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The Program #1

The Program

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In Sloane’s world, true feelings are forbidden, teen suicide is an epidemic, and the only solution is The Program.

Sloane knows better than to cry in front of anyone. With suicide now an international epidemic, one outburst could land her in The Program, the only proven course of treatment. Sloane’s parents have already lost one child; Sloane knows they’ll do anything to keep her alive. She also knows that everyone who’s been through The Program returns as a blank slate. Because their depression is gone—but so are their memories.

Under constant surveillance at home and at school, Sloane puts on a brave face and keeps her feelings buried as deep as she can. The only person Sloane can be herself with is James. He’s promised to keep them both safe and out of treatment, and Sloane knows their love is strong enough to withstand anything. But despite the promises they made to each other, it’s getting harder to hide the truth. They are both growing weaker. Depression is setting in. And The Program is coming for them.

405 pages, Hardcover

First published April 30, 2013

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About the author

Suzanne Young

71 books4,903 followers
Suzanne Young is the New York Times bestselling author of The Program, The Treatment, and several other novels. She currently lives in Tempe, Arizona where she teaches high school English and obsesses about books. Learn more about Suzanne at www.suzanne-young.blogspot.com

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Community Reviews

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1 star
1,369 (2%)
Displaying 1 - 30 of 37 reviews
Profile Image for Clary Morgenstern.
54 reviews56 followers
February 23, 2015
4.5 Sterne. Ein richtig gutes Buch. Hat mir sehr gut gefallen und freue mich schon auf Band 2 der bald rauskommt. Schaut euch das Buch auf jedenfall mal näher an :)
Profile Image for Steffi.
3,331 reviews186 followers
March 11, 2015
Nachdem ich zu Beginn nur schwer in das Buch hereingekommen bin, bin ich nun umso überraschter wie gut es mir gefallen hat.

Ich habe ein paar Kapitel gebraucht bis ich in der Geschichte drin war, aber dann hat es mich total gepackt und emotional ziemlich mitgerissen. Die Stimmung ist sehr düster und depressiv und das was passiert, bricht einem das Herz. Ich musste mich einmal wirklich zusammenreißen nicht loszuheulen (ich saß im Bus ;) ). Die Autorin hat es geschafft die Emotionen sehr intensiv rüber zu bringen.

Im letzten Drittel gab es dann aber auch noch eine Phase, die etwas schleppend voran ging und auch die Ereignisse am Ende gingen mir etwas zu schnell.

Sloane und James waren für mich sehr interessante und sympathische Charaktere und dazu gab es auch noch einige interessante Nebenfiguren.

Ein wirklich spannendes Buch, dass mir sehr gut gefallen hat trotz der teilweise sehr traurigen Atmosphäre.
Profile Image for Jonas.
52 reviews12 followers
December 11, 2013
Ich habe seit langem mal wieder zu einer Dystopie gegriffen und habe mich sehr gefreut, als das Buch in meinem Briefkasten lag. “Du wirst vergessen” von Suzanne Young erschien im August im Blanvalet-Verlag und hat mich richtig gefesselt und mitgenommen … Ein Buch voller Spannung, Liebe und Dramatik.

Inhalt: Allen Jugendlichen (alle Personen unter 18 Jahren) ist es nicht erlaubt, traurig zu sein oder in irgendeiner Weise negative Gefühle zu zeigen. Jeder versucht so gut wie möglich, nicht negativ aufzufallen, denn eine Träne zuviel und schon werden die Jugendlichen von den Männern in weißen Anzügen abgeholt und in “das Programm” gesteckt. Warum das alles? Die Regierung glaubt aufgrund einer erhöhten Suizidrate unter Jugendlichen, dass Depression und Selbstmord-Gedanken ansteckbar sind. Dieses Problem versuchen sie durch Therapie und einer 6 monatigen Abkapselung zu unterbinden, doch die Jugendlichen stehen unter enormen Druck, denn fast jeden Tag wird jemand Anders mitgenommen und verschwindet. Mitten im Geschehen ist Sloane, die mit ihrem Freund hautnah erlebt, wie sich die Schlinge um die Jugendlichen immer weiter zuzieht.

Meine Meinung: “Du wirst vergessen” beginnt gleich mitten im Geschehen und versetzt den Leser in eine Welt voller unterdrückter Gefühle, denn die Jugendlichen dürfen sich keinen emotionalen Fehltritt erlauben, sonst werden sie abgeholt und therapiert. Die Autorin hat mich mit dieser ausgezeichneten und bisher einzigartigen Idee sofort komplett überzeugt und mich an die Seiten gefesselt. Während des Lesens kam bei mir nie Langeweile auf, die Seiten fliegen nur so dahin und lassen den Leser immer tiefer in die dunklen Welten von “Du wirst vergessen” versinken. Je mehr Loane hinter die Machenschaften des Programms blickt, desto spannender wird die Geschichte. Doch wie viel Zeit bleibt den Jugendlichen noch, bevor sie alles vergessen haben? Und werden die, die das Programm hinter sich haben, jemals wieder selbst sein?

Charaktere: Die Charaktere habe ich von Anfang an in mein Herz geschlossen. Die Liebesgeschichte / das Verhältnis zwischen Loane und ihrem Freund hat mir sehr gut gefallen. Es ist auch realistisch und glaubwürdig gestaltet. Besonders gut fand ich, dass man sehr viel über die Vergangenheit der einzelnen Hauptcharaktere erfährt und sich somit viel besser mit ihnen identifizieren konnte. Auch die Bösewichte waren sehr gut in die Geschichte integriert und ausgezeichnet gestaltet. Kurz und knapp: rundum zufrieden!

Still & Aufbau: Die Geschichte wird komplett aus der Sicht von der jungen Loane geschildert, die hautnah erfahren muss, wie böse “das Programm” wirklich ist. So taucht man immer wieder in die meist unterdrückte Gedanken- und Gefühlswelt ein, die in diesem Roman ein wahres Highlight ist und mir sehr gut gefallen hat. “Du wirst vergessen” ist in sehr viele kleine Kapitel aufgeteilt, was ich sehr praktisch und gut finde (ich hasse ewig lange Kapitel).

Fazit: Mit “Du. Wirst. Vergessen.” hat Suzanne Young einen erstklassigen Start einer neuen dystopischen Reihe abgeliefert und überzeugt durch eine wunderschöne, aber tragische Liebesgeschichte in einer vollkommen verkehrten und am Abgrund stehenden Gesellschaft. Ein Buch für alle Fans von “Die Tribute von Panem” und “Die Bestimmung”.
Profile Image for Jessy MelodyofBooks.
225 reviews1,476 followers
November 4, 2013
Eine tödliche Epidemie, ein geheimnisvolles Programm und eine Liebe, die alle Grenzen überwindet.

Eine Welt, in die eine schreckliche Suizid-Epidemie unter Jugendlichen tobt, nur „Das Programm“ kann die Kids noch vor der Selbstzerstörung retten, doch um welchen Preis? Sloane und ihr Freund James können es sich nicht erlauben in der Öffentlichkeit Gefühle zu zeigen, denn die kleinste Veränderung in ihrem Verhalten könnte dafür sorgen das sie in „Das Programm“ müssen. Nur unter sich können sie ihren Gefühlen freien Lauf lassen – doch dann bricht James Fassade in sich zusammen und Sloane muss um seine Liebe und die Erinnerungen an ihre Vergangenheit kämpfen.

Eine spannende Geschichte, die einen in die Tiefen der Psyche mitnimmt. Sloane und ihre Freunde sind mir sofort ans Herz gewachsen und auch die Beziehung zwischen ihr und James war einfach unglaublich authentisch und intensiv. Es war ganz und gar keine kitschige Liebesgeschichte, sondern eine höchst emotionale und durchaus erwachsene Beziehung in einer Welt, wo nichts sicher ist. Sloane’s Handlungen und Gedankengänge waren sehr plausibel und nachvollziehbar und der Einblick in ihre Gegenwart, sowie Vergangenheit sind unbeschreiblich gut gelungen. Der Schreibstil ist flüssig und ansprechend, an manchen Stellen etwas langatmig, aber das tut den ganzen keinen Abbruch.
Ein sehr gelungener erster band einer Reihe/Trilogie die auf jeden Fall mehr Beachtung verdient hat und sich auch an große Dystopien ran wagen darf.
Profile Image for Tina.
485 reviews45 followers
August 19, 2013
Update kurz nach dem Lesen:

3,5 vielleicht? Sehr komisch, bin total unentschlossen, was ich nun von dem Buch halten soll.. Lustigerweise hat mir Sloane im weiteren Verlauf des Buches viel besser gefallen :P

Rezension:

Inhalt
.................

Sloane lebt in einer Version von Amerika, in der eine fatale Epidemie um sich greift. Betroffen sind nur Teenager, dafür umso folgenreicher. Im Zusammenhang mit der Hormonveränderung werden sie schwer depressiv und nehmen sich selbst das Leben. Die Tendenz steigt, mittlerweile ist jeder dritte Teenager betroffen. "The Program" soll die Rettung sein, doch der Preis ist hoch. Alle Erinnerungen werden ausgelöscht, hinterher bist du nicht mehr derselbe Mensch.

Sloane kämpft sich mit ihrem Freund James durch den Tag. Er ist ihr einziger Anker, seit ihr Bruder Brady Selbstmord begangen hat. Doch auch James beginnt sich zu verändern, bis er schließlich ins "Program" eingewiesen wird. Für Sloane bricht eine Welt zusammen, es bleibt nur kämpfen oder untergehen...

Mein Eindruck
.....................................

"Du. Wirst. Vergessen" lässt sich nur teilweise als Dystopie einordnen. Es gibt dieses Regierungssystem, das unterdrückt und keinen Freiraum lässt. Allerdings diesmal aus gutem Grunde und nur auf eine Personengruppe beschränkt. Wie eine Epidemie hat sich die Selbstmordrate unter den Jugendlichen ausgebreitet. Niemand weiß genau weshalb, es scheint mit den hormonellen Veränderungen zusammenzuhängen. Als jeder dritte von schweren Depressionen und einer hohen Gefährdung betroffen ist, beschließt die Regierung zu handeln. "The Program" soll das Heilmittel sein, das alle verstörenden Erinnerungen löscht und die Gefährdung beseitigt - aber auch den Menschen dahinter.

Wer nun erwartet, dass es in "Du. Wirst. Vergessen" rasant und actionreich zugeht, wird enttäuscht werden. Es werden eher ruhigere Klänge angeschlagen, vor allem zu Beginn erzählt Sloane viel über das eingeschränkte Leben eines Teenagers. Ihr Alltag ist von der ständigen Angst beherrscht, entweder im "Program" zu landen, oder sich mit der "Selbstmordkrankheit" zu infizieren. Besonders in den ersten 100 Seiten steht ihre Beziehung zu James im Vordergrund. Es ist tragisch und traurig, dass ihre Freunde nach und nach entweder sterben oder im Regierungsprogramm landen. Eltern und alle drum herum sind machtlos, erst mit zunehmenden Alter lassen die Depressionen wieder nach.

Bis zu einem gewissen Grad ist es der Autorin gut gelungen die Stimmung zu vermitteln, auf der anderen Seite wurde vor allem zwischen James und Sloane sehr dick aufgetragen. Sie lieben sich einfach ewiglich und für immer. Das ist von Beginn an so vorausgesetzt und wird zwar mit kleinen Rückblicken, wie sie sich lieben gelernt haben untermauert. Nur sind diese Rückblicke wirklich nichts Besonderes. Eine kleine Teenieromanze im Geheimen, bis schließlich der Tod von Sloanes Bruder sie noch mehr zusammenschweißt.

Sloane an sich ist anfangs schwierig. Alles ist so schlimm, so tragisch, James ist das einzig Wahre in ihrem Leben. Das "Program" ist so furchtbar, das Leben ist vorbei, sobald man dort landet. Im Grunde wiederholen sich Sloanes Gedanken in der Dauerschleife. Es wird nicht unbedingt dadurch besser, dass sie offensichtliche Dinge mal wieder als Letzte begreift. Sagen wir es mal so, bei Sloane ist eine Engelsgeduld erforderlich. Umso überraschter war ich, dass sich Sloane im Buch (gezwungenermaßen) zum Positiven entwickelt. Die "neue" Sloane hat mir deutlich besser gefallen. Neugierig, aber überlegt und nicht bei jedem bisschen aufbrausend, wie zuvor. Ich fand es spannend, wie sie mit der neuen Lage umgeht und trotz allem immer für ihre Liebe kämpft. Auch die Beziehung zu James wurde dadurch viel natürlicher und nachvollziehbarer. Hat sich fast schon, wie ein anderes Buch gelesen.

Zum Ende hin konnte ich "Du. Wirst. Vergessen" kaum noch aus der Hand legen und war mit dem Abschluss selbst richtig zufrieden. Wenn die vielen Aufs und Abs nicht gewesen wären...

Fazit
..................

"Du. Wirst. Vergessen" hat zwar Aspekte einer Dystopie, ist aber viel ruhiger und melancholischer. Das Schicksal eines Teenagers zu dieser Zeit ist schlimm, gedankenvoll zeichnet die Autorin ein Bild von Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Leider sind die Charaktere in der ersten Hälfte des Buches sehr anstrengend und tragen den Stempel "wahre Liebe", ohne große Begründung. Sloane selbst hat die Auffassungsgabe einer Erbse und muss immer alles von jedem erklärt bekommen, von alleine gibt es da kein Weiterkommen. Zur Hälfte wendet sich allerdings das Blatt und hat für mich eine ganze andere Geschichte daraus gemacht. Schade, dass es nicht von Beginn an so war.


Schwieriger Start, danach fesselnd und nachvollziehbarer
3,5 Sterne
Profile Image for franzi_heartbooks.
475 reviews24 followers
September 3, 2013
Das Cover:
Ich finde das Cover nicht wirklich schön. Ein Gesicht, das wie gezeichnet aussieht und emotionslos, vielleicht ein wenig wütend ausschaut. Okay, bei der Story kann ich diesen Gesichtsausdruck verstehen, aber wirklich ansprechend ist das Cover nicht. Ich hätte mir das Buch nicht gekauft, wenn ich nur das Cover gesehen hätte. In der Mitte ist das Gesicht der jungen Frau ganz zu sehen, links und rechts der jeweilige Teil der Gesichtshälfte.

Die Geschichte:
Seit in den USA so viele Jugendliche unter 18 Jahren Selbstmord begannen haben, und somit eine Epidemie ausgelöst haben, hat das Land in verschiedenen Orten ein Präventionsprojekt gestartet, das sich das ‘Programm’ nennt. Jugendliche, die suizidgefährdet sind, werden gemeldet und in das ‘Programm’ gebracht. Dort sollen die Jugendlichen von der Krankheit geheilt werden, doch erinnern sie sich nach der Behandlung nicht mehr an den schmerzlichen Teil der Vergangenheit. Sloane ist 17 und hat durch Selbstmord ihren Bruder verloren, weshalb sie sowieso als labil gilt. Gefühle zeigen ist tabu, denn das würde zeigen, wie labil sie ist. Nur bei James, ihrem Freund, kann sie sie selbst sein und ihre Gefühle ausleben. Doch nach einem grauenvollen Vorfall ist James nicht mehr er selbst und schon bald holt ihn das ‘Programm’. Sloane weiß, dass sie etwas tun muss, um James zu retten. Und so wird auch Sloane eine Patientin des ‘Programms’, jedoch mit fatalen Folgen für ihr Gedächtnis …

Meine Meinung:
Gleich am Anfang muss ich sagen: Die Idee ist der Hammer! Eine Zeit, in der Jugendliche so depressiv sind, dass sie den Freitod wählen und sich umbringen. Das verbreitet sich wie eine Epidemie, da die Familienmitglieder und/oder Freunde von der Trauer so überwältigt sind, dass sie nicht mehr leben wollen und auch Suizid begehen. Es ist quasi ein Teufelskreis. Alle unter 18, die so depressiv sind, werden in das ‘Programm’ geschickt, um da wieder ‘geheilt’ zu werden. Bei Sloane ist der Bruder gestorben und das hat die Familie runtergezogen. Als dann ein unvorhergesehener Tod eintritt, wirft das James und Sloane auch total aus der Bahn. Und das, obwohl die beiden wirklich unglaublich süß zusammen sind. Doch das verändert sich aufgrund des Vorfalls schnell. Natürlich wird es besonders spannend, als James erste depressive Anzeichen zeigt und ins ‘Programm’ gebracht wird. Da muss Sloane natürlich hinterher, um James zu retten und um herauszufinden, was wirklich mit den Jugendlichen angestellt wird. Und es war ziemlich schockierend, wie das ‘Programm’ das anstellt. Der Vorgang geht so heimlich voran, dass Sloane es kaum merkt. Doch trotz allem wird Sloane mir im Laufe der Geschichte sympathischer. Besonders angetan hat es mir Realm, auch wenn ich mit seinem Geheimnis nicht gerechnet habe. Er ist einfach nett zu Sloane und er scheint sie wirklich mehr als gern zu haben, denn man merkt seine Zuneigung. Dazu muss ich sagen, dass das Buch gut geschrieben und flüssig zu lesen ist. Leider ziehen sich manche Stellen extrem doll und ich musste mich manchmal sehr am Riemen reißen, um weiterzulesen. Aber trotzdem ist die Geschichte gut ausgedacht und geschrieben. Am Ende muss ich noch sagen, dass ich den deutschen Titel im Vergleich zum Originaltitel zuerst nicht so toll fand, aber im Laufe der Geschichte wird er immer bedeutender und im Nachhinein muss ich gestehen, dass ich den Titel gut gewählt finde. Nur das Cover, das bleibt ein Fehlgriff. Das Ende von ‘Du. Wirst. Vergessen.’ lässt Raum für eine Fortsetzung und diese wird im Original ‘The Treatment’ heißen und 2014 auf Englisch erscheinen.

Meine Bewertung:
Mit dem Programm für suizidgefährdete Jugendliche hat Suzanne Young meiner Meinung nach einen klasse Plot auf die Beine gestellt. Daraus gemacht hat sie eine gute und interessante Geschichte, die an manchen Stellen jedoch leicht langweilig wird. ‘Du. Wirst. Vergessen.’ bekommt von mir vier Sterne.
Profile Image for Tabniss.
203 reviews4 followers
October 20, 2015
Also eigentlich 3,5 Sterne, denn schlecht war es auf keinen Fall. Die Story war schon ganz gut aber iwie bin ich mit ihr nicht so ganz warm geworden die ganze Zeit über. Die Hintergründe der psychisch kranken Jugendliche und des "Programms" werden nicht so ganz geklärt man weiß nur: es ist so und breitet sich anscheinend aus. Es ist ein klein wenig langatmig aber trotzdem auch ziemlich spannend an einigen Stellen. Schwer zu sagen aber naja deswegen 3,5 Sterne für Sloanes und James Liebe die uns zeigt, dass Liebe nicht mit dem Verstand zu erklären ist sondern mit dem Herzen.
Profile Image for Nicole Ramge.
366 reviews6 followers
August 25, 2013
der Klappentext:

Ergreifend, spannend, romantisch – ein Roman, der einen nicht mehr loslässt
Nur das »Programm« kann der grassierenden Selbstmord-Epidemie unter Jugendlichen noch Einhalt gebieten. Für besorgte Eltern bedeutet es Hoffnung, für die Jugendlichen das Ende. Denn jeder, der zurückkehrt, ist ohne Erinnerung – und ohne Emotionen. Niemals würde Sloane es wagen, öffentlich Gefühle zu zeigen. Nur bei ihrem Freund James kann sie sie selbst sein. Seine Liebe ist ihre einzige Stütze in einer gefühlskalten Welt. Aber dann bricht James plötzlich zusammen! Als das »Programm« ihn holt, weiß Sloane, dass nichts mehr so sein wird, wie es war. Sie muss um James‘ Liebe kämpfen – und um ihrer beider Erinnerungen …


zu den Charakteren:

Zu allererst möchte ich darauf hinweisen, dass die Charaktere in diesem Roman sehr "eingeschränkt" sind! Den aufgrund des »Programm« haben sie nie die Möglichkeit sich zu entfalten und einfach sie selbst seinzu können!
Sloane ist vor dem Programm sehr ruhig und unheimlich "James" fixiert. Aber das nehmen wir ihr sobald wir einen näheren Einblick in Ihr Leben und ihre Vergangenheit haben nicht mehr übel. Den es ist schon einiges, was sie hat weg stecken müssen und wir verstehen, das ihre Beziehung zu James sie stützt und ihr Halt gibt.
Aber ihr Charakter verändert sich im Laufe des Buches und sie entwickelt sich zu einer starken Frau mit einem eigenen Willen an dem Sie festhält und das alles gestützt auf der Liebe zu James. Sie nimmt die Herausforderungen und die Hindernisse in Kauf und versucht sie nach bestmöglicher Manier zu lösen. Letztendlich ist sie stark und weiß genau was sie möchte, auch wenn sie auf weitere Hürden stößt. Diese nimmt sie gerne um sich, ihre Vergangenheit und auch James zu retten!

Ihr Freund James ist ein komischer Vogel und ich muss sagen, dass das was Sloane an ihm so gefällt bei mir immer wieder auf missfallen stößt! Seine dauernden Launen, die er auch an ihr auslässt (egal ob unbewusst oder bewusst!) machten ihn für mich anstrengend und ab und an ein wenig nervig. Er lernt nicht aus seinen Fehlern und möchte es auch nicht. Stur geht er seinen Weg, reißt Sloane mit und erzählt ihr aber das er sie immer beschützen wird! Meiner Meinung nach gäbe es nicht viel zu beschützen wenn er sich ab und an vorher mal Gedanken machen würde, was er tut!
Auch nach der "Reinigung" hat er diese Charaktereigenschaft nicht abgelegt. Aber jetzt kommt plötzlich diese gewisse Angst die er hat mit hinzu, was ihn nun wieder etwas annehmlicher und realistischer macht.

Letztendlich ist es aber auch diese tiefe Liebe und Zuneigung die diese beiden Charaktere wieder sehr interessant macht. Es fesselt den Leser, wie beide auf Ihre eigene Art um diese Liebe kämpfen!

Realm lernt Sloane im »Programm« kennen und freundet sich mit ihm an. Von Anfang an ist dem Leser klar, das er definitiv nicht hierher gehört und eine tiefere Bedeutung für diesen Roman hat. Aber wir werden lange im dunkeln gelassen und selbst am Schluss wird das "schwarz" hier nur "grau" und wir wissen nicht so Recht wie wir in einschätzen sollen. Klar ist, das er mehr für Sloane empfindet als Freundschaft und das ihn das manchmal seinen Kopf kosten könnte. Aber immer wieder geht die Situation gut aus. Der Leser bekommt aber keine weiteren Einblicke so dass wir uns hier zwangsläufig Fragen "Welche Rolle nimmt er hier noch ein?"
Ich bin fest davon überzeugt, dass es das noch nicht war mit Realm und wir bestimmt noch eine Überraschung erleben werden ...

meine Meinung:

anfänglich hatte ich so meine Probleme mit der Geschichte und den Charakteren, da ich mich einfach nicht in die Geschichte einfinden konnte in der man keine negativen Gefühle zeigen darf! Für mich, oder auch für andere, ist es eigentlich nicht negativ Trauer zu fühlen und diese durch Tränen auszudrücken. Aber wie soll man so was kontrollieren können und sich solch ein Gefühl "verbieten"?
Diese Frage hat mir letztendlich geholfen zu verstehen, wie schwer es ist in einer Welt zu Leben in der dies so gewünscht ist. Diese depressiven Jugendlichen, die ihre negativen Gefühle nicht zeigen dürfen ... meiner Meinung nach wird gerade durch das unterdrücken so etwas ja noch viel Schlimmer und deshalb dürfen wir uns hier auch nicht wundern, das sich diese Epidemie ausbreitet. Eins führt letztendlich zum anderen und diese Kettenreaktionen sind völlig normal und auch logisch. Aber es ändert nichts an der Tatsache das in unserem Roman die Teenies das nicht dürfen und deshalb in ein »Programm« müssen, das sie "reinigt"! Reinigt von den Erinnerungen und die damit verbundenen negativen Gefühlen. So bekommt unsere neue Welt hier, eine gesäuberte Bevölkerung, die glücklich ist und fröhlich. Aber keine Vergangenheit ... den die ist weg!
Der Gedanke ist einfach nur schrecklich und das macht wiederum das Buch faszinierend und gut.

Der Schreibstil der Autorin ist nichts ungewöhnliches und lässt sich flüssig lesen! Der Tiefgang den Sie hier in beweist ist wiederum aussergewöhnlich und ich hatte wirklich oftmals einen fetten Klos im Hals aufgrund der Emotionen, die hier auf mich einstürmten.
So was habe ich bisher sehr selten erlebt und es machte es zu einem muss, das Buch zu lesen und auch eine Nachtschicht einzulegen. Hin und wieder haben wir Wiederholungen in der Geschichte, die aber wohl sehr bewusst so gewählt sind, einfach um den Leser zu zeigen, dass sich das Spiel um das »Programm« stetig wiederholt!
Das für mich absolut schönste Zitat in diesem Buch kann Euch hier auch nicht vorenthalten und so muss ich es doch hier zeigen:

"Dein Verstand mag sich nicht erinnern, doch dein Herz tut es!"
Seite: 4o4
das Cover:
hier haben wir eine Frau die uns dreimal entgegen sieht!
Sloane nach jeder Änderung ihres eigenen "Ichs" blickt uns hier entgegen und wir wissen, dass sich an der Hülle nichts verändert hat. Aber die Person, die Charaktereigenschaften ändern sich. Sie prägen eine junge Frau, die erst als Teenie versucht nicht auszufallen und dann gesäubert spürt das hier alles total falsch ist! Letztendlich blickt uns eine Frau entgegen, die sich auf den Weg zu den Rebellen macht. Auch, weil ihr einfach keine Wahl mehr bleibt uns sie auf der Flucht ist!

die Autorin:

Vita
Quelle: Blanvalet

Suzanne Young ist eine amerikanische Schriftstellerin. Nach ihrem Abschluss in Creative Writing gab sie als Lehrerin mehrere Jahre lang Sprachunterricht. Suzanne lebt momentan in Tempe, Arizona, wo sie Ideen für neue Romane auf Restaurantservietten kritzelt, während sie Burritos isst.

Fazit:

Viele Fragen müssen noch beantwortet werden und die Geschichte um die Liebe der Beiden ist noch
nicht vollendst geklärt. Auch Realm ist weiterhin ein Rätsel, das noch gelöst werden muss und so heißt
es nun warten.
Auch hier habe ich wieder zu einem Buch gegriffen, wo es schwer wird auf die Fortsetzung zu warten.
Aber diese sollte wohl noch einige Zeit dauern, da selbst der englische Titel "The Treatment" erst im
April 2o13 erscheint ...

Ein gewöhnungsbedürftiges System, das mit viel Tiefgang alle Gefühle des Lesers regt!
Profile Image for Sas.
147 reviews7 followers
June 28, 2017
Eigentlich bin ich kein großer Dystopie-Fan. Das heißt, ich habe schon mehrere gelesen, aber es gab bisher nur eine, die mich wirklich begeistern konnte: "The Program". Im Mittelpunkt der Dilogie steht eine Epidemie, die sich immer weiter unter den Jugendlichen auf der ganzen Welt verbreitet - Depressionen und in Folge dessen eine alarmierende Anzahl an Selbstmorden. Immer mehr junge Erwachsene wählen diesen letzten Ausweg. Als traditionelle Therapien nicht mehr anschlagen und die Massen an Patienten einfach nicht mehr zu bewältigen sind, lässt die Regierung eine neue Art der Behandlung entwickeln: das Programm.

Sobald ein Jugendlicher Anzeichen einer Depression zeigt, wird er abgeholt und in eine der Institutionen der Organisation gebracht. Was genau hinter den Mauern der Krankenhäuser passiert, weiß niemand, doch wenn die Patienten sie wieder verlassen, sind jegliche negativen Gefühle in ihnen verschwunden. Allerdings nicht nur das, denn die Ärzte nehmen ihnen nicht nur ihre Gefühle, sondern auch ihre Erinnerungen - am Ende der Behandlung sind die Jugendlichen nicht mehr als leere Gefäße.

I still try to search my mind for the story of the ring, but I know it's gone. I've lost a piece of James and it's so devastating that I have to stare at my reflection for nearly a minute before I can pull myself together.
» Suzanne Young - The Program, Seite 164


Für die 17-jährige Sloane, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, gibt es keine schlimmere Vorstellung, als genau das zu erleben. Nachdem ihr Bruder Selbstmord begangen hat, gilt sie jedoch als besonders gefährdet und wird daher genauestens beobachtet. Von ihren Eltern, von ihren Mitschülern, von ihren Lehrern. Also bleibt ihr nichts anderes übrig, als Tag für Tag eine Maske aufzusetzen und ihre wahren Gefühle und Gedanken für sich zu behalten. In der derzeitigen Situation reicht schon ein minimales Anzeichen von Schwäche, um von anderen gemeldet zu werden, jeder kämpft mittlerweile für sich selber.

Die einzige Person, der Sloane bedingungslos vertraut, ist ihr Freund James. Nur in seiner Gegenwart erlaubt sie sich, ihr wahres Gesicht zu zeigen. Ein weiterer Vertrauter ist Miller, dessen Freundin Lacey - Solanes beste Freundin - vor Kurzem ins program geschickt wurde. Seitdem geht es ihm immer schlechter und so dauert es nicht lange, bis auch er infiziert wird. Bevor ihn die Agenten jedoch in die Hände kriegen, bringt er sich mit einer weit verbreiteten Droge namens QuikDeath um. Nach diesem Verlust fällt es James immer schwerer, sich zusammenzureißen. Selbst Sloane schafft es nicht, ihn auf andere Gedanken zu bringen, sie kann nur tatenlos zusehen, wie ihr Freund von Agenten abgeholt wird. Und damit fängt ihr eigener Kampf gegen die Depression an - den sie verliert.

And when the rises again, I look over at him hopefully. He's on his back, staring into nothing, and I know that he's lost. And so am I.
» Suzanne Young - The Program, Seite 90


Was mich am meisten an dieses Buch gefesselt hat, ist die Intensität, die es ausstrahlt. Es hat mich einfach von Seite Eins an vollkommen eingenommen. Die Stimmung ist durch das Thema natürlich sehr düster, aber irgendwie auch greifbar - die Verzweiflung von Sloane und James, die allgegenwärtige Angst, im program zu landen; das alles hat Suzanne Young dermaßen gut be- bzw. geschrieben, dass es sich in einem festsetzt. Ich glaube, dass das für Menschen, die selber mit Depressionen zu kämpfen haben und/oder sehr empathisch sind, ein echtes Problem darstellen könnte, ihr solltet euch also gut überlegen, ob ich das Buch lesen möchtet.

Für mich persönlich hat aber genau das "The Program" zu einer Geschichte gemacht, die ich nicht weg legen konnte. Ich war vollkommen vertieft in der Welt der Jugendlichen. Es ist ein wenig schwer zu beschreiben, was das Buch mit mir gemacht hat... aber selten hat mich etwas so mitgerissen und berührt.
Dabei ist der Plot gar nicht groß actionlastig oder spannend im nervenzerreißenden Sinne. Im ersten Teil des Buches geht diese Anziehungskraft vorrangig von den Charakteren aus. Vor allem die Liebe zwischen Sloane und James hat es mir angetan. Ich bin ja kein großer Fan von Liebesgeschichten, aber diese hier ist so anders, dass ich an keiner Stelle als nervig oder überflüssig empfand. Viel mehr hat mich die Verzweiflung, mit der die beiden Jugendlichen sich aneinander klammern, ergriffen und gefesselt. Im Grunde wollen sie nur eins: überleben. Sie kämpfen gegen ihre eigenen Dämonen, genauso wie gegen die des anderen und müssen zudem tagtäglich aufpassen, ja die richtigen Dinge zu sagen, um nicht weg geschickt zu werden.

Im zweiten Teil erfährt man dann etwas mehr über das program, denn es kommt, wie es kommen muss: Sloane wird eingewiesen. Es stellt sich jedoch heraus, dass sie kein einfacher Patient sein wird. Sie wehrt sich von Anfang an mit Händen und Füßen gegen die Behandlung, sie kämpft, sie schreit - leider jedoch erfolglos. Also begleitet der Leser sie dabei, wie sie sich langsam aber sicher in eine dieser leeren Hüllen verwandelt, die sie mehr verabscheut als alles andere. Nur dass sie sich eben nicht mehr daran erinnert, dass sie niemals so werden wollte.

It's the question we often ask ourselves: Would we commit suicide without The Program, or does it help drive us there?
» Suzanne Young - The Program, Seite 68


Doch mit der Einlieferung und Behandlung im program ist Sloanes Geschichte natürlich noch nicht zu Ende. Allerdings kann ich an dieser Stelle nichts dazu sagen, ohne euch zu spoilern. Nur so viel kann ich euch verraten: Sloane schließt der Therapie erfolgreich ab und wird zurück in die Obhut ihrer Eltern gegeben. Sie versuchen, dem Mädchen ein normales neues Leben zu ermöglichen, aber irgendetwas nagt an ihr...


--- Fazit ---
Mit "The Program" hat Suzanne Young einen tollen Auftakt einer tollen Dilogie geschrieben, der mich von vorne bis hinten fesseln konnte. Das Buch behandelt ein trauriges Thema auf sehr intensive Weise und besticht dabei vor allem durch die Atmosphäre und gut gezeichnete Charaktere. Für Fans von Dystopien definitiv eine Empfehlung!
Profile Image for Sarah.
240 reviews5 followers
October 2, 2013
„Du. Wirst. Vergessen.“ von Suzanne Young ist der erste von zwei Bänden mit einer dystopischen Grundidee, die im Vergleich zu den meisten anderen Büchern dieses aktuellen Trend-Genres sehr nah – sowohl zeitlich wie auch inhaltlich – an unserer realen Gegenwart bleibt.

Zum Inhalt: Die Selbstmordrate ist unter Jugendlichen stark gestiegen, Auch Sloanes Bruder Brady hat sich vor zwei Jahren das Leben genommen. Um das Problem zu bekämpfen, wurde das „Programm“ entwickelt, unterstützt von der Regierung und den Eltern. Die Jugendlichen werden beobachtet. Wer Anzeichen von Depressionen zeigt, muss damit rechnen ins „Programm“ gebracht zu werden – die Rückkehrer haben alle Erinnerungen verloren. Daher vermeidet es Sloane, so wie alle anderen auch, ihre Gefühle zu zeigen. Nicht einmal vor ihren Eltern kann sie ehrlich sein. Nur bei ihrem Freund James ist sie offen, doch eines Tages bricht James zusammen. Wird Sloane es schaffen, dass er sich an sie erinnert, wenn er aus dem „Programm“ zurückkehrt? Oder könnte sie damit leben, wenn er es nicht tut?

„Du. Wirst. Vergessen.“ schafft es dem aktuellen Dystopie-Trend neues hinzuzufügen. Nicht durch die verlorenen Erinnerungen – das ist kein seltenes oder besonders neues Motiv. Doch „Du. Wirst. Vergessen.“ stellt in seiner Position zwischen unserer Gesellschaft und der dystopischen Zukunftsvision einen Sonderfall dar. Denn, während die meisten Dystopien neue Gesellschaftsstrukturen präsentieren und dem Leser in den Hintergrundinformationen nur nebenbei Einblick darauf gewähren, wie sich diese entwickelt haben, ob durch Konflikte, gar Kriege, oder Naturkatastrophen apokalyptischen Ausmaßes, zeigt Suzanne Young genau diesen Übergang zwischen unserer Realität und einer dystopischen Zukunft. Dabei sind ihre Überlegungen sehr gut durchdacht, gleichzeitig aber auch denkbar unspektakulär, sodass tatsächlich auch eine gefühlte Nähe zwischen Gegenwart des Lesers und der hier erschaffenen Welt entstehen kann.

Es müssen nicht immer die großen Kriege oder Katastrophen sein, die Gesellschaften durch bedenkliche Entscheidungen Schritt für Schritt zum Negativen verändern. Hier ist der Auslöser ein plötzlicher Anstieg der Zahl von Suiziden bei jungen Menschen. Die Lösung zur Eindämmung dieser ist das „Programm“. Da die Rückkehrer nach ihrer Behandlung keine Anzeichen von depressiven Erkrankungen mehr zeigen, gilt es als Erfolg, zumindest bei der Regierung und den besorgten Eltern. Die Jugendlichen selbst sehen jedoch die andere Seite. Sie verlieren Freunde, denn die Behandelten erinnern sich nicht, haben sogar stark veränderte Persönlichkeiten, werden optisch verändert – neue Kleidung, neue Frisur. Doch öffentlich Kritik zu üben oder Gefühle zu zeigen, kann bedeuten, dass man selbst der Nächste ist, der ins „Programm“ muss.

„Du. Wirst. Vergessen.“ setzt mit dieser Idee nicht in ferner Zukunft an, sondern in einer der Gegenwart sehr nahen Zeit. Doch, obwohl sich eigentlich nur ein einziges Element verändert hat (die Selbstmordrate) und besorgte Erwachsene aus richtigen Gründen (die Heilung der Depressionen) das Falsche unterstützen (das „Programm“), ist das Leben der Jugendlichen davon schon stark negativ beeinflusst und damit für den Leser sehr erschreckend. Dabei hat dieses eine dystopische Merkmal allerdings noch Grenzen. Zum Beispiel die Volljährigkeit. Noch ist die Gesellschaft nicht so weit gegangen die Mündigkeit der Menschen im Erwachsenenalter zu schränken. Noch ist das „Programm“ auch lokal beschränkt. Doch es weitet sich aus und gewinnt an Einfluss. Genau diese Entwicklung hinein in die Dystopie ist einer der Kernaspekte dieses Buches.

Das zweite und vordergründige Hauptaugenmerk liegt auf der Entwicklung der Charaktere und ihrer Beziehungen in dieser schwierigen Welt. Sloane, James und ihre Freunde kämpfen gegen die negativen Gefühle, der Roman wird dadurch hauptsächlich bestimmt von einer nachdenklichen, oft traurigen Stimmung und weniger von actionreichen Sequenzen. Die Ausweglosigkeit ist greifbar in der Gefühlswelt der Protagonisten und von der Autorin atmosphärisch ebenso gut umgesetzt, wie die intensive Liebesgeschichte zwischen Sloane und James, dem ehemals besten Freund ihres Bruders Brady. Sein Selbstmord verbindet und belastet die beiden und vermutlich ist es von vorn herein nur eine Frage der Zeit, bis das „Programm“ auch dieses wundervolle Paar entzweit. Es folgen spannende Entwicklungen, zartes Herantasten und viele schockierende und traurige Momente. „Du. Wirst. Vergessen.“ ist nicht nur sprachlich stark geschrieben, es lebt auch von den starken Gefühlen der Protagonisten und einer bedrückenden Grundstimmung.

Neben der guten Sprache überzeugen auch die Charaktere, allen voran die Ich-Erzählerin Sloane, eine aufgeweckte 17-Jährige, die zwar Schwächen zeigt aber nicht durch Naivität oder gar Dummheit negativ auffällt, sondern ganz im Gegenteil mit Charaktertiefe und Facettenreichtum überzeugt. Mit ihr mit zu fiebern fällt leicht, ihre Trauer und ihren Schwermut zu verstehen ebenfalls.
Die Autorin vereint eine gute Mischung aus Liebe, Wut und einer ausdrucksstarken Persönlichkeit in ihrer Hauptfigur. Das „Programm“ stellt dabei eine weitere Herausforderung dar, indem es die Notwendigkeit schafft, zwischen Bachgefühl und Wissen unterscheiden zu müssen, wenn die Erinnerungen fort sind. Wie Sloane und die anderen mit den Auswirkungen des Programms umgehen, wie die Autorin sich das „Programm“ überhaupt vorstellt, ist sehr lesenswert und die Fortsetzung wird von mir jetzt mit Spannung erwartet.

Fazit: „Du. Wirst. Vergessen.“ ist eine sprachlich intensive und mit starken Charakteren umgesetzte Romanidee, die sich mit einer dystopischen Idee zur Bekämpfung von Selbstmorden und Depressionen befasst und zeigt, wie ein solches Element eine Gesellschaft, die im Kern noch nah an der heutigen Zeit liegt, nach und nach zum Negativen verändert. Das ist der Autorin sehr gut gelungen, besonders durch eine eher nachdenkliche Grundstimmung. „Du. Wirst. Vergessen.“ setzt mehr auf die emotionalen Aspekte als auf große Action. Ich kann dieses Buch nur empfehlen. 5 Sterne.
Profile Image for Stefanie Hasse hisandherbooks.de.
726 reviews216 followers
November 2, 2013
Zitat:
„Wir alle hoffen, dass es schnell vorbei ist. Hoffen, dass wir einen weiteren Tag überstehen, ohne ausgesondert zu werden.“
(S. 12)

„Ich sterbe, alles in mir zerreißt, blutet. Ich bin schon so weit fortgegangen, dass ich nicht sicher bin, ob ich je wieder zurückkehren kann.“
(S. 108)

„Wir haben so viele Geheimnisse geteilt, und nun gehören sie nur noch mir. Ihr Gewicht drückt mich nieder.“
(S. 133)

Inhalt:
Die Selbstmordrate unter Jugendlichen steigt stetig. Es heißt, dass man sich anstecken kann. Die Suizide breiten sich aus wie eine Epidemie. Niemand kann diese traurige Entwicklung erklären.

Zur Eindämmung und Prävention dieses Phänomens wurde ein Pilotprojekt ins Leben gerufen: „Das Programm“. Aufgabe des „Programms“ ist es, auffällige Jugendliche zu identifizieren, sie zu isolieren und ihre Gedanken zu reinigen. Die Schule, die Sloane und James besuchen, nimmt an diesem Projekt teil. Die Jugendlichen haben Angst. Angst, ihre Vergangenheit und Identität zu verlieren! Ist diese Angst berechtigt?

Vor zwei Jahren hat sich Sloanes Bruder umgebracht. Nur mit Hilfe ihres Freundes James konnte sie diese schwere Zeit überstehen. Gefühle kann sie sich auch nicht erlauben. „Das Programm“ ist wachsam. Die Betreuer lauern überall!

Durch ein unerwartetes Ereignis gerät James aus der Bahn. Sloane gibt ihr Bestes, um die Anzeichen einer Ansteckung von James zu verbergen. Doch das Unvermeidliche passiert dennoch. Die Betreuer werden auf James aufmerksam, „Das Programm“ holt ihn ab.

Sloane ist verzweifelt. Als sie Wochen später auf den „geheilten“ James trifft, kann er sich nicht an seine große Liebe erinnern. Für Sloane bricht eine Welt zusammen. Und nun ist auch sie in großer Gefahr!

Meinung:
„Du.Wirst.Vergessen.“ stand erst wenige Tage in meinem Regal. Die Geschichte übte eine immense Anziehungskraft auf mich aus, so dass ich natürlich nicht lange umhin gekommen bin, das Buch zu lesen.

Suzanne Young gab mir nicht viel Zeit, geruhsam in ihre Geschichte einzutauchen. Gleich von Beginn an war ich Teil des Ganzen. Kaum an der Seite von Sloane angekommen, erlebte ich auch schon kurz darauf schockiert, wie Betreuer des „Programms“ eine Mitschülerin abholten. Die vermeintlich positive Fassade des Projektes fing damit gleich an zu bröckeln, nach und nach bildeten sich für mich sogar richtige Risse darin.

Der Autorin gelang es mit wenigen Mitteln, eine bedrückende und einschüchternde Atmosphäre zu schaffen, die mich von Anfang bis Ende total in ihren Bann ziehen konnte. Suzanne Young lässt ihre Protagonistin Sloane die Geschichte durchgängig aus deren Sicht in Gegenwartsform erzählen. Immer wieder geschickt eingebaute Passagen mit kurzen Sätzen erhöhen kurzfristig das Tempo, ohne dass ich in eine rasante Entwicklung geriet. Die Autorin konnte damit zielsicher eher ein anderes Gefühl erzeugen: Angst. Angst vor Entdeckung. Angst, dass ein Betreuer aufmerksam wird und ich mich an der Seite von Sloane im „Programm“ wiederfinde. Denn was würde man uns dort antun? Die Rückkehrer, also die geheilten Jugendlichen, machten zumindest nur auf den ersten Blick den Eindruck, wirklich genesen zu sein. Bei näherem Hinschauen hatte ich dann doch so manchen Zweifel.

Sloane war für mich von Beginn an eine sehr sympathische Protagonistin. Sie ließ mich sofort an ihren Gefühlen teilhaben, auch wenn sie diese nicht offen zeigen durfte. So teilte sie das ein oder andere Geheimnis mit mir, ohne dass ihre Umwelt irgendetwas von Sloanes Gedankenwelt mitbekam. Ich durchlebte mit ihr einige schöne Erlebnisse, litt mit ihr in schwierigen bis ausweglosen Situationen. Oftmals hatte ich den unwiderstehlichen Drang, einfach Gestalt in der Geschichte anzunehmen, um Sloane zu beschützen. Sie wirkte zeitweise so ausgeliefert. Möglichkeiten zur Gegenwehr waren nicht immer vorhanden. In solchen Situationen fühlt sich auch eine noch so selbstbewusste Person wie Sloane hilflos und zerbrechlich.

In James hat Sloane einen Halt gefunden, der sie nach dem Tod ihres Bruders wahrscheinlich davor bewahren konnte, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Er vermittelt Ruhe und Selbstbewusstsein, geht mitunter aber auch so manches nicht kalkulierbare Risiko ein. Und plötzlich gerät ausgerechnet James in das Visier der Betreuer. Nach der Rückkehr aus dem „Programm“ ist er auf jeden Fall ein völlig anderer Mensch. Und Sloane verliert damit ihren Rettungsanker.

„Du.Wirst.Vergessen.“ hatte eine unglaublich fesselnde Wirkung auf mich. Dieser Bann wurde mit Sicherheit nicht durch rasante Action und temporeiche Szenen hervorgerufen, die in dem Buch auch gar nicht in der Form vorhanden waren. Die Anziehung der Geschichte resultierte eindeutig aus dieser realistischen Darstellung einer Welt, deren weitere Entwicklung langsam aber sicher aus der Bahn gerät. Vermeintlich Gutes mutiert zu einem nicht beherrschbaren Faktor und so mancher Charakter, der mir hier begegnete, hatte sein eigenes Geheimnis.

Insgesamt hatte ich viele schöne Lesestunden mit dem Buch. Der angenehme Schreibstil machte es mir einfach, mich in der Geschichte zurechtzufinden und an diese zu binden. Ich konnte diese nah an einer möglichen Realität handelnde Geschichte wirklich genießen. Das Ende macht mich neugierig auf die Fortsetzung. Dennoch kann ich nun beruhigt und zufrieden das Buch zuklappen.

Urteil:
„Du.Wirst.Vergessen“ besticht durch seine einschüchternde Atmosphäre, die mir so manches Mal eine Gänsehaut bescherte. Für diese real wirkende Darstellung und einen hohen Lesegenuss vergebe ich deshalb 5 Bücher.

Für alle Fans realistisch dargestellter Welten, die Geschichten mit einer besonderen Atmosphäre lieben, und sich von einer beklemmenden Stimmung nicht einschüchtern lassen.

Die Serie:
1. Du.Wirst.Vergessen
2. Originaltitel: The Treatment
Voraussichtlicher Erscheinungstermin: April 2014

©his-and-her-books.blogspot.de
Profile Image for Jonas Rösing.
34 reviews
October 8, 2020
Eine schöne Mischung aus Boy 7 und Liebesgeschichte, wenngleich es manchmal schon echt kitschig ist.
Profile Image for Marie Käfer.
273 reviews10 followers
April 25, 2014
Der erste Satz
Die Luft in dem Raum schmeckt steril.


Meine Meinung
Inhalt
Sloane und James sind das perfekte Paar. Sie lieben sich abgöttisch und dies schon seit sehr langer Zeit. Sloane kann bei ihrem Freund so sein, wie sie wirklich ist und ihre Gefühle zeigen. Würde sie das in der Öffentlichkeit tun, wäre sie schon bald eine von denen, die beim "Programm" mitmachen müssen.
"Das Programm" löscht die "infizierten Erinnerungen" aus dem Gedächtnis der Infizierten und macht sie so zu einem völlig neuen Menschen. Sloane und James möchten niemals als eine von diesen leeren Hüllen enden und verstecken daher ihre Gefühle so gut sie es können.
Doch dann geschehen schlimme Dinge, die dazu führen, dass sich James nicht mehr zusammen reißen kann. Er wird von "Programm" geholt - Für Sloane bricht eine Welt zusammen.


"Ich hasse "Das Programm" und was es uns antut, aber ich weiß auch, dass ich nicht sterben will. Ich will nicht, dass irgendeiner von uns stirbt."
Seite 31/32


Charaktere
Sloane versteckt ihre Gefühle von der Außenwelt sehr gut. Doch ihren inneren Kampf, ihre wirklichen Empfindungen habe ich dennoch gespürt. Sie kann einem wirklich Leid tun bei allem, was sie erlebt hat und noch erleben wird. Sie ist eher zurück gezogen und öffnet sich nur den Menschen, denen sie vertrauen kann. Dabei ist sie sich selbst bald nicht mehr sicher, wer zu den vertrauenswürdigen dazu gehört und wen sie lieber meiden sollte. Sloane habe ich sehr gemocht und mich an manchen Stellen in ihr wieder gefunden.
James bezeichnet sich selbst ein Arschloch. Wobei ich dies absolut nicht unterschreiben kann. Es ist rührend, wie sehr er sich um seine Freundin bemüht. Auf jeder Seite konnte ich seine Emotionen verstehen und nachempfinden. Und je mehr ich über ihn erfahren habe, umso mehr habe ich ihn ins Herz geschlossen. Es steht außer Frage, wie sehr er Sloane liebt.


Manchmal sind unsere Schuldgefühle, weil wir überlebt haben, stärker, als wir es ertragen können, ein Geheimnis zwischen uns, von dem wir uns nichts anmerken lassen. Aber wir sind alles, was uns noch geblieben ist.
Seite 43


Gesamt
Ich bin ein bisschen sprachlos. Zwar habe ich schon erwartet, dass mir "Du.wirst.vergessen" bestimmt gefallen wird, weil es sich schließlich um eine Dystopie und somit um eins meiner Lieblingsgenres handelt, aber jetzt sitze ich hier und bin total baff, weil meine Erwartungen um Längen übertroffen wurden.
Nicht viele Autoren schaffen es, mich gleich von der ersten Seite an so sehr in ihre Geschichte zu zerren, dass ich das Buch nie wieder aus der Hand legen möchte. Suzanne Young gehört zu denen, die es auf jeden Fall geschafft haben.
Gleich am Anfang ist man sofort in der Geschichte drin und erlebt, wie die Liebe zwischen James und Sloane, sowie die "Sache mit dem Programm" ist. In diesem ersten Teil wäre ich gerne noch länger geblieben, weil ich es total herrlich fand, wie das Pärchen miteinander umgegangen ist und wie nah man den Protagonisten selbst Stück für Stück kommt. Mit jeder Zeile die ich gelesen habe, habe ich mich mehr in das Buch und deren Charaktere verliebt.
Hat man den ersten Teil hinter sich gebracht, bricht eine solche Spannung aus, das nun die Seiten noch schneller an mir vorbei geflogen sind. Die Lage spitzt sich immer mehr zu und man liest und liest und liest - Neugierig, wie Sloane auf die Tatsache reagiert, dass James abgeholt wurde und ob er sich an sie erinnern wird, wenn er zurückkehrt.
Neben der Liebesgeschichte der Protagonisten liegt das Augenmerk natürlich auf dem "Programm". Ich fand es schon regelrecht furchtbar, dass die Menschen keine Gefühle zeigen durften, weil sie ansonsten sofort als depressiv und somit als krank eingestuft wurden. Die Thematik hat mich sehr nachdenklich gemacht, denn Depressionen sind ja auch in der heutigen Zeit sehr präsent. Gerade aus diesem Grund kam mir "Du.wirst.vergessen" auch ziemlich real vor. Ich habe öfter drüber nachgedacht, wie es wohl wäre, würde es wirklich das "Programm" geben und wie ich selbst damit umgehen würde, schließlich bin ich ja (leider) selbst ein bisschen nah am Wasser gebaut.
Das Buch beschäftigte mich nicht nur während ich es gelesen habe, sondern selbst jetzt noch. Es ist von vorne bis zum phantastischen Ende hin ein grandioses Buch!


Fazit
Ich musste die Geschichte erstmal sacken lassen, bevor ich überhaupt eine Rezension schreiben konnte. Das ist schon mal ein gutes Zeichen. ;) Suzanne Young hat mich von ihrem Buch absolut überzeugt. Ihr Tempo ist so rasant, dass ich "Du.wirst.vergessen" in Null Komma nix durch hatte und nun nachdenklich hier sitze, weil ich mir alles noch mal durch den Kopf gehen lasse. Das ernste Thema der Depressionen und des "Programms" wurden von einer wundervollen Liebesgeschichte begleitet, die mich absolut entzückt hat.
Wenn ihr dieses Buch noch nicht kennt, dann holt das unbedingt nach!
© www.mybooksparadise.de
Profile Image for Jan (lost pages).
290 reviews63 followers
August 28, 2013
Inhalt:
Gefühle in der Öffentlichkeit zeigen? Sloane kann sich nicht erinnern, wann sie das zum letzten Mal gemacht hat. Viel zu gefährlich und viel zu groß ist die Angst davor, in das "Programm" gesteckt zu werden. Seit die Selbstmord-Epidemie unter den Jugendlichen ausgebrochen ist, werden viele Teenager stark kontrolliert und bei dem kleinsten Anzeichen von Depressionen in die Klinik verfrachtet. Wer von dort zurückkehrt, ist nicht mehr derselbe. Erinnerungen, die für schädlich befunden wurden, werden ausradiert. Zurück bleibt ein Mensch, der einen Teil seines Lebens einfach vergessen hat.

Nachdem ihr Bruder sich umgebracht hat und ihre beste Freundin sich nicht mehr an sie erinnern kann, hat Sloane nur noch James. Ohne die bedingungslose Liebe zueinander wären beide wahrscheinlich schon am Boden. Doch als ein weiterer Schicksalsschlag James zum Schwanken bringt und er in das "Programm" verfrachtet wird, bricht auch für Sloane eine Welt zusammen. Eines hat sie sich aber geschworen - sie wird um James kämpfen und um ihre Erinnerungen!


Meinung:
Dieses Buch konnte ich beim besten Willen einfach nicht ignorieren! Viel zu gut hat sich der Klappentext angehört und viel zu neugierig bin ich auf diese Geschichten gewesen. Wie gut, dass ich auf mich gehört habe, denn "Du. Wirst. Vergessen." hat mir wirklich sehr gefallen!

Der Einstieg in das Buch gelingt mir wahnsinnig leicht und ich war nach nur wenigen Seiten in der fantastischen Atmosphäre des Buches gefangen! Sloanes Welt wird einem direkt und schonungslos vorgestellt. Die Stimmung war gleich unheilvoll und hoffnungslos. Wie aussichtslos die Lage der Jugendlichen ist, wird mit jedem Kapitel des Buches deutlicher und ich war einfach nur begeistert davon, wie mich die Geschichte so für sich einnehmen konnte.

Dabei ist Sloane eigentlich überhaupt kein "positiver" Charakter in dem Sinne. Von außen betrachtet sehr verstellt und schon beinahe "künstlich", weil sie um jeden Preis keine Aufmerksameit bekommen möchte. So macht sie gute Miene zum bösen Spiel und verstellt sich in der Öffentlichkeit. In ihrem Inneren sieht es dabei ganz anders aus - es scheint sie zu zerreißen, keine offenen Gefühle zeigen zu können, keine Träne vergießen zu dürfen und sie muss sehr darum kämpfen nicht die Beherrschung zu verlieren. Trotz dieser Traurigkeit, die sie umgibt, ist mir Sloane sehr ans Herz gewachsen. Ich habe jede Seite absolut mit ihr mitgefühlt, mitgehofft und mitgelitten. Sie gehört definitiv zu den Charakteren, die mich auch nach dem Lesen noch beanspruchen!

Auch wenn dieses Dystopie in erster Linie bedrückend wirkt, ist sie auf dem zweiten Blick vor allem eines - eine Liebesgeschichte! Dazu noch ein ziemlich Gute. Die Beziehung zwischen Sloane und James ist so ziemlich der einzige Hoffnungsschimmer, das wenige Gute, das zwischen den Zeilen auftaucht. Der Autorin ist es wunderbar gelungen, die Gefühle, die Ängste und die Emotionen allgemein auf den Leser zu projizieren. Die oft auftauchenden Rückblicke in die Beziehung der beiden waren geradezu beklemmend und haben mir richtig zugesetzt. Der Schreibstil der Autorin ist daran nicht ganz unschuldig - einfühlsam beschreibt sie ganze Abschnitte, die sich einfach wunderbar anhören, ohne dabei unglaubhaft oder kitschig zu wirken!

Als überaus spannend würde ich dieses Buch nicht unbedingt bezeichnen - es gibt da ein, zwei Momente, die mich wirklich geschockt haben, aber was wirklich an diesem Roman fesselt, ist die Grundstimmung, die von Anfang an gegeben ist und mich nicht mehr losgelassen hat!

Ein klein wenig "lang" wurde es mir im Mittelteil - hier bekommt man zwar viel von dem "Programm" gezeigt, wie die Therapie abläuft und der Alltag in der Klinik funktioniert, hatte aber nach einiger Zeit das Gefühl, dass sich das Geschehen nicht wirklich von der Stelle bewegt. Danach ging es aber gewohnt atmosphärisch weiter.

Das Ende ist gut gewählt und könnte sogar ohne eine Fortsetzung auskommen. Ich brauche aber trotzdem eine, weil ich wirklich gerne weiterlesen würde, zudem macht der Epilog mehr als nur neugierig!


Fazit:
"Du. Wirst. Vergessen." ist ein klasse dystopischer Auftakt, der seinen Schwerpunkt vor allem auf eine düstere, hoffnungslose Atmosphäre legt. Die Autorin hat ein beängstigendes Szenario geschaffen, das mich ab der ersten Seite in seinen Bann ziehen konnte. Ich habe mit der Protagonistin mitgehofft, mitgefühlt und mitgelitten und war doch überrascht, wie gut die doch größere Liebesgeschichte hier funktioniert und überzeugen kann! Über die kleinen Längen im Mittelteil habe ich gerne hinweggesehen und freue mich sehr auf eine Fortsetzung!
Profile Image for Ricarda Scola.
474 reviews10 followers
September 12, 2013
Inhalt:

Sloane lebt in einer Zeit, in der Selbstmorde zu einer Epidemie ausgeartet sind. Die einzige Möglichkeit, dem zu entgehen, bietet „Das Programm“, das ihren Patienten die Erinnerungen raubt. Nach dem ihr Bruder gestorben ist und ihre beste Freundin in „Das Programm“ geschickt wurde, klammert sie sich an ihren Freund, James. Die beiden geben einander Halt und stützen sich, wenn die erdrückende Last zu viel wird. Stets müssen sie gute Miene zum bösen Spiel machen und weinen kommt einem Schuldgeständnis gleich. Als dann jedoch ihr beider bester Freund stirbt, wird James krank und kommt ins Programm. Sloane hat niemanden mehr und doch kämpft sie um ihr Leben, ihre Erinnerung. Sie klammert sich daran, dass James und sie wieder zueinander finden, doch was wenn nicht?

Die Protagonistin:

Sloane ist auf dem ersten Blick eine ziemlich schwache Persönlichkeit. Sie versteckt sich hinter ihrem Happy Face und klammert sich an ihren Freund, bei dem sie offen weinen kann und der ihr verspricht, sie sowohl vor dem Tod als auch dem Programm zu beschützen. Erst als er selbst in „Das Programm“ eingeliefert wird und Sloane nur noch sich selbst hat, erkennt man den Funken Kampfgeist in ihr. Weiterhin stützt sie sich auf ihre Liebe zu James, aber sie zeigt, dass weitaus mehr in ihr steckt und es ist schön, mitzuerleben, wie sie selbst erkennt, dass sie leben will…

Eigene Meinung:

„Du.Wirst.Vergessen.“ von Suzanne Young ist eine ruhige, sehr düstere Dystopie, die den Leser weniger mit Spannung als mit dieser einzigartigen Atmosphäre fesselt.

Youngs Schreibstil transportiert auf ganz einzigartige Weise jegliche Emotionen, sodass man als Leser völlig gebannt und stellenweise richtig an das Buch gebunden ist. Sie schreibt flüssig und bildhaft und unterhält den Leser mit einer Leichtigkeit, die man einem, von inneren Monologen dominierten, Roman gar nicht zutraut. Erzählt wird die Geschichte von Sloane aus der Ich-Perspektive.

Die Charaktere sind komplex und authentisch. Ihre starken Persönlichkeiten machen diesen Roman aus. Young fokussiert sich völlig auf die Jugendlichen und lässt nahezu jeden Erwachsenen außen vor. Die wenigen, die vorhanden sind, treten meist als Feind auf oder sind so undurchsichtig, dass man nicht weiß, was man von ihnen halten soll.

Der einzige Kritikpunkt, den ich habe, ist Sloanes furchtbare Naivität, die sie immer wieder in die Falle tappen lassen. Außerdem hat sie ein Talent dafür, das Offenkundige zu übersehen und dafür hätte ich sie am Liebsten gewürgt.

Die Geschichte ist sehr ruhig, hat dafür atmosphärisch aber richtig viel zu bieten! Spannung wird weniger durch actionreiche Szenen, sondern von einer gewissen Paranoia verursacht, die nach und nach auch auf den Leser übergreift. Vor allem, weil man keine Ahnung hat, wie diese „Seuche“ zustande gekommen ist, was erste Anzeichen dafür sind etc. Denn in einer Welt, in der eine dermaßen hohe Selbstmordrate herrscht, steht doch jeder am Rande einer Depression. Dass man den Kindern die Chance verweigert, um ihre Freunde oder Verwandte zu trauern, ist nicht nur grausam und falsch, sondern schlichtweg unglaubwürdig. Zumindest in dem Sinne, dass die Eltern und die Lehrer nicht wirklich daran glauben können, dass jemand, der gerade einen solchen Verlust hinter sich hat, lachend durch die Weltgeschichte läuft. Diese Situation ist so furchtbar, dass ich zwischenzeitlich am liebsten für die Protagonisten geweint hätte!

Der Lichtstreif am Horizont ist die Beziehung von James und Sloane. Aus all diesem Elend ist wahre Liebe entstanden, die die beiden stets verbindet. Ihre Liebesgeschichte ist ein wichtiger Bestandteil des Romanes und trotzdem hat man nicht das Gefühl, dass es nur darum ginge. Und das, obwohl man sich um die beiden sorgt und mit ihnen leidet und liebt.

Der Titel „Du.Wirst.Vergessen.“ ist eine Ansage, eine Drohung, die während des Lesens dauerhaft spürbar ist. Das Cover ist nicht unbedingt „schön“, aber ein echter Hingucker und es passt ziemlich gut, lernt man doch auch drei verschiedene Seiten von Sloane kennen.

Fazit:

Suzanne Youngs „Du.Wirst.Vergessen.” ist eine einmalig düstere Dystopie, die durch eine außergewöhnliche Atmosphäre aus der Masse hervorsticht. Der Roman besticht durch ausdrucksstarke Persönlichkeiten und eine Zukunftsvision, die man sich nicht im Traum vorstellen mag. Youngs toller Schreibstil transportiert so gut die Emotionen, dass man richtig mitgerissen wird. All die offenen Fragen lassen mich die Fortsetzung kaum erwarten und alles in allem kann ich diesen Reihenauftakt nur empfehlen – 4/5 Bücher!
Profile Image for Ina Vainohullu .
891 reviews17 followers
August 11, 2016
"Du.Wirst.Vergessen" handelt von der 17-jährigen Sloane, die in einem Teil Amerikas lebt, in dem es zur Mode geworden ist, Jugendliche die sich emotional auffällig verhalten in "das Programm" zu stecken. Dort werden ihnen "verdorbene Erinnerungen" genommen, die bei Nichtbehandlung zu Selbstmord oder Depressionen führen könnten.

Sloane war immer der Meinung, sie hätte das innere Gefühlschaos, in das sie nach dem Selbstmord ihres Bruders gestürzt ist, im Griff und man würde ihr nicht anmerken wie sehr sie leidet. Doch als in ihrem Freundeskreis ein weiteres Unglück geschieht und sich ihr Freund James, den sie über alles liebt, zurückzieht und schließlich von den Betreuern ins Programm gebracht wird, kann auch Sloane ihre Gefühle nicht mehr in Zaum halten und landet nur wenige Wochen später selbst in einer der ominösen Einrichtungen des Programms.

Doch sie gibt nicht auf und versucht sich zu erinnern. Dabei bekommt sie Hilfe von ihrem Mitpatienten Michael Realm, der sie unter seine Fittiche nimmt und sie vor aufdringlichen Betreuern schützt. Die beiden werden Freunde, doch Michael scheint ein Geheimnis zu haben, welches nicht nur ihn, sondern auch Sloane in ernsthafte Schwierigkeiten bringen könnte....

Da ich die Bücher die ich als Nächstes lese, oft nach dem Cover auswähle, lag "Du.Wirst.Vergessen" eine ganze Weile auf meinem SuB, bevor ich mich jetzt doch rangetraut habe, denn das Cover spricht mich persönlich, optisch leider überhaupt nicht an. Die junge Frau auf dem Cover guckt mir zu böse, ihre Gesichtszüge wirken sehr kantig und man weiß nicht so recht: Ist das nun ein Foto oder ist es eine Zeichnung. Fakt: Es ist einfach nicht mein Ding.

Macht aber nichts, denn die Geschichte reißt es dafür umso mehr heraus.

In "Du.Wirst.Vergessen" schafft Autorin Suzanne Young eine hervorragende jugendliche dystopische Liebesgeschichte mit leichtem Thrill, die dem Leser unter die Haut geht. Ihr Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Mit steigenden Spannungsbögen an den richtigen Stellen, fesselt sie ihre Leser und sorgt sowohl für Gänsehaut, als auch für sehr intensive kribbelnde Momente.

Ihre Protagonisten wirken authentisch. Jugendliche Rebellen, die keine Lust haben, sich von einem System kontrollieren zu lassen, aber nicht die Kraft sich ernsthaft zu wehren. Denn "das Programm" ist stärker. Doch vor allem Sloane, die hier ihre Geschichte in der Ich-Form erzählt, kämpft dagegen an und ist überzeugt, das sie es schaffen kann, ihre Erinnerungen zurückzuholen. Auch wenn sie in manch einer Situation am Boden zerstört erscheint, richtet sie sich doch immer wieder auf und ist bereit zu kämpfen.

Michael Realm, der für Sloane während ihrer Zeit im Programm zu einem wichtigen Vertrauten wird, scheint eine größere Rolle zu spielen, als es zunächst den Anschein hat. Ihn umgibt ein Geheimnis, das hier nur häppchenweise ans Tageslicht kommt und dafür sorgt das man ihn schlecht einschätzen kann.

Was mich an der Geschichte am meisten erschreckt hat, ist die Tatsache, das Protagonistin Sloane, nach dem Programm auf ihre "alten" Freunde trifft und keine Ahnung hat, wer sie sind.

Sie sind völlig Fremde füreinander und mir treibt dieses Wissen beim Lesen einen Kloß in den Hals und Tränen in die Augen.

Die Vorstellung das jemand dir deine Erinnerungen nimmt, sowohl gute wie schlechte, ist schon ganz schön gruselig.

Leider nicht ersichtlich, auch wenn man sich die Gründe sicher denken kann, ist, warum das Programm überhaupt erschaffen wurde. Dies wird zwar angedeutet und der Leser kann sich alles selbst wunderbar zusammenpuzzeln, aber ich finde es sehr schade, das man auf die Aufklärung verzichtet hat.

Das Ende lässt mich leicht verwirrt und mit tausend offenen Fragen und dem dringenden Wunsch nach mehr zurück, denn die Geschichte ist hier keineswegs zu Ende erzählt, sondern vermittelt das Gefühl, das es jetzt erst so richtig losgeht. Ich gehe davon aus, das wir uns auf eine Fortsetzung freuen dürfen.

Fazit:


Mit "Du.Wirst.Vergessen" gelingt Autorin Suzanne Young eine einmalige Mischung aus Dystopie, Liebesgeschichte und Thriller. Durch ihren flüssigen Schreibstil, ihre authentischen Charaktere und das erschreckende Thema der Handlung konnte sie mich komplett für sich einnehmen.
Profile Image for Julia karafurunabooks.
151 reviews
November 11, 2013
Ich sterbe, alles in mir zerreißt, blutet. Ich bin schon so weit fortgegangen, dass ich nicht sicher bin, ob ich je wieder zurückkehren kann.
Seite 108


Inhalt:
Nur das »Programm« kann der grassierenden Selbstmord-Epidemie unter Jugendlichen noch Einhalt gebieten. Für besorgte Eltern bedeutet es Hoffnung, für die Jugendlichen das Ende. Denn jeder, der zurückkehrt, ist ohne Erinnerung – und ohne Emotionen. Niemals würde Sloane es wagen, öffentlich Gefühle zu zeigen. Nur bei ihrem Freund James kann sie sie selbst sein. Seine Liebe ist ihre einzige Stütze in einer gefühlskalten Welt. Aber dann bricht James plötzlich zusammen! Als das »Programm« ihn holt, weiß Sloane, dass nichts mehr so sein wird, wie es war. Sie muss um James‘ Liebe kämpfen – und um ihrer beider Erinnerungen … Quelle: Amazon

Meinung:
Der Schreibstil von Suzanne Young ist einfach großartig. Er ist jetzt nicht so, dass er super spannend geschrieben ist, dennoch kann er mich mitreißen.
Das ganze Buch ist aus der Sicht von Sloane geschrieben.

Sloane hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie hat es echt nicht leicht, aber dennoch versucht sie stark zu bleiben, auch wenn ihr das manchmal nicht leichtfällt. Auch im weiteren Verlauf der Geschichte zeigt sie noch mehr Stärke, vor allem dann, wenn sie versucht die Erinnerung an sich selbst und James nicht zu verlieren.

James hat mir einfach gut gefallen. Er ist einfach liebenswürdig und hilfsbereit und süß und aufopfernd, einfach perfekt. Wie alle anderen hat er es nicht leicht und dann passiert etwas, was ihn vollends aus der Bahn wirft, dass er sich gehen lässt und schließlich im ''Programm'' landet.

Was ich von Realm halten soll, weiß ich auch nach Ende des Buches nicht. Aber Roger und Dr. Warren kann ich so gar nicht leiden!
Außerdem kann ich mich mit Sloanes Mutter nicht anfreunden, weshalb, das muss man schon selber herausfinden.

Erstmal muss ich vorweg sagen, dass dieses Buch in allgemeiner Sicht einfach der Wahnsinn ist. Ich finde es wirklich genial geschrieben und die Thematik ist mal anders. Aber dennoch hat mich das Buch aus persönlichen Gründen ziemlich runter gezogen, da ich selber Erfahrung mit Selbstmordopfern habe...

Man wird sofort in die Handlung hinein geworfen und lange dauert es nicht, bis die erste Person brutal ins ''Programm'' geholt wird. Das hat mich schon ziemlich schockiert, denn es ist wirklich krass wie das passiert und oft auch gegen den Willen.
Erschreckend ist auch, dass man weiß, dass die Jugendlichen, die dahin kommen, keine Erinnerung mehr an ihr früheres Leben haben.

''Das Programm'' wurde durch die Selbstmordepidemie eingeführt. Das heißt, alle Jugendlichen die 'infiziert', bzw. gefährdet sind oder einen Selbstmordversuch hinter sich haben, werden von Männern in weißen Jacken in die Klinik gebracht. Klingt ja ganz gut, aber die pfuschen am Erinnerungsvermögen rum.
Perfekten Einblick in dieses System bekommt man, als Sloane in so einer Klinik landet.
Und die Situation, alles was da abgeht, wirkt kein bisschen aufgesetzt, sondern ziemlich realistisch und das finde ich ziemlich einschüchternd.

Obwohl das obengenannte ziemlich präsent ist, muss ich doch sagen, dass dieses Buch in erster Linie eine tragische und wunderschöne Liebesgeschichte ist.
Sloane und James sind ein tolles Paar, in das man sich nur verlieben kann. Auch wenn sie sich später quasi nicht mehr aneinander erinnern können, können sie es doch irgendwie noch.
Das klingt in erster Linie ziemlich kitschig, aber wenn man es selber liest, ist es alles andere als das.

Zu diesem Buch soll es noch eine Fortsetzung geben, auf die ich mich schon sehr freue, denn so komme ich nochmal in den Genuss von diesem tollen Schreibstil. Allerdings wäre ein zweiter Teil gar nicht so notwendig, da dieses Buch eigentlich auch soweit abgeschlossen ist.

Fazit:
''Du. Wirst. Vergessen'' von Suzanne Young ist für mich ein echtes Überraschungsbuch. Die Geschichte ist erschreckend realistisch und die Liebesgeschichte zwischen James und Sloane ist einfach herzzerreißend perfekt.
Profile Image for Bianca .
14 reviews22 followers
August 11, 2013
Ich habe lange gebraucht um mir eine richtige Meinung über dieses Buch zu bilden. Zu Beginn es ist wirklich leicht zu lesen, man kommt gut rein und man liest es wirklich schnell. Es ist dann doch relativ fesselnd. Der Schreibstil ist sehr einfach und man ist manchmal etwas gelangweilt von immer wieder gleichen Sätzen. Wenn man davon absieht, kann man es wirklich gut lesen. Ich lese sehr viele YA-Bücher und was mich gerade bei diesem so sehr stört ist, dass die Hauptfigur einfach nur naiv, dumm und alleine nicht überlebensfähig ist. Nun ist es der Anfang einer Reihe, vielleicht entwickelt sie sich noch, aber in diesem Buch war es einfach schlimm. Sobald James nicht mehr bei ihr ist, fängt sie an zusammen zu brechen, ihr ganzes Leben besteht quasi aus James. Wenn sie ins Program kommt und ihr ihre “infizierten” Erinnerungen genommen werden, drehen diese sich fast ausschließlich um James. Das ist das eine. Das andere ist: sie bekommt immer wieder Pillen und nimmt sie einfach. Will aber einen auf Rebell machen. Selbst wenn sie weiß wofür die Pillen sind, wehrt sie sich kaum dagegen. Klar, sie nimmt die Pillen nicht mehr und bekommt es dann gespritzt. Aber ist ihr auch nur einen Moment lang eingefallen, dass sie zumindest die 2. Pille nur in ihrem Mund verstecken müsste, um sie danach auszuspucken? Nein. Sie vertraut sich sofort dem nächst besten an, der versucht mit ihr befreundet zu sein, auch wenn sie zunächst abwehrend ist, lässt sie sich einfach so schnell einlullen. Sie kann alleine einfach nicht existieren und das ist etwas was mich ganz arg an ihr stört, vor allem da sie am Ende des Buches so etwas wie eine gewisse Macht gereicht bekommt und sie soll nun darüber entscheiden was sie tut? Generell auch die Storyline mit James, ja eine schöne Liebesgeschichte, aber leider nur oberflächlich. Wow wir finden uns wieder nachdem wir unsere Erinnerungen verloren haben, weil unser Herz sich erinnert? Schöne Idee, aber leider nicht so gut umgesetzt.
Eine weiter Kleinigkeit die mir aufgestoßen hat, war folgendes: Sloane lebt in dieser Welt in der sie jegliche Gefühle runterschlucken muss, keine Trauer zeigen darf. Sie sagt es selbst einmal im Buch, dass sie nicht einmal wirklich um ihren Bruder trauern konnte, den sie über alles geliebt hat, aus Angst ihre Eltern würden sie ins Program schicken. In dieser Welt wo du also alle deine Gefühle in dir behalten musst, ist es quasi eine Straftat wenn du von ihnen overwhelmed wirst. Das was bei vielen Leuten wirklich zu Depression führt, ist das was diese Welt predigt: Behalte deine Gefühle für dich, egal ob du damit klar kommst oder nicht. Und wenn du doch zusammenbrichst, keine Sorge: hier haben wir ein paar Pillen für dich, die dir deine Erinnerungen nehmen, dich ruhig stellen und dann geht es dir wieder gut. Natürlich wird es teilweise in unserer Gesellschaft auch so gemacht, Leute die krank sind bekommen Pillen dafür, aber sie helfen ihnen wirklich. Ich meine wie vielen depressiven Leuten geht es gut und sie können ein normales Leben führen, weil sie Antidepressiva nehmen und dieses Buch nimmt dieses Konzept und zieht es, zumindest in gewisser Weise, durch den Dreck. Macht es zu etwas schlechten. Mir ist klar, dass es in dem Buch als etwas Böses gedeutet werden soll, weil einem Erinnerungen genommen werden, aber man kann einfach gewisse Parallelen ziehen. Der Punkt an dem sich die Autorin aufzieht ist der mit den Erinnerungen, wie sehr bin ich noch ich selbst wenn ich meine Erinnerungen verloren habe, wenn ich vergessen habe was mich ausmacht, was auch wirklich sehr interessant ist, aber auch hier um einiges mehr Potential hat.
Ich bin gespannt auf die folgenden Bücher, welche ich auf alle Fälle lesen werden, denn obwohl dieses Buch so einfach geschrieben ist, hat es ein Ende welches einen mehr wissen lassen möchte und das ist das wichtige an diesem Buch. Man erfährt immer mehr und mehr, doch im Endeffekt weiß man doch nicht genug.
Profile Image for Amelie.
Author 11 books555 followers
September 24, 2013
ZUR AUFMACHUNG

Ich persönlich finde das englische Cover sehr viel passender als die deutsche Version. Es bringt die etwas drückende Stimmung sehr gut rüber, die im Buch herrscht und unterstreicht auch, dass Sloane und James immer zusammenhalten, egal, was kommt.
Was die Titel angeht, so mag ich eigentlich beide recht gern. Der deutsche bezieht sich mehr auf die Dramatik des Vergessensprozesses, während The Program im Prinzip die komplette Handlung auf zwei Worte zusammenfasst.

ZUM BUCH

Du wirst vergessen war eine wundervolle Geschichte, das war es wirklich. Aber es ist auch eine Geschichte gewesen, die sich vollkommen von dem unterschieden hat, was ich erwartet hatte.
Zunächst einmal ist das hier nicht die Art von Dystopie, die es normalerweise gibt. Der dystopische Ansatz ist hier nicht das Hauptthema. Vielmehr behandelt das Buch philosophische Themen wie die Frage, was Erinnerungen mit Liebe zu tun haben und wie viel eine Liebe bedeutet, wenn sich der Liebende nicht mehr daran erinnert, dass er einmal geliebt hat. Das Buch war also keines, das aus viel körperlicher Handlung, sondern eher geistlicher Handlung besteht. Dadurch war es sehr viel ruhiger als ich das erwartet hätte, was aber nicht unbedingt schlecht war.
Außerdem ist dieses Buch... deprimierend, was nicht mein persönlicher Geschmack ist und auch der Grund dafür, dass ich das Buch nicht noch besser fand. Ich lese so etwas einfach nicht gern, aber das heißt natürlich nicht, dass das etwas Schlechtes ist. Ich kenne sehr viele Leser, die genau so etwas lieben. Die Jugendlichen hier sind in quasi konstanter Gefahr, Suizid zu begehen. Das ist das große Manko ihrer Gesellschaft: Jugendliche verfallen in so extreme Depressionen, dass das Programm geschaffen wurde, in dem die Jugendlichen konstant überwacht werden und die Suizidrate zu senken. Man liest also ein Buch über depressive Jugendliche, von deren Freunden und Verwandten einige schon Selbstmord begangen haben. Und auch während der Geschichte ist der Tod immer in Reichweite und lauert über den Charakteren. Ich selbst kenne mehrere Leute, die bereits an Depressionen gelitten haben und weiß daher wie es sich anfühlt allein jemanden, der einem nahe steht dabei zuzusehen. Das hier war unheimlich gut beschrieben und reißt einen dadurch sehr mit. Wie ich schon sagte, ist das nicht mein Ding. Ich lese ungern Bücher, die mich so "herunterziehen". Nicht, dass es hier nicht auch Hoffnung gegeben hat, vor allem auch in Kombination mit der Liebesgeschichte. aber es war doch recht düster.
Und es ist natürlich eine Liebesgeschichte. Eine wunderschöne Liebesgeschichte, die mitreißen kann und der Grund war, warum mir das Buch doch noch so gut gefallen hat. Erst nach etwa der Hälfte des Buches werden James und Sloane geholt und ihre Erinnerungen gelöscht. Und alles, was danach kam war einfach wundervoll. Die Charaktere waren auch unheimlich sympathisch (auch wenn mir das "Liebesdreieck" nicht so sehr gefallen wollte).
Das Buch bringt einen zum Nachdenken, es ist keine leichte Lektüre, aber das macht es nur umso besser!

FAZIT

Schreibstil: 4 Herzen
Charaktere: 4 Herzen
Emotionale Tiefe: 3,5 Herzen
Spannung: 4 Herzen
Humor: 3,5 Herzen
Originalität: 3,5 Herzen

Etwas ganz anderes als ich erwartet hätte, nämlich eine sehr gefühlvolle, sensible Geschichte über eine Zukunft, in der Jugendliche täglich gegen Depressionen kämpfen müssen und eine Liebe, die alle Grenzen überwindet. Für meinen Geschmack ein wenig zu depressiv, aber das ist reine Ansichtssache. Ob ich Band zwei noch lesen werde, weiß ich allerdings noch nicht, da ich den ersten Teil als eher abgeschlossen empfunden habe und noch nicht weiß, was ich von einer Fortsetzung halten soll.

3,5 Sterne!
860 reviews15 followers
July 16, 2014
Kurzer Einblick:
Sloane und James sind auf den ersten Blick ein glückliches Paar, doch der Schein drückt, ist ihre Liebe zwar wahr und gibt ihnen den Schutz bzw. Halt den sie brauchen, so kämpfen sie gemeinsam auch gegen die immer wieder kehrende Traurigkeit an. Ein Gefühl, dass in ihrer Welt nicht gerne gesehen ist, denn  eine " Seuche " hat die Stadt eingeholt und überkommt plötzlich und fast ohne Vorwarnung die Jugendlichen unter 18 Jahren mit einer Depression deren Ausweg daraus zum Suizid führt. Die beiden Jugendlichen mussten schon sehr oft miterleben, wie sich Familienmitglieder, Freunde und andere Kids aus ihrer Umgebung das Leben genommen haben und da die Selbstmordrate stetig steigt, und es kein Heilmittel dagegen gibt, hat das Land das " Programm " ins Leben gerufen. DasProgramm hat es sich zur Aufgabe gemacht jugendliche Betroffene in ihre Obhut zu nehmen und sie einer Behandlung zu unterziehen, welche die " traurigen und bösen Gedanken" der Infizierten löschen soll und ihnen ein neues Leben zu schenken! Doch was wirklich von den damals infizierten bleibt, ist eine leblose Hülle ohne jegliche Erinnerung. Als dann ihr bester Freund das Leben nimmt, geriert das eigene Leben von Sloane und James völlig aus den Fugen! Sloane muss mit ansehen wie eines Tages das Programm in der Schule einkehrt und ihre große Liebe mitnimmt. Nun liegt es allein an Sloane, um ihre große Liebe zu kämpfen, die gemeinsame Erinnerung zu bewahren und sich selbst dabei nicht auch noch zu verlieren...!

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich wirklich zu tiefst berührt und getroffen. Zum einen die Thematik um die es geht, war wirklich sehr ergreifend und auch der Kampf ums " Nicht Vergessen" der Hauptprotagonistin war sehr ergreifend. Wie schlimm muss es sich anfühlen, nicht um einen geliebten Menschen trauern zu dürfen, wenn Tag täglich die Angst mitlebt, selbst infiziert und " gelöscht" zu werden!? Die Emotionswelt kocht bei diesem Buch über und man kann gar nicht aufhören zu lesen, man muss einfach diesem Gedanken nachgehen, was geschieht mit Sloane und wie geht es weiter mit James.  Es ist einfach eine Handlung die zwar sehr traurig und tiefgründig ist, dennoch mit soviel Spannung geschrieben wurde, welche dieses Buch zu einem absoluten " Mus Have & Read " für jeden Leser und jedes Bücherregal macht! Von meiner Seite bleibt nur zu sagen: " I love IT" <3

Charaktere:
Sloane wirkt eher als das schwächere Mitglied ihres Freundeskreis. Musste sie den Freitod ihres Bruder life miterleben und wäre bei ihrer Rettungsaktion fast noch selbst gestorben. Doch als James, ihre große Liebe, infiziert wird mit dieser " lähmenden Depression " wächst Sloane vom verängstigten Kücken zur starken und taffen jungen Frau heran. Sie übernimmt Aufgaben, von denen Sie zuvor nie geträumt hat.

James ist der Sunnyboy und die gute Seele dieser Truppe. Bestärkt er wie eine Maschine Tag ein Tag aus seine Freundin und seinen besten Freund durchzuhalten bis sie ihre Volljährigkeit erreicht haben und das Programm ihnen nichts mehr anhaben kann. Doch nach dem Selbstmord seines einzig verbliebenen Freundes nimmt sein Leben die schreckliche Wendung mit der keiner gerechnet hat und James wird zu denen gegen die sie zuvor stets gekämpft haben...

Schreibstil:
Suzanne Young hat einen Schreibstil, der so deutlich, authentisch und detailliert die Emotionen zum Ausdruck bringt, dass man jede einzelne selbst spürt und durchmacht. Einfach nur phänomenal! 

Fazit:
Packt euch Tempotaschentücher und Kuscheldecke ein, denn dieses Buch bringt eure eigene Gefühlswelt durcheinander! Ich kann nur von mir sagen: " I love IT" ! Ein absolutes " Must Have & Read" für jeden Leser und für jedes Bücherregal!!!
Profile Image for Miri | tthinkttwice.
235 reviews2 followers
November 26, 2014
Worum geht’s?

Immer mehr Jugendliche bringen sich selber um. Eine Selbstmord-Epidemie geht um und nur “Das Programm” kann dem Einhalt gebieten. Besorgte Eltern sehen dies als Hilfe, die Jugendlichen als ihr Ende – denn ihnen werden Erinnerungen gestohlen. Die Erinnerungen, die sie haben krank werden lassen. Doch die Jugendlichen kehren völlig verändert zurück, sie fühlen sich leer.
Sloane würde es daher nie wagen öffentlich ihre Gefühle zu zeigen. Nur bei ihrem Freund James kann sie alle Gefühle herauslassen. Doch plötzlich wird James auch krank und kommt ins “Programm”. Für Sloane bricht eine Welt zusammen, denn James kann sich nicht mehr an sie erinnern und sie sich bald auch nicht mehr an ihn…

Meine Meinung

Ein hartes Thema, das mich teilweise ganz schön mitgenommen hat.

Die Idee einer Selbstmord-Epidemie hat schon etwas sehr erschreckendes und auch gruseliges an sich. So unrealistisch finde ich den Gedanken der Autorin nicht, auch wenn ich mehr in Richtung Überforderung, statt Viren oder Bakterien gehen würde.
Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren sind betroffen und können ins “Programm” geschickt werden. In diesem Alter entdeckt und erfindet sich der Mensch immer wieder neu. Gerade in unserer heutigen Zeit, die geprägt ist von (Cyber-)Mobbing, Schnelllebigkeit und Leistungsdruck, kann ich mir gut vorstellen, dass die geistige Gesundheit besonders im Teenageralter leiden kann.

Die Autorin spricht mit ihrem Buch auf jeden Fall ein Thema an, das mich berührt hat. Beim Lesen habe ich das ein oder andere Mal einen dicken Kloß im Hals runterschlucken müssen und ein bisschen Pipi in den Augen hatte ich ebenfalls. Für mich ein atmosphärisch dichtes Buch, das einen zum Nachdenken bringt.

Suzanne Youngs Schreibstil und die Ausarbeitung der Charaktere haben mir gut gefallen. Ich konnte mich sehr gut in die einzelnen Personen hineinfühlen und auch mit ihnen mitfühlen. Trotz des eher schwierigen Themas hat es die Autorin geschafft mich am Ball zu halten. Mir wurde es in keinem Moment zu viel, zu lang oder zu schnulzig. Vielleicht aber auch, weil ich gerade in einer etwas schnulzigen Stimmung bin.

James und Sloane sind für mich authentische Charaktere. Keiner versucht den Helden zu spielen, sie zeigen Gefühle und sind nicht zu übertrieben gezeichnet. Ich habe mich mit den beiden wohlgefühlt.

Bei “Du. Wirst. Vergessen.” steht ganz eindeutig die Liebe im Vordergrund und gar nicht das Warum. Der Leser erfährt nichts über die Hintergründe der Epidemie, es geht hauptsächlich darum, was die Jugendlichen fühlen und erleben. Und um “das Programm”, das von den Eltern geliebt und von den Teenagern gefürchtet wird.
Bis kurz vor Ende des Buches dachte ich noch, ich würde einen Einzelband lesen, doch da täuschte ich mich gewaltig. Es wird definitiv noch eine Fortsetzung geben, die allerdings erst Februar 2015 erscheinen wird. Ich könnte mir gut vorstellen, dass in Band zwei etwas mehr auf die Hintergründe der Epidemie und des “Programms” eingegangen werden.
Normalerweise stört es mich kaum etwas über die Hintergründe zu wissen, hier war es mir eigentlich egal. Ich wollte einfach nur wissen was aus Sloane und James wird. Ich glaube, ich werde auf meine alten Tage hin doch noch romantisch.

Fazit

Insgesamt ein lesenswertes Buch, bei dem man jedoch mit etwas feuchten Augen rechnen muss. Suzanne Young konnte mich mit ihrem Schreibstil und der Authentizität begeistern, so dass ich es ihr noch nicht einmal übelnehme, dass ich nun eine weitere angefangene Reihe habe, die ich noch nicht beenden kann.
Profile Image for Meli  .
1,341 reviews244 followers
May 24, 2016
Bei den Jugendlichen ist eine Selbstmord-Epidemie ausgebrochen. Immer mehr Jugendliche nehmen sich das Leben.
Doch zum Glück gibt es dagegen das Programm: Jugendlichen, bei denen eine Selbstmordgefahr erkannt wird, nimmt man die gefährlichen Erinnerungen, damit sie friedlich und risikofrei leben können.
So sieht es von außen aus.
Doch die, die nach sechs Wochen das Programm verlassen, sind vollkommen andere Menschen als zuvor. Sie können sich nicht an ihr Leben erinnern. Um diesen Qualen zu entkommen, nehmen sich manche sogar das Leben.
Sloane kann das ganze nur aushalten, weil James bei ihr ist. Er ist ihre Stütze und sie liebt ihn über alles. Doch plötzlich wird er ins Programm geholt und Sloane verliert ihre Hoffnung. Gibt es noch eine Chance, um ihre Liebe zu retten?

Das Cover finde ich einfach toll. Im Gegensatz zu dem englischen Cover, wo man zwei Personen mit gelben Anzügen sieht, wo man nicht einmal weiß, wer der Kerl ist, sieht man auf dem deutschen Cover Sloane, und man kann die Verzweiflung und die Wut in ihrem Gesicht erkennen.
Sloane gefiel mir als Charakter eigentlich ganz gut. Sie ist stur und gibt nicht auf, aber manchmal hat sie das auch total naiv oder übereifrig gemacht. Während sie manchmal so große Angst hat, dass sie Hilfe braucht - übrigens ist sie völlig fertig, wenn sie keinen zum Trösten hat - will sie andermals alles selbst in die Hand nehmen und begeht so ein paar Dummheiten. Wenn ich darüber nachdenke, weiß ich nicht mehr, warum ich sie mag.
James war irgendwie zu toll. Sloane hat ihn sehr geliebt und hielt ihn für absolut perfekt, und gerade deswegen wollte ich nur seine Fehler sehen. Noch bevor er geholt wurde, bemerkte man die Veränderung und ich konnte ihn zwar verstehen, aber es kam irgendwie ein wenig unecht rüber. Denn nachdem er so viel durchgemacht hat, bringt ein kleiner Tropfen das ganze zum Überlaufen.
Realm, Sloanes neuer bester Freund, war wirklich überhaupt nicht zu durchschauen. Man hat immer wieder etwas über ihn erfahren, aber da mit Sloane nicht immer alles in Ordnung war, hat sie überhaupt nichts begriffen und das hat es dem Leser nicht einfach gemacht, weil er alles selbst herausfinden musste, durch Andeutungen anderer ... Aber das hat ihn irgendwie interessant gemacht. Dazu hatte er auch Humor und war einem immer einen Schritt voraus, was ihn mir sympathisch gemacht hat.
Also an den Charakteren hat es bei mir nicht gelegen. Eher an der Idee, denn die fand ich ziemlich gelungen. Das Programm hat etwas sehr Extremes an sich und das macht es so realistisch. Die Leute, die das Ganze organisieren, verstehen nicht, dass gerade das Programm die Jugendlichen dazu bringt, sich das Leben zu nehmen. Es versetzt sie in Angst, verursacht Stress, setzt sie unter Druck und macht sie total verrückt. Die Leute, die zurückkommen, sind vollkommen verändert und wirken wie Roboter, da sie keine Gefühle haben. Dass macht sie den anderen unheimlich und sie fürchten sich selbst.
Das Nehmen der Erinnerungen funktioniert irgendwie sehr gut und das bekommt man erklärt, aber eigentlich kann man auch selbst auf das Prinzip kommen, wenn man darauf achtet. Wie gesagt, Sloane ist nicht unbedingt eine Schnellmerkerin.

Bei "Du.Wirst.Vergessen." fand ich nicht unbedingt die Charaktere interessant, weil die verwirrend oder verwirrt waren, sondern eher die Idee hinter dem ganzen und die Art der Autorin, es rüberzubringen. Es sind zwar eher 3,5/5 Punkten, aber trotzdem eine orangene Rose!
Profile Image for Liss.
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March 30, 2015
Schon vor dem Lesen habe ich mir Gedanken über das Buch gemacht, da die Reihe leider nicht weiter übersetzt wird und ich mich nicht immer ganz so gern ans Englische herantraue. Bringt es dann überhaupt etwas, damit anzufangen? Nun ja, erstmal weg mit diesem Gedanken und hin zum Buch. Sloane ist junge 17 Jahre alt und lebt in einer Welt mit einer unheimlich hohen Suizidrate. Deshalb werden alle auffälligen Jugendlichen in "Das Programm" geschickt, in dem sie geheilt werden sollen. Doch was genau machen sie dort mit einem, da sich niemand, der dort raus kam, an jemanden erinnert hat.

Boah, das war eine gruselige Vorstellung und die infizierbare Suizidalität klang echt verstörend. Und dann ging es auch schon rasant los mit ersten Selbstmorden von Leuten in Sloanes unmittelbarem Umfeld. Es dauert nicht lange da landen auch Sloane und ihr Freund James im Programm. Aber dann zieht sich das Buch unheimlich in die Länge. Ich will nicht verraten wie es dort abläuft, aber es passiert fast 200 Seiten lang nur das selbe und es geht nicht weiter voran. Dann kommt ein weiterer Schritt bis kurz danach wieder eine kurze Durststrecke kommt. Es folgt immer ein kleiner Meilenstein mit anschließenden laaangen, identischen Abläufen. Das hat mich ein bisschen angenervt, da man so das Gefühl bekommt, dass das Buch in die Länge gezogen wird.

Sloane und James hingegen sind als Personen klasse beschrieben. Vor allem James als der unruhestiftende, rebellische Jugendliche, der sich nach außen hin aufmüpfig gibt, tief im Inneren aber ein ganz weiches Herz hat. Es dauert eine Weile bis man dieses Herz erreicht und so wirkt er manchmal schroff und sprunghaft, als ob er nicht weiß, was er wirklich will und trotzdem wirkt er anziehend auf Sloane. Das macht ihn unheimlich interessant. Vor allem im 3. Buchabschnitt lernt man James nochmal ganz anders kennen, was einem einige Schmunzler entlockt. Sloane hingegen ist sehr wissbegierig, aber auch mutig. Wenn sie weiß, was sie will, setzt sie alles dran, um das zu erreichen. Das merkt man im Verlauf des Buches und ist beeindruckend.

Zur Story: Man sollte nicht viel sagen, außer, dass die beiden GEGEN das Programm zu kämpfen versuchen, was sich als extrem schwierig herausstellt. Dabei lernen sich die beiden immer wieder von ganz anderen Seiten kennen und lieben, was zu echt süßen Szenen führt, aber auch manchmal zum Heulen ist. Man fiebert mit den beiden mit und hofft, dass sie das Ganze heil überstehen.

Fazit

"Du.Wirst.Vergessen." ist der Auftakt, in dem die beiden Jugendlichen Sloane und James versuchen sich gegen "Das Programm" zu stellen. Die Idee ist super, in der Umsetzung folgen immer mal wieder laaange Durststrecken, die auf's Gemüt schlagen und das Buch zäh machen. Die Entwicklung und die Beziehung zwischen James und Sloane hingegen ist schön anzuschauen und spannend zu verfolgen. 4/5 Punkte.
Profile Image for Mella_Angel .
291 reviews6 followers
May 27, 2014
Klappentext/Inhalt:

Ergreifend, spannend, romantisch – ein Roman, der einen nicht mehr loslässt!

Nur das >Programm< kann der grassierenden Selbstmord-Epidemie unter Jugendlichen noch Einhalt gebieten. Für besorgte Eltern bedeutet es Hoffnung, für die Jugendlichen das Ende. Denn jeder, der zurückkehrt, ist ohne Erinnerung – und ohne Emotionen. Niemals würde Sloane es wagen, öffentlich Gefühle zu zeigen. Nur bei ihrem Freund James kann sie sie selbst sein. Seine Liebe ist ihre einzige Stützte in einer gefühlskalten Welt. Aber dann bricht James plötzlich zusammen! Als das >Programm< in holt, weiß Sloane, dass nichts mehr so sein wird, wie es war. Sie muss um James Liebe kämpfen – und um ihrer beider Erinnerungen...

Meine Meinung:

Bei diesem Buch habe ich nur positives gehört. Deshalb habe ich riesig auf die Geschichte gefreut. Natürlich hatte ich auch so einige Erwartungen und diese wurden mehr als erfüllt.

Sloane hat schon einiges in ihrem Leben durchmachen müssen aber sie hat ja James. James ist ihr Rettungsanker. Ohne ihn würde sie das Ganze nicht durchstehen. Dann passieren einige krasse Dinge und James ist wie ausgewechselt. Nach und nach merkt Sloane, dass es James immer schlechter geht aber sie will das nicht wahr haben. Leider wird James dann abgeholt und in das „Programm“ gesteckt. Sie will alles versuchen, dass James sich wieder an sie erinnern kann. Wird sie das schaffen? Hat sie mit James noch eine Zukunft? Das müsst ihr unbedingt selber herausfinden.

Ich muss sagen, dass ich Sloane wirklich toll finde. Sie versucht in dieser Welt zu Recht zu kommen, will aber eigentlich ganz anders Leben. Außerdem versucht sie wirklich einiges und schlägt auch immer wieder über die Strenge.

James ist auch ein toller Charakter. Anfangs ist er wirklich ein toller Typ. Er ist für Sloane da aber leider passieren dann einige schlimme Dinge und diese verändern ihn sehr. Er lässt sich immer mehr hängen und schließlich wird er abgeholt und muss ins >Porgramm<. Als er wieder aus dem Programm kommt – kann er sich an nichts mehr erinnern. Werden James und Sloane wieder zusammen kommen? Welche Zukunft wartet auf James? Das müsst ihr unbedingt lesen :).

Die Thematik dieses Buches ist wirklich krass. Es ist wirklich kein einfaches Thema und es grandios was die Autorin da geschaffen hat. Diese Geschichte ist wirklich erschreckend realistisch dargestellt.


Fazit:

Die Thematik dieses Buch ist wirklich nicht ohne. Die Autorin hat eine tolle und spannende Geschichte erschaffen. Vor allem ist diese so erschreckend realistisch. Die Charaktere und Schauplätze sind toll dargestellt. Außerdem kann man die Gefühle und Taten der Charaktere sehr gut nachvollziehen und verstehen. Leider erscheint der 2. Band erst im Frühjahr 2015. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

Bewertung:

Cover: 5/5
Klappentext: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Gesamtpaket: 5/5

5 von 5 Sterne
148 reviews3 followers
February 8, 2014
Endlich einmal wieder ein Wow-Effekt-Buch! Du. Wirst. Vergessen. von Suzanne Young ist eine Young Age-Dystopie, die mich von Beginn an in ihren Bann gezogen hat. Sie beinhaltet alles, was eine gute Geschichte für mich ausmacht. Tragik, Liebe, Dramatik, Trauer und Hoffnung. Der Leser durchläuft ein Gefühlschaos, weil er nicht erwarten kann, wie es weitergeht. So ging es mir zumindest und ich verschlinge viele Dystopien. Du. Wirst. Vergessen. ist eine ganz besondere.

Du. Wirst. Vergessen. wird aus der Sicht von Sloane erzählt, einem Mädchen, dass nach und nach mitansehen muss, wie ihre Freunde und ihre Familie ihr genommen werden. Sie lebt in einer Gesellschaft, in der Gefühle für Jugendliche als gefährlich eingestuft werden. Gefühle führen zu Selbstmord unter den jungen Erwachsenen. Mir hat es imponiert, wie sehr sie darum kämpft, sie selbst zu bleiben und ihre Erinnerungen an ihren Freund James nicht zu verlieren. Sie ist eine starke Protagonistin, die nicht aufgibt und immer wieder neues aufdeckt, was der Geschichte zusätzliche Spannung bringt. Auch James war als Charakter toll. Die Beziehung zwischen ihm und Sloane wirkt authentisch. Ich mochte die Nähe zwischen den beiden und habe bis zum Schluss mitgefiebert, ob es ihnen gelingt, ihre Liebe zu erhalten.

Gleich zu Beginn der Geschichte ist ein Schock-Moment, den man durch Sloanes Augen miterleben muss. Sie muss miterleben, dass ihre Schulkameradin vom Programm abgeholt wird. Ihre Empfindungen, die sie nach außen hin nicht zeigen darf, sind schon hier eindrucksvoll beschrieben. Ab dieser ersten Szene war ich gefangen von der Atmosphäre und dem Gesellschaftssystem, dass sich die Autorin ausgedacht hat. Je tiefer der Leser mit Sloane hinter das Programm blickt und das sogenannte System entdeckt, desto spannender und emotionaler wird das Buch. Man fiebert mit den Figuren mit und kann die tragische Entwicklung kaum mit ansehen, ist aber gleichzeitig so an den Text gefesselt, dass man auch nicht mit Lesen aufhören kann. Die Idee, den Jugendlichen ihre Erinnerungen zu nehmen und sie so "zu heilen", mag nichts neues sein, wohl aber die Verbindung mit einer Welt, die erschreckend nah an die Gegenwart angelehnt ist. Tatsächlich könnte "Das Programm" durchaus jeden Moment eingeführt werden, was noch mal zusätzlich schockiert. Wer also denkt, er kennt alles dystopische, was es so gibt, wird bei Du. Wirst. Vergessen. eines besseren belehrt.

Bewertung
Du. Wirst. Vergessen. ist ein absolut überzeugender Beginn einer neuen dystopischen Reihe. Eine Gesellschaft, die am Abgrund steht und eine Liebesgeschichte, die fesselt und berührt, sind die tragenden Elemente des Buches. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung, denn das Buch erfüllte meine Erwartungen an eine gute Dystopie vollkommen.
Profile Image for Mellee Sharon Kal Sharons Books.
256 reviews4 followers
October 16, 2013
Worum geht´s?
Eine Selbstmord-Epedemie ist bei den Jugendlichen ausgebrochen, darunter auch Sloane, welche allerdings mit ihrem James in einer glücklichen Beziehung lebt. Doch als James ins Programm gebracht wird, welches die Regierung ins Leben gerufen hat, um die Jugendlichen zu heilen, nimmt dies seine kompletten Erinnerungen. Somit beschließt auch Sloane sich diesem zu unterziehen und nichts ist mehr, wie es einmal war. Sloane wird zu einem völlig neuen Menschen und entdeckt sich und auch ihre Mitmenschen neu. Wie wird es zwischen ihr und James weitergehen?

Auszug aus dem Buch Seite 215
"Ich denke daran, dass seine purpurfarbene Pille mir helfen wird, mir einige meiner Erinnerungen zu bewahren. Also schaue ich Dr. Warren an und sage: >>Gehen Sie zum Teufel!<<"

Der Klappentext des Buches konnte mich so sehr überzeugen, dass ich das Buch unbedingt lesen musste. Ich bin schnell rein gekommen und war schon ganz bald tief in der Geschichte drin. Sofort konnte ich mir ein Bild der Welt, in der Sloane und James lebten, vor Augen machen. Es ist erschreckend, welch Epedemie dort ausgebrochen war und man fragte sich tatsächlich, was wäre, wenn soetwas im wirklichen Leben passieren würde? Doch ob so ein Programm wirklich das Richtige ist?
Die Idee der Story fand ich wirklich gut, denn soetwas hatte ich bisher noch nicht gelesen. Man konnte sich alles leicht vorstellen und der flüssige, gleichzeitig fesselnde und angenehme Schreibstil unterstrichen das alles nochmal. Auch für reichlich Spannung war hier natürlich gesorgt. Diese wurde in der Geschichte nach und nach aufgebaut. Ebenso waren die Handlungsstränge waren sehr gut nachvollziehbar.
Das Cover des Buches zeigt vermutlich Sloane, es ist nichts Besonderes, aber ich finde es passt zum Titel, da das Gesicht sehr ernst und verändert wirkt.

Die Charaktere wurden sehr anschaulich dargestellt. Man konnte mit ihnen richtig leiden und ihre Welt verstehen. Besonders James, welcher nachdem er im Programm war ein völlig neuer und anderer Mensch wurde, hat man das sehr gut angemerkt. Seine Veränderung wurde von der Autorin hier sehr deutlich dargestellt. Sloane wirkte anfangs sehr naiv und leichtgläubig, doch auch sie mochte ich sehr und man merkte, wie auch sie sich zum Ende hin verändert hatte.

Dies ist eine erschreckend neue Welt, die hier von Szusanne Young erschaffen wurde. Der Leser bekommt viel Spannung, starke Charaktere und eine glaubhaft erzählte Story geliefert. Ein Buch, was ich empfehlen kann.

- Cover: 3/5
- Story: 5/5
- Schreibstil. 5/5
- Emotionen: 4/5
- Charaktere: 4/5
Gesamt: 4/5 Palmen

© Sharons Bücherparadies http://sharonsbuecher.blogspot.de
Profile Image for Meggies Fussnoten.
971 reviews12 followers
January 28, 2014
Eine Selbstmord-Epidemie scheint unter den Jugendlichen ausgebrochen zu sein. Die Regierung hat dagegen das „Programm“ ins Leben gerufen. Gefährdete Jugendliche werden aufgenommen und ihre Erinnerungen gelöscht. Sloane verschließt ihre Gefühle vor der Außenwelt, damit sie nicht als gefährdet eingestuft wird. Sie und ihr Freund James stützen sich gegenseitig. Doch dann begeht ihr bester Freund Miller Selbstmord und James bricht zusammen. Er wird in das „Programm“ geholt und Sloane weiß, dass er niemals wieder so sein wird, wie er war. Und sie selbst auch nicht mehr....

Suzanne Young hat mich positiv überrascht. Es ist schwer, eine Dystopie zu schreiben, die sich durch ihren Inhalt von anderen unterscheidet. Der Autorin ist dies jedoch gelungen.

Die Autorin hat sich einem schweren Thema gewidmet. Selbstmord, Depressionen und das Auslöschen von Erinnerungen. Warum es zu einer Selbstmord-Epidemie kommt bzw. was der Auslöser dafür war, wird nicht beschrieben. Man macht sich Gedanken über das Wieso.

Sloane ist eigentlich ein ganz normaler, junger Teenager, der durch unglückliche Schicksalsschläge in eine Depression getrieben wird. Nur durch ihren Freund James hält sie sich aufrecht. Aber sie ist auch James eine große Stütze. Gemeinsam versuchen sie ihr Leben zu meistern.

Durch die realistische Beschreibung konnte ich mich sehr gut in Sloane, aus deren Sicht die Story beschrieben wird, hineinversetzen. Sie ist eine sehr emotionale Person und man merkt, dass es der Autorin auch darum geht, Emotionen in eine hohe Position zu heben. Denn letztendlich geht es darum, dass Gefühle nicht öffentlich zur Schau gestellt werden dürfen, schon gar nicht, wenn sie eher negativ sind. Trauer, Missmut, Wut oder einfach mal schlechte Laune könnte ja gleich dazu führen, in eine Depression zu verfallen.

Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Der Erste ist eine Art Vorgeschichte, um Sloane und James kennenzulernen. Im zweiten Part geht es um das Programm und der dritte Teil handelt von Sloane und ihrem Weg als Rückkehrer zurück in ein normales Leben.

Durch die meist düstere Stimmung im Buch bekommt man fast keine Erholungsphase und dies war auch das einzige, was mich gestört hat.

Das Ende beinhaltet keinen Cliffhanger, trotzdem sind einige Fragen offen.

Die Reihe ist als Dilogie angelegt. Der zweite Teil erscheint im Englischen im April 2014 unter dem Namen „The Treatment“.

Fazit:
Düster, emotionsgeladen und überraschend gut.
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