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Zweilicht

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Erst stiehlt sie sein Herz, dann seine Welt...

Der 17-jährige Jay ist in der Stadt seiner Träume angelangt – ein Jahr wird er als Austauschschüler in New York, der Heimat seines verstorbenen Vaters, verbringen. Gleich zu Beginn verliebt er sich in die geheimnisvolle Madison mit den Indianeraugen. Doch was er keinem zu erzählen wagt: Hin und wieder taucht ein anderes Mädchen auf, das außer ihm niemand zu sehen scheint. Sie nennt sich Ivy und er kann nicht aufhören, an sie zu denken. Bis sie ihn schließlich in eine verwunschene Welt entführt, die seit Jahrhunderten kein lebender Mensch betreten hat. Als auch im New York der Gegenwart die Geister und Dämonen erwachen, beginnt für Jay ein Kampf auf Leben und Tod. Der Dämon mit dem Herzen aus Eis ist ihm auf der Spur und giert nach menschlichen Seelen. Und Jay muss sich entscheiden – zwischen zwei Mädchen, zwei Leben, zwei Wirklichkeiten...

412 pages, Hardcover

First published January 1, 2011

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About the author

Nina Blazon

60 books321 followers
Nina Blazon was born in Slovenia (the former Yugoslavia) in 1969. As a child growing up in the Bavarian town of Neu-Ulm, Nina enjoyed exploring the "forbidden" woods in search of dinosaurs, werewolves, and "monster deer" with the other children in town.

Given her taste for adventure and strange creatures, it is no surprise that Nina's favorite childhood books include the works of Astrid Lindgren (Pippi Longstocking) and The Neverending Story by Michael Ende. These books served as an inspiration to Nina as she began writing poetry and stage plays at the age of 13.

Despite a lack of encouragement from her parents, Nina pursued a work placement in journalism and began to further develop her craft. She credits the books of Theodore Sturgen as a major influence on her writing, and lives by her own advice of "Never forget your notebook!" as she often finds herself inspired by ordinary people doing everyday things.

In her novel The Pact of the Wolves (Spring 2008), Nina explores her fascination with secret societies, which she supplements with historic facts from a 17th-century German witch trial--two dark, mysterious topics that create an eerie backdrop for her cast of spellbinding characters.

Today Nina Blazon lives with her husband in Stuttgart, Germany--80 kilometers (50 miles) from the Black Forest. She enjoys traveling through Scandinavia, history, cinema, riding, and--undoubtedly--exploring the woods in search of dark creatures and bone-chilling adventures!

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Community Reviews

5 stars
112 (16%)
4 stars
221 (32%)
3 stars
213 (31%)
2 stars
100 (14%)
1 star
34 (5%)
Displaying 1 - 30 of 61 reviews
Profile Image for Miss Bookiverse.
2,280 reviews86 followers
June 30, 2012
Liebes Zweilicht,
du bist ein verschlagenes, kleines Biest! Von der ersten Seite an hast du mich gehabt. Mit deinem wohlklingenden, flüssigen Schreibstil und den mysteriösen Gestalten, von denen du mir erzählt hast. Ich dachte, ich wüsste, wen ich da vor mir habe. Ich habe nicht mal Schubladen wie „Feen“ oder „Geister“ gebraucht, diese Wesen waren eben einfach das, was sie waren. Im Gleichgewicht dazu hast du mir noch Jay vorgestellt, der ein halbwegs normales Teenagerleben als Austauschschüler führt. Ich mag das, wenn deutsche Autoren von Jugendlichen schreiben. Isabel Abedi und Antonia Michaelis können das auch. Da fühle ich mich einfach sofort „heimisch“.

Tja und dann hast du nach 200 Seiten plötzlich deine Verkleidung abgeworfen, von der ich nicht mal geahnt habe, dass du sie trägst. Plötzlich war keiner mehr der, der ich dachte und Ort und Zeit sind auch kräftig durcheinander geraten. Ich hätte es wissen müssen, denn dein Name ist Programm. Alles kann in einem anderen Licht eben noch mal ganz anders ausschauen. Das hast du mir kunstvoll bewiesen. Am Ende unserer gemeinsamen Zeit musste ich dich sogar bitten mir ein paar Szenen noch einmal zu schildern, um meine eigene Aufmerksamkeit zu überprüfen. Und da hab ich es schließlich entdeckt. Du hast alles so perfekt umschrieben, dass mir gar nicht aufgefallen ist wie du manches gar nicht gesagt hast und die Bilder nur in meinen Gedanken entstanden sind. Ich verneige mich vor dir und deiner Fähigkeit mich so an der Nase herumzuführen, du Fuchs.


Es gibt nur ein paar Kleinigkeiten, die mich ein bisschen an dir gestört haben. Die vielen englischen Begriffe und Filmverweise wirkten manchmal zu gewollt lässig. Ja, die Geschichte spielt in New York, aber Worte/Namne wie „Madman“ haben sich zwischen den deutschen Sätzen deshalb trotzdem nicht authentisch angefühlt.
Ach und der Name „Jay“, liebes Zweilicht, über den solltest du mal mit deiner Mama Nina Blazon reden, den hat sie nämlich schon in Faunblut verwertet (und da hat er mir schon nicht gefallen). Bei einer Mama wie deiner bezweifele ich ganz stark, dass ihr irgendwo die kreative Puste ausgehen könnte, also das nächste Mal bitte ordentlich Atem schöpfen und tolle neue Namen finden.

Ich freu mich darauf deine Schwestern Ascheherz und Wolfszeit kennen zu lernen.
In ehrfürchtiger Faszination,
Infinite Playlist
Profile Image for Elli.
138 reviews
April 25, 2015
Eine wirklich bezaubernde Geschichte mit viel Magie, vielen Wendungen, vielen Stimmungen und einer einzigartigen Atmosphäre.
Man wird langsam in eine Welt geführt, die wenig Parallelen zu anderen Fantasy-Geschichten aufweist, evtl. gibt es Parallelen zu germanischen Mythen, aber durch die Mischung mit dystopischen Elementen wird die Geschichte einfach nur unvergleichbar.

Die Charaktere sind liebevoll gestaltet, jeder mit seiner eigenen Wichtigkeit und Geschichte, die nach und nach Preis gegeben wird. Entwicklungen werden vollzogen, die teilweise erst im Nachhinein verständlich werden, aber am Ende ist man rundum aufgeklärt und zufrieden gestellt. Endlich mal ein Standalone ohne offene Fragen!

Leider fehlte mir zwischenzeitlich ein wenig die Spannung, da die verträumte Atmosphäre das ganze Buch durchzieht und mir an einigen Stellen doch zu weit ging.

Trotzdem eine klare Empfehlung für alle Fantasy-Liebhaber, die sich mal auf etwas ganz anderes einlassen möchten.
Profile Image for Moe.
183 reviews16 followers
July 31, 2015
Dieses Buch hatte eine der seltsamsten und verwirrendsten Wendungen überhaupt und hat sich dann GANZ anders entwickelt, als man es zu Anfang hätte erwarten können. Gute Arbeit.
Profile Image for Bianca .
569 reviews
October 25, 2019
Zum Cover: Efeu geht bekanntlich immer, denn als Deko sieht dieser arrangiert immer sehr hübsch aus. So auch auf dem Cover von Zweilicht. Auch das Mädchen, das höchstwahrscheinlich Ivy sein soll, die in einer magischen Zukunft lebt, sieht sehr mysteriös und geheimnisvoll aus. In diesem Fall muss ich aber sagen, überzeugt mich das Cover nur so semi gut, denn ich finde, der Klappentext verspricht um einiges mehr, dass spannend klingt und dass mich sehr gereizt hat, sodass ich diese Geschichte hauptsächlich deshalb lesen bzw. hören wollte. Obwohl das Cover ein nettes I-Tüpfelchen ist, jetzt aber auch nichts großartig Besonderes. Tatsächlich gefällt mir die Typografie, also die Schriftform, hierbei sehr gerne, das wollte ich nur noch einmal kurz erwähnen.

Zum Inhalt: Der 17-jährige Jay ist in der Stadt seiner Träume angelangt – ein Jahr wird er als Austauschschüler in New York, der Heimat seines verstorbenen Vaters, verbringen. Gleich zu Beginn verliebt er sich in die geheimnisvolle Madison mit den Indianeraugen. Doch was er keinem zu erzählen wagt: Hin und wieder taucht ein anderes Mädchen auf, das außer ihm niemand zu sehen scheint. Sie nennt sich Ivy und er kann nicht aufhören, an sie zu denken. Bis sie ihn schließlich in eine verwunschene Welt entführt, die seit Jahrhunderten kein lebender Mensch betreten hat. Als auch im New York der Gegenwart die Geister und Dämonen erwachen, beginnt für Jay ein Kampf auf Leben und Tod. Der Dämon mit dem Herzen aus Eis ist ihm auf der Spur und giert nach menschlichen Seelen. Und Jay muss sich entscheiden – zwischen zwei Mädchen, zwei Leben, zwei Wirklichkeiten und lernt dabei eine ganze Menge über sich selbst und die Menschen, die ihn umgeben.

Meine Meinung: Ich habe ja bereits zwei Bücher und eine Kurzgeschichte von Nina Blazon gelesen und bin mir ihres außergewöhnlichen Schreibstils sehr bewusst. Auch hier konnte dieser mich wieder voll und ganz überzeugen, auch wenn es die Geschichte hier nicht gänzlich schaffte. Stellenweise habe ich mir schon gewünscht nochmal nachlesen zu können, was aufgrund dessen, dass ich das Hörbuch gehört habe, nun nicht ging, doch dadurch wurde ich streckenweise sehr verwirrt, wenn es darum ging, wenn Jay mit Ivy die Welten gewechselt hat. Letztlich wurde mir New York an sich auch sehr banal beschrieben. Es gab so die üblichen Schauplätze, die man kennt, aber mir hat da eben das gewisse Etwas gefehlt. Dennoch mochte ich, dass Jay in diesem Fall nur ein Austauschjahr macht und geburtlich aus Berlin kommt. Das ließ mich dann doch nachempfinden, dass er die ganzen Eindrücke nicht alle auf einmal schildern konnte. Gerade in einer Stadt wie New York, wo unglaublich viel passiert, auch so schon, ist es schwer sich noch auf die kleinen Details zu besinnen, das verstehe ich. Trotzdem hätte ich mir das gewünscht, was für mich dann halt schon als Minuspünktchen gilt. Generell fand ich in der Tat auch, dass die Geschichte, schon vom Klappentext her, aber auch generell, eine Art „City of Bones“ (Cassandra Clare) gewesen ist. In diesem Sinne eben als Einzelband. Vieles an sich wurde hier übernommen. Das Setting von New York und die Idee einer Dämonenwelt, die bei Zweilicht aber gar keine Ähnlichkeit zu Cassandra Clare besaß. Obwohl ich doch schon einige Klischees bemerkt habe, die viele Bücher, um das Erscheinungsjahr hatten. Es war trotz allem aber schön anzuhören, weil Nina Petri Balzons Geschichte wirklich toll vorgelesen hat. Ich habe auf jeden Fall Lust bekommen, mehr von Nina Blazon zu lesen und das muss ein Buch ja auch schon mal schaffen. Allem voran ist halt auch der unfassbar flüssige wie schöne Schreibstil das, was ich nochmals hervorheben möchte. Dieser macht einfach Freude beim Zuhören wie beim Lesen. Das zeigt Nina Blazon immer wieder ihr volles Talent. Denn eine Geschichte an sich ist immer Geschmacksache, ein Schreibstil wiederum ist etwas, was man haben muss, um eine gute Autorin zu sein. Und das kann sich Nina Blazon getrost nennen! Mit Zweilicht allerdings konnte sie mich nicht im Vollen begeistern, auch wenn es wieder eine tolle Geschichte war, die sie sich ausgedacht hat, mit dem Museum, in dem Ivy Jay auflauert und ihn vor Madison letztlich warnt, und der Zwist, der daraus folgt. Beide Mädchen haben etwas übrig für Jay, doch Jay kann sich nicht entscheiden. Eigentlich eine typische Ausgangssituation für ein Jugendbuch im Genre Romantasy, nur dass es diesmal eben eine Art Dreiecksbeziehung ist, wo einmal ein männlicher Protagonist im Fokus stand, was ich so in der Tat wirklich noch nicht gelesen habe. Von daher hierfür nochmal Hut ab.

Fazit: Im Nachhinein ist Zweilicht für mich trotzdem nur ein nettes, schönes und auch spannendes Buch für Zwischendurch, aber nichts, was wirklich weltbewegend ist. Deshalb bekommt es von mir jedoch trotzdem 3,5 Sterne, für den tollen, tollen Schreibstil und den Versuch mal etwas aus den Klischees herausspringen zu wollen, auch wenn das nicht gänzlich funktioniert hat, aber stellenweise habe ich doch gemerkt, dass das Buch eben doch anders war, als andere, die ich in diesem Genre gelesen habe, und doch führte es trotz allem wieder dorthin zurück.
Profile Image for K.K. Summer.
Author 11 books74 followers
July 21, 2016
2,5 Sterne

Ich weiß nicht was ich von diesem Buch halten soll. Es war sehr verwirrend, und ich finde man kam wirklich nur schlecht rein. Und grade als man dachte man hat alles verstanden war doch irgendwie alles anders. Allerdings hat mich diese "Wendung" nicht wirklich überzeugt und wenn ich ehrlich bin hab ich das teilweise auch nicht so ganz verstanden. Außerdem fand ich es echt schwer nachzuvollziehen wer jetzt genau zu wem gehört etc. stellenweise.

Auch die Love Story fand ich hier an den Haaren herbei gezogen, und insgesamt haben mir die Charaktere nicht viel gegeben.

Der Schreibstil war allerdings typisch Nina Blazon: bildreich, wortgewand und super schön zu lesen :) Und auch die Ideen hinter diesem Buch fand ich nicht schlecht, daher doch noch 2,5 * für dieses Buch. Allerdings wird es sicher nicht mein Lieblingsbuch der Autorin.
Profile Image for Little Fairy.
41 reviews
July 30, 2012
Wieder ein umwerfend guter Roman von Nina Blazon.
Ich habe schon viele Bücher gelesen doch dies ist mal eine ganz andere Art einer liebesgeschichte. So führt einen die erste hälfte des Buches erst mal in die irre, das wiederrum versteht man erst in der zweiten hälfte.
Das Buch ist sehr gut geschrieben und die gefühle und handlungen der personen kommen einem schlüssig und real vor.
Wer die anderen Fantasie Bücher von Nina Blazon mochte wird "Zweilicht" lieben!
Profile Image for Merinereads.
421 reviews4 followers
July 2, 2021
Die Grundidee und der Plottwist konnten mich wirklich begeistern, gescheitert ist es für mich jedoch an den Charakteren. Besonders mit Jay bin ich nicht warmgeworden und sein ständiges hin und her zwischen den beiden Mädchen hat mich einfach nur genervt.
Das Worldbuilding war wie gesagt echt cool, nur hätte ich gerne noch mehr darüber erfahren und auch über die ganzen nichtmenschlichen Wesen.
Auch die Liebesbeziehungen konnten mich überhaupt nicht überzeugen, die Charaktere kannten sich kaum und waren trotzdem direkt besitzergreifend, Chemie hatten meiner Meinung nach beide Pärchen nicht.
Profile Image for Sina.
82 reviews1 follower
April 26, 2022
2.5-3 Sterne

Die ersten 180 Seiten musste ich mich ein wenig durchquälen und hätte das Buch eigentlich gerne aufgegeben. Dann kam ein Plottwist, der zuerst sehr verwirrend ist, aber leider auf eine negative und frustrierende Art und Weise. Als sich die Verwirrung nach und nach auflöst,wird die Geschichte besser und spannender. Die letzten paar Seiten hätte man für meinen Geschmack gerne etwas kürzer fassen können.

Zudem hat mich gestört, dass es einige Rechtschreibfehler gab und teilweise Wörter vergessen wurden oder zu viel waren.
Profile Image for Somaya.
54 reviews
August 28, 2018
Ich konnte diesem Buch leider nicht viel abgewinnen und habe es nach ca 200 Seiten abgebrochen. Keinen der Charaktere mochte ich wirklich gerne. Ivy und Madison waren für mich beide ziemlich herrische Mädchen mit verrückten Besitzansprüchen. Jay eher ein ziemlich willenloses Blatt im Wind das zwischen den beiden hin und her getrieben wird. Ehrlich gesagt fand ich die Zeit bis der Leser richtig in die Geschichte hinein findet und irgendwelche Erklärungen bekommt dauerte auch viel zu lange.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Pia.
105 reviews22 followers
August 24, 2011
Mit meinen eigenen Worten:
Als Jay für ein Auslandsjahr nach Amerika geht, lernt er die mysteriöse Madison kennen und verliebt sich sofort in sie. Bald stellt sich aber heraus, dass jemand hinter ihm her ist - Der Wendigo. Der junge Schüler weiß nicht mehr, was er tun soll - bis Ivy kommt, und ihn retten will...

Das Urteil:
Ich sage im Vorhinein schon mal, dass niemand, der das Buch lesen will bzw. es noch nicht hat, diese Rezension lesen sollte. Zweilicht war für mich sehr verwirrend und leider kann ich deswegen auch keine Rezension schreiben, die Spoiler frei ist. Ich würde aber definitiv sagen, dass ich ziemlich enttäuscht war. Das Buch ist definitiv nicht zu empfehlen.

Habe ich zum Beispiel Nina Blazons Schreibstil in ihrem Meisterwerk Ascheherz geliebt, fand ich ihn hier komisch und ziemlich langatmig. Genau wie in ihren anderen Romanen, die ich bisher gelesen habe, schreibt sie mit einer gewissen Poesie.
In Zweilicht kommt das ganze mir leider etwas anders vor. Ich kann nicht genau sagen wieso (das liegt wahrscheinlich auch an meinem Befinden) aber ich hatte dauernd das Gefühl, dass Blazon nur hier und da mal richtig schön beschreibt und einige Stellen, die so eine poetische Beschreibung vielleicht gebraucht hätten, unbewusst oder bewusst ausgelassen hat. Ich hatte einfach dauernd den Satz im Kopf: "Da fehlt doch was."
Wie ich schon oben schrieb: Das Buch kann man wahrscheinlich gut in einem Wort zusammenfassen - verwirrend.

Fange ich mal mit den Perspektiven an. Am Anfang erzählt Nina Blazon aus der Sicht einer Charakterin namens Mo und auch noch aus dem eigentlichen Protagonisten, Jay. Als ein Mädchen namens Madison in Jays Leben auftaucht, dachte ich nie an sie (später stellt sich heraus, dass Madison Mo ist und die Böse verkörpert).
Ich habe Mo immer für Ivy gehalten. Ivy ist sozusagen die Person, die Jay retten will. Ich kann es immernoch nicht verstehen, wieso Blazon Mo zu der Bösen gemacht hat. Als Leser konnte ich das nicht verstehen, da, immer wenn in ihrer Perspektive geredet wird, definitiv feststeht, dass sie ihm nichts böses will. Madison und ihre Kumpanen sollen Jay ja später für den Wendigo finden. Wieso Mo so ein riesen Interesse an dem Jungen hat, war mir auch fraglich. Ein Grund wäre hier auch sehr willkommen gewesen.

Im Ganzen fehlte mir in diesem Roman einfach der Hintergrund. Wieso jagt der Wendigo Jay überhaupt? Es wird nie erzählt, wieso, jedenfalls nicht genau. Aber so wie seine Diener hinter dem Jungen her sind, kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass das "einfach nur so" ist.
Mir kam es etwas schleierhaft vor, dass Jay nie wirklich Fragen gestellt hat. Wenn ich als Leser sozusagen übermittelt bekommen hätte, dass er das ganze Zeug schon durch seinen Vater, der anscheinend auch in solche "Kreise" geritten ist, bevor er starb, wäre das für mich okay gewesen. Aber noch nicht mal das. Jay macht alles einfach fröhlich mit, fragt nie, wer Ivy ist, was für ein Wesen sie ist und nein, er muss natürlich auch nicht wissen was bzw. wer Madison ist. Garkeine Frage.

Dazu kommt auch noch, dass mir die ganze Handlung einfach schleierhaft war. Ich bin ganz ehrlich, ich habe mich dauernd gefragt, was das jetzt denn alles soll. Für nichts werden klare Gründe aufgezählt, es kommt mir als Leser immer so vor, als wäre alles "einfach nur" so (übrigens habe ich das ganze Ende nicht verstanden).

Auch wenn Madison eine Art Zauber auf Jay wirkte, ging es mir in dem Buch eindeutig zu schnell. Er kennt das Mädchen vielleicht drei, vier Tage und nennt sie sofort seine Freundin. Küssen tun sich die beiden natürlich auch sofort, was für mich überhaupt nicht zu Madisons Verhalten passt. Ich fand es auch etwas fadenscheinig, dass Madisons Freunde anscheinend "über Nacht" von den Freunden von Mo in Besitz gegriffen wurden. Komisch.

Mein Fazit: Leider hat mich Nina Blazons neuster Zweilicht sehr enttäuscht. Kein wirklicher Hintergrund und keine Gründe für die Handlungen der Charaktere, keine Spannung, es fehlt so ziemlich alles, was ich in einem guten Roman erwarten würde. Eins kann man dem Buch aber wirklich nachsagen - und zwar, wie ich sagte, Verwirrung. Auch wenn es mir im Herzen wehtut, kann ich dem Buch mit dem besten Willen nur 0,5 Sterne geben.
Profile Image for selfie.
207 reviews
June 5, 2012
Ein weiteres Werk welches ich von Nina Blazon lesen durfte. Wie auch in Totenbraut fand ich auch bei Zweilicht die Geschichte und die Ideen recht interessant, nur mangelt es an der Umsetzung. Der Anfang war mir zu lang gezogen, in der Mitte des Buches war es recht unterhaltsam und am Ende war mir alles zu wischi waschi. Leider konnte mich auch das zweite Buch welches ich von der Autorin gelesen habe nicht überzeugen. In Zukunft werde ich die Finger von Nina Blazon's Werke lassen.

Die Geschichte um Jay, Ivy und Madison ist keine gewöhnliche. Das Thema was Fr. Blazon behandelt habe ich bis dato noch in keinem anderen Roman wahrgenommen. Von zwei Parallelwelten bzw. Träume als Hauptthema zu machen war gut gewählt. Die Welt wie sie beschrieben wurde, konnte ich mir gut vorstellen und interessant war sie auch. Dann die verschiedenen Kreaturen wie Wendigo und die Mondmädchen, hat alles super zusammen harmoniert, genauso der Kampf der beiden Seiten um Jay. Es hat aufjedenfall zum weiterlesen animiert. Jedoch fand ich es am Ende nicht mehr so fesselnd wie zu Anfang bzw. in der Mitte. Das Ende kam mir zu überladen und etwas "unsinnig" vor, ein anderes Ende hätte ich mir also gewünscht (im Bezug auf Wendigo). Der Ideenreichtum von Nina Blazon ist wirklich erstaunlich, nur meiner Meinung nach mangelt es ihr einfach an der Umsetzung, weshalb sie für mich keine gute Autorin ist.

Die Charaktere erweckt sie zum Leben. Jay, Columbus, Ivy sowie die andere Seite der Medaille Madison, Night und Ben etc. wirken sehr authentisch. Man könnte meinen das sie wirklich irgendwo in einer fernen Zukunft existieren, die Fantasie mit den Menschengestalten und Tiergestalten haben gut zu den Figuren gepasst und waren eine willkommene Erfrischung. Was auch positiv ist, ist die Tatsache das Jay der Hauptprotagonist ist, endlich mal keine weinerliche Mary Sue die einem nach wenigen Seiten schon auf den Keks geht. An den Figuren habe ich also wirklich nichts auszusetzen, es gibt genügend Facetten in jeder Figur und die verschiedenen Typen dieser, machen Lust auf mehr.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und ewig lang dahingezogene Passagen kann man der Autorin nicht vorwerfen. Für mich ist es kein besonderer Stil, aber auch nicht schlecht wie von manch anderen Autoren. Was ich aber aufjedenfall loben muss ist die Covergestaltung von Zweilicht. Das Model plus das Make-Up und dann der tolle Hintergrund und die wunderschöne Schrift verzaubern einen. Wer hierfür verantwortlich ist, bekommt von mir Lob und Anerkennung (ist euch aufgefallen das auf jedem Cover von Nina Blazon die gleiche Schriftart zu sehen ist?). Würde der Inhalt genau so toll wie das Cover sein, wäre es perfekt. Aber das kommt nicht all zu oft vor, leider...

Zum Schluss möchte ich noch mitteilen, dass Zweilicht kein schlechtes Buch ist. Ich hatte meinen Spaß damit, das Setting sowie die Figuren machen Lust auf mehr und wenn man Zeit zum lesen findet, dann beschäftigt man sich auch gerne mit dem New York in der Zukunft und seinen ungewöhnlichen Kreaturen. Leider konnte das Buch mich aber nicht vollends überzeugen, wäre das Niveau gleich geblieben oder hätte sich gegen Ende hin gesteigert wäre es eine tolle Leseerfahrung gewesen. Jedoch kann das Niveau nicht gehalten werden und somit kann ich nur eine mittelmäßige Bewertung abgeben. Da mich Totenbraut nicht überzeugt hat, wollte ich mit Zweilicht einen weiteren Versuch wagen, und eines ist mir dabei klar geworden: Die anderen Werke von Mrs. Blazon können dort bleiben wo sie sind.
Profile Image for Ivonne.
Author 1 book111 followers
September 5, 2011
Nachdem ich das Buch allerdings beendet habe, muss ich sagen, dass es mir nicht sonderlich gut gefallen hat. Zweilicht ist der erste Roman von Nina Blazon, den ich gelesen habe und leider muss ich sagen, dass der Anfang ihrer Geschichte für mich persönlich sehr schleppend und langatmig war. Es hat sich ohne Ende gezogen, bereits von Beginn und aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen konnte ich mich einfach nicht richtig in die Geschichte hinein finden. Nicht einmal die Tatsache, dass New York ein wichtiger Teil der Geschichte ist, konnte mich davon überzeugen; was womöglich daran lag, dass New York eigentlich bloß oberflächlich beschrieben wird. Es kommen nur die Orte drin vor, die wirklich jeder kennt, sei es aus dem Fernsehen oder sonst woher. Sie werden weder richtig beschrieben, noch bekommt man ein richtiges Gefühl für diese Stadt, was ich sehr sehr schade finde. Mir kam es so vor, als wäre die Autorin noch nie in New York gewesen und hätte bloß hier und da mal ein wenig recherchiert, wo genau was steht, wie die Namen der Gebäude sind und welche Geschichten sich dahinter verbergen. Aber New York ist so viel mehr als das ... und das hat mir sehr sehr gefehlt.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich angenehm zu lesen, allerdings muss ich sagen, dass mich die vielen Tippfehler in dem Buch sehr gestört haben. So oft waren irgendwelche Buchstaben zu viel, zu wenig oder Wörter vertauscht ... irgendwann hat es nur noch genervt. Hinzu kommt, dass auch einige andere Fehler im Buch versteckt sind; unter anderem bereits auf den ersten Seiten des Buches. Und zwar schreibt die Autorin da: "Er warf einen Blick auf die Uhr über der Tür. Kurz nach zehn. In Berlin war es jetzt also vier Uhr morgens." Jay befindet sich zu dieser Zeit mit Madison und allen anderen in der Schule, von daher macht diese Zeitangabe überhaupt keinen Sinn. Deutschland ist New York 6 Stunden voraus, das heißt wenn es in New York gerade 10 Uhr morgens ist, sind es in Deutschland 4 Uhr nachmittags.

Auch wenn der Anfang bereits sehr langatmig war, wurde es zum Ende hin sogar noch verwirrend. Nicht nur die Tatsache, dass die Autorin mit so vielen Namen jongliert, dass man hinterher gar nicht mehr weiß, wer wer ist und wo wer hingehört sondern auch die vielen sich überschlagenden Wendungen der Geschichte, ganz besonders gegen Ende des Buches.

Was mir jedoch sehr gut gefallen hat, war die Umsetzung der Charaktere. Jay ist jemand, von dem man sich ein wirkliches Bild machen kann. Auch war es interessant, dass der Hauptprotagonist diesmal männlich war. Ich konnte mich gleich mit ihm und seiner Art anfreunden. Die Autorin hat jedoch nicht nur Jay richtig Leben eingehaucht, sondern auch Ivy und allen anderen Figuren in dieser Geschichte. Sie sind alle auf ihre eigene Art und Weise interessant, was das Lesen um einiges angenehmer gemacht hat.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich von dem Buch mehr erwartet hatte. Anfangs ist das Buch sehr realitätsbezogen mit einem Hauch von Fantasy doch irgendwann wird es in meinen Augen einfach zu verwirrend. Ich musste mich an manchen Stellen regelrecht zwingen, die Seiten nicht bloß zu überliegen. Für mich war dieses Buch leider kein Highlight.
Profile Image for Kerstin Stutzke.
403 reviews12 followers
May 22, 2016
Der 17-jährige Jay wird ein Jahr als Austauschschüler in seiner Traumstadt New York verbringen. Hier lebt er bei seinem Onkel und Cousin und will eigentlich nur eines - dieses Jahr voll und ganz genießen. Warum auch nicht, immerhin ist er jung und ungebunden. Auf seiner neuen Schule fällt ihm sofort Schülerin Madison auf, die ihm auf den ersten Blick gefällt. Jay ist klar, dass es nicht einfach wird, das Herz der Begehrten zu erobern, doch Aufgeben ist keine Option für ihn.


Doch etwas Merkwürdiges geschieht. Immer wieder trifft er auf ein anderes Mädchen, dass sich Ivy nennt, ja schlimmer noch, augenscheinlich kann nur er sie sehen. Verliert er langsam den Verstand? Erstaunlich ist jedoch, je öfter ihm Ivy begegnet, desto zugänglicher erscheint ihm Madison zu sein. Irgendwas läuft da nicht ganz richtig, doch wer ist er, dass er sich beschweren würde, dass anscheinend zwei gutaussehende Mädchen was von ihm wollen?


Erstaunt muss Jay immer wieder feststellen, dass ihm Ivy meist dann begegnet, wenn er nicht allein ist. Warum nicht? Wäre es nicht einfacher Kontakt mit ihm aufzunehmen, wenn niemand in der Nähe ist? Was Jay jedoch nicht weiß - Ivy erscheint ihm meistens, wenn er in Gefahr schwebt und rettet ihm dadurch das Leben. Bei einer dieser Begegnungen schließt er sich Ivy an und muss mit Erschrecken feststellen, dass alles, was er bisher kannte, anscheinend eine Illusion gewesen ist. Tatsächlich befindet er sich in einer völlig anderen Welt, die mit der gewohnten sehr wenig zu tun hat und auch hier ist sein Leben in Gefahr ...



Was ist die Wirklichkeit? Der Plot wurde mystisch und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut am Plot hat mir gefallen, wie sich nach und nach die Erscheinungen Jays im Bezug auf Ivy erklärten und so die jeweiligen Situationen in einem völlig anderen Licht beschienen wurden, als es ursprünglich den Anschein hatte. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Besonders beeindruckt hat mich die Figur der Ivy, die sich in große Gefahr begeben hat, um Jay immer wieder aus ihm unbewussten Notsituationen zu retten und es dennoch schaffte, über diese kurzen "Treffen" eine Art Beziehung mit ihm aufzubauen. Den Schreibstil kann ich nur als sehr bildhaft beschreiben, ich hatte das Gefühl, direkt vor Ort dabei zu sein. Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.
Profile Image for Michaela.
114 reviews15 followers
January 13, 2015
Es tut mir leid, aber ich kann all die guten Kritken für das Buch nicht nachvollziehen.

Ich wollte endlich mal wieder ein deutsches Buch lesen und hatte viel Gutes gehört, also warum nicht dieses Buch. Am liebsten hätte ich es bereits nach 30 Seiten wegelegt.

Ich tue mir schwer, wenn deutsche Bücher in Amerika spielen und sich dann nicht ganz für englische oder deutsche Begriffe entscheiden können. Wenn ich in einem deutschen Text ständig das Wort Freshmen höre, dann irritiert das jedes Mal von Neuem. Deshalb lese ich Bücher in der Originalversion.


Aber abgesehen davon, ich konnte mich mit keinem der Charaktere wirklich identifizieren. Oder ihre Beziehungen zueinander. Jay war mir zu flach, ständig hat er alles wiederholt, seine Begeisterung für seine Angebetete, die Probleme mit seiner Mutter und die Sache mit seinem Vater.
Was mir gut gefallen hat war das Rätsel um Ivys Identität, aber die Geheimniskrämerei wurde mir auch irgendwann zu viel.

Nach der ganzen Geheimniskrämerei hat mich die Auflösung ganz am Ende doch etwas enttäuscht. Deus ex machina kam mir da in den Sinn.

Also ich habe mich eigentlich die Ganze Zeit geärgert, während des Lesens und auch nach dem Beenden des Buches.
Profile Image for Kati.
105 reviews6 followers
November 9, 2011
Nach einem Streit mit seiner Mutter zieht Jay nach New York. Dort in der Großstadt wird er bei seinem Onkel Matt und dessen Sohn Aidan leben. Alles deutet auf einen gemütlichen Teenager-Roman hin, der sich um Highschool und die große Liebe dreht. Doch Nina Blazon wäre wohl nicht sie selbt, wenn sie nicht einige Überraschungen für den Leser bereithalten würde.

In dem gewohnt angenehmen Schreibstil zaubert die Autorin perfekte Wendungen, die der Geschichte die richtige Würze geben. Ich mag es sehr, mich von Worten treiben zu lassen, zu spekulieren und nicht zu wissen, wo ich letztendlich lande. "Zweilicht" ist hierfür perfekt. Wie auch schon in ihren anderen Romanen bringt Nina Blazon völlig neue Ideen zwischen die Buchdeckel. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, überzeugen durch Details und sind seltsam hinterhältig.

Nicht ohne Grund mag ich hier keine Inhalte beschreiben. Diesen Roman sollte man genießen ohne den Klappentext zu lesen. So bleibt die Spannung erhalten.
Profile Image for Twig.
329 reviews8 followers
October 20, 2014
Das dritte Werk Blazons was ich nun gelesen habe. Es konnte mich leider nicht ganz so begeistern wie Faunblut oder Ascheherz. Bei dieser Geschichte viel es mir wesentlich schwerer in ihre Welt hinein zu tauchen. Es gab zu beginn diverse Momente der Verwirrung. Die Charaktere sind wie immer sehr liebevoll gestaltet hatten aber für mich auch diesmal nicht die gewisse tiefe die Blazon Charaktere sonst oft haben. Die verschiedenen Ebenen oder Welten in der die Geschichte spielt waren interessant dargestellt aber nicht deutlich genug erläutert. Es hätte der Geschichte gut getan noch etwas ausgeweitet zu werden. Für mich war das Buch unvollständig.
Daher nur gut gemeinte 3 Sterne.
Profile Image for Vee.
125 reviews42 followers
August 22, 2015
3,5 Sterne.

Ich muss gestehen, dass ich Mo, Ivy und Jay nicht gerade sehr sympathisch fand, aber dennoch hat es Nina Blazon mit ihrer Idee geschafft mich zu halten. Leider habe ich das Gefühl, dass ich bei dem Hörbuch einige Details nicht richtig mitbekommen habe. Ob es nun daran lag, dass ich bei einem Hörbuch nicht immer ganz so konzentriert bin oder daran, dass es eine gekürzte Lesung war kann ich nicht genau sagen. Allerdings werde ich die Geschichte nicht als Buch nachlesen. (Am Anfang hatte ich das noch vor.)
Profile Image for Sabrine.
58 reviews2 followers
February 13, 2016
Meine erste deutsche Rezension weil ich ja sonst immer nur englische Autoren lese ;)
Ich habe vor langer Zeit angefangen Bücher von Nina Blazon gelesen und irgendwann die Lust an ihrem Schreibstil verloren :(
Jedenfalls bin ich froh das ich endlich wieder etwas von ihr gelesen habe und Zweilicht war ein wirklich gutes Buch. Mich persönlich hat nur das komische und definitiv überraschende Ende gestört. Die letzten 50 bis 100 Seiten hatte ich keine Ahnung was passierte. Trotzdem war es eine schöne interessante Geschichte mit einer etwas anderen Story .
Dafür 4/5 Sterne ;)
915 reviews10 followers
July 5, 2020
Die Bücher der Autorin mochte ich bisher immer schon sehr gerne. Sie versteht es die Leser in ihren Bann zu ziehen und eine tolle Geschichte zu schreiben.

Zweilicht wird aus zwei Sichtweisen erzählt, wobei der liebe Jay überwiegt. Er ist der Hauptprotagonist, welcher so einiges einzustecken hat. Er wirkt manches Mal etwas arrogant und überheblich. Doch relativ schnell merkt man auch, dass das in gewisser Weise ein Selbstschutz ist. Seine Vergangenheit birgt nicht nur positive Seiten, sodass es nicht immer einfach für ihn ist.

Neben ihm gibt es noch einige weitere Charaktere. Nicht alle kann man greifen, aber die wichtigsten wie Ivy und Madison, welche beide bewusst und unbewusst ihren Charme spielen lassen kann man sich sehr schön vorstellen. Auch weitere interessante Persönlichkeiten hat die Autorin mit ins Spiel gebracht, welche die Geschichte mit einer gewissen Würze versehen.

Zu Beginn des Buches muss ich sagen, war ich etwas irritiert und verwirrt. Ich konnte alles noch nicht wirklich zusammenfügen und war erst mal mehr als durcheinander und musste mich durchbeißen. Nachdem wir aber etwas unter dem ersten Drittel angekommen waren wurde es etwas durchsichtiger. Man erhielt mehr Informationen und konnte sich ein Grundgerüst bauen, um die Verstrickungen verstehen zu können.

Insgesamt hat mir dieses Buch gut gefallen. Die Autorin überzeugt mit starken Charakteren, einer faszinierenden und überraschenden Welt sowie mit vielen unvorhersehbaren Wendungen, die mich mehr als einmal haben interessiert auflachen lassen. Sie hat sich doch so das ein oder andere einfallen lassen und ich bin doch mehr als einmal in die Falle getappt ;)

Mein Gesamtfazit:

Mit „Zweilicht“ hat Nina Blazon einen schönen, gefühlvollen und überraschenden Einzelband geschrieben. Auch wenn eine kleine Dreiecksbeziehung angedeutet wird, ist es schön umgesetzt ohne zu stressen. Sie hat die Geschichte spannend, überraschend und interessant umgesetzt. Es lohnt sich tatsächlich mal einen Blick länger reinzuwerfen.
Profile Image for Bücherfresserin.
342 reviews90 followers
August 4, 2011
"Gewöhnungsbedürftiger Genremischmasch"

Inhalt:
Jay ist gerade erst zu seinem Onkel nach New York gezogen und schon verliebt er sich in der Schule in die zurückhaltende Madision, die plötzlich an ihm Interesse zu haben scheint. Langsam aber sicher findet er Halt in der Fremde, da er eigentlich aus Deutschland stammt. Doch immer wieder holen ihn die Erinnerungen an seinen verstorbenen Vater ein, den er kaum zu Gesicht bekommen hat. Gerade als es scheint, dass sein Leben in New York endlich richtig verläuft, beginnt er dieses merkwürdige Mädchen, Ivy, zusehen, die ihn immer wieder dazu drängt die Augen aufzumachen und die Wirklichkeit zu realisieren. Auch wenn Jay Ivy zu Beginn für eine Verrückte hält, spürt er unaufhaltsam, dass etwas nicht stimmen kann. Plötzlich bröckelt Jays Welt und er ist völlig unsicher, ob es nicht besser gewesen wäre die Augen geschlossen zuhalten, denn in der anderen Welt lauern lauter merkwürdiger Gefahren …


Meinung:
Lange habe ich schon den neuen Roman “Zweilicht” von Nina Blazon erwartet und ich muss sagen, dass ich überrascht bin, dummerweise positiv wie auch negativ.
Bei “Zweilicht” handelt es sich um einen Jugendroman, der dieses Mal eine Mischung aus Fantasy- wie auch Dystopieelementen ist, wozu sich eine Liebesgeschichte gesellt.

Die Hauptrolle spielt hier Jay, also ein Junge, aus dessen Perspektive der Roman auch weites gehend erzählt wird. Dazwischen wechseln sich ab und an die Perspektiven von den beiden Mädchen, Madision und Ivy ab, sodass man auch aus ihren Augen die Geschichte mit verfolgen kann, was wirklich wichtig ist, um dem Plot überhaupt irgendwie folgen zu können.

Bei der Geschichte geht es um Jay, der aus Deutschland zu seinem Onkel nach New York gezogen ist. Sein amerikanischer Vater ist tot, dennoch will Jay von Zuhause weg und sucht in New York Zuflucht und ein neues Leben. In seiner neuen High School lernt er Madision kennen und verliebt sich irgendwie prompt in sie. Zum ersten Mal fühlt er sich richtig angekommen und beginnt langsam, aber stetig sein neues Leben zu genießen. Dies wehrt aber nicht lange an, denn Jay sieht immer öfters ein seltsames Mädchen, dass sich Ivy nennt und ihn zu verfolgen scheint. Komischerweise scheint nur er das Mädchen wahrzunehmen, sodass er sich schnell fürchtet, verrückt zu werden. Allerdings beschwichtigt ihn das Mädchen immer wieder aufzuwachen, ihr zu folgen und als Jay es notgedrungen tut, weil er merkt, dass etwas nicht stimmen kann, gerät er in eine völlig neue Welt.
An dieser Stelle möchte ich nun auch nicht zu viel verraten, aber mich hat das ganze unglaublich an Matrix erinnert, denn es gibt eine zerstörte Welt, in der es Menschen gibt, die in einen endlosen Schlaf gefallen sind. Jay ist einer von ihnen und öffnet dank Ivy wieder die Augen. Er nimmt zum ersten Mal das richtige, verkommene und zerstörte New York und seine neuen Gefahren wahr, denn über all ist Magie im Spiel und Madision schien nie die zu sein, für die Jay sie gehalten hatte …

Dieser ziemlich heftige Sprung im Plot wird zu Beginn und im Laufe der Geschichte schon durch die anderen Perspektiven angedeutet, aber dennoch war es einfach nur komisch beim Lesen. Die Handlungen überlappen sich förmlich und plötzlich passiert dies und zwei Seiten weiter dies. Dazu kommt ein alles überschattender Feind, Wendigo, der so seltsam in der realen Welt scheint, dass ich es schon wieder zu dick aufgetragen fand.

Im Grunde mischt sich in “Zweilicht” vieles und ich hatte nie den “Ach, das kenne ich aus dem Buch” Effekt, aber das lag ganz einfach auch nur daran, dass der ganze Plot sehr skurril ist. Immer wieder musste ich an Matrix mit Keanu Reaves denken, nur dass dieser Plot hier abgewandelt und mit einer Menge Fantasie aufgeputscht wurde. Dazu kommen nämlich auch unbekanntere Fantasywesen wie die Kitsune oder andere Tiergestalten und Mythologien, da Ivy beispielsweise weiß wie man die Magie abwehren kann.

Der Dystopie Effekt ging durch die ganze Ladung Fantasy völlig unter und klang auch immer wieder äußert dick aufgetragen, als wenn man unbedingt dem momentanen Trend folgen müsste. Die Erklärungen dazu waren in Ordnung, aber dennoch irgendwie wirr und ich hätte mir ruhig etwas schlichteres gewünscht und dafür mehr ausgearbeitet Charaktere, denn natürlich erhalten diese, wie Jay, bei Nina Blazon einen schönen Tiefgang, aber dennoch nicht in dem Maße, wie ich es aus “Faunblut” oder “Ascheherz” gewohnt bin.

Es geht einfach viel zu viel darum, dass Jay wach bleibt, in seiner Realität. Obwohl er dies am Ende auch ist, kann er als Schläfer dann doch noch die Geister von New York sehen, da er ja immerhin ein Schläfer war, was mir auch einfach nur noch zu viel wurde.

Das Ende hat mich dann auch nicht von sich überzeugend können, denn obwohl der, zuvor unbesiegbare Todfeind, auftaucht, läuft die Geschichte recht reibungslos ab, denn Jay ist natürlich der Held, für den er sich nie gehalten hat. Das hat mich wirklich gestört, da hätte man das böse Etwas auch anders darstellen können. Auch wenn der Rest sicherlich lesenswert war und mir der Rest bis zur letzten Seite gefallen hat, war das ganze in sich nicht stimmig sondern zu viel.

Der Schreibstil ist wie ich es von Nina Blazon gewöhnt bin gut, flüssig, bildlich und irgendwie auch romantisch. Genau dieser Schreibstil hat über diesen merkwürdigen Plot hinweggeholfen und das Buch gleichzeitig wieder aufgebessert, denn mir hat “Zweilicht” eigentlich nur wegen der schönen Sprache Spaß gemacht zu lesen.

Das Cover ist hübsch, das Mädchen darauf passt zu der Geschichte, ebenso wie der Efeu. Schön finde ich hier auch die goldene Prägung der Titelschrift “Zweilicht”. Außerdem gefällt es mir immer wieder, dass die Romane von Nina Blazon bei cbt immer wieder in der gleichen Schriftart gedruckt werden und so eine unmittelbare Verbindung entsteht, sehr gutes Corporate Design an dieser Stelle ;-)

Fazit:
“Zweilicht” ist aus meiner Sicht ein schwieriger Roman, der seine Fans haben wird, aber für manche auch einfach nur enttäuschend sein mag. Das liegt ausschließlich an dem skurrilen Plot, der etwas verwirrend wirkt und irgendwie von dem einem Thema zum nächsten springt. Dazu scheint das ganze einfach zu viel, zu dick aufgetragen zu sein. Letztendlich haben mir die Vorgänger von Nina Blazon besser gefallen, nur der Schreibstil hat “Zweilicht” wieder aufgewertet.

Nina Blazon Fans werden sicherlich dennoch nicht die Finger von dem Roman lassen können!
24 reviews
January 21, 2018
Dieses Buch gefiel mir leider überhaupt nicht.
Ich hatte vergangenes Jahr "Faunblut" innerhalb eines Tages verschlungen, aber dieses Buch war ein Reinfall. Die Wendung war meiner Meinung nach überhaupt nicht logisch und führte die Geschichte in eine Richtung die mir leider nicht gefiel. Ebenso falsch am Platz waren die ständigen Filmvergleiche welche überhaupt keinen Sinn für die Geschichte machten und auch die Charaktere waren nicht wirklich gelungen. Sie fielen viel zu flach aus und ihr Schicksal waren mir vollkommen egal. Dennoch freue ich mich auf die anderen Bücher von Nina Blazon, die bestimmt wieder mehr nach meinem Geschmack sein werden.
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77 reviews
January 14, 2024
Okay erstmal ein paar Dinge die ich nicht mag: Das Buch selbst ist super hässlich und zu breit und groß. Die Kapitel sind etwas zu lang aber es geht, weil die Story cool ist. Den Anglizismus hätten sie sich aber sparen können, und manchmal war es etwas zu self-aware.
Dinge die ich mochte: Das Innendesign des Buches ist cool, die Story ist echt solide, zwar etwas sehr verwirrend manchmal aber trotzdem cool, hab ich gerne gelesen.
52 reviews3 followers
November 27, 2018
Ich hatte mal wieder Lust auf ein Fantasy Buch, also griff ich nach Zweilicht.
Die Geschichte an sich war auch ganz gut, aber irgendwie konnte sie mich nicht so richtig in den Bann ziehen, deswegen habe ich recht lange an dem eigentlich recht dünnen Buch gelesen. Es war irgendwie nicht so spannend, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber die Grundidee fand ich gut. 😊
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335 reviews26 followers
March 7, 2013
„Columbus sagte mir, wir seien schuld daran, dass unsere Welt unterging.“ „Es geht nicht um Schuld, Jay“, sagte Ivy leichthin. „Ihr hattet einfach vergessen, dass es die magischen Wesen immer noch gab, für euch existierten sie nicht länger. Aber ein Feind, den man verleugnet oder nicht beachtet, kann im Verborgenen immer stärker werden.“
[S. 265]

Inhalt:
Jay verbringt ein Jahr in Amerika, bei seinem Onkel Matt. Doch seine Reise ist mehr als nur ein Austauschprojekt. Jay ist auf der Flucht, vor seiner Vergangenheit, vor seiner Heimat Berlin und der Trauer um seinen Vater. Er will ein neues Leben starten und das Land kennenlernen, in welchem sein Vater lebte und schließlich auch starb.
Alles läuft bestens, denn Jay findet schnell Anschluss und lernt Madison kennen, mit den wunderschönen, blauen Augen. Schnell kann er ihr Herz für sich gewinnen... Doch irgendetwas stimmt nicht. Spätestens als Ivy, ein junges, geheimnisvolles Mädchen, in das Leben von Jay platzt, bekommt auf einmal alles bitteren Nachgeschmack. Denn niemand außer ihm scheint Ivy zu sehen. Und Madison und sein Onkel Matt, scheinen ein schreckliches, zweites Gesicht zu verbergen.

Als Jay endlich einen klaren Blick erlangt, steckt er schon mitten in einem gefährlichen Abenteuer...

Idee/ Umsetzung:
Nina Blazon bildet den Inbegriff von Fantasie und Ideenreichtum. Mit viel Gefühl und Liebe zum Detail erweckt sie Buchkulissen zum Leben und überzeugt durch eigene und neue Ideen. Auch „Zweilicht“, spiegelt den Ideencharakter der Autorin wieder. Eine neue, erfrischende, aufregende und fantasiereiche Idee, nehmen den Leser an die Hand und entführen ihn in eine Buchwelt der anderen Art. Das Schöne, an dieser Geschichte, ist aber nicht nur die Idee, sondern auch eine ewisse Irreführung und Verwirrung. Denn der Leser wird, nicht nur einmal, bitter an der Nase herumgeführt. Aber nachdem mir versichert wurde, dass dies für das Buch ganz normal und notwendig ist, kann ich am Ende wirklich nur zustimmend nicken. Man muss sich mit der Hauptperson im Labyrinth verirren, denn nur so entfaltet das Werk seine volle Magie. Zwar muss ich gestehen, dass die ersten 150 Seiten mich nicht ganz überzeugen konnten, aber schon ganze 50 Seiten später zog mich der plötzliche und rasante Spannungsbogen augenblicklich in seinen Bann.

Schreibstil:
Nina Blazon ist aus meiner Sicht, die deutsche Meisterin der Fantasie. Denn nicht nur ihre Ideen saugen die Leser förmlich auf, sondern auch ihr bildhafter und sehr magischer Schreibstil. Unglaublich real, baut die Autorin ihre Buchwelt auf und erschafft so eine Kulisse, in welcher man sich nicht nur wiederfindet, sondern auch lebt - man wird zum Teil der Geschichte. Die Leser so sehr zwischen die Buchstaben einzuweben, schafft nicht jeder und gerade deshalb versinke ich immer sehr gerne in ihren Geschichten. Auch „Zweilicht“, bildet hier keine Ausnahme.

Charaktere:
Die Figuren waren für mich zuerst ein großer Kritikpunkt. Denn gerade auf den ersten 150 Seiten die mich, wie schon erwähnt, nicht wirklich fesseln konnten, waren auch die Charakter für mich ein schwarzes Tuch. Keiner vermochte mich so wirklich zu überzeugen oder bot eine Fläche der Identifikation. Ich glaube, dass dies auch an der Grundverwirrung lag, die mich bis weit über die Hälfte des Buches verfolgte – konnte man doch so gar nicht einschätzen, wer sich denn nun wirklich hinter der Figur verbarg. Aber je mehr ich die Handlung erfasste und auch jene Geschichte die Nina Blazon, hier erzählte, wuchsen mir auch die Buchfiguren ans Herz.

Cover/ Innengestaltung:
Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut, denn es ist genauso fantasievoll wie die Geschichte zwischen den Buchdeckeln. Aber betrachtet man den tatsächlichen Inhalt, kann es mich nicht zu 100% überzeugen. Denn das Mädchen finde ich nicht sehr passend. Ich glaube, dass es Ivy darstellen soll. Passend ist der Efeu, denn dieser Aspekt wird aufgegriffen und erklärt. Aber das Make Up finde ich nicht gelungen. Ich habe mir Ivy irgendwie natürlicher und nicht so übertrieben vorgestellt. Doch dies ist nur ein kleiner Kritikpunkt, denn eigentlich mag ich das Cover im Groben und Ganzen.
Die Innengestaltung ist einfach aber passend. Insgesamt gliedert sich die Geschichte um Jay, Ivy und Madison in fünf Teile. Jeder dieser Teile, wie auch die einzelnen Kapitel, werden durch Überschriften eingeleitet, welche den gleichen Schriftzug aufweisen, der auch auf dem Cover verwendet wurde.

Fazit:
Du stehst auf Geheimnisse, das ganz große Abenteuer und ein Labyrinth voller Fantasie und Magie? Dann bist du zwischen den Seiten und Buchstaben von Zweilicht, sehr gut aufgehoben. Lass dich von Nina Blazon an die Hand nehmen und in diese geheimnisvolle Geschichte entführen. Denn nicht nur der Schreibstil, sondern auch Idee und Umsetzung sind wahrlich vielversprechend. Kurz und knapp: Ein Buch zum verstecken und eintauchen und damit genau das Richtige für graue, regnerische oder auch verschneite Tage, an welchen man der Wirklichkeit entfliehen will. Zweilicht macht es möglich!

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415 reviews79 followers
June 14, 2011
(4,5)

Der 17-jährige Jay ist endlich in New York, der Heimatstadt seines Vaters, der vor kurzem verstarb. Hier möchte er sein Auslandsjahr und wenn möglich noch mehr Zeit verbringen, lebt bei seinem Onkel Matt und dessen Sohn Aidan und verliebt sich in seine Mitschülerin Madison. Während er von seiner Mutter in Deutschland Abstand nimmt, lebt er sich so langsam ein und genießt die Zeit. Doch bald taucht noch ein anderes Mädchen auf, das nur er zu sehen scheint. Sie warnt ihn vor Madison und scheint ihre eigenen Ziele zu verfolgen – zu denen Jay zweifelsohne gehört. Ehe er sich’s versieht, steckt er mitten zwischen den Welten und der folgenschweren Entscheidung, zu wem er steht, und auch wem sein Herz gehört. Derweil läuft ihm die Zeit davon, denn der blaue Dämon mit dem Herz aus Eis, vor dem ihn sein verrückt geglaubter Vater in Postkarten warnte, rückt immer näher – bereit ihn zu verschlingen …

Anfangs ist „Zweilicht“ nicht viel mehr als eine nette Fantasygeschichte für Jugendliche – er verliebt sich, ist glücklich, aber irgendwas stimmt irgendwie auch nicht. Ein für andere unsichtbares Mädchen taucht auf, seltsame Dinge geschehen – das ist nicht unbedingt schlecht, nur eben nichts Besonderes. Es ist schlichtweg angenehm zu lesen und schön erzählt. Mit circa Seite 200 aber nimmt die Geschichte eine Wende, mit der ich alles andere als gerechnet hatte! Ohne zu viel verraten zu wollen – Nina Blazon hat es so wunderbar geschafft, mich hinter’s Licht zu führen, dass ich mit weit herunter geklappter Kinnlade dasaß, als ich meine Fehlschlüsse endlich bemerkte. Was hat sie mich da reingelegt! Ich bin immer noch ganz begeistert, wenn ich nur daran denke.
Danach geht die Geschichte in keine ganz andere Richtung – aber doch anders genug, um „Zweilicht“ zu etwas ganz Eigenem zu machen, das spannend und mysteriös und auch ein bisschen beklemmend, vor allem aber begeisternd ist.
Natürlich wird es auch vorher nicht langweilig – es wird umso besser, wenn es im Kontext des ganzen Buches zu sehen ist –, auch dort baut die Autorin schon Spannung auf und streut immer wieder Fragen und kleine Geheimnisse ein, die der Leser lösen will, nur nicht kann. Romanzen, Dreiecksgeschichten und geheimnisvolle Mondmädchen, die mit Träumen spielen, sind durchaus eine geeignete Mischung für eine unterhaltsame Lesezeit!

Derweil überzeugt die Autorin ebenso mit ihrem schönen, bildhaften Stil, der mir das Lesen erst recht versüßt hat. Es fiel mir sehr leicht, mir die jeweilige Umgebung vorzustellen; und empfand sie als unangenehm, wenn sie unangenehm war und als schön, wenn sie auch schön war. Genauso geht der Einblick in die Charaktere nicht verloren, weswegen mein nächster Punkt auch schon fast logisch erscheint:
Noch besser gefielen mir die Charaktere, die allesamt kein Zuckerschlecken sind. Nicht zuletzt Jay hat eine eher schwierige Familiengeschichte und sie alle haben ihre Gründe, um so oder auch nicht so zu handeln – das lässt sie im Laufe der Geschichte nicht immer alle sympathisch, dafür aber authentisch erscheinen.
So ist Jay ein junger Mann, der kräftig ist und auch mal schnell aus der Haut fährt, was ihn durchaus Kopf und Kragen kosten kann – auch wenn er eigentlich gar keinen Ärger haben will und Ehrlichkeit schätzt.
Das fremde Mädchen dagegen kann richtig rabiat werden, wenn sie dadurch ihre Ziele erreicht – sie kämpft sich letztlich auch nur durch, und wenn sie jemanden dafür vor ein Auto stoßen muss, dann tut sie das. So könnte das auch mit Matt, Aidan und Madison fortgesetzt werden, wenn sie erst mal etwas bekannter mit Jay werden. Jeder hat seinen Hintergrund, der ihre Handlungen nachvollziehbar und logisch macht. Wer dann letztlich die Sympathien gewinnt, ist unsere Sache.

Einzig und allein den Kampf am Ende empfand ich als etwas zu leicht gestaltet, wenngleich die Sache an sich natürlich logisch erscheint. Ein wenig mehr Spannung und Dramatik hätte an der Stelle nicht geschadet, an sich ist es aber okay so. Es hätte nur besser sein können.
Was tatsächlich schade ist, sind die mangelnden Informationen über Jays Vater. Er nimmt zwar keine zentrale Rolle ein, ist aber dennoch nicht unwichtig. Ich hätte gern mehr über seine Beweggründe erfahren; letztlich ist da aber keiner da, der Jay sehr viel mehr darüber hätte erzählen können, deswegen soll es nur ein kleiner Wermutstropfen sein.

Schlussendlich bleibt „Zweilicht“ ein wunderbar erzähltes, überraschendes Werk mit einer ordentlichen Portion Fantasy und Romantik, ohne in Kitsch abzudriften. Wer Blazon liebt, sollte hier definitiv reinlesen – wer das noch nicht tut, kann hiermit ruhig anfangen!
Profile Image for Lena.
199 reviews26 followers
February 3, 2016
Inhalt: Jay hat seiner Heimatstadt Berlin und vor allem seiner Mutter Charlie den Rücken gekehrt, unter dem Vorwand ein Jahr als Austauschschüler in New York zu verbringen. Die Stadt, in der noch bis vor wenigen Wochen sein Vater gelebt hat, der Mensch, den Jay niemals richtig kennenlernen durfte und nun auch niemals mehr die Gelegenheit dazu bekommen wird. Nur wenige Wochen vor Jays Ankunft verstarb sein Vater bei einem tragischen Unfall. Zu gern hätte Jay mit seinem Vater über die Postkarten gesprochen, die er in regelmäßigen Abständen von seinem Vater erhalten hat. Denn sein Vater sprach stets von merkwürdigen Dingen, über eine Welt, die für Jay keinen Sinn ergibt. Jays Kummer über den Verlust seines Vaters tritt in den Hintergrund, als er nur wenige Tage nach dem Schulbeginn die schöne Madison kennenlernt. Mit ihr verbringt er wunderschöne, romantische Stunden. Doch plötzlich taucht auch die geheimnisvolle Ivy auf, die stets nach einem kurzen Gespräch wieder verschwindet und Jay immer wieder darauf hinweist, dass ihm eine große Gefahr drohe, wenn er sich nicht von Madison fernhalte. Noch mysteriöser ist jedoch, dass scheinbar nur Jay Ivy sehen kann, sodass er schnell an seinem Verstand zweifelt und Ivy keinen Glauben schenkt. Das ändert sich jedoch schlagartig, als Ivy über die Inhalte der Postkarten seiner Vaters spricht.

Meine Meinung: Würde man den Namen der Autorin im Lexikon nachschlagen, so würde man dort folgenden Text finden: Blazon, Nina. Deutsche Autorin, der es immer wieder gelingt, den Leser mit einer unvorhersehbaren, kreativen, märchenhaften, schier unglaublichen Geschichte zu überraschen. Es gibt nur wenige Schriftstellerinnen, die anscheinend völlig mühelos einen so zauberhaften, sanften und anziehenden Schreibstil bieten, wie es Nina Blazon tut.

‘Zweilicht’ verführt den Leser in eine Welt, die von der ersten bis zur letzten Seite gefühlvoll und außergewöhnlich ist. Neben Kapiteln, in denen der Leser mit verfolgen kann, wie sich Jay und Madison von Treffen zu Treffen näher kommen, fließen immer wieder Passagen ein, an denen Fantasyfreunde unter euch großen Gefallen finden werden. Erscheint die Beziehung zwischen Jay und Madison zunächst wie eine simple Teenie-Romanze, die aufgrund Nina Blazons fantastischem Schreibstil jedoch das gewisse Extra bekommt, so weiß man anfangs gar nicht, wie die übersinnlichen Elemente, die immer wieder angesprochen werden, mit der Liebegeschichte in Verbindung stehen. Und genau dieser Aspekt ist auch der Grund für meinen Punkteabzug. Die Fantasyhandlung in ‘Zweilicht’ ist ohne Frage grandios und zeugt von Nina Blazons schöpferischem Talent. Doch gleichzeitig sorgt dieser Umstand auch für komplizierte Handlungsstränge, die vielleicht nicht für jeden Leser sofort plausibel sind und erst nach Gesprächen mit anderen Lesern (wie bei mir) Sinn ergeben. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass Nina Blazon anspruchsvolle und tiefgängige Jugendliteratur schreibt, die das Niveau von mach anderen Jugendbüchern übertrifft.

Besonders faszinierend war für mich, eine Liebesgeschichte aus der Sicht eines Jungen lesen zu können. Zwar wechselt die Perspektive oft zwischen den Geschlechtern, doch habe ich bisher nie so viel über die Gefühle eines männlichen Protagonisten erfahren können, wie in diesem Buch. Die Gedanken und Emotionen Jays haben stets für einen gehörigen Romantikanteil gesorgt und mein Herz höher schlagen lassen. Generell ist Jay eine Figur, die mir von Anfang an aufgrund seines sanftmütigen und einfühlsamen Wesens gefallen hat. Auch die restlichen Charaktere wurden von Nina Blazon unglaublich authentisch und detailliert ausgearbeitet.

Fazit: Wieder hat es Nina Blazon geschafft eine zunächst unscheinbare Geschichte zu einem Pageturner der Extraklasse zu machen. Durch die Charaktere und die apokalyptisch angehauchte, übersinnliche und gefühlvolle Handlung habe ich mich kaum von dem Buch losreißen können.
Profile Image for Blueberry.
52 reviews1 follower
November 25, 2012
Meine Meinung:

Es ist ein sehr interessantes Buch.
Am Anfang fängt es noch ganz normal an und man begleitet Jay durch seinen Schulalltag in einer neuen Stadt, nämlich New York.
Er lernt die geheimnisvolle Madison kennen und verliebt sich auch gleich in sie. Nach ein paar Tagen taucht dann Ivy, das Mädchen, das anscheinend nur er sehen kann, auf, doch auch hier ist immer noch kein Fantasy in Sicht.
Das hat mich zuerst etwas verwirrt, schließlich hatte ich ein volles Fantasy-Buch erwartet.

Aber ab der Hälfte kommen dann langsam Fantasy-Elemente dazu.

Doch jetzt kommt auch mein ganz großer Kritikpunkt: Denn mit der Fantasy kommt auch die große Verwirrung beim Leser auf!
Ich dachte eigentlich, ich wüsste wer wer ist, aber da hatte ich mich gänzlich getäuscht!
Man kommt total durcheinander und versteht das ganze nicht mehr. Durch die Verwirrung war ich dann einfach nur noch genervt und wollte das Buch auch schon fast in die Ecke schmeißen. Ich habe mich richtig da durch gebissen und siehe da, der Schluss war einfach nur klasse.

Die letzten 100 Seiten sind an mir vorbeigeflogen und es war einfach nur mega spannend. Ich bin da richtig in die Geschichte eingetaucht und es gibt sogar einen actinoreichen Kampf, den man so nicht erwartet hätte! Auch kann man dieses Buch nach dem Lesen sogar noch in ein anderes Genre stecken, aber das verrate ich hier lieber nicht ;) Und zum Glück lichtet sich die Verwirrung des Lesers im letzten Drittel und es werden die Fragen, die man sich die ganze Zeit gestellt hat, aufgeklärt!

Trotzdem habe ich dann erst ein paar Stunden nach dem Beenden des Buches so wirklich verstanden wie das ganze von Anfang an zusammenhing. Man muss dieses Buch zweifelsohne zweimal lesen um es voll zu verstehen und das werde ich auch irgendwann einmal tun. Ok, vielleicht werde ich das einmal tun... :D

Eine Dreiecksbeziehung gibt es wie erwartet dann auch noch zwischen Madison, Jay und Ivy. Ich mag ja keine Dreiecksbeziehungen, aber diese hier war richtig spannend, da man so gar nicht wusste für welches Mädchen sich Jay entscheiden wird.

Mein zweiter Kritikpunkt sind die Charaktere. Sie sind eher schwammig. Außer Jay, Ivy und Madison ist kein anderer so richtig genau beschrieben und spielt auch keine so große oder tragende Rolle im Buch. Man könnte sogar das Buch nur mit den 3 schreiben und es wäre trotzdem die gleiche Geschichte geblieben. Das fand ich sehr schade. Bei einigen könnte man nämlich noch eine Vorgeschichte miteinbauen, schließlich sind ja nicht nur die Hauptpersonen wichtig, sondern auch die Nebencharaktere, die dem Buch den gewissen Schliff geben!

Jay, Ivy und Madison sind aber das genaue Gegenteil von den Nebencharakteren. Ihre Gefühle und Gedanken kommen sehr gut rüber und ich hatte von ihnen immer ein Bild vor Augen. Sie waren sehr materiell, was auch sicherlich an dem Schreibstil der Autorin Blazon liegt.
Dieser ist nämlich sehr genau, sodass man sehr schnell ein Bild von der Situation oder der Umgebung vor Augen hat.

Aufbau & Gestaltung:

Das Cover ist wunderschön! Das Mädchen soll wahrscheinlich Madison mit ihren Indianeraugen, darstellen, aber gleichzeitig stehen die Efeuranken für Ivy. Das zeigt wieder den Zwiespalt von Jay.

Fazit:

Ein tolles Buch, aber das ab der Hälfte sehr verwirrend ist und bei dem man sehr aufmerksam lesen muss. (Ein Tipp noch: Man darf bei den Namen keine Rückschlüsse ziehen, sondern muss einfach ohne darauf zu achten konsequent weiterlesen.) Der Schreibstil ist sehr genau, sodass man schnell ein Bild im Kopf hat. Das macht das ganze realistischer. Die Charaktere sind dann doch ein Flopp. Sie sind mir einfach zu schwammig und nicht greifbar genug.
Profile Image for Zschahna.
44 reviews15 followers
October 19, 2011
Als ich den Klappentext gelesen habe, habe ich mir etwas ganz anderes unter der Geschichte vorgestellt. Aber das, was mich dann erwartet hat, war ganz anders, aber nicht im negativen Sinne. Ganz im Gegenteil. Nina Blazon hat eine Welt geschaffen, in die man eintaucht und aus der man so schnell auch nicht wieder hinaus will.

Der Beginn der Handlung ist schon sehr mysteriös und das bringt den Leser dazu, unbedingt wissen zu wollen, was es damit auf sich hat und worum es eigentlich geht. Es gibt also Spannung ab den ersten Seiten und sowas gefällt mir immer sehr, denn ich mag es überhaupt nicht, wenn Bücher am Anfang so langsam vor sich hindümpeln und die Spannung erst relativ spät einsetzt. Die nächsten Kapitel erinnern zwar eher an einen normalen Jugend-Roman, doch dieser Zustand hält nicht lang vor und den Leser erwartet eine spannende Story in einer unglaublichen Welt, die ich so noch nicht erlebt habe. Nina Blazon beschreibt ihre Orte so malerisch und fantasievoll, dass man sich sehr gut in sie hineinversetzen kann und zusammen mit Jay diese Welt erkundet. Ihr flüssiger Schreibstil sorgte dafür, dass ich mich schnell eingelesen habe und in den Bann ihrer Erzählung gezogen wurde. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und konnte das Buch anfangs kaum aus der Hand legen.
Die Handlung war oft sehr überraschend und durchzogen mit Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte.
Was mir besonders gut gefällt, ist, dass sie in sich abgeschlossen ist. Ich habe das Gefühl, dass es im Moment fast nur noch Bücherreihen gibt und da ist es sehr schön, dass es auch Autoren gibt, die es schaffen, alles in einem Einzelband zu sagen und dennoch an nichts sparen und den Leser zufrieden zurücklassen.

Auch bei den Charakteren hat sich die Autorin sehr viel Mühe gegeben und sie alle auf ihre Weise wunderbar dargestellt. Jay, aus dessen Perspektive die Geschichte größtenteils erzählt wird, ist sehr sympathisch und ich mochte ihn von Anfang an. Auch die anderen Charaktere haben mir sehr gut gefallen, denn sie haben alle etwas Geheimnisvolles an sich und man weiß nicht sofort, wer wer ist und wer auf welcher Seite steht. Man erfährt immer nur Stück für Stück etwas von ihnen, was sich am Ende zu einem Ganzen zusammensetzt. Das macht die Erzählung sehr spannend, aber an vielen Stellen auch sehr verwirrend. Ich habe zwischenzeitlich überhaupt nicht mehr durchgesehen, da die Autorin auch oftmals falsche Spuren gelegt hat, in die ich hineingetappt bin. An und für sich ist diese Idee großartig und sorgt dafür, dass die Geschichte aufregend bleibt, aber mein Lesevergnügen hat es leider zwischendurch erheblich gemindert, weil vieles für mich keinen Sinn ergeben hat. Als ich dann aber weitergelesen habe, wurde einiges wieder klarer und das Buch konnte mich bis zum Ende hin wieder vollends begeistern.

Nina Blazon hat es geschafft einen einzigartigen Roman zu schreiben, der den Leser von der ersten Seite an mitreißt und es schwer fällt ihn aus der Hand zu legen. Die Geschichte ist gut durchdacht und wenn man sich voll und ganz fallen lassen kann und in die Geschichte eintaucht, machen die Verwirrungen das Ganze noch viel interessanter. Für mich waren diese leider ein kleiner Nachteil, sodass ich 4 von 5 Sternen für dieses sonst so wundervolle Buch vergebe.
Profile Image for Brina.
673 reviews
February 7, 2016
Inhalt:
Der 17-jährige Jay ist in der Stadt seiner Träume angelangt – ein Jahr wird er als Austauschschüler in New York verbringen. Dort verliebt er sich in die geheimnisvolle Madison. Doch was er keinem zu erzählen wagt: Hin und wieder taucht ein anderes Mädchen auf, Ivy, das nur er zu sehen scheint. Sie entführt ihn in eine verwunschene Welt, die seit Jahrhunderten kein lebender Mensch betreten hat. Als auch im New York der Gegenwart die Geister erwachen, beginnt für Jay ein Kampf auf Leben und Tod. Der Dämon mit dem Herzen aus Eis ist ihm auf der Spur. Und Jay muss sich entscheiden – zwischen zwei Mädchen, zwei Leben, zwei Wirklichkeiten …

Cover:
Ein wirklich sehr schönes, geheimnisvolles Cover mit einer mysteriösen Ausstrahlung da man das Gesicht des Mädchens nicht komplett sieht. Passend zum Inhalt denn in der Geschichte liegt einiges im Verborgenem.

Zum Buch:
Die Inhaltsangabe zu Anfang hat mir sehr gut gefallen, denn man hat eine guten Überblick, wie die Aufteilung des Buches in verschiedene Überschriften ist. Genauso ist es mit den tollen Kapitelüberschriften gewesen, ich fand sie sehr toll und man merkt das die Autorin auch hier ihre Kreativität gut genutzt hat. Der tolle und außergewöhnliche Schreibstil, der mit verschiedenen Sichtweisen aufwartet und eine grosse Portion Spannung mit sich bringt, hat mich sehr begeistert.

Protagonisten:
Bei Jay merkt man schnell das die unnahbare Art von Madison ihn in ihren Bann zieht. Bald wird aus Interesse mehr und er ist vollends begeistert von ihrer Sichtweise und ihrer Art. Er hat ein bisschen ein gestörtes Verhältnis zu seiner Familie, was sich im Laufe der Geschichte auch erklärt und man versteht seine Handlungen besser. Man bekommt schnell den Eindruck das er auf der Suche nach seinen Wurzeln väterlicherseits ist.
Wie man Madison am besten beschreibt ist schwer, wegen den Entwicklungen in der Geschichte. Sie spielt gerne die coole Unnahbare und ist eine Einzelgängerin, doch als sie auf Jay trifft, kommt sie etwas mehr aus sich und ihrer Komfortszene heraus. Gelegentlich ist sie sehr unsicher und skeptisch, was sich während dem Verlauf des Buches bereits um 180 Grad wieder dreht. Sie ist kein einfacher Charakter und daher nicht einfach einzuschätzen.
Ivy würde man als eine sehr von sich und ihrer Meinung überzeugten Charakter nennen. Sie ist gleichzeitig fasziniert und skeptisch gegenüber Jay, was sie gerne auch zum Ausdruck bringt. Sie sieht Menschen nicht als eine Gefahr an, besitzt aber eine gesunde Vorsicht vor ihnen. Das sie mit ihrer sturen Art, was durch ihre viele Erfahrung auch haben darf, einem nicht ganz unsympathisch ist kann man sich denken. Oftmals musste ich auch über sie lachen.

Meinung:
Dieses Buch entführt in eine mysteriöse und teilweise unbekannte Welt voller Wesen, die mit einigen verwirrenden und gleichzeitig überraschenden Wendungen gespickt ist. Mir fiel es schwer das Buch aus den Händen zu legen, das war bisher das erste Buch das ich von dieser Autorin gelesen habe, aber es wird sicher nicht das letzte bleiben. Es ist wirklich zu empfehlen.
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