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Ich bin mal eben wieder tot

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Wie ich lernte, mit Angst zu leben

Zehn Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Angsterkrankung und Panikattacken. Nicholas Müller, der ehemalige Sänger von Jupiter Jones („Still“), erzählt über seine Umwege aus der Krankheit.

Der Herzschlag beschleunigt sich, der Blutdruck steigt, der Atem wird schneller, kalter Schweiß bricht aus. Ein Herzinfarkt? Ein Schlaganfall? Ein Tumor?
Nicholas Müller kann die Symptome nicht deuten, als sie zum ersten Mal auftreten. Nach vielen medizinischen Untersuchungen erst die Diagnose: generalisierte Angststörung mit starken Panikattacken, Hypochondrie und depressiven Episoden. Zehn Jahre lebt er mit starken Ängsten und Panikattacken, bis gar nichts mehr geht. Sein Song „Still“ ist zu diesem Zeitpunkt das meistgespielte Lied im Radio, da begibt er sich endlich in Therapie und zieht sich aus allem raus. In seinem Buch erzählt Nicholas Müller offen und mit kraftvoller Sprache über seine Angst. Der Sänger macht all den Menschen Mut, die ebenfalls an einer Angststörung leiden.

240 pages, Paperback

Published October 2, 2017

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About the author

Nicholas Müller

4 books2 followers

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Community Reviews

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8 (5%)
1 star
2 (1%)
Displaying 1 - 13 of 13 reviews
Profile Image for Sabrina.
88 reviews11 followers
December 8, 2017
Erstmal muss ich sagen: der Schreibstil von Nicholas Müller ist einfach grandios 👌 Doch das, was mich an seinem Buch so fasziniert hat ist die Tatsache, dass egal ob man nun das Gleiche erleiden musste wie er oder nicht - ich glaube es gibt niemanden, der dieses Buch gelesen hat und nichts für sich mitnehmen kann. Mir persönlich hat seine Geschichte auf jeden Fall sehr viel gegeben. 🙏
Profile Image for Laura.
128 reviews3 followers
December 3, 2017
Wunderbares Buch ✨
Müller kann definitiv gut schreiben und erzählt seine Geschichte so, dass man richtig mitfühlt.
Und da das Thema Angst vermutlich mehr Menschen bekannt ist, als der Welt lieb wäre, ist es irgendwie für jeden was. Für die, die einen guten Rat bräuchten und mit Ängsten, Panik und/oder Depressionen zu kämpfen haben oder die, die vielleicht nicht wissen, wie sie mit jemanden umgehen sollen, der an so einer Krankheit leidet.
Könnte noch ewig lange erzählen, was mir an diesem Buch gefallen hat und was ich alles daraus mitgenommen habe ... 💫
Profile Image for Nadine.
175 reviews10 followers
November 16, 2017
Ich muss zugeben, dass ich nie ein Fan von „Jupiter Jones“ war. Ihr fragt euch jetzt sicher, wie ich an dieses Buch gekommen bin. Zufällig! Eine liebe Freundin wollte die Lesung zum Buch besuchen und ich habe sie begleitet.

Wenn man Nicholas Müller auf der Lesung erlebt hat, kann man sich in etwa vorstellen, wie das Buch geschrieben ist. In jeder Zeile habe ich ihn auf der Bühne sitzen sehen und erzählen gehört.
In „Ich bin mal eben wieder tot“ erzählt er nicht nur von seiner Angststörung und der Therapie sowie der Zeit nach der Therapie, sondern auch von der Ursache. Ganz kurz schildert er seine Kindheit und Jugend, die Zeit mit „Jupiter Jones“ bleibt natürlich auch nicht unerwähnt. Als nicht-Betroffene fand ich die Schilderung einer Angstattacke sehr interessant und muss zugeben, dass mir während des Lesens selber fast die Luft weg geblieben ist.
Seiner Art zu erzählen nach zu urteilen ist Nicholas Müller ein sehr warmherziger Mensch, der mich mit seinen Ansichten sehr beeindruckt hat.

Obwohl es kein besonders schönes Thema ist, hat es mir sehr viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen, was ganz sicher der sehr umgangssprachlichen Erzählweise geschuldet ist. Ich kann das Buch (und vor allem die aktuelle CD von „von Brücken“) guten Gewissens weiter empfehlen.
Profile Image for Fiona.
677 reviews81 followers
May 14, 2019
In "Ich bin mal eben wieder tot" berichtet Nicholas Müller über sein Leben mit Panikattacken und Angstzuständen.
Kennen tu ich den Autor durch seine Band „Jupiter Jones“, die ich sehr mag und schätze. Vor allem ihre Texte. Natürlich habe ich damals mitbekommen, dass der Sänger die Band verließ, als sie gerade ihren größten Erfolg hatten – wegen seiner Angstzustände. Die Band machte ohne ihn weiter und er erschien kurze Zeit später mit einer neuen Band wieder auf der Bildfläche. Mich hat das damals gewundert. Daher hat mich wirklich interessiert, was da wirklich vorging. Nicholas Müller schreibt sehr ehrlich über seine Krankheit. Er reisst auch die Zeit davor und sein generelles Leben an, sodass man einen guten Eindruck seines Charakters bekommt. Gut fand ich tatsächlich, dass er recht offen über seine Familie spricht, jedoch sehr verhalten mit den privaten Details umgeht. Er hält zB seine Beziehungen und seine Tochter soweit es mit der Relevanz, die sie für das Buch haben möglich ist, heraus. Da ich Jupiter Jones Art von Texten mag, war mir klar, dass auch der Schreibstil des Buches mir gefallen wird. Dieser ist allerdings nichts für jedermann.
Das Buch ist kein Sachbuch mit Fakten und auch keine Hilfestellung für Betroffene. Es gibt einen subjektiven Eindruck und damit trifft es aber recht gut den Punkt.
Profile Image for Yoyomaus Die Büchereule.
2,222 reviews31 followers
February 17, 2023
Ängste gehören zum Alltag.

Ängste sind normal.

Doch was, wenn sie krankhaft werden?





Zum Inhalt:

Zehn Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Angsterkrankung und Panikattacken. Nicholas Müller, der ehemalige Sänger von Jupiter Jones („Still“), erzählt über seine Umwege aus der Krankheit.

Der Herzschlag beschleunigt sich, der Blutdruck steigt, der Atem wird schneller, kalter Schweiß bricht aus. Ein Herzinfarkt? Ein Schlaganfall? Ein Tumor?
Nicholas Müller kann die Symptome nicht deuten, als sie zum ersten Mal auftreten. Nach vielen medizinischen Untersuchungen erst die Diagnose: generalisierte Angststörung mit starken Panikattacken, Hypochondrie und depressiven Episoden. Zehn Jahre lebt er mit starken Ängsten und Panikattacken, bis gar nichts mehr geht. Sein Song „Still“ ist zu diesem Zeitpunkt das meistgespielte Lied im Radio, da begibt er sich endlich in Therapie und zieht sich aus allem raus. In seinem Buch erzählt Nicholas Müller offen und mit kraftvoller Sprache über seine Angst. Der Sänger macht all den Menschen Mut, die ebenfalls an einer Angststörung leiden.



Cover:

Das Cover ist mal was anderes und somit eigentlich auch sofort ein Blickfang. Wir sehen hier ein gestreiftes Muster und zwischen den Streifen allerhand Skelette, was witzig anmutet, aber auch ernst stimmt. Neugierig macht dieses ungewöhnliche Cover also allemal und so greift man ganz automatisch zu, mir gefällt es!



Eigener Eindruck:
Nicholas Müller, auch bekannt als Sänger der Band Jupiter Jones schreibt in diesem Buch seine Biografie, welche sich hauptsächlich mit seinen Ängsten beschäftigt. Er war krank und das gibt er offen zu. Es war keine einfache Zeit, das berichtet er ebenfalls. Und er analysiert, wie er überhaupt erst in diese Angstzustände schlittern konnte, was sie ihn gekostet haben und wie er es doch schlussendlich geschafft hat sich seinen Dämonen zu stellen.



Dieses Buch ist ein sehr ehrlicher Bericht zu dem Sänger Nicholas Müller und seiner psychischen Erkrankung, die ihn jahrelang im Würgegriff hatte. Der Sänger geht dabei mit sich selbst ins Gericht und beschreibt dabei schonungslos, wie es dazu kommen konnte und wie er damit umgegangen ist. Dabei sucht er die Fehler nicht nur in seinem Umfeld, sondern vor allem auch bei sich. Wir bekommen also auch seine Biografie zu lesen und switchen wir immer wieder zwischen Erkrankung und Biografie hin und her. Das ist bisweilen ein bisschen verwirrend, manchmal hochinteressant und dann aber auch wieder recht langatmig. Das buch war für mich beim Lesen ein ständiges auf und ab. Einerseits feiere ich den Autor für dieses Buch, denn es zeigt, dass es jeden treffen kann und dass man keinesfalls aufgeben sollte. Es zeigt, dass man alles schaffen kann, wenn man es nur wirklich will. Aber auf der anderen Seite war es dann doch manchmal harter Toback und ich hatte zu kämpfen am Ball zu bleiben. Da mich das Buch nicht wirklich flashen konnte, ich das Thema aber superwichtig finde, möchte ich das Buch neutral bewerten. Ich empfehle es allen, die mit dieser Erkrankung zu tun haben, ob nun selbst oder eben im Umfeld. Es klärt super auf. Aber bringt Durchhaltevermögen mit, denn die Verwirrungen und die Langatmigkeit sind manchmal echt hart.





Fazit:

Das Buch lässt mich wirklich hin und hergerissen zurück. Ich feiere den Autor für seine Ehrlichkeit, aber leider war sein Schreibstil echt nicht so meins. Deshalb bewerte ich das Buch neutral.





Gesamt: 3/5



Daten:

ISBN: 9783426789186

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 272 Seiten

Verlag: Knaur Taschenbuch

Erscheinungsdatum: 02.10.2017
Profile Image for Caterina (Catas Welt).
164 reviews4 followers
November 25, 2017
Meine Meinung zum Buch

Im Jahr 2012 war es wohl das meistgespielte Lied im Radio. Die Rede ist von "Still". Ich selber gehörte wohl seinerzeit auch zu den Menschen, die diesen Song rauf und runter gehört haben, ohne wirklich die Bedeutung dahinter zu verstehen. Ich wusste nur eins: Es war ein absoluter Ohrwurm. Jetzt, nach dem ich das Buch gelesen habe und meine Rezension dazu schreibe, verstehe ich die Bedeutung hinter den Wörtern.
Die Antwort auf die Frage, warum es um Jupiter Jones nach dem Durchbruch so ruhig war, wird hier zwischen den Kapiteln beantwortet. Aber darauf will ich nicht großartig eingehen. Denn dies ist nur ein Teil vom Ganzen. 

Wie man unschwer erkennen kann, ist dies kein herkömmlicher Roman und auch eher ein Genre, zu dem ich eher weniger greife, auch wenn mich Geschichten von solchen Krankheiten sehr interessieren, bzw vor allem wie man mit solcher Erkrankung überhaupt leben kann. Dementsprechend fällt die Art des Rezensierens auch anders aus, als ich Bücher normalerweise rezensiere. 

Gerade solche Themen mit welchen Lasten und Krankheiten Menschen gezwungener Maßen leben müssen, finde ich total interessant. Vor allem, wenn Menschen, wie es Nicholas Müller getan hat, den Mut dazu finden, die Ängste und Sorgen mit der Welt zu teilen. 
Nicholas Müller ist mir, wie schon gesagt, keine unbekannte Person, weshalb schnell für mich klar war, dass ich dieses Buch von ihm lesen möchte, um zu verstehen und auch ein Einblick dessen zu bekommen, wie es ist, mit Angststörung zu leben. Auch wenn ich selber nicht von solcher oder ähnlicher Krankheit betroffen bin, war es für mich interessant einen Blick hineinzuwerfen.

Auf sehr eindrucksvolle und vor allem authentische Art schildert Nicholas Müller auf nicht mal ganz 300 Seiten, wie er in einer großen Familie mit vielen Verwandten aufgewachsen ist, wie ihn Musik immer wieder auf seinem Lebensweg begleitet, wie er schlimme Schicksalsschläge erleiden musste, die wahrscheinlich auch Grund für seine Angststörung waren, aber auch, wie man immer wieder nach vorne schauen muss und sollte.

Ich konnte mich beim Lesen unglaublich gut in Nicholas Müller hineinversetzen, auch wenn ich selber wahrscheinlich nicht mal annähernd nachvollziehen kann, welche Qualen er teilweise erleiden musste. Trotz allem nahm mich der jetztige Frontsänger von seiner neuen Band "von Brücken" an die Hand und gab mir teilweise sehr erschreckende Einblicke in sein Leben. Einblicke, die ich als "Normalsterblicher", der nicht von solcher oder ähnlichen Krankheiten betroffen ist, manchmal sehr schlucken ließen. 
Nicholas Müller schreibt sehr authentisch und angenehm, dass ich trotz oder vielleicht auch gerade wegen des Themas zügig voran kam. Immer wieder war ich erstaunt und erfreut, wenn es Fortschritte in seiner Genesung gab, aber auch traurig, als es wieder Anfälle gab. Ein interessantes Buch, was zeigt, dass man sich nicht vor einer Krankheit verstecken muss.


Mein Urteil 

Nicholas Müller erzählt in seinem Buch "Ich bin mal eben wieder tot" auf sehr eindrucksvolle Weise sein Leben. Immer wieder gab es Momente, in denen ich grinsen musste, aber auch Momente, in denen ich ganz schön schlucken musste. Hut ab, für den Mut, den der Frontmann von "von Brücken" hier aufzeigt über seine Krankheit zu reden. Für mich war es ein interessanter Einblick in eine Erkrankung, die ich nun im Nachhinein besser verstehen und nachvollziehen kann. Aber auch ein sehr gelungener Einblick dessen, dass solche Erkrankungen jeden treffen können. Ich danke Nicholas Müller für diesen Einblick in sein Leben. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Welten.
Profile Image for SusanneH.
514 reviews37 followers
October 18, 2017
Nicholas Müller ist der Sänger von Jupiter Jones, gerade hat die Band einen Riesen Hit gelandet und jede Menge Auftritte, eine Tour stehen an.
Auch privat läuft es gut: Frau, Kind, Doppelhaushälfte.
Doch auf einmal geht nichts mehr. Und dass nichts mehr geht und er Hilfe braucht, dieses Eingeständnis ist einer von vielen Schritten.
Die Botschaft des Buches Panikattacken, Depression und andere psychische Erkrankungen können jeden treffen. Ganz plötzlich.
Von jetzt auf gleich stürzt dein ganzes Leben wie ein Kartenhaus ein und du findest dich am Boden liegend wieder.
Müller beschreibt seine Panikattacken genau, sein immer wieder " jetzt sterbe ich".
Er hält nicht hinter dem Berg damit, wie oft er den Rettungsdienst gerufen hat. Jedesmal in völliger Panik und mit der Überzeugung zu sterben.
Nicholas Müller ruft anderen Betroffenen zu " lass dir helfen", " Versteck dich nicht-du bist nicht allein".
Gut zu lesen für Betroffene und Interessierte.
Profile Image for Franka Nathalia.
3 reviews
March 4, 2023
Als mir das Buch in der Bücherei in die Hand fiel, war ich sofort angesprochen vom Cover und vom Titel. Ich nahm es also mit und habe ganze acht Wochen gebraucht es fertig zu lesen. Es hat mich nicht gecatcht.
Ich erwartete bei dem Titel, dass beschrieben wird, wie der Autor lernt mit Angst zu leben.
Tatsächlich liest es sich aber wie eine Biografie. Ich kenne den Autor nicht. Ich kenne seine berühmtestes Lied, aber mehr auch nicht. Daher interessierte mich das Leben auch nicht so sehr. Selbst die Passagen, in denen es um die Angst, den Klinikaufenthalt und Panikattacken geht, sind eher biographisch geprägt.
Ich hatte also etwas anderes erwartet, als es letztendlich war.
Dazu gefällt mir der Schreibstil überhaupt nicht.

Wenn man also ein Buch erwartet, in welchem es um Ängste, deren Bekämpfung, etc... geht, dann ist dieses nicht zu empfehlen.
Möchte man die Biografie des Musikers lesen, ist man hier besser aufgehoben.
Profile Image for Doreen.
167 reviews5 followers
December 27, 2018
Das Buch stand schon lange auf meiner Wunschliste. Jetzt habe ich es mir endlich gekauft und gleich gelesen.
Bisher habe ich noch kein so ehrliches Buch gelesen. Man merkt das dieses Buch von Herzen kommt und nicht beschönigt ist. Es spiegelt das wieder was wahrscheinlich viele Betroffene denken und fühlen. Insgesamt ist das Buch sehr gelungen. Besonders die Gliederung hat mir gut gefallen. Einziger Kritikpunkt ist, dass es stellenweise etwas wirr und unverständlich geschrieben ist. Das hat für mich das Leseerlebnis schon deutlich gestört.
17 reviews
May 20, 2023
Tiefgründige Geschichte eines Menschen mit Angststörung, beeinhaltet aber eher weniger Tipps.
Profile Image for Clara.
131 reviews1 follower
April 2, 2025
Respekt vorab natürlich, denn so ein Buch muss man erstmal schreiben. Zum Ende hin wurde es aber ziemlich repetitiv; zu viel Predigt und zu viel flippiger Schreibstil.
Profile Image for Jule.
819 reviews9 followers
October 8, 2017
Als mich im April diesen Jahres die Nachricht erreichte, dass der Sänger des wunderbaren Liedes "Lady Angst" ein Buch über seine Angststörung schreibt, konnte ich es kaum erwarten. Ich war bereit, ein Buch zu lesen, dass mich umhaut, berührt, mich weniger allein fühlen lässt, und mir Worte gibt, mit denen ich die Gedanken in meinem eigenen Kopf besser beschreiben kann.

Während "Ich bin mal eben wieder tot" wirklich ein gutes Buch ist, hat es diese hohen Erwartungen nicht erfüllen können. Wahrscheinlich ist es am Ende doch mehr Biografie mit Angst als Sachbuch über Angst. Oder zumindest scheint es mehr ein aufklärendes Buch für die Allgemeinheit zu sein, das Angst in verständliche Wort fasst, als ein Buch für andere Angstpatienten. Ich jedenfalls konnte außer vielen sehr treffenden Formulierungen und einem generellen Gefühl von geteiltem Leid emotional nicht viel aus diesem Buch mitnehmen. Zumindest keine Lektionen über den Umgang mit Angst, keine Tipps oder tröstende Worte. Dennoch: es tut gut, dass jemand anders ausspricht, was ich denke.

Trotz der schweren Thematik gibt es durchaus einige lustige Stellen wiedererkannter und nachvollziehbarer Heiterkeit, zum Beispiel in der Beschreibung des Dorflebens als Jugendlicher. Im Allgemeinen fand ich das Buch an manchen Stellen zu sprunghaft. Außerdem fällt der Einfluss von Panikherz auf, dessen Autoren, Benjamin von Stuckrad-Barre, Nicholas Müller sogar namentlich als Inspiration nennt. Wie in "Panikherz" findet sich auch hier ein sehr kreativer Einsatz von Sprache, der wohl etwas mit dem Musikerleben zu tun haben muss. Anders als "Panikherz" jedoch (obwohl dieser Titel, bei genauerem Nachdenken, auch hier passen würde) fehlt hier der Egoismus, die Angeberei, die Drogen und Udo Lindenberg.

Und damit ist "Ich bin mal eben wieder tot" letztlich das sympathischere, bodenständigere und bessere Buch. Und es ist ein gutes Buch, sehr zu empfehlen sowohl für Neugierige und Angehörige als auch für andere Angstpatienten.

~ Danke an den Verlag Droemer Knaur, der mir ein kostenloses Exemplar zur Verfügung stellte. Diese Rezension wurde freiwillig verfasst und spiegelt lediglich meine Meinung wieder.
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