Wie schon in ihren anderen Werken geht es auch in Höflers Sommer-Freundschafts-Geschichte um eine Annäherung zwischen zwei Kindern in einer Außenseiterrolle mit verborgenen Talenten. Zonja mit Z, die in der Schule nicht so viel Anschluss findet und als "herzlos" gilt, weil sie ungefragt eine tote Schlange sezierte, stellt eigentlich nur gerne Fragen an ihre Umwelt, die sie sich in ein kleines Notizbuch notiert und ist gut im Scrabble. Mucks, den sie im Freibad kennen lernt, und der eigentlich einen anderen Vornamen hat, kann nicht schwimmen und wirkt sehr schüchtern, kennt sich aber gut mit dem Weltall aus und kann gut auf Bäume klettern. Doch wenn es um seine Familie geht, scheint er etwas verbergen zu wollen.
Erneut spricht die Geschichte auch ernste Themen wie familiäre Gewalt oder Stalking an, überzeugt aber auch wieder durch Wärme und eine unaufgeregte, herzliche Erzählweise, in deren Welt alle ein wenig eigen sind, bis hin zur Mutter, die sich gerne selbst die Haare schneidet und barfuß laufen okay findet. Rührend, witzig und kurzweilig, auch als Klassenlektüre geeignet.