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Lilien-Reihe #1

Die Stunde der Lilie

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Es sollte ein gewöhnlicher Ausritt nach einem anstrengenden Schultag werden. Niemals hätte sich die sechzehnjährige Julia träumen lassen, dass es sie an der mit Lilien gesäumten Weggabelung aus dem Deutschland der Gegenwart ins Frankreich des 17. Jahrhunderts verschlagen würde. Und das ohne eine Möglichkeit der Rückkehr. Von einem Tag auf den anderen muss sich Julia den Sitten des Versailler Königshofes anpassen und zu allem Übel auch noch Französisch lernen. Glücklicherweise bekommt sie jedoch einen einflussreichen Vormund an die Seite gestellt: Etienne Flémont, den Grafen von Montsauvan. Ein Mann, der ihr Schicksal noch weitreich beeinflussen soll… Dies ist der erste Band der Lilien-Reihe. Der zweite Band erscheint im Sommer 2015.

305 pages, Kindle Edition

First published August 7, 2014

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About the author

Sandra Regnier

32 books185 followers

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11 (2%)
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4 (<1%)
Displaying 1 - 27 of 27 reviews
Profile Image for Kat.
178 reviews51 followers
January 2, 2015
Sandra Regniers neuer Roman "Die Stunde der Lilie" war ein spontaner Kauf. Ich habe zuvor noch nie einen Roman der Autorin gelesen, habe mich vom Cover und vom Klappentext allerdings gleich angesprochen gefühlt. Das Versailles des Sonnenkönigs Louis XIV. birgt eine interessante Geschichte und ich habe mir erhofft, in "Die Stunde der Lilie" endlich einen Zeitreiseroman für Jugendliche gefunden zu haben, der die historischen Ereignisse, von denen er erzählt, nicht in den Hintergrund stellt oder gar komplett vernachlässigt. Auf manche Weise ist "Die Stunde der Lilie" auch dieser Roman. Julia, die sechzehnjährige Heldin der Geschichte, bringt einiges an Interesse an Geschichte mit, was ich sehr schön fand. Meistens stolpern Heldinnen in Zeitreiseromanen völlig unbedacht in die Geschichte und wissen weder ein noch aus. Nicht so Julia. Sie hat sich durch den Geschichtsunterricht ein recht großes historisches Wissen angeeignet und ist nach dem Sturz in die Vergangenheit nicht völlig hilflos.

Ich muss Sandra Regnier zu Gute halten, dass der Roman fast anstandslos recherchiert wird. Bis auf ein paar kleine Patzer wirkte die historische Komponente des Romans auf mich durchaus stimmig. Dass man 1677 in Frankreich noch keine Croissants gegessen hat, weil diese erst hundert Jahre später mit Marie Antoinette nach Frankreich kamen, oder, dass man die Mieder damals noch gar nicht so eng schnüren konnte, dass sie Julia ständig das Atmen schwer machen, sei mal dahin gestellt. Das sind Kleinigkeiten. Die Autorin scheint sich mit der Zeit und ihren Menschen durchaus auseinandergesetzt zu haben und es kamen einige interessante Fakten vor, die Jugendlichen, die sich für Geschichte begeistern, sicherlich gefallen dürften. Leider hatte ich das Gefühl, dass die Autorin ihr Wissen über Versailles zum Ende des siebzehnten Jahrhunderts mit aller Gewalt in den Roman zu quetschen versucht hat. Es ist wichtig viel zu recherchieren und sich selbst einen klaren Überblick über eine fremde Zeit zu verschaffen, aber nicht jedes kleine Detail muss dann am Ende auch im Roman landen. Wenn auf dem Ball die Tänze aufgezählt werden, als säße Frau Regnier mit der Liste daneben, um sicherzugehen, dass auch kein mühsam recherchierter Tanz vergessen wird, wirkt das künstlich und macht die Geschichte leider nicht lebendig.

Man spürt diesen Wunsch, so viele Fakten wie möglich unterzubringen, immer wieder ganz stark im Verlauf des Romans. Die erste Hälfte der Geschichte handelt eigentlich nur davon, wie Julia am Hof des Sonnenkönigs lernt, wie sie sich im Barock zu verhalten hat und während das durchaus nicht langweilig zu lesen war, hatte ich sehr oft das Gefühl, es hätte dem Roman gut getan, wenn schon von Anfang an ein roter Faden mitgelaufen wäre. Die eigentliche Handlung beginnt erst auf Seite 155, also knapp in der Mitte, und ist dann obendrauf sehr enttäuschend. Ich mag Intrigen und Hofgeflüster sehr, aber diese Intrige war so platt und durchschaubar, das nicht einmal ich Spaß daran gefunden habe. Was dem Roman leider sehr viel Wind aus den Segeln nimmt ist, dass man die wirklich spannenden Geschehnisse am Hof nie durch Julias Augen sieht. Es ist ein wenig, als würde man gar nicht den richtigen Roman lesen, sondern eine lange Zusammenfassung, geschrieben von jemandem, der das eigentliche Buch gelesen hat. Julias Lehrstunden beim Grafen von Montsauvan stehen im Vordergrund. Vom wirklichen Leben bei Hof, von den politischen Hintergründen, von Louis XIV. bekommt man leider so gut wie überhaupt nichts mit.

Sandra Regnier zeigt nicht viel, sie erzählt. Teilweise werden Fakten aufgelistet und nicht in die Geschichte eingebunden, Dinge werden von Julia als gegeben betrachtet und nicht geschildert, nicht erlebt. Gut recherchiert ist der Roman. Aber nicht lebendig. Nicht bunt. Ich hatte hin und wieder das Gefühl, ich lese ein wissenschaftliches Werk, in das jemand eine lose Handlung eingefügt hat. Wenn ich einen historischen Roman lese, möchte ich in die Zeit eintauchen und ich möchte Kopfkino haben. Was ich nicht möchte, sind unzählige historische Details, die mir praktisch vor die Füße geworfen und präsentiert werden, wie in einem Schulbuch. In dem es nicht einmal Bilder gibt. Die einzige Instanz, in der Sandra Regnier dann wirklich mal etwas zeigt, ist von allen Dingen eine Hinrichtung. Ich weiß, dass man darüber durchaus streiten kann, aber für mich geht es einfach gar nicht, eine Hinrichtung so detailgetreu und blutig zu beschreiben, wie es in diesem Roman passiert, wenn der Roman von Lesern ab 12 Jahren gelesen werden soll. Ich wundere mich auch ein wenig darüber, dass ausgerechnet diese blutige Episode so farbenfroh geschildert wird, während die schönen bunten Dinge, die ich gern im Detail mit Julia erlebt hätte, außen vor bleiben.

Dass die Geschichte einfach nicht lebendig werden will liegt wohl vordergründig an Regniers Schreibstil. Der ist, um es gelinde zu sagen, holprig. Gleich der erste Satz liest sich krumm. "Fassungslos starrte Julia auf die Fünf ihrer Französischarbeit." (S. 9) Im Prolog "verlangsamt" eine Frau (S.7). Man kann sein Tempo verlangsamen, aber nicht sich selbst. Mann kann auf die Fünf starren, die unter der Französischarbeit steht, aber nicht auf die Fünf der Französischarbeit. Grammatikalische Blüten reihen sich aneinander und obwohl es durchaus zum Ende hin besser wird, bleibt der Stil hölzern und unrund. Wo war da der Lektor? Wer hat das so durchgewunken? Dazu kommen unzählige Klammern, in denen die Autorin dem Leser Dinge mitteilt, die der eigentlich wirklich nicht wissen muss. Die absolute Höhe war für mich das eingeklammerte Ausrufezeichen, als die Autorin betonen wollte, wie ungewöhnlich es ist, dass Julia ein heißes (!) Bad nehmen kann. Das gehört einfach nicht in einen Roman. Das gehört in Internetforen, Chats, Emails... aber doch nicht in einen Roman, der zudem im siebzehnten Jahrhundert spielt. Der Stil ist auch merkwürdig inkonsequent, was das angeht. Hin und wieder sprechen die Figuren so verschwurbelt, als würden sie ein altes Drama rezitieren, hin und wieder klingen sie wie moderne Menschen im Straßencafé.

Julia als Protagonistin hat mir am Anfang sehr gut gefallen. Sie ist ein sechzehnjähriges Mädchen aus der Pfalz, ist trotz großer Bemühungen schlecht in Französisch, hat Angst vor Pferden und interessiert sich für Geschichte. Leider wird aus Julia, die zu Beginn des Romans noch einigermaßen dreidimensional ist, mit jeder weiteren Seite eine platte Alleskönnerin. Kaum zwei Monate in Versailles hat sie plötzlich perfektes Französisch gelernt und spricht völlig ohne Akzent. Sie lernt ungefähr genauso schnell so gut reiten, dass sie bald neben dem Sonnenkönig eine Jagd eröffnen darf. Sie lernt Flöte und Cembalo spielen innerhalb weniger Seiten. Und als wäre es nicht genug, dass sie all ihre Aufgaben und Ängste mit einem Mal meistert und nicht nur bewältigt, sondern auch darin brilliert, merkt sie so nebenbei, dass sie auch ganz wunderschön singen kann. Angeblich so gut, dass selbst der König davon ganz gerührt ist. Julia will in ihren sechzehn Jahren davon vorher nie etwas bemerkt haben, obwohl die Rede davon ist, dass sie und ihre beste Freundin zuhause immer die Lieder in ihren Lieblingsmusicals mitgesungen haben. Da hat keiner gemerkt, wie phänomenal Julia klingt?

Mit jeder Fähigkeit, die sie im Handumdrehen lernt, wird Julia unsympathischer. Alle Kanten, die sie am Anfang echt und sympathisch machen, werden ruckzuck ausgebügelt, bis ein perfektes Mädchen übrig bleibt, das als Mademoiselle Allemande natürlich den französischen Hof im Sturm erobert. Alle lieben sie, vom Bediensteten zum Adeligen zum König. Und da wurde es mir dann langsam wirklich zu bunt. Nicht nur basiert der ganze Roman auf riesigen Logiklöchern im Plot. Julia fällt dem König bei einer Jagd im Wald schmutzig und allein vor die Füße. Er nimmt sie als sein neues Mündel in Versailles auf. Wieso tut er das? Nimmt er jeden ungewaschenen Bauern, den er trifft im Schloss auf? Nein. Wieso also dieses dahergelaufene Mädchen? Julia hat außerdem keinen Titel, den sie nachweisen kann, sie ist nicht adelig, könnte also ein beliebiges deutsches Bauernmädchen sein. Wieso wird sie also behandelt wie eine Adelige, bei Hofe eingeführt und darf bei einer Jagd neben dem König reiten? Und wieso kann sie ohne Probleme in den Räumlichkeiten des Grafen Montsauvan wohnen? Ja, in Versailles herrschte Platzmangel damals, aber wieso macht sich keiner Sorgen um die Ehre der jungen Dame? Besonders, wo Montsauvan als Frauenheld verschrien ist?

Dass dieses Mädchen, das dem berühmten Sonnenkönig Louis "L'État, c'est moi" de Bourbon im Wald vor die Füße fällt, zwei Monate später der Liebling des ganzen Hofstaats ist, ist nicht nur unrealistisch, sondern auch völlig unnötig. Ich hätte es viel besser gefunden, wenn Julia wirkliche Probleme bei Hof bekommen hätte, sich hätte durchbeißen müssen. Dass alle sie nach bloß acht Wochen lieben, interessant finden und gar nicht aufhören können über sie zu reden, ging mir wirklich eine Spur zu weit. Am Ende ist und bleibt sie ein sechzehnjähriges Mädchen ohne Titel. Und obendrein eines, das nicht einmal etwas besonders Aufsehenerregendes getan hat. Der Hofstaat des Sonnenkönigs ist also ganz in Aufruhr wegen eines sechzehnjährigen Mädchens ohne Titel. An dieser Stelle habe ich schon sehr mit den Augen gerollt. Besonders, weil von einer richtigen Handlung bis zu dieser Stelle auch noch nichts zu sehen war. Hätte der Roman in dieser Manier weitergemacht, hätte ich ihm wahrscheinlich 2.5 Punkte gegeben und ihn bald wieder vergessen. Wieso dann also bloß ein Punkt? Das ist schnell erklärt.

Ungefähr nach der Hälfte des Romans wird Julia eingeladen den Bruder des Königs und dessen Frau zu treffen. Dabei handelt es sich historisch ganz korrekt um Philippe de Bourbon, den Herzog von Orleans und seine Gemahlin Liselotte von der Pfalz. Ich muss ehrlich gestehen, ich hatte schon ein wenig befürchtet, dass genau das passiert, was dann auch eingetreten ist. Aber, dass es gar so schlimm sein würde, hatte ich nicht bedacht. Wer den Roman trotz allem noch lesen möchte, sollte jetzt vielleicht nur noch mit einem Auge weiterlesen, denn es ist ein kleiner Spoiler. Also nur anklicken, falls euch das nichts ausmacht: Dass dieser Grund völlig fadenscheinig ist, muss ich denke ich gar nicht dazu sagen. Es kommt aber noch viel schlimmer. Erst einmal finde ich es an sich überhaupt nicht gut eine ambivalente historische Persönlichkeit, die wirklich gelebt hat, so zu verdrehen, bis sie in das Bild des herrschsüchtigen, lächerlich-zickigen Prinzen passt, der beim Reden spuckt und nichts im Kopf hat. Das ist, um es gelinde zu sagen, einfach nur respektlos. Um zu erklären was danach passiert und weshalb ich dem Buch bloß einen Punkt geben kann, muss ich weiter ausholen:

Philippe de Bourbon, Herzog von Orleans, ist als zweiter Prinz nach seinem Bruder Louis geboren, dem späteren Sonnenkönig. Louis sollte von vorn herein König werden und man hatte bei Hof Angst, Philippe könnte ihn vom Thron drängen, falls er zu schlau oder zu kräftig würde, weshalb man seine Erziehung stark hat schleifen lassen. Philippe galt schon seit seiner Jugend als flamboyant und gab sich feminin. Er feierte gern. Er machte keinen Hehl daraus, dass er schwul war und nahm sich Liebhaber, was zu dieser Zeit nichts anderes als mutig war. Homosexuelle Handlungen waren in Frankreich damals strafbar. Philippe de Bourbon war als Prinz natürlich so gut wie unantastbar, hat sich den Sticheleien bei Hof und der Gefahr allerdings trotzdem ausgesetzt. Er hat mit Geschlechterrollen gebrochen. Der feminine, feiersüchtige Mann war nämlich obendrauf einer der besten Feldherren, die Frankreich zu bieten hatte. Er war ein genialer Stratege und ein logischer Denker. Liselotte von der Pfalz hat er geheiratet, weil es seine Pflicht als Prinz war und obwohl sie sich nicht geliebt haben, waren sie gute Freunde. Kurz: Philippe de Bourbon war unglaublich cool. Ich möchte ihn nicht idealisieren, er hat nicht nur gutes getan, aber er war eine vielschichtige, interessante historische Persönlichkeit.

Und was macht Jugendbuchautorin Sandra Regnier? Ich bin immer noch ein wenig fassungslos. Der Moment, in dem Julia den Prinzen trifft, wird eingeleitet mit den Worten: "Und Monsieur, der Bruder des Königs, war schlicht und ergreifend eine ***. Normalerweise hätte Julia nie im Leben einen Homosexuellen so genannt, aber er hatte eine Schleife im Haar [...]" (S. 155). Ich habe das Schimpfwort, dass im Roman steht, nicht ausgeschrieben. Es ist ein Wort, das benutzt wird, um homosexuelle Männer zu diskriminieren. Und das geht gar nicht. Schon gar nicht in einem Jugendbuch. Philippe de Bourbon ist in diesem Roman nicht der schillernde Feldheer, der gleichzeitig Krieg führen und sich Bänder ins Haar binden kann. In Sandra Regniers Vorstellung ist der Herzog von Orleans ein geifernder, zickiger Mann, den sie wegen seines flamboyanten Auftretens als lächerlich und böse darstellt. Und da geht mir echt der Hut hoch. Nicht nur verzerrt sie einen der interessantesten Männer der französischen Geschichte zu einer bloßen Karikatur. Sie tut das auch noch, indem sie diskriminierende Sprache verwendet, die gegen feminine Männer bis heute benutzt wird. Wenn man dann noch betonen muss, dass man ja eigentlich gar nicht homophob ist, dann aber jede Szene, in der die Figur vorkommt, vor homophoben Darstellungen und Beschreibungen strotzt, dann sollte man doch nachdenken, was man da eigentlich tut.

Es ist mittlerweile 2015. Das Klischee des überaus femininen und deshalb lächerlichen Bösewichts ist über siebzig Jahre alt. Es wurde schon im alten Hollywood benutzt, um gezielt Stereotypen über schwule Männer zu verbreiten. Es ist doch langsam wirklich an der Zeit, solche Stigmata zu begraben. Und einen schwulen, femininen Mann in einem Buch für Jugendliche als lächerlich, eben, weil er sich so gibt, darzustellen finde ich einfach jenseits von Gut und Böse. Wieso geben wir diese Klischees, die schwulen Männern doch auch heute noch im wahren Leben schaden, denn schon wieder an die nächste Generation weiter? Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das keine bewusste Verdrehung der Figur Philippe de Bourbon ist. So gut wie der Rest des Romans recherchiert ist, weiß die Autorin ganz sicherlich, wer dieser Mann wirklich war. Und gerade weil sie sich bewusst entschieden haben muss, diese Figur mit homophober Sprache vorzustellen, seine Persönlichkeit als lachhaft zu titulieren und auch nebenbei zu verschweigen, wie wichtig er für den Hof wirklich war, bin ich so enttäuscht von "Die Stunde der Lilie" und von Frau Regnier. Der echte Philippe de Bourbon hätte es nicht nötig gehabt ein kleines Mädchen umbringen zu lassen. Und, wenn er es doch gewollt hätte, hätte er eine Intrige gesponnen und ausgeführt, bevor Julia auch nur hätte zwinkern können.

Und deshalb bekommt "Die Stunde der Lilie" von mir bloß einen Punkt. Der Schreibstil ist holprig und liest sich nicht flüssig, es gibt weder eine Handlung, noch gibt es Erklärungen für Julias plötzliche Zeitreise, das bisschen Handlung, das da ist, basiert auf völlig unrealistischen Begebenheiten. Ambivalente historische Persönlichkeiten werden verzerrt und in Rollen gepresst, die ihnen nicht stehen. Und, da bin ich wirklich enttäuscht, die Autorin sieht anscheinend nichts Falsches daran bestimmte Männer mit homophober Sprache zu besehen, wenn sie nicht in ihr Bild von Geschlechterrollen und "richtigen" Männern passen. Es ist 2015. Lasst uns doch einfach aufhören, Menschen danach zu bewerten, welche Sexualität sie haben oder ob sie sich männlich oder weiblich oder nichts von beidem geben wollen. Lasst uns doch aufhören damit alte Klischees weiterzuverbreiten, die schon seit bald hundert Jahren zu Diskriminierung und Ausgrenzung führen. Und lasst uns bitte damit aufhören historische Persönlichkeiten in moderne gesellschaftliche Muster zu pressen, in die nicht einmal moderne Menschen passen.

Empfohlen für: Ich möchte an dieser Stelle ganz ehrlich keine Empfehlung aussprechen. Wer sich an keinem der oben genannten Punkte stört, soll den Roman ruhig lesen. Ich weiß, dass er bei jungen Lesern recht gut ankommt und irgendwie macht es mich ein wenig traurig, dass junge Jugendliche eben immer noch die alten Klischees vorgesetzt kriegen, völlig unreflektiert und dann auch noch dadurch bestätigt, dass der schwule Mann der böse ist. Man hat als Autor von Jugendbüchern doch auch irgendwo eine Verantwortung darüber, welche Botschaften man gewollt oder ungewollt mit seinen Romanen weitergibt. Und die, die hier versteckt ist, ist furchtbar. Auch, weil sich "Die Stunde der Lilie" bloß in eine sehr lange Reihe von Filmen und Romanen einreiht, die dieses alte Klischee nutzen. Aber wer sich daran wirklich nicht stören mag und kein Problem mit holprigem Schreibstil hat, soll den Roman ruhig lesen. Macht euch euer eigenes Bild vom Buch, falls es euch interessiert. Ich werde den Rest der Reihe nicht lesen und hoffe, dass die nächsten Bücher des Verlages wieder besser sind.
61 reviews1 follower
May 12, 2018
Das Buch hat mich direkt gepackt. Ich habe die ersten 100 Seiten in einem Zug gelesen. Das was mich daran fasziniert hat, war einmal der Schreibstill der Autorin und die geniale Recherchearbeit, die sie geleistet hat. Schon mal vorneweg: die Daten und Fakten stimmen nicht mit den tatsächlichen Gegebenheiten überein, jedoch hat die Autorin das Ganze mit Hintergedanken getan, um die Geschichte zu schmücken. Sie spielt u. a. 1677 und damals war es nicht ganz so aktionreich, wie im Buch beschrieben. Aber sie hat es geschafft, dass ich einfach nur begeistert war und direkt gleich den zweiten Band hinterher lesen werde. Und das ist bei mir mittlerweile zur Seltenheit geworden und wirklich was besonderes.

Ich liebe einfach den Schreibstill von Sandra Reigner. Das Buch lässt sich einfach super flüssig lesen und einfach nur genießen. Ich konnte der Welt um mich herum entfliehen und mich in die Welt um Julia und ihrer ungewissen Reise in das 17. Jahrhundert herein fallen lassen.

Mich hat die Geschichte fasziniert mit dem fielen Details rund um Ludwig XIV. und den damaligen historischen Persönlichkeiten. Nur was mir einen kleinen Dämpfer verpasst hat war, dass irgendwie erst nicht viel passiert ist und dann auf ein paar Seiten richtig viel und irgendwie alles auf einmal.

Zusammenfassend gebe ich dem Buch 4 Sterne, denn es hat mich sehr gefesselt, es war sehr gut recherchiert und dennoch hat für mich an der Story bei den wirklich spanenden etwas mehr Inhalt gefehlt.


Mehr unter: https://marrysbooks.wordpress.com/201...
Profile Image for Juli.
426 reviews18 followers
December 6, 2015
Sandra Regniers "Die Stunde der Lilie" ist der erste Band ihrer Zeitreise-Jugendbuch-Dilogie. Ich habe vorhin die letzten Prozente des eBooks "Die Stunde der Lilie" verschlungen. Ich bin fassunglos, ja wirklich absolut und vollkommen enttäuscht. Wieso zum Teufel, gibt es dieses Schätzchen noch nicht als Print-Buch?! Bitte lieber Carlsen/Impress-Verlag, diese Tatsache muss ganz schnell und ganz dringend verändert werden! Dieses Buchschätzchen gehört auf jeden Fall in jedes Buchregal und möchte definitiv nicht nur inhaltlich bestaunt werden. Da ich ein riesengroßer Verfechter der Print-Bücher bin und gerne ein richtiges Buch in den Händen halte oder im Regal bewundere, sind eBooks normalerweise nicht mein Ding. Nachdem ich Sandra Regniers Pan-Trilogie verschlungen und geliebt habe und auch ihre beiden Zeitlos-Bände grandios finde, konnte ich nicht wiederstehen und musste, egal ob eBook hin oder her, den ersten Band ihrer "Lilien"-Dilogie lesen.


Ich verliebe mich von Buch zu Buch immer mehr in Sandra Regniers Schreibstil und der erste Band der Lilien-Dilogie hat mich auch wieder voll und ganz verzaubert können. Ich bin hin und weg! Und brauche wohl ganz dringend die Fortsetzung! Aber nicht nur ihr Schreibstil ist magisch schön, sondern auch ihre Recherchen. Als Naturwissenschaftlerin bin ich nicht unbedingt der absolute Geschichtskrack, aber nach ihren Ausführungen habe ich große Lust bekommen mich in die Geschichte von Versailles des 17. Jahrhunderts und König Ludwig XIV ein zu lesen. Ich bin unglaublich fasziniert davon, wie Sandra Regnier, obwohl sie extra noch einmal darauf hinweist, dass nicht alle Geschichtsdaten genau stimmen, es für die Geschichte um Julia und Etienne so passend und stimmig gestaltet hat. Grandios! Dankeschön für die tollen Lesestunden!


Die sechzehnjährige Protagonistin Julia Willwer lebt gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Jennifer in einem kleinen Dörfchen in der Eifel. Zusammen mit ihrer Freundin Nina lebt sie den typischen Teenager Alltag voller Schule, Hausaufgaben, Hobbys, Zickereien und Schwärmereien. Eines Tages unternimmt sie ihrer Freundin zu liebe mit dieser einen Ausritt. Pferde sind eigentlich nicht unbedingt Julias Ding. Von einer Sekunde auf die andere landet Julia mitsamt Stute in Frankreich, im Wald von Versaille des 17. Jahrhunderts. Natürlich kann Julia überhaupt gar nicht fassen wie, wo, wann und wieso gerade ihr dieser Zeitsprung geschieht. Durch Zufall gelangt sie in die Finger des Königs von Frankreich, Ludwig XIV. Dieser nimmt sie als sein Mündel auf und verlangt als Gegenleistung, dass sie mit Etienne Flémont, den Grafen von Montsauvan, alle Sitten des Hofes plus einem eins-a Gebrauch der französischen Sprache erlernt.
Und so nimmt das Chaos seinen Lauf. Mir haben beide Protagonisten wahnsinnig gut gefallen. Julia wächst von Seite zu Seite über sich hinaus und wird zu einer Art Superheldin von Nebenan, die man einfach ins Leserherzchen schließen muss. Etienne der zuerst kalte, strenge und unnachgiebige Lehrer, zeigt im Laufe der Zeit immer mehr seinen weichen, gutmütigen, herzerwärmenden Kern.


Jeder Leser, der gerne Jugendbücher in Kombination mit den Themen Zeitreise und Historie liest, der muss, muss, muss diese Dilogie von Sandra Regnier auf jeden Fall verschlingen! Sandra Regnier hat die Gabe, durch ihre detailgetreuen Beschreibungskünste, ihren Lesern ein farbenfrohes Kopfkino der besonderen Art zu schenken, sodass ich mir teilweise vorkam, als wäre ich mittendrin am Hofe von Versaille. Die Geschichte ist mir sowieso vorgekommen, wie eine Art Serie, voller grandioser Darsteller, die perfekt in Szene gesetzt worden sind. Nicht nur die beiden Protagonisten Julia und Etienne, sondern auf alle Nebencharaktere und Antagonisten sind wundervoll authentisch.
Profile Image for Moon.
403 reviews17 followers
March 17, 2015
Cover
Passend zum Titel ist eine Lilie auf dem Cover-Bild zu sehen. Außerdem ist als eine Art Wasserzeichen ist Fleur de Lys, auch stilisierte oder heraldische Lilie genannt, abgebildet. Sie war in Frankreich das Symbol der Monarchie und ist auch heute noch in sehr vielen Wappen zu finden. Ein schlichtes und sehr gut gewähltes Cover.

Meine Meinung
Als begeisterte Leserin von Sandra Regnier musste ich natürlich auch dieses Buch kaufen und lesen. Wobei ich es schon eher verschlungen als gelesen habe.
Zusammen mit Julia begibt sich der Leser auf einen abenteuerlichen Ausritt der anderes endet, als man vermutet. Julia landet im Frankreich des siebzehnten Jahrhunderts und erlebt dort ihr blaues Wunder.
Nach Anordnung des Königs sollen ihr die Sitten und Gebräuche von Versailles beigebracht werden, vor allem aber soll sie Französisch lernen. Das und noch viel mehr soll ihr Etienne beibringen. Dieser ist Graf und lebt am Hofe des Königs und ist dort auch sehr einflussreich. Julia profitiert von diesem Einfluss.

Ihr strenger Lehrer sorgt dafür, dass sie schon bald keine Blamage mehr für ihn ist, und zwingt sie dazu fleißig und gehorsam zu sein. Letzteres fällt ihr mehr als schwer und so landet Julia in der einen oder anderen gefährlichen Situation.

Etienne ist so anderes als Lee. Er zielt es nicht darauf ab, Julia zu verführen, sondern folgt nur den Anweisungen seines Königs. Trotzdem habe ich ihn unglaublich schnell lieb gewonnen. Obwohl er, genau wie Lee, auch einen gewissen Ruf hat und die Frauen auf ihn zu Fliegen scheinen, ist Etienne wesentlich zurückhaltender als Lee. Er hat mir als Figur sehr gut gefallen, ein starker Held.

Julia ist zu Beginn des Buches eine wirklich tolle Figur. Sie hat viele Ecken und Kanten, die sie sehr sympathisch machen. Nachdem ich viele Bücher über strahlende Heldinnen gelesen habe, hatte ich mich darauf gefreut, dieses Mal eine weniger perfekte Heldin zu haben. Doch Julia wird während des Buches immer perfekter und besser. Sie lernt in einem unglaublichen Tempo und überzeugt mit nichts den ganzen Hofstaat. Auch wenn ich oben noch Etienne als den perfekten, starken Helden dargestellt und gesagt habe, dass ich so etwas gerne mag, finde ich trotzdem, dass es bei Julia einfach zu weit getrieben wurde. Ihr einziger Fehler ist der aller Heldinnen, sie muss immer mit dem Kopf durch die Wand. Der Jugendliteratur würden ein paar weniger perfekte Helden wirklich gut tun.

Gerade eben habe ich auch eine nicht so positive Kritik zu dem Buch gelesen und muss sagen, sie hat mich ehrlich zum Nachdenken gebracht. Dort wurden Dinge angesprochen, die mir so gar nicht aufgefallen wären. Philippe de Bourbon ist der perfekte Bösewicht, dass jedenfalls will die Autorin einem vermitteln. Doch Philippe de Bourbon war kein so furchtbarer Mensch, eher im Gegenteil. Ich finde es sehr schade, das hier eine Tatsache so furchtbar verdreht wird, wo doch im Rest des Buches ein sehr großer Wert auf die Richtigkeit der Fakten gelegt wird.

Abgesehen davon finde ich dieses Buch immer noch sehr schön und bin auch sehr gespannt auf den zweiten Band. Allerdings liegt das wahrscheinlich eher an Etienne als an Julia, und wenn ich ehrlich bin, gönn ich ihr Etienne mittlerweile überhaupt nicht mehr.

Wertung (3/5)

www.valaraucos-buchstabenmeer.com
Profile Image for Laura.
8 reviews3 followers
October 1, 2017
Eine sehr unterhaltsame, ordentlich recherchierte Geschichte. An einigen Stellen hätte man noch an Formulierungen feilen können. Eigentlich wollte ich trotzdem vier Sterne geben, weil ich die Geschichte einfach schön fand. Doch es gab einige eindeutige homophobe Aussagen. Nur weil die Autorin dazu schreibt, dass die Protagonistin ja nicht homophob ist, relativiert das den Grad der Homophobie und der Verletzung, die dadurch entsteht, nicht. Das ist nicht nur ein Faux-Pas, das geht gar nicht, und eigentlich hätte ich deswegen noch weniger Sterne geben müssen.
Profile Image for Inka.
158 reviews3 followers
February 25, 2018
Inhalt
Julia ist ein Ass in Geschichte, doch Französisch ist gar nicht ihrs. Niemals hätte sie sich träumen lassen, dass sie diese Sprache mal im Alltag verwenden würde. Und zwar im Alltag im 17. Jahrhundert! Dort lernt sie den strengen Etienne Flémont, den Grafen von Montsauvan, kennen, der ihr recht unwillig hilft sich in der Welt von König Ludwig zurecht zu finden.

Wie hat's mir gefallen
Vorab muss ich erwähnen, dass ich hier die Hörbuchversion beurteile. Das Buch selbst kann besser oder schlechter sein. Ich selbst war aufgrund der angenehmen Sprecherin ab der ersten Minute gefangen und fand mich gut zurecht. Dieses Hörbuch eignet sich vor allem für Pendler, die am Tag nur kurz hören. Nicht jedes Hörbuch eignet sich, um immer mal nur 15 Minuten zu hören, doch hier laden die kurzweiligen Kapitel, die angenehme Stimme und die sympathische Protagonistin dazu ein, immer mal wieder vorbeizuschauen und sich verzaubern zu lassen.

Doch beginnen wir von vorn: Julia springt durch die Zeit und landet im 17. Jahrhundert in Frankreich. Die trifft dabei nicht nur auf den strengen Grafen von Montsauvan, sondern auch auf König Ludwig, der sehr interessiert an ihr ist. Julia muss sich schnell an den höflichen Alltag gewöhnen, muss die Sprache lernen, Etikette verinnerlichen, sich der Musik widmen und allerhand aufholen. Dabei wächst ihr der zunächst eher zurückgezogene Etienne immer mehr ans Herz. Doch auch dessen jüngerer und charmanter Bruder Alexandre scheint einen zweiten Blick wert zu sein.

Ich liebe Zeitreiseromane, weswegen ich an "Die Stunde der Lilie" nicht vorbei konnte. Es handelt sich dabei um einen leichten und gut unterhaltenden Jugendroman, der ohne viel Tiefgang daherkommt. Und dennoch ist man ganz süchtig und kann nicht aufhören zu hören/lesen. Auch wenn die Handlung zumeist wenig spannend ist und Julia viel lernen und entdecken muss, so hatte ich stets viel Freude und war neugierig, wie es wohl weitergehen wird. Natürlich war ich auch ein klein wenig verliebt und bin ein wenig enttäuscht, dass Julia eine andere Wahl traf, als mein Herz es tat. Dennoch freue ich mich wie verrückt auf den zweiten Teil und hoffe, dass er etwas mehr Spannung und Verwicklungen mitbringen wird.

Abziehen musste ich ein paar Punkte, da streckenweise wirklich nicht viel Spannendes passiert und da einiges nicht ganz schlüssig ist. Julia lernt die Sprache nicht nur unglaublich schnell, sie verwendet viele neumodische Wendungen, die es damals noch nicht gab (und somit auch keine passenden Übersetzungen). Sicher ist das vielen Lesern gleich, doch mir fiel es leider zu oft auf. Und auch das Ende kam mir etwas zu plötzlich, als wäre es gar nicht das Buchende, sondern nur das Kapitelende.
Dennoch: wer sich leicht unterhalten lassen will, Frankreich mag und sich gerne verliebt, sollte hier beherzt zugreifen und sich verzaubern lassen.

Gut zu wissen
* "Die Stunde der Lilie (1)"
* "Die Nacht der Lilie (2)"

Für Fans von
* "Das Flüstern der Zeit" von Sandra Regnier
* "Die Pan-Trilogie" von Sandra Regnier

Fazit
Ein leichter Zeitreiseroman, der Frankreich einen ganz neuen Charme vermittelt und zum verlieben anregt! Leider war es mir streckenweise zu wenig spannend - da hatte ich mir etwas Mehr erhofft. Dennoch entwickelte ich beim Zuhören ein kleines Suchtpotential und freue mich sehr auf die Fortsetzung!

Bewertung 3,5/5
21 reviews
December 4, 2019
Hach. Das war schön. Die ältliche, französische Kulisse hat mir sehr gefallen. Sie hat mich stark an meine Kindheit erinnert mit Serien wie "Der Stern der Seine" oder "Lady Oscar". Hoffentlich kann der zweite Teil mithalten.
Profile Image for Pluto.
2 reviews
October 7, 2023
Absolutes Lieblingsbuch!

So froh die beiden Bücher in einem zu haben :)
59 reviews
September 13, 2024
Reread. Was soll ich sagen? Immer noch ein Highlight!
Profile Image for Nastya.
22 reviews
August 13, 2025
4,5 ⭐️ Irgendwie ist nicht viel passiert, aber keine Ahnung was für einen crack die Autorin in dieses Buch reingetan hat – ich konnte nicht aufhören zu lesen.
Profile Image for Nina.
128 reviews
September 8, 2014


Eigentlich sollte es nichts weiter werden, als ein harmloser Ausritt mit den Pferden ihrer Freundin Nina. Wie dieser jedoch endet, hätte Julia nicht einmal in ihren kühnsten Träumen erwartet. Denn nach einem wenig erfreulichen Zwischenfall findet sie sich plötzlich mitsamt Pferd im Frankreich des 17. Jahrhunderts wieder und der fremde Mann, der sie dort aufgreift, ist niemand geringeres als Ludwig XIV!
Ohne offensichtliche Aussicht auf Rückkehr ist Julia gezwungen, sich an die Sitten und Gegebenheiten des Versailler Königshofes anzupassen. Zum Glück bekommt sie in dieser Hinsicht Hilfe, denn der König stellt ihr einen Vormund zur Seite. Etienne Flèmont, der Graf von Montsauvan ist eine der einflussreichsten Personen am Hof und bringt Julia alles bei, was sie bei Hofe wissen muss. Dabei entpuppt er sich als strenger Lehrer – und bald jedoch auch als Julias engster Vertrauter…

Als Fan von Zeitreisegeschichten war für mich nach dem Lesen der Inhaltsangabe klar: dieses Buch muss ich lesen. Umso erfreuter war ich, dass der Impress-Verlag mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank dafür!
„Die Lilien-Reihe Band 1: Die Stunde der Lilie“ war mein erstes Buch von Sandra Regnier. Ihr Schreibstil hat mir gut gefallen. Er war größtenteils leicht und flüssig zu lesen und man konnte sich die Details der Umgebung und der Charaktere sehr gut vorstellen. In diesem Buch haben mir persönlich nur die vielen französischen Namen das Lesen ein wenig erschwert. Nur mit meinem zwei-Jahre-Schulfranzösisch von vor 12 Jahren ausgestattet, klangen die meisten Namen sehr ähnlich und ich bin durch die vielen unterschiedlichen Bezeichnungen (mal werden die Personen mit Vor- oder Nachnamen, dann wieder mit ihrem Titel genannt) doch das eine oder andere Mal durcheinander gekommen und wusste den entsprechenden Charakter dann nicht zuzuordnen. Des Weiteren hat sich das Buch an einigen Stellen für mich etwas gezogen, als Julia hauptsächlich damit beschäftigt war, zu lernen. Natürlich ist das ein recht wichtiger Aspekt der Geschichte, für mich hat er jedoch etwas zu viel Platz in Anspruch genommen im Buch, so dass ich mich schon leicht überwinden musste, den Reader nicht beiseite zu legen.

Ihre Protagonisten selbst hat Sandra Regnier sehr schön ausgearbeitet, auch wenn Julia selbst mir nicht wirklich ans Herz gewachsen ist. Dennoch mochte ich sie, aber eben nicht so gern, wie vielleicht manch anderen Buchcharakter. Sie ist sehr ehrgeizig und lernt schnell – wenn sie es denn möchte. Ich fand es sehr schön, ihre Veränderungen im Laufe der Geschichte mitzuerleben und zu sehen, wie sie sich nach und nach in die Gesellschaft des Versailler Königshofes einfügt.
Etienne Flèmont, den Grafen von Montsauvan, hingegen, mochte ich von Beginn an sehr. Er hat sich mit seiner kühlen, strengen Art direkt in mein Herz geschlichen. Natürlich gab es Momente, in denen ich ihn gern ein wenig geschüttelt hätte, besonders wenn er – meiner Meinung nach – unbegründet mal ruppig zu Julia war. Aber sein Beschützerinstinkt und die Art, die er im Laufe der Geschichte seines Schützlings gegenüber entwickelt, waren einfach toll.
Auch die Nebencharaktere sind toll ausgearbeitet. Alexandre, Etiennes Bruder und Sophie, Julias Kammerzofe, sind mir dabei besonders im Gedächtnis geblieben.

Das Cover ist sehr hübsch und passend gestaltet. Eine große, weiße Lilie ziert die rechte Seite, über die Fläche verteilt sind viele kleine, französische Lilien und der Schriftzug ist in Blau, Rot und Weiß gehalten – passend zu den französischen Nationalfarben.

Alles in allem ist „Die Stunde der Lilie“ ein guter Auftakt zur „Lilien-Reihe“ von Sandra Regnier. Man wird jedoch mit einigen Fragen zurück gelassen, besonders was den Teil mit der Zeitreise betrifft. Hier gab es, außer den Lilien und der keltischen Kultstätte noch keinerlei Hinweise, wie Julia eigentlich ins 17. Jahrhundert gekommen ist. Ich hoffe, dass darauf in der Fortsetzung noch mehr eingegangen wird. Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie es mit Julia, Etienne und den ganzen anderen so weiter geht.

Profile Image for Ana Disaster.
68 reviews26 followers
November 6, 2014
Ein deutsches Buch, juhu! Immer seltener trifft man heutzutage auf Werke deutscher Autoren und wenn dann müssen sie auch schon einiges hergeben, denn viele bevorzugen die Geschichten aus Amerikanischen oder Britischen Federn. Zu Unrecht (!) ist das, was ich zu diesem Trend sagen kann und glücklicherweise ist "Die Stunde der Lilie" ein gutes Beispiel dafür, dass sich unter den Deutschen Autoren auch Glücksgriffe befinden.

Dennoch gestaltet sich der Einstieg in das Buch als sehr schleppend und kantig. Der Schreibstil verfügt über eine Starrheit, die jeden Dialog zwischen Jugendlichen unauthentisch wirken lässt und mir das Gefühl gab, dass Regnier nicht ganz darüber Bescheid weiß, wie die Jugendlichen von heute sprechen. Lange Rede, kurzer Sinn: In meinem Kopf legte ich diesen Roman in die Schublade mit der Aufschrift "Out". Zum Glück lag "Die Stunde der Lilie" nicht lange dort, denn mit Julias Ankunft in Versailles erlebt die Atmosphäre eine 180°-Wendung. Der Plot gewinnt an Schwung und wie gefesselt klebte ich vor meinem E-Reader.

Allen voran hat er das dem Setting zu verdanken. Für alle, die in Geschichte etwas mit dem Absolutismus und der Französischen Revolution anfangen konnten, ist dieses Jugendbuch ein Treffer ins Schwarze. Das Hofleben, die Gewohnheiten und die befremdliche Tatsache, dass der König wirklich und tatsächlich machen kann, was er will, lockten mich schon bald ganz in den Flair des 17. Jahrhunderts. Vor allem Regniers Interpretation von realen historischen Figuren ist unglaublich interessant und unterhaltsam - so weckt sie Ludwig XIV. und dessen Familie, die bisher nur durch Fakten bekannt waren, zum Leben und lässt einen nicht vergessen, dass die Ereignisse in Geschichtsbüchern nicht erfunden sind.

Was die Charaktere angeht, so ist Julia da der Einzige Makel. Leider ist sie eine ziemlich langweilige und nichtssagende Persönlichkeit, die nur deshalb auffällt, weil sie für diese Zeit ein freches Mundwerk hat. Die Sympathie ihr gegenüber wird in Folge dessen nur von dem Setting und Plot ein bisschen aufgefangen, ansonsten sehe ich da recht wenig Identifikations- oder Bewunderungspotential

Die Nebencharaktere können neben ihr dafür richtig aufblühen - so auch Etienne de Montsauvan, der die ganzen 357 Seiten über ein Rätsel bleibt. Die Beziehung der beiden bis über die Hälfte genauso, denn hier wird nicht nach Schema X konstruiert, sodass ich nur am Spekulieren war, ob und was sich da zwischen den beiden anbahnt. Im Endeffekt hab ich mit dem tatsächlichen Ausgang nicht gerechtet.

Auch wenn ich mit "Die Stunde der Lilie" gerne meine Lesestunden verbracht habe und ich es vor Faszination und Spannung nicht aus der Hand legen wollte, kann ich den Aufbau nicht ganz erschließen. Irgendwie geht alles in einem chaotischen Wirrwarr unter. Ohne wirklichen Spannungsbogen ist es lediglich eine Aufreihung von Ereignissen, die ganz klar riesigen Spaß machen, aber irgendwie keinem roten Faden folgen. Schlüsselereignisse, oder deren Reihenfolge kann ich so nicht benennen, weshalb ich bezweifle das "Die Stunde der Lilie" mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Fazit:
Wenn euch Geschichte interessiert und ihr die Intrigen und den Glanz des Hoflebens mal von näher - aber Stopp! nicht so nah wie in Historischen Romanen - erleben wollt, dann ist "Die Stunder der Lilie" ganz bestimmt ein Jugendbuch, was ich euch weiterempfehlen kann. Die Atmosphäre des 17. Jahrhunderts in Versailles, sowie Paris, ist zum Greifen nahe und sorgt für schöne Lesestunden. Und auch die Figurenkonstellation entpuppt sich hier nach ein bisschen Rätselei als etwas Besonderes. Leider fehlt oftmals der Rote Faden, der Spannungsbogen macht Urlaub und auch Julia schafft es nicht mich vom Hocker zu hauen. Dennoch ein Roman, den man nach ein paar Einstiegsschwierigkeiten sehr sehr gerne liest.

Mehr Rezensionen findest du auf www.storiesdreamsbooks.blogspot.de
Profile Image for Rain.
720 reviews120 followers
September 4, 2014
Es sollte ein gewöhnlicher Ausritt nach einem anstrengenden Schultag werden. Niemals hätte sich die sechzehnjährige Julia träumen lassen, dass es sie an der mit Lilien gesäumten Weggabelung aus dem Deutschland der Gegenwart ins Frankreich des 17. Jahrhunderts verschlagen würde. Und das ohne eine Möglichkeit der Rückkehr. Von einem Tag auf den anderen muss sich Julia den Sitten des Versailler Königshofes anpassen und zu allem Übel auch noch Französisch lernen. Glücklicherweise bekommt sie jedoch einen einflussreichen Vormund an die Seite gestellt: Etienne Flémont, den Grafen von Montsauvan. Ein Mann, der ihr Schicksal noch weitreich beeinflussen soll …

Da ich selber auch Julia heiße, bin ich bei Figuren mit diesem Namen, ob in Büchern oder Filmen, strenger als bei anderen Figuren. Wenn ich diese Julia dann nicht mag, nehme ich das ziemlich persönlich und das Lesen macht mir weniger Spaß. Deshalb war ich umso glücklicher, dass ich diese Julia nicht nur sympathisch fand, sondern sie wirklich sehr mochte. In vielen Aspekten ihres Charakters ist sie mir nicht unähnlich und das führte dazu, dass ich ihre Handlungen, Entscheidungen und Reaktionen gut nachvollziehen konnte. Denn eigentlich ist Julia ein normales Mädchen aus dem 21. Jahrhundert und unterscheidet sich kaum von anderen Gleichaltrigen.
Die zweite Hauptfigur, Etienne, fand ich auch ganz toll. Seine selbstbewusste Ausstrahlung und sein Hang zur Perfektion waren eine Konstante im Buch, man konnte sich immer darauf verlassen, dass er in der Nähe ist und seinen Schützling Julia beaufsichtigt und sie lehrt, wie sie sich am Hof zu verhalten hat.
Die Welt des Frankreichs im 17. Jahrhundert ist wirklich schön und sehr realistisch gestaltet. Zwar hat die Autorin einige Ereignisse aus dieser Zeit um einige Jahre vor oder zurück verschoben, aber das stört nicht. Im Gegenteil, mich hat es beeindruckt, dass ein so großer Teil der Ereignisse tatsächlich historisch belegt ist, da kommt es auf die paar Jahre nicht an. Wer sich, wie ich, in der französischen Geschichte nicht auskennt, dem fällt dies sowieso nicht auf.
Insgesamt ist die Atmosphäre im Buch sehr angenehm. Es macht Spaß, in die Vergangenheit einzutauchen, auch wenn immer mal wieder Stellen kommen, bei denen man froh ist, dass sie schon vorbei ist. Trotzdem war es schön, Persönlichkeiten wie Ludwig XIV. und seinen Hof zu erleben. Das ist nochmal etwas Anderes als die bloßen Fakten, die man im Geschichtsunterricht lernt, man sieht die Geschichte zum Leben erwachen.

Über die Autorin:
Sandra Regnier ist in der Vulkaneifel geboren und aufgewachsen. Nach der Schule und einer Ausbildung zur Beamtin wollte sie lange nach Frankreich. Stattdessen heiratete sie einen Mann mit französischem Nachnamen und blieb zu Hause. Heute ist Sandra Regnier selbstständig und versteht es, den schönen Dingen des Lebens den richtigen Rahmen zu geben. Das umfasst sowohl alles, was man an die Wand hängen kann, als auch die Geschichten, die ihrer Fantasie entspringen.

Fazit
„Die Stunde der Lilie“ ist ein unglaublich lesenswertes Buch. Es verknüpft Vergangenheit gekonnt mit Gegenwart und lässt einen nur so durch die Seiten fliegen. Ich habe an diesem Buch wirklich nichts zu bemängeln und kann es jedem nur empfehlen.
Profile Image for Lilian.
77 reviews4 followers
April 24, 2015
Ein entspannender Ausritt ist alles was Julia an diesem Tag gebrauchen kann. Ihre schlechte Note in Französisch hat nicht unerheblich dazu begetragen. Als sie im Wald auf einen Keiler trifft und ihr Pferd durchgeht landet sie plötzlich im Frankreich des 17 Jahrhunderts. Und ab da ist für Julia nichts mehr so wie vorher.In Montsauvan hat sie einen ebenso attraktiven wie erbarmungslosen jungen Lehrer um sich der sie in der Sitten und Gebräuche des Hofes einweist. Für Julia ist das nicht immer einfach denn Etienne ist ein Perfektionist, so besteht ihr Leben fast ausschließlich aus Lernen. Auch die französische Sprache muss sie nun richtig lernen, für Julia alles nicht so leicht. Sie ist hin und hergerissen zwischen ihren aufkeimenden Gefühlen zu Etienne und starkem Heimweh.Damit nicht genug, ihr Lehrer ist bei der Damenwelt sehr begehrt und so zieht Julia, die sich am Hofe schnell einlebt, unwissentlich den Ärger einer eifersüchtigen hochgestellen Frau auf sich. Aber auch sonst sammeln sich immer mehr Neider, die Julia am liebsten tot sehen würden. Vorallem weil Julia mit ihrem Wissen aus unserer Zeit gefährlich zwischen die Fronten gerät. Die Liebe kommt aber auch nicht zu kurz und so buhlen gleich eine Reihe attraktiver Männer um Julia`s Gunst. Mein Favorit ausser Etienne ist dabei Alexandre.
Obwohl es zahlreiche französische Namen gibt und mir das ab und zu ein wenig das Lesen erschwert hat ( ich kann auch kein Französisch ), hat mir die Geschichte um Julia gut gefallen. Ich fühlte mich durch die tollen bildhaften Beschreibungen direkt nach Versailles versetzt, konnte die tollen Kleider direkt vor mir sehen und auch sonst hat mir die Handlung dank des flüssigen Schreibstiles viel Spaß gemacht. Die Spannung kam ebenso nicht zu kurz wie die bekannten Intrigien, für die Versailles ja auch bekannt ist.

Julia, ein Mädchen wie du und ich aus unserer Zeit. Anfangs war sie ein wenig eingeschüchtert was ja verständlich ist. Mir hat gefallen das sie im Buch dann immer mehr aufgeblüht ist. Sie hat sich in ihr Schicksal gefügt, aber nicht als Opfer sondern mit viel Mut das Beste aus ihrer Situation zu machen. Für mich ist Julia ein starkes Mädchen, sowas mag ich.

Etienne, er war mir gleich sympathisch. Er verfügt nicht nur über gutes Aussehen sondern auch über Charme und Witz. Für sein junges Alter hat er bei Hofe schon viel erreicht, die Frauen liegen ihm zu Füßen und er könnte jede haben. Er ist jedoch nicht ganz so schlimm wie sich das hier liest. Julia gegenüber entwickelt er sehr schnell einen Beschützerinstinkt. Wie weit der reicht und ob da mehr dahinter steckt dürft ihr selbst nachlesen.

meinung

Eine herrlich erfrischende Geschichte um Liebe, Intrigen, Heimweh, Mut und mit sehr vielen Gefühlen rund um den französischen Hof. Mir persönlich hat “Die Stunde der Lilie” sehr gut gefallen, die Charaktere sind allesamt interessant und die Handlung bot neben oben genanntem auch genug Spannung um mich zu begeistern. Und durch die tiefe Recherche von Frau Regnier fühlte ich mich zusammen mit Julia ins Frankreich des 17 Jahrhunderts versetzt.
In einem Satz: Eine wirklich schöne und spannende Geschichte zur Zeit des 17 Jahrhunderts die Spaß zu Lesen macht.
Die Stunde der Lilie erhält 5 von 5 Sternchen
Profile Image for Jacqueline.
537 reviews17 followers
September 13, 2014



Klappentext:

Es sollte ein gewöhnlicher Ausritt nach einem anstrengenden Schultag werden. Niemals hätte sich die sechzehnjährige Julia träumen lassen, dass es sie an der mit Lilien gesäumten Weggabelung aus dem Deutschland der Gegenwart ins Frankreich des 17. Jahrhunderts verschlagen würde. Und das ohne eine Möglichkeit der Rückkehr. Von einem Tag auf den anderen muss sich Julia den Sitten des Versailler Königshofes anpassen und zu allem Übel auch noch Französisch lernen. Glücklicherweise bekommt sie jedoch einen einflussreichen Vormund an die Seite gestellt: Etienne Flémont, den Grafen von Montsauvan. Ein Mann, der ihr Schicksal noch weitreich beeinflussen soll …

Dies ist der erste Band der Lilien-Reihe. Der zweite Band erscheint am 8. Januar 2015.


Meine Meinung:



Julia wollte einen ganz normalen Ausritt machen, den sie sich nach einen stressigen Schultag mehr als verdient hat.Niemals hätte sie sich träumen lassen das sie an der mit Lilien bewachsenen Weggabelung, aus dem heutigen Deutschland ins Frankreich des 17. Jahrhunderts verschlagen würde. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre muss sie bald erkennen das es keinen Weg gibt wieder um zukehren. Ehe sie sich versieht muss sie sich den Sitten des Versailler Königshofes anpassen, zu allem übel muss sie dazu auch noch Französisch lernen. Zum Glück bekommt sie den einflussreichen Grafen von Montsauvan als Vormund zur Seite gestellt. Ein Mann der ihr Schicksal noch überaus beeinflussen wird....


Ich habe ja schon die Pan Trilogie gelesen und war sehr gespannt auf das neue Werk der Autorin. Ich muss sagen meine Erwartungen wurden noch übertroffen!

Man beginnt mit dem lesen und ist sofort mitten im Geschehen, der Schreibstil der Autorin ist wieder einmal einfach wundervoll! Man liest und merkt gar nicht wie man über die Seiten fliegt, ehe man sich versieht hat man schon das ganze Buch verschlungen.

Die Charaktere sind durchweg authentisch und liebevoll beschrieben, die einen mag man mehr die anderen weniger. Aber Julia wächst einem einfach ans Herz, sie ist ein wahnsinnig tolle Protagonistin die mich sofort auf ihre Seite gezogen hat.
Diese Buch hat mich wahnsinnig gut unterhalten und ich hatte wundervolle Lesemomente.

Kurz gesagt mit diesem Buch ist der Autorin ein gelungener Auftakt ihrer neuen Reihe gelungen der mich vollkommen überzeugt hat. Gerade für Fans der Pan Trilogie ist diese neue Buch der Autorin ein absolutes Lesemuss!


An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei dem Carlsen - Im.press Verlag für die Bereitstellung des E-Books bedanken!

Das Cover:

Das Cover sieht einfach traumhaft schön aus, geheimnisvoll und dennoch wirkt es auch verzaubert.



Fazit:

Mit "Die Stunde der Lilie" ist der Autorin eine wundervolle Zeitreisegeschichte gelungen die den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Daher bekommt dieses Buch von mir 5 von 5 Sternen! Ich bin schon gespannt auf den zweiten Band und kann es kaum erwarten ihn endlich zu lesen.
Profile Image for Caro.
221 reviews
August 18, 2014
Erster Satz:
"Mit Kraft umfasste der Mann das Handgelenk der Frau."

Meine Rezension:
Julia reitet nichts ahnend mit ihrer Freundin aus, als sie plötzlich samt Pferd im 17. Jahrhundert beim Versailler Königshof landet. Zunächst weiß sie gar nicht wie ihr geschieht, bis ihr allmählich klar wird, was ihr widerfahren ist. Doch sie muss ihr Geheimnis bewahren, sonst hätte das schlimme Folgen.
Damit sie das Leben bei Hofe erlernt und vor allem die französische Sprache beherrscht, wird ihr der einflussreiche Graf Etienne Flémont Montsauvan zur Seite gestellt, der sicher alles andere als ein angenehmer Lehrer ist. Zu ihrem täglichen Lehrprogramm zählt das Erlernen der französischen Sprache, Reiten im Damensitz und die Etikette bei Hofe zu kennen, alles andere als leicht, doch Julia bleibt nichts anderes als sich zu beugen.
Die Wochen vergehen wie im Flug, schnell wird der Graf nicht nur Lehrer, sondern auch ein guter Freund und Vertrauter, der ihr immer zur Seite steht.
Julia tritt als aufschlussreiche und intelligente junge Frau auf, verständlich, denn sie lebt normalerweise auch im 21. Jahrhundert, im 17. dagegen ist das etwas "Besonderes", da die Menschheit zu der Zeit noch eher verschlossen war. Im Umgang mit Etienne und den anderen Höflichen ist sie sehr charmant, egal wie ungerecht sie sich ihr gegenüber auch mal verhalten mögen. Als Protagonistin ist sie sehr sympathisch und man kann sich gut in sie hineinversetzten.
Graf Montsauvan ist auch eine recht liebenswerte Person, da er einfach immer für Julia einsteht. Auf Anhieb merkt man, dass er Julia mag, das macht ihn sofort sympathisch.

Die Handlung ist auf das Leben im 17. Jahrhundert fokussiert, Schritt für Schritt lernt man die Tagesabläufe im Schloss kennen, die Verhaltensweisen und auch die Charaktere wichtiger Personen. Da wird einem schnell klar, dasss ein Leben zu der Zeit kein Zuckerschlecken war. Außerdem wird die Beziehung der Charaktere Julia und Etienne stark beleuchtet, was auch wieder einen Kontrast zur heutigen Zeit darstellt.
Was leicht verwirrend jedoch war, waren die vielen weiteren Charaktere, da war es hin und wieder etwas schwierig, die Personen einander zuzuordnen.

Geschrieben ist das Buch aus der 3. Person von Julia, sodass man sowohl ihre Gedanken mitbekam, aber auch einen Überblick über das Geschehen bei Hofe hatte.
Der Schreibstil an sich war gehoben und formell, sodass man sich zeitweise auch in das 17. Jahrhundert zurückversetzt gefühlt hatte. Auch sind hin und wieder französiche Satzteile eingeflossen, die man auch ohne Sprachkenntnisse aus dem Zusammenhang verstehen konnte, doch man musste sich erst daran gewöhnen.

Fazit:
"Die Stunde der Lilie" ist ein sehr gelungener Trilogieauftakt. Man fühlt sich selbst ins 17. Jahrhundert versetzt und kann von daher jedes Gefühl der Protagonistin verstehen!
4 von 5 Punkte
63 reviews
November 26, 2021
Kitschig aber süß, auch wenn ich die Rolle von Alexandre nicht wirklich verstehe.
Profile Image for Solara300.
1,494 reviews43 followers
August 15, 2014
Kurzbeschreibung
Es sollte ein gewöhnlicher Ausritt nach einem anstrengenden Schultag werden.
Niemals hätte sich die Sechzehnjährige Julia träumen lassen, dass es sie an der mit Lilien gesäumten Weggabelung aus dem Deutschland der Gegenwart ins Frankreich des 17. Jahrhunderts verschlagen würde. Und das ohne eine Möglichkeit der Rückkehr. Von einem Tag auf den anderen muss sich Julia den Sitten des Versailler Königshofes anpassen und zu allem Übel auch noch Französisch lernen. Glücklicherweise bekommt sie jedoch einen einflussreichen Vormund an die Seite gestellt: Etienne Flémont, den Grafen von Montsauvan. Ein Mann, der ihr Schicksal noch weitreich beeinflussen soll … Dies ist der erste Band der Lilien-Reihe. Der zweite Band erscheint am 8. Januar 2015


Cover
Das Cover finde ich sehr schön gestaltet und passend zum Titel gewählt.
Die Farben harmonieren sehr schön im Hintergund und man ist gespannt wie die Geschichte anfängt!


Charaktere
Die 17 jährige Julia liebt Französisch so gar nicht und ist deshalb um so schockierter über das neue Umfeld wo französisch unabdingbar wird. Aber Julias Geschichtskenntnisse sind fabelhaft.

Etienne Flemont, der Graf von Montsauvan hat eine tolle Ausstrahlung die einen ziemlich schnell in den Bann zieht. Er sccheint durch und durch ein Ehrenmann.


Schreibstil
Die Autorin Sandra Regnier hat einen wunderbaren Schreibstil der mir sehr gefällt und hier eine Geschichte erschaffen hat, die wie ich finde wunderbar mitnimmt in die Welt des damaligen Frankreichs, Ihren Gepflogenheiten und den Intrigen.


Meinung
Ich bin begeistert von der Geschichte und der Recherche die die Autorin Sandra Regier hier betrieben hat. Und ich kann es mir nicht nur bildlich vorstellen sondern mich sehr gut hineinversetzten.

Es ist so vieles neu und hat ungeanhnte Ausmasse für Julia, sich der Zeit und dem Verhalten anzupassen im damaligen Frankreich.

Und dazu kommt die Angst hat von dem König geköpft zu werden.
Das kann ich voll und ganz nachvollziehen.
Schließlich muss das ja ein Bild gewesen sein, nachdem Sie mit Hosen fast den König erschreckt hätte.

Aber Julia weiß sich zu helfen was auch den Grafen Etienne beeindruckt.

Aber leider gibt es auch sehr viele Neider am Hofe, was Julia sehr bald zu spüren bekommt.
Denn es gibt ein Komplott dem Sie auf die Spur kommen und überall könnte der Feind lauern.

Aber auch die liebe kommt hier nicht zu kurz...




Fazit
Ein sehr gelungener Auftakt der mich in seinen Bann gezogen hat und ich sehr gespannt auf den nächsten Band! :D
Einfach Klasse, gelungen und sehr emfehlenswert!!! :D



5 von 5 Sternen
Profile Image for TheUjulala.
102 reviews6 followers
February 10, 2017
Herrlich erfrischend und liebevolle Charaktere mit greifbarer Tiefe in romantischer Kulisse

Zunächst war ich etwas skeptisch, ein Buch über den französischen Adel und Königshaus im 17. Jahrhundert zu lesen. Aber ich war schon ab der 1. Seite des Buches total gefesselt.

Julia landet durch einen unglücklichen Unfall beim Ausreiten im 17. Jahrhundert in Frankreich. Sie trifft auf Etienne, der ihr als Mentor und Aufpasser zugeteilt wird. Julia ist zunächst sehr verpeilt, muss sie erst mal ihren Zeitsprung verarbeiten. Ständig passieren ihr Fauxpas und sie muss erst mal lernen, im 17. Jahrhundert nicht aufzufallen.

Meine Meinung:

Nicht nur, dass ich Sandra Regniers Schreibstil wirklich fantastisch finde, jung und erfrischend. Sie beschreibt unheimlich liebevoll ihre Charaktere und die Umgebung, in der die Handlungen spielen. Auch ich habe mit Julia mitgefiebert und auch mitgeweint.

Und dazu ist sie auch noch genauso schlecht in Französisch wie ich! Dadurch ergeben sich auch immer wieder herrlich amüsante Szenen. Etienne ist großartig. Ich habe ihn sofort ins Herz geschlossen.

Auch liebe ich die Seitenhiebe in das 21. Jahrhundert und der unser zeitgenössische Lebensweise (Samu Haber, Harry Potter etc.), die Sandra Regnier immer wieder einflechtet.

Ja, es gibt sie, die Tippfehler (oder Lektorats-Fehler), oder die kleinen Ungereimtheiten (z.B.: das Handy, dass einmal bei Nina im 21. Jahrhundert geblieben ist, im nächsten Absatz aber nur der Akku leer ist). Aber das tut der Geschichte keinen Abbruch, daran darf man sich beim Lesen nicht stören.

Sandra Regnier gehört neben Kerstin Gier und Marah Woolf inzwischen zu einer meiner Lieblingsautorinnen (PAN hat mich total geflasht), da sie es wirklich schafft, mit einer frischen Sprache die Geschehnisse bildlich darzustellen. Auch die Gefühle können jederzeit nachempfunden werden und sind realistisch dargestellt. Die Personen sind greifbar, die Geschichte und die Beziehungen haben eine greifbare Tiefe. Toll!
Profile Image for Steffi.
3,283 reviews183 followers
May 13, 2015
Ich war sehr gespannt auf das Buch, da ich Zeitreise-Geschichten sehr gerne mag und außerdem habe ich noch kein Buch der Autorin gelesen.

Das Buch hat mich sehr gut unterhalten, auch wenn es mir manchmal zu viele geschichtlichen Informationen waren, die die Handlung nicht wirklich beeinflusst haben. Das fand ich manchmal etwas langweilig. Auch habe ich erwartet, dass die Zeitreise eine größere Rolle spielt, aber irgendwann hatte ich mich damit abgefunden.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Julia und Etienne haben sehr gut harmoniert und ich habe ihre Dialoge sehr genossen. Was mich jedoch etwas gestört hat ist die rasante Entwicklung von Julia. Zu Beginn hatte ich den Eindruck, dass sie in der Schule eher ein Außenseiter ist und auch nicht immer die besten Noten schreibt, das fand ich sehr sympathisch. Sobald sie jedoch in Frankreich im Jahre 1677 angekommen ist, scheint sie immer mehr Talente zu entdecken. Dass man die Sprache am besten in dem Land lernt, ist ja noch verständlich, aber es ging mir dann doch zu schnell, dass immer wieder betont wurde wie fließend und akzentfrei sie Französisch spricht, insbesondere weil dies in der Schule ihr schlechtestes Fach war. Außerdem fand ich merkwürdig, dass ihr gar nicht bewusst war, dass sie singen kann. Das sollte doch jedem früher oder später mal selbst auffallen, ob man da Talent hat oder nicht.
Gefühlsmäßig war mir es zum Teil auch etwas zu viel hin und her bei ihr und ich fand es nicht eindeutig für wen jetzt ihr Herz schlägt.

Der Schreibstil hat mir weitestgehend ebenfalls gut gefallen, allerdings kamen mir eine Formulierungen etwas erzwungen und nicht natürlich vor.

Etwas schade finde ich, dass bisher noch nichts über einen zweiten Teil bekannt ist, da die Handlung ja eindeutig noch nicht abgeschlossen ist.

Profile Image for Nenatie.
216 reviews26 followers
July 1, 2016
Inhalt:
Julia ist sechzehn und lebt mit ihrer Familie in der Eiffel. Sie ist eine gute Schülerin, nur mit französisch hat sie so ihre Probleme.
Ab und an reitet sie auch mit ihrer Freundin Nina aus. Doch ein Ausritt der zur Entspannung dienen sollte endet völlig anders als erwartet. Julia macht Zeitsprung und findet sich plötzlich im Paris des Jahres 1677 wieder.

Meinung:

Ein schöner Auftakt für eine Reihe.

Die Geschichte startet in unserer Zeit, man lernt Julia kennen und erlebt die typischen Schulprobleme einer sechzehnjährigen. Doch dann kommt der ausritt und Julia findet sich plötzlich in der Vergangenheit wieder.

Sandra Regnier schafft es das Jahr 1677 lebendig werden zu lassen, auch wenn ein paar historische Fakten geändert wurden, mich persönlich stört das nicht. Das Buch will ja kein historischer Roman sein sondern gehört ins Genre Fantasy.
Die Geschichte ist nicht sonderlich spannend, es passiert nichts wirklich aufregendes, soviel muss gesagt werden. Trotzdem macht es Spaß dieses Buch zu lesen und es ist einfach eine schöne und unterhaltsame Geschichte für zwischendurch.
Leider wurde auf die Zeitreise an sich nicht weiter eingegangen, aber das kommt sicher im Folgeband!

Julia ist ein toller Charakter und ich fand sie sehr authentisch. Sie hat sich zwar sehr schnell in die Gesellschaft eingepasst, aber ihr bleibt in der Situation nichts anderes übrig. Trotzdem stellt sie sich nicht doof an und behält auch ihren eigenen Kopf.

Die Liebesgeschichte ist schön eingearbeitet, nicht aufdringlich oder nervig.

Der Schreibstil passt sehr zu einem Jugendbuch und das Buch ist schnell zu lesen.

Wer ein Buch für gemütliche lesestunden ohne viel Aufregung sucht sollte Die Stunde der Lilie lesen.

Das Buch kommt auf 3,8 Sterne, aufgerundet auf 4
Profile Image for Becky.
197 reviews6 followers
December 18, 2014
Die Geschichte von und um Julia hat mich total verzaubert. Ich habe beim Lesen deutlich gemerkt, wie viel Herzblut in diesem Buch steckt und wie sehr die Autorin, Sandra Regnier, Versailles mag. Die detailreichen Beschreibungen, die Aufmachung des 17. Jahrhunderts, die Verhaltensregeln, die Schauplätze und so weiter. Man spürt deutlich wie gut recherchiert wurde und mit welcher Leichtigkeit diese umfangreiche Umgebung in das Leben von Julia eingebunden wurde.

Die Hauptprotagonistin, Julia, ist sechszehn Jahre jung und eigentlich ein ganz normaler Teenager. Plötzlich in die Vergangenheit katapultiert steht sie vor einigen großen Herausforderungen, die sie zu meiner Überraschung aber mit viel Würde und Humor trägt. Nach einer Weile wirkte es auf mich so, als wäre sie in dieser Welt genau richtig und besser aufgehoben als in der Gegenwart.

In dieser Geschichte wurde die „Personale Erzählperspektive“ gewählt. Das bedeutet, man konnte Julias Leben hautnah mitverfolgen, ohne das bereits Informationen vorweggenommen wurden, da die Erzählerin/Autorin selbst nicht genau wusste, was als nächstes geschehen wird. Also, vielleicht wusste sie es schon, doch durch diesen Schreibstil wurde nichts davon bekannt gegeben. Die Erzählperspektive hat mir sehr gut gefallen, auch wenn mir die „Ich-Perspektive“ noch ein bisschen besser gefallen hätte, da es schon häufig um sehr persönliches geht.

Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil, der nach meinen Informationen im Januar 2015 im impress Verlag erscheinen soll. Also gar nicht mehr solange bis dahin!
Copyright © 2014 by Rebecca H.
Profile Image for Angel.
433 reviews13 followers
August 15, 2015
viele französiche Namen, ein paar Logik Fehler, sonst super :)
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