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Mary Shelleys Zimmer: Als 1816 ein Vulkan die Welt verdunkelte

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1815 explodiert auf einer indonesischen Insel der Tambora. Es ist der heftigste Vulkanausbruch der Neuzeit und bewirkt enorme Klimaveränderungen. Kalt und dunkel wird es, auch in Europa kommt es zu einem Jahr ohne Sommer.

Timo Feldhaus folgt der riesigen Schwefelwolke, die die Welt verdüstert, und beobachtet, was unter ihr geschieht: Goethe entdeckt die Wolkenwissenschaft, Caspar David Friedrich malt giftgelbe Sonnenuntergänge, Napoleon sitzt einsam auf der Insel St. Helena und hat alles verloren. Ein Mädchen sieht ihre Familie verhungern und irrt durch ein Deutschland, in dem die nationale Idee aufkeimt.

In Genf kommt es zu einer künstlerischen Eruption: Die 18-jährige Mary Shelley, gerade mit ihrer Liebe aus London geflohen, versteckt sich vor den Unwettern bei Lord Byron, dem ersten Rockstardichter. Hier kommt dem stillen, hochtalentierten Mädchen die Idee für ihren ersten Roman: die Geschichte von Frankenstein und seinem Monster, die erste Science-Fiction.

Timo Feldhaus beschreibt einen Himmel und eine Welt im Umbruch – die der heutigen überraschend ähnlich ist. Es ist eine außergewöhnliche Liebesgeschichte inmitten einer Klimakatastrophe.

317 pages, Hardcover

Published May 1, 2022

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About the author

Timo Feldhaus

3 books2 followers

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Community Reviews

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16 (10%)
1 star
5 (3%)
Displaying 1 - 16 of 16 reviews
Profile Image for Mona.
192 reviews7 followers
May 11, 2024
Leider stellenweise verschenktes Potential. Timo Feldhaus musste sich erstmal warm schreiben. Während ich am Anfang noch über seltsam anbiedernd-moderne Wendungen gestolpert bin, wurde der Text immer flüssiger. Trotzdem hätte man aus der Naturkatastrophe noch viel mehr machen können! So bleibt, im Vergleich zu Illies' lakonischem Witz und Eilenbergers philosophischen Zusammenhängen, wenig haften.
Profile Image for Nicole.
1,232 reviews35 followers
December 18, 2022
Als Sachbuch deklariert liest sich dieses Buch wie ein Roman. Wir springen zwischen den verschiedenen Menschen/Schicksalen hin und her und auch in der Zeit herum, was die Lektüre manchmal ein wenig erschwert. Die Kapitel haben dafür eine angenehme Kürze, so dass man beim Lesen zügig vorwärts kommt. Die Passagen um Caspar David Friedrich haben mir am wenigsten gefallen, aber ich kann ja auch mit Kunst, insbesondere mit der Malerei, nichts anfangen. Trotz des belletristischen Charakters ging mir manchmal auch das Infodumping auf die Nerven.
Hingegen hätten die Kapitel um Sumbawa nach meinem Geschmack durchaus mehr und länger sein dürfen. Timo Feldhaus gelingt es jedenfalls, den Leser bzw. die Leserin lebendig mit in die Vergangenheit zu nehmen.
Profile Image for Nouvel Diamant.
540 reviews14 followers
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October 6, 2022
Ich fand das Buch interessant, aber nicht überragend:
Vieles wirkt konstruiert und zufällig, als name-dropping (Jahn, Schubert, das Floss der Medusa, eigentlich auch die Episoden um Napoleon) oder lieblos (bspw. Kinder werden geboren, geherzt und dann nie wieder erwähnt & ähnlich mit Polidori).
Ich meinte, im weitesten Sinne könnte man spekulieren das Leben bspw. von Mary Shelley und Lord Byron wäre ähnlich verlaufen, auch wenn der Vulkan nicht ausgebrochen wäre - auch hier also eher 'dünnes Eis'.
Profile Image for Szymon.
769 reviews45 followers
August 11, 2025
DNFed bei 50%. Premisse war spannend, aber die Kapitel, die auch wirklich mit dem Vulkanausbruch waren zu inkonsequent und die Kapitel über Mary, so spannend sie auch waren, lasen sich irgendwann auch nicht mehr gut. Oh well.
Profile Image for Brigitte.
413 reviews
October 6, 2022
Der Anfang war noch interessant mit den Gedanken, was alles geschehen ist in dem Jahr als der Vulkan ausbrach.
Jedoch mit der Zeit werden die Episoden immer zäher zu lesen und langweilig, die Charaktere wirken auf mich zienlich unsympatisch.
Profile Image for Ulrike.
15 reviews1 follower
October 9, 2023
Die Welt der europäischen revolutionären Dichter und Denker rund um das Jahr 1816, dem "Jahr ohne Sommer", das seinen Namen den Klimaveränderungen nach dem Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora verdankt. Unterhaltsam, klug und sehr persönlich, um nicht zu sagen, mit feinem Klatsch und Tratsch überzogen.
Profile Image for BetweenLinesAndLife.
455 reviews7 followers
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May 12, 2025

[English Version below]

Genial konstruiertes, verbundenes Buch, poetisch geschrieben, wie es viel mehr Sachbücher sein sollten.
Guter Fokus, klare Linie und doch vielfältig und vielschichtig erzählt. Zu mancher Stelle werde ich zurückkommen!

Brilliant constructed and connected, very poetic as more non-fiction should be.
Clear focus, yet varied. I will return to it for sure!
Profile Image for Simon Spiegel.
Author 11 books7 followers
November 18, 2023
Das Vorbild, Florian Illis' «1913», ist deutlich spürbar. Ähnlich wie Illis erzählt Feldhaus, wie die verschiedensten kulturellen, sozialen und politischen Ereignisse in einem einzige Jahr zusammenhängen. Anders als bei Illis gibt es aber einen klaren Fokus – respektive zwei. Da ist einerseits der Ausbruch des Tamboras, der zum "Jahr ohne Sommer" und in der Folge zu zahlreichen Verwerfungen führt, andererseits der Kreis um die Shelleys un Lord Byron mit Mary Shelley als Hauptfigur.

Das Ergebnis ist zwar sehr interessant, nicht zuletzt, weil Feldhaus viel halb vergessene Episoden in Erinnerung ruft, insgesamt auch gut lesbar, sprachlich erreicht Feldhaus aber nicht das Niveau von Illis (oder Kehlmann, der wohl auch ein Vorbild war). Es gibt immer wieder Anachronismen (Mary ist z.B. "nerdy"), die offensichtlich gewollt sind, aber nicht wirklich funktionieren.
Profile Image for Frau Nana.
20 reviews
September 25, 2024
ABGEBROCHEN – oh man, so traurig, weil ich mich so auf das Buch von Timo Feldhaus gefreut habe, aber ich kam so gar nicht an „Marry Shelleys Zimmer“ ran. Ich hab über ⅓ des Buches gelesen und fühle mich immer noch nicht abgeholt. Ich finde mich überhaupt nicht in die Geschichte ein, obwohl sie im Klappentext mich absolut abgeholt hat. Dazu kommt noch das ganze Name-Dropping. Sorry, aber ich lege es weg und eventuell fange ich nochmal zu einem anderen Zeitpunkt an. Momentan ist es für mich nur Zeitverschwendung.
Profile Image for Mathilda.
10 reviews
January 11, 2025
Ich weiß nicht, wie ich das Buch fand. Es hat mich nicht gecatcht und ich hatte erst ab Seite 150/200 das Gefühl, ein wenig drin zu sein. Viele Aspekte fand ich spannend und trotzdem hatte es so vibes, dass der nächste logische Schritt nachdem man das Buch gelesen hat ist, auf Dinnerpartys zu gehen und über den intellektuellen Zerfall unserer Gesellschaft zu reden oder so nen Bums.
Profile Image for Miriam.
1,181 reviews9 followers
April 22, 2025
A very interesting book about the year 1816, in which no summer arrived in the world after Tambora erupted and spewed ash into the atmosphere. Mary Shelley is the main focus, but the author also brings in Goethe, Friedrich, Jahn, Byron, and all sorts of people all over the world. It's a bit strange as a mixture of fiction and nonfiction, but over all I liked it.
4 reviews
March 9, 2023
schöner und spannender geschrieben und mit mehr berühmten Characteren als "1816 Das Jahr ohne Sommer", aber das Leiden und der Hunger der einfachen Menschen als Folge des Ernteausfalles werden nur am Rande erwähnt.
Profile Image for Julebu.
182 reviews3 followers
July 1, 2022
So unterhaltsam und interessant, es liest sich flüssig und genüsslich. Erinnert an 1913 von Illies, das ich auch geliebt habe. Viel zum parallel nachlesen. Sehr gut.
Profile Image for Pascal.
309 reviews54 followers
January 21, 2025
Ein Buch wie kitschige Historiendokus mit Menschen, die schlechte Perücken tragen. Der Ansatz, die Blüte der Romantik anhand eines weltumfassenden Klimaereignisses zu beschreiben, klingt genial. Das Buch fokussiert sich vor allem auf die progressiven Aspekte des Lebens zu dieser Zeit – ebenfalls originell!

Das Ergebnis ist leider eine äußerst einseitige Erzählung in einem Stil, der seine monumentalen historischen Figuren nie recht zu fassen bekommt. Das mag auch am eher modernen Klang der Sprache liegen, die zum Jahr 1816 nicht so recht passen will. Der moderne Klang erhöht die Zugänglichkeit, zerstört aber auch die historische Atmosphäre, die ich erwarte, wenn man ein solches Thema schon fiktionalisiert. Denn wieso sollte man es sonst fiktionalisieren, wenn nicht, um es zu beleben?

Ich hätte dieses Buch sehr gern als Sachbuch gelesen. Denn spannend sind die Themen allemal – nur für mich persönlich unlesbar, ohne einzuschlafen.
Displaying 1 - 16 of 16 reviews

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