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Venedig im Jahr 1509: Ein machtvolles Glasartefakt und die letzte Erinnerung an einen verschwundenen Vater … Eine uralte Fehde zweier verfeindeter Völker … Und ein Mädchen, das nicht ahnt, dass es den Schlüssel zur Rettung Venedigs in seinen Händen hält...
Für die sechzehnjährige Milla scheint die Zeit stehen zu bleiben, als sie an einem heißen Frühlingstag dem jungen Gondoliere Luca begegnet. Wie ein Aristokrat aus einer anderen Zeit gleitet er, gemeinsam mit einer Katze, auf einer blauen Gondel durch einen stillen Kanal. Milla ist verzaubert und kann den jungen Mann nicht vergessen. Als kurze Zeit später dieselbe geheimnisvolle Katze im kleinen Lokal ihrer Mutter und Tante auftaucht, folgt sie ihr durch die Gassen Venedigs. Sie gelangen zu einem reichen Stadthaus – und Milla sieht Luca wieder. Er ist jedoch nicht allein, und plötzlich wird Milla in den Strudel dunkler Vorkommnisse um das Ende der mächtigen Lagunenstadt gezogen. Stammt sie wirklich von den Feuerleuten ab, die seit jeher gemeinsam mit den Wasserleuten Venedig beschützen? Was empfindet Luca, einer der Wasserleute, wirklich für sie? Und hat all das mit dem Verschwinden ihres Vaters zu tun? Zwischen Liebe und Zweifel hin- und hergerissen, kann Milla niemandem vertrauen – außer einer Katze und ihrem Gespür für die Wahrheit...

384 pages, Gebunden

First published May 21, 2012

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About the author

Brigitte Riebe

58 books22 followers
Brigitte Riebe is a German author of crime and feminist fiction. She writes thrillers under the pseudonym Lara Stern and lives with her husband in Munich.

After high school Brigitte Riebe studied at the University of Munich. She received a PhD based on a thesis on the development of the bourgeois woman paradigm at the turn of 18 to 19 Century. She then worked as a museum educator and later as an editor for several German publishers. In 1991 she gave up her job as a senior editor at Bertelsmann to become a writer. Since then, she has written many books books in various genres.

In 1992, Riebe published her first book, the crime novel Nix Dolci, which introduced the lawyer Sina Teufel, who became regular figure in her later works. One of the Sina Teufel-based novels was released as a movie: 'Inzest - Ein Fall für Sina Teufel (Incest - A Case for Sina Teufel) in 1996.

In addition to her detective novels Brigitte Riebe has also published several novels about modern society.

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18 (11%)
4 stars
52 (33%)
3 stars
54 (34%)
2 stars
25 (16%)
1 star
6 (3%)
Displaying 1 - 20 of 20 reviews
Profile Image for Tina ♥ Bookaholic.
964 reviews134 followers
September 27, 2012
Deutsche Rezension:
Das Buch war schwierig für mich: schwierig zu lesen, schwierig mich in die Charaktere oder in die Zeit zu versetzten und schwierig, es überhaupt zu beenden.
Eigentlich habe ich das Buch mit Vorfreude gestartet, doch schon nach einem Kapitel war mir klar, dass es vom Sprachlichen und vom Schreibstil einfach kein Buch für mich ist. Die Schreibweise von Riebe ist sehr theatralisch und übertrieben, wirkt auf mich viel zu gekünstelt und hochtrabend, was nicht zu einem Jugendbuch passt und außerdem nicht leicht zu verdauen ist. Was mich weiters gestört hat, abgesehen von den unnatürlichen, hochtrabenden Begriffen, die immer wieder dazwischen vorkommen, war die Tatsache, dass sie oft Sätze oder Dialoge mit einem Ausrufezeichen beendet hat oder schrieb, sie/ er ‚rief‘ – obwohl die Figuren nebeneinander standen. Ich konnte oftmals nur den Kopf schütteln oder die Augen verdrehen, weil ich mir das bildlich vorgestellt habe, wie sie neben ihm steht und ‚rief‘…. Ach nein, da kommt schon wieder das ‚Fremdschämen‘. Geht es hier nur mir so oder bekommt ihr da nicht das gleiche ungewollt witzige Bild in den Kopf?

Hier zwei Beispiele:

Beispiel Ausrufzeichen: ‘Unter dem steinernen Grund waren doch nur die unzähligen Holzpfähle in den schlammigen Boden gerammt, auf denen Venedig errichtet war! ‘

Beispiel mit ‘rief‘: ‘ “Zweifelnd sah Milla ihn an, dann schüttelte sie den Kopf. »Und wenn schon«, rief sie. »Mein Vater würde niemals so weit gehen, die Ruhe eines Heiligen zu entweihen!” ‘

.

Trotzdem habe ich dem Buch eine Chance gegeben und wollte es auch objektiv betrachtet weiterlesen und mich, wenn schon nicht vom Schreibstil, wenigstens vom Inhalt oder den Charakteren überzeugen lassen. Doch auch hier gab es einige Schwächen, die für mich das Buch zu einer weiteren Tortur gemacht haben.

Zu einem konnte ich überhaupt keine Verbindung zur Hauptfigur Milla aufbauen, da sie sich teilweise wie ein junges Gör verhalten und gejammert hat und dann wieder einfach stur und starköpfig losgelaufen und ihre Sachen durchgezogen hat. Ich fand diese Konstellation nicht spannend, sondern eher gekünstelt. Besonders ist es mir auf den Nerv gegangen, dass sie ständig hin und her gelaufen ist. Sprich: einmal nachhause, dann zum Restaurant, später zu Luca und wieder von ihm weg, nur um gleich darauf wieder zu ihm zu laufen, sobald sie zuhause war. Es kam mir ganze Geschichte über fast die so vor, als liefe Milla immer nur in Venedig herum, kreuz und quer, damit die Autorin die Chance hat, die ganzen Plätze und Kirchen zu nennen und zu beschreiben.

Luca war in dieser Hinsicht kein Deut besser, denn so einem zerrissenen Charakter bin ich schon lange nicht mehr begegnet. Er ist schön – eh klar – ein Latino mit dunklen Locken, aber blauen Augen, der Milla von der ersten Sekunde an verzaubert, obwohl er nur in seiner Gondel steht. Aber okay, so etwas nennt man wohl unerklärliche Liebe auf den ersten Blick. In einer Minute küsst er sie, dann stößt er sie wieder weg und was noch witziger ist, auch er ruft ihr ständig etwas zu, obwohl sie nebeneinander stehen! *lol*
Mit Marco hat sich ganz zu Beginn ein Liebestriangel abgezeichnet, aber zum Glück an die Autorin wenigstens davon wieder Abstand genommen. Marco ist ein hitziger Charakter, den man in meine Augen nicht ganz einteilen kann, zumindest nicht bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, als er sich endlich für eine Seite entscheidet.

Was mich außerdem noch sehr gestört hat, neben Schreibstil, der generellen Handlung und den Charakteren, war der Ausgang der Geschichte. Ich wusste wirklich nicht, dass dies der erste Teil einer Trilogie ist und war dementsprechend enttäuscht, als es zwar zu einem, wie soll ich sagen, mehr oder weniger gelungenen Ende kam, das aber trotzdem vieles offen und noch viel Raum und Fragen für weitere Teile ohne positive Antworten stehen ließ.
Ab der Hälfte des Buches war ich zwar soweit in der Geschichte gefangen, dass ich die Schreibeweise von Riebe ignorieren konnte, und dann auch wissen wollte wie es endet, aber das Buch gefiel mir leider nicht so sehr, dass ich weitere Teile, geschweige denn weitere andere Bücher von dieser Autorin in Zukunft lesen werde. Leider hat es für mich nicht funktioniert, was ich sehr schade finde. Aber man kann nicht jedes Buch oder jeden Autor lieben, jeder ist verschieden und das hier war für mich schlicht und einfach nicht das Richtige.
Für mehr Info: http://martinabookaholic.wordpress.co...
Profile Image for Janine Zachariae.
Author 38 books22 followers
December 3, 2017
Venedig im 16. Jahrhundert mag vielleicht unabhängig sein, aber trotzdem sind die Zeiten rau und zäh. Wasser und Feuer bekämpfen sich, aber Venedig muss sich auch gegen andere stark behaupten. Denn diese Wasserstadt kämpft ums Überleben.

***

Milla lebt mit ihrer Mutter bei ihrer Tante, da ihr Vater fünf Jahre zuvor verschwunden ist. Er soll ein Verräter sein, doch niemand kann es mit Sicherheit sagen.

Als Milla eines Tages auf die Rückkehr von Schiffen wartet, in der Hoffnung der Vater wäre mit dabei, lernt sie Luca kennen. Doch nicht nur ihn begegnet sie, auch einen jungen Mann, der sie seitdem immer wieder ‘besucht’ und für jemanden arbeitet, den im Grunde fast ganz Venedig fürchten.

***

Mir hat dieses Buch so gut gefallen, dass ich direkt den zweiten Teil haben wollte, aber so leicht ist es gar nicht, ihn zu finden, was schade ist, denn das Ende hat mich neugierig zurückgelassen.

***

Wasser und Feuer bekämpfen sich und Freundschaften zwischen ihnen sind irgendwie nicht gerne gesehen.

Luca stammt von den Wasserleuten und Milla vom Feuer ab, was es nicht gerade einfach macht, sich gegenseitig zu vertrauen, denn sie beide haben Geheimnisse, die vieles sehr viel schwerer macht und doch ist es sehr wichtig.
https://youtu.be/_QX7oorCMJ0
Profile Image for Maura.
199 reviews59 followers
September 6, 2014
Inhalt:

Milla lebt zusammen mit ihrer Tante Ysa und ihrer Mutter Savinia in Venedig im Jahre 1509. Millas Vater ist schon seit Jahren verschwunden und hat die Frauen alleine gelassen. Doch keiner will glauben, dass er für immer wegbleibt. Deshalb gehen sie auch immer zu „muda di Romania“, wenn sie da ist, einer venezianischen Handelsflotte, denn dort vermuten sie, könnte Millas Vater sein. Dort trifft Milla auch zum ersten Mal auf Marco. Das ist der Tag, an dem all ihre Probleme beginnen.
Wenig später begegnet sie Luca, für den sie Gefühle hegt, welche sie eigentlich nicht haben dürfte. Denn Luca gehört zu den Wasserleuten und Milla zu den Feuerleuten. Beide sind verfeindete Gruppen, die sich (eigentlich) nicht leiden können. Doch nur zusammen können sie Venedig vor dem drohenden Untergang retten. Und ausgerechnet Milla und Luca sollen der Schlüssel zu dieser Rettung sein.

Aufmachung:

Auf dem Cover kann man Milla sehen mit ihrem charakteristischen roten Haaren, die auch entscheidend für die Geschichte sind.

Auf der ersten und letzten Doppelseite des Buches kann man jeweils eine Karte von Venedig aus dem Jahre 1509 sehen (übrigens beides mal die gleiche).

Am Anfang jedes neuen Kapitel sieht man einen Teil von einer Gondel.

Alles in allem finde ich, dass die Gestaltung sehr gut zu einem historischen Roman passt, weshalb sie mir gut gefällt.

Aufbau, Schreibstil und Perspektiven:

Das Buch ist in 12 Kapitel, einen Prolog und einen Epilog unterteilt. Die Kapitel sind leider zu lang.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich eigentlich ganz angenehm lesen und er ist auch dem Hintergrund dieses Buches angepasst.

Die Hauptperspektive in „Feuer & Glas“ ist die von Milla, die in der personalen Erzählperspektive geschrieben ist. Dann gibt es immer mal wieder kurze Ausschnitte, wo aus der Sicht eines anderen Protagonisten erzählt wird.

Meine Meinung:

Das Buch hat definitiv sein Startschwierigkeiten, die allerdings etwas zu lange für meinen Geschmack sind. Natürlich kann es mal sein, dass man die ersten paar Seiten, ja vielleicht sogar das erste Kapitel erst einmal dazu braucht, um überhaupt in die Geschichte zu finden. Normalerweise baut sich ja dann langsam die Spannung auf oder das Buch wird so interessant, dass man es immer weiter lesen möchte. Das ist natürlich der Idealfall. Doch wenn das Buch einen erst nach ca. 190 Seiten packen kann, ist das alles andere als gut. Weil dann hat man schön die Hälfe des Buches gelesen, bevor man mit ihm überhaupt etwas anfangen kann.
Anfangs hatte ich deshalb wirklich zu kämpfen, um weiterzulesen. Dauernd sind meine Gedanken abgeschweift zu irgendwelche anderen Sachen.
Dass ich dann nach 190 Seiten endlich von der Geschichte gepackt wurde, war zwar eine Erleichterung, doch das schlechte Gefühl vom Anfang blieb.

Die Protagonistin Milla ist mir im Grunde sehr sympathisch gewesen, auch wenn sie für mich teilweise nicht ganz nachvollziehbar handelt.
An sich ist das „nachvollziehbare Handeln“ in diesem Buch so ein Problem. Die Protagonisten haben oft komplett anders gehandelt, als ich es angenommen habe. Das mag ja bei ein oder zwei Mal überraschen und gut sein, aber nicht wenn es zu oft passiert. Dann nervt es nämlich nur noch und vermindert das Lesevergnügen.

Die Spannungskurve ist auch sehr – nun ja - wellig. Mal ist es spannend, mal genau das Gegenteil. Es gibt Stellen in dem Buch, da klebt man förmlich an den Seiten. Und dann wieder welche, die man am liebsten überblättern würde, weil sie einen einfach nicht interessieren.

Die Idee, die hinter dem Buch steckt, finde ich eigentlich ganz gut, doch mangelt es mir hier an Erklärung bezüglich der besonderen Fähigkeiten von Feuer- und Wasserleuten. Das kommt leider viel zu selten vor, auch wenn es richtig interessant ist.

Das Buch ist eigentlich in sich geschlossen, lässt aber noch die Möglichkeit für einen oder mehrere Folgebände offen, die es ja auch (irgendwann) geben soll.

Mein Fazit:

Auch wenn mir die Idee von „Feuer & Glas – Der Pakt“ sehr gut gefällt, mangelt es an der Umsetzung. Die Protagonisten handeln nicht immer ganz nachvollziehbar und die Spannung fehlt leider auch im größten Teil des Buches. Deshalb würde ich das Buch auch eher nicht weiterempfehlen. Dennoch werde ich, wenn es denn eine Fortsetzung gibt, diese lesen in der Hoffnung, mehr über die Idee zu erfahren.

Originalrezension: http://emotional-life-of-books.blogsp...
Profile Image for Saskia.
18 reviews2 followers
September 10, 2012
Kurzbeschreibung:
Für die sechzehnjährige Milla scheint die Zeit stehen zu bleiben, als sie an einem heißen Frühlingstag dem jungen Gondoliere Luca begegnet. Wie ein Aristokrat aus einer anderen Zeit gleitet er, gemeinsam mit einer Katze, auf einer blauen Gondel durch einen stillen Kanal. Milla ist verzaubert und kann den jungen Mann nicht vergessen. Als kurze Zeit später dieselbe geheimnisvolle Katze im kleinen Lokal ihrer Mutter und Tante auftaucht, folgt sie ihr durch die Gassen Venedigs. Sie gelangen zu einem reichen Stadthaus - und Milla sieht Luca wieder. Er ist jedoch nicht allein, und plötzlich wird Milla in den Strudel dunkler Vorkommnisse um das Ende der mächtigen Lagunenstadt gezogen. Stammt sie wirklich von den Feuerleuten ab, die seit jeher gemeinsam mit den Wasserleuten Venedig beschützen? Was empfi ndet Luca, einer der Wasserleute, wirklich für sie? Und hat all das mit dem Verschwinden ihres Vaters zu tun? Zwischen Liebe und Zweifel hin- und hergerissen, kann Milla niemandem vertrauen - außer einer Katze und ihrem Gespür für die Wahrheit ...

Meine Meinung:
Direkt zu Beginn baut Brigitte Riebe so eine atmosphärische Kulisse auf, so dass ich direkt in der Geschichte gefangen war. Ich konnte "Feuer & Glas" kaum aus den Händen legen, weil ich ganz in das Venedig des 16. Jahrhunderts abgesunken bin. Die herrlichen Ortsbeschreibungen der Autorin machte es mir ganz einfach, mich im Laufe der Zeit in den Orten auszukennen und heimisch zu fühlen.

Doch nicht nur die Ortschaften wurden authentisch beschrieben. Mit Milla wurde ein sehr glaubhafter Charakter geschaffen. Die junge Frau war mir von Anfang an total sympathisch. Egal, welche Vorkommnisse vorgefallen waren, sie blieb sich selbst treu und war ein Stück weit Rebellin. Als sie entführt wurde, hatte sie einen flotten Spruch auf der Lippe und auch wenn ein mysteriöser und besonders gutaussehender Mann - manche Klischees müssen bewahrt werden - vor ihr stand, hat sie ihre Zunge nicht verschluckt. In letzter Zeit bin ich so oft auf weibliche Protagonisten gestoßen, die anfangs immer selbstbewusst dargestellt wurden und nachdem sie einem überdurchschnittlich gut aussehendem Jungen gegenüberstehen, wissen sie nicht mal mehr ihren eigenen Namen und kriegen die Zähne nicht auseinander. Zum Schluss hinterfragen sie nicht mal mehr die Entscheidungen ihres - bis dahin mittlerweile - großen Herzblatts und sind irgendwie treudoof. Das war bei Milla eben nicht der Fall. Sie war eine wahre, temperamentvolle und vorallem intelligente italiensche Powerfrau. Selbst als sie ihr Herzblatt gefunden hat, wusste sie, wo vorne und hinten ist und besonders, was sie zu sagen hat, denn sie trug ihr Herz auf der Zunge.

Ist man gedanklich in Venedig abgetaucht, bestreitet man gemeinsam mit Milla ein waghalsiges Abenteuer. Eine Gondel aus besonderem Glas hergestellt, besiegelt das Schicksal der Venezianer und nur Milla scheint zu wissen, wo sich diese Gondel befindet. Da diese Gondel natürlich gewisse Fähigkeiten vorweist, haben nicht nur die netten Leute von nebenan ein Auge auf die Gondel und Milla geworfen. Bedeutet also, die Geschichte hat auch einiges an Spannung und bösen Buben zu bieten.

Im Grunde genommen hat "Feuer und Glas: Der Pakt" genau all das, was eine tolle und vorallem unterhaltende Geschichte bieten sollte. Liebenswürdige und glaubhafte Charaktere, eine mysteriöse Prophezeiung und gemeine Gegenspieler. Das einzige, was ich zu bemängeln habe ist, dass es zum Anfang des letzten Drittels, geschichtlich etwas langatmig wird. Die Autorin packt zu lang geformte Gedankengänge von Milla in die Geschehnisse und Dialoge dauern mir zu lange an, wo doch das wichtigste schon gesagt wurde. Doch schnell reißt die Autorin das Ruder um und konzentriert sich schnell auf das Wesentliche, damit die Geschichte ihren Höhepunkt erreicht, ohne dieses unnötig lang hinaus zu zögern.

Fazit:
Bisher hat es kein Autor geschafft, mich aufgrund der phänomenal beschriebenen Geschichtskulisse, in Urlaubslaune zu versetzen. Als ich die Geschichte beendet hatte, wollte ich die Tasche packen und mich auch auf die Suche nach einer geheimnisvollen Gondel machen. Venedig ist so oder so ein wunderbarer Ort. So unwirklich und großartig, dass es generell so geheimnisvoll wirkt. Riebe liefert tolle Charakteren, eine wunderbare Geschichte und überzeugte mich einfach durch das Gesamtpaket. Sehr empfehlenswert!
Profile Image for Jessy Rey.
116 reviews4 followers
June 20, 2012
Ich finde Venedig bezaubernd und dieses Buch hat in mir den Wunsch wieder entfacht, einmal nach Venedig zu reisen.
Milla war elf Jahre, als ihr Vater sie die Familie verließ. Dennoch hofft sich auch mit 16 noch immer auf seine Rückkehr, nicht ahnend, dass er ihr ein mächtiges Erbe hinterlassen hat. Milla lebt mit ihrer Mutter und Tante in Venedig und sie betreiben zusammen ein Gasthaus. Alles scheint gut, bis auf einmal seltsame Vorfälle sich häufen. Plötzlich ausbrechende Feuer, zusammenbrechende Häuser und seltsame Gestalten. Und was hat das alles mit Luca dem Gondolie zu tun - und wieso umgibt ihn ein bläulicher Schimmer? Milla wird mehr und mehr in alles hineingezogen und beginnt zu verstehen, dass alles mit der gläsernen Gondel zusammen hängt. Doch diese ist verschollen. Kann sie Venedig trotzdem vor dem Untergang bewahren?

Das Buch liest sich, als säße man selbst in einer Gondel auf dem Canal Grande und würde durch die Geschichte hindurchgleiten. Ein leichter flüssiger Schreibstil und eine gut recherchierte Geschichte machen "Feuer&Glas" zu einem Lesevergnügen.

Milla ist ein von Anfang an symphatischer Charakter, wenn auch zwischenzeitlich etwas auftritt, was man als "Stimmungsschwankungen" bezeichnen könnte. Desöfteren nimmt sie bei Überforderung einfach die Beine in die Hand und läuft davon. Trotzallem bleibt es eine nachvollziehbare Reaktion und man kann sich dadurch umso besser in sie hinein versetzen.
Außerdem weiß sie, was sie will. Manche würden es vielleicht als stur bezeichnen, ich nenne es mal gradlinig.

Man spürt deutlich, dass Brigitte Riebe eine Menge Liebe und Arbeit in das Buch gesteckt hat. Die Charakter sind liebevoll gezeichnet und keinesfalls platt - selbst die Nebencharaktere wirken sehr lebendig. Auch ihre Recherchen zu Venedig waren sehr gründlich, als wäre sie dort gewesen, während sie die Geschichte rund um MIlla und die gläserne Gondel schrieb. Während man liest, sieht man Milla durch die engen Gassen von Venedig laufen, staunt über die hübschen Gondeln und Gondoliere.

Die Idee der Feuer und Wasserleute hat mich lustigerweise an "Avtar" erinnert. Doch es wirkt nicht wie ein Abklatsch, sondern neu und klasse erzählt. Genau wie Milla schwebt man als Leser lange im Dunkeln, weiß nicht wem man trauen kann, denn beide Seiten handeln zum Teil so, als wäre alles egal, solange sie nur die kleine gläserne Gondel in die Finger bekommen könnten. Anfangs bewegen sich beide Gruppen eher in einer Grauzone, später kristallisieren sich dann aber die bösen Absichten der einen heraus.

Ein weiteren Pluspunkt konnte das Buch in der Liebesgeschichte für sich gewinnen. Es ist zwar Liebe auf den ersten Blick für Milla, aber sie mutiert dadurch keinesfalls zum hirnlosen, himmelnden Dummchen - sie behält ihren Verstand und steck nicht sofort all ihr Vertrauen in Luca.

Beim lesen musste ich mir desöfteren in den Sinn rufen, dass die Geschichte ja im 16.Jahrhundert spielt. Das ist ein Punkt, auf den eher wenig eingegangen wird - bis auf gelegentliche sprachliche Aspekte und Beschreibung der Personen.

Ein kleines Manko habe ich aber dann doch anzumerken - zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass Stellen im Buch fehlen bzw. nur sehr unklar erläutert wurden. Und gerade zum Ende hin fühlte es sich an, als wäre Brigitte Riebe ein wenig gehetzt gewesen. Einige Dinge hätte ich gerne noch näher erläutert gehabt - zum Beispiel fehlen mir einfach Infos über das, was dieser Pakt bewirkt. Wie? Und vorallem wie kam das zustande? Was hat die kleine gläserne Gondel damit zu tun? Viele Fragen sind für mich persönlich bisher offen geblieben. Aber vielleicht kommt das ja noch in Band zwei - es ist übrigens nur ein Zweiteiler.

Ein gelungener Auftakt - eine Mischung aus einem Historischen Roman, versetzt mit Young Adult und Fantasy Elementen. Man fließt hindurch und möchte eigtentlich noch gar nicht, dass es endet. Symphatische Charakter, schöner Stil, wunderbare Stadt. Und ich möchte unbedingt einmal nach Venedig
859 reviews7 followers
June 4, 2012
Venedig im Jahr 1509: Ein machtvolles Glasartefakt und die letzte Erinnerung an einen verschwundenen Vater … Eine uralte Fehde zweier verfeindeter Völker … Und ein Mädchen, das nicht ahnt, dass es den Schlüssel zur Rettung Venedigs in seinen Händen hält …Für die sechzehnjährige Milla scheint die Zeit stehen zu bleiben, als sie an einem heißen Frühlingstag dem jungen Gondoliere Luca begegnet. Wie ein Aristokrat aus einer anderen Zeit gleitet er, gemeinsam mit einer Katze, auf einer blauen Gondel durch einen stillen Kanal. Milla ist verzaubert und kann den jungen Mann nicht vergessen. Als kurze Zeit später dieselbe geheimnisvolle Katze im kleinen Lokal ihrer Mutter und Tante auftaucht, folgt sie ihr durch die Gassen Venedigs. Sie gelangen zu einem reichen Stadthaus – und Milla sieht Luca wieder. Er ist jedoch nicht allein, und plötzlich wird Milla in den Strudel dunkler Vorkommnisse um das Ende der mächtigen Lagunenstadt gezogen. Stammt sie wirklich von den Feuerleuten ab, die seit jeher gemeinsam mit den Wasserleuten Venedig beschützen? Was empfindet Luca, einer der Wasserleute, wirklich für sie? Und hat all das mit dem Verschwinden ihres Vaters zu tun? Zwischen Liebe und Zweifel hin- und hergerissen, kann Milla niemandem vertrauen – außer einer Katze und ihrem Gespür für die Wahrheit ...

"Der Pakt" ist der erste Band der aus zwei Teilen bestehenden "Feuer & Glas"- Reihe. Ich liebe Geschichten, die in Venedig spielen und wenn diese auch noch in historischem Setting angesiedelt sind, bin ich für gewöhnlich Feuer und Flamme. So auch hier. Die Geschichte um Milla und Luca ist spannend und geheimnisvoll konstruiert, sie bietet eine phantastische Handlung im Venedig um 1509.
Der Spannungsbogen ist konstant hoch gehalten. Jedoch kam bei mir in den Szenen ohne Milla und Luca ein wenig Langeweile auf, die aber sobald die beiden zusammen auf den Plan traten wieder verflog.
Der Roman besitzt viele Facetten, die innerhalb der Handlung gut zum Ausdruck gebracht wurden und daher tiefgründige Unterhaltung garantiert.
"Der Pakt" ist keinesfalls eine oberflächliche rosarote Geschichte, denn der romantische Faktor nimmt nur einen kleinen, aber feinen Part ein und besitzt viel Dramatik.
Durch kleine Cliffhanger am Ende der Kapitel, bleibt "Der Pakt" stets spannend, aber auch unvorhersehbar.
Das Glossar und die Zeitleiste am Ende sind sehr interessant und lehrreich. Ich mag Bücher, die beim Lesen einen gewissen Lerneffekt nach sich ziehen.
Nicht ist wie es scheint in der Lagunenstadt, sodass ich mich schon sehr auf den zweiten und finalen Band dieser Reihe freue, die viel Wärme und etliche Mysterien bereithält.

Die Charaktere wurden Facettenreich herausgearbeitet. Da es in "Der Pakt" weder nur "Schwarz" oder "Weiß" gibt, sondern etliche Grauzonen, bleibt die Geschichte stets unvorhersehbar und daher umso spannender. Milla ist ein sympathischer Charakter, der Luca nicht einfach verfällt, sondern alles hinterfragt und sich nie geschlagen gibt. Luca umgibt stets etwas Geheimnisvolles, dass hoffentlich noch weiter entschlüsselt wird.
Auch die Nebencharaktere bekommen ihren festen Platz in der Handlung und werden ebenso liebevoll skizziert wie die Hauptprotagonisten.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und leicht. Ab der ersten Seite ist man in der Lagunenstadt gefangen und kann ihr nicht mehr entfliehen. Die Handlung ist stets gut durch strukturiert und fügt sich nach und nach zusammen.

Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Man entdeckt bei genauerer Betrachtung kleiner Bilder Venedigs, die wunderschön anzuschauen sind. Die Karte im Innenteil schafft einen tollen Überblick über die Stadt.
Profile Image for Blueberry.
52 reviews1 follower
November 25, 2012
Meine Meinung:

Ich war sofort fasziniert!
Der Schreibstil der Autorin Riebe ist einzigartig. Er ist sehr malerisch. Es war, als habe sie kein Buch geschrieben, sondern ein Gemälde gemalt! Venedig wird einfach genau beschrieben und trotzdem bleibt es bei einem flüssigen Schreibstil, der zum Weiterlesen anregt. Ich war von dieser Stadt total angetan und fühlte mich auch wie in Venedig selber. Man taucht richtig in das Buch ein und erkundigt mit Milla diese geheimnisvolle Stadt mit ihren kleinen Gassen und Kanälen.
Man kann sich die Umgebung sehr gut vorstellen und sich besser in das Buch hineinversetzen.

Das ganze runden dann auch noch Metaphern, Personifikationen und anschauliche Adjektive ab, die dem Leser noch mehr in die Geschichte hineinziehen, als es ohnehin schon möglich wäre.

Die Charaktere sind toll gelungen. Milla ist keine 0815 Protagonistin, sondern eine mutige junge Frau, die sich nicht so leicht unterzukriegen lässt. Sie weiß, was sie will und ist durch den Verlust ihres Vaters auch innerlich stärker und taffer geworden. Doch sie hat auch Ängste und Zweifel, die sie menschlich wirken lassen und sie mit einer solchen Mischung auch sympathisch machen.
Luca's Charakter hat mir sehr gut gefallen. Er ist am Anfang sehr geheimnisvoll und mutig. Auch ist er genauso stur wie Milla , und wenn sie mal aneinander geraten, dann gibt es kein Halt mehr, genauso wie es auch bei den Elementen Feuer und Wasser ist...
Auch schön fand ich die Wandlung von Marco. Am Anfang ist er noch ein willenloser Handlanger, der nach einem sucht, zu dem er aufblicken kann, doch mit der Zeit widersetzt er sich den grausamen Anweisungen des Admirals und wächst über sich hinaus.

Die Charaktere sind einfach alle durch ihre Eigenschaften und Vergangenheiten miteinander verbunden und so tragen sie gemeinsam zu einem tollen Buch bei!

Das Romeo-Julia-Verhältnis fand ich auch sehr schön. Milla und Luca sind von unterschiedlichen Stämmen und dürfen sich eigentlich nicht lieben, weil sich ihre Leute zur Zeit zerstritten haben.
Der Kontrast zu diesem ganzen Malerischen ist der Krieg in Venedig. Er ist sehr wichtig für die Handlung und bringt sehr viel Spannung und Action mit in dieses Buch. Gemeinsam mit den Helden zittert man mit und hofft nur, dass Venedig nicht in die Hände anderer fällt.

Auch die historischen Aspekte dürfen hier nicht fehlen. Man lernt sehr viel über die Vergangenheit Venedigs und meine Allgemeinbildung wurde auch erweitert, was ja nie schaden kann ;)

Aufbau & Gestaltung:

Es hat einen Prolog und einen Epilog. Die Kapitel sind zwar lang, aber durch Abschnitte sehr praktisch und erleichtern das Lesen, sodass immer ein Lesefluss besteht. Innen ist dann noch eine Karte von Venedig abgebildet (in Farbe!) *__* Das fand ich besonders schön! Auch gibt es ein Glossar, wo noch einmal die verschiedenen italienischen Begriffe erklärt werden. Typisch für einen historischen Roman, gibt es auch eine Zeittafel.
Das Cover ist sehr schön. Es zeigt Milla mit ihren roten Locken und smaragdgrünen Augen. Im Hintergrund sieht man noch Venedig und eine Gondel, die sehr viel mit der Geschichte zu tun hat.
Wenn man den Schutzumschlag abnimmt ist das Buch grün, was ich allerdings nicht so schön fand.

Fazit:

Ein tolles Buch, was mit seinem malerischen Schreibstil jeden in seinen Bann zieht. Die Charaktere haben alle besondere Eigenschaften und lassen sich nicht so schnell wieder vergessen. Auch erfährt man viel über die Vergangenheit Venedigs. Das heißt, dieses Buch ist nicht nur ein pures Lesevergnügen, sondern ist auch noch lehrreich. Also wenn das mal kein Grund ist, dieses Buch zu lesen :D.
Profile Image for Céline .
16 reviews
October 12, 2012
Meine Rezensionen findet ihr auch auf meinem Blog: Minzgrünes Bücherregal

Story
Die Autorin verbindet in "Feuer und Glas: Der Pakt" gekonnt Fantasy mit Geschichte vor dem Schauplatz der faszinierenden Lagunenstadt Venedig.
Zunächst beginnt es mit einer spannenden Flucht durch Venedig, doch leider hört damit die Spannung auch gleich wieder auf. Man erfährt dafür stückchenweise mehr von der Protagonistin Milla, ihrer Vergangenheit und den Feuer- und Wasserleuten, die weit mehr sind als es zunächst scheint. Durch die zunächst etwas verwirrenden Personenwechsel kommt man der Geschichte von unterschiedlichen Perspektiven näher und lernt die unterschiedlichsten Orte Venedigs kennen. Da das ganze in der Vergangenheit spielt, erfährt man zusätzlich noch viel über die Geschichte und die Legenden des bezaubernden Venedigs.
Gegen Ende hin spitzt sich die Sache dann zu. Es kommt wirklich Action in die Geschichte und nur Milla und Luca können Venedig noch retten....
Insgesamt war aber einiges sehr vorausschaubar, was dann wirklich die Spannung genommen hat.

Charaktere
Millas Vater, war der berühmte Glasbläser "Feuerkopf", doch nun ist er seit 5 Jahren verschwunden, dennoch will sie nicht daran glauben, dass er tot ist. Von ihm hat sie Fähigkeiten geerbt von denen sie zunächst gar nichts ahnt, außerdem sind mächtige Leute Venedigs hinter einem Artefakt her von dem sie glauben ihr Vater hätte es Milla hinterlassen. Doch das einzige was sie noch von ihm besitzt ist ein rätselhafter Brief.
Sie verliebt sich auf den ersten Blick in den jungen Gondoliere Luca und muss feststellen, dass auch er Geheimnisse hat.
Während ich mit milla eigentlich ganz gut klar kam, fand ich Luca einen schwierigen Charakter. Er hat zum einen extreme Stimmungsschwankungen wenn es um seine Gefühle für Milla geht und zum anderen war er mich zu flach (wenn ihr jetzt wisst was ich meine). Als Person wusste ich nicht wirklich etwas mit ihm anzufangen, ihm fehlte es an Tiefe und Charakter. Trotzdem kämpft er natürlich genauso erbittert wie Milla für sein geliebtes Venedig.
Achja dann gab es da noch Marco. Die aus seiner Sicht geschriebenen Stücke, geben einem wirklich gute Einblicke in das Geschehen, aber gleichzeitig fängt man ihn an wirklich zu hassen. Aber Menschen könne sich ja ändern....
Einen kleinen, aber feinen Charakter muss ich noch erwähnen; (Lucas?) Katze die von Milla Puntiono getauft wird. Er taucht immer wieder auf und seine versteckten Hinweise ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch.

Schreibstil
Ich finde, dass das alte Venedig sehr schön beschrieben wird, sodass ich am liebsten dort nocheinmal hinreisen würde( ich war im Sommer dort). Sie stellt alles sehr authentisch da, von den Handwerkern und Bewohnern bis zu den Lebensumständen, allerdings passt manchmal die Sprache der Charaktere nicht wirklich dazu. Ich erwarte kein altdeutsch, aber das Wort Typ hat mich aus irgendeinem Grund gestörrt. Wie eine lästige Fliege ist auch immer wieder das Verb rufen vorgekommen, jeder in diesem Buch scheint zu rufen, selbst wenn der Gesprächspartner nur wenige Schritte entfernt steht.

Fazit
Die Legende mit den Feuer- und Wasserleuten hat mir sehr gefallen, aber bei einigen Charakteren hapert es noch ein bisschen.
Dennoch werde ich mir den zweiten Teil ausleihen um zu erfahren wie es weitergeht.

Meine Rezensionen findet ihr auch auf meinem Blog: Minzgrünes Bücherregal
Profile Image for StefanieEmmy.
94 reviews26 followers
May 24, 2012
Historisches aus der Feder Brigitte Riebes nimmt schon seit Jahren einen besonderen Stellenwert am deutschsprachigen Buchmarkt ein. Mit "Feuer & Glas. Der Pakt" - Teil 1 einer Trilogie - legt die Erfolgsautorin nun nach "Der Kuss des Anubis" (2010) einen weiteren Jugendroman vor, der diesmal nicht in Ägypten sondern Anfang des 16. Jahrhunderts vor dem realen Hintergrund der Geschichte Venedigs spielt.
Seht ihr es auch vor Augen? Gepflasterte Straßen, Gondeln, eine blaue Lagune ... Vielleicht eine etwas überzogen-romantische Vorstellung, die ich vom historischen Venedig habe/hatte, aber Brigitte Riebe spart zum Glück nicht mit Dramatik.

Schon mit dem Prolog macht die Autorin es ihren Lesern sehr einfach, der Austieg aus dieser und Einstieg in Riebes Welt geht ohne Holpern von statten. Im einen Moment noch im eigenen Wohnzimmer, befindet man sich im nächsten auf der Flucht durch nächtliche Gassen.
Der erfreulich kurze und spritzige Prolog wird abgelöst von Millas Perspektive. Der POV-Stil erlaubt immer wieder auch anderen Charakteren den Vortritt, sodass der Leser ein rundes, abgeschlossenes Bild der Geschehnisse erhält, verweilt aber hauptsächlich bei der 16-jährigen Protagonistin, die sich in den Ränkespielen der Feuer- und Wasserleute zurecht finden muss.

Feuer- und Wasserleute. Da sind wir schon beim zugleich herausstechendsten und doch angenehm subtilen fantastischen Element des Buches. Auf den ersten 100 Seiten habe ich mir gar gefragt, ob die Bezeichnungen nicht vielleicht sogar historisch sind - zu gut passen sie zu den Glasbläsern Muranos und den Gondelbauern Venedigs und auch die Struktur der beiden Parteien erinnert an Handwerkersgilden wie es sie im Mittelalter zB auch in London gab. Aber es wird dann doch sehr schnell klar, dass Feuer- und Wasserleute jeweils über eine bestimmte Kraft verfügen, die manchmal an Magie erinnert.
Milla, unsere mutige Protagonistin, die manchmal auch ein paar naive Moment hat, weiß nicht, wem sie trauen kann. Und der Leser schwebt ebenso im Dunkeln. Gut und Böse sind hier nicht einfach zuordenbar, sondern verschwimmen in den Kanälen Venedigs. Das macht die Geschichte nur noch spannender.

Zu der Liebesgeschichte sei gesagt, dass Millas Verliebtheit zwar innerhalb von Momenten entsteht, das bedeutet aber noch lange nicht, dass sie den Auserwählen gleich in unereichbare Höhe himmelt. Es gibt durchaus Misstrauen zwischen den beiden, Milla ist nicht bedingungs- und hirnlos.
Außerdem: All jenen, die Dreiecksgeschichten nicht mögen, sei hiermit Entwarnung gegeben. "Feuer und Glas" ist dreiecks-freie Zone.

Zu Meckern habe ich teilweise wegen ein paar sprachlichen Ausrutschern, zB passt das Wort "Typen" überhaupt nicht in das historische Setting. Und aus irgendeinem Grund hat mich das Verb "rufen" (bzw. die Vergangenheitsform) geradezu penetriert - es kommt zu oft als Beschreibung direkter Reden vor, in Situationen, in denen normal gesprochen wird, in denen ich also niemals "rufen" sondern bloß "sagen" würde. Ist wahrscheinlich Geschmackssache.

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Ein historisch-fantastischer Roman für junge LeserInnen, der von der ersten Seite weg bestens unterhält. Subtile Fantastik, ein tolles Setting und zarte Romantik sind die Zutaten, die "Feuer & Glas" zum Renner machen werden.
Profile Image for Angelina.
80 reviews23 followers
July 14, 2015
This was one of the most tiring books I have read so far.

The story is taking place in Venice, Italy in the year 1509. There are two main kinds of people living there. The Firepeople, Milla belongs to them and they can blow glass, and the Waterpeople, to which Luca belong and they are mostly gondoliers. As their names suggest they can control their element and they are currently at war with each other. But since Venice is a city of fire and water, they have to be united or it will fall. Milla has to seal the ancient pact between the two people with Luca, with the help of the glass gondola. But Milla and Luca aren't allowed to fall in love. Oh no.

Milla was in some ways an interesting character. She is very adventurous and always gets herself into trouble and she gets angry very easily. Like very easily. And she can hold a grudge against someone for a very long time. So wen you meet her, you better make sure that you get on her good side. Luca's personality was he complete opposite of Milla's. Luca was always the calm one and never rushed into things. He thought things through, but he also has a split personality because one time he can be nice and the other time he can be really mean to Milla. I never really liked him at the beginning. My favourite character in this book was probably Marco Bellino because... I don't really know, I just liked his personality.

Now, the writing style: I have so much to say about it, I don't even know where to start. Agh! Okay, I think I will start with the positive first. About half way through the book, when everything became really intense I started to get really into the book. I wanted to keep on reading, I don't know why but I really enjoyed reading the book once the action started. The real problem though, was the part before the action started which was nearly half way throughout the book. I found that the writing style was so over-dramatic and the way the characters spoke kind of reminded me of the Shakespearean style because they talked so dramatic, like the world was ending. The beginning was very dull as well, because nothing was happening and the world-building wasn't very well written (maybe it was just the choice of words by the author).

I think that after all, I liked the story and the action near the end of the book was satisfactory but I still nearly stopped reading this book about half way through because I was so bored, but I was glad I stuck around due to my motto to always finish a book that I started, no matter how much I dislike it and I haven't broken it so far! :D I think that this book can still get 3 out of 5 stars!
Profile Image for Kati.
105 reviews6 followers
August 7, 2012
Milla ist die Tochter des Glasbläsers Leandro, ein besonderes Talent seiner Zunft. Ihre gemeinsamen Jahre verbrachten sie als Familie glücklich auf Murano. Als Leandro spurlos verschwand, zogen Milla und ihre Mutter nach Venedig. Dort führen sie eine kleine Taverne, wovon es sich aber nur schlecht leben lässt. Neben den Schwierigkeiten im Alltag gibt es noch ein weiteres Problem: zwischen Feuer- und Wasserleuten existiert ein uralter Pakt, gemeinsam beschützen sie Venedig. Doch der Pakt wurde gestört und der Stadt droht Gefahr.

"Das Blau um ihn vertiefte sich noch mehr, war wie das leuchtende Türkis der Lagune an warmen Sommertagen, das wie eine Welle auf sie zurollte."

"Feuer und Glas - Der Pakt" ist der Auftakt zu einem Zweiteiler. Brigitte Riebe überzeugt nicht nur mit einem historischen Jugendroman. Schnell wird klar, dass hier auch ein Hauch Magie im Spiel ist. Die fantastischen Elemente erdrücken dabei nicht, sondern halten sich geheimnissvoll bedeckt. Direkt entstehen dadurch die ersten Fragen und Spekulationen. Wer ist gut, wer böse? Was hat es mit Feuer- und Wasserleuten auf sich? Mysteriös zieht sich dabei das Verschwinden des Vaters durch die Handlung.

Die Charaktere sind vielseitig und entwickeln sich. Bei ihnen und der Geschichte selbst bleibt noch viel Raum für Band 2. Zwar ist "Der Pakt" vorerst abgeschlossen, aber die Autorin macht neugierig auf die Fortsetzung. Die erste Auflösung war für mich etwas verwirrend und schnell. Ich hoffe hier einfach auf die nächsten Puzzleteilchen. Die Beschreibungen von Venedig und Murano haben mir besonders gut gefallen. Durch den tollen Schreibstil konnte man die Atmosphäre des 16. Jahrhunderts förmlich spüren. Glossar, historisches Nachwort und eine Zeittafel runden den Roman ab.

"Feuer und Glas - Der Pakt" war mein erstes Buch von Brigitte Riebe, aber sicher nicht das letzte.
1 review2 followers
December 23, 2012
Ich muss vorab ganz ehrlich sagen, dass ich das Buch nicht zuende gelesen habe. Ich habe mich wirklich so gezwungen es immer weiter zu lesen, aber irgendwann war es dann auch mit meiner Geduld zu ende.
Die Idee mit den Wasser und Feuerleuten finde ich eigentlich schön und vielversprechend, und auch die Sichtweisen wechseln ist gut gemacht. Umso trauriger finde ich, dass mich das Buch einfach nicht überzeugen konnte.
Was mich sehr gestört hat, war das widersprüchliche Handeln und Denken der Charaktere. Versteht mich nicht falsch, ein Abwägen der Situation macht eine Figur ja glaubwürig und interessant, allerdings hatte ich bei Milla und co das Gefühl, dass Gedanken und Handlungen ein riesiges Wirrwar waren. Dazu kommt, dass Milla mir teilweise einfach nur total dämlich und naiv vorkam. Sie fühlt sich also sofort zu Luca hingezogen, soweit so gut, doch sie vertraut ihm sofort blind ihr Leben an - na klar, da ist die Prophezeiung und son Zeugs, aber wieso hinterfragt sie denn rein gar nichts?
Außerdem hat sich das Buch eher schleppend hingezogen und, trotz der Langatmigkeit, haben sich die Figuren nur oberflächlich weiter entwickelt. Teilweise fand ich auch den Schreibstil sehr gezwungen, was ich jetzt leider nicht an Textstellen belegen kann.
All das finde ich schrecklich schade, weil ich das Buch ja mögen wollte, aber was soll's.
Profile Image for Alina.
100 reviews6 followers
December 30, 2016
Ich weiß garnicht wie ich alles beschreiben soll ×) Ich fand es schön das alles in Venedig gespielt. Ich liebe diese Stadt und man erfährt einiges darüber. Milla war auch eine tolle Protagonistin, die von der Beschreibung her sehr gut zum Coverbild passt. Sie war mutig nur manchmal ziemlich nervig, das sie immer alles für sich behalten will und irgendwie für sich nie den richtigen Zeitpunkt fand zum reden. Irgendwie auch ziemlich verpeilt :D Dann darf natürlich die Liebe in Venedig auch nicht fehlen, dennoch war sie nicht so aufdringlich und hat sich dezent zurückgehalten, so das es einfach gepasst hat.

Wie jedes Buch hat auch dieses ein Höhepunkt auf den man die ganze Zeit hinfiebert, hab in aber irgendwie verpasst!?!? ich fand es dafür einfach zu undeutlich und verschwommen, zwischen den Zeilen versteckt. Das war nicht so toll, da war die Luft für mich schon ganz raus. Was auch kein Vorteil für mich war, waren einige Fremdwörter die meinem Lesefluss gestört haben. Am Ende des Buches sind sie alle erklärt und manche verstand man auch aus dem Zusammenhang aber das war ziemlich nervig.
Es war eine nette Geschichte mit viel Potenzial, hat mich aber dennoch nicht abholen können. Hab jetzt keine große Lust den 2 Teil zu lesen aber er liegt hier schon bereit und sobald man wieder in der Geschichte ist liest es sich doch noch schnell. Vielleicht wird es ja besser. Auf gut Glück :)
Profile Image for Michael Schmid.
Author 8 books96 followers
October 3, 2012
Als erstes möchte ich sagen, dass dieses Buch für mich kein Roman, sondern ein unglaublich mitreißendes Märchen ist. Ich habe dieses Buch nicht verschlungen, sondern jedes Wort genossen und mir richtig Zeit gelassen. Nun ist es vorbei und ich warte schon sehnsüchtig auf den 2. Band … und ich hoffe, er lässt nicht allzu lange auf sich warten. ;)

Milla ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen und als dann Luca in ihr Leben tritt, leidet man förmlich mit ihr mit. Die Geschichte rund um die Feuerleute und Wasserleute reißt einen regelrecht mit und alles wunderschön verpackt in die bezaubernde Stadt Venedig. Einfach grandios.

Die Autorin kann wirklich mit Worten umgehen und man spürt deutlich ihren historischen Hintergrund und wie sehr sie selbst die Stadt liebt. Ich kann dieses Märchen wirklich nur jedem wärmstens ans Herz legen und ich bin überglücklich, auf dieses Werk hingewiesen worden zu sein. Frau Riebe, ich will mehr! ;)
Profile Image for Sarina.
1,541 reviews
February 13, 2014
Was für ein wunderschöner, spannender und fantasiereicher Ausflug nach Venedig. Brigitte Riebes Idee mit den Feuer- und Wasserleuten ist wirklich einzigartig und einfach nur toll umgesetzt worden. Ich habe jede einzelne Seite genossen, mich von den vielen unerwarteten Wendungen mitreißen lassen und unentwegt mitgefiebert. Denn es kristallisiert sich nur nach und nach heraus wer von den Charakteren nun der Gute bzw. der Böse ist. Dabei kommt es nicht selten vor, dass man auf eine falsche Fährte gelockt wird und seine Vermutungen noch einmal neu zu überdenken. Das Ende ist zwar in sich abgeschlossen, allerdings sind einige Fragen offen geblieben, sodass ich schon sehr neugierig auf die Fortsetzung bin.
Profile Image for Kaja.
47 reviews
June 30, 2013
Ein sehr schönes Jugendbuch. :) Ich freue mich schon auf den zweiten teil, der hoffentlich bald erscheint!
Displaying 1 - 20 of 20 reviews

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