The combined mind-force of a telepathic race, Patternist thoughts can destroy, heal, rule. For the strongest mind commands the entire pattern and all within. Now the son of the Patternmaster craves this ultimate power, He has murdered or enslaved every threat to his ambition--except one. In the wild, mutant-infested hills, a young apprentice must be hunted down and destroyed because he is the tyrant's equal... and the Patternmaster's other son.
Octavia Estelle Butler was an American science fiction writer, one of the best-known among the few African-American women in the field. She won both Hugo and Nebula awards. In 1995, she became the first science fiction writer to receive the MacArthur Foundation "Genius" Grant.
After her father died, Butler was raised by her widowed mother. Extremely shy as a child, Octavia found an outlet at the library reading fantasy, and in writing. She began writing science fiction as a teenager. She attended community college during the Black Power movement, and while participating in a local writer's workshop was encouraged to attend the Clarion Workshop, which focused on science fiction.
She soon sold her first stories and by the late 1970s had become sufficiently successful as an author that she was able to pursue writing full-time. Her books and short stories drew the favorable attention of the public and awards judges. She also taught writer's workshops, and eventually relocated to Washington state. Butler died of a stroke at the age of 58. Her papers are held in the research collection of the Huntington Library.
Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und einige Übersetzungen (Hausmeister? Mustermeister?) klingen wörtlich total beknackt, keine Ahnung, wie die in der offiziellen Übersetzung ins Deutsche übertragen wurden. Daher sorry für Denglisch in der Rezension.
Dem Schüler Teray ist es gelungen, als Lehrling von Housemaster Joachim angenommen zu werden. Zusammen mit seiner jungen Ehefrau Iray verlässt er daher endlich die Schule. Bevor sie in Joachims Sektor gelangen, müssen sie jedoch einen Zwischenstopp einlegen bei Housemaster Coransee. Der hat es auf den begabten Teray abgesehen und leider, wie sich herausstellt, Joachim in der Hand. Das aussichtsreiche Lehrlingsverhältnis endet, bevor es beginnen konnte und Teray sieht sich, rechtlich von Iray getrennt, als abhängiger Outsider in den Diensten Coransees wieder. Ein Jahr hat er Zeit, sich zu entscheiden, ob er lieber sterben oder seine geistige Freiheit aufgeben und sich als Lehrling Coransee andienen will. Dieser hat große Zukunftspläne - er will den sterbenden Pattermaster Rayal - Coransees und Terays leiblichen Vater - ablösen und die Macht über alle Patternisten erlangen.
Das Buch ist eine echte Empfehlung! Die Darstellung der "Magie", des sogenannten Patterns, als zugleich Instrument von Erkenntnis, gefährliche Waffe, Kommunikationsmittel aber vornehmlich soziale Komponente ist sehr gelungen. Die Charaktere sind vielschichtig. Zur Abwechslung muss ich nicht darüber schreiben, dass das Buch halt leider alt und daher fehlerbehaftet ist. Die Darstellung der Frauen ist großartig und hält modernen Ansprüchen stand, selbst wenn oder gerade weil nicht jede Frau sich in einer besonders starken Position befindet, das Buch jedoch sensibel mit dieser Tatsache umgeht (und sie überhaupt wahrnimmt). Sie haben eigene Ziele, finden sich in ganz unterschiedlichen Rollen wieder und treffen im Rahmen ihrer Möglichkeiten oder auch darüber hinaus eigene Entscheidungen (und fordern diese Option für sich und andere ein). Das Thema Freiheit ist ganz zentral und die verschiedenen Abhängigkeiten und die gegenseitige Beeinflussung sowohl von Einzelpersonen als auch innerhalb verschieden zusammengestellter Gruppen (Paare, Cliquen, Häuser, Reisegruppen etc.) als auch ganzer Bevölkerungsgruppen wird facettenreich dargestellt. Der Hauptcharakter erkennt wiederholt, dass seine Vorurteile gegenüber als schwach, unzivilisiert oder anderartig dargestellter Bevölkerungsgruppen dem Kennenlernen des Individuums nicht standhalten.
Die überaus talentierte Autorin weiß ihre eigenen Erfahrungen sowohl als Frau als auch als Schwarze zu einem überaus interessanten Roman zu verarbeiten. Der Text liest sich runter wie nix und wedelt, trotz der starken Themenfokussierung, nie mit dem erhobenen Zeigefinger.
Ich bin ganz begeistert. Und dabei habe ich neulich gelesen, dass ihre Romane in Veröffentlichungsreihenfolge tendenziell besser werden. o.O Werde mir also beizeiten auf jeden Fall noch weitere Bücher von Octavia Butler zu Gemüte führen und empfehle sie wärmstens allen weiter, die wie ich ab und an mal Gehirnbleiche von den überall empfohlenen weiß-männlich dominierten "Klassikern" des Genres brauchen. Warum zum Geier quäle ich mich dauernd damit rum und muss Butler in irgendeiner kruden Goodreads-Liste "entdecken"!?
3.5* Ich fand sehr spannend wie in diesem Teil viele Dinge aus den vorherigen Teilen der Reihe zusammen kamen und man gleichzei sehen konnte wie sich die Welt weiter entwickelt hat. Die Geschichte wirkt allerdings wieder ziemlich in sich abgeschlossen und wir folgen wieder neuen Figuren. Ich fand die Geschichte spannend und fand auch die Figuren interessant, besonders Amber. Mein grösster Kritikpunkt war allerdings das Ende, welches etwas abrupt wirkte und auch nicht ganz abgeschlossen.
"Als der Seelenmeister starb" ist die deutsche Ausgabe von Mind of My Mind (1977) von Octavia E. Butler. Chronologisch spielt er nach “Wilde Saat”. Hauptfigur ist dieses Mal Mary, eine junge Frau mit extrem starker telepathischer Begabung. Sie wird von Doro, einem jahrtausendealten Körperwechsler und Züchter von Psi-Begabten, großgezogen. Doro versucht seit Generationen, durch gezielte Fortpflanzung eine neue, überlegene Menschheit zu schaffen. Mary versucht jedoch, andere Telepathen und Telepathinnen zu einem Netzwerk des Widerstands zusammenzuschließen und sich so Doros Kontrolle zu entziehen. Im Fokus dieser Fortsetzung steht die Frage, ob das neue telepathische Kollektiv wirklich Befreiung bedeutet. Oder handelt es sich bloß um eine neue Form der Unterwerfung? Butler erzählt das vergleichsweise knapp und direkt und nutzt wie schon der Vorgänger ein scheinbar abseitiges Sci-Fi-Szenario für eine packende Gesellschaftsstudie.