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Spiegel des Bösen

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Ein Grandhotel, in dem das Grauen herrscht, ein Zimmermädchen, das auf Rache schwört, drei Berghexen, die auf Seelen lauern, und eine Liebesgeschichte, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist ...

Ein ungewöhnlicher, fesselnder Phantastikroman: Gänsehaut pur!

352 pages, Hardcover

First published February 16, 2017

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About the author

Björn Springorum

10 books5 followers

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5 (7%)
1 star
2 (2%)
Displaying 1 - 13 of 13 reviews
Profile Image for Ivonne.
Author 2 books111 followers
August 16, 2017
Gleich zu Beginn des Buches werden wir, ebenso wie Sophie, regelrecht in das Geschehen hineingeworfen. Wir wissen weder was geschehen ist, noch wie es geschehen ist, was es uns ermöglicht, das Abenteuer auf dieselbe Art und Weise wie Sophie zu erleben. Wir wussten nicht mehr und nicht weniger als sie selbst, was das Leseerlebnis sehr interessant und auch aufregend gestaltet hat. Ich mag solche schnellen Einstiege sehr, muss ich gestehen, auch wenn dies natürlich hier und da zu ein paar Verwirrungen führen kann, doch ich finde es großartig, wenn der Leser mit dem Protagonisten gleichgestellt wird und man sich hier mit den Figuren aus dem Buch auf einer Ebene befindet.

DER GRUSELFAKTOR BLIEB LEIDER AUS

Im Nachhinein muss ich sagen, dass sich die Geschichte stellenweise etwas langgezogen fand und der Autor die gesamte Geschichte hätte etwas kürzer fassen können. Leider blieb auch der Gruselfaktor bei mir aus und eine unheimliche Stimmung wollte einfach nicht aufkommen, was teilweise vielleicht auch damit zu tun hat, dass es sich hierbei um ein Buch, eher für das jüngere Publikum geeignet, handelt, sprich es natürlich gruselige Stellen gibt, allerdings nicht so gruselig, als dass es mir Angst eingejagt hätte. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich in diesem Genre einfach schon so „abgehärtet“ bin und schlicht mehr erwartet habe von einem Spukhotel, was allerdings in keiner Weise die Qualität des Buches in Frage stellt. Ob man etwas für unheimlich empfindet oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Manche fürchten sich schon vor einem dunklen Schatten, bei anderen braucht es ein bisschen mehr, bis sich Gänsehaut einstellt. Für Leser, die eine gruselige Stimmung ebenso gerne mögen wie ich, würde ich empfehlen, das Buch dann vielleicht doch eher abends bzw. nachts zu lesen, was ich ebenfalls getan habe. Es hatte zwar nicht vollends den gewünschten Effekt, doch hat die Geschichte dadurch nichtsdestotrotz ein bisschen gruseliger gewirkt.

Was mir unglaublich gut gefallen hat, waren die Kapitelanfänge und hier nicht nur das wundervolle Design, das auch noch perfekt zur Geschichte passt, sondern auch die Namen der einzelnen Kapitel, die immer schon einen Hinweis und einen Vorgeschmack darauf gaben, wo genau sich die nächste Szene abspielen würde.

Die ersten Seiten zogen sich etwas in die Länge. Zum einen ist dies notwendig, um aufgrund des rasanten Einstiegs in die Geschichte einfinden zu können und die Charaktere kennenzulernen, auf der anderen Seite hat es mich teilweise auch wirklich gelangweilt. Abgesehen davon, dass ich mich kaum bis gar nicht gegruselt habe, war der erste Teil des Buches etwas langwierig, teilweise auch ereignislos. Hauptsächlich spielt sich die Handlung in den Kellern des Hotels ab, wo, gelinde ausgedrückt, kaum bis rein gar nichts passiert. Die Charaktere sitzen hier und warten; warten darauf, dass etwas passiert, bis schließlich Sophie in ihr Leben tritt, die ganze Situation zwar etwas aufwirbelt, aber im Endeffekt auch nicht viel ausrichtet, denn kluge Einfälle bleiben weiterhin rar und auch gestritten wird sich viel zu häufig. Obwohl ich Sophie als interessanten Charakter bezeichnen würde, zumindest teilweise, ging sie mir stellenweise mit ihrer Naivität und ihren Nörgeleien etwas auf die Nerven. Hierbei sollte man natürlich nicht aus den Augen verlieren, dass sie erst fünfzehn Jahre alt ist und ihr teilweise einige Dinge fremd sind und sie wahrscheinlich nicht die Einzige ist, die sich als 15-jährige Jugendliche so verhält bzw. verhalten hat. Ich denke bis zu einem gewissen Grad kann man sich, wenn man sich selbst in seine Jugend zurückversetzt, identifizieren, was allerdings nicht bedeutet, dass ich sie vollends ins Herz geschlossen habe.

Auch bei den anderen Charakteren bin ich mir nach wie vor nicht sicher, ob ich sie mag, oder doch nur nervtötend finde. Bei Margarete bin ich mir da sicher, sie ist eine traurige, fast schon armselige Gestalt, die wahrscheinlich unzufriedener mit sich selbst und trauriger über ihr Leben nicht sein könnte. Diese Emotionen kompensiert sie dadurch, dass sie nicht nur unhöflich, sondern auch unfreundlich, biestig und herablassend ist und sich als Boss der kleinen Truppe aufführt. Ludwig ist das genaue Gegenteil von ihr, lässt sich freiwillig unterbuttern und liegt ihr quasi zu Füßen. Mit Ludwig konnte ich mich weder identifizieren, noch fühlte ich mich ihm während des Lesens in irgendeiner Weise nahe. Er gehört zu der Sorte Mensch, die einfach mit dem Strom schwimmen, die sich keine eigene Meinung bilden, sondern lieber das nachplappern, was andere ihnen vorsagen, nur weil sie dazugehören möchten. Eine traurige Eigenschaft. Nichtsdestotrotz macht er eine kleine Entwicklung durch, die mir gut gefallen hat. Max mochte ich sehr gerne. Er war erfrischend, amüsant, freundlich, höflich, keiner dieser Badboys, wie es in Jugendromanen oft der Fall ist. Einen bleibenden Eindruck hat er allerdings dann doch nicht hinterlassen, da er nichts wirklich Besonderes an sich hat. Den Concierge hingegen mochte ich sehr, war er der Einzige, der dem Buch eine etwas unheimliche Atmosphäre verlieh. Ich mag solche Charaktere, bizarr, merkwürdig, unheimlich, gespenstig. Mein Liebling jedoch war der General. Ich wünschte er wäre Hauptfigur, statt Nebenfigur gewesen.

Ganz allgemein hätte ich mir bezüglich der Figuren etwas mehr Hintergrundwissen gewünscht, insbesondere bei Charakteren wie eben dem General oder Esmeralda oder auch dem Concierge. Ich bin mir sicher, dass hinter ihnen viele lange Jahre voller Abenteuer und Erfahrungen liegen; Ereignisse, die sie zu denen gemacht haben, die sie heute sind und nur zu gerne hätte ich einen Einblick erhalten in ihre Vergangenheit und natürlich hätte ich auch am liebsten noch mehr darüber erfahren, was passiert ist und wie es zu alledem hier erst gekommen ist und vor allen Dingen wie ihre Leben mit der ganze Geschichte zusammenhängen.

GUTE ANSÄTZE, VIEL POTENTIAL, LEIDER ABER FEHLTE AN TIEFE

Bei der Geschichte hat mir definitiv an Tiefe gefehlt. Natürlich werden jetzt viele sagen, es ist doch „nur“ ein Kinderbuch; es ist doch „nur“ ein Jugendroman, aber ich zum Beispiel bin ein sehr großer Fan von speziellen, sehr gut ausgearbeiteten Charakteren und mithin auch Charakter Development, was in diesem Buch leider kaum vorhanden war, was ich als sehr schade empfinde, denn sämtliche Charaktere hatten definitiv das Potential, zu großartigen Figuren zu werden, hätte man ihnen nur ein paar Sekunden mehr im Rampenlicht gegönnt.

Das was mich am meisten an der Geschichte gestört hat, war die Liebesgeschichte, die in meinen Augen nicht nur viel zu überstürzt, sondern auch irgendwie Fehl am Platz, inszeniert und erzwungen wirkte. Meiner Meinung nach wäre das Buch um Längen besser, hätte man einfach auf die Romanze verzichtet und die vier Hauptfiguren einfach Freunde in Not sein lassen, die gemeinsam versuchen einen Weg zu finden, das übernatürliche Böse zu besiegen und das Hotel zu verlassen.

In der zweiten Hälfte des Buches, insbesondere zum Ende hin, wurde die Geschichte dann sehr spannend. Dinge passierten Schlag auf Schlag, man hatte kaum mehr Zeit, Luft zu holen und man fühlte sich, als säße man in einem schnellen Auto oder auf einer rasanten Achterbahn, die gar nicht mehr zum Stehen kam. Plötzlich tauchten so viele Hinweise auf, Geheimnisse wurden gelüftet und es passierten auch tatsächlich ein paar Dinge, womit ich in der Form nicht gerechnet hatte. Andere Dinge wiederum konnte ich mir bereits zu Anfang der Geschichte denken.

Alles in allem war es ein angenehmes Lesevergnügen; meine Erwartungen konnte das Buch allerdings nicht erfüllen, was sehr schade ist. Als schlecht würde ich das Buch dennoch nicht bezeichnen, es entsprach nur nicht meinen Vorstellungen bzw. meinen Vorlieben. Ich bin mir sicher, dass das Buch, gerade von dem jüngeren Publikum oder auch von Lesern, die, was Horrorgeschichten angeht, ohnehin etwas empfindlicher sind, als gruselig empfunden wird. Ich möchte auch gar nicht abstreiten, dass die Geschichte gut ist, das ist sie, teilweise nur etwas langgezogen mit – meiner Meinung nach – zu wenigen Hintergrundinformationen. Der Schreibstil hat mir auch sehr gefallen; dieser war nüchtern und der Stimmung des Buches und auch dem Alter der Charaktere angepasst. Es ließ sich flüssig lesen und man hatte definitiv das Gefühl, inmitten der Geschichte zu sein. Dennoch konnte mich das Buch nicht zu hundert Prozent überzeugen. Es war eine nette Geschichte für zwischendurch mit guten Ansätzen und viel Potential, mehr allerdings nicht.
Profile Image for Aleshanee.
1,776 reviews127 followers
June 19, 2018
Die Geschichte hat wirklich gut angefangen, mit einer düsteren Stimmung und vielen gruseligen Elementen ... ab der Hälfte zog sich das ganze dann aber für mich, denn es wiederholte sich durch die immerwährende Suche nach einer Lösung. Die Spannung und der Grusel hielt sich für meinen Geschmack dann immer mehr in Grenzen, auch wenn die Ideen da gewesen wären, außerdem hätte ich gehofft, dass alles noch detaillierter aufgeklärt werden würde.
Die Botschaft, dass die Liebe immer den Hass besiegen wird, ist natürlich schön. Wie das Thema Liebe anfangs mit eingeflochten wurde, hat mich etwas irritiert, weil es mir nicht zu der Atmosphäre gepasst hat. Allerdings hat sich das dann sehr schön entwickelt.
Insgesamt war ich hin- und hergerissen, wobei mir die erste Hälfte besser gefallen hat.
Profile Image for Nicole Gozdek.
Author 8 books54 followers
April 6, 2017
Inhalt:

Die 15-jährige Sophie ist gar nicht begeistert, als ihre Eltern sie mit auf ein abgelegenes, kürzlich wiedereröffnetes Grandhotel in den Bergen nehmen, in dem ihr Vater Inspiration für seinen neuesten Roman sucht. Doch der öde Aufenthalt nimmt eine abrupte Wende, als eines Morgens Sophies Eltern einfach aus ihrem Zimmer verschwunden sind.

Während sie erst irritiert und dann immer besorgter nach ihnen sucht, muss sie erkennen, dass seltsame Dinge im Hotel und mit ihr vorgehen. Warum kann sie niemand sehen oder hören? Was ist das für eine Frau, die sie aus den Spiegeln des Hotels zu beobachten scheint und sogar bis in ihre Träume verfolgt?

Dann jedoch erkennt sie, dass sie in diesem Schrecken nicht so allein ist wie gedacht, dass es noch andere Jugendliche gibt, die genau dasselbe durchmachen wie sie …


Meine Meinung:

Im Mittelpunkt des Romans steht der Schauplatz, das Grandhotel Rabenfels mit seinen zahlreichen Geheimnissen, das nach einem Brand von einhundert Jahren jetzt wiedereröffnet wurde und den Prunk aus dem 19. und 20. Jahrhundert genauso zeigt wie seine bewegte Geschichte.

Sophie und die anderen jugendlichen Hauptfiguren des Romans (Max, Ludwig und Margarete) müssen erkennen, dass hinter der edlen Fassade des noblen Hotels schreckliche Dinge geschehen sind – und immer noch geschehen. Nur wenn sie sich den gruseligen Geschehnissen und ihren Ängsten stellen, können sie sich selbst und ihre Eltern aus den Klauen des Hotels, das sie mit aller Macht festhalten will, befreien.

In einer Mischung aus phantastischen Elementen – verwunschenen Spiegeln und Bildern, Hexen, lebenden Toten bzw. Erinnerungen und echten Geistern – sowie Horrorelementen wird die packende Geschichte erzählt und Geheimnisse nach und nach aufgedeckt. Denn im Grandhotel geht es nicht mit rechten Dingen zu. Es scheint zu leben, die Zeit verläuft anders, Menschen altern nicht oder anders, Verstorbene bleiben als geisterhafte Erinnerungen zurück. Die Vergangenheit und die Gegenwart vermischen sich vor dieser geschichtsträchtigen Kulisse und Sophie und die anderen müssen Detektiv spielen, um herauszufinden, was in der Vergangenheit geschehen ist und zum Verschwinden ihrer Eltern geführt hat.

Doch neben den Schrecken spielt auch das Thema Liebe in den unterschiedlichsten Ausprägungen – erste Liebe, Liebe zur Familie, verratene Liebe, zu Hass gewordene Liebe, unerwiderte Liebe, etc. – eine große Rolle. Wie Björn Springorum auf dem Bloggerempfang des Thienemann-Verlags auf der Leipziger Buchmesse verraten hat, reizte es ihn besonders, diese Facetten aufzuzeigen.

Mir haben der Genremix und Björn Springorums Art zu erzählen wieder sehr gut gefallen. Die verschiedenen Elemente sind sehr ausgewogen, der Grusel durch die Horrormomente hält sich in Grenzen, sodass auch junge Leser die Geschichte bedenkenlos lesen können, ohne Albträume zu bekommen. Die Geschichte ist spannend und abwechslungsreich erzählt und nicht übermäßig "teeniehaft", sodass sowohl jugendliche als auch erwachsene Leser Spaß beim Lesen haben.

Fazit: „Spiegel des Bösen“ ist eine gelungene und spannende Mischung aus phantastischer Roman, Horror, historischen Momenten, Liebes- und Detektivgeschichte.
Profile Image for Meggies Fussnoten.
966 reviews12 followers
June 19, 2019
Sophie verbringt ihre Ferien zusammen mit ihren Eltern in einem edlen Grandhotel in den Bergen. Davon ist sie wenig begeistert, da ihr Vater nur dorthin wollte, um an seinem Buch über das Hotel zu arbeiten. So haben ihre Eltern aufgrund der Recherche keine Zeit für Sophie. Dies führt dazu, dass Sophie sich wünscht, ihre Eltern wären gar nicht da.
Als Sophie am nächsten Morgen aufwacht, sind ihre Eltern verschwunden und auch sonst scheint das Hotel verändert. Alles wirkt heruntergekommen, kaputt und alt. Im Keller trifft sie auf Max, Margarete und Ludwig, alles Teenager in ihrem Alter. Aber auf Sophie wirken sie altmodisch. Und nach langem Hinterfragen, scheinen die drei auch schon längere Zeit hier unten festzusitzen. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, was passiert ist und stoßen dabei auf ein skandalöses Geheimnis. Und merken bald, dass in den Spiegeln das Böse lauert.

"Der Ruf des Henkers" war mein erster Roman des Autors und hat mich sehr begeistert. Grund genug, zu einem weiteren Werk zu greifen. Allerdings konnte mich "Der Ruf des Henkers" mehr begeistert.

Auch wenn die Geschichte spannend war, hatte ich Mühe, mit den Protagonisten warm zu werden. Sophie blieb mir fremd und auch die anderen Charaktere hätten etwas mehr Tiefe vertragen.

Die Idee, die Kinder in einem Hotel auf die Suche nach Antworten zu schicken, hat mir jedoch sehr gut gefallen. Allerdings hat sich alles am Ende etwas zu sehr in die Länge gezogen. Viele Szenen fand ich wiederholt dargestellt und Sophie man nur sehr schwer voran.

Sophie und Max geben sich zwar große Mühe, doch gerade Sophie versinkt oft in etwas Selbstmitleid.

Das Ende war dafür sehr schnell und auch vorhersehbar. Einige Charaktere haben keinen würdigen Abschluss bekommen und es blieben Fragen offen.

Trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt, was auch an dem Schreibstil des Autoren lag. Mit viel Liebe zum Detail werden Szenen beschrieben, nur die Gefühlswelt der einzelnen Charaktere wurde etwas vernachlässigt.

Alles in allem liegt hier ein solider Jugendroman vor, der mit toller Story punkten kann. Ich freue mich auf ein nächstes Werk des Autors.

Meggies Fussnote:
Schau genau, was im Spiegel passiert.
Profile Image for Jennifer May.
298 reviews9 followers
November 14, 2019
In "Spiegel des Bösen" begleiten wir Sophie, die von ihren Eltern in ein altes Hotel geschleppt wird. Darauf hat sie so gar keinen Bock, allerdings erwacht sie eines morgens und ist allein. Ihre Eltern sind weg und keiner der anderen Hotelgäste kann sie sehen. Damit beginnt für sie ein Horrortrip bei dem sie die große Liebe trifft.

Da wären wir auch schon beim ersten Punkt der mich gestört hat. Ich fand die Liebesgeschichte hat zum Teil den Grusel total in den Hintergrund gedrängt. Der Grusel war eh schon nur sehr verhalten vorhanden, da es ein Jugendbuch ist.

Ansonsten fand ich es ganz gut. Es wollte Shining für eine junge Zielgruppe sein, hat das für mich aber nicht ganz geschafft.
Profile Image for Eve.
13 reviews31 followers
July 23, 2018
Habe mir das Buch rein zufällig in der Bücherei ausgeliehen und bin eigentlich im Großen und Ganzen zufrieden, weil es eine einfache und leicht verdauliche Lektüre gewesen ist. Perfekt, wenn man an einem heißen Sommertag nicht zu viel nachdenken will. Meine Begeisterung hält sich trotzdem in Grenzen.
Zunächst kurz zur Sprache selbst: alles recht einfach beschrieben, auch wenn es mich teilweise gestört hat, wie kurz die Sätze manchmal waren. Teilweise wurde der Text wirklich abgehackt und das hat den Lesefluß gestört. Ansonsten hatte ich in diesem Sinn kaum etwas auszusetzen. Gute Beschreibungen, gute Dialoge. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und das ist das wichtigste.
Zur Geschichte selbst: die Idee eines mystischen Hotels fand ich super und auch die Geschichte von Kindern/Eltern, die plötzlich verschwinden. Im Gegensatz zu anderen deutschen Reviewern hier finde ich, dass man sofort verstanden hat, was passiert und ich kann nicht nachvollziehen, wieso hier manche so sehr auf dem Schlauch standen.
Normalerweise finde ich es gut, wenn der Autor so schnell wie möglich in die Hauptaction einsteigt, doch hier hat mir ein wenig Einleitung gefehlt. Man trifft die Protagonistin und ihre Eltern, die im Hotel eintreffen und auf der nächsten Seite sind die Eltern schon weg und unsere Heldin in einem alternativen Universum gefangen. Man kennt Sophie nicht und kann sich -besonders am Anfang- nur schlecht mit ihr identifizieren. Ganz im Gegenteil: man ist ein wenig genervt von ihr und ihren unfreundlichen Gedanken ihren Eltern gegenüber. Außerdem wurde sie mit der typischen Teenager-Dramatik ausgestattet, die mich teilweise echt auf die Palme gebracht hat ("oh nein, ich wurde von einem Jungen verraten...ICH WERDE NIEMALS LIEBEN KÖNNEN OBWOHL ICH EIGENTLICH GEFÜHLT ELF JAHRE ALT BIN!!!111!!)
Wie auch schon von Anderen hier hervorgehoben, gibt es lange Zeiträume in dem Buch, in dem kaum was passiert. Das finde ich sehr schade, denn WENN der Autor die Action auspackt, dann ist sie gut. Ich wünschte mir, er wäre mehr auf die Mythologie des Hotels eingegangen und hätte die Protagonisten in mehr Räume, Etagen etc. geschickt. So aber wollten Sophie und ihre Freunde sofort immer aufgeben, wenn etwas schief lief und zurück in die sicheren (und langweiligen) Keller zurück.
Die Romanze war ein wenig unnötig und ich fand, dass sie nur da war, weil sie da sein musste. Es gab nur wenig Chemie oder süße Momente. Die anderen Charaktere im Hotel hatten jedoch sehr viel Potenzial und ich finde es schade, dass der Autor den Platz auf seinen Buchseiten für klischeehafte Romantik vergeudet hat.
Das Ende war ganz ok, auch wenn kaum etwas passierte, was mich überrascht hat. Mir hat gefallen, wie plötzlich alles dramatisch wurde und auch dass der Autor das Ende in die Länge zog und es so noch spannender gemacht hat, war toll. Das Besiegen der großen, bösen Frau war dann leider ein wenig enttäuschend, weil es nicht wirklich schwer wurde und die letzten Seiten trieften nur so von Klischees. Trotzdem blieb ein wenig von meinem Interesse, als die drei, alten Frauen nochmal erwähnt wurden. Eine Fortsetzung würde ich also gerne lesen.
Alles in Einem eine Empfehlung von mir. Wenn ihr das Buch seht und gerade Zeit und Lust habt, kann es sich sehr lohnen. Besonderes Lob an dieser Stelle an den Designer des Covers, das ich sehr gelungen finde!
Profile Image for Mella_Angel .
291 reviews6 followers
May 15, 2017

Klappentext/Inhalt:

Ein Grandhotel, in dem das Grauen herrscht, ein Zimmermädchen, das auf Rache schwört, drei Berghexen, die auf Seelen lauern, und eine Liebesgeschichte, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist ...

Ein ungewöhnlicher, fesselnder Phantastikroman: Gänsehaut pur!

Meine Meinung:

Bei diesem Buch habe ich mich auf eine gruselige und abenteuerliche Geschichte gefasst gemacht und diese habe ich auch bekommen.

Sophie soll mit ihren Eltern verreisen. Sie soll in ein Hotel reisen, dass lange geschlossen war. Als sie dort ankommen, sieht sie etwas sehr merkwürdiges. In der Nacht wacht sie plötzlich auf und alles sieht sehr komisch aus. Auf einmal sind da Türen, die zuvor gar nicht da sind und andere Merkwürdigkeiten passieren.

Sophie hat so gar keine Lust auf dieses lange Wochenende. Als sie dann auch noch Sachen sieht, die gar nicht da sind, zweifelt sie an sich selbst. Doch plötzlich findet sie sich ganz wo anders. Dabei lernt sie unter anderem Max kennen. Sie wollen aus dieser Situation endlich ausbrechen und gehen große Risiken ein. Viele Dinge sind sehr gefährlich und sie finden Dinge heraus, die unfassbar sind. Sophie ist verzweifelt aber sie geht mit viel Mut an die Sache. Dabei lernt sie auch was Liebe ist und was Verlust bedeutet.

Von der ersten Seite an, war die Geschichte spannend. Wir erleben hier eine unglaublich gruselige aber auch spannende, nervenaufreibende und geniale Geschichte. Sie konnte mich von Anfang an absolut abholen. Die Charaktere und die ganze Atmosphäre war atemberaubend und großartig ausgearbeitet. Dieses Buch werde ich noch in langer Erinnerung behalten.

Fazit:

Die Geschichte konnte mich von Anfang an packen und abholen. Die Geschichte ist gruselig, nervenaufreibend, spannend und so vieles mehr. Die ganze Zeit in dem Buch wurde genau auf den Punkt beschrieben und die Charaktere waren toll ausgearbeitet. Ich kann euch diese Geschichte nur empfehlen!


Bewertung:


Cover: 5/5


Klappentext: 5/5


Inhalt: 5/5


Schreibstil: 5/5


Gesamtpaket: 5/5


5 von 5 Sterne
Profile Image for JuicyTomato.
54 reviews
May 24, 2018
Das Buch hat mich beinahe durchgehend gefesselt, großartig! Der Autor schreibt leicht und schnell, die Geschichte zieht sich nicht. Allerdings war mein Problem, dass es mehr in Richtung Jugendbuch geht, von daher sollten ältere Leser aufpassen, ob sie Jugendbücher mögen oder nicht. Ich fand es nicht so schlimm. Gut war vor allem, wie der Autor kaum Antworten bis gibt. Erst am Ende habe ich wirklich etwas verstanden. Aber man wird immer durch scheinbare Antworten weiter gelockt. Gute Arbeit!
Profile Image for Julia.
473 reviews91 followers
May 30, 2017
Ich freute mich sehr auf das neue Buch von Björn Springorum. Es ist das erste, was ich von ihm lesen doch von allen Seiten hörte ich bisher Lob und ich war gespannt auf den Jugend-Horrorroman. Auch der Klappentext sagte mir zu. Ich finde Fantasygeschichten, die ih Grand Hotels spielen unheimlich interessant und gerade diesen alten Hotels haftet auch immer ein ganz besonderer Zauber an. Dennoch fiel mir der Einstieg in die Geschichte schwer. Es dauerte lange, bin ich wirklich durchblickt hatte, was genau in der Geschichte passierte und noch einmal einiges, bis dann wirklich was passierte und dann war die Geschichte auch schon fast um.
In die Geschichte mit Fantasyelementen sind einige Horrorelemente eingebunden, die trotz dem Defizit in der Story eine Menge Atmosphäre lieferten und für mich einen großen Reiz des Buches ausmachten. Diese Elemente sind für ein Jugendbuch sehr angemessen und wenn man sich leicht gruselt (und das kann ich nur bestätigen), dann gibt das Buch auch für ältere Leser eine Menge her.
Mit der Protagonistin Sophie bin ich zwar nach einige Zeit warm geworden, ihr Handeln blieb aber im Verlaufe des gesamten Buches sehr passiv. Es passiert sehr wenig aus eigenem Antrieb und sowohl Sophie, als auch die Leser bekommen viel zu viel von anderen Charakteren präsentiert, als dass man sich selbst anstrengen muss. Dennoch hatte Sophie auch einige positive Aspekte. Allen voran fand ich ihre etwas andere Liebesgeschichte sehr toll konstruiert und neben Sophie besaßen auch die anderen Charaktere ganz viel Charme.
In was ich mich definitiv verliebt habe, das ist der Schreibstil des Autors. Er ist sehr verträumt, gerade richtig für ein Fantasybuch, wie Spiegel des Bösen und dennoch weicht er nie vom Wesentlichen ab, was für die Geschichte gerade richtig war. Trotz der starken Defizite in der Geschichte und dem leider auch nicht so überraschenden Ende, konnte mich Spiegel des Bösen und vor allen Dingen der Autor Björn Springorum in anderen Punkten begeistern.
Fazit: Spiegel des Bösen hat definitiv Defizite in der Story, die sich leider auch bis zum Ende der Geschichte ziehen. Gefallen haben mir dafür die Charaktere und der Schreibstil umso mehr, weshalb es für mich mit Spiegel des Bösen nicht beim einzigen Buch des Autors bleibt. Auch die gut gesetzten Horrorelemente waren sehr überzeugend und passen sehr gut zu jüngeren Lesern.
Profile Image for Elke.
1,973 reviews42 followers
January 5, 2026
Schön gruselig, teils unerwartet, teils etwas lang, aber ich habe mich gut unterhalten. Auf jeden Fall ein tolles Cover.
Profile Image for Sine.
264 reviews
July 27, 2017
Fazit:

Dieses Buch hat den Grusel wirklich eingefangen und ist spannend von Anfang bis zum Ende. Es ist eben auch ein Kinderbuch und daher nicht ganz so schlimm. Trotzdem hat mir das Lesen sehr viel Spaß gemacht und auch die kurzen Kapitel fand ich sehr angenehm.

Bewertung:

Sophie sitzt mit ihren Eltern in einem öden Hotel fest, welches ihr nicht ganz geheuer ist. Schon am Anfang wirkt es, als ob sie Wahnvorstellungen hat. Und dann wird alles sehr komisch. Es kommen immer komischere Vorfälle dazu.

Ich finde, das Buch verbreitet schon ziemlich am Anfang eine gruslige Stimmung. Es passieren allerlei komische Dinge, wie z. B. ein Fahrstuhl der stecken bleibt. Gruselige Schatten erscheinen oder auch, dass man sich beobachtet fühlt.

Es ist für mich eher ein Kinderbuch, das muss ich dabei immer bedenken. Und es ist eben Grusel und kein Horror. Das hat das Buch aber gut eingefangen. Es gab auch immer wieder neue Dinge zu sehen und zu erleben. Und hinter jeder Ecke lauert noch etwas. Manchmal war es schon etwas zu viel, weil ich es schon erwartet.

Die Kapitel sind immer recht kurz und haben verschiedene Themen, auf die die Überschrift schon hinweist. Ich mag kurze Kapitel, die kann man immer mal nebenbei lesen.

Charaktere

Sophie hat wohl einige Probleme in ihren Leben. Sie ist 15 Jahre alt und wollte immer gerne ein Abenteuer erleben. Sie hat öfter Wutausbrüche und hat wohl auch unschöne Sachen erlebt. Dazu haben sie ihre Eltern zu einen Psychiater geschickt, was ihr gar nicht gefallen hat. Sie versucht aber auch die Situationen zu klären und sitzt nicht einfach so herum. Das finde ich gut, ohne sie, wäre wohl vieles nicht so gekommen.

Max scheint ein vernünftiger Typ zu sein. Vorsichtig und besonnen und flippt nicht so leicht aus. Er versucht durch seine ruhige Art die Situation zu klären. Aber auch er hat sich bisher immer zurückgehalten, bis Sophie auf den Plan tritt. Mit ihr hat er den richtigen Mut gefasst.

Ludwig ist wohl ziemlich ängstlich und Margarete ergeben. Er folgt ihr am liebsten auf Schritt und Tritt und gefällt ihr dabei sehr gerne. Er ist schon verliebt in sie, was das auch erklärt.
Was mir sehr gut gefällt ist, dass er eine Wandlung durchlebt. Er bleibt nicht der unscheinbare, ängstliche Typ, sondern wird immer Selbstbewusster und mutiger. Das macht ihn mir richtig sympathisch. das vergeht aber immer mal wieder. Nachher wirkt er etwa blass.

Margarete scheint wie eine Anführerin. Sie ist herrisch, kalt, biestig, zickig, herablassend und gibt gerne den Ton an und mag nicht gerne Widerworte. Und wenn doch, versucht sie es zu vertuschen, dass andere gewonnen haben. Trotzdem versteckt sie sich dahinter eher, aus Angst.
Profile Image for Stefanie Hasse hisandherbooks.de.
726 reviews216 followers
May 1, 2017
Zitat:
„Das Verlangen, sich umzudrehen und endlich dem gegenüberzustehen, was ihr aufgelauert hatte, war beinahe übermenschlich stark. Doch sie tat es nicht. Sie wollte es nicht, konnte es nicht.“
(S.84)

Inhalt:
Eigentlich wollte Sophie gar nicht mit ihren Eltern in dieses alte Hotel in den Bergen. Und tatsächlich! Ein paar unbedacht gewählte Worte scheinen dafür verantwortlich zu sein, dass Sophie sich plötzlich in einer anderen Realität wiederfindet. Ihre Eltern sind verschwunden, Sophie hat Angst. Doch das ist noch nicht das Schlimmste. Sophie weiß nur noch nicht, mit welchen Mächten sie es zu tun bekommt. Wird sie es schaffen, ihre Eltern wiederzusehen?

Meinung:
Bei einer Signierstunde im Rahmen der Leipziger Buchmesse hat Björn Springorum sein neues Buch „Spiegel des Bösen“ vorgestellt. Er erzählte hier auch von seinen Ängsten, und wie er diese in seinen Geschichten verarbeitet. Hierdurch und durch den wirklich sympathischen Auftritt des Autors bin ich ziemlich neugierig auf die Geschichte geworden und wollte sie nun unbedingt lesen.

Gleich zu Beginn der Geschichte konnte ich dann die Erfahrung machen, dass der Autor nicht lange fackelt und seine Idee zum Laufen bringen wollte. Er stieß mich förmlich an die Seite der Protagonistin, so dass ich mich unverzüglich mitten im Geschehen wiederfand. Ich persönlich mag diese schnellen Einstiege in Geschichten, denn so nimmt das Geschehen gleich ein gewisses Tempo an. Der Autor hielt sich dabei nicht mit Nebensächlichkeiten auf, sondern nahm direkten Kurs auf die Handlung.

Der Schreibstil des Autors wirkte frisch und konnte mich an die Geschichte binden. Geschickt gesetzte Spannungsmomente in Verbindung mit immer wieder aufkommenden Gruselmomenten ließen mich durch die Seiten fliegen. Für die Darstellung seiner Geschichte wählte Björn Springorum hauptsächlich die Sicht von Sophie in dritter Person Vergangenheit. Um die Geschichte abzurunden nutzte er zusätzlich zwischendurch eine weitere Perspektive, ebenfalls in dritter Person Vergangenheit, die weitere wichtige Einblicke in die Entwicklung gewährt. Die Geschichte war durchweg flüssig zu lesen, Durststrecken gab es nicht.

Die Charaktere waren grundsätzlich vorstellbar beschrieben und man hatte ein Bild von ihnen vor Augen. Ein bisschen mehr Hintergründe zu den handelnden Personen habe ich mir dabei schon gewünscht, dem Lesefluss selbst tat dies jedoch keinen Abbruch. Die eingeflochtene Liebesgeschichte wirkte ein wenig gestellt und inszeniert, was die Glaubhaftigkeit dennoch nur im Ansatz erschüttert.

Eine Entwicklung der Charaktere ist definitiv zu verspüren. Vor allem Protagonistin Sophie schreitet hier mit gutem Beispiel voran. Aber auch die anderen handelnden Personen können nahezu Schritt mit ihr halten.

Bei der Darstellung und Beschreibung der Spannungsmomente zeigt Björn Springurum dann seine wirklichen Stärken. Der Autor schaffte es ein ums andere Mal, mich hier richtig zu fesseln und Gänsehautaugenblicke zu schaffen. Seine Idee setzte er dabei nachvollziehbar um, so dass damit – bis auf kleine Ausnahmen - eine Glaubwürdigkeit erzielt wurde.

Zug um Zug steigert sich das Tempo der Handlung, die Situation wird immer aussichtsloser. Doch dann erlöste mich der Autor mit einem Showdown, der es erstens in sich hatte und zweitens mit der Auflösung des Ganzen wirklich zufriedenstellt. Für den Ausklang hat sich Björn Springorum sodann noch eine kleine Begebenheit ausgedacht, die der Geschichte ein abgerundetes Ende verleiht. In den nächsten Tagen werde ich definitiv an keinem Spiegel vorbeigehen, ohne zumindest einen Blick aus dem Augenwinkel riskieren zu müssen.

Urteil:
„Spiegel des Bösen“ von Björn Springorum setzt auf eine gruselige Grundatmosphäre mit gut gesetzten Spannungsmomenten, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Meinen Aufenthalt im Grandhotel Rabenfels belohne ich deshalb mit wirklich guten 4 Büchern.

Für alle, die ihre Ängste überwinden können, dabei kein Risiko scheuen und ihre Grenzen überschreiten können.


© hisandherbooks.de
Profile Image for Pixelnische.
93 reviews12 followers
May 2, 2017
Ein atmosphärisches Jugendbuch, das in einer spannenden Kulisse eine wichtige Botschaft mit sich trägt: Liebe ist stärker als Hass.

Mehr demnächst in meiner Besprechung auf dem Blog
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