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In siebzehn Episoden hat der Amerikaner Sedaris, der auf dem Buchcover harmlos, freundlich und sympathisch lächelt, autobiographische Erlebnisse festgehalten. Aber was für welche!
Es beginnt mit den Macken, die David während seiner Schulzeit befallen. Eigentlich sind die genau sechshundertsiebenunddreißig Schritte des Heimwegs harmlos. Bei seiner Tour hat er jedoch alle Briefkästen mit der Zunge anzutippen und auffallende Grashalme zu berühren. Sollte er vergessen haben, den Lichtschalter in der Schule abzulecken, dann muß das Spiel wiederholt werden. Daß die Lehrerin die Eltern Davids um ein Gespräch bittet, ist leicht verständlich.
Auch seine Schwestern sind für die Lehrer nicht einfach. "Die Mädchen in meiner Familie spielten nicht Puppenhaus mit Puppenherd; sie spielten Puppenbesserungsanstalt mit Puppenberuhigungszelle."
Man könnte noch seitenlang aus diesem absolut schrägen Roman zitieren, der mit einer satten Portion Komik das normale Leben eines nicht ganz alltäglichen jungen Mannes erzählt. Der Garant dafür, daß den deutschen Lesern auch wirklich keine der witzigen Formulierungen unterschlagen wird, ist kein geringerer als Harry Rowohlt. Kenner wissen, daß man sich auf ihn bei dieser Arbeit verlassen kann. Er ist ein Meister des richtigen Tons. --Manuela Haselberger
349 pages, Paperback
First published March 1, 1997
“Books offered no relief. Failing to act even as a shield, their presence attracted everything from mild curiosity to open hostility.
‘You think you’re going to learn something from a book?’ said the man sitting next to me. ‘Let me tell you a little something, bookworm, you’ll learn more on this goddamned bus than you would in a whole…’ He paused, attempting to recall the name given to such a place. ‘You’ll learn more here than in a whole pyramid full of books. You could fill a racetrack with every piece of shit ever written, but you’ll learn more right here.’
Having never seen a racetrack full of books, I thought it premature to contradict him.”