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Disordered Minds
When a local councillor and an anthropologist re-investigate the controversial murder conviction of a mentally retarded 20-year-old, they're unprepared for the disturbing facts that come to light--and the personal demons with which they must come to terms.
544 pages, Paperback
First published January 1, 2003
About the author
Minette Walters
73 books1,461 followersMinette Walters (born 26 September 1949) is a British mystery writer. After studying at Trevelyan College, University of Durham, she began writing in 1987 with The Ice House, which was published in 1992. She followed this with The Sculptress (1993), which received the 1994 Edgar Award for Best Novel. She has been published in 35 countries and won many awards.
The Sculptress has been adapted for television in a BBC series starring Pauline Quirke. Her novels The Ice House, The Echo, The Dark Room, and The Scold's Bridle have also been adapted by the BBC.
The Sculptress has been adapted for television in a BBC series starring Pauline Quirke. Her novels The Ice House, The Echo, The Dark Room, and The Scold's Bridle have also been adapted by the BBC.
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Community Reviews
Displaying 1 - 3 of 3 reviews
October 13, 2021
krasses buch. am anfang war ich skeptisch, weil es doch ein sehr trockener und langwieriger einstieg war. es hat sich allerdings echt gelohnt, weiter zu lesen! spannend geschrieben, man hat sich gefühlt, als wäre man in die ermittlungen verwickelt. hat zum mitdenken angeregt. teilweise echt heftige sachen was missbrauch etc angeht aber insgesamt sehr fesselnd.
February 28, 2011
Im Nachhinein hatte ich mir wohl bei all dem Lob über diese Autorin etwas mehr von ihrem Schreibstil erwartet. Er ist keinesfalls das, was ich im klassischen Sinne unter "schlecht" verstehe. Die Autorin schreibt flüssig, anschaulich und vor allem Beschreibungen und Gespräche fand ich sehr gelungen. Aber trotz dieser guten Grundlage konnte sie mich in entscheidenden Momenten einfach nicht mitreißen. Action und Emotionen gingen leider fast das ganze Buch über völlig an mir vorbei und ich wurde das Gefühl nie ganz los, dass zwischen der Geschichte und mir eine dicke Plexiglasscheibe steht. Die Geschichte war angenehm zu lesen, ja. Aber das gewisse Etwas hat mir gefehlt.
Dafür wurde ich aber bei den Charakteren gleich zu Anfang positiv überrascht. Denn der weibliche Ermittlerpart George ist nicht die übliche umwerfend gut aussehende (aber früher oder später natürlich trotzdem zu habende) Wonderwoman mittleren Alters. Vielmehr ist sie eine sehr sympathische, wenn auch etwas verpeilt-verschrobene Version von Miss Marple. Sie ist schrullig, verbissen und eine "Tochter alter Schule", was Werte und Benehmen angeht und war für mich sofort ein Charakter zum Liebhaben. Diesen Typ Ermittler liebe ich einfach! Wer fährt schon seinen Aktenschrank auf dem Rücksitz mit sich? Umso weniger mochte ich da Jonathan. Vom angedeuteten Kämpfer für die Gerechtigkeit keine Spur. Stattdessen bekommt man ein - sorry - Charakterschwein serviert. Dazu die obligatorische tragische Vergangenheit, kürzliche Trennung, Migrationshintergrund, geplagte Seele, Krankheit usw... Kurzum: Er hat so ziemlich jedes Problem, das man sich nur vorstellen kann, ohne ernsthaft nach Lösungen zu suchen. Auch sympathische Nebencharaktere konnten nicht verhindern, dass er mir mit seiner Art das ganze Lesen vermiest hat.
Die Handlung selbst lässt sich in zwei Bereiche unterteilen: Krimi-Part und Erzählung der Hintergründe. Ich mag es gerne, wenn ich mehr als nur den nackten Fall verfolgen kann und die Ursache-Wirkung-Hintergrundgeschichte hat mir hier sehr gut gefallen. Ab und an war es vielleicht etwas zu viel des Schlechten hinter scheinbar brav-bürgerlichen Vorhängen. Aber insgesamt habe ich diesen Part gespannt verfolgt. Umso enttäuschender fand ich den eigentlichen Krimi-Part. Der Täter/die Täterin/das Täter ließ sich früh erraten und Spannung konnte ich bestenfalls und mit viel gutem Willen erahnen. Natürlich liegen zwischen dem eigentlichen Mordfall und dem "Jetzt" viele Jahre, aber trotzdem hätte man mehr Entwicklungen einbauen können. Man erfährt zwar nach und nach und schön geordnet alle Details, wird als Leser dabei aber nur selten überrascht. Wer es ruhig und gemütlich mag, den dürfte die Geschichte vielleicht überzeugen. Aber mir haben psychologische Raffinessen und Fallstricke gefehlt, die mein Krimiherz hätten höher schlagen lassen.
Fazit:
Für mich muss ein Krimi entweder eine tolle Atmosphäre und faszinierende Hauptcharaktere, oder aber eine spannende Handlung haben und in keinem Bereich kam "Der Außenseiter" für mich über Mittelmaß hinaus.
Dafür wurde ich aber bei den Charakteren gleich zu Anfang positiv überrascht. Denn der weibliche Ermittlerpart George ist nicht die übliche umwerfend gut aussehende (aber früher oder später natürlich trotzdem zu habende) Wonderwoman mittleren Alters. Vielmehr ist sie eine sehr sympathische, wenn auch etwas verpeilt-verschrobene Version von Miss Marple. Sie ist schrullig, verbissen und eine "Tochter alter Schule", was Werte und Benehmen angeht und war für mich sofort ein Charakter zum Liebhaben. Diesen Typ Ermittler liebe ich einfach! Wer fährt schon seinen Aktenschrank auf dem Rücksitz mit sich? Umso weniger mochte ich da Jonathan. Vom angedeuteten Kämpfer für die Gerechtigkeit keine Spur. Stattdessen bekommt man ein - sorry - Charakterschwein serviert. Dazu die obligatorische tragische Vergangenheit, kürzliche Trennung, Migrationshintergrund, geplagte Seele, Krankheit usw... Kurzum: Er hat so ziemlich jedes Problem, das man sich nur vorstellen kann, ohne ernsthaft nach Lösungen zu suchen. Auch sympathische Nebencharaktere konnten nicht verhindern, dass er mir mit seiner Art das ganze Lesen vermiest hat.
Die Handlung selbst lässt sich in zwei Bereiche unterteilen: Krimi-Part und Erzählung der Hintergründe. Ich mag es gerne, wenn ich mehr als nur den nackten Fall verfolgen kann und die Ursache-Wirkung-Hintergrundgeschichte hat mir hier sehr gut gefallen. Ab und an war es vielleicht etwas zu viel des Schlechten hinter scheinbar brav-bürgerlichen Vorhängen. Aber insgesamt habe ich diesen Part gespannt verfolgt. Umso enttäuschender fand ich den eigentlichen Krimi-Part. Der Täter/die Täterin/das Täter ließ sich früh erraten und Spannung konnte ich bestenfalls und mit viel gutem Willen erahnen. Natürlich liegen zwischen dem eigentlichen Mordfall und dem "Jetzt" viele Jahre, aber trotzdem hätte man mehr Entwicklungen einbauen können. Man erfährt zwar nach und nach und schön geordnet alle Details, wird als Leser dabei aber nur selten überrascht. Wer es ruhig und gemütlich mag, den dürfte die Geschichte vielleicht überzeugen. Aber mir haben psychologische Raffinessen und Fallstricke gefehlt, die mein Krimiherz hätten höher schlagen lassen.
Fazit:
Für mich muss ein Krimi entweder eine tolle Atmosphäre und faszinierende Hauptcharaktere, oder aber eine spannende Handlung haben und in keinem Bereich kam "Der Außenseiter" für mich über Mittelmaß hinaus.
December 9, 2008
Jonathan Hughes ist Sachbuchautor der ein Buch über Justizirrtümer herausbrachte. Das Buch wurde ein Riesenerfolg - und ein in diesem Buch beschriebener Fall zieht ihn aber auch andere in deren Bann. Ein junger, mit einer Hasenscharte entstellter, Mann - der Außenseiter Howard Stamp - wurde vor 30 Jahren für ein Verbrechen verurteilt, das er bestimmt nicht begangen hat. Warum sollte er die einzige Person ermordet haben, die ihn Verstand und ihm über seine Probleme hinweghalf - vor allem wenn man berücksichtigt, dass der Junge ausschließlich autoaggressiv war? Aber er gab den perfekten Schuldigen ab, vorverurteilt, behindert, schlecht verteidigt und selbst viel zu introvertiert und zu wenig gebildet um seine Rechte einzufordern. Was aber wirklich geschah, das hätte sich wohl auch Jonathan Hughes in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können.
Der Roman ist insgesamt wirklich sehr gut, es gibt jedoch auch einige Schwächen. So ist beispielsweise das zusätzlich Verpacken von kritischen Bemerkungen bezüglich der Reaktion auf 9/11 zu weit vom Thema entfernt. Es führt letztlich dazu, dass der wirkliche Spannungsteil einfach zu langsam in Gang kommt. Man hätte hier wahrscheinlich gut und gern 15% des Gesamtumfanges streichen können und hätte damit eine Qualitätsverbesserung ohne den geringsten Abstrich erreicht. Kein Wunder wenn so mancher bereits bei Seite 200 aufgibt, nämlich noch ehe das Werk so richtig in Fahrt kommt. Allerdings ganz streichen hätte man den Umfang nicht können, denn sinnvollerweise wäre dafür ein ausführlicher Schluss geschrieben worden. Das Werk endet mit offenen Fragen und offenen Handlungsfäden.
Wirklich Schwierigkeiten hatte ich teilweise auch mit den Charakteren. Prinzipiell kann man sagen, dass diese liebevoll gestaltet sind, aber gerade bei den beiden Protagonisten hat Walters gewaltig danebengegriffen. Wenngleich sehr detailliert erarbeitet sind sie sehr stark überzeichnet und in sich nicht konsistent. Das gezeigte Bild ist einfach nicht stimmig. Im überwiegenden Teil jedoch, sind die handelnden Personen durchaus glaubwürdig und ihre Biographie ist schlüssig.
Der Roman ist insgesamt wirklich sehr gut, es gibt jedoch auch einige Schwächen. So ist beispielsweise das zusätzlich Verpacken von kritischen Bemerkungen bezüglich der Reaktion auf 9/11 zu weit vom Thema entfernt. Es führt letztlich dazu, dass der wirkliche Spannungsteil einfach zu langsam in Gang kommt. Man hätte hier wahrscheinlich gut und gern 15% des Gesamtumfanges streichen können und hätte damit eine Qualitätsverbesserung ohne den geringsten Abstrich erreicht. Kein Wunder wenn so mancher bereits bei Seite 200 aufgibt, nämlich noch ehe das Werk so richtig in Fahrt kommt. Allerdings ganz streichen hätte man den Umfang nicht können, denn sinnvollerweise wäre dafür ein ausführlicher Schluss geschrieben worden. Das Werk endet mit offenen Fragen und offenen Handlungsfäden.
Wirklich Schwierigkeiten hatte ich teilweise auch mit den Charakteren. Prinzipiell kann man sagen, dass diese liebevoll gestaltet sind, aber gerade bei den beiden Protagonisten hat Walters gewaltig danebengegriffen. Wenngleich sehr detailliert erarbeitet sind sie sehr stark überzeichnet und in sich nicht konsistent. Das gezeigte Bild ist einfach nicht stimmig. Im überwiegenden Teil jedoch, sind die handelnden Personen durchaus glaubwürdig und ihre Biographie ist schlüssig.
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