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Magog

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Als Ronald Bender seine Stelle als Hausmeister im Nobelinternat des verschlafenen Städtchens Kraisfelden antritt, ahnt er noch nicht, was ihn erwartet. Doch während seine schlimmsten Alpträume Wirklichkeit werden, wird ihm eines immer Aus den Zimmern der Hölle kann man nicht entkommen, weil jede Tür wieder zurückführt...

517 pages, Paperback

First published January 1, 1990

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About the author

Wolfgang Hohlbein

617 books457 followers
Wolfgang Hohlbein is a German author of science fiction, fantasy and horror fiction who lives near Neuss, North Rhine-Westphalia. His wife, Heike, is also a writer and often works with her husband. She often comes up with the story ideas and therefore is generally credited as co-author. Their daughter, Rebecca, is also a writer.

Writing short stories since age 15, Hohlbein was first recognized as an author after sending in a manuscript he and his wife had written at a fantasy and science fiction writing contest in 1982. They won and their book, Märchenmond (English title: "Magic Moon"), was published by Ueberreuter Publishing, soon becoming a bestseller and winning several awards. It is one of their greatest successes till today.

Many of his more than 200 books are translated and published in many European countries as well as in South Korea. Yet for many years none of his works had been translated into English. In 2006, Magic Moon was translated into English and published in the United States.

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March 17, 2026
„Magog“ begann im strömenden Regen mit Ronald Benders Ankunft in Kraisfelden, wo er eine Stelle als neuer Hausmeister des örtlichen Internats antreten sollte. Die Dynamiken an der Schule mit dem etwas devoten Direktor Zombeck und „der Steller“ an seiner Seite mochte ich sofort, die meisten Lehrer traten lediglich kurz zur obligatorischen Bekanntmachung auf, doch rasch wurde auch ein aufmüpfiger Junge vorgestellt, der sich unserem Protagonisten entgegenstellte: Werner. Weil sein Großvater maßgeblich an der Finanzierung der Einrichtung beteiligt war, konnte er sich nahezu alles erlauben, so schlug er am Tag von Benders Ankunft nachts auf dem Flur beispielsweise beinahe den schüchternen Ricky tot, wobei Bender ihn aufhielt.
Ich liebte das alte, verwinkelte Gebäude mit seinen schier endlosen Treppen und Gängen als Setting, desgleichen die Straßen des kleinen Dorfes Kraisfelden. Wenige Szenen spielten in den Katakomben unter dem Internat, gleichwohl hätte man diesen Schauplatz sicher ebenfalls stärker ausnutzen können.
Am Ende der ersten vier (von sechs) Teile stand je ein Traum von Bender, in dem es um die Vergangenheit des Ortes im zweiten Weltkrieg ging. (SPOILER) Ein gewisser Sänger schmiedete mit zwei anderen Dorfbewohnern den Plan, eine Wagenladung Goldbarren von einer Gruppe Soldaten zu stehlen, welche diese wiederum widerrechtlich in ihren Besitz gebracht hatte. (SPOILER) Ich fand diese Träume sowohl ein wenig zäh als auch zunächst verwirrend.
Die Geschichte entwickelte sich zunehmend zum Okkultismus hin, was man bereits dem Klappentext hatte entnehmen können, ehe sich das Übernatürliche auf den letzten hundert Seiten voll entlud. Mir wurde es dort leider ein bisschen zu viel, irgendwann zog sich der Plot einfach nur noch – schade! Bei Hohlbein sind die Enden häufiger das Problem (SPOILER) und nicht selten verlieren die Charaktere dabei allmählich ihre Züge, werden entweder zu entstellten „Fratzen“ oder aber von einem „höheren Wissen“ geleitet: Ganz viel spüren sie einfach, das sich nicht in Worte fassen lässt, nicht selten treten Inkarnationen des Bösen auf. Nach dem dritten Mal, dass Werner mit seinem Motorrad auf jemanden zuraste, las sich dies gewiss nicht mehr spannend, zudem hätte ich die Verbindung zur Kriegszeit nicht gebraucht.
Zum Schluss wurde enthüllt, Bender sei der Sohn einer jüdischen Gefangenen, welche damals für den Goldraub beschuldigt worden war, den ihr Mann geplant, jedoch nicht ausgeführt hatte, da Sängers Truppe ihm zuvorgekommen war. Dieser hatte anschließend Bender adoptiert und war Werners gefürchteter Großvater im Rollstuhl. (SPOILER ENDE)
Hohlbein mischte dazu noch die Religion mit den biblischen Völkern Gog und Magog, welche sich kämpferisch gegenüberstehen, zudem wurde enthüllt, Gott gäbe es nicht, einzig der Dunkle Herr herrsche über die Welt. Ich blickte nicht ganz durch, um ehrlich zu sein.
Fazit: „Magog“ begann vielversprechend mit grandiosem Setting und Protagonisten, das Ende war hingegen zu langatmig-abstrus. Für die Internatsatmosphäre am Anfang ist der Roman dennoch allemal lesenswert, mich erinnerte sie an Burg Schreckenstein.
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