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Cold Spring Harbor

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When the Shepards' car breaks down in pre-War New York City, a chain of events is set in motion that will transform the lives of the beautiful but stupid Evan Shepard, his doomed lover Rachel, and both their families. Fated to play out the mistakes of their parents, Evan and Rachel quickly discover the betrayal behind the dream, and desperately try every avenue of escape, only to find that all paths lead back to the small Long Island coastal town of Cold Spring Harbor, and to each other. But if there is no better chronicler than Yates of the quiet tragedy of thwarted suburban lives, Cold Spring Harbor is a testament to the absolute necessity of dreaming; for Yates's protagonists, hope may be all there is.

178 pages, Paperback

First published January 1, 1986

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About the author

Richard Yates

65 books2,298 followers
Richard Yates shone bright upon the publication of his first novel, Revolutionary Road, which was nominated for the National Book Award in 1961. It drew unbridled praise and branded Yates an important, new writer. Kurt Vonnegut claimed that Revolutionary Road was The Great Gatsby of his time. William Styron described it as "A deft, ironic, beautiful novel that deserves to be a classic." Tennessee Williams went one further and said, "Here is more than fine writing; here is what, added to fine writing, makes a book come immediately, intensely, and brilliantly alive. If more is needed to make a masterpiece in modern American fiction, I am sure I don't know what it is."

In 1962 Eleven Kinds of Loneliness was published, his first collection of short stories. It too had praise heaped upon it. Kurt Vonnegut said it was "the best short-story collection ever written by an American."

Yates' writing skills were further utilized when, upon returning from Los Angeles, he began working as a speechwriter for then-Senator Robert F. Kennedy until the assassination of JFK. From there he moved onto Iowa where, as a creative writing teacher, he would influence and inspire writers such as Andre Dubus and Dewitt Henry.

His third novel, Disturbing the Peace, was published in 1975. Perhaps his second most well-known novel, The Easter Parade, was published in 1976. The story follows the lives of the Grimes sisters and ends in typical Yatesian fashion, replicating the disappointed lives of Revolutionary Road.

However, Yates began to find himself as a writer cut adrift in a sea fast turning towards postmodernism; yet, he would stay true to realism. His heroes and influences remained the classics of F. Scott Fitzgerald, Flaubert and short-story master, Chekov.

It was to his school and army days that Richard turned to for his next novel, A Good School, which was quickly followed by his second collection of short stories, Liars in Love. Young Hearts Crying emerged in 1984 followed two years later with Cold Spring Harbour, which would prove to be his final completed novel.

Like the fate of his hero, Flaubert, whose novel Madame Bovary influenced Revolutionary Road and The Easter Parade, Richard Yates' works are enjoying a posthumous renaissance, attracting newly devoted fans across the Atlantic and beyond.

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Profile Image for Buchdoktor.
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November 11, 2015
Charles Shepard hat nach einem kurzen Kriegseinsatz sein Leben als Berufsoffizier auf amerikanischen Militärstützpunkten verbracht. Die Chance gemeinsam mit einem Freund ins Zivilleben zurück zu wechseln schlägt Charles (auch aus Rücksicht auf seine psychisch „labile“ Frau) zugunsten der Sicherheit im Staatsdienst aus. In den 40ern des vorigen Jahrhunderts ist Charles im Rang eines Captains (entspricht dem Hauptmannsrang der Bundeswehr) gerade aus der Armee ausgeschieden und mit Frau und Sohn nach Cold Spring Harbor auf Long Island gezogen. Charles Frau Grace hat sich schon immer wegen einer unklaren psychischen Erkrankung von der Welt zurückgezogen; den Haushalt erledigt zurzeit Charles. Der 1918 geboren Sohn Evan ist als gut aussehender Nichtsnutz bereits als Jugendlicher mit der Polizei in Konflikt geraten. Doch seit Evan sich für Autos interessiert und sein Talent als Schrauber entdeckt hat, besteht in seinem Leben Hoffnung auf eine Wendung zum Guten. Eine überstürzte Ehe aufgrund einer ungeplanten Schwangerschaft hat Evan bereits hinter sich. Charles ist im neuen Wohnort aufgrund seiner Army-Vergangenheit sofort ein angesehener Mann. Auf Long Island erwartet man von einem „Captain“ vermutlich automatisch den sehr viel höher besoldeten Rang eines Captains der Navy. Als Evan 1941 gemeinsam mit dem Vater seine zweite Frau kennenlernt, besteht wenig Anlass zur Hoffnung, dass der junge Mann inzwischen reif genug für eine Beziehung ist. Unlösbar wirkt der Konflikt, dass Evan ursprünglich für ein Maschinenbaustudium sparen will und beide Familien das Konzept einer berufstätigen Frau mit studierendem Ehemann nicht zu kennen scheinen. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs verschärft sich die Situation der jungen Shepards weiter durch Charles fixe Idee, sein Sohn müsse in einer Stellvertreter-Rolle für ihn in den Krieg ziehen. Die Familie von Rachel Drake lässt sich indessen von einem durch sie selbst schöngeredeten Bild der Shepards als bedeutender Familie blenden, das der Realität nicht standhalten kann. Die Ehe zwischen Evan und Rachel dient beiden Familien als Rettungsring aus überaus bescheidenen Lebensumständen. Charles und Evan wirken dabei wie Schauspieler in nicht geprobten Rollen und in für sie viel zu großen Kostümen.

Auf wenigen Seiten skizziert Richard Yates sehr nüchtern und distanziert ein Familienszenario, das vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs ein gewaltiges Konfliktpotential birgt. Rachel und ihre Mutter Gloria fühlen sich von der Beziehung zu den Shepards in ihrer Bedeutung aufgewertet. Auch Evan fühlt sich erst durch Rachels Bewunderung als Mann. Beachtlich in einem so kurzen Roman fand ich die Nebenrolle des 16-jährigen Philip Drake, Rachels jüngerem Bruder, der eine eigenständige Beziehung zu Evan findet. Philip setzt im Roman die Reihe der Männer fort, die sich vom Militärdienst gesellschaftlichen Aufstieg und persönliche Reife versprechen. Der Junge dient Richard Yates aber auch dazu, die Klassenunterschiede zu den im Ort alteingesessenen Familien zu verdeutlichen und damit die Aussichtslosigkeit der Aufstiegspläne von Evan, Rachel und Philip.

Rund siebzig Jahre liegen die Erlebnisse der Shepards und der Drakes zurück und die Einstellungen der beiden Familien werden heute auf manchen Leser befremdlich wirken. „Cold Spring Harbour” wird mir besonders durch die nüchterne und dabei liebevolle Sicht des Erzählers auf seine Figuren in Erinnerung bleiben.
Profile Image for Melanie.
583 reviews5 followers
December 31, 2025
Mein letztes Buch in 2025 hat mich nachdenklich zurück gelassen. Es spielt in den 1940er Jahren in den USA. Im Mittelpunkt der Handlung stehen Evan Shepard und seine zweite Frau Rachel. Evan, der ein schwieriger Teenager war, hat bereits eine gescheiterte Ehe hinter sich, als er die junge Rachel kennenlernt. Auch sie heiraten und ziehen gemeinsam nach Cold Spring Harbor - zusammen mit ihrer labilen und trinkfreudigen Mutter Gloria, die Evans Vater anhimmelt.

Die Figuren sind wie bei Yates üblich alle auf ihre eigene Art und Weise unglücklich und kämpfen mit ihren Problemen. Wie die Figuren interagieren, welche Entscheidungen sie treffen und wie sie allgemein leben und miteinander umgehen, wird wirklich sehr faszinierend beschrieben. Am Ende des Buches aber bleibt eine eher wehmütig-traurige Stimmung zurück bei mir und auch Mitgefühl für die Menschen, die ich im Roman begleitet habe.

Eine Leseempfehlung für ein atmosphärisch dichtes Buch voller interessanter und verzweifelter Figuren, das den Lesenden in die 1940er Jahre und die Zwänge, die damals herrschten, mitnimmt.
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