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Eileen

So here we are. My name was Eileen Dunlop. Now you know me. I was twenty-four years old then, and had a job that paid fifty-seven dollars a week as a kind of secretary at a private juvenile correctional facility for teenage boys. I think of it now as what it really was for all intents and purposes—a prison for boys. I will call it Moorehead. Delvin Moorehead was a terrible landlord I had years later, and so to use his name for such a place feels appropriate. In a week, I would run away from home and never go back.

This is the story of how I disappeared.


The Christmas season offers little cheer for Eileen Dunlop, an unassuming yet disturbed young woman trapped between her role as her alcoholic father’s caretaker in a home whose squalor is the talk of the neighborhood and a day job as a secretary at the boys’ prison, filled with its own quotidian horrors. Consumed by resentment and self-loathing, Eileen tempers her dreary days with perverse fantasies and dreams of escaping to the big city. In the meantime, she fills her nights and weekends with shoplifting, stalking a buff prison guard named Randy, and cleaning up her increasingly deranged father’s messes. When the bright, beautiful, and cheery Rebecca Saint John arrives on the scene as the new counselor at Moorehead, Eileen is enchanted and proves unable to resist what appears at first to be a miraculously budding friendship. In a Hitchcockian twist, her affection for Rebecca ultimately pulls her into complicity in a crime that surpasses her wildest imaginings.

Played out against the snowy landscape of coastal New England in the days leading up to Christmas, young Eileen’s story is told from the gimlet-eyed perspective of the now much older narrator. Creepy, mesmerizing, and sublimely funny, in the tradition of Shirley Jackson and early Vladimir Nabokov, this powerful debut novel enthralls and shocks, and introduces one of the most original new voices in contemporary literature. Ottessa Moshfegh is also the author of My Year of Rest and Relaxation, Homesick for Another World: Stories, and McGlue.

260 pages, Hardcover

First published August 18, 2015

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About the author

Ottessa Moshfegh

41 books25.8k followers
Ottessa Moshfegh is a fiction writer from New England. Eileen, her first novel, was shortlisted for the National Book Critics Circle Award and the Man Booker Prize, and won the PEN/Hemingway Award for debut fiction. My Year of Rest and Relaxation and Death in Her Hands, her second and third novels, were New York Times bestsellers. She is also the author of the short story collection Homesick for Another World and a novella, McGlue. She lives in Southern California.

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Community Reviews

5 stars
22,055 (16%)
4 stars
53,081 (38%)
3 stars
44,913 (32%)
2 stars
13,748 (9%)
1 star
3,691 (2%)
Displaying 1 - 30 of 54 reviews
Profile Image for Steffi.
1,155 reviews287 followers
October 8, 2017
Ein ungewöhnlicher Roman, eine ungewöhnliche Erzählweise.

Im Mittelpunkt steht Eileen, 24 Jahre alt, Sekretärin in einem Jugendgefängnis in der Nähe von Boston, bei ihrem Vater lebend, der durch Alkoholismus, Gemeinheiten und Wahnvorstellungen glänzt. Sie trinkt ebenfalls zu viel und tut sich gehörig selber leid. Wir schreiben das Jahr 1964.

Das Milieu könnte auch einem Roman von Donald Ray Pollock entstammen: Die Trostlosigkeit der Lebensläufe, Armut und Alkohol, kaputte Familien, Gewalt und Lieblosigkeit. Doch da empfindet man als Leser Mitgefühl mit zumindest einzelnen Figuren; hier dagegen hat man beim Personal nicht viel Auswahl, gibt die Perspektive Eileens doch die Richtung vor. Und Eileen ist mitleidlos, ungepflegt, unattraktiv. Ihr gesamtes Verhalten und Denken ist abstoßend, selbst in Momenten, in denen man mit ihr fühlen möchte.

Die Handlung des Romans schleppt sich so dahin. Am Ende hatte ich den Eindruck, dass die Handlung eigentlich keine Rolle spielte. Vielleicht nur eine Fingerübung der Autorin? Oder der bewusste Versuch, den Leser möglichst lange hinzuhalten? In einer Besprechung in der Süddeutschen las ich dann folgende Zeilen:
"Es gibt all diese Idioten, die Millionen mit Büchern scheffeln", habe sie gedacht, "warum also nicht ich?" Also habe sie sich das Handbuch "The 90-Day Novel" gekauft und sei dessen Bestseller-Bastelanleitung gefolgt. Aus diesem Experiment sei das Grundgerüst zu "Eileen" entstanden.
Ein bisschen arrogant gegenüber den Lesern solcher Romane und auch gegenüber Lesern dieses Romans, wie ich finde. Und vermutlich hat mich diese Äußerung dann in meiner Skepsis gegenüber diesem Roman bestärkt. Das ist zweifelsohne ungewöhnlich geschrieben; eine weibliche Hauptfigur, die auf solche Art unsympathisch ist, ist in der Literatur selten und damit sicher fortschrittlich. Am Ende aber überzeugen mich Figur und Plot dann doch nicht ganz.


Profile Image for Liesa.
293 reviews222 followers
May 5, 2019
Ganz oft, wenn ich Buchempfehlungen gebe, sage ich zum Schluss etwas in der Art „Lest es alle unbedingt“ oder „das ist ein Buch für jeden Geschmack“. Bei Eileen ist das nicht so finde ich, denn dieser Roman ist etwas speziell und ich kann mir unheimlich gut vorstellen, dass nicht jeder damit etwas anfangen kann. Eileen ist 24 und arbeitet in einem Jugendgefängnis für Jungen, ihre Mutter ist tot, ihr Vater alkoholkrank und sie ist einfach nur seltsam bis unsympathisch. Wir begleiten sie und ihre absurden bis abartigen Gedanken und Gewohnheiten, die sie unumwunden mit uns teilt für einen nur kurzen Zeitraum und trotzdem kriegt man so schnell einen guten Eindruck von dem Städtchen X-Ville und von Eileens trostlosem Leben. Anfangs ist alles noch sehr ruhig und bedächtig, man fragt sich, wo das alles nur hinführen soll und welche Geschichte hier eigentlich erzählt wird, im letzten Drittel geht es dann aber plötzlich richtig los. Ich fand es unglaublich fesselnd und eindringlich geschrieben, habe mich beim Lesen fast so gefühlt, als würde ich höchstpersönlich in Eileens Haut stecken (und das, obwohl wir unterschiedlicher nicht sein könnten). Ich hab mir heute Vormittag schon ein weiteres Buch von #OttessaMoshfegh bestellt und kann es kaum erwarten, das auch noch zu lesen. Wer leicht düstere und unheilvolle Geschichten mit unsympathischen und unberechenbaren Protagonisten mag, kommt hier denke ich auf jeden Fall auf seine Kosten!
Profile Image for Murmi.
24 reviews2 followers
December 2, 2024
dies war mein zweites und wahrscheinlich letztes ottessa moshfegh buch. es hat mir viel zu lang gedauert, bis überhaupt mal was passiert ist. an gewissen stellen war es einfach unheimlich langweilig und die ständigen wiederholungen ergeben zwar schon sinn, um eben ihr trauriges leben zu beschreiben, öden aber auch mich als leserin an. der twist zum schluss hat mir zwar ganz gut gefallen, allerdings kann ich trotzdem nicht mehr als zwei sterne geben.
Profile Image for WortGestalt.
255 reviews21 followers
August 31, 2017
Ich mag die Art, wie die Autorin schreibt, sehr, allerdings so richtig überzeugt hat mich die Geschichte hier nicht. Eileen ist eine interessante Romanfigur, streckenweise unangenehm und anstrengend, das macht die Lektüre aber auch so einträglich. Der Löwenanteil des Romans geht jedoch für ihre eigene Charaktersezierung drauf, der Plot hat am Ende nicht so richtig Kraft. Das las sich zwar alles ganz flott, war aber auch von vielen Wiederholungen geprägt. Auf seine Art fand ich den Roman wieder sehr faszinierend, erstaunt oder vom Hocker gehauen hat er mich aber nicht.
Profile Image for Gavin Armour.
663 reviews136 followers
December 17, 2017
Autoren sollten sich bei Verlagen vehement dagegen verwahren, mit anderen Autoren, gar sehr berühmten, verglichen zu werden. Wenn es auch noch ein Debut-Roman ist, sollte diese Bitte mit allergrößter Vehemenz vorgetragen werden. Wie kann man eine junge Autorin wie Ottessa Moshfegh, die mit EILEEN einen durchaus überzeugenden Erstling (zuvor veröffentlichte sie die Novelle MCGLUE) vorgelegt hat, mit Jim Thompson und Patricia Highsmith vergleichen – nahezu mythischen Gestalten des amerikanischen Noir-Thrillers, Giganten ihres Fachs? Eine Dummheit sondergleichen.

Moshfegh erzählt von der vierundzwanzigjährigen Eileen, die mit ihrem Vater, einem pensionierten Polizisten und harten Trinker, in einem heruntergekommenen Haus in einer besseren Gegend einer kleinen Stadt in Neuengland lebt und ihr Dasein als Verwaltungsangestellte eines Jugendgefängnisses fristet. Voller Neurosen, sexuell frustriert und unerfahren, allerdings selber auf dem besten Wege, eine Trinkerin zu werden, spürt Eileen, daß ihr Leben zerrinnt. Es ist die Vorweihnachtswoche 1964, die uns im Rückblick der nunmehr alten Eileen geschildert wird und an deren Ende sie ihren Vater und X-Ville, wie sie die Stadt aus der sie stammt nennt, für immer verlassen wird. In diesen Tagen wird sie sich über einige Tatsachen ihres Lebens klar werden, in der neu in der Anstalt arbeitenden Pädagogin Rebecca fast eine Freundin finden und einen unumgänglichen Entschluß gefasst haben…

Nimmt man die etwas merkwürdigen Umstände weg, unter denen Eileen lebt, hat man es im Kern dieses Romans mit einer ‚coming-of-age‘-Story zu tun, die letzten Entwicklungsschritte einer Spätzünderin, die ihr Leben zu vertrödeln droht und vielleicht durch die zugegeben durchaus brutalen Umstände der letzten Tage in ihrer Heimatstadt gerade noch aus einer Situation errettet wird, die sie sonst ihre geistige Gesundheit gekostet hätte. Indem Moshfegh – sehr geschickt übrigens, man glaubt, hinter den spärlichen Hinweisen, die uns Eileen über ihr späteres Leben gibt, ein ganzes Schicksal heraus spüren zu können – die Perspektive einer alten Frau einnimmt, die am Ende (?) ihres Lebens Rechenschaft über den entscheidenden Schritt ihrer Entwicklung ablegt, nimmt die Autorin viel Dramatik aus dem Geschilderten, was es uns als Leser einfacher macht, zu folgen und wir weniger – wie in einem Thriller oder Krimi – auf Auflösungen oder wilde, actionreiche Entwicklungen warten. Sehr tief und intim, aber eben auch sehr ehrlich, lässt uns Eileen/Moshfegh an den Ängsten und Unsicherheiten einer jungen Frau teilhaben, die sich ihrer Wirkung vollkommen unbewusst, deren Selbstbild dafür ein jugendlich-düsteres ist, geprägt von Ablehnung, Einsamkeit und dem zu früh gewöhnten Alkohol, in dem sich Eileen zuhause und wohl fühlt.

Es ist vor allem die Diskrepanz einer Eileen im Haus mit ihrem Vater, den sie trotz seiner Ausbrüche, seiner Gemeinheiten und seiner Gehässigkeit gut zu handeln weiß, und einer Eileen außerhalb des Hauses, die sich in einer ihr gleichgültig begegnenden Welt nicht zu bewegen und zu verhalten versteht, die literarisch herausragend weil glaubwürdig gelingt. Glaubhaft wird die Entwicklung dieser Frau vermittelt, die sich immer mehr in einem Innenraum aus Hass, Verachtung und auch Phantasien verbarrikadiert; ein Raum, der erst durch das Auftauchen eben jener Rebecca aufbricht, die als Figur brillant eingeführt und genügend im Unklaren belassen wird, um ihre Anziehung auf die junge Eileen zu rechtfertigen, zugleich beim Leser aber auch Mißtrauen zu erwecken. Es sind die Wünsche und Phantasien, die Eileen auf Rebecca projiziert, die diese in ihrer für damalige Verhältnisse ausgesprochen modernen und herausfordernden Art aber auch evoziert, die eine Verbindung zwischen Eileens Innenleben und der realen Außenwelt herstellen, und die die Bewegung Eileens, die schließlich in der Flucht kulminiert, bedingen.

So passiert auf den knapp 334 Seiten zunächst nicht viel. Fast minutiös wird uns der Alltag Eileens beschrieben, berichtet sie uns von ihrer Frustration, den Ängsten und Ungewißheiten, die sie umtreiben, aber auch von ihren manchmal seltsamen Vorlieben und natürlich dem immensen Alkoholkonsum, dem sie mit ihrem Vater zwangsläufig ausgesetzt ist. Das ist auch nötig, damit wir die Not der jungen Frau begreifen, die Eintönigkeit, die dieses Leben bestimmt. Das Problem an Beschreibungen wie diesen ist, daß Langeweile auch beschrieben meist langweilig ist. Damit sei nicht gesagt, daß Moshfeghs Buch langweilig wäre. Keineswegs. Doch es unterliegt einem gewissen Wiederholungsrhythmus, der gelegentlich wie einmal zuviel wirkt. Wir haben bereits verstanden und dennoch werden uns noch einmal und noch einmal Passagen geboten, die noch einmal und noch einmal Eileens Not belegen, ihre Verlorenheit, den Frust und doch nichts mehr hinzufügen können. Hinzu kommt eine Häufung von Schrecklichkeiten – Eileens wachte in jungen Jahren neben der toten Mutter auf; die Schwester hat die Familie verlassen und kümmert sich um nichts - , die es manchmal schwer erträglich macht, dem unvoreingenommen zu folgen. Die Atmosphäre im Haus, die das Buch sehr gut einfängt, ist auch ohne solche zusätzlichen Schicksalsschläge und Traumata erstickend genug, um uns vollkommen an Eileens Lebensgefühl glauben zu lassen. So ist selbst bei einem vergleichsweise geringen Umfang des Romans zu konstatieren, daß noch ein kleines bisschen Weniger ein kleines bisschen mehr gewesen wäre. Einen Tick schneller in die Handlung gekommen, etwas früher Personen und Ereignisse geschehen gelassen, anstatt sie verheißend anzukündigen (ein Stilmittel, daß Moshfegh gerade auf den ersten einhundert Seiten häufig anwendet und damit einen Spannungsbogen aufbaut, um den es ihr, wie die weitere Lektüre dann beweist, gar nicht zu tun ist und den das Buch auch gar nicht nötig hat) und man hätte es mit einem rundweg brillanten Buch zu tun.

So ist es ein überdurchschnittlicher Debut-Roman geworden, in dem eine junge Frau ebenso zurückhaltend wie bewegend aus dem Leben einer jungen Frau berichtet, die an einer historischen kulturellen Bruchstelle erwachsen wird, die die Luft des Kommenden, des Libertären schnuppert und erahnt, die sich aber dennoch in einem Akt der Gewalt aus einem vorgestrig patriarchalen und reaktionären Umfeld befreien muß. Doch sei gewarnt, wer den „Akt der Gewalt“ auf die Erwähnung von Thompson und Highsmith bezieht, dann nämlich wäre eine Referenz an Jack Ketchum angebrachter. Nein, der Gewaltakt kommt hier nicht als Spektakel, gar als Fanal daher, er ist in der inneren Logik der Geschichte und dessen, was sich über Tage zwischen Eileen und Rebecca abspielt und wie Eileen ihre Arbeit mit den jugendlichen Delinquenten reflektiert, nahezu logisch und folgerichtig. Es gelingt Moshfegh, ihn eher als eine zufällige Aneinanderreihung unbedachter Schritte und Folge impulsiven Aktionismus´ darzustellen.

Dies ist kein Thriller. Es ist insofern ein Roman, der sich dem ‚Noir‘-Genre zurechnen lässt, als daß er aus der wirklich dunklen Innenwelt einer Frau erzählt und ihr einziger Ausweg aus dem Gefängnis ihres Lebens sich in einer einmaligen, eben zufälligen und zufällig gewalttätigen Möglichkeit bietet. Eine Gewalttätigkeit auch, die eine symbolische Loslösung vom Elternhaus, den Eltern überhaupt, ermöglicht. Eileen muß Entscheidungen treffen, die sie längst getroffen hat und in der Art, wie sie sich verhält, als es zum Äußersten kommt und wie sie das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen bereit ist, zeigt, daß ihre Entscheidungen eigentlich alle längst getroffen sind. Wenn überhaupt, ist dieser Roman also sehr viel näher an Patricia Highsmith´ EDITH`S DIARY als an irgendetwas, das Jim Thompson je zu Papier gebracht hat. Doch wäre es vielleicht angebrachter, von einem gelungenen Roman einer neuen jungen Autorin zu sprechen, die einst vielleicht einen ganz eigenen Namen am Firmament der großen Literaten haben wird – Ottessa Moshfegh.
Profile Image for Julia.
81 reviews
January 18, 2023
Ich hab länger darüber nachgedacht was ich über dieses Buch schreiben werde. Ich lese nicht so oft und hab daher vermutlich auch gar keine wirkliche Ahnung wie man Bücher richtig bewertet. Bei Filmen fällt mir das sehr viel leichter. Ich habe über die Jahre ein genaues Konzept entwickelt wie ich diese bewerte. Hier wird das anders sein. Hier ist es einfach ein Gefühl. Und mein Gefühl sagt ich liebe Eileen. Ich liebe die Art wie Otessa Moshfegh schreibt. Ich konnte teilweise nicht stoppen aus diesem Buch vorzulesen ( auch wenn ich eher mir selbst als meinem Hund damit eine Freude machte ) Die Art wie sie Sätze schreibt gefällt mir einfach. ( ich kenn mich nicht aus also besser kann ich das nicht beschreiben )
Und nun zurück zu Eileen. Sie ist die Protagonisten dieses Buches. Sie erzählt die Geschichte einer Woche ihres Lebens. Mittlerweile ist sie alt und kann darauf zurückblicken. Dennoch erzählt sie die Geschichte nicht wie ein allwissender Erzähler oder eine weise alte Dame. Sie erzählt sie so wie sie sich für sie angefühlt haben muss. Und ja Eileen ist definitiv kein guter Mensch. Sie ist egoistisch, naiv und trifft während dieser Woche nicht nur eine schlechte Entscheidung. Aber dennoch konnte ich nicht anders als mich ein wenig in sie zu verlieben. Ich bin ihr auf viele Weisen sehr ähnlich. Auch ich fühle mich oft einsam und isoliert vom Rest der Welt. Auch ich träume davon eines Tages ein neues Leben zu starten. Und vermutlich wäre auch ich sofort von Rebecca besessen gewesen, wenn diese in mein Leben gekommen wäre.
Eileen hasst sich und ihr Leben. Sie lebt einsam in einer kalten Stadt ohne Hoffnung. Und vielleicht war sie einfach da, wie eine Freundin oder Gefährtin in einer kurzen düsteren Zeit.
Also Joa. Kann das Buch empfehlen. Ich mag es sogar noch ein wenig mehr als Mein Jahr der Ruhe und Entspannung. Mal schauen wie Lapvona wird :) steht schon ready im Bücherschrank.

Außerdem , kurze Anmerkung noch, war das vermutlich das perfekte Buch für über die Weihnachtsfeiertage. ( und die Zeit danach) Eine sehr merkwürdig, melancholisch aber auch hoffnungsvolle Zeit.
Profile Image for Victoria Carlotta.
4 reviews1 follower
January 30, 2025
Die Autorin Ottessa Moshfegh sagt selbst in einem Interview über ihr Buch Eileen:
„A book about how to be a human being in a system. How do you stay an authentic person when you are oppressed by laws, rules, expectations, and morals that are set up to control you?“
Sie erklärt weiter, dass die Struktur ihres Romans einem klassischen und strengen Schema folgt, das diese „oppression“ widerspiegelt.

Mit Eileen als Hauptfigur ist der Autorin ein äußerst authentischer Charakter gelungen. Sie ist erst 24 Jahre alt, arbeitet in einem Gefängnis für auffällige Jungen und fühlt sich in ihrem eigenen Körper und Leben völlig fremd. Während des Lesens hat man stets das Gefühl, Eileen sei wie eine Außerirdische – gefangen im Körper einer jungen Frau, den sie nur mit Ekel betrachtet und am liebsten verschwinden lassen würde (Trigger-Warnung: Essstörung). Ihre Gedanken und Gefühle wirken losgelöst von ihr selbst und erzeugen beim Lesenden eine ähnlich starke Befremdung wie in Eileen selbst.

Ihr Leben ist geprägt von ihrem alkoholkranken Vater sowie ihrem eigenen, teils obsessiven Verhalten und intensiven Tagträumen von Aufmerksamkeit und dem Wunsch zu verschwinden. Durch ein spurloses Verschwinden erträumt sie sich die Möglichkeit, sich selbst neu zu erfinden und nichts als ein Mysterium um ihre Person zurückzulassen – ein Ausweg aus dem allgegenwärtigen Gefühl, unsichtbar und irrelevant zu sein.

Eileen ist schwer zu mögen. Trotz ihrer Aufopferung für ihre kranke Mutter und ihren alkoholabhängigen Vater bleibt sie oft unverständlich, denn als Lesende neigt man dazu, sie für ihr eigenes Elend in Verantwortung ziehen zu wollen. Gleichzeitig entsteht jedoch ein vielschichtiger Charakter mit tiefen Abgründen, die sich nach und nach bis zum Schlussakt entblößt.

Dieses Buch wird von Moshfeghs Schreibstil sowie Eileens Charaktertiefe und Entwicklung getragen. Es entsteht das Porträt eines Aliens, gefangen in einem menschlichen Körper, in einem Dorf voller falscher Fassaden, Regeln und Tabus.
Ist Eileen die einzige authentische Person in einem System voller Unterdrückung und daraus resultierender Anpassungen? Und wie verändert sich dies mit dem Auftreten von Rebecca?

Eine spannende Charakterstudie voller menschlicher Abgründe.
Profile Image for Mina.
190 reviews23 followers
November 28, 2022
Ottessa Moshfegh entwirft mit der titelgebenden Eileen einen Charakter, der in einer Kleinstadt in Neuengland in einer grässlichen Umgebung lebt: Ihr Vater ist Alkoholiker, ihre Mutter ist bereits gestorben und das Haus geht im Dreck unter. Sie arbeitet als Sekretärin in einer Strafanstalt für Jungen und verbringt ihre Freizeit damit, für ihren Vater Alkohol zu kaufen, zu stehlen und den attraktiven Gefängniswärter Randy zu stalken. Auf dieses 24-jährige Ich sieht die 70-jährige Eileen zurück und erzählt uns die Ereignisse einer Woche in ihrer Vergangenheit, die zur Abreise aus X-ville führen.

Die Autorin nimmt sich dabei viel Zeit für die Ausgangslage, sodass wir Eileen in all ihrer Verschrobenheit kennenlernen. Sie hat keine Freunde, wirkt altbacken und kleidet sich mit der Garderobe ihrer verstorbenen Mutter ein. Gegen ihre Umwelt setzt sie eine “Totenmaske” auf, die ihre allgegenwärtige Scham und ihren Hass, überhaupt jede Gefühlsregung verstecken soll. Aus ihrer wohl traumatisierenden Kindheit und Jugend, in der sie keine Liebe erfuhr, entwickelt sie eine krankhafte Eigensucht, die sie von Mitgefühl und Moral, beispielsweise den minderjährigen Häftlingen und derenMüttern gegenüber, fernhält. Als sie endlich Beachtung und freundliche Worte von der neuen Erziehungsbeauftragten der Haftanstalt, Rebecca, bekommt, ändert sich für Eileen die Welt.

Aufgrund des durchweg dunklen, tristen Tons, ist klar, dass diesem Glück nicht zu trauen ist, und so zieht uns Ottessa Moshfegh aus den Windungen von Eileens Psyche weiter in die Abgründe menschlichen Handelns. Den Twist nach ca. ¾ des Buches habe ich trotz dunkler Vorahnung überhaupt nicht kommen sehen, obwohl die Hinweise rückblickend bereits gestreut wurden.

Die trostlose Atmosphäre die hier kreiert wird, gepaart mit der unvergesslich gezeichneten Frauenfigur, hat mich an diesem Roman sehr fasziniert und die Runde mit dem #papierstaupodcast Buchclub hat gezeigt, wie unterschiedlich die einzelnen Aspekte wahrgenommen und diskutiert werden können, wie viele Erklärungen für das Verhalten Eileens existieren und insbesondere auch, inwiefern das Erzählte überhaupt für bare Münze genommen werden kann. Hier werden Medikamente und Alkohol konsumiert von einer mental sehr instabilen Person, auf die 50 Jahre später zurückgeblickt wird. Was von der Geschichte durch diese Filter überhaupt noch der Wahrheit entspricht, ist fragwürdig.

Dieses Spiel der Autorin hat mir viel Spaß bereitet, auch wenn gerade die Erzählperspektive der älteren Eileen nicht hundertprozentig aufgegangen ist. Dennoch ein empfehlenswertes Buch für Menschen, die vor oben genannten Themen nicht zurückschrecken. Ottessa Moshfegh mutet ihren Leser*innen einiges zu, aber ab und zu von Literatur verstört zu werden ist mir lieber als sediert :-D
Profile Image for Robert.
199 reviews7 followers
December 13, 2024
Mit 6/10 Punkten die beste Bewertung, die ich jemals einem Buch von Ottessa Moshfegh gegeben habe. Ich habe auch bereits My Year of Rest and Relaxation und Death in Her Hands gelesen. Obwohl ich alle Bücher von Moshfegh zäh und teilweise anstrengend finde, zieht mich dennoch immer wieder etwas zu ihr zurück. Die Konzepte sind jedes Mal spannend genug, dass ich wissen möchte, wie der Vibe des nächsten Buchs aus Moshfeghs Weird Girl Fiction Welt ist. Ich bin im Buchladen auch schon um ihr neustes Buch Lapvona herumgeschlichen.
Eileen arbeitet in einem Jugendgefängnis. Es sind die 1960er Jahre und Eileen siecht in ihrer Existenz vor sich hin. In der Mitte des Buchs fängt eine neue Psychologin im Gefängnis an und stellt Eileens Welt auf dem Kopf, indem sie sie in ein Verbrechen verwickelt. Obwohl im Buch bereits die Hälfte vorbei ist, passiert die Ankunft der Psychologin in der Verfilmung, die ich direkt nach Beendigung des Buchs geschaut habe, bereits nach zehn Minuten. Ich finde Moshfeghs Prosa stets stärker als ihre Geschichten, weshalb die Verfilmung von Eileen noch langweiliger ist als das Buch selbst, denn die Prosa geht in einer Adaption natürlich zu einem großen Teil verloren. Der Vibe überträgt sich aber ganz gut auf den Film und den mochte ich auch im Buch. Weder bereue ich die Lektüre, noch würde ich sie empfehlen.
Profile Image for Gunnar.
441 reviews13 followers
September 26, 2022
Mitte der 1960er lebt die Mittzwanzigerin Eileen in der trostlosen Kleinstadt X-ville bei ihrem alkoholkranken, paranoiden Vater und arbeitet in einer Jugendstrafanstalt. Eine Einzelgängerin, ein wenig schwermütig, aber dennoch mit Überlegungen, der Tristesse zu entfliehen. Da tritt eine neue, junge, selbstbewusste Sozialarbeiterin, Rebecca, ihren Dienst und Eileen lässt sich automatisch in ihren Bann ziehen - mit fatalen Folgen.

Ein feiner Noir in klarer Tradition etwa zu Patricia Highsmith mit einer faszinierenden und ambivalenten Hauptfigur, die zwischen naiv und durchtrieben, manipulierbar und manipulativ schwankt.
Profile Image for amsel.
454 reviews9 followers
June 16, 2024
Again - Ottessa is queening. Eine unglaublich interessante Charakterbeschreibung in einem Setting, das ich sehr spannend fand!
Profile Image for Claudi ☁️.
23 reviews
Read
April 29, 2026
Jedes Mal wenn ich denke, dass ich so richtig einen an der Klatsche hab, lese ich Romane von Ottessa Moshfegh und lerne ihre Hauptcharaktere kennen, nur um zu merken, dass es noch viel schlimmer geht.
Profile Image for Kaltmamsell.
261 reviews58 followers
September 8, 2025
Na ja, ein erzähltechnisch interessanter Versuch, mit der Schilderung eines zentralen Ereignisses durch geballtes Foreshadowing die Jahrzehnte Leben danach zu berichten, mit der Perspektive der alten Frau auf ihr Leben als 24-Jährige. Doch in meinen Augen las sich das arg angestrengt (da nach über einem Drittel das zentrale Ereignis noch nicht mal ansatzweise eingetreten war, kalkulierte ich sogar ein, dass außer Foreshadowing gar nichts passieren würde), die Details, vor allem die äußeren, wiederholten sich irgendwann.
Profile Image for Piezke.
51 reviews
July 23, 2025
Wie sehr kann ein Ende für den Anfang und die Mitte entschädigen? "Eileen" versucht meinen christlichen Glauben zu wecken, indem sie mir eschatologisch von ihrer Eschatologie erzählt, und bestenfalls meine Naherwartung erfüllt wird, sobald endlich, endlich, endlich etwas passiert. Redundanz im Roman, Redundanz in meinem beiläufigen Urteil.
Immerhin ist das gut geschrieben, auch wenn es klingt wie "My Year of Rest and Relaxation" als period piece. Wohl dem, der mit dem späteren, dem besseren Roman begonnen hat.
Profile Image for Meko.
8 reviews
November 19, 2025
Das Buch war es irgendwie einfach nicht. Die wirkliche story kam erst am Ende, was dann auch echt interessant war, aber bis dahin hat es sich doll gezogen. Es war gut, dass man Eileen so tiefgründig kennenlernen konnte, und das Setting war auch interessant, aber es kam einfach nichts. Das war mein erstes Buch von der Autorin, und ich fand den Schreibstil gut, und werde mir noch andere Bücher von ihr anschauen.
Profile Image for Vanessa Marzog.
68 reviews
March 23, 2024
Spannende Charakterstudie. Ich empfand für Eileen sowohl Mitleid als auch Abneigung. Der ganze Roman hinüber wird eine unglaubliche Spannung à la Hitchcock aufgebaut, wodurch ich mich auf einen großen Enthüllungsmoment eingestellt habe. Der Moment war dann auch schockierend und unangenehm, aber der „Boom“-Effekt war nicht so riesig, wie ich durch den Spannungsbogen erwartet hätte. Nichtsdestotrotz ein unterhaltsamer Roman und ein starker Schreibstil.
Profile Image for Electric.
648 reviews1 follower
May 15, 2018
Starkes, eindringliches, sehr fein nuanciertes Portrait einer Frau zwischen Zwang, Tag- und Alptraum. Durchaus mit cineastischem Drive geschrieben, mit viel Empathie für die Charaktere. FFO Winters Bones oder My Friend Dahmer.
Profile Image for Maja M.
17 reviews
September 30, 2026
Ich mochte Eileen als Protagonist sehr gerne. Ihre Gedanken und Art zu Handeln war oft sehr verwerflich aber verständlich und ich habe mich sehr in ihr gesehen.
Ich mochte die Entwicklung von dem Buch und das Eileen für sich iwie ihr eigenes Happy Ending hatte
10 reviews
February 2, 2025
3,75 Sterne, der Anfang war sehr random aber das Ende echt gut
Profile Image for Mareike.
157 reviews5 followers
June 28, 2022
sehr guter charakter noch nie sowas gelesen
Profile Image for Sezen:).
63 reviews2 followers
June 29, 2023
Es war schon interessant. Ich hab auch noch nie sowas in der Art gelesen. Aber wirklich das Ende war nicht gut und an sich hätte man die Idee von dem Buch besser umsetzen können.
Profile Image for Miriam Zach.
101 reviews
December 6, 2024
hätte mir gewünscht, dass es etwas spannender ist (es wird auf den letzten 80 seiten spannend) - es war meistens etwas strangely disgusting? aber gut geschrieben
7 reviews
November 20, 2024
2,5 Sterne
Oh, Eileen...

Wie gerne hätte ich dich gemocht.
Ottessa Moshfegh hat mich mit ihren düsteren, und von Abgründen der menschlichen Psyche in die Verzweiflung getriebenen Charakteren in "lapvona" und "homesick for another world", aber besonders "my year of rest and relaxation" absolut überzeugt.

Eileen jedoch konnte ich diesmal einfach nicht an mich heranlassen. Vielleicht weil ich ihre anderen Bücher bereits gelesen habe und das Narrativ von unsympathischen, kalten Protagonisten für mich in diesem Buch nicht so gut umgesetzt wurde wie in ihren anderen Büchern.
Auf den ersten paar hundert Seiten geht es vorwiegend darum wie sehr Eileen sich selbst und ihre Umwelt hasst und normalerweise, so war es mit Moshfeghs anderen Charakteren, kann ich im Verlauf immer eine Beziehung zu ihnen aufbauen, ihre Beweggründe für ihr Verhalten und Handeln auf einer tieferen Ebene nachvollziehen.
Von Eileen war ich nach einiger Zeit jedoch nur genervt. Auch die Handlungswende mit dem Aufeinandertreffen von Rebecca und Eileen kam meiner Meinung nach viel zu kurz und ich hätte mir bei Rebecca mehr Charaktertiefe gewünscht. So wirkte sie nur als flaches Charakterwerkzeug, damit Eileen ihr Leben ändert. (Was sie wahrscheinlich auch darstellen sollte, aber mir hat einfach der größere Sinn hinter Rebecca gefehlt)
Auch mit dem Ende wusste ich nicht viel anzufangen, die Geschichte des Jungen Lee hätte mehr im Vordergrund stehen soll, wenn man das Ende schon hauptsächlich auf seine Beweggründe richtet.

Ich möchte allerdings nun auch wieder nicht allzu kritisch sein, da Eileen Moshfeghs Debut Roman ist und sie wie gesagt mit ihren weiteren Romanen ihre unliebsamen Charaktere meisterhaft geschrieben hat, man entwickelt sich ja auch weiter.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for kleinerpanda_.
708 reviews
November 24, 2021
Eileen blickt auf eine Zeit in ihrem Leben zurück, die alles komplett veränderte. Damals -  Weihnachten 1964 - war sie 24 Jahre alt. Sie lebte ein einsames, trauriges Leben. Ihr Vater war Alkoholiker, ihre Mutter tot. Eileen war höchst unzufrieden mit sich selbst und ihrem Leben als eine Art "Außenseiterin". Auf der Suche nach Anerkennung und Liebe steht sie sich stets selbst im Weg. Das Buch beschreibt einen Zeitraum von ca. einer Woche ihres Lebens. Mehr werde ich an dieser Stelle zum Inhalt nicht sagen.

Die Atmosphäre ist dicht, eisig und leicht vergiftet. Eileen hat mich einfach in ihren Bann gezogen.

Selten lese ich ein Buch am Stück - erst recht nicht, wenn es mehr als 200 Seiten hat und es keine Bilder gibt. Dieses Buch konnte ich aber einfach nicht aus der Hand legen. Es ist das zweite Buch, welches ich von Ottessa Moshfegh las und beide sind große Highlights.
Für mein Empfinden ist ihr Schreibstil sehr einzigartig und speziell. Ich liebe es, wie vermeintlich unscheinbare Szenen dadurch trotzdem besonders werden. Aber dieses Buch bietet so viel mehr. Wir tauchen tief in die Gedanken unserer Protagonistin ein, wir erleben Dramatik und zum Ende des Buches zerreißt es uns vielleicht.
Jetzt kommen noch Triggerwarnungen, die aber teilweise spoilern. Daher lasse ich einige Leerzeilen Platz.











Triggerwarnung: Alkoholismus; sexueller Missbrauch an Kindern; Gewalt
Profile Image for Franky.
40 reviews
June 10, 2024
Die Geschichte hat mich hauptsächlich verstört, aber irgendwie gab es auch keine richtige Handlung bzw. einen Spannungsbogen? Als ich bei den letzten 40 Seiten angelangt bin (die der wohl "spannendste" Teil des Buches waren) hatte ich eigentlich keine Erinnerung mehr dran was ich bisher gelesen habe.

Ich habe viele Parallelen zwischen Eileen und dem Hauptcharakter aus dem Buch Big Swiss gesehen. Sie waren sich beide in vieelen Punkten ähnlich, im Sinne, dass sie einfach ekelhaft und unhygienisch sind und eine ihnen fremde Frau auf ein Podest stellen. Na gut, der Hauptcharakter in Big Swiss, war nicht von Kindern erregt, das ist vielleicht ein Unterschied. Deshalb mochte ich den anderen Roman vielleicht auch lieber.
Ich hatte das Gefühl viele Sätze hatten einfach die Aufgabe Ekel zu erregen und zu provozieren.

Ach ja und WARUM musste die ganze Zeit erwähnt werden wie dünn Eileen ist. Sie ist einfach nicht wie andere Mädchen.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for laleliest.
430 reviews74 followers
July 19, 2022
1964 in einer Kleinstadt in Neuengland: Eileen Dunlop ist 24 Jahre alt und versinkt in Langeweile und Selbstmitleid. Sie kümmert sich seit dem Tod ihrer Mutter um ihren alkoholkranken Vater, arbeitet in einem Gefängnis und interessiert sich für alles, was andere Menschen abstoßend oder eklig finden. Als Rebecca in ihr Leben tritt, ändert sich dieses schlagartig und sie wird Teil etwas Unverzeihlichen.
Puh, das war mein erster Roman von Otessa Moshfegh und ich habe schon viel über die Absurdität dessen gelesen. Dennoch war ich überrascht, wie unheimlich anstrengend dieses Buch war. Eileen ist eine absolut unsympathische Protagonistin, die vor Fett_Dick_Feindlichkeit nur so strotzt. Und ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, dass auf jeder dritten Seite eine diskriminierende Bemerkung steht. Am Anfang habe ich versucht, dies mit ihrem geringen Selbstwert (der ebenfalls alle drei Sätze erwähnt wird) und ihrer eigenen Essstörung zu entschuldigen aber es wurde einfach unerträglich mit der Zeit. Am Ball hielt mich nur die Spannung, die durch Rebecca passieren sollte, welche dann in unter fünfzig Seiten aufgelöst wurde und zwar raffiniert angegangen wurde, irgendwas aber am Ende verpasste. Ihr merkt schon, das Buch hat mir leider gar nicht gefallen und ich glaube, ich habe von der Autorin auch erstmal keine Lust auf Weiteres. Schade!

Profile Image for j.and.the.boys .
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November 6, 2025
. Magst du „Wierd Girl Fiction“?
Sind eigensinnige Protagonistinnen dein Ding?
Magst du Geschichte bei denen du dich immer
wieder fragst…
was kommt jetzt bitte wieder?
Dann sollst du „Eileen“ unbedingt lesen! 5/5 ⭐️

. Worum geht es genau…
Eileen Dunlop hasst sich und die Welt. Verantwortlich für ihren alkoholkranken Vater, arbeitet sie in einer Vollzugsanstalt für jugendliche Straftäter.
Eines Tages entwickelt sich eine Freundschaft zur neuen aufgeschlossenen Kollegin, doch diese Freundschaft entwickelt sich anders als erwartet.

. In „Eileen“ folgen wir Eileen als Ich- Erzählerin, die ein Blick auf ihre Vergangenheit wirft.
Ihre Mutter ist verstorben und so lebt sie alleine mit ihrem Alkoholabhängigen Vater in einem vernachlässigten Haus.
Lethargisch nimmt uns Eileen mit auf eine Reise durch Tagträume,Spirituosengeschäfte, der Vollzugsanstalt, ungewaschener Kleidung, Ausdünstungen und ihrem täglichen Chaos. Ihr Leben ist nicht einfach zu verdauen. Doch schnell blickt man hinter die Fassade aus Langeweile und Gleichgültigkeit und erkennt eine zutiefst traumatisierte Frau, die es viel zu lange nicht aus ihrem alltäglichen Trott schafft.
Mosfegh versteht es interessante Protagonisten zu erschaffen, die sich auf ihre eigene Art und Weise aus ihrer Melancholie, ihrem Schwermut und ihrem Leben retten.
„Eileen“ ist eine ungemütliche Geschichte, die mich gefesselt und in ihren Bann gezogen hat.
Mosfeghs Schreibstil ist sehr klar, rau und augenöffend und dadurch vermute ich ist diese Buch höchstwahrscheinlich nicht jedermanns Geschmack.
Für mich persönlich war es ein bizarres kleines Highlight! 🖤
Profile Image for Lea.
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June 6, 2021
Ich liebe Ottessa Moshfegh. Ich glaube viele Menschen gehen an das Buch mit falschen Erwartungen ran (shame an meine Bücherei, dass sie das Buch zu den Thrillern stellen). Es ist kein Thriller. Es hat keinen krassen Plottwist. Es plätschert eher leise vor sich hin und hinterlässt einen Abdruck im Gehirn. Viele Menschen übersehen glaube ich auch die Kritik an der Amerikanischen Gesellschaft um die 60er herum, die noch viel das heutige Leben prägt. Die Geschichte ist vielschichtig und super clever! Love it.
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