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Distraction
Near future Earth and a new cold war is in full swing - the Dutch Cold War. The US is a shadow of its former self and in hock to Europe, its infrastructure falling apart at the seams and with nomadic tribes roaming from state to state living according to no one's rules but their own. Oscar Valpariso, spin doctor to possibly the next president ,is only half human but if he can straighten out his love life and solve a worldwide crisis that only he has noticed, America should be ripe for the taking . . .
489 pages, Paperback
First published October 1, 1998
About the author
Bruce Sterling
363 books1,226 followersBruce Sterling is an author, journalist, critic and a contributing editor of Wired magazine. Best known for his ten science fiction novels, he also writes short stories, book reviews, design criticism, opinion columns and introductions to books by authors ranging from Ernst Jünger to Jules Verne. His non-fiction works include The Hacker Crackdown: Law and Disorder on the Electronic Frontier (1992), Tomorrow Now: Envisioning the Next Fifty Years (2003) and Shaping Things (2005).
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Community Reviews
Displaying 1 - 2 of 2 reviews
October 2, 2023
SFFS-Lesezirkel 2023
Fertig. Ich hatte doch ein paar Schwierigkeiten mit dem Buch. Es scheint zu lang zu sein, da, für mich gefühlt, nichts passiert. Interessante Beschreibung der USA in einer nahen Zukunft, in einem politisches System das ich nicht wirklich nachvollziehen kann.
War immer wieder nett, ein halbe Stunde reinzulesen, um es dann wieder weg zu legen. Gestern noch ein letzter Kraftakt, um es für den Freitag durchzubringen.
Fertig. Ich hatte doch ein paar Schwierigkeiten mit dem Buch. Es scheint zu lang zu sein, da, für mich gefühlt, nichts passiert. Interessante Beschreibung der USA in einer nahen Zukunft, in einem politisches System das ich nicht wirklich nachvollziehen kann.
War immer wieder nett, ein halbe Stunde reinzulesen, um es dann wieder weg zu legen. Gestern noch ein letzter Kraftakt, um es für den Freitag durchzubringen.
September 27, 2023
1998 schrieb Sterling diese Zukunftsvision einer USA im Jahr 2044. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der zukünftigen politischen Landschaft. Schön finde ich, zur Abwechslung mal keine reine Dystopie oder Utopie vorgesetzt zu bekommen. Sterling extrapoliert auch nicht einfach die (damalige) Gegenwart in die Zukunft, sondern rechnet gegenläufige Effekte mit ein. Wie heißt es doch so schön? „Ein guter Science Fiction Autor sagt nicht das Auto vorher, sondern den Stau.“ Das gelingt hier zumindest teilweise.
Besonders aktuell erscheinen zwei unkonventionelle bzw. durchgeknallte Politiker-Charaktere. Als ich das Buch 2001 zum ersten Mal gelesen habe, kamen mir die Typen absurd vor. Heute frage ich mich hingegen, wie Sterling einen Donald Trump vorhersehen konnte.
Eine Stärke der Vision ist, dass sie Aspekte betrachtet, die (damals) unveränderlich schienen. Die Rolle von Geld, das 2-Parteien-System der USA, die Dominanz der WASPs (White Anglo Saxon Protestants). Die Art und Weise, wie neue Technologie zu neuen sozialen Strukturen führt. Das Verhältnis der Gesellschaft zur Wissenschaft.
Sterling versucht, das Wesen der US-amerikanischen Gesellschaft auf den Punkt zu bringen. Und bei aller Kritik ist das Buch auch ein Glaubensbekenntnis an das Land und seine Fähigkeit, sich stets der Zukunft zuzuwenden. Amerikaner räumen nicht den Dreck auf, den sie hinterlassen haben, sie bringen auch nicht Ordnung ins Chaos, sie schreiten voran in eine neue Welt, koste es, was es wolle.
Cory Doctorow hat sehr viele Ideen aus dem Buch in seinen eigenen Roman „Walkaway“ einfließen lassen. Dass er Sterling im Nachwort nicht dankt, halte ich für eine Unverschämtheit. Zumindest hat Doctorow in seinem Blog mal ein Rave-Review auf Distraction (=Brennendes Land) geschrieben. Es lohnt sich auf jeden Fall, beide Romane zu lesen. Gerade wegen der gemeinsamen Elemente und der dann doch unterschiedlichen Bewertungen.
Besonders aktuell erscheinen zwei unkonventionelle bzw. durchgeknallte Politiker-Charaktere. Als ich das Buch 2001 zum ersten Mal gelesen habe, kamen mir die Typen absurd vor. Heute frage ich mich hingegen, wie Sterling einen Donald Trump vorhersehen konnte.
Eine Stärke der Vision ist, dass sie Aspekte betrachtet, die (damals) unveränderlich schienen. Die Rolle von Geld, das 2-Parteien-System der USA, die Dominanz der WASPs (White Anglo Saxon Protestants). Die Art und Weise, wie neue Technologie zu neuen sozialen Strukturen führt. Das Verhältnis der Gesellschaft zur Wissenschaft.
Sterling versucht, das Wesen der US-amerikanischen Gesellschaft auf den Punkt zu bringen. Und bei aller Kritik ist das Buch auch ein Glaubensbekenntnis an das Land und seine Fähigkeit, sich stets der Zukunft zuzuwenden. Amerikaner räumen nicht den Dreck auf, den sie hinterlassen haben, sie bringen auch nicht Ordnung ins Chaos, sie schreiten voran in eine neue Welt, koste es, was es wolle.
Cory Doctorow hat sehr viele Ideen aus dem Buch in seinen eigenen Roman „Walkaway“ einfließen lassen. Dass er Sterling im Nachwort nicht dankt, halte ich für eine Unverschämtheit. Zumindest hat Doctorow in seinem Blog mal ein Rave-Review auf Distraction (=Brennendes Land) geschrieben. Es lohnt sich auf jeden Fall, beide Romane zu lesen. Gerade wegen der gemeinsamen Elemente und der dann doch unterschiedlichen Bewertungen.
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