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148 pages, Paperback
First published September 18, 2013



Inhalt: Nach der Zerstörung des ersten Todessterns sind die Rebellen in Brian Woods "Im Schatten Yavins" auf der Suche nach einer neuen Basis. Doch das Imperium ist ihnen in dem circa 144-seitigen Abenteuer stets dicht auf den Fersen - zu dicht, als das es ein Zufall sein könnte. Mon Mothma vermutet einen Spion in den Reihen der Allianz. Leia ermittelt verdeckt, an ihrer Seite: C-3PO, Luke und Wedge Antilles...Unterdessen finden sich Han und Chewbacca in ihrem ganz eigenen Abenteuer wieder, welches sie ausgerechnet auf die Hauptwelt der Galaxis führt: zu den verführerisch blinkenden Türmen von Coruscant...
Bewertung: Mit "Im Schatten Yavins" startet die schon rein äußerlich wunderschöne Legends-Comic-Kollektion im Panini Verlag. Der Auftakt nimmt sich gleich eines bekannten Themas an: die Suche nach einer neuen Basis nach der Schlacht von Yavin. Brian Wood versucht mit der vorliegenden Geschichte eine Lücke in der Geschichte einer weit, weit entfernten Galaxis zu schließen. Gelingt ihm dies? Grundsätzlich schon. Die Handlung ist klassisch, aber effektiv. Der vermutete Spion lädt den Leser zum Miträtseln ein und erschafft gleichzeitig eine Atmosphäre der Spannung. Schließlich könnte jeder Charakter der Verräter sein. Diesen Umstand macht sich der Autor geschickt zunutze. Immer wieder gibt es einzelne Panels, die das Publikum bewusst manipulieren. Schnell glaubt man die undichte Stelle im Kader der Allianz identifiziert zu haben. Doch liegt man mit seiner Vermutung richtig? Gleich die nächste Szene deutet auf anderes hin. Schon alleine dieses Katz-Maus-Spiel hat mich sehr unterhalten. Hinzu kommen die Charaktere. Die klassischen Figuren rund um Luke, Leia und Wedge sind alle sofort erkennbar und trumpfen mit ihren ebenso klassischen Charaktereigenschaften auf. Leia zeigt ihre geborenen Anführerqualitäten und neuerdings auch Flugfähigkeiten im X-Wing. Das passt perfekt zu ihrer Rolle. Gleichzeitig scheut sich der Autor aber auch nicht ihre verletzliche Seite zu zeigen. Grade diese fehlte in den Filmen komplett. Natürlich geht die Vernichtung ihrer geliebten Heimat nicht spurlos an der Prinzessin vorüber. Die neue Sichtweise hat mir sehr zugesagt. Luke lässt auch in diesem Abenteuer keinen Freund im Stich und ist plötzlich dazu auch noch ein Womanizer. Und Wedge? Wedge ist das Flieger-Ass, welches neben den machtsensitiven Geschwistern manchmal etwas doof aus der Wäsche schaut...auch eine Rolle. Chewie und Han unterdessen haben immer wieder ihre typischen Dialoge, in denen der Leser einen Teil des Gespräches kennt und sich den Rest aus "Gwarrh" selbst herleiten muss. Unterhaltsam wie in den Filmen. Darüber hinaus werden auch einige neue Figuren eingeführt, denen es aber zumindest aktuell noch an Tiefe fehlt. Mal gucken wie Teil 2 das Ganze fortführt. Einziges Manko sind die manchmal sehr klobig wirkenden Gespräche. Vielleicht liegt es an der Übersetzung, aber einige Zeilen scheinen plump.
Die Zeichnungen hingegen verkörpern den Charme einer vergangenen Zeit und passen vielleicht grade deswegen so gut. Alle Fans werden sich sofort zurückversetzt fühlen zu den originalen Blockbustern und erleben auch visuell eine Papierversion der Galaxis von damals.