In den Rezensionen hier schrieb jemand, dass es an den Tatortreiniger erinnert und witzigerweise war das auch mein Gedanke beim Hören. Tatsächlich ist das Konzept irgendwie ähnlich, nur dass der Protagonist in einzelnen Episoden nicht mit den Hinterbliebenen spricht, sondern eben mit der/dem Toten.
Mich hat das Hörbuch sehr berührt. Der Trailer hat mir gut gefallen und auch die Geschichte enttäuscht nicht. In Einzelnen Episoden begleiten wir immer mehr Tote auf ihrem Weg ins Licht und erfahren so gleichzeitig mehr über den Protagonisten und die Jenseits-Agentur. Die Anlehnung an die deutsche Bürokratie und Themen wie Digitalisierung, Urlaub & Co. fand ich sehr gelungen und lässt einen doch schmunzeln. Auch mit Tiefgang kann das Hörbuch glänzen und ich habe nicht selten über meine eigenen Lebensträume und Ziele nachgedacht und wofür man doch eigentlich lebt. Mein einziger Kritikpunkt ist jedoch, dass es gefühlt in jeder einzelnen Episode immer um das Thema Liebe/Partnerschaft geht und egal, ob beabsichtigter oder ungewollter Tod - die vorherige(n) Beziehung(sprobleme) sind das erste Gesprächsthema oder Grund des Todes. Als gäbe es keine anderen Gründe, Suizid zu begehen oder als wäre dass das einzige, was man nach dem Tod bedauern würde.
Insgesamt ein gelungenes Hörbuch mit einem tollen Sprecher, einer Portion Witz und Tiefgang. Das Ende lässt noch einiges offen für die nächsten Teile, die ich auf jeden Fall anhören werde.