Ich wünsche mir... ein spannendes Sams, ein witziges Sams, ein funkelnagelneues Sams! Hätte Martin Taschenbier das Sams und die Sams-Rückholtropfen bloß nicht mit auf seine Klassenreise genommen! Denn sein Lehrer stiehlt die Tropfen und eignet sich das Sams an. Aber das geht nicht so einfach, denn das Sams gehört nun mal zur Familie Taschenbier. Wünscht sich jemand anders etwas von ihm, haben seine Wünsche unerwartete Nebenwirkungen. Und dem Sams selbst geht es dabei auch immer schlechter... Also machen sich Martin und seine Freunde Tina und Roland auf, das Sams zu retten. Bis ihnen das gelingt, gibt es jedoch noch jede Menge Verwicklungen, Vertauschungen, Sams-Gedichte und hochkarätige Spannung!
Paul Maar is one of the most important modern German writers for children and young people. He is a novelist, playwright, translator and illustrator.
He was born on 13 December 1937 in Schweinfurt. After the early death of his mother he lived with his grandfather in the rural area of Theres in northern Bavaria. He went to school at the Gymnasium in Schweinfurt, and later studied at the State Academy of Arts in Stuttgart. He then worked as a stage designer and stage photographer for the Franconian castle theatre Massbach. After that he spent ten years as an art teacher. Since 1976 he has worked as a freelance writer. He lives in Bamberg with his wife and three children.
Die „Sams“-Reihe von Paul Maar zählt zu den allerersten Geschichten, die mir als Kind vorgelesen wurden und sind deshalb zu einem Stück Kindheit in Buchform für mich geworden. Wie oft ich die Geschichten um das vorlaute Sams und den schüchternen Herr Taschenbier seit dem gelesen habe, kann ich gar nicht zählen. Letzte Woche habe ich spontan nochmal Lust auf einen Reread bekommen und im Anschluss beschlossen, eine kurze Sammelrezension zu schreiben, um zu beschreiben, was diese Kinderbuchklassiker für mich ausmachen...
Star der Geschichten, die mittlerweile auf 12 offizielle Bände angewachsen sind, von denen ich aber vor allem die klassischen ersten sieben immer wieder zur Hand nehme, ist natürlich das namensgebende Sams. Mit seiner frechen Art, seinen Liedern, Reimen und schrägen Ideen, hat mich der rothaarige Racker im Taucheranzug schon als Kind fasziniert und bei jedem Lesen für viele Lacher gesorgt. Egal ob Spottlieder auf miesepetrige Erwachsene, unkonventionelle Frühstückkombinationen oder fehlgeschlagene Wunschexperimente, das Sams bringt einen ordentlichen Schuss Anarchie und Verrücktheit in die Bücher. Teil des Charmes der Geschichten sind definitiv auch die liebenswerten wie schrulligen Nebenfiguren wie beispielsweise Herr Mohn mit seiner Haustierkolonne, die strenge Vermieterin Frau Rotkohl oder in späteren Bänden andere Familienmitglieder der Taschenbiers. Diese sind immer selbstironisch und nuanciert gezeichnet (auch die Frauenfiguren!), sodass die Sams-Reihe anders als andere Kinderbuch-Klassiker ganz großartig gealtert ist und sich heute so gut liest wie vor Jahrzehnten.
Neben dem großartigen komödiantische Timing des Autors, finde ich auch vor allem spannend, wie das Sams Leben in den Alltag der schüchternen, verstockten Hauptfigur Bruno Taschenbier bringt und eine tolle Botschaft vermittelt. Denn dieser entwickelt sich im Laufe der Geschichten zu einer ausgeglichenen Person, die Verantwortung übernimmt und sich zutraut, sein Leben zu gestalten. So erzählen die Sams-Bücher neben dem unterhaltsamen Klamauk der Sams´schen Streiche im Kern davon, aus sich heraus zu kommen, sich genau zu überlegen, was man sich wünscht und Mut zu fassen, sein eigenes Leben aktiv zu gestalten. Die Geschichten zeigen immer wieder: auch wenn man als samsloser Mensch keine Wunschpunkte zur Verfügung hat, kann man mit Mut, Eigeninitiative, unkonventionellem Denken und guten Freunden sehr weit kommen und sich viele Wünsche erfüllen. Und diese Botschaft wird auf so einzigartig herzergreifende und lustige Art und Weise vermittelt, dass Groß und Klein sie einfach lieben müssen!
Fazit Eine Kinderbuchreihe voller Witz, Fantasie und zeitloser Botschaften - aus meiner Sicht ist die "Sams"-Reihe absolut zurecht ein Klassiker und für mich persönlich ein Stück Kindheit in Buchform!
Wie auch die ersten Bücher vom Sams sehr kurzweilig und schon geschrieben. Maar ist einfach Meister der Wortkunst. Wir lesen immer abends vor dem Schlafen gehen und meine Tochter wollte immer kaum aufhören zuzuhören. In diesem Buch wird das Sams entführt und wird durch die unrechtmäßig gewünschten Wünsche krank und konnte sogar für immer verschwinden. Gut, dass es die Taschenbiers und ihre Freunde gibt, die das Sams retten. Wir freuen uns schon auf den nächsten Band.
Ich mag die Sams Bücher ansonsten eigentlich sehr gerne und meine Tochter liebt sie, aber zu lesen wie Herr Daume das Sams behandelt fand ich sehr dark. Wie er es einsperrt, bedroht und manipuliert, hat mich eher nachdenklich gemacht, aber das ist vielleicht nur eine sehr persönliche Wahrnehmung.
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Ein tolles Buch, ich mag ja sowieso die Bücher von Paul Maar. Dieser band war für mich der spannenste, der Film gefiel mir auch sehr gut. Eine Verfolgung. Wünschen. Ein Sportlehrer. Die blauen Punkte.
Es sollte ja eigentlich ein Abschluss der Sams-Reihe sein, doch Paul Maar schrieb danach noch 2 Sams-Bücher.