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Knapp 200 Jahre später hat es dieser einsame Flecken der Reisejournalistin Dea Birkett angetan. Nach zweijährigen Bemühungen gelingt es ihr, die Genehmigung zum Besuch von Pitcairn Island zu erhalten, wo heute noch 38 direkte Nachfahren der rebellischen Schiffsmannschaft leben.
Paradiesische Landschaft und ebensolche Zustände sind es, die die Autorin mit dieser Insel verbinden. Doch auf Pitcairn Island angekommen, muß sie erkennen, daß ihre Vorstellungen keineswegs der Wirklichkeit entsprechen. Ihr begegnen keine hulatanzenden, bastrockgeschmückten Eingeborenen, sondern modern gekleidete Menschen in T-Shirts und mit Baseballkappen. Sie kauen auch nicht auf Blättern, sondern zeigen voll Stolz auf die bis obenhin gefüllten Kühltruhen, in denen sie Leckereien von Lammrücken bis Erdbeereis verstaut haben, die sie im Tauschhandel von den Schiffen erhalten, die ab und zu an ihrer Insel vorbeifahren.
Die Insel und ihre Bewohner sind voller Widersprüche. Zwar gibt es in jedem Haushalt moderne Küchengeräte, aber die Stromversorgung reicht nicht aus, so daß die Kühltruhen nur zu bestimmten Zeiten betrieben werden können, was ein ständiges Auf- und Abtauen zur Folge hat. Und trotz dieser Errungenschaften der Zivilisation sind die Bewohner den Naturereignissen auch weiterhin ausgeliefert. Ein wütender Sturm kann die winzige Insel in kurzer Zeit verwüsten und mühsam angepflanzte Nahrungsmittel vernichten. Es liegt eine merkwürdige Stimmung über Pitcairn Island, wo jeder von jedem weiß und kein Schritt unbeobachtet und unkommentiert bleibt.
Dea Birkett beschreibt auf offene und humorvolle Weise ihre Bemühungen, sich der Gemeinschaft anzupassen. Doch auch das friedliche Miteinander erweist sich als Täuschung. Auch hier gibt es Haß, Neid und Aggression, sind Sein und Schein zweierlei und ist Unverständnis und Unaufrichtigkeit an der Tagesordnung. Die Autorin muß erkennen, daß die Menschen wie überall auf der Welt sind, aber gerade die Tatsache, daß es auf dieser kleinen Insel kein Entrinnen gibt, macht das Zusammenleben mit ihnen zunehmend unerträglicher. --Anne Hauschild
Paperback
First published January 1, 1997
"In other places, people acted differently, dressed differently and spoke differently once they crossed the threshold of their home. But on Pitcairn, inside your weatherboard house was the same as outside; they were not two different worlds. There was no house with a door, yard with a gate, or field with a fence. The threshold over which a stranger was intruding on private ground wasn't the veranda, it was the shoreline, it was the sea."I learned quite a bit about Pitcairn Islanders. I had no idea that they were almost all Seventh Day Adventist, which has a profound effect on the community. The underlying community expectations are very much related to SDA belief systems. One example Birkett gives is that although Pitcairn Island is gifted with large, juicy, crustaceans, the islanders may only use them as bait for normal fish as their faith forbids consuming shellfish. Another is the hiding of all sexual desire, which may have contributed to the longtime sexual abuse.
"Everywhere you went, you were on Pitcairn. It was the same heavy air, the same tangled weed and trees, the same clawing mud on every corner of the island. The only route you could draw on your travels was circular."Pitcairn Island is actively working toward repopulation as most of their population is aging out or in jail. Their government website has that information but everything I could find indicated that only one person has even made the attempt. Getting there is almost impossible, something this book details well. There are no guarantees for supplies or food coming from the outside world on any regular schedule, something the islanders are always trying to plan around and work together on. Cruise ship traffic, 6-9 a year, provides the majority of their income (they sell crafts, basically.)