Inhalt siehe Klappentext.
Nach ein paar Monaten Pause seit dem letzten Alea Aquarius Band war ich schnell wieder in die Geschichte des Meermädchens eingetaucht. Man sollte idealerweise die Reihenfolge der Bücher einhalten, da diese aufeinander aufbauen. Wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm. Ich finde es immer wieder faszinierend, wieviele verschiedene Figuren und Wesen die Autorin Tanya Stewner für ihre Reihe erschaffen hat, unter Wasser, an Land, in der Luft. Jede Kreation hat einen besonderen Namen, eigene Kräfte und optisch sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Es wird in schillernden Farben dargestellt, die nicht nur Alea im Wasser sieht. Die Zeichnungen im 448 Seiten umfassenden Buch bzw. Schriftzüge der Kapitelüberschriften gefallen mir gut, so hat man eine Vorstellung, worüber man gerade liest. Es ist Magie unter uns, unter der Alpha Cru, die noch gar nicht alles verinnerlicht haben, was sie erleben. Zu gerne hätte ich in einem Muschelbuch gelesen oder den Fotostein betrachtet. Dagegen klingen herkömmliche Fotos und Bücher leider sehr gewöhnlich. Im diesem Abenteuer macht Alea Bekanntschaft mit weiteren ihrer Fähigkeiten, sie ist eine Wal-Wanderin und rettet sogleich ein Tier aus einem Netz. Leider sind die Wale gar nicht gut für Alea, weil sie sie hypnotisieren. Jede Fähigkeit hat also auch Nebenwirkungen. Lobenswert, dass die Autorin weiter auch Negatives aufgreift, wie Umweltverschmutzung und Vermüllung der Meere, es ist eben nicht immer alles toll. Das merken auch Alea, Tess und Lennox, bei denen die Hormone verrückt spielen und die Liebe nicht dort landet, wo sie sie gerne hätten. Da sind die 3 mal (fast) ganz normale Teenager, schon schön, auch diese Phase des Erwachsenwerdens zu beobachten. Aufregend finde ich Aleas Reise nach Island, um ihren Vater zu finden; auch wenn man selbst noch nicht dort war, kann man sich durch die Beschreibung von Landschaft, Personen und Wesen alles gut vorstellen. Erschreckend finde ich den Gemütszustand der Meermenschen, die so vor sich hinvegetieren, das ist schon traurig.
Ich wusste zunächst nicht, was ich von Doktor Orion halten soll. Ist ja alles schön und gut, was er besitzt, macht und tut, aber ich kann Lennox‘ Skepsis absolut nachvollziehen. Warum fällt Alea auf ihn herein? Er hat die Fähigkeit, Meermenschen und Landgänger zu blenden und alles zu seinen Gunsten zu regeln.
Ein spannendes, magisches und nicht immer ungefährliches Abenteuer auf und im Wasser, in Island, es könnte eine schöne Auszeit für die Bande sein, wären da nicht böse Menschen, die sich in den Vordergrund drängen und aus diesem Trip eine Reise ins Ungewisse, direkt in die Gefahr machen. Der Zusammenhalt der Freunde wird wieder einmal auf die Probe gestellt, sie wissen, dass sie einander vertrauen können und sich niemand dazwischen drängen kann.
Mir hat „Das Geheimnis der Ozeane“ gut gefallen, ursprünglich eine Reihe für Leser ab 10 Jahren, es ist durchaus auch für deren Eltern lesenswert. Ich vergebe heute 4,5-5 Sterne mit Leseempfehlung, das Buch lässt sich wirklich flüssig und schnell lesen.