Dieses Buch war für mich ganz überwältigend und hat mich für die zwei Tage, an denen ich es gelesen habe, aus der Bahn geworfen.
Ich habe das Buch nicht Frank Ocean wegen, sondern Sophie Passmann wegen gelesen. Deshalb werde ich mich auch keine Zeile darüber beschweren, dass dieses kurze Meisterwerk gar nicht von seinem Namensgeber handelt. Schon ein wenig; aber viel mehr bildet Frank Oceans' Album "Blonde" die Hintergrundmusik für Sophies Anekdoten aus einer Zeit, in der sie verdammt manisch war.
Der Anfang ist erschreckend und wunderbar zugleich und zerrt einen direkt in das Seelenleben von manischer Sophie aus 2016. Schon komisch, wie viel ich mit dieser Person gemeinsam habe.
Für mich besteht kein Zweifel daran, dass Sophie eine atemberaubend gute Wortgewandtheit hat, für die ich ausschließlich dankbar sein kann.
Ich weiß nicht ob ich das Recht dazu habe, aber ich bemängel mal trotzdem die Länge. Viel zu kurz. Liegt aber vielleicht daran, dass das Album von Frank Ocean auch viel zu kurz ist.
Alles an diesen Zeilen hat mir unglaublich gut gefallen, ich denke, ich werde es irgendwann in vielleicht gar nicht so ferner Zukunft erneut lesen.