Soyez blanc, sympa, hétéro, sans vrai boulot ni caisse de retraite et vivez au Texas, royaume du port d’armes! Hap Collins attire les ennuis. Sa nonchalance agace. À peine remis d’une aventure et le voilà mordu en plein champ par un écureuil enragé. Une mort ignoble le guette. L’hôpital va le saigner à blanc et, pour ne rien arranger, Leonard a disparu. Impossible de rester sous perfusion avec son meilleur ami dans la mouise! Homosexuel black cognant comme un bûcheron, ce dernier est accusé de meurtre. La police adore. Hap non. Debout pour que justice se fasse, il ne se contentera pas de contourner la loi, il va la piétiner...
Champion Mojo Storyteller Joe R. Lansdale is the author of over forty novels and numerous short stories. His work has appeared in national anthologies, magazines, and collections, as well as numerous foreign publications. He has written for comics, television, film, newspapers, and Internet sites. His work has been collected in more than two dozen short-story collections, and he has edited or co-edited over a dozen anthologies. He has received the Edgar Award, eight Bram Stoker Awards, the Horror Writers Association Lifetime Achievement Award, the British Fantasy Award, the Grinzani Cavour Prize for Literature, the Herodotus Historical Fiction Award, the Inkpot Award for Contributions to Science Fiction and Fantasy, and many others. His novella Bubba Ho-Tep was adapted to film by Don Coscarelli, starring Bruce Campbell and Ossie Davis. His story "Incident On and Off a Mountain Road" was adapted to film for Showtime's "Masters of Horror," and he adapted his short story "Christmas with the Dead" to film hisownself. The film adaptation of his novel Cold in July was nominated for the Grand Jury Prize at the Sundance Film Festival, and the Sundance Channel has adapted his Hap & Leonard novels for television.
He is currently co-producing several films, among them The Bottoms, based on his Edgar Award-winning novel, with Bill Paxton and Brad Wyman, and The Drive-In, with Greg Nicotero. He is Writer In Residence at Stephen F. Austin State University, and is the founder of the martial arts system Shen Chuan: Martial Science and its affiliate, Shen Chuan Family System. He is a member of both the United States and International Martial Arts Halls of Fame. He lives in Nacogdoches, Texas with his wife, dog, and two cats.
»Das Leben ist wie ein Teller Chili in einem unbekannten Café. Manchmal ist es lecker und scharf. Ab und zu schmeckt es wie Scheiße.«
Kaum ist Hap wieder von seinem Job auf einer Bohrinsel zurück, schon tischt ihm das Leben einen ebensolchen Teller schlechtes Chili auf. Nach einer ziemlich derben Auseinandersetzung mit einem tollwütigen Eichhörnchen muss er also das Krankenhausbett hüten als sein bester Freund Leonard plötzlich spurlos verschwindet und dann auch noch unter Mordverdacht gerät. Vorbei ist es mit den guten Absichten, ein anständiges und geregeltes Leben zu führen, denn nun gilt es natürlich seinem Kumpel aus der Misere zu helfen. Doch dieser Weg ist steinig und gepflastert mit toten Bikern, Fettdieben, einem ehemaligen Profiwrestler und ganz üblen Sadisten, die es auf Homosexuelle abgesehen haben. Nur einen Lichtblick gibt es in diesem ganzen Chaos und das ist die taffe Krankenschwester Brett, die ganz offenbar ein Auge auf Hap geworfen hat.
Klingt abgefahren und ist es natürlich auch, schließlich sprechen wir hier über Joe R. Lansdale und seine beiden Hobby-Detektive Hap & Leonard. Band 4 der Reihe steht den Vorgängern in Nichts nach, außer dass es noch derber zugeht – inhaltlich wie sprachlich. Wer damit nicht klarkommt, für den ist diese Story (und wohl auch die Reihe) definitiv nichts. Zartbesaitete und Schöngeister dürften hier arge Probleme haben. Alle die, die mit pechschwarzem Humor, derbem Wortwitz und Sprachstil sowie brutalen und manchmal auch ekligen Szenen umgehen können, werden insgesamt wieder einmal hervorragend in typischer Lansdale-Manier unterhalten werden.
Lansdale liefert aber nicht nur eine abgedrehte Story, die sich bestens auf der Leinwand machen würde (am besten von Tarantino verfilmt), er schlägt auch wieder gewohnt ernste Töne an, übt zwischen den Zeilen Kritik am System, Intoleranz und hebt einmal mehr die Freundschaft und den Zusammenhalt aufs Podest. Und auch der Liebe lässt er Raum – ein wenig und ganz unaufdringlich (Hap versau es nicht!). Ach ja und da ist auch noch etwas: Humor. Ganz besonders der Sinn für Situationskomik und teuflisch gute Dialoge macht »Schlechtes Chili« so überaus bekömmlich. Wir lesen uns schon bald wieder und ich freu mich drauf!
Hap kehrt von einem Job auf einer Bohrinsel nachhause zurück, und schon fangen die Probleme an. Sein Freund Leonard ist in einem Mord verstrickt.
Die Reihe um Hap und Leonard steht in erster Linie für Hau-drauf-Mentalität, sodass rundherum alle Sterne sehen. Ganz im Wild-West-Style geht das einzigartige Duo sein viertes Abenteuer an. Diesmal wird Leonard des Mordes verdächtigt, was Hap nicht so stehen lassen kann. Er sucht seinen Freund, und gemeinsam ermitteln sie in dem Fall.
Obwohl Hap und Leonard schon aus ihrer Vitalität heraus das blühende Leben sind, kommen Zweifel in der Lebensführung auf. Beide sind nicht mehr die Jüngsten und haben sich bisher nicht viel aufgebaut. Leonard rinnt die letzte Beziehung unter den Fingern davon, und Hap fragt sich, wohin ihn sein Weg überhaupt führen soll. „Ich habe das Gefühl, als wäre mein Leben vergiftet worden. Ich komme von einem beschissenen Job nach Hause, werde von einem tollwütigen Eichhörnchen gebissen, meine Krankenversicherung ist für den Arsch, und mein bester Freund wird des Mordes beschuldigt.“ (S. 297)
Die Gefühlslage der Protagonisten könnte unterschiedlicher kaum sein. Bei Leonard lodert die Wut im Blick und er macht mit seinem Temperament dem Teufel in der Hölle Konkurrenz. Hap hat sich zwischenzeitlich auf Wolke Sieben verzogen, wo seine Augen herzförmig geworden sind.
Dennoch ist es besonders Hap, dem die Midlife-Crisis winkt:
„Es war eine ziemlich traurige Situation. Ich war Mitte Vierzig und hatte keinen richtigen Job, keine Rentenversicherung, eine lausige Krankenversicherung und einen Eichhörnchenbiß im Arm." (S. 187)"
Wie bei der Reihe gewohnt, erfährt man das einfache Leben im Osten von Texas. Gelegenheitsjobs, Kriminalität und Verbrechen prägen das Bild, das man als Leser davon erhält.
Gleich zu Beginn lädt Lansdale herzlich zum Lachen ein. Es gibt wenige Schriftsteller, die ernste Situationen derart trocken und mit schwarzem Humor schildern, dass sofort die Mundwinkel nach oben zucken. Man steigt mitten in den Angriff eines Killer-Eichhörnchens ein, das mir jetzt noch - beim Gedanken daran - Tränen in die Augen treibt.
Wer Lansdale liest muss sich auf derbe Ausdrücke, teilweise pubertäre Anspielungen und einen äußerst trashigen Sprachgebrauch gefasst machen. Allerdings schafft er es meiner Meinung nach, seine Art des Pulps zu bizarrer, gesellschaftskritischer Literatur zu erheben. Obwohl es stellenweise auf schlimme Weise witzig ist, spricht er wie üblich sehr ernste Themen an. Es geht um Homophobie genauso wie um die Schattierungen, die den Menschen ausmachen:
„Man brauchte nur zwei Lohntüten zu verpassen und eine größere Panne zu haben, und schon gehörte man nicht mehr zur unteren Mittelschicht, sondern wohnte in einer Pappschachtel unter der Brücke, aß aus Müllcontainern und schob einen Einkaufswagen vor sich her.“ (S. 161)
Lange Rede, kurzer Sinn: „Schlechtes Chili“ ist erneut ein grenzgeniales Abenteuer, dass Joe R. Lansdale sein Gespann erleben lässt. Es ist blutig, es ist böse, es ist dermaßen derb, dass man getrost das Rouge zur Seite legen kann, und dennoch ist es ein gesellschaftskritisches Werk, das abseits vom Mainstream angesiedelt ist.
Wer Hap und Leonard schon ins Herz geschlossen hat, wird mit „Schlechtes Chili“ großartigen Spaß haben, auch wenn es bestimmt nicht für jeden Leser die ideale Lektüre ist.
Hap & Leonard: 01) Wilder Winter 02) Mucho Mojo 03) Bärenblues 04) Schlechtes Chili 05) Rumble Tumble 06) Machos und Macheten 07) Das Dixie-Desaster 08) Rote Rache 09) Krasse Killer 10) Bissige Biester 11) Coco Butternut
Vielleicht nicht unbedingt mein Favorit der Reihe, aber immernoch sehr cool, sehr erfreulich, sehr spaßig, sehr tragisch. Und es gibt ein Wiedersehen mit Jim Bob Luke, hehe! :)
Nicht so gut wie andere aus der Hap & Leonhard Reihe. Aber trotzdem wieder komisch und trotz Brutalität irgendwie auch anrührend. Der Schreibstil ist natürlich wieder großartig.
"Bad Chili" ist, wie auch die vorherigen Hap & Leonard Romane, extrem unterhaltsam und kurzweilig, allerdings ein wenig holprig, was den Plot betrifft. Verschiedene Handlungsfäden laufen zusammen, verknoten sich fröhlich, haben aber letzten Endes keinen allzu bleibenden Eindruck hinterlassen. Davon abgesehen treffen Hap & Leonard auf ein tollwütiges Eichhörnchen, einen sadistischen Wrestler und eine fiese Torture-Tape-Mafia. Eine Menge Blut fliesst, Zeit für neue Liebe und Zeit zum Trauern und Jim Bob Luke, der Cowboy-Detektiv aus "Cold in July" ist auch dabei!