugendlicher, die glauben, sich mit einem Haufen Geld eine bessere Zukunft kaufen zu können und ein Spiel, bei dem man nicht weiß, ob man es überlebt. Das ist Panic.
Generell fand ich die Idee des Buches ganz gelungen. Allerdings fiel mir schon auf den ersten Seiten auf, wie unrealistisch die Spielbedingungen sind. Alle Schüler der Highschool werden gezwungen, 1 Dollar pro Schultag an die Spielmacher abzutreten, damit aus dem eingenommenen Geld ein Jackpot entsteht, um den die Panic-Spieler zocken. Dass man diesen Betrag von teilweise sehr armen Schülern einfordert und alle da mitmachen, das ist etwas, was ich mir einfach nicht vorstellen kann.
Das Spiel selbst hatte ich mir etwas anders vorgestellt. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass die Aufgaben wirklich so lebensbedrohlich sind und den Leuten einfach egal ist, wenn dabei jemand stirbt.
Trotzdem ließ sich das Buch echt ziemlich gut lesen, denn die Autorin hat einen sehr flüssigen Schreibstil.
Und auch die beiden Figuren, Heather und Didge, aus deren Sicht abwechselnd erzählt wird, waren sympathisch. Jeder von ihnen hatte seine ganz eigenen Beweggründe, bei Panic sein Leben aufs Spiel zu setzen und diese waren auch nachvollziehbar.
Dodge ist getrieben von Rache, während Heather einfach nur ein besseres Leben für sich und ihre kleine Schwester will. Ich mochte sie beide, gerade, weil es auch nicht auf die obligatorische Lovestory zwischen den beiden hinausläuft, die ich erwartet hätte.
Aber natürlich gibt es rund um das Spiel trotzdem noch viel Herzschmerz, Freundschaft und Familiendrama.
Ich hätte mir das Spiel irgendwie realistischer gewünscht, aber auch so fand ich es ganz unterhaltsam. Aber ich weiß nicht, ob es ein Buch ist, das mir lange im Gedächtnis bleiben wird.
Generell fand ich die Idee des Buches ganz gelungen. Allerdings fiel mir schon auf den ersten Seiten auf, wie unrealistisch die Spielbedingungen sind. Alle Schüler der Highschool werden gezwungen, 1 Dollar pro Schultag an die Spielmacher abzutreten, damit aus dem eingenommenen Geld ein Jackpot entsteht, um den die Panic-Spieler zocken. Dass man diesen Betrag von teilweise sehr armen Schülern einfordert und alle da mitmachen, das ist etwas, was ich mir einfach nicht vorstellen kann.
Das Spiel selbst hatte ich mir etwas anders vorgestellt. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass die Aufgaben wirklich so lebensbedrohlich sind und den Leuten einfach egal ist, wenn dabei jemand stirbt.
Trotzdem ließ sich das Buch echt ziemlich gut lesen, denn die Autorin hat einen sehr flüssigen Schreibstil.
Und auch die beiden Figuren, Heather und Didge, aus deren Sicht abwechselnd erzählt wird, waren sympathisch. Jeder von ihnen hatte seine ganz eigenen Beweggründe, bei Panic sein Leben aufs Spiel zu setzen und diese waren auch nachvollziehbar.
Dodge ist getrieben von Rache, während Heather einfach nur ein besseres Leben für sich und ihre kleine Schwester will. Ich mochte sie beide, gerade, weil es auch nicht auf die obligatorische Lovestory zwischen den beiden hinausläuft, die ich erwartet hätte.
Aber natürlich gibt es rund um das Spiel trotzdem noch viel Herzschmerz, Freundschaft und Familiendrama.
Ich hätte mir das Spiel irgendwie realistischer gewünscht, aber auch so fand ich es ganz unterhaltsam. Aber ich weiß nicht, ob es ein Buch ist, das mir lange im Gedächtnis bleiben wird.
November 18, 2014
Der erste Satz:
Das Wasser war so kalt, das es Heather den Atem raubte, als sie sich zwischen den Jugendlichen hindurchdrängte die den Strand bevölkerten und im seichten Wasser standen, jubelnd Handtücher und selbst gebastelte Schilder schwenkten und die übrigen Springer anfeuerten.
Meine Meinung:
Inhalt
Heather wird plötzlich von ihrem Freund verlassen und fühlt sich innerlich so zerrissen, dass sie doch an "Panic" teilnehmen möchte und das, obwohl sie bislang gar nicht viel von diesem Spiel gehalten hat. Auch ihre häusliche Situation trägt dazu bei, dass sie den ersten Preis, nämlich jede Menge Geld, unbedingt bekommen möchte.
Unterstützt wird sie von ihrer besten Freundin Nat und Dodge, den sie eigentlich nie richtig wahr genommen hat. Ihr bester Freund Bishop ist nicht sehr begeistert darüber, dass sich seine Freundin "in die Schlacht" wagt und doch steht er ihr, wie immer zur Seite.
Aber das war noch etwas, was man bei Panic lernte: Andere Menschen überraschten einen. Sie hauten einen um. Das war eigentlich das Einzige, worauf man zählen konnte.
Zitat aus "Panic"
Cover
Auf den ersten Blick habe ich den Mädchenkopf auf dem Cover gar nicht gesehen. Erst als das Licht anders fiel, bemerkte ich ihn im Hintergrund der Klippe. Genau so habe ich mir Heather vorgestellt. Sie schaut sich die Klippe an, wo sich die Springer bereit machen für das erste Spiel von "Panic": Wer dort hinunter springt, ist dabei. Auch die Farben passen sehr gut zum Inhalt des Buches, denn die Geschichte ist oft sehr düster und regt einen zum Nachdenken an.
"Was ich sagen will, wenn man jemanden liebt, wenn man jemand gern hat, muss man das in guten wie in schlechten Zeiten tun. Nicht nur, wenn man glücklich ist und alles gut läuft. Verstehst du?"
Zitat aus "Panic"
Gesamt
Heather hat es absolut nicht leicht. Nicht nur, dass sie in einem Wohnwagen mit ihrer alkoholkranken Mutter leben muss, nein, ihr Freund trennt sich auch noch von ihr. Ich habe in den ersten Seiten absolutes Mitgefühl für die Protagonistin empfunden und konnte es kaum erwarten zu sehen, wie sie sich im Laufe der Geschichte entwickeln würde. Kann sie ihren Schmerz heilen und irgendwann unbeschwert durchs Leben gehen?
Die Reise, die Heather zusammen mit ihrer besten Freundin Nat und ihrem besten Freund Bishop antritt, ist jedenfalls nichts für schwache Nerven. "Panic" ist nichts für schwache Nerven, aber deswegen ist das Preisgeld ja auch so unglaublich hoch. Was sich damit alles anstellen lässt, ist Heather sehr bewusst und deswegen entschließt sie sich, nachdem Matt sie verlassen hat, doch an diesem Spiel teilzunehmen und das, obwohl sie bislang nicht viel davon gehalten hat. Wäre der Auslöser das Preisgeld gewesen und die Dinge, die sich im Laufe der Geschichte noch ereignen, die Heather am Anfang aber noch nicht wissen kann, wäre es für mich nachvollziehbar gewesen, warum sie sich letztendlich doch noch dazu entschließt von der Klippe zu springen und somit Teil des Spiels zu werden. So hingegen konnte ich ihren Entschluss absolut nicht verstehen. Matt macht mir ihr Schluss und dann begibt sie sich eben in diese gefährliche Höhe, um sich Panic anzuschließen?! Doch das ist nicht die einzige Reaktion, die mir an Heather missfiel. Ständig tat sie Dinge, die für mich ein bisschen an den Haaren herbei gezogen waren und die die Protagonistin für mich leider ein bisschen nervig gemacht hat. Eine Identifikation zu ihrer Person fand zu keiner Zeit statt. Eher konnte ich mich noch mit Bishop anfreunden, weil er ein so herzlicher und authentischer Charakter ist.
Dodge´ Grund, sich dem Spiel anzuschließen, war für mich jedoch zu 100% verständlich. Je mehr man über ihn und über sein soziales Umfeld erfährt, desto mehr bringt man Verständnis und Sympathie für ihn auf. Was ein Jahr zuvor bei "Panic" geschehen ist, hat ihn sehr getroffen und das, obwohl er selbst gar nicht am Spiel beteiligt war.
Die Schreibweise von Lauren Oliver ist, wie auch schon in anderen Romanen, sehr flüssig und auch bildlich. Sie schreibt ihre Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Heather und Dodge, womit der Leser einen Eindruck von den beiden Lebensweisen und auch von deren sozialen Umfeld bekommt. Manchmal hat sie mir sogar ein bisschen zu bildlich gesprochen, was bedeutet, dass einzelne Umgebungen bis ins kleinste Detail beschrieben wurden. Mir persönlich gefällt es jedoch besser, wenn einem noch ein bisschen Spielraum für die eigene Fantasie gelassen wird.
Dadurch geht auch der Spannungsbogen in "Panic" ständig rauf und runter. War ich gerade noch total gefesselt von der jetzigen Situation in der sich Heather befand, wurde durch explizite Umgebungsbeschreibungen dieses wieder nach unten gezogen. Weniger ist manchmal mehr, finde ich. Leider passiert auf vielen Seiten auch nichts wirklich Wichtiges, was der Geschichte irgendwie zugute kommt, oder deren Verlauf voran bringt. Es dümpelt so vor sich hin, bevor Lauren Oliver wieder eine Überraschung aus dem Ärmel zaubert und so die Story erneut an Tempo zunimmt.
In "Panic" geht es nicht nur um das Spiel an sich. Die Autorin spricht auch Themen an, die an Aktualität niemals verlieren. So beschreibt sie eine sich neue entfachende Liebesbeziehung. Was Freundschaften wert sind, wie wichtig die eigene Familie für einen ist und sein sollte. Aber auch das Thema Drogen, Hass, Wut, Angst, Verzweiflung und Gewalt findet einen Platz in "Panic".
Manche "Spiele" empfand ich als äußerst hart, doch es passte meiner Meinung nach richtig gut in die Geschichte.
Besonders gut hat mir gefallen, welche überraschenden Wendungen das Buch ab und an zu bieten hat. Und auch war ich hoch erfreut über die Entwicklung der einzelnen Charaktere, allen voran Heather. Zwar fand ich eine Sache ziemlich vorhersehbar, sie hat mir aber dennoch nicht den Spaß an der Geschichte genommen.
Ich habe mich, mit ein paar Abstrichen, gut unterhalten gefühlt.
Fazit:
Positiv
Das Cover ist so liebevoll gestaltet und passt hervorragend zum Inhalt der Geschichte.
Lauren Oliver schreibt, wie immer, sehr bildlich und machte mich zu einem Teil ihrer Geschichte.
Aktuelle und auch ernste Themen kommen in diesem Roman ebenso vor, wie die erste Liebe, Freundschaft und alles was damit zusammen hängt.
Bishop ist großartig! Ich wünsche jedem so einen guten Freund, wie er es zweifellos ist.
Überraschende Wendungen knipsten die manchmal fehlende Spannung wieder an.
Negativ
Heather war mir leider nicht wirklich nah.
Viele Dinge wurden, meiner Meinung nach, zu detailliert beschrieben.
Spannung und langweiligen Stellen wechseln sich ab.
Manches ist ziemlich vorhersehbar.
Auktoriale Erzählweise.
© www.mybooksparadise.de
Das Wasser war so kalt, das es Heather den Atem raubte, als sie sich zwischen den Jugendlichen hindurchdrängte die den Strand bevölkerten und im seichten Wasser standen, jubelnd Handtücher und selbst gebastelte Schilder schwenkten und die übrigen Springer anfeuerten.
Meine Meinung:
Inhalt
Heather wird plötzlich von ihrem Freund verlassen und fühlt sich innerlich so zerrissen, dass sie doch an "Panic" teilnehmen möchte und das, obwohl sie bislang gar nicht viel von diesem Spiel gehalten hat. Auch ihre häusliche Situation trägt dazu bei, dass sie den ersten Preis, nämlich jede Menge Geld, unbedingt bekommen möchte.
Unterstützt wird sie von ihrer besten Freundin Nat und Dodge, den sie eigentlich nie richtig wahr genommen hat. Ihr bester Freund Bishop ist nicht sehr begeistert darüber, dass sich seine Freundin "in die Schlacht" wagt und doch steht er ihr, wie immer zur Seite.
Aber das war noch etwas, was man bei Panic lernte: Andere Menschen überraschten einen. Sie hauten einen um. Das war eigentlich das Einzige, worauf man zählen konnte.
Zitat aus "Panic"
Cover
Auf den ersten Blick habe ich den Mädchenkopf auf dem Cover gar nicht gesehen. Erst als das Licht anders fiel, bemerkte ich ihn im Hintergrund der Klippe. Genau so habe ich mir Heather vorgestellt. Sie schaut sich die Klippe an, wo sich die Springer bereit machen für das erste Spiel von "Panic": Wer dort hinunter springt, ist dabei. Auch die Farben passen sehr gut zum Inhalt des Buches, denn die Geschichte ist oft sehr düster und regt einen zum Nachdenken an.
"Was ich sagen will, wenn man jemanden liebt, wenn man jemand gern hat, muss man das in guten wie in schlechten Zeiten tun. Nicht nur, wenn man glücklich ist und alles gut läuft. Verstehst du?"
Zitat aus "Panic"
Gesamt
Heather hat es absolut nicht leicht. Nicht nur, dass sie in einem Wohnwagen mit ihrer alkoholkranken Mutter leben muss, nein, ihr Freund trennt sich auch noch von ihr. Ich habe in den ersten Seiten absolutes Mitgefühl für die Protagonistin empfunden und konnte es kaum erwarten zu sehen, wie sie sich im Laufe der Geschichte entwickeln würde. Kann sie ihren Schmerz heilen und irgendwann unbeschwert durchs Leben gehen?
Die Reise, die Heather zusammen mit ihrer besten Freundin Nat und ihrem besten Freund Bishop antritt, ist jedenfalls nichts für schwache Nerven. "Panic" ist nichts für schwache Nerven, aber deswegen ist das Preisgeld ja auch so unglaublich hoch. Was sich damit alles anstellen lässt, ist Heather sehr bewusst und deswegen entschließt sie sich, nachdem Matt sie verlassen hat, doch an diesem Spiel teilzunehmen und das, obwohl sie bislang nicht viel davon gehalten hat. Wäre der Auslöser das Preisgeld gewesen und die Dinge, die sich im Laufe der Geschichte noch ereignen, die Heather am Anfang aber noch nicht wissen kann, wäre es für mich nachvollziehbar gewesen, warum sie sich letztendlich doch noch dazu entschließt von der Klippe zu springen und somit Teil des Spiels zu werden. So hingegen konnte ich ihren Entschluss absolut nicht verstehen. Matt macht mir ihr Schluss und dann begibt sie sich eben in diese gefährliche Höhe, um sich Panic anzuschließen?! Doch das ist nicht die einzige Reaktion, die mir an Heather missfiel. Ständig tat sie Dinge, die für mich ein bisschen an den Haaren herbei gezogen waren und die die Protagonistin für mich leider ein bisschen nervig gemacht hat. Eine Identifikation zu ihrer Person fand zu keiner Zeit statt. Eher konnte ich mich noch mit Bishop anfreunden, weil er ein so herzlicher und authentischer Charakter ist.
Dodge´ Grund, sich dem Spiel anzuschließen, war für mich jedoch zu 100% verständlich. Je mehr man über ihn und über sein soziales Umfeld erfährt, desto mehr bringt man Verständnis und Sympathie für ihn auf. Was ein Jahr zuvor bei "Panic" geschehen ist, hat ihn sehr getroffen und das, obwohl er selbst gar nicht am Spiel beteiligt war.
Die Schreibweise von Lauren Oliver ist, wie auch schon in anderen Romanen, sehr flüssig und auch bildlich. Sie schreibt ihre Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Heather und Dodge, womit der Leser einen Eindruck von den beiden Lebensweisen und auch von deren sozialen Umfeld bekommt. Manchmal hat sie mir sogar ein bisschen zu bildlich gesprochen, was bedeutet, dass einzelne Umgebungen bis ins kleinste Detail beschrieben wurden. Mir persönlich gefällt es jedoch besser, wenn einem noch ein bisschen Spielraum für die eigene Fantasie gelassen wird.
Dadurch geht auch der Spannungsbogen in "Panic" ständig rauf und runter. War ich gerade noch total gefesselt von der jetzigen Situation in der sich Heather befand, wurde durch explizite Umgebungsbeschreibungen dieses wieder nach unten gezogen. Weniger ist manchmal mehr, finde ich. Leider passiert auf vielen Seiten auch nichts wirklich Wichtiges, was der Geschichte irgendwie zugute kommt, oder deren Verlauf voran bringt. Es dümpelt so vor sich hin, bevor Lauren Oliver wieder eine Überraschung aus dem Ärmel zaubert und so die Story erneut an Tempo zunimmt.
In "Panic" geht es nicht nur um das Spiel an sich. Die Autorin spricht auch Themen an, die an Aktualität niemals verlieren. So beschreibt sie eine sich neue entfachende Liebesbeziehung. Was Freundschaften wert sind, wie wichtig die eigene Familie für einen ist und sein sollte. Aber auch das Thema Drogen, Hass, Wut, Angst, Verzweiflung und Gewalt findet einen Platz in "Panic".
Manche "Spiele" empfand ich als äußerst hart, doch es passte meiner Meinung nach richtig gut in die Geschichte.
Besonders gut hat mir gefallen, welche überraschenden Wendungen das Buch ab und an zu bieten hat. Und auch war ich hoch erfreut über die Entwicklung der einzelnen Charaktere, allen voran Heather. Zwar fand ich eine Sache ziemlich vorhersehbar, sie hat mir aber dennoch nicht den Spaß an der Geschichte genommen.
Ich habe mich, mit ein paar Abstrichen, gut unterhalten gefühlt.
Fazit:
Positiv
Das Cover ist so liebevoll gestaltet und passt hervorragend zum Inhalt der Geschichte.
Lauren Oliver schreibt, wie immer, sehr bildlich und machte mich zu einem Teil ihrer Geschichte.
Aktuelle und auch ernste Themen kommen in diesem Roman ebenso vor, wie die erste Liebe, Freundschaft und alles was damit zusammen hängt.
Bishop ist großartig! Ich wünsche jedem so einen guten Freund, wie er es zweifellos ist.
Überraschende Wendungen knipsten die manchmal fehlende Spannung wieder an.
Negativ
Heather war mir leider nicht wirklich nah.
Viele Dinge wurden, meiner Meinung nach, zu detailliert beschrieben.
Spannung und langweiligen Stellen wechseln sich ab.
Manches ist ziemlich vorhersehbar.
Auktoriale Erzählweise.
© www.mybooksparadise.de
Read
December 31, 2014Der zähe Anfang…
Das Buch hat einen schweren Start, wie ich finde. Die ersten fünfzig Seiten waren sehr unklar und diffus, man spart hier zu lange mit langen Erklärungen, was auf mich als Leser sehr frustrierend und einschläfernd gewirkt hat. Erst ab Seite 200 hat es mich richtig gefesselt und mitreißen können, bis dahin war es doch eher ein Lesekampf.
Gehasstliebte Charaktere…
Die Charaktere in diesem Buch sind nicht sehr einfach – und das ist bewusst gewählt. Jeder von ihnen hat seine dunklen Seiten & neigt damit dazu, anderen auf die Füße zu treten. Das alleine ist aber nicht nur schlecht. Zwar hat man so einen schweren Start mit den Charakteren, aber sie sind sehr realistisch aufgebaut & man lernt sie zu mögen; zumindest in manchen Momenten. Allerdings kann ich in diesem Buch kaum sagen, dass die Charaktere eine großartige Entwicklung gemacht hätten. Ich schätze Heather hat sich am meisten gesteigert und viel an sich gearbeitet, während Dodge fast bis zum Ende hin auf seine Rache versessen war – umso unlogischer wirkte das Ende, aber dazu mehr. Bishop, den ich anfangs als einzigen restlos lieben konnte, verlor gegen Ende etwas an Glanz. Allerdings zeigte er mehr Mut als so manch ein Panic-Teilnehmer, von daher kann man ihm ‚fast‘ vergeben. Mit Nat werde ich wohl nie warm werden, aber sie war gegen Ende hin deutlich sympathischer & ich denke auch sie hat eine großartige Charakterentwicklung gezeigt. Anfangs hatte sie mich ja vor allem wegen ihrer ‚Ängste‘ genervt, die in meinen Augen nur Getue waren, damit die anderen die Drecksarbeit machen.
Ich habe allerdings zu keinem der Hauptpersonen wirklich einen Draht finden können. Ich fand sie manchmal sehr angenehm und häufig eher anstrengend. Ich muss ihnen allerdings zugute halten, dass alle bis auf Nat sehr realistisch und differenziert agierten. Jeder hatte seine eigenen Motive & Handlungen, kein Einheitsbrei.
Panic…
Das Spiel ‚Panic‘, das jede Abschlussklasse in Carp spielt, ist Dreh- und Angelpunkt des Buches. Und ich fand das Spiel zwischenzeitlich ganz interessant, aber je näher es sich dem Ende neigte, hat mich dieses Spiel nur noch mehr aufgeregt. Vermutlich sollte ich High School Abgänger nicht so viel Intelligenz zumuten, aber das Spiel ist SO ein Blödsinn. Es geht prinzipiell darum, Mutproben zu meistern, die den Teilnehmern gestellt werden. Nur leider haben diese gar nichts mit Mut zu tun und gerade gegen Ende waren es richtig abgefuckte Glücksspiele, die da abgezogen wurden. Theoretisch hätte es mehr Verletzte/mindestens noch 1 Toten geben müssen. Irgendwie wurde mir die Gefahr durch dieses Spiel nicht deutlich genug gezeigt & das Ende war dann leider viel zu Happy-Ending, als dass es Lesern bewusst macht, wie gefährlich derlei Aktionen sind. Noch dazu brachten Aufgaben & Aktionen von Panic oft auch Außenstehende in Gefahr, führten zu Diebstahl etc. Klar, es sind Jugendliche, die sind dumm & unerfahren, die machen sowas. Aber dennoch haben sie dafür nicht genug gesühnt, wie ich finde.
Die Handlung/Spannung…
Sehr schleppend beginnt das Buch, doch es enthält auch einige sehr spannende Szenen, der Handlungsstrang war zumindest ab 200 Seiten nicht langatmig und zielführend. Man hätte natürlich mehr rausholen können, die Prüfungen dramatischer machen können – aber das hätte wohl noch mehr zur Surrealität geführt. Von daher bemängel ich ausschließlich den zähen Anfang, hier kann man schon so einige Leser verlieren.
Das Ende…
Ja… das Ende… Es war ein großes Spektakel mit ein bisschen Märchenzauberei & letzten Endes natürlich das große Happy End. Ich finde, dafür dass Panic Potential dazu hatte, anders zu sein und aufzuwecken, zu belehren und zum nachdenken anzuregen, hat die Autorin das Buch mit dem Ende zu einem typischen Young Adult reduziert. Frei nach dem Motto: Egal wieviel Scheiße man baut, das Happy End gibt es immer.
Kommen wir auf das Rennen zu sprechen, das dramatisch beginnt und katastrophal endet. Heather sitzt Auto, es geht schief. Überall Feuer und Chaos, sie schafft es rechtzeitig aus dem Auto – all das auf gut 3-4 Seiten. Das große ‚Finale‘ umfasst nicht mehr als 3-4 Seiten, das… ist irgendwie recht traurig. Danach endet das letzte Kapitel noch sehr heroisch für Heather Und ich kann nicht betonen, wie unlogisch diese Situation war. Die Situation, in der sie sich befand, war hektisch, sie selbst roch nach Feuer, sie begegnete ihm auf der Straße & nicht in seinem ‚vertrauten‘ Umfeld, die ganze Dynamik war völlig verschoben, Heather dachte sogar noch dass er Angst hatte und TROTZDEM Ganz zu schweigen, dass er zu einer sehr scheuen Art gehört, NIEMALS würde er freiwillig bei einer Szenerie auftauchen, die laut ist, mechanisch und nach Feuer riecht und voller Menschen ist. Unlogisch.
Schnitt. Danach folgt der träumerische Epilog. Alle Charaktere finden ihr Happy End, zumindest wird es schön formuliert. Aber keiner hat wirklich etwas gelernt, zumindest nichts, was Panic betrifft. Jeder hält dieses Spiel immer noch für völlig in Ordnung, sie machen sogar Späße darüber & halten sich für so toll. Dass alles anders hätte enden können, dass mindestens jeder von ihnen hätte draufgehen können, bzw. eine Person eigentlich in den Knast hätte wandern müssen (Wenn auch Jugendknast), nein, das wird völlig umschrieben. Auch Anne’s Problematik mit ihrer Tierfarm wurde völlig verharmlost, eigentlich hätte sie ordentlich dafür blechen müssen, allein schon nachdem 2 sehr gefährliche Tiere ausgebüchst waren. Dodges plötzlicher Wandel vom Rachebesessenen zum netten Schwiegersohn-in-spe… ja sorry, da fehlt mir einfach der Bezug. Nachdem das letzte Kapitel so abrupt endet & paar Monate vergehen, hab ich die ‚neue‘ Situation nicht nachempfinden können. Mir wurde als Leser nicht die Möglichkeit geboten, diese Entwicklung ausreichend zu verstehen. Der Epilog umfasst ja kaum mehr als 2-3 Seiten, soweit ich weiß. Er war mir zu flauschig und unlogisch & hat viel Potential zerstört.
Zwiegespaltenes Fazit…
Das Buch war gegen Ende hin doch sehr gut zu lesen & spannend, der Anfang war zäh und hat mir fast die Lust verdorben. Zu den Charakteren hab ich ein gemischtes Gefühl, das Spiel Panic ist bei mir unten durch. Manches Verhalten fand ich bodenlos & nicht ausreichend genug ‚gebüßt‘. Die Realität wurde häufig zum Teufel geschickt, bzw. die Autorin hat sich nicht ausreichend informiert & ist eher Klischees hinterhergejagt. Das Ende war mir zu cheesy & perfekt.
Viel Potential, zu wenig genutzt.
Das Buch hat einen schweren Start, wie ich finde. Die ersten fünfzig Seiten waren sehr unklar und diffus, man spart hier zu lange mit langen Erklärungen, was auf mich als Leser sehr frustrierend und einschläfernd gewirkt hat. Erst ab Seite 200 hat es mich richtig gefesselt und mitreißen können, bis dahin war es doch eher ein Lesekampf.
Gehasstliebte Charaktere…
Die Charaktere in diesem Buch sind nicht sehr einfach – und das ist bewusst gewählt. Jeder von ihnen hat seine dunklen Seiten & neigt damit dazu, anderen auf die Füße zu treten. Das alleine ist aber nicht nur schlecht. Zwar hat man so einen schweren Start mit den Charakteren, aber sie sind sehr realistisch aufgebaut & man lernt sie zu mögen; zumindest in manchen Momenten. Allerdings kann ich in diesem Buch kaum sagen, dass die Charaktere eine großartige Entwicklung gemacht hätten. Ich schätze Heather hat sich am meisten gesteigert und viel an sich gearbeitet, während Dodge fast bis zum Ende hin auf seine Rache versessen war – umso unlogischer wirkte das Ende, aber dazu mehr. Bishop, den ich anfangs als einzigen restlos lieben konnte, verlor gegen Ende etwas an Glanz. Allerdings zeigte er mehr Mut als so manch ein Panic-Teilnehmer, von daher kann man ihm ‚fast‘ vergeben. Mit Nat werde ich wohl nie warm werden, aber sie war gegen Ende hin deutlich sympathischer & ich denke auch sie hat eine großartige Charakterentwicklung gezeigt. Anfangs hatte sie mich ja vor allem wegen ihrer ‚Ängste‘ genervt, die in meinen Augen nur Getue waren, damit die anderen die Drecksarbeit machen.
Ich habe allerdings zu keinem der Hauptpersonen wirklich einen Draht finden können. Ich fand sie manchmal sehr angenehm und häufig eher anstrengend. Ich muss ihnen allerdings zugute halten, dass alle bis auf Nat sehr realistisch und differenziert agierten. Jeder hatte seine eigenen Motive & Handlungen, kein Einheitsbrei.
Panic…
Das Spiel ‚Panic‘, das jede Abschlussklasse in Carp spielt, ist Dreh- und Angelpunkt des Buches. Und ich fand das Spiel zwischenzeitlich ganz interessant, aber je näher es sich dem Ende neigte, hat mich dieses Spiel nur noch mehr aufgeregt. Vermutlich sollte ich High School Abgänger nicht so viel Intelligenz zumuten, aber das Spiel ist SO ein Blödsinn. Es geht prinzipiell darum, Mutproben zu meistern, die den Teilnehmern gestellt werden. Nur leider haben diese gar nichts mit Mut zu tun und gerade gegen Ende waren es richtig abgefuckte Glücksspiele, die da abgezogen wurden. Theoretisch hätte es mehr Verletzte/mindestens noch 1 Toten geben müssen. Irgendwie wurde mir die Gefahr durch dieses Spiel nicht deutlich genug gezeigt & das Ende war dann leider viel zu Happy-Ending, als dass es Lesern bewusst macht, wie gefährlich derlei Aktionen sind. Noch dazu brachten Aufgaben & Aktionen von Panic oft auch Außenstehende in Gefahr, führten zu Diebstahl etc. Klar, es sind Jugendliche, die sind dumm & unerfahren, die machen sowas. Aber dennoch haben sie dafür nicht genug gesühnt, wie ich finde.
Die Handlung/Spannung…
Sehr schleppend beginnt das Buch, doch es enthält auch einige sehr spannende Szenen, der Handlungsstrang war zumindest ab 200 Seiten nicht langatmig und zielführend. Man hätte natürlich mehr rausholen können, die Prüfungen dramatischer machen können – aber das hätte wohl noch mehr zur Surrealität geführt. Von daher bemängel ich ausschließlich den zähen Anfang, hier kann man schon so einige Leser verlieren.
Das Ende…
Ja… das Ende… Es war ein großes Spektakel mit ein bisschen Märchenzauberei & letzten Endes natürlich das große Happy End. Ich finde, dafür dass Panic Potential dazu hatte, anders zu sein und aufzuwecken, zu belehren und zum nachdenken anzuregen, hat die Autorin das Buch mit dem Ende zu einem typischen Young Adult reduziert. Frei nach dem Motto: Egal wieviel Scheiße man baut, das Happy End gibt es immer.
Kommen wir auf das Rennen zu sprechen, das dramatisch beginnt und katastrophal endet. Heather sitzt Auto, es geht schief. Überall Feuer und Chaos, sie schafft es rechtzeitig aus dem Auto – all das auf gut 3-4 Seiten. Das große ‚Finale‘ umfasst nicht mehr als 3-4 Seiten, das… ist irgendwie recht traurig. Danach endet das letzte Kapitel noch sehr heroisch für Heather Und ich kann nicht betonen, wie unlogisch diese Situation war. Die Situation, in der sie sich befand, war hektisch, sie selbst roch nach Feuer, sie begegnete ihm auf der Straße & nicht in seinem ‚vertrauten‘ Umfeld, die ganze Dynamik war völlig verschoben, Heather dachte sogar noch dass er Angst hatte und TROTZDEM Ganz zu schweigen, dass er zu einer sehr scheuen Art gehört, NIEMALS würde er freiwillig bei einer Szenerie auftauchen, die laut ist, mechanisch und nach Feuer riecht und voller Menschen ist. Unlogisch.
Schnitt. Danach folgt der träumerische Epilog. Alle Charaktere finden ihr Happy End, zumindest wird es schön formuliert. Aber keiner hat wirklich etwas gelernt, zumindest nichts, was Panic betrifft. Jeder hält dieses Spiel immer noch für völlig in Ordnung, sie machen sogar Späße darüber & halten sich für so toll. Dass alles anders hätte enden können, dass mindestens jeder von ihnen hätte draufgehen können, bzw. eine Person eigentlich in den Knast hätte wandern müssen (Wenn auch Jugendknast), nein, das wird völlig umschrieben. Auch Anne’s Problematik mit ihrer Tierfarm wurde völlig verharmlost, eigentlich hätte sie ordentlich dafür blechen müssen, allein schon nachdem 2 sehr gefährliche Tiere ausgebüchst waren. Dodges plötzlicher Wandel vom Rachebesessenen zum netten Schwiegersohn-in-spe… ja sorry, da fehlt mir einfach der Bezug. Nachdem das letzte Kapitel so abrupt endet & paar Monate vergehen, hab ich die ‚neue‘ Situation nicht nachempfinden können. Mir wurde als Leser nicht die Möglichkeit geboten, diese Entwicklung ausreichend zu verstehen. Der Epilog umfasst ja kaum mehr als 2-3 Seiten, soweit ich weiß. Er war mir zu flauschig und unlogisch & hat viel Potential zerstört.
Zwiegespaltenes Fazit…
Das Buch war gegen Ende hin doch sehr gut zu lesen & spannend, der Anfang war zäh und hat mir fast die Lust verdorben. Zu den Charakteren hab ich ein gemischtes Gefühl, das Spiel Panic ist bei mir unten durch. Manches Verhalten fand ich bodenlos & nicht ausreichend genug ‚gebüßt‘. Die Realität wurde häufig zum Teufel geschickt, bzw. die Autorin hat sich nicht ausreichend informiert & ist eher Klischees hinterhergejagt. Das Ende war mir zu cheesy & perfekt.
Viel Potential, zu wenig genutzt.
February 25, 2024
Die Schulabgänger aus Heathers Örtchen haben eine gefährliche Tradition: Für einen Jackpot, der durch alle Teilnehmenden zusammenkommt und der ein ordentlichen Sümmchen im mittleren fünfstelligen Bereich beinhaltet, begeben sie sich auf immer krasser werdende Mutproben. Vom relativ harmlosen von den Klippen ins Meer springen bis hin zu Russisch Roulette, so lange wie möglich in einem brennenden Gebäude bleiben und zu einem Autorennen, bei dem verliert, wer zuerst ausweicht, ist alles dabei.
Heather will ihre kleine Schwester und sich aus dem toxischen Umfeld retten, in das ihre alkoholsüchtige Mutter die beiden zwingt, und lässt sich deshalb auf „Panic“ ein. Dodge wiederum hat ganz andere Motive: Seine Schwester sitzt seit ihrer Runde „Panic“ einige Jahre zuvor im Rollstuhl, und er will sich rächen. Werden beide unbeschadet aus „Panic“ rauskommen?
Ein gutes, solides Jugendbuch, bei dem ich aber nie Verständnis für das Spiel entwickelt habe. Potentiell tödliche Aufgaben? Muss das? Besonders nachdem bereits Kinder dadurch nachhaltig verletzt wurden? Teenager testen ihre Grenzen aus, aber das hier war einfach dumm. Wenn man darüber hinwegsehen kann, ist es auf jeden Fall spannend - aber ich fühl mich da zu alt für. 😅
Heather will ihre kleine Schwester und sich aus dem toxischen Umfeld retten, in das ihre alkoholsüchtige Mutter die beiden zwingt, und lässt sich deshalb auf „Panic“ ein. Dodge wiederum hat ganz andere Motive: Seine Schwester sitzt seit ihrer Runde „Panic“ einige Jahre zuvor im Rollstuhl, und er will sich rächen. Werden beide unbeschadet aus „Panic“ rauskommen?
Ein gutes, solides Jugendbuch, bei dem ich aber nie Verständnis für das Spiel entwickelt habe. Potentiell tödliche Aufgaben? Muss das? Besonders nachdem bereits Kinder dadurch nachhaltig verletzt wurden? Teenager testen ihre Grenzen aus, aber das hier war einfach dumm. Wenn man darüber hinwegsehen kann, ist es auf jeden Fall spannend - aber ich fühl mich da zu alt für. 😅
November 19, 2014
Zitat:
„Der Himmel verdunkelte sich; das Licht verblasste und damit auch die Farben, die in einem Strudel hinter der Linie aus Baumkronen jenseits der Klippe verschwanden. Als hätte jemand den Stöpsel gezogen.“
(S.18)
„Die Nacht war klar und ruhig. Der Halbmond stand hoch und verwandelte alles in Silhouetten, malte Kanten um den Zaun. Trotzdem war es dunkel.“
(S.89)
„Die Augen des Polizisten waren schmal und schlau. Sein Kiefer war wie ein rechter Winkel. Wenn er wollte, konnte er bestimmt ein mieses Schwein sein.“
(S.161)
Inhalt:
Carp ist eine Stadt im Nichts. Wahrscheinlich ist Panic deshalb entstanden. Weil es sonst nichts anderes gab. Und das Spiel findet jährlich statt.
Nach dem Abschluss des Schuljahres beginnt das Spiel mit der ersten Herausforderung – einem Sprung von der Klippe. Panic dauert den ganzen Sommer an. Nur die Schulabgänger dürfen mitmachen. Der Gewinner bekommt den Jackpot. Dieser liegt in diesem Jahr bei 67.000 Dollar!
Auch Heather ist zum Strand gekommen. Am Abend, an dem Panic beginnt. Ihre Freundin Natalie will bei Panic dabei sein. Doch kurz darauf ist aufgrund einer Kurzschlussreaktion auch Heather mitten im Spiel.
Die Aufgaben werden immer schwieriger und gefährlicher. Heather hat in Natalie und Dodge Verbündete im Spiel gefunden. Es gibt eine Abmachung zwischen ihnen. Auch ihr guter Freund Bishop steht Heather zur Seite, auch wenn er nicht im Spiel ist. Doch langsam wird Panic ein Spiel auf Leben und Tod. Und niemand kann die Spieler schützen.
Meinung:
„Panic“ ist ein Buch, auf das ich mich wirklich sehr gefreut habe. Der Klappentext und die Beschreibung klangen für mich ziemlich vielversprechend. Die sehr gelungene Optik, mit der „Panic“ daherkommt, war dann letztendlich noch das Sahnehäubchen.
Und so begann ich mit der Geschichte, kaum dass „Panic“ bei mir angekommen war. Gleich von den ersten Seiten an wird kontinuierlich Spannung aufgebaut. Der Anfang für schöne Lesestunden war somit bereitet und so tauchte ich in die Geschichte ein.
An der Seite von Heather fühlte ich mich gut aufgehoben. Die Protagonistin mochte ich vom ersten Augenblick an. Ich verstand ihre Gefühle und konnte nachvollziehen, warum sie handelte, wie sie handelte. Ihr Freund Matt hatte sie vor kurzem verlassen. Und dieser Schlussstrich war nicht gerade von der feinen Art. Insofern war es für mich absolut verständlich, weshalb sie plötzlich wider besseres Wissens doch beim Spiel dabei sein wollte. Sozusagen in letzter Sekunde ist sie dazu gestoßen. Es war wie ein Instinkt. Sie konnte nicht anders handeln.
Auch in die Lage von Dodge konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Hatte ich anfangs das Gefühl, dass ich es hier mit einem Looser zu tun hatte, verdrängten die weiteren Eindrücke von ihm diese erste Meinung eindrucksvoll. Denn Dodge nimmt aus einem ganz besonderen Grund an Panic teil. Und diesen konnte ich sehr gut verstehen. An seiner Stelle würde ich nicht anders vorgehen! Mit Dodge konnte ich aufgrund seiner Erlebnisse leiden, erfuhr jedoch auch eine Menge über seine eigentliche Stärke, zu der er einfach nur finden muss. Aber das ist leichter gesagt als getan.
Über Lauren Olivers Schreibstil brauche ich mit Sicherheit nicht allzu viel zu sagen. Wie gewohnt, wurde ich fließend durch die Seiten getragen. Trotz der gespürten anklingenden Längen zwischen den jeweiligen Aufgaben hatte ich nie das Gefühl, das Buch zur Seite legen zu wollen. Natürlich habe ich mir gewünscht, dass so manche Aufgabe im Spiel doch etwas genauer und intensiver beschrieben wird. Die Herausforderungen in Panic waren ja immerhin die Hotspots, die Szenerien, die eine solche Geschichte tragen würden. Doch die Geschichte selbst konnte ich genießen, die Aufgaben erleben und mit den Charakteren fiebern und leiden.
„Panic“ erlebte ich aus wechselnder Perspektive von Heather und Dodge in Vergangenheitsform. Die vorhandenen Dialoge erlaubten mir mitunter tiefe Einblicke in die Gedankenwelt der Charaktere. Mit ihnen sah ich den gestellten Aufgaben entgegen und schlug gedanklich so manches Mal die Hände über dem Kopf zusammen. Immer in dem Sinne, Lauren Oliver „wird ihren Charakteren das doch nicht wirklich zumuten wollen“…
Den geheimnisvollsten Charakter im Buch, Bishop, muss ich auf jeden Fall auch noch kurz erwähnen. Von Beginn an war er mir sympathisch, allein schon, weil er immer einen schützenden Arm über Heather gehalten hat. Die beiden hatten es vor Jahren zwar schon einmal miteinander versucht. Daraus geworden ist jedoch nichts. Seitdem sind sie die allerbesten Freunde, die ein Mädchen und ein Junge in entsprechendem Alter sein können. Bishop war mein heimlicher Lieblingscharakter. Seine Handlungen konnte ich, spätestens im Nachhinein, durchgehend verstehen.
Lauren Oliver bereitet bei fortschreitender Seitenzahl einen heftigen Showdown vor, den ich mit schnellen Herzschlägen genossen habe. So einfach war diese Situation nun wirklich nicht zu bestehen. Doch egal, wie es ausgegangen ist, konnte ich das anschließend beruhigende Finale begrüßen und mit der Geschichte innerlich abschließen.
Urteil:
In „Panic“ fand ich eine Geschichte, die mir trotz kleiner Spannungspausen den Atem rauben konnte und mich tief in abgründige Schicksale am Rande des eigentlichen Spiels entführte. Glaubhafte Charaktere mit nachvollziehbaren Handlungen ließen mich die Geschichte genießen. Die guten 4 Bücher hat „Panic“ definitiv verdient.
Für alle, die sich auf unbekannte und herausfordernde Aufgaben einlassen können, dabei das Umfeld der Charaktere kennenlernen möchten und sich nicht verunsichern lassen. Hier seid ihr richtig!
©hisandherbooks.de
„Der Himmel verdunkelte sich; das Licht verblasste und damit auch die Farben, die in einem Strudel hinter der Linie aus Baumkronen jenseits der Klippe verschwanden. Als hätte jemand den Stöpsel gezogen.“
(S.18)
„Die Nacht war klar und ruhig. Der Halbmond stand hoch und verwandelte alles in Silhouetten, malte Kanten um den Zaun. Trotzdem war es dunkel.“
(S.89)
„Die Augen des Polizisten waren schmal und schlau. Sein Kiefer war wie ein rechter Winkel. Wenn er wollte, konnte er bestimmt ein mieses Schwein sein.“
(S.161)
Inhalt:
Carp ist eine Stadt im Nichts. Wahrscheinlich ist Panic deshalb entstanden. Weil es sonst nichts anderes gab. Und das Spiel findet jährlich statt.
Nach dem Abschluss des Schuljahres beginnt das Spiel mit der ersten Herausforderung – einem Sprung von der Klippe. Panic dauert den ganzen Sommer an. Nur die Schulabgänger dürfen mitmachen. Der Gewinner bekommt den Jackpot. Dieser liegt in diesem Jahr bei 67.000 Dollar!
Auch Heather ist zum Strand gekommen. Am Abend, an dem Panic beginnt. Ihre Freundin Natalie will bei Panic dabei sein. Doch kurz darauf ist aufgrund einer Kurzschlussreaktion auch Heather mitten im Spiel.
Die Aufgaben werden immer schwieriger und gefährlicher. Heather hat in Natalie und Dodge Verbündete im Spiel gefunden. Es gibt eine Abmachung zwischen ihnen. Auch ihr guter Freund Bishop steht Heather zur Seite, auch wenn er nicht im Spiel ist. Doch langsam wird Panic ein Spiel auf Leben und Tod. Und niemand kann die Spieler schützen.
Meinung:
„Panic“ ist ein Buch, auf das ich mich wirklich sehr gefreut habe. Der Klappentext und die Beschreibung klangen für mich ziemlich vielversprechend. Die sehr gelungene Optik, mit der „Panic“ daherkommt, war dann letztendlich noch das Sahnehäubchen.
Und so begann ich mit der Geschichte, kaum dass „Panic“ bei mir angekommen war. Gleich von den ersten Seiten an wird kontinuierlich Spannung aufgebaut. Der Anfang für schöne Lesestunden war somit bereitet und so tauchte ich in die Geschichte ein.
An der Seite von Heather fühlte ich mich gut aufgehoben. Die Protagonistin mochte ich vom ersten Augenblick an. Ich verstand ihre Gefühle und konnte nachvollziehen, warum sie handelte, wie sie handelte. Ihr Freund Matt hatte sie vor kurzem verlassen. Und dieser Schlussstrich war nicht gerade von der feinen Art. Insofern war es für mich absolut verständlich, weshalb sie plötzlich wider besseres Wissens doch beim Spiel dabei sein wollte. Sozusagen in letzter Sekunde ist sie dazu gestoßen. Es war wie ein Instinkt. Sie konnte nicht anders handeln.
Auch in die Lage von Dodge konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Hatte ich anfangs das Gefühl, dass ich es hier mit einem Looser zu tun hatte, verdrängten die weiteren Eindrücke von ihm diese erste Meinung eindrucksvoll. Denn Dodge nimmt aus einem ganz besonderen Grund an Panic teil. Und diesen konnte ich sehr gut verstehen. An seiner Stelle würde ich nicht anders vorgehen! Mit Dodge konnte ich aufgrund seiner Erlebnisse leiden, erfuhr jedoch auch eine Menge über seine eigentliche Stärke, zu der er einfach nur finden muss. Aber das ist leichter gesagt als getan.
Über Lauren Olivers Schreibstil brauche ich mit Sicherheit nicht allzu viel zu sagen. Wie gewohnt, wurde ich fließend durch die Seiten getragen. Trotz der gespürten anklingenden Längen zwischen den jeweiligen Aufgaben hatte ich nie das Gefühl, das Buch zur Seite legen zu wollen. Natürlich habe ich mir gewünscht, dass so manche Aufgabe im Spiel doch etwas genauer und intensiver beschrieben wird. Die Herausforderungen in Panic waren ja immerhin die Hotspots, die Szenerien, die eine solche Geschichte tragen würden. Doch die Geschichte selbst konnte ich genießen, die Aufgaben erleben und mit den Charakteren fiebern und leiden.
„Panic“ erlebte ich aus wechselnder Perspektive von Heather und Dodge in Vergangenheitsform. Die vorhandenen Dialoge erlaubten mir mitunter tiefe Einblicke in die Gedankenwelt der Charaktere. Mit ihnen sah ich den gestellten Aufgaben entgegen und schlug gedanklich so manches Mal die Hände über dem Kopf zusammen. Immer in dem Sinne, Lauren Oliver „wird ihren Charakteren das doch nicht wirklich zumuten wollen“…
Den geheimnisvollsten Charakter im Buch, Bishop, muss ich auf jeden Fall auch noch kurz erwähnen. Von Beginn an war er mir sympathisch, allein schon, weil er immer einen schützenden Arm über Heather gehalten hat. Die beiden hatten es vor Jahren zwar schon einmal miteinander versucht. Daraus geworden ist jedoch nichts. Seitdem sind sie die allerbesten Freunde, die ein Mädchen und ein Junge in entsprechendem Alter sein können. Bishop war mein heimlicher Lieblingscharakter. Seine Handlungen konnte ich, spätestens im Nachhinein, durchgehend verstehen.
Lauren Oliver bereitet bei fortschreitender Seitenzahl einen heftigen Showdown vor, den ich mit schnellen Herzschlägen genossen habe. So einfach war diese Situation nun wirklich nicht zu bestehen. Doch egal, wie es ausgegangen ist, konnte ich das anschließend beruhigende Finale begrüßen und mit der Geschichte innerlich abschließen.
Urteil:
In „Panic“ fand ich eine Geschichte, die mir trotz kleiner Spannungspausen den Atem rauben konnte und mich tief in abgründige Schicksale am Rande des eigentlichen Spiels entführte. Glaubhafte Charaktere mit nachvollziehbaren Handlungen ließen mich die Geschichte genießen. Die guten 4 Bücher hat „Panic“ definitiv verdient.
Für alle, die sich auf unbekannte und herausfordernde Aufgaben einlassen können, dabei das Umfeld der Charaktere kennenlernen möchten und sich nicht verunsichern lassen. Hier seid ihr richtig!
©hisandherbooks.de
April 15, 2017
Das Buch hat mich definitiv unterhalten, dennoch finde ich es schrecklich, wie dumm manche Jugendliche sind. Auch wenn es sich hierbei, also um Panic, dem Spiel, um eine Geschichte handelt, ist es sehr realistisch, dass manche Jugendliche sich auf solche Wettkämpfe für Geld einlassen.
Read
February 20, 2019Ich fühl mich ein bisschen hin- und hergerissen was das Buch angeht. Auf der einen Seite war es echt vorhersehbar und überzogen - auf der anderen Seite hab ich es aber auch echt genossen, was vor allem an dem tollen Schreibstil lag!
November 27, 2014
Meine Meinung
Die Geschichte
Ich kannte Lauren Oliver bisher nur von "Delirium" und das ist ja bekannter Weise ein dystopisches Buch. Mit dieser Geschichte hat sich Mrs. Oliver aber in eine ganz andere Richtung bewegt.
Panic ist nämlich ein Spiel, das sich mit der Angst der Mitspieler auseinander setzt und von jedem Mut fordert.
Lauren Oliver ist es mit dieser Geschichte gelungen den Leser in den Bann des Spieles zu ziehen und mitfiebern zu lassen.
Die Geschichte ist spannend, atemberaubend und teilweise wirklich actiongeladen. Eigentlich ist so was ja nichts für mich, aber hier wurde auch auf die Hintergrundinformationen großen Wert gelegt, sodass man nach und nach erfährt wie es dazu kam, dass die einzelnen Teilnehmer an diesem gefährlichen Spiel teilnehmen. Gerade das hat mich wirklich interessiert und ich wollte ab Seite 100 nur noch wissen, wer Panic gewinnt und ob es überhaupt einen Gewinner geben wird bzw. kann.
Ich finde, dass Lauren Oliver sich mit diesem Spiel etwas außergewöhnliches einfallen lassen hat, was zumindest für mich neu und aufregend war.
Ich muss allerdings zugeben, dass ich anfangs so meine kleinen Probleme mit der Geschichte hatte, aber das lag hauptsächlich an dem doch sehr außergewöhnlichen Schreibstil der Autorin, an den ich mich erstmal gewöhnen musste.
Die Charaktere
Da bei Panic einige Schulabgänger mitmachen, wird man gerade am Anfang nur so mit Namen überhäuft, die aber meistens gar nicht wichtig für den Verlauf der Geschichte sind.
Eigentlich legt die Geschichte ihr Hauptaugenmerk auf Heather und Dodge, aber auch ihre Freunde Nat und Bishop und die Familienmitglieder der beiden werden genauer charakterisiert. Das fand ich wirklich sehr angenehm, weil man durch das Leben dieser Personen besser verstehen konnte, was Heather und Dodge dazu bewegt hat bei Panic teilzunehmen, denn man lässt sich nun mal nicht auf ein gefährliches Spiel ein ohne einen triftigen Grund zu haben.
Heather ist eine Protagonistin, die man definitiv mögen muss, weil sie in ihre Zukunft negativ sieht und auch ihr ganzes Leben nicht unbedingt optimistisch angeht, was aber keine Überraschung bei ihren Lebensumständen ist. Sie träumt davon aus ihrem Ort heraus zu kommen und alles hinter sich zu lassen.
Dodge ist eher ein Außenseiter. Er hatte nie wirklich Freunde. Warum weiß ich eigentlich gar nicht so genau. Manchmal habe ich das Gefühl, dass er sich selbst vor der Welt versteckt, weil er sich irgendwie wegen seiner Lebensumstände schämt und dann ist da ja auch noch das Geheimnis, das ihn durch Panic treibt.
Ich mochte beide Charaktere auf die eine oder andere Art. Dodge konnte ich anfangs aber fast gar nicht einschätzen, weil ich immer das Gefühl hatte, dass hinter dem Ganzen noch mehr bei ihm steckt.
Der Schreibstil
Ich hatte ja bereits erwähnt, dass Lauren Oliver einen außergewöhnlichen Schreibstil. Allerdings ist er nicht nur außergewöhnlich sondern auch gewöhnungsbedürftig. Gerade am Anfang.
Die Geschichte wird aus der personalen Er-/Sie-Perspektive geschrieben und es wechselt immer zwischen Heather und Dodge. Aber es gibt dann auf einmal auch wieder Abschnitte, wo der personale Erzähler auf eine andere Person im Umfeld von Heather oder Dodge springt. Das hat mich zwischendurch wirklich verwirrt und ich bin dann in dem Moment gar nicht mehr durch gestiegen, wer wie wo was erzählt.
Ich würde sagen, dass Heather mehr Redeanteil hat und demnach mehr Abschnitte aus ihrer Sicht geschrieben wurden, sodass man sie ein bisschen besser kennenlernt als Dodge.
Ich finde, dass Lauren Oliver wundervoll verschachtelte Sätze benutzt, die dazu beitragen, dass sich der Leser die ganze Atmosphäre und Umgebung viel besser vorstellen kann.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe ich mich dann doch in den Schreibstil verliebt.
Der Titel
Dies ist mal wieder ein Beispiel für eine fabelhafte Wahl des Titels. "Panic" heißt das Spiel, das die Schulabgänger jedes Jahr schon seit geraumer Zeit spielen und bei dem es eben um Angst und Panik geht. "Wer Angst hat, ist raus" ist ein perfekter Untertitel für diese Geschichte, weil man bei Panic verschiedene gefährliche Aufgaben erfüllen muss und wer sie nicht aus Angst nicht schafft oder gar drückt, ist ausgeschieden.
Das Cover
Ich muss den deutschen Designern wirklich großes Lob aussprechen, denn dieses Cover ist so viel schöner als das Originalcover. Diese Szene an der Klippe kommt bereits am Anfang in der Geschichte vor und hat einen großen Einfluss auf den ganzen Verlauf dieser.
Ich finde, dass das Cover durch das Farbspiel und diese Szenerie mit dem Klippensprung ein richtiger Hingucker ist, das man sich gerne immer und immer wieder anschaut.
Mein Fazit
"Panic- Wer Angst hat, ist raus" von Lauren Oliver ist ein spannendes und packendes Buch über ein gefährliches Spiel der Schulabgänger in dem kleinen Ort Carp, das den Leser bis zum Schluss und auch darüber hinaus nicht mehr loslässt.
Trotz meiner anfänglichen Schwierigkeiten mit dem doch sehr außergewöhnlichen Schreibstil der Autorin, habe ich das Buch wirklich sehr gerne gelesen und wollte zum Schluss fast gar nicht, dass es zu Ende geht.
Die Geschichte
Ich kannte Lauren Oliver bisher nur von "Delirium" und das ist ja bekannter Weise ein dystopisches Buch. Mit dieser Geschichte hat sich Mrs. Oliver aber in eine ganz andere Richtung bewegt.
Panic ist nämlich ein Spiel, das sich mit der Angst der Mitspieler auseinander setzt und von jedem Mut fordert.
Lauren Oliver ist es mit dieser Geschichte gelungen den Leser in den Bann des Spieles zu ziehen und mitfiebern zu lassen.
Die Geschichte ist spannend, atemberaubend und teilweise wirklich actiongeladen. Eigentlich ist so was ja nichts für mich, aber hier wurde auch auf die Hintergrundinformationen großen Wert gelegt, sodass man nach und nach erfährt wie es dazu kam, dass die einzelnen Teilnehmer an diesem gefährlichen Spiel teilnehmen. Gerade das hat mich wirklich interessiert und ich wollte ab Seite 100 nur noch wissen, wer Panic gewinnt und ob es überhaupt einen Gewinner geben wird bzw. kann.
Ich finde, dass Lauren Oliver sich mit diesem Spiel etwas außergewöhnliches einfallen lassen hat, was zumindest für mich neu und aufregend war.
Ich muss allerdings zugeben, dass ich anfangs so meine kleinen Probleme mit der Geschichte hatte, aber das lag hauptsächlich an dem doch sehr außergewöhnlichen Schreibstil der Autorin, an den ich mich erstmal gewöhnen musste.
Die Charaktere
Da bei Panic einige Schulabgänger mitmachen, wird man gerade am Anfang nur so mit Namen überhäuft, die aber meistens gar nicht wichtig für den Verlauf der Geschichte sind.
Eigentlich legt die Geschichte ihr Hauptaugenmerk auf Heather und Dodge, aber auch ihre Freunde Nat und Bishop und die Familienmitglieder der beiden werden genauer charakterisiert. Das fand ich wirklich sehr angenehm, weil man durch das Leben dieser Personen besser verstehen konnte, was Heather und Dodge dazu bewegt hat bei Panic teilzunehmen, denn man lässt sich nun mal nicht auf ein gefährliches Spiel ein ohne einen triftigen Grund zu haben.
Heather ist eine Protagonistin, die man definitiv mögen muss, weil sie in ihre Zukunft negativ sieht und auch ihr ganzes Leben nicht unbedingt optimistisch angeht, was aber keine Überraschung bei ihren Lebensumständen ist. Sie träumt davon aus ihrem Ort heraus zu kommen und alles hinter sich zu lassen.
Dodge ist eher ein Außenseiter. Er hatte nie wirklich Freunde. Warum weiß ich eigentlich gar nicht so genau. Manchmal habe ich das Gefühl, dass er sich selbst vor der Welt versteckt, weil er sich irgendwie wegen seiner Lebensumstände schämt und dann ist da ja auch noch das Geheimnis, das ihn durch Panic treibt.
Ich mochte beide Charaktere auf die eine oder andere Art. Dodge konnte ich anfangs aber fast gar nicht einschätzen, weil ich immer das Gefühl hatte, dass hinter dem Ganzen noch mehr bei ihm steckt.
Der Schreibstil
Ich hatte ja bereits erwähnt, dass Lauren Oliver einen außergewöhnlichen Schreibstil. Allerdings ist er nicht nur außergewöhnlich sondern auch gewöhnungsbedürftig. Gerade am Anfang.
Die Geschichte wird aus der personalen Er-/Sie-Perspektive geschrieben und es wechselt immer zwischen Heather und Dodge. Aber es gibt dann auf einmal auch wieder Abschnitte, wo der personale Erzähler auf eine andere Person im Umfeld von Heather oder Dodge springt. Das hat mich zwischendurch wirklich verwirrt und ich bin dann in dem Moment gar nicht mehr durch gestiegen, wer wie wo was erzählt.
Ich würde sagen, dass Heather mehr Redeanteil hat und demnach mehr Abschnitte aus ihrer Sicht geschrieben wurden, sodass man sie ein bisschen besser kennenlernt als Dodge.
Ich finde, dass Lauren Oliver wundervoll verschachtelte Sätze benutzt, die dazu beitragen, dass sich der Leser die ganze Atmosphäre und Umgebung viel besser vorstellen kann.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe ich mich dann doch in den Schreibstil verliebt.
Der Titel
Dies ist mal wieder ein Beispiel für eine fabelhafte Wahl des Titels. "Panic" heißt das Spiel, das die Schulabgänger jedes Jahr schon seit geraumer Zeit spielen und bei dem es eben um Angst und Panik geht. "Wer Angst hat, ist raus" ist ein perfekter Untertitel für diese Geschichte, weil man bei Panic verschiedene gefährliche Aufgaben erfüllen muss und wer sie nicht aus Angst nicht schafft oder gar drückt, ist ausgeschieden.
Das Cover
Ich muss den deutschen Designern wirklich großes Lob aussprechen, denn dieses Cover ist so viel schöner als das Originalcover. Diese Szene an der Klippe kommt bereits am Anfang in der Geschichte vor und hat einen großen Einfluss auf den ganzen Verlauf dieser.
Ich finde, dass das Cover durch das Farbspiel und diese Szenerie mit dem Klippensprung ein richtiger Hingucker ist, das man sich gerne immer und immer wieder anschaut.
Mein Fazit
"Panic- Wer Angst hat, ist raus" von Lauren Oliver ist ein spannendes und packendes Buch über ein gefährliches Spiel der Schulabgänger in dem kleinen Ort Carp, das den Leser bis zum Schluss und auch darüber hinaus nicht mehr loslässt.
Trotz meiner anfänglichen Schwierigkeiten mit dem doch sehr außergewöhnlichen Schreibstil der Autorin, habe ich das Buch wirklich sehr gerne gelesen und wollte zum Schluss fast gar nicht, dass es zu Ende geht.
September 22, 2023
Das Buch ist gut, aber vom Plot ist die Serie besser.
January 13, 2015
Meine Meinung:
"Panic - Wer Angst hat, ist raus" von Lauren Oliver ist ein durchaus lesenswertes Jugendbuch, das meine Erwartungen allerdings nicht ganz erfüllen konnte.
Dabei fängt es wirklich vielversprechend an. Ohne eine lange Vorrede schmeißt uns die Autorin mitten in die erste Mutprobe - dem Sprung von der Klippe. Diesen erleben wir aus der Sicht der beiden Erzähler, die uns direkt mit wenigen Worten von sich selbst, dem Leben in Carp und natürlich DEM Spiel berichten.
Und genau da liegt der Knackpunkt: Panic wird so extrem gepusht, dass man mit der Erwartung an dieses Buch herangeht, einen spannungsgeladenen Roman über ein tödliches Spiel zu lesen. Tatsächlich geht es aber ums Erwachsenwerden und darum, mit den Hochs und Tiefs im Leben seinen Frieden zu schließen. Panic zieht sich natürlich als roter Faden durch die Geschichte, aber spielt im Endeffekt nur eine Nebenrolle.
Das ändert bestimmt nichts daran, dass es ein gutes Jugendbuch mit einer soliden Message ist. Freut man sich aber auf Nervenkitzel und atemraubende Spannung, wird man nun mal unumstößlich enttäuscht. Schuld daran ist vor allem das Werbeangebot des Verlages - der Buchtrailer, die Challengeseite und auch der Klappentext.
So oder so ist es aber ein Buch, das sich gut und schnell lesen lässt. Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil mit Beschreibungen, die das Kopfkino gerade mal so weit anstoßen, dass man nicht im Dunkeln dasteht. Für Leute mit viel Fantasie ist das genau richtig, aber ich hätte schon gerne vor den letzten 100 Seiten gewusst, wie die Protagonistin aussieht. Erzählt wird die Geschichte im personalem Erzählstil.
Die Charaktere sind auch so eine Sache. Sie sind gewiss sehr authentisch, aber vor allem eines: unsympathisch. Sie hatten fast alle nachvollziehbare Gründe für ihre Entscheidung, an Panic teilzunehmen und haben es dann doch geschafft, das Ganze ins Falsche zu verkehren.
Bei Heather war es eher andersherum. Der Auslöser für ihre Entscheidung war einfach lächerlich, aber im Verlauf des Spiels bekam sie dann einen wirklichen Antrieb. Generell ist es bei ihr so, dass ich sie schon mögen möchte, aber sie es sich einfach immer wieder selbst verbockt. Ich mag die Entwicklung, die sie während des Spieles durchläuft, aber ihren eigentlichen Charakter kann ich nicht Ernst nehmen.
Ihre beste Freundin Natalie ist eine oberflächliche, egoistische Zicke, die durchaus ihre guten Momente hat, aber für mich einfach zu der Sorte Mensch gehört, mit der ich nichts würde zu tun haben wollen. Außerdem hat sie den schwächsten Antrieb und eine ziemliche miese Art für Panic.
Dodge war mir erst suspekt, gewann aber recht schnell meine Sympathien. Er hatte meiner Meinung nach die ehrlichsten Gefühle und fast immer einen guten Grund für sein Handeln. Schade, dass er so übers Ziel hinausschießen musste.
Tja, und dann ist da noch Bishop. Ihn mochte ich von allen am Liebsten, vor allem weil er auch die größte Überraschung bereit hält. Gleichzeitig ist Letzteres aber auch ein guter Grund dafür, ihn eben doch nicht zu mögen. Schwierig, schwierig!
Teenie-Liebes-Dama gibt es hier leider auch genug, was bei der Personenkonstellation wohl wenig verwunderlich ist. Beide Paare ergaben für mich nicht so viel Sinn, obwohl es zumindest interessant zu beobachten war, wie das Spiel die 4 gleichzeitig auseinanderreißt und zusammenschweißt.
Fazit:
Lauren Olivers "Panic - Wer Angst hat, ist raus" ist leider etwas ganz Anderes als erwartet. Anstelle von spannungsgeladener Action erwartet uns eine Geschichte übers Erwachsenwerden, die gewiss nicht schlecht, aber durch die falschen Erwartungen einfach ziemlich enttäuschend ist. Hätten sich Spannung und Drama wenigstens die Waage gehalten, wäre ich vermutlich nicht ganz so unzufrieden. Die unsympathischen Charaktere machen es leider auch nicht besser, sodass fast nur noch die gute Idee und das runde, moralisch wertvolle Ende als Trost übrigbleibt. 3/5 Bücher!
"Panic - Wer Angst hat, ist raus" von Lauren Oliver ist ein durchaus lesenswertes Jugendbuch, das meine Erwartungen allerdings nicht ganz erfüllen konnte.
Dabei fängt es wirklich vielversprechend an. Ohne eine lange Vorrede schmeißt uns die Autorin mitten in die erste Mutprobe - dem Sprung von der Klippe. Diesen erleben wir aus der Sicht der beiden Erzähler, die uns direkt mit wenigen Worten von sich selbst, dem Leben in Carp und natürlich DEM Spiel berichten.
Und genau da liegt der Knackpunkt: Panic wird so extrem gepusht, dass man mit der Erwartung an dieses Buch herangeht, einen spannungsgeladenen Roman über ein tödliches Spiel zu lesen. Tatsächlich geht es aber ums Erwachsenwerden und darum, mit den Hochs und Tiefs im Leben seinen Frieden zu schließen. Panic zieht sich natürlich als roter Faden durch die Geschichte, aber spielt im Endeffekt nur eine Nebenrolle.
Das ändert bestimmt nichts daran, dass es ein gutes Jugendbuch mit einer soliden Message ist. Freut man sich aber auf Nervenkitzel und atemraubende Spannung, wird man nun mal unumstößlich enttäuscht. Schuld daran ist vor allem das Werbeangebot des Verlages - der Buchtrailer, die Challengeseite und auch der Klappentext.
So oder so ist es aber ein Buch, das sich gut und schnell lesen lässt. Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil mit Beschreibungen, die das Kopfkino gerade mal so weit anstoßen, dass man nicht im Dunkeln dasteht. Für Leute mit viel Fantasie ist das genau richtig, aber ich hätte schon gerne vor den letzten 100 Seiten gewusst, wie die Protagonistin aussieht. Erzählt wird die Geschichte im personalem Erzählstil.
Die Charaktere sind auch so eine Sache. Sie sind gewiss sehr authentisch, aber vor allem eines: unsympathisch. Sie hatten fast alle nachvollziehbare Gründe für ihre Entscheidung, an Panic teilzunehmen und haben es dann doch geschafft, das Ganze ins Falsche zu verkehren.
Bei Heather war es eher andersherum. Der Auslöser für ihre Entscheidung war einfach lächerlich, aber im Verlauf des Spiels bekam sie dann einen wirklichen Antrieb. Generell ist es bei ihr so, dass ich sie schon mögen möchte, aber sie es sich einfach immer wieder selbst verbockt. Ich mag die Entwicklung, die sie während des Spieles durchläuft, aber ihren eigentlichen Charakter kann ich nicht Ernst nehmen.
Ihre beste Freundin Natalie ist eine oberflächliche, egoistische Zicke, die durchaus ihre guten Momente hat, aber für mich einfach zu der Sorte Mensch gehört, mit der ich nichts würde zu tun haben wollen. Außerdem hat sie den schwächsten Antrieb und eine ziemliche miese Art für Panic.
Dodge war mir erst suspekt, gewann aber recht schnell meine Sympathien. Er hatte meiner Meinung nach die ehrlichsten Gefühle und fast immer einen guten Grund für sein Handeln. Schade, dass er so übers Ziel hinausschießen musste.
Tja, und dann ist da noch Bishop. Ihn mochte ich von allen am Liebsten, vor allem weil er auch die größte Überraschung bereit hält. Gleichzeitig ist Letzteres aber auch ein guter Grund dafür, ihn eben doch nicht zu mögen. Schwierig, schwierig!
Teenie-Liebes-Dama gibt es hier leider auch genug, was bei der Personenkonstellation wohl wenig verwunderlich ist. Beide Paare ergaben für mich nicht so viel Sinn, obwohl es zumindest interessant zu beobachten war, wie das Spiel die 4 gleichzeitig auseinanderreißt und zusammenschweißt.
Fazit:
Lauren Olivers "Panic - Wer Angst hat, ist raus" ist leider etwas ganz Anderes als erwartet. Anstelle von spannungsgeladener Action erwartet uns eine Geschichte übers Erwachsenwerden, die gewiss nicht schlecht, aber durch die falschen Erwartungen einfach ziemlich enttäuschend ist. Hätten sich Spannung und Drama wenigstens die Waage gehalten, wäre ich vermutlich nicht ganz so unzufrieden. Die unsympathischen Charaktere machen es leider auch nicht besser, sodass fast nur noch die gute Idee und das runde, moralisch wertvolle Ende als Trost übrigbleibt. 3/5 Bücher!
January 7, 2015
Die Rezi findet ihr auch auf meinem Blog
Inhalt
Jedes Jahr nach Ende des Schuljahrs findet Panic statt. Ein geheimes Spiel für alle aus den Abschlussklassen. Der Gewinn ist hoch, dafür müssen die Teilnehmer auch alles geben. Heather hatte nie vor bei diesem Spiel mitzumachen, doch schnell hat sie einen wichtigen Grund alles zu geben.
Auch Dodge ist Teilnehmer, er wollte von Anfang an dabei sein und hat ein größeres Ziel als den Sieg.
Überwenden die Teilnehmer ihre Ängste und halten durch um Panic als Sieger zu verlassen?
Meinung
Also erstmal hatte ich völlig falsche Erwartungen an das Buch. Erwartet habe ich eine spannende Geschichte über ein geheimes Spiel bei dem die Teilnehmer an ihre Grenzen gehen und einem Hauch Mystery. Bekommen hab ich einen Contemporary Roman mit einer fast schon psychologischen Studie über Wut und Verzweiflung. Auch nicht so schlecht.
Die Geschichte startet gleich mit der ersten Aufgabe und einer kurzen einführung der Charaktere. Das Spiel Panic hat sich aus der Langeweile in einer kleinen amerikanischen Stadt entwickelt, in der es scheinbar nichts gibt als Armut und Verzweiflung. Jeder Charakter hat so seinen eigenen Grund am Spiel teilzunehmen, die Gründe werden auch nach und nach klar. Leider hat sich die erste Hälfte recht schleppend Entwickelt, der Einstieg war noch interessant aber dann gerät das Spiel in den Hintergrund und der Leser begleitet das Leben der Teenager und wie sie mit ihren Problemen zurechtkommen. Der Tiefgang hat mir gefehlt, bis ungefähr zur Hälfte. Die Geschichte handelt dann von Freundschaft, Liebe, gebrochenen Herzen und der Angst vor einer ungewissen Zukunft.
Der Leser erlebt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Heather und Dodge. Dadurch lernt man die Charaktere sehr gut kennen und wird sehr viel mit ihren Gedanken konfrontiert.
Heather entwickelt sich von der grauen Maus zur Kämpferin. Sie setzt sich für ihre Schwester ein und will ihr ein besseres Leben bieten.
Dodge kämpft ebenfalls für seine Schwester, die seit einem Unfall der mit Panic zu tun hat im Rollstuhl sitzt. Er nimmt am Spiel Teil um Rache zu üben. Ihn fand ich in Ordnung, sein unbedingter Wille auf Rache allerdings etwas übertrieben.
Die anderen Hauptcharaktere waren ebenfalls gut beschrieben. Nat, Heathers beste Freundin und teilweise eine falsche Schlange, und Bishop der beste Kumpel für den Heather doch mehr empfindet.
Alle Charaktere haben große familiäre Probleme und haben auch sonst kein leichtes Leben. Leider war mir das alles oft viel zu übertrieben negativ dargestellt und ich konnte mich mit keinem Charakter so richtig identifizieren!
Toll fand ich wie hier die Freundschaft thematisiert wird. Sehr realistisch, Leute die immer füreinander da sind sich aber ab und an auch mal streiten.
Was mich sehr gestört hat war die Tatsache, dass Panic wohl geheim und verboten ist, aber wirklich jeder davon weiß. Die Polizei scheint aber zu unfähig zu sein etwas dagegen zu unternehmen und allen Eltern scheint es egal zu sein wenn die Kinder sich in gefährliche Situationen begeben. Die Aufgaben fand ich teilweise echt dämlich und war oft am Kopfschütteln.
Der Schreibstil passt zur Geschichte. Er ist sehr gut zu lesen, teilweise recht sachlich und trotzdem fühlt man beim Lesen teilweise was die Charaktere fühlen.
3,5 Sterne. Eher mit der Tendenz zu 3 Sternen wegen der sehr durchwachsenen ersten Hälfte. Auf jeden Fall ein gutes Buch über Freundschaft und Liebe, verwebt mit einem Spiel bei dem die Teilnehmer an ihre Grenzen gehen müssen. Macht euch am besten selbst ein Bild vom Buch wenn euch der Klappentext angesprochen hat! :)
Inhalt
Jedes Jahr nach Ende des Schuljahrs findet Panic statt. Ein geheimes Spiel für alle aus den Abschlussklassen. Der Gewinn ist hoch, dafür müssen die Teilnehmer auch alles geben. Heather hatte nie vor bei diesem Spiel mitzumachen, doch schnell hat sie einen wichtigen Grund alles zu geben.
Auch Dodge ist Teilnehmer, er wollte von Anfang an dabei sein und hat ein größeres Ziel als den Sieg.
Überwenden die Teilnehmer ihre Ängste und halten durch um Panic als Sieger zu verlassen?
Meinung
Also erstmal hatte ich völlig falsche Erwartungen an das Buch. Erwartet habe ich eine spannende Geschichte über ein geheimes Spiel bei dem die Teilnehmer an ihre Grenzen gehen und einem Hauch Mystery. Bekommen hab ich einen Contemporary Roman mit einer fast schon psychologischen Studie über Wut und Verzweiflung. Auch nicht so schlecht.
Die Geschichte startet gleich mit der ersten Aufgabe und einer kurzen einführung der Charaktere. Das Spiel Panic hat sich aus der Langeweile in einer kleinen amerikanischen Stadt entwickelt, in der es scheinbar nichts gibt als Armut und Verzweiflung. Jeder Charakter hat so seinen eigenen Grund am Spiel teilzunehmen, die Gründe werden auch nach und nach klar. Leider hat sich die erste Hälfte recht schleppend Entwickelt, der Einstieg war noch interessant aber dann gerät das Spiel in den Hintergrund und der Leser begleitet das Leben der Teenager und wie sie mit ihren Problemen zurechtkommen. Der Tiefgang hat mir gefehlt, bis ungefähr zur Hälfte. Die Geschichte handelt dann von Freundschaft, Liebe, gebrochenen Herzen und der Angst vor einer ungewissen Zukunft.
Der Leser erlebt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Heather und Dodge. Dadurch lernt man die Charaktere sehr gut kennen und wird sehr viel mit ihren Gedanken konfrontiert.
Heather entwickelt sich von der grauen Maus zur Kämpferin. Sie setzt sich für ihre Schwester ein und will ihr ein besseres Leben bieten.
Dodge kämpft ebenfalls für seine Schwester, die seit einem Unfall der mit Panic zu tun hat im Rollstuhl sitzt. Er nimmt am Spiel Teil um Rache zu üben. Ihn fand ich in Ordnung, sein unbedingter Wille auf Rache allerdings etwas übertrieben.
Die anderen Hauptcharaktere waren ebenfalls gut beschrieben. Nat, Heathers beste Freundin und teilweise eine falsche Schlange, und Bishop der beste Kumpel für den Heather doch mehr empfindet.
Alle Charaktere haben große familiäre Probleme und haben auch sonst kein leichtes Leben. Leider war mir das alles oft viel zu übertrieben negativ dargestellt und ich konnte mich mit keinem Charakter so richtig identifizieren!
Toll fand ich wie hier die Freundschaft thematisiert wird. Sehr realistisch, Leute die immer füreinander da sind sich aber ab und an auch mal streiten.
Was mich sehr gestört hat war die Tatsache, dass Panic wohl geheim und verboten ist, aber wirklich jeder davon weiß. Die Polizei scheint aber zu unfähig zu sein etwas dagegen zu unternehmen und allen Eltern scheint es egal zu sein wenn die Kinder sich in gefährliche Situationen begeben. Die Aufgaben fand ich teilweise echt dämlich und war oft am Kopfschütteln.
Der Schreibstil passt zur Geschichte. Er ist sehr gut zu lesen, teilweise recht sachlich und trotzdem fühlt man beim Lesen teilweise was die Charaktere fühlen.
3,5 Sterne. Eher mit der Tendenz zu 3 Sternen wegen der sehr durchwachsenen ersten Hälfte. Auf jeden Fall ein gutes Buch über Freundschaft und Liebe, verwebt mit einem Spiel bei dem die Teilnehmer an ihre Grenzen gehen müssen. Macht euch am besten selbst ein Bild vom Buch wenn euch der Klappentext angesprochen hat! :)
September 19, 2013
Jedes Jahr versucht die Stadt die Kids davon abzuhalten „Panic“ zu spielen, aber umsonst. Zu hoch ist der Gewinn. Ein Freifahrtschein aus der Kleinstadthölle. Eigentlich hatte Heather gar nicht vorgehabt, sich an „Panic“ zu beteiligen, doch dann sieht sie ihren Schwarm mit einer Anderen und nominiert sich aus einer Kurzschlusshandlung heraus selbst als Kandidatin. In welche Situation sie sich damit gebracht hat realisiert sie erst danach, denn den Inhalt der Prüfungen erfährt man immer erst wenige Stunden zuvor. Jede Aufgabe ist schwieriger als die Vorhergehenden. Hinzu kommt, dass Heather dabei gegen ihre beste Freundin Nat antritt. Zunächst möchte sie den Gewinn mit ihr teilen, doch dann muss sie ihre kleine Schwester vor ihrer drogensüchtigen Mutter beschützen und irgendwann verschwimmt die Linie zwischen Freunden und Feinden. „Panic“ ist kein Spiel für Feiglinge nicht wenige haben es mit ihrem Leben bezahlt. Ist Heather mutig genug nicht in Panik zu geraten und zu gewinnen?
Ein berührendes Buch. Was sich zunächst wie ein paar Mutproben für Teenager anhört, stellt sich schon bald als Psychospielchen heraus. Denn die Schiedsrichter kennt keiner, es könnte dein bester Freund sein. Und so war ich mal wieder völlig gefangen von einem Buch von Frau Oliver. Geschickt verknüpft sie die Leben von vier Jugendlichen, die alle irgendwie mit dem Spiel zu tun haben. Jeder hat das Ziel dem Leben in der Kleinstadt, das von Armut und Gewalt geprägt ist zu entfliehen. Am meisten beeindruckt hat mich die Hauptfigur Heather. Insbesondere als die Situation in ihrem häuslichen Umfeld eskaliert und sie mit ihrer Schwester Zuflucht bei einer Farmerin findet, bei der sie arbeitet. Dort lernt sie zum ersten Mal was es heißt einem Erwachsenen zu vertrauen. Selbst als sie richtig Scheiße baut, steht die Farmerin hinter ihr und zeigt damit Heather den erwachsenen Umgang mit Konflikten. Genervt war ich hingegen von ihrer besten Freundin Nat, die nun nicht eben die hellste Leuchte auf der Torte ist und zu allem Überfluss auch noch ein kleines bisschen intrigant. Aber das tut der Geschichte keinen Abbruch, macht sie aber auch nicht besser. Geschickt wird noch eine Racheaktion mit eingewoben, so dass das Finale des Spiels in einem unerwarteten Wettrennen gegen die Zeit endet und mich damit nur so durch die Seiten fliegen ließ.
„Panic“ ist ein tolles Jugendbuch über Mutproben, Familienprobleme und der Langeweile in einer Kleinstadt. Lauren Oliver konnte mich mal wieder mit einer guten Geschichte überzeugen und ich hoffe das ihren anderen Bücher das Niveau halten können.
Ein berührendes Buch. Was sich zunächst wie ein paar Mutproben für Teenager anhört, stellt sich schon bald als Psychospielchen heraus. Denn die Schiedsrichter kennt keiner, es könnte dein bester Freund sein. Und so war ich mal wieder völlig gefangen von einem Buch von Frau Oliver. Geschickt verknüpft sie die Leben von vier Jugendlichen, die alle irgendwie mit dem Spiel zu tun haben. Jeder hat das Ziel dem Leben in der Kleinstadt, das von Armut und Gewalt geprägt ist zu entfliehen. Am meisten beeindruckt hat mich die Hauptfigur Heather. Insbesondere als die Situation in ihrem häuslichen Umfeld eskaliert und sie mit ihrer Schwester Zuflucht bei einer Farmerin findet, bei der sie arbeitet. Dort lernt sie zum ersten Mal was es heißt einem Erwachsenen zu vertrauen. Selbst als sie richtig Scheiße baut, steht die Farmerin hinter ihr und zeigt damit Heather den erwachsenen Umgang mit Konflikten. Genervt war ich hingegen von ihrer besten Freundin Nat, die nun nicht eben die hellste Leuchte auf der Torte ist und zu allem Überfluss auch noch ein kleines bisschen intrigant. Aber das tut der Geschichte keinen Abbruch, macht sie aber auch nicht besser. Geschickt wird noch eine Racheaktion mit eingewoben, so dass das Finale des Spiels in einem unerwarteten Wettrennen gegen die Zeit endet und mich damit nur so durch die Seiten fliegen ließ.
„Panic“ ist ein tolles Jugendbuch über Mutproben, Familienprobleme und der Langeweile in einer Kleinstadt. Lauren Oliver konnte mich mal wieder mit einer guten Geschichte überzeugen und ich hoffe das ihren anderen Bücher das Niveau halten können.
April 29, 2014
Spannend und mitreißend von der ersten Seite, sodass man einfach immer weiterlesen und weiter mitfiebern möchte. Heather und Dogde waren zwei starke Protagonisten, die ich zwar nicht in allen Situationen aber im Großen und Ganzen verstehen konnte. Schade, dass die anderen Charaktere wie z.B. Bishop ein wenig blass geblieben sind. Ich hätte gerne noch mehr über bzw. von ihm erfahren, denn wie sich im Nachhinein herausstellt, spielt er einen bedeutendere Rolle als man zunächst annimmt. Ein wenig genervt war ich dagegen von Heathers besten Freundin Nat, das sie meiner Meinung nach ziemlich naiv und egoistisch ist.
Das Ende hat mir gefallen, obwohl ich es mir ganz anders vorgestellt habe. Alles in allem hat Lauren Oliver ihre Idee richtig gut umgesetzt.
Das Ende hat mir gefallen, obwohl ich es mir ganz anders vorgestellt habe. Alles in allem hat Lauren Oliver ihre Idee richtig gut umgesetzt.
July 3, 2015
"She knew, now, that there was always light - beyond the dark, and the fear, out of the depths; there was sun to reach for, and air and space and freedom."
Panic war ganz anders als ich es erwartet hatte. Ich konnte mich lange nicht dazu motivieren es anzufangen und dann habe ich es heute einfach so in einem Tag durchgelesen?!
Ich bin echt positiv überrascht von diesem Buch. Anfangs dachte ich es würde gruselig werden und so Tribute von Panem mäßig. Aber nein.
Mir hat es sehr gut gefallen, dass nicht eben alles nur über Panic war und es auch mal ganz normale Momente gab. Auch wenn es um Ängste geht und die Charaktere teilweise einen ziemlich traurigen Hintergrund haben, fühlte sich die Geschichte irgendwie ziemlich leicht an.
Die Spannung am Ende war genau so top wie Lauren Olivers Schreibstil (hatte auch nichts anderes von ihr erwartet).
Ein super post-graduation/summer read ;)
Panic war ganz anders als ich es erwartet hatte. Ich konnte mich lange nicht dazu motivieren es anzufangen und dann habe ich es heute einfach so in einem Tag durchgelesen?!
Ich bin echt positiv überrascht von diesem Buch. Anfangs dachte ich es würde gruselig werden und so Tribute von Panem mäßig. Aber nein.
Mir hat es sehr gut gefallen, dass nicht eben alles nur über Panic war und es auch mal ganz normale Momente gab. Auch wenn es um Ängste geht und die Charaktere teilweise einen ziemlich traurigen Hintergrund haben, fühlte sich die Geschichte irgendwie ziemlich leicht an.
Die Spannung am Ende war genau so top wie Lauren Olivers Schreibstil (hatte auch nichts anderes von ihr erwartet).
Ein super post-graduation/summer read ;)
December 5, 2017
Betrachtet man den Handlungsverlauf von Panic, wird schnell deutlich, dass die Autorin ihr Handwerk beherrscht. Die Geschichte beginnt unmittelbar mit der Mutprobe und Initiation der Schüler, die am Spiel teilnehmen wollen. Jeder, der bei Panic mitmachen und die Chance auf das Geld nicht verpassen möchte, muss von einem hohen Felsen in einen See springen, unter dessen Oberfläche scharfkantige und tödliche Felsen warten (Auf dem Cover ist die Szene scherenschnittartig abgebildet). Schon diese Eingangsszene hat mich besonders neugierig auf die folgenden Aufgaben gemacht. Ich konnte mir die Panik und die Angst, die ein Teilnehmer vor einer Aufgabe lähmt, in jedem Moment der Geschichte sehr gut vorstellen. Da die Spieler in mehreren Runden gegeneinander antreten müssen und die Aufgaben, je weiter die Spieler kommen, immer lebensgefährlicher werden, wächst die Spannung beim Lesen kontinuierlich, sodass der Plotverlauf den klassischen Spannungsbogen aufweist. Durch Rückblenden, Cliffhanger und wechselnden Erzählperspektiven, war die Geschichte abwechslungsreich und konnte mich mit vielen Wendungen fesseln. Abgesehen von dem etwas zu rasanten und meiner Meinung nach zu einfach gelösten Ende, hat mir die Dramaturgie der Geschichte also sehr gut gefallen.
Die Schüsse knallten weiterhin durch die Luft. Eins zwei drei vier. Tick. Er zögerte nicht. Er stieß die Tür auf. Er war drin. (S. 93)
Als Leser folgt man aus der personalen Erzählperspektive sowohl Heather, einer starken weiblichen Protagonistin, die sich, einer Kurzschlussreaktion folgend, ebenfalls dazu entscheidet, an Panic teilzunehmen, als auch Dodge, dem zurückhaltenden und gleichzeitig geheimnisvollen Jungen, der vor nichts Angst zu haben scheint. Mit beiden Figuren gelingt die Identifikation schnell und als Leser hab ich mich mit den Schicksalen beider Figuren verbunden gefühlt. Beide Protagonisten kommen aus schwierigen Verhältnissen und beiden ist ihr Leben weniger wichtig, als das eines ihrer Familienmitglieder. Heathers Mutter ist drogenabhängig und kümmert sich nicht um ihre beiden Töchter. Heathers Sorge gilt daher allein ihrer jüngeren Schwester, für die sie alles tun würde. Dodges Mutter hat ständig wechselnde Partner und hat aufgegeben an eine Genesung ihrer Tochter, Dodges Schwester, zu glauben, die in ihrem der vergangenen Abschlussjahre an Panic teilgenommen hatte und seitdem querschnittgelähmt ist.
Und zum ersten Mal während des gesamten Spiels verspürte er sie: Panik, die sich in seiner Brust ausbreitete, ihm bis in die Kehle kroch. (S. 146)
Obwohl man als Leser darüber im Unklaren gelassen wird, wie Panic überhaupt funktionieren kann, das heißt, woher beispielsweise das Preisgeld kommt, wer die Organisatoren bestimmt – kurzum, wer hinter dem Ganzen steht, wirkt das Spiel durchaus real. Ich musste nicht nur einmal an die Abi-Ausschreitungen der letzten Jahre denken, die in Großstädten Deutschlands zwischen rivalisierende Schulen zugenommen und oftmals Grenzen überschritten haben. Die Idee des Spiels fand ich klasse und auch die Motivation der Teilnehmer ist durchaus nachvollziehbar. Jeder von ihnen will etwas besseres aus seinem Leben machen als seine Eltern, will dem Elend und der einengenden Vorstadt entkommen und sich eine sorgenfreie Zukunft erspielen. Dass die Schüler dafür den möglichen Tod billigend in Kauf nehmen, wirkt nicht übertrieben, sondern verdeutlicht meiner Meinung nach nur die prekäre Lebenssituation, in der sich jeder einzelne von ihnen befindet. Ich war daher schon sehr gefesselt von der Geschichte, muss allerdings dazu sagen, dass es für mein Empfinden noch ein wenig dramatischer hätte zugehen können. Deshalb bin ich auch der Meinung, dass das Buch eher für jüngere Jugendliche geeignet ist.
Aber der Herbst knabberte bereits mit den Zähnen den blauen Himmel an, biss Stücke der Sonne ab, verwischte den dichten Schleier aus Fleischgeruch und Rauch. Er kam näher. Er würde sich nicht mehr viel länger abhalten lassen. Er würde Regen mitbringen, Kälte und Veränderung. Aber vorher noch: die letzt Runde. Die tödlichste Runde. Das Duell. (S. 335)
Das Setting der Geschichte hat mich ein bisschen an das von Christoffer Carlssons Jugendbuch Weißzeit erinnert. Auch in Panic bewegen sich die Figuren in einem Mileu, das am unteren Rand der Gesellschaft angesiedelt ist. Die Schauplätze sind entweder trostlos und echte Beispiele gesellschaftlidher Verwahrlosung, oder sie bilden kleine Inseln der Hoffnung, wie der Tierhof, auf dem Heather und ihre Schwester Zuflucht vor ihrer tyrannisierenden Mutter finden. Das Setting war innerhalb der Geschichte durchgängig glaubwürdig und wurde von der Autorin auch sehr bildhaft beschrieben. Die Sprache von Lauren Oliver passt sich in den Dialogen der Figuren dem Milieu der Handlung an. Die Autorin weiß, wie sie ihre Leser in ihren Bann zieht, ihre Erzählweise habe ich als sehr angenehm und leicht empfunden, sodass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen habe.
Fazit & Bewertung
Panic – Wer Angst hat ist raus ist ein zeitgenössisches Jugendbuch, das ich eher jüngeren Lesern empfehle. Der Plot rund um das tödliche Spiel, das die Jugendlichen an ihre Grenzen treibt, hat mir sehr gut gefallen, ebenso wie die verschiedenen Figuren und das Milieu, in der die Geschichte angesiedelt ist. Trotzdem haben mir ein paar Hintergrundinformationen zum Spiel für das bessere Verständnis gefehlt und ich hätte mir noch einige dramatische Szenen mehr gewünscht. Alles in allem ist Lauren Olivers Jugendbuch jedoch eine fesselnde Lektüre, die mir Lust gemacht hat, noch mehr von der Autorin zu lesen.
https://pantaubooks.wordpress.com/
Die Schüsse knallten weiterhin durch die Luft. Eins zwei drei vier. Tick. Er zögerte nicht. Er stieß die Tür auf. Er war drin. (S. 93)
Als Leser folgt man aus der personalen Erzählperspektive sowohl Heather, einer starken weiblichen Protagonistin, die sich, einer Kurzschlussreaktion folgend, ebenfalls dazu entscheidet, an Panic teilzunehmen, als auch Dodge, dem zurückhaltenden und gleichzeitig geheimnisvollen Jungen, der vor nichts Angst zu haben scheint. Mit beiden Figuren gelingt die Identifikation schnell und als Leser hab ich mich mit den Schicksalen beider Figuren verbunden gefühlt. Beide Protagonisten kommen aus schwierigen Verhältnissen und beiden ist ihr Leben weniger wichtig, als das eines ihrer Familienmitglieder. Heathers Mutter ist drogenabhängig und kümmert sich nicht um ihre beiden Töchter. Heathers Sorge gilt daher allein ihrer jüngeren Schwester, für die sie alles tun würde. Dodges Mutter hat ständig wechselnde Partner und hat aufgegeben an eine Genesung ihrer Tochter, Dodges Schwester, zu glauben, die in ihrem der vergangenen Abschlussjahre an Panic teilgenommen hatte und seitdem querschnittgelähmt ist.
Und zum ersten Mal während des gesamten Spiels verspürte er sie: Panik, die sich in seiner Brust ausbreitete, ihm bis in die Kehle kroch. (S. 146)
Obwohl man als Leser darüber im Unklaren gelassen wird, wie Panic überhaupt funktionieren kann, das heißt, woher beispielsweise das Preisgeld kommt, wer die Organisatoren bestimmt – kurzum, wer hinter dem Ganzen steht, wirkt das Spiel durchaus real. Ich musste nicht nur einmal an die Abi-Ausschreitungen der letzten Jahre denken, die in Großstädten Deutschlands zwischen rivalisierende Schulen zugenommen und oftmals Grenzen überschritten haben. Die Idee des Spiels fand ich klasse und auch die Motivation der Teilnehmer ist durchaus nachvollziehbar. Jeder von ihnen will etwas besseres aus seinem Leben machen als seine Eltern, will dem Elend und der einengenden Vorstadt entkommen und sich eine sorgenfreie Zukunft erspielen. Dass die Schüler dafür den möglichen Tod billigend in Kauf nehmen, wirkt nicht übertrieben, sondern verdeutlicht meiner Meinung nach nur die prekäre Lebenssituation, in der sich jeder einzelne von ihnen befindet. Ich war daher schon sehr gefesselt von der Geschichte, muss allerdings dazu sagen, dass es für mein Empfinden noch ein wenig dramatischer hätte zugehen können. Deshalb bin ich auch der Meinung, dass das Buch eher für jüngere Jugendliche geeignet ist.
Aber der Herbst knabberte bereits mit den Zähnen den blauen Himmel an, biss Stücke der Sonne ab, verwischte den dichten Schleier aus Fleischgeruch und Rauch. Er kam näher. Er würde sich nicht mehr viel länger abhalten lassen. Er würde Regen mitbringen, Kälte und Veränderung. Aber vorher noch: die letzt Runde. Die tödlichste Runde. Das Duell. (S. 335)
Das Setting der Geschichte hat mich ein bisschen an das von Christoffer Carlssons Jugendbuch Weißzeit erinnert. Auch in Panic bewegen sich die Figuren in einem Mileu, das am unteren Rand der Gesellschaft angesiedelt ist. Die Schauplätze sind entweder trostlos und echte Beispiele gesellschaftlidher Verwahrlosung, oder sie bilden kleine Inseln der Hoffnung, wie der Tierhof, auf dem Heather und ihre Schwester Zuflucht vor ihrer tyrannisierenden Mutter finden. Das Setting war innerhalb der Geschichte durchgängig glaubwürdig und wurde von der Autorin auch sehr bildhaft beschrieben. Die Sprache von Lauren Oliver passt sich in den Dialogen der Figuren dem Milieu der Handlung an. Die Autorin weiß, wie sie ihre Leser in ihren Bann zieht, ihre Erzählweise habe ich als sehr angenehm und leicht empfunden, sodass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen habe.
Fazit & Bewertung
Panic – Wer Angst hat ist raus ist ein zeitgenössisches Jugendbuch, das ich eher jüngeren Lesern empfehle. Der Plot rund um das tödliche Spiel, das die Jugendlichen an ihre Grenzen treibt, hat mir sehr gut gefallen, ebenso wie die verschiedenen Figuren und das Milieu, in der die Geschichte angesiedelt ist. Trotzdem haben mir ein paar Hintergrundinformationen zum Spiel für das bessere Verständnis gefehlt und ich hätte mir noch einige dramatische Szenen mehr gewünscht. Alles in allem ist Lauren Olivers Jugendbuch jedoch eine fesselnde Lektüre, die mir Lust gemacht hat, noch mehr von der Autorin zu lesen.
https://pantaubooks.wordpress.com/
February 26, 2015
Also ich weiß ja nicht. Das Buch war keine Zeitverschwendung, aber die Geschichte kam nie so RICHTIG ins Rollen, ich hab immer auf den großen Knall gewartet, der nie gekommen ist. Von der Umsetzung des Spiels Panic hätte ich mir mehr erhofft, vielleicht mehr Sichtweisen von anderen Spielern. Aber die größte Hürde waren die Charaktere - das sind fast alles solche Schleimbatzen ...
December 30, 2016
Das Buch ist sowohl vom Inhalt, als auch vom Schreibstil her seeehr gut. Alles, was passiert, ist absolut unerwartet, ich hatte kein einziges Mal das Gefühl etwas vorhersagen zu können. Nur hat es mich persönlich irgendwie nicht so gepackt, weswegen es drei und nicht hier Sterne bekommt. Ich kann aber auch nicht festmachen, woran es lag.
June 24, 2013
Lauren Oliver ist einfach eine unglaublich tolle Autorin! ♥
Zwar hatte ich anfangs ein paar Probleme mit den Charakteren, aber die Unmengen an Spannung und die wunderbar ausgearbeitete Atmosphäre überwiegen mögliche Makel, die spätestens ab der Hälfte sowieso ausgearbeitet waren. :)
Zwar hatte ich anfangs ein paar Probleme mit den Charakteren, aber die Unmengen an Spannung und die wunderbar ausgearbeitete Atmosphäre überwiegen mögliche Makel, die spätestens ab der Hälfte sowieso ausgearbeitet waren. :)
March 20, 2014
Die Story fängt so vielversprechend an, ergeht sich dann in plastisch geschilderten Grausamkeiten und dann bleibt von den groß angekündigten Geheimnissen fast nichts über. Und weil es ein Jugendbuch ist, musste wohl unbedingt ein Happy End her?!
January 1, 2016
Ich kam am Anfang irgendwie schwer in die Geschichte rein und ich fand die Charaktere auch nicht sehr sympathisch :/ Trotzdem war es ziemlich spannend, weshalb ich das lahme Ende sehr enttäuschend fand :(
April 26, 2015
Der Anfang war super, dann hat es leider seeeehr stark nachgelassen! schade!!
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