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We Could Be Heroes

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"Durch die stockdunkle Nacht fahre ich auf meinem Mofa nach Hause und den ganzen Weg schreie ich vor Glück. Ich habe mich noch nie so gut gefühlt wie in diesem Augenblick."

Der Umzug aufs Land kommt für Lou gerade recht. Denn seit sie ihre beste Freundin geküsst hat und von ihr zurückgewiesen wurde, weiß Lou gar nicht mehr, was los ist. Doch dann trifft sie in ihrer neuen Schule dir schöne und geheimnisvolle Elia und es ist, als hätte ein Blitz in ihrem Leben eingeschlagen. Lou fällt es nicht leicht, mit ihren Gefühlen umzugehen, doch sie will zu ihnen stehen - egal, was passiert.

250 pages, Paperback

Published March 24, 2017

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About the author

Laura Kuhn

4 books7 followers
Laura Kuhn, geb. 1996 in der Schweiz, hat diese nach dem Abitur verlassen, um Buchhändlerin zu werden. Wie es danach weitergeht, ist offen, im Zentrum steht aber das Ziel, viel auszuprobieren und nie bereuen zu müssen, etwas nicht getan zu haben. Ihr Debütroman »We could be Heroes« belegte den ersten Platz im Schreibwettbewerb von tolino media und Carlsen Impress.

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Community Reviews

5 stars
37 (15%)
4 stars
78 (33%)
3 stars
86 (36%)
2 stars
29 (12%)
1 star
3 (1%)
Displaying 1 - 24 of 24 reviews
Profile Image for BJ Lillis.
395 reviews352 followers
May 30, 2025
Laura Kuhn was still a teenager when she wrote We Could Be Heroes (despite the title, very much in German). Lou falls head-over-heels the moment she lays eyes on Elia, brushing past her between classes. This is not romance novel insta-love, it’s honest-to-God awkward hormonal teenage obsession. Turns out those two things look pretty different. The fact that Elia meets Lou’s awkward-crush energy with her own awkward-crush energy feels a little unrealistic, but stranger things have happened, I suppose. The novel is rough around the edges, poorly paced, somewhat awkward in its construction—but it makes up for all this by feeling perfectly real—emotionally real—precisely in that it departs from reality in just the way the teenage mind is inclined to depart from reality.
Profile Image for Juliane Seidel.
Author 32 books31 followers
June 22, 2017
Story:
Seitdem Lou für ihre beste Freundin Natalie mehr als Freundschaft empfindet, ist ihr Leben das reinste Chaos. Ihre Versuche es zu verstecken, enden schließlich in einem alkoholgeschwängerten Kuss mitten auf der Tanzfläche einer Party. Erschrocken über ihre eigene Courage stimmt Lou kurz darauf dem Vorschlag ihres Vaters zu, einen Bauernhof zu kaufen und aufs Land zu ziehen. Dort hofft sie zur Ruhe zu kommen, trifft aber in ihrer neuen Schule auf die schüchterne Elia, in die sie sich auf den ersten Blick verliebt. Als sie herausfindet, dass ihr Bruder Tom dem Mädchen Nachhilfe gibt, scheint alles perfekt, um sie nach und nach kennenzulernen. Doch auch Tom verliebt sich in Elia und plötzlich fühlt sich Lou in einer Zwickmühle gefangen – sie will Elia, gleichzeitig aber auch ihren Bruder nicht verlieren …

Eigene Meinung:
Mit „We could be heroes“ legt die Autorin Laura Kuhn ihr Debüt vor. Das lesbische Jugendbuch belegte beim großen Autorenwettbewerb von Tolino Media und Carlsen Impress den ersten Platz und erschien im März 2017 im Print und eBook. Laut der Autorin ist das Buch leicht autobiografisch, da viele Szenen von ihrem eigenen Leben inspiriert sind. Von der Grundidee und dem inhaltlichen Rahmen her erinnert „We could be heroes“ stark an Anne Freytags „Den Mund voll ungesagter Dinge“.

Es braucht lange, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt und mehr passiert, als der ewig gleichförmig laufende Alltag eines Teenagers. Das mag natürlich realistisch und authentisch sein, sorgt jedoch dafür, dass sich der Anfang unheimlich in die Länge zieht, zumal Lou jemand ist, die sich treiben lässt und lieber wegläuft als sich Problemen zu stellen. Der Kauf des Bauernhofes ist zu Beginn noch das spannendste, ebenso der Umzug aufs Land – wenngleich es ein wenig seltsam ist, dass sowohl Tom als auch Lou gar keine Probleme damit haben, sich dort einzuleben. Beide nehmen die Änderungen in ihrem Leben fast schon gleichgültig hin, als sei es nichts Besonderes ihren Freundeskreis zu verlassen und irgendwo neu anzufangen. Irgendwie fehlt insgesamt der Tiefgang – auch bei Lous Familie. Ihr Vater wirkt eher wie ein Statist, der lediglich als Auslöser für den Umzug da ist, sich ansonsten aber kaum blicken lässt, Tom ist zwar wichtig, aber man kann sich ihn nur schwer vorstellen, da er zu perfekt ist. Er scheint keine Fehler zu haben, was mit der Zeit ein wenig nervt. Alles in allem hätte man aus der Geschichte mehr herausholen können, denn im Grunde passiert nicht mehr, außer einem Umzug und Lous erster großen Liebe, vor der sie die meiste Zeit davonläuft. Themen wir Coming-Out und sonstige Probleme werden nur ganz am Rande angesprochen und fallen nicht stärker ins Gewicht.

Die Charaktere sind realistisch und sehr authentisch – ganz besonders Lous Gedanken und Gefühle kann man nachvollziehen, wenngleich sie kein großer Sympathieträger ist. Sie mag zwar eher inaktiv sein und vor ihren Problemen davonlaufen, doch sie spiegelt die aktuelle Jugend sehr gut wieder. Im Gegenzug zu ihr ist Tom der totale Sonnyboy und den Augen seiner Schwester perfekt in allem was er tut. Mit der Zeit ist das jedoch ein wenig nervend, da er keine Fehler zu haben scheint. Elia kommt ein wenig blass daher, da man ihre Gedanken nur aus einigen seltsamen Einschüben kennt und sie nur selten zum Tragen kommt (was auch daran liegt, dass Lou ihr irgendwann aus dem Weg geht). Mit Ausnahme der Zwillinge Bianka und Tina, mit denen sich Lou in ihrer neuen Schule anfreundet (die beiden sind toll in Szene gesetzt!), bleiben die restlichen Charakter ungeheuer blass. Der Vater der Geschwister kommt kaum zum Tragen, andere Schüler und Lehrer noch weniger. Man erfährt kaum etwas über andere, weil Lou einerlei Interesse für andere zeigt.

Stilistisch ist „We could be heroes“ gelungen – Laura Kuhn hat einen lockerleichten, sehr authentischen Stil, der gut die heutige Jugend widerspiegelt. Er ist direkt und unverblümt, verzichtet auf viele Dialoge (was mitunter störend ist, da viele Gespräche zusammengefasst werden), und ausufernde Beschreibungen. Stattdessen wird vieles zusammengefasst und eher inaktiv dargestellt. Ganz besonders fällt das auf, als Lou und Elia eine Woche lang gemeinsam putzen – bis auf das Anfangsgespräch sind alle Dialoge nur zusammengefasst, was schade ist, denn dabei lernen sich die beiden überhaupt erst kennen.
Ein wenig verwirrend und nutzlos sind die kurzen Einschübe, die immer wieder Lous Geschichte unterbrechen und am Anfang wenig Sinn ergeben. Dass es Passagen aus Elias Sicht sind, wird zwar später klar, vieles wird jedoch nicht erklärt – gerade einige Punkte aus den ersten Einschüben. Das ist schade, denn im Grunde hätte man dieses Stilmittel auch weglassen können, ohne, dass man etwas verpasst. Es pumpt das Buch unnötig auf.

Fazit:
„We could be heroes“ ist ein leichter, sommerlicher, lesbischer Jugendroman für Zwischendurch, der nur bedingt überzeugen und mitreißen kann. Die Grundidee ist nicht schlecht, die Authentizität rettet die Geschichte an vielen Stellen, doch ansonsten plätschert die Handlung zu lange einfach vor sich hin ohne zum Punkt zu kommen. Lou ist nicht unbedingt eine starke Identifikationsfigur, doch sie ist und bleibt realistisch. Laura Kuhn kann auf jeden Fall schreiben und man kann gespannt sein, was die Autorin als nächstes liefert – hoffentlich wird es in ihren Büchern weiterhin queere Charaktere geben. Für ein Debüt ist „We could be heroes“ auf jeden Fall nicht schlecht, doch insgesamthätte man einfach mehr aus der Geschichte herausholen können …
Profile Image for Rain.
722 reviews121 followers
July 20, 2019
Es ist nicht klischeefrei oder hat groß Plottwists, doch es ist eine gut geschriebene Geschichte mit einem lesbischen Paar im Fokus und was will man mehr?
Profile Image for Fliederfee.
81 reviews6 followers
July 30, 2022
Mhhh
Irgendwie ein Fall von zu viel gewollt. Die Geschichte ist keine wirklich neue Erfindung und die Charaktere sind eine Ansammlung von Klischees. Zwar wir bei jeder Beschreibung eines Charakters darauf aufmerksam gemacht, dass es sich um ein Klischee handelt, aber das macht es meiner Meinung nach nicht besser.

Ein ganz großer Pluspunkt ist die Authentizität von der Gefühlswelt von Lou. Ich glaube so realistisch habe ich selten Gedanken und Gefühle erlebt.

Lesenswert ist das Buch auf jeden Fall. Vor allem kann man es auf Grund des leichten Schreibstils gut an einem Stück lesen.





SPOILER:
Ich hab teilweise echt gedacht, dass sich die Story anders entwickelt. Und ich hab’s mir auch echt gewünscht. Tom ist so ein lieber Bruder und hat es wirklich verdient. Und Elias Entscheidung gegen ihn kam irgendwie doch sehr plötzlich. Auch hab ich zwischendurch wirklich gedacht und gehofft dass sich etwas zwischen Tina und Lou entwickelt. Zumindest waren da die ganze Zeit so Andeutungen. Ich glaube das wäre realistischer gewesen, als Lou und Elia…
Profile Image for Sabrina.
43 reviews2 followers
September 1, 2017
We could be hereos ist mein zweiter Coming-Out Roman in den es um Mädchen geht. Dieses Genre ist viel seltener als Coming-Out Geschichten in denen es um Protagonisten geht. Ich finde, das Buch hat den 1. Platz des Schreibwettbewerbs von tolino media und Carlsen Impress sichtlich verdient.

Laura Kuhn hat einen frischen und jugendlichen Stil, kein wunder, die Autorin ist auch erst 21 Jahre alt. Ich habe recht schnell in die Geschichte rein gefunden, doch verwirrten mich die „Zwischenszenen“ die ich erst gar nicht richtig zuordnen konnte. Erst ganz zum Schluss konnte ich sie Zuordnen, war dann aber zu müde um sie mir noch einmal in ruhe durchzulesen, mit den wissen WER da nun erzählt. Egal. Ich habe das Buch fast in einen Rutsch durch gelesen und bin daher auch erst letzte Nacht um 3 zum Schlafen gekommen.
Mit Lou durch hoch und tiefs

Die Geschichte von Lou packt einen einfach, vor allem als das Drama mit ihren Bruder beginnt, konnte ich das Buch einfach nicht mehr weglegen. Doch an einer stelle musste ich innehalten und tief durchatmen. Es rollten dicke Tränen und meine Sicht verschwamm komplett.
Normal mache ich ein Bogen um Bücher, die mich zum Thema „Verlust der Mutter“ aufwühlen könnte. Hier hatte ich es jetzt nicht erwartet, auch wenn schon am Anfang klar war, das Lous Mama gestorben war. Vielleicht war es auch die Müdigkeit, die da mit spielte, aber auf einmal las ich, als würde ich es schreiben. Ganz komisches Gefühl.

Aber das macht das Buch für mich besonders. Es hat mein Inneres ganz tief getroffen und ich habe mit Lou gelitten, gehofft und ja ein bisschen konnte man ihre Schmetterlinge im Buch mitfühlen.

Ich hoffe inständig, dass es noch einen weiteren Band geben wird. Einen über ihre neuen Freundinnen den Zwillingen oder einen über ihnen Bruder Tom <3 Man möchte einfach mehr von dieser Familie erfahren, wie es nun in der neuen Heimat weiter geht. Vor allem nach Lous Coming-Out.

Zur den Handlungssträngen von „We could be heroes“ ist zu sagen, dass die Hauptgeschichte aus Lous Sicht verfasst ist, wir wissen immer nur so viel, wie auch Lou weiß. Wir lernen ihr Inneres kennen, ihr Gefühlschaos und ihre Unsicherheit. Und so wachsen wir auch mit der Figur. Lou war mir auf Anhieb sehr sympathisch, auch die Zwillinge Tina und Bianka. Nur Tom blieb für mich etwas flach. Mehr als dass er ein gutes Verhältnis zu Lou hat kommt nicht herüber, daher würde ich mich echt noch freuen etwas von ihm zu lesen.
Profile Image for Jujulovesbooks.
17 reviews2 followers
August 3, 2019
An sich hat mir das Buch gut gefallen. Es ließ sich leicht lesen, auch wenn ich ein bisschen gebraucht habe, um in die Story rein zu kommen.


Zu Beginn zieht sich das Buch leider sehr und es passiert lange nicht wirklich etwas.
Die Protagonistin läuft viel zu lange vor ihren Gefühlen weg. Vieles geht in diesem Buch einfach zu schnell: der Umzug zum Beispiel kam doch ziemlich schnell.


Die Charaktere waren aber wirklich gut, vor allem Elia. Ich mochte sie sehr gerne. Auch Tom ist wirklich super. Tina und Bianka mochte ich sehr. Lou war manchmal etwas anstrengend, aber auch eine gute Protagonistin.


Mir hat in der Story leider die Tiefe gefehlt. Man hätte besser auf das Thema Outing etc eingehen können. Am Ende ist nicht wirklich klar, ob Lou und Elia ein Paar sind oder nicht.


Für ein Debütbuch war es okay. Ich würde wieder ein Lgbt Buch der Autorin lesen.
Profile Image for L..
233 reviews6 followers
June 25, 2018
Wirklich sehr okay, die Hauptfigur ist sehr süß & trotz vieler Klischees auch im Schreibstil konnte ich mich noch mit ihr identifizieren. Die Liebesgeschichte ist nicht 100% realistisch und die Geschwisterbeziehungen sind meiner Meinung nach offensichtlich von jemandem geschrieben worden der keine Geschwister hat, aber es ist trotzdem kein schlechtes Buch. Das Ende kam etwas abprubt und generell war das Verhältnis von Lese- und Erzählzeit nicht überall ideal, aber ich denke die Autorin kann an diesen Details in Zukunft noch sehr leicht arbeiten.
Profile Image for Williesun.
503 reviews36 followers
February 26, 2018
3.5 stars

Eine solide Geschichte über queere Teenager und was passiert wenn man sich (a) in seine beste Freundin verknallt oder (b) ins gleiche Mädel wie der eigene Bruder.

Die Geschichte lies sich sehr gut lesen, aber teilweise ging mir die Protagonistin etwas auf die Nerven weil sie so absolut keine Ahnung hatte, was eigentlich Sache war mit ihrem Schwarm.

Im Großen und Ganzen aber eine schöne Geschichte. Ich mochte besonders die Beziehung der beiden Geschwister und ihre Freundschaft zu den Zwillingen. Nut das Ende kam dann doch auf einmal sehr abrupt und ich hätte mir ein weiteres Kapitel oder so gewünscht.
Profile Image for xxxSunniyxxx.
342 reviews3 followers
April 11, 2018
Ich finde das Thema des Buches echt gut, denn es sollte mehr solche Bücher geben wo eine Frau-Frau Beziehung thematisiert wird. Den sowas gibt es doch relativ selten. Den Schreibstil der Geschichte empfand ich als locker und flüssig und fand auch recht schnell in die Geschichte rein. Größtenteils wird die Geschichte aus Lous Sicht erzählt so konnte man sich gut in sie und ihre Gefühle hineinversetzen. Besonders als sie ihr neues Umfeld kennen lernt nachdem Umzug. Auch die vielen Nebencharaktere fand ich gut getroffen und es machte Spaß sie kennen zu lernen.

Lou die kein großes Glück bei der Liebe und als sie ihre beste Freundin küsst und diese sie zurückweist. Aber als sie auf die neue Schule kommt ist alles ganz anders dort trifft sie auf Elia. Und ist einfach hin und weg. Aber traut sie sich auch dies Elia zu sagen?

Wie ich bereits sagte fand ich die Charaktere alle echt gut ausgearbeitet und es machte Spaß sie zu begleiten. Sie wirkten alle auf mich sehr authentisch und man fühlt einfach mit Lou mit. Die Handlung war wirklich spannend gestaltet und wurde mit jedem Kapitel mehr. Ich fand die Geschichte so toll das ich sie innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe, ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ehrlich gesagt habe ich auch noch nicht viel aus diesem Genre in der Art gelesen und ich muss sagen es gefällt mir ganz gut. Es war wirklich schön erzählt und besonders den Schluss mochte ich sehr gerne.

"We could be heroes"  ist eine schöne und berührende Geschichte die mich vollkommen überzeugen konnte. Die tollen Charaktere und der Schreibstil tun ihr übriges dazu. Einfach gelungen!
Profile Image for Nicci Trallafitti.
152 reviews26 followers
July 29, 2017
Der Schreibstil war sehr locker und jugendlich, was ich sehr angenehm fand. Dies sorgte dafür, dass ich das Büchlein in zwei Tagen verschlingen konnte. Ich hätte es auch an einem Tag geschafft, jedoch wurde mein Leseerlebnis durch lästige Dinge wie Arbeit und Müdigkeit unterbrochen.

Gut gefiel mir der Umgang von Lou mit ihrer Sexualität, nicht weil schon alles „in trockenen Tüchern“ war, sondern weil es authentisch dargestellt wurde. Lou entdeckt im Laufe der Geschichte, dass es okay ist, anders zu sein und dass sie nicht die einzige ist, die sich damit „herumschlagen“ muss – dass es eigentlich gar kein „Herumschlagen“ ist, sondern es durchaus den Fall gibt, dass es akzeptiert wird, oder sogar als normal empfunden wird, gar nicht ständig thematisiert werden muss.

Toll fand ich insbesondere ihre Großmutter, auch wenn ihr Auftreten in meinen Augen etwas kurios war. Sie wohnt in Griechenland, was Lou zwar wusste, aber scheinbar nicht mehr auf dem Schirm hatte. Ich habe zwar keine Großeltern, aber ich würde behaupten, dass ich über deren Verbleib und die Umstände Bescheid wüsste. Lous Freundinnen, Tina und Bianka fand ich sehr sympathisch, sie hatten beide ebenfalls mit kleinen bis mittelschweren Krisen zu kämpfen, standen aber trotzdem jederzeit hinter Lou. Nathalie fand ich sehr authentisch, ebenfalls ihre Reaktion auf ein bestimmtes Ereignis. Elia war für mich ich zunächst wenig greifbar, zum Ende hin erfuhr ich etwas über ihren Hintergrund, was aber nicht großartig ausgebaut wurde. Auch hatte Elia durch Lous massive Schwärmerei wenig Ecken und Kanten, die ihr jedoch Authentizität verliehen hätten. Über den Vater hätte ich bezogen auf seine Entwicklung im Buch gerne noch mehr Details erfahren. Lous Lehrerin fand ich cool, ebenfalls ihre Einstellung zu Homosexualität, Outing und Co. Auch hier hätte ich gerne mehr darüber gelesen, als in der einen Szene. Gewünscht hätte ich mir beispielsweise ein persönliches Gespräch zwischen Lou und ihr, was ich an Lous Stelle sicherlich in Betracht gezogen hätte.

Leider wurden manche Situationen recht knapp abgehandelt, da hätte ich mir einen differenzierteren Ausbau gewünscht, wodurch Emotionen sicherlich stärker hätten projiziert werden können. Manche Gedankengänge von Lou fand ich wenig nachvollziehbar, fast schon naiv. Ein zwei Mal sorgte dies dafür, dass ich mir vor die Stirn schlug und dachte „Mädchen, mach die Augen auf!“.

Das Ende überzeugte mich nicht ganz, es blieben viele Fragen offen.

We could be heroes war für mich ein netter Einblick in die Welt der LGBT-Romane, ich hätte mir jedoch ein paar Seiten mehr gewünscht, in denen manche Situationen hätten näher beschrieben und einzelne Charaktere weiter ausgebaut werden können. Für mich handelte es sich um eine nette Zwischendurchlektüre.
Profile Image for Eva Hechenberger.
1,337 reviews18 followers
October 19, 2017
Ich hatte das Buch schon länger auf meinem eReader, aber nun hatte ich endlich Zeit es zu lesen. Nach Beendigung kann ich nun sagen, dass es nicht unbedingt ist, was ich erwartet hatte.

Wir lernen hier Lou und ihre Familie kennen. Diese haben gerade einen Umzug hinter sich gebracht und suchen nun neue Freunde und haben halt generell diese zu erwartenden Umstellungen vor sich. Natürlich wird uns auch noch etwas Liebe präsentiert und zwar dieses Mal im lesbischen Bereich.

Die Handlung fand ich jetzt generell ganz nett. Der Einstieg hat mir recht gut gefallen und nach einer gewissen Zeit ging die Geschichte dann so richtig los. Ich hatte gerade zu Beginn eher das Gefühl, dass es die Autorin langsam angehen lässt. Mir hat es aber recht gut gefallen, wie uns die Gefühlswelt von Lou beschrieben wurde, es ist ja nicht so einfach, wenn man sich das erste Mal verliebt und dann muss es auch noch ein Mädchen sein. Diese Gefühle fand ich toll und durchaus realistisch beschrieben. Besonders fasziniert war ich von der Erzählung über Elia und wie Lou plötzlich den Wunsch hatte diese unbedingt näher kennen zu lernen.
Mir hat der Aspekt von Lou und dem Zusammenhalt mit ihrem Bruder gut gefallen, deswegen fand ich es doch recht schade, dass die beiden sich dann nach einer gewissen Zeit etwas auseinander gelebt haben.

Die Hauptprotagonistin Lou hat mir recht gut gefallen. Ich fand sie durchaus sympathisch dargestellt. Allerdings konnte ich mich nicht mit ihr identifizieren. Vielleicht war es ihre Art.

Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Das Buch lässt sich sehr flott lesen. Persönlich hatte ich jetzt doch aber manchmal das Gefühl, dass etwas gefehlt hat.



Fazit:

3 von 5 Sterne. Leider nicht 100% überzeugend für mich.
246 reviews1 follower
April 29, 2021
Für Lou kommt der Umzug aufs Land und somit auch ein Schulwechsel gerade zur rechten Zeit. Denn seit sie ihre beste Freundin Natlie auf einer Party geküsst hat und zurückgewiesen wurde, möchte sie einfach nur noch weg. Auf ihrer neuen Schule trifft sie die schöne Elia und verliebt sich Hals über Kopf und weiß gar nicht wie sie mit ihren Gefühlen umgehen soll...

Die Geschichte wird aus Lous Sicht erzählt und dadurch ist man mittendrin in ihren Gedanken und Gefühlschaos. Sie verliert sich oft in Tagträumereien und hat große Probleme zu ihren Gefühlen zu stehen bzw. ist oft unsicher. Das fand ich für einen Teenager für den die Liebe noch etwas Neues ist, total nachvollziehbar und authentisch erzählt.

Natürlich macht sie sich auch darüber Gedanken "anders" zu sein, da sie sich in ein anderes Mädchen verliebt hat. Dennoch steht hier vor allem ihre ganze Unsicherheit mit ihren Gefühlen im Vordergrund. Besonders schön fand ich das sie zwar ihre Gedanken und Gefühle niemanden so recht anvertrauen mag und dennoch ein tolles Umfeld hat, die sie so akzeptieren wie sie ist. Gerade das innige Verhältnis zwischen ihr und ihrem Bruder Tom fand ich toll. Und das gerade diese Verbundenheit im Laufe der Geschichte auf eine harte Probe gestellt wird, hat mich beim Lesen bewegt und mitfiebern lassen.

Wer gern authentisch, tiefgründige und gefühlvolle Jugendbücher um das erste Verliebtsein liest, sollte sich Lous Geschichte nicht entgehen lassen.
Profile Image for Hannah von queerBUCH.
135 reviews43 followers
August 28, 2018
Vollständige Rezension: queerbuch.wordpress.com

Fazit
We could be heroes ist eine süße Geschichte über die Entwicklung der ersten Liebe, die mich in ihrer Tiefe ab der zweiten Hälfte überrascht hat. Die junge Autorin räumt mit Vorurteilen auf und lässt das Coming Out deutlich unkomplizierter wirken als das allgemeine Problem, dass man nie genau weiß, was sein Gegenüber empfindet, wenn man nichts riskiert. Neben der Liebe behandelt sie auch die Themen Verlust, Freundschaft und Familienzusammenhalt. Trotz der sich nur langsam entwickelnden Spannung und dem stellenweise einfach-umgangssprachlichen Schreibstil zeigt sich das Potenzial der Autorin. Ich kann dieses LGBT+ Jugendbuch als angenehme Zwischendurchlektüre empfehlen.
Profile Image for Rachel LivenItUp.
31 reviews5 followers
August 8, 2021
Es tut mir Echt unsagbar leid so eine negative Bewertung zu hinterlassen, aber ich verstehe leider nicht warum es einen Preis gewonnen hat. Die Handlung ist eine Aneinanderreihung von Ereignissen, die leider alles andere als harmonisch ist. An Hintergrundinformationen wird so gut wie gar nichts preisgegeben, die Charaktere sind super oberflächlich und das Ende war enorm abrupt. Die Love Story fühlte sich super einseitig an.
Profile Image for Sarah86_loves_books.
38 reviews
Read
June 10, 2021
Das Buch war klasse. Ich hab zwar etwas gebraucht um in die Geschichte reinzukommen, aber dann war es wirklich sehr gut. In Lou habe ich mich definitiv wiedererkannt und konnte mit ihr zu 100% mitfühlen.
Profile Image for Nicola.
9 reviews
September 5, 2023
Jugendliteratur eben. Vielleicht bin ich mittlerweile zu alt dafür, aber süß war es und leicht zu lesen. Allerdings muss man mit der Frustration klarkommen, dass die Protagonistin bis zum Ende grundsätzlich nur wegläuft und nichts auf die Reihe bekommt...
This entire review has been hidden because of spoilers.
2 reviews
February 9, 2021
erinnert mich vom schreibstil an ne wattpad geschichte von ner 14 jährigen. aber süße idee
125 reviews5 followers
June 17, 2022
Süße Geschichte für zwischendurch.
Profile Image for daana.luuisa.
59 reviews8 followers
September 23, 2024
glaub hätte ich das in der mittelstufe gelesen hätte wär ich mehr die zielgruppe gewesen und dementsprechend mehr geschätzt
Profile Image for Nadjab.
2,283 reviews
September 5, 2022
Klappentext
Der Umzug aufs Land kommt für Lou gerade recht. Denn seit sie ihre beste Freundin geküsst hat und von ihr zurückgewiesen wurde, weiß Lou nicht mehr, was los ist. Doch dann trifft sie in ihrer neuen Schule die schöne und geheimnisvolle Elia und es ist, als hätte ein Blitz in ihrem Leben eingeschlagen. Lou fällt es nicht leicht, mit ihren Gefühlen umzugehen, doch sie will zu ihnen stehen – egal, was passiert.

Meine Meinung
Das Buch erzählt aus der Sicht von Lou, einer Jugendlichen, die mitten im Schulalltag von neuen Gefühlen und einer Veränderung für ihre Familie aus den Bahnen geworfen wird. Nicht nur, dass sie sich damit auseinandersetzen muss, dass sie anscheinend auf Mädchen steht, verkracht sie sich mit ihrer besten Freundin und verguckt sich in ein anderes Mädchen, als sie die Schule durch einen Umzug wechselt. Für sie sind es viele Veränderungen, mit der sie klarkommen muss. Die Geschichte wirkt ein wenig gezwungen, die einzelnen Kapitel fügen sich nicht so gut zusammen und sind von Szene zu Szene gedacht. Die Autorin versucht dennoch das Thema gut, bewegend und sehr authentisch mit dem Thema Selbstfindung im Bezug auf Sexualität und Liebesbeziehung im Jugendalter einzugehen. Ich mochte zudem Lou als Protagonistin sehr gerne, da sie sehr gut dargestellt wird. Es gibt kaum überraschende Wendungen und Entwicklungen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.

Bewertung
Eine gelungene Geschichte rund um das Thema Lesbian Romance mit einer vorhersehbaren Geschichte, aber einer sehr authentischen Protagonistin. Das Buch konnte mich gut unterhalten, daher gibt es noch knappe
3 von 5 Würmchen
Profile Image for Maria von Riva.
171 reviews22 followers
June 21, 2017
Die vollständige Rezension gibt es auf dem Blog: buchworte.de

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Autorin mit We could be heroes durchaus verdient den Schreibwettbewerb gewonnen hat. Die Thematik der Selbstfindung in Bezug auf die eigene Sexualität wird hier meiner Meinung nach sehr entspannt angegangen. Nicht unbedingt in den Gedanken der Protagonistin, aber in ihrem Umfeld. Zudem zeigt die Geschichte auch, wie wichtig es sein kann, dass die Familie und Freunde hinter einem stehen. Dieses Buch hebt sich mit seinem Schreibstil und Plot nicht von anderen Jugendbüchern ab, das macht es deswegen aber nicht weniger lesenswert. Es ist etwas sehr schönes für zwischendurch.
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