Born in 1962 in Battenberg, Germany, Steinhöfel now works as a translator and reviewer and writes screenplays. First and foremost, though, he is the author of numerous children's and young adult books awarded with various literature prizes. His bestseller "The Center of the World" was nominated for the well-known and prestigious German Youth Literature Prize and has been published in numerous countries worldwide.
Steinhöfel was awarded the Erich Kästner Prize in 2009, after Peter Rühmkorf, Loriot, Robert Gernhardt, and Tomi Ungerer. In the same year, he was also awarded several literary prizes for his work "Rico, Oskar und die Tieferschatten", including the German Youth Literature Prize, the Catholic Children's and Youth Literature Prize as well as the "Lesekünstler 2009" award by the Börsenverein Deutscher Buchhandel.
Es sind wirklich süße Geschichten und Rico und Oskar schließt man sofort ins Herz. Allerdings wünsche ich mir sehr, dass im dritten Band noch eine Mädchenfigur eingeführt wird, zu der auch alle weiblichen Leserinnen aufsehen können. Die Frauen, die in den beiden ersten Bänden vorkommen, sind leider alle nicht sehr differenziert. Entweder sind sie depressiv, weil sie keinen Mann haben oder verrückt und werden generell sehr abwertend beschrieben. Die Umschreibungen Tussi oder Weiber werden leider sehr häufig gebraucht. Das ist schade, aus diesem Grund würde ich das Buch auch nicht mit meinen Schülerinnen und Schülern lesen.
Mehr von Berlin (draußen wo die Feldhamster leben und im Neuköllner Nachtleben, aber auch von charmanten Eisverkäuferinnen), mehr von Ricos Mama und ihren Geheimnissen, von Fitzke und seinen Steinen, Oskar und seinem Rabenvater, aber auch neue Bekanntschaften wie die herrliche Irina (wobei hier die volle Ladung russischer Stereotypen bedient wird) und der kleine Porsche. Ich bin rundum glücklich mit dem zweiten Abenteuer von Rico und Oskar und wie sich deren Freundschaft und Familienleben hier weiterentwickelt hat.
Auch das zweite Abenteuer der beiden ungleichen Freunde ist berührend und lustig zugleich. Ein spannender Kinderkrimi!
Inhalt:
Die beiden Freunde Rico und Oskar unterscheiden sich wie Tag und Nacht.
Denn Rico ist tiefbegabt und braucht zum Denken etwas länger als andere Kinder. Dagegen ist Oskar ein schlauer aber ängstlicher und übervorsichtiger Junge.
Gerade erst ist Oskar mit seinem Vater aus dem Dänemark-Urlaub zurückgekehrt, da wird der Junge bei Rico und dessen Mutter abgesetzt. Sein Vater braucht erst einmal Abstand und eine Auszeit.
Viel Zeit zum Traurigsein bleibt allerdings nicht, denn die beiden Freunde kommen einer miesen Betrugs- und Erpressungsgeschichte auf die Spur.
Zu ihrem Entsetzen scheint auch auch Ricos Mutter darin verwickelt zu sein.
Altersempfehlung:
ab 10 Jahre
Mein Eindruck:
Dies ist das zweite Abenteuer der ungleichen Freunde Rico und Oskar. Aber auch ohne Vorkenntnisse findet man problemlos in die Geschichte hinein.
Ganzseitige, farbige Illustrationen finden sich zu Beginn jedes Kapitels, so dass man Rico und Oskar direkt vor Augen hat.
Die Geschichte wird von Rico erzählt, sein Lehrer hat ihn im ersten Band während der Sommerferien ein Tagebuch führen lassen und in dieses schreibt Rico nun weiter seine Erlebnisse für sich selbst auf. Unter anderem hilft es ihm dabei, nichts zu vergessen.
Rico ist ein herzensguter Junge und tiefbegabt. Was für ihn oft bedeutet, dass ein Gedanke manchmal etwas länger dauert, vollständig abschweift und am Ende vielleicht nicht immer das Gewünschte dabei herauskommt. Das aufgeweckte und liebenswerte Kerlchen beschreibt seine Denkweise selbst als Bingotrommel, bei der hin und wieder Kugeln verloren gehen. Dieser außergewöhnliche und humorvolle Erzählstil lässt den Leser nicht nur mit dem Protagonisten mitfühlen, sondern auch manches aus einer ganz neuen Perspektive betrachten.
Man wird künftig beispielsweise das Wort Schlamassel mit anderen Augen lesen: Eine Assel, die langsam im Schlamm versinkt und dabei ein letztes Mal ihren Artgenossen zum Abschied winkt ;-) Was für ein Schlamm-Assel!
Oder Champagner: ein teurer Sekt aus erpressten Weintrauben. Werden die Trauben allerdings getrocknet und schrumpelig, landen sie als Rosinen im Studentenfutter oder aufgeweicht im Käsekuchen. Ricos Fazit: "Es gibt also für die Traube kein Entkommen. Sie ist vermutlich das meist gejagte Obst der Welt." (vgl. 102)
Neue oder fremde Wörter und deren Bedeutung schreibt sich Rico auf. Seine Art und Weise, die Dinge zu betrachten, ist erfrischend anders und herrlich unterhaltsam.
Er gibt auch ernsteren Gedanken Raum und benennt Gefühle neu:
- Graues Gefühl: Depression,
- Schwarzes Gefühl: Liebeskummer,
- Großes Vergessen: Demenz.
Allein aufgrund dieser Wortschöpfungen und neuen Sichtweisen ist das Abenteuer ein großartiges Lesevergnügen.
Ricos Freund Oskar ist das komplette Gegenstück: hochbegabt, sehr klein, ein Pessimist und übervorsichtig (seinen Helm hat er inzwischen gegen eine riesige Sonnenbrille getauscht). Die beiden ergänzen sich hervorragend und sind ein tolles Team.
Zur Handlung möchte ich nicht zu viel verraten, um die Überraschung im spannenden Kriminal- und Erpressungsfall nicht vorwegzunehmen. Es sind einige (gescheiterte) Pläne und Hilfe von Dritten nötig, um zur Lösung des Rätsels zu gelangen.
Ein humorvoll und spannend erzählter Kinderkrimi mit Tiefgang über Hoch- und Tiefbegabung, Vorurteile und Toleranz, Freundschaft und Hilfsbereitschaft sowie über Ängste, Trauer und Verlust.
Fazit:
Rico und Oskar ermittelt in ihrem zweiten spannenden Abenteuer.
Dank der außergewöhnlichen Erzählweise und den liebenswerten Protagonisten und Anti-Helden fasziniert die Geschichte nicht nur aufgrund des Kriminalfalls.
Eine Leseempfehlung für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene.
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Rezensiertes Buch "Rico, Oskar und das Herzgebreche" aus dem Jahr 2013
Wieder zauberhaft, aber nicht so gut wie Teil eins. Inzwischen kann ich die Frauenfeindlichkeit leider nicht mehr überlesen. Was soll denn dieses rumgeweibere?!
Irgendetwas stimmt mit Mama nicht, da ist sich Rico sicher. Sie benimmt sich seltsam und wirkt immer unendlich traurig. Doch er weiß einfach nicht, was er tun soll... Oskar hat seine eigenen Probleme, denn sein Vater ist abgehauen, weil er "eine Auszeit" braucht und somit wohnt er vorübergehend bei Rico und seiner Mutter. Auch wenn Oskar versucht, sich nichts anmerken zu lassen, so weiß Rico ganz sicher, dass es seinem Freund schwer zu schaffen macht, dass sein Vater ihn scheinbar nicht will. Alle um Rico herum scheinen traurig zu sein und er wird immer verzweifelter, weil er nicht weiß, wie er das beenden soll. Doch dann kommen Oskar und er dahinter, warum seine Mutter nicht mehr wie früher ist - sie wird erpresst! Und die beiden beschließen, dass sie ihr auf alle Fälle helfen müssen!
„Einer wie alle Erwachsenen. Irgendwas stimmt mit denen nicht. Es ist, als wäre in der Pubertät oder beim Älterwerden was in ihnen kaputtgegangen. Als hätten sie Risse oder Sprünge gekriegt, durch die alle Farbe aus ihnen rausgeflossen ist, bis nur noch Schwarz und Weiß übrig war." S. 90
Erneut schafft es der Autor, einen durch Ricos Perspektive sehen und fühlen zu lassen. Mit viel Humor, aber mindestens genauso viel Tiefgang begeben wir uns auf ein neues Abenteuer mit Rico und Oskar, das dieses Mal mit sehr viel mehr als nur Spannung und Aufregung verknüpft ist und stattdessen sehr viel Herzschmerz beinhaltet. Alles in allem ist die Geschichte nicht mehr ganz so spannend wie ihr Vorgänger, da die Handlung etwas voraussehbarer ist und es vor allem um die Überführung des Täters geht. Das heißt jedoch keinesfalls, dass es langweilig wird, es ist nur einfach anders. Ricos kindlich-naive Erzählweise ist jedoch dieselbe und ist auch hier wieder das Highlight des Buches, ebenso wie der Humor. Es werden jedoch auch ernstere Themen angesprochen, wie Depressionen, Verlassenwerden, Liebeskummer und Einsamkeit.
„Champagner: Sekt in teuer aus erpressten Weintrauben. Man kann Trauben auch trocknen, bis sie schrumpelig sind, dann landen sie als Rosinen im Studentenfutter, oder man weicht sie ein, dann kommen sie in den Käsekuchen. Es gibt also für die Traube kein Entkommen. Sie ist vermutlich das meistgejagte Obst der Welt." S. 102
Die Charaktere sind auch in diesem Band wieder sehr liebevoll und detailliert beschrieben und wachsen einem von Seite zu Seite mehr ans Herz. Im zweiten Teil wird auch etwas mehr der Schwerpunkt auf Oskar gelegt, der sehr damit zu kämpfen hat, dass sein Vater ihn verlassen hat.
„Es gibt Menschen, Rico, die so unglücklich sind, dass sie nicht anders können,a ls ihr Unglück ständig an andere weiterzugeben."
S. 259
Fazit
Auch Band zwei der Rico und Oskar-Reihe kann überzeugen, auch wenn er Band eins nicht ganz das Wasser reichen kann. Alles in Allem aber dennoch ein spannendes, lehrreiches und lustiges Buch, welches auf jeden Fall lesenswert ist. Manche Stellen der Geschichte sind ein bisschen langatmig und konnte daher nicht ganz so begeistern wie "Rico, Oskar und die Tieferschatten" und die Story ist an manchen Stellen sehr voraussehbar. Rico würde jetzt sagen: "Sellawie". Trotz allem lesenswert :)
Ähnlich nett wie Teil 1, vielleicht sogar noch etwas besser. Die Figuren aus Buch 1 tauchen wieder auf und haben teilweise größere Rollen, präsenter ist vor allem Mamas Freundin Irina, neu eingeführt wird Herr van Strahten, eine Bekanntschaft vom Bingo aus dem Gemeindezentrum. Wieder müssen Rico und Oskar einen "Kriminalfall" lösen, aber eigentlich geht es auch viel um Freundschaft und Beziehungen - sowohl zwischen Paaren als auch zwischen Eltern und Kindern. Wieder ein wirklich nettes Kinderbuch, dass auch Erwachsene gut lesen können.
Wieder zuckersüß und sehr amüsant. Leider kann es nicht mit dem ersten Teil mithalten. Die Bingokugeln und Fremdwörterdefinitionen machen im zweiten Teil leider nur halb so viel Freude. Deshalb wird es wohl dabei bleiben und ich werde keinen weiteren Teil lesen.
Nachdem Rico, Oskar und die Tieferschatten, der erste Band um den tieferbegabteb Rico und den hochbegabten Oskar, 2009 den Deutschen Jugendliteraturpreis gewann, hat Andreas Steinhöfel noch zwei weitere Romane um die beiden verfasst.
In Rico, Oskar und das Herzgebreche geht es darum, dass Oskar für eine Weile bei Rico und seiner Mutter unterkommen muss, weil sein Vater eine Auszeit braucht. Das ist Oskars Herzgebreche, das versteht Rico sofort. Bei einem Bingoabend, den die beiden mit Ricos Mutter besuchen, fällt Oskar auf, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugeht und Ricos Mutter eine gestohlene Handtasche "gewinnt", die sie dann hinterher auf e-bay versteigert. Rico kann nicht glauben, dass seine Mutter an so etwas beteiligt ist - Herzgebreche - und Chaos bei den Bingokugeln in seinem Kopf. Doch natürlich kommen die beiden Jungen den wahren Gründen für die ganze Sache auf die Spur und das Herzgebreche löst sich in Herzgestrahle auf. Auch beim zweiten Band ist es schön, in Ricos Gedankenwelt einzutauchen und seine Sicht auf die Dinge zu lesen. Wie zuvor gibt Rico zwischendurch Definitionen von ihm unbekannten Begriffen und Fremdwörtern, einige davon sind unglaublich komisch, so dass man beim Lesen immer mal wieder laut losprustet.
Wunderschöner zweiter Teil der Geschichten um den tiefbegabten Rico, seinen hochbegabten Freund Oscar und die Menschen um sie herum.
Andreas Steinhöfel gibt den Lesern einen empfindsamen Einblick in Ricos Gefühlswelt, die nach seinem ersten Abenteuer (Rico, Oscar und die Tieferschatten, ebenfalls bei Carlsen erschienen) ganz schön durchgerüttelt wurde.
Rico vermittelt den jungen Lesern ganz nebenbei, wie man mit überwältigenden Angstgefühlen umgehen kann, dass es nicht schlimm ist, um Hilfe zu bitten und dass jeder ein Recht darauf hat glücklich zu sein. Das Ganze geschieht mit einer Leichtigkeit, die das Lesen dieses Kinderbuchs auch für mich als Erwachsene zu einem echten Vergnügen macht.
V teli knjigi se pa Oskar kar preseli k Rikotu, ker njegovga očeta še vedno ni nazaj z "oddiha". Skupej grejo na bingo kjer Oskar opazi da Rikotova mama goljufa, zato da dobi torbice. Potem začneta to raziskovat in ugotovita kdo vse je za tem zadej in da mamo izzsiljuje da mora zanj preprodajat torbice. Na koncu pa se še mama in Jug poljubita - kar si je on že od začetka prve knjige želel in je blo točno tako kot je moglo biti. Pa še kužka dobi. fin konec
Najboljše tle notr je pa ko greta na sladoled, ko naroči eno kepico čokolade, pa še eno kepico čokolade, pa še eno kepico čokolade pa še eno čokoladno kepico :)
Another heart-warming story about the two different boys that again subtly touches on difficult issues without being preachy or Educational about it. Oskar and Rico, now famous for solving their case in the last instalment, are still friends, but they again find that the people in their lives have a dark past where they would have never expected to find one. Again, they have to investigate, with the help of their adult friends.
Das sind jetzt alle Sterne. Noch besser als der Vorgänger.
Wieder Oscar, wieder Rico, wieder ein Kriminalfall. Und diesmal mit tiefen Blicken in die Verletzungen, die schon Kinderseelen erleben können - egal wie hoch- oder tiefbegabt sie sind.
Tolle Jugendliteratur. Da kann man nur auf einen nächsten Band hoffen.
wieder spannend und witzig, wie der erste teil. nur leider hat man das gefühl , dass rico als erzähler zu gut wird und alles zu gut für den leser durchschaut, was ihm vielleicht gar nicht möglich ist.