das war ein kleiner fiebertraum, aber ein guter. der anfang hat mich ehrlicherweise gar nicht abgeholt, aber vor allem die zweite hälfte hat mich komplett in ihren bann gezogen. ehrlicherweise habe ich aber schon (meiner meinung nach deutlich) bessere bücher von wells gelesen, was sicherlich daran liegt, dass dies hier erst sein zweiter roman war. BECKS LETZTER SOMMER reiht sich für mich bei SPINNER ein: unterhaltsam und irgendwo mitreißend, aber stellenweise für mich ein bisschen zu viel und irritierend und einfach nicht ganz mein geschmack.
das buch war gut und hat an vielen stellen sehr gutes zu sagen gehabt, aber obwohl ich immer für unlikeable main characters zu haben bin, hat mich beck fast bis zum schluss zu unfassbar genervt und auch an einigen stellen ein wenig schockiert. über das ende bin ich mir allgemein nicht im klaren. irgendwie passt es sehr gut in die story, irgendwie gefällt es mir aber auch gar nicht.
ganz großer pluspunkt: die songs, die erwähnt werden, sind toll! deshalb meine persönliche empfehlung: eine playlist während des lesens erstellen, mit allen songs, die genannt werden, und dann beim weiterlesen hören. das war so ein vibe!!
hier noch ein paar meiner lieblingsstellen:
„Bis dahin hast du noch ein bisschen Zeit.“ - „Zeit geht vorbei.“ - „Weißt du doch gar nicht. Vielleicht gehen nur wir an der Zeit vorbei. Und dann sagen wir ‚Hallo, liebe Zeit‘ oder ‚Mach‘s gut, Zeit, bis später.‘“
„Die Welt ist für die Mutigen gemacht, der Rest schwimmt nur mit, die meisten gehen dabei unter. Die Frage ist also: Sind Sie wenigstens ein guter Schwimmer?“
„Sie wünschen sich wahrscheinlich einfach nur, dass es vorbeigeht, nicht wahr? Dass Sie keine Angst mehr haben und keine Zweifel.“ - „Und, tut es das? Geht es vorbei?“ - „Nun, die gute Nachricht ist: Ja, es geht vorbei. Und die schlechte: alles andere auch.“
ich mochte es und würde es empfehlen, aber es hat nicht meine welt verändert oder mich großartig zum nachdenken angeregt - aber das muss es ja auch gar nicht :)