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The Colossus of Maroussi
The Colossus of Maroussi is an impressionist travelogue by Henry Miller, written in 1939 and first published in 1941 by Colt Press of San Francisco. As an impoverished writer in need of rejuvenation, Miller travelled to Greece at the invitation of his friend, the writer Lawrence Durrell. The text is inspired by the events that occurred. The text is ostensibly a portrait of the Greek writer George Katsimbalis, although some critics have opined that is more of a self-portrait of Miller himself. Miller considered it to be his greatest work.
244 pages, Paperback
First published January 1, 1941
About the author
Henry Miller
971 books5,312 followersHenry Valentine Miller was an American novelist, short story writer and essayist. He broke with existing literary forms and developed a new type of semi-autobiographical novel that blended character study, social criticism, philosophical reflection, stream of consciousness, explicit language, sex, surrealist free association, and mysticism. His most characteristic works of this kind are Tropic of Cancer, Black Spring, Tropic of Capricorn, and the trilogy The Rosy Crucifixion, which are based on his experiences in New York City and Paris (all of which were banned in the United States until 1961). He also wrote travel memoirs and literary criticism, and painted watercolors.
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Community Reviews
Displaying 1 - 3 of 3 reviews
August 21, 2024
Henry Millers Griechenland-Erfahrungsbericht entstand 1940, nachdem er im Jahr zuvor eine fünfmonatige Griechenlandreise gemacht hatte.
Versteckt zwischen gefühlt endlosen Passagen (betrunkener/berauschter) Gedankenströme, unsinnigen Metaphern ("[...]die Sonne lodert wie ein mit Rum getränktes, angezündetes Omelett[...]"?!) und Henry Millers ignoranter Selbstwahrnehmung als der Beste aller Touristen, verstecken sich überraschend sensible Beobachtungen zum zeitgleich beginnenden 2. Weltkrieg:
„Eines ist sicher, sagte ich mir, das Chaos, die Verwirrung, die dieser Krieg hervorruft, werden zu unseren Lebzeiten nicht mehr gutgemacht, wir können nicht mehr dort angefangen, wo wir aufgehört haben. Die Welt, die wir kannten, ist dahin, ist tot. Das nächste Mal, wenn wir uns wiedersehen, werden wir uns auf den Trümmern von allem treffen, was uns einst teuer war.“
Da ich das Buch selbst nach einer kürzlichen Griechenlandreise las, konnte ich Millers Bewunderung des besonderen Lichts Griechenlands, das gerade in den Abendstunden die ganze Umgebung blau-violett färbt, sehr nachvollziehen und auch die Begeisterung, die er für dieses Land ausdrückt.
Alles in allem ein interessantes Zeitstück, wofür man starke Nerven braucht, es durchzuhalten und am Ende nicht so viel davon hat.
TW: Falls man vorhat, dieses Buch zu lesen: In den meisten deutschen Ausgaben ist das N-Wort ausgeschrieben. Es gibt einige Beschreibungen, die den eugenisch - rassistischen Wissenschaftsstand der damaligen Zeit widerspiegeln („[…] der griechische Kopf […]“, etc.), trotzdem Miller klare Ablehnung gegenüber dem NS-Regime äußert. Wenn Frauen in dem Buch vorkommen, dann werden sie auf eine abwertende Weise, als Dienende oder als Sexobjekt beschrieben (nervt heftig).
Versteckt zwischen gefühlt endlosen Passagen (betrunkener/berauschter) Gedankenströme, unsinnigen Metaphern ("[...]die Sonne lodert wie ein mit Rum getränktes, angezündetes Omelett[...]"?!) und Henry Millers ignoranter Selbstwahrnehmung als der Beste aller Touristen, verstecken sich überraschend sensible Beobachtungen zum zeitgleich beginnenden 2. Weltkrieg:
„Eines ist sicher, sagte ich mir, das Chaos, die Verwirrung, die dieser Krieg hervorruft, werden zu unseren Lebzeiten nicht mehr gutgemacht, wir können nicht mehr dort angefangen, wo wir aufgehört haben. Die Welt, die wir kannten, ist dahin, ist tot. Das nächste Mal, wenn wir uns wiedersehen, werden wir uns auf den Trümmern von allem treffen, was uns einst teuer war.“
Da ich das Buch selbst nach einer kürzlichen Griechenlandreise las, konnte ich Millers Bewunderung des besonderen Lichts Griechenlands, das gerade in den Abendstunden die ganze Umgebung blau-violett färbt, sehr nachvollziehen und auch die Begeisterung, die er für dieses Land ausdrückt.
Alles in allem ein interessantes Zeitstück, wofür man starke Nerven braucht, es durchzuhalten und am Ende nicht so viel davon hat.
TW: Falls man vorhat, dieses Buch zu lesen: In den meisten deutschen Ausgaben ist das N-Wort ausgeschrieben. Es gibt einige Beschreibungen, die den eugenisch - rassistischen Wissenschaftsstand der damaligen Zeit widerspiegeln („[…] der griechische Kopf […]“, etc.), trotzdem Miller klare Ablehnung gegenüber dem NS-Regime äußert. Wenn Frauen in dem Buch vorkommen, dann werden sie auf eine abwertende Weise, als Dienende oder als Sexobjekt beschrieben (nervt heftig).
January 27, 2023
Henry Miller schreibt 1941 über seine Reise nach Griechenland rund um den Kriegsbeginn 1939. Begleitet wird er dort vom griechischen Dichter Giorgos Katsimbalis, den er als den Koloss von Maroussi in dieser Reisebeschreibung darstellt. Es ist eine Liebeserklärung des Amerikaners Miller an die sogenannte Wiege der europäischen Kultur. Ich hab das Buch in der deutschen Übersetzung von Carl Bach und Lola Humm-Sernau gelesen und war von den sprachlichen Bildern, die mir die karge geschichtsträchtige Landschaft, die einfachen und herzlichen Menschen des Landes und die stimmungsgeladenen historischen Stätten nahe brachten, beeindruckt.
Interessant auch zu lesen, wie damals die Amerikaner von den Griechen verehrt wurden, das Land, das von ihnen auch als einzige Unterstützernation nach dem Massaker von Smyrna 1922 an der damals dort lebenden griechischen Bevölkerung gesehen wurde.
Und immer wieder spürt man, wie der anstehende und schließlich auch ausbrechende Krieg die Stimmung beeinflusst.
Heuer (2023) ist Eleusis eine der Kulturhauptstädte Europas. Dieser biografische Bericht kann zu einer Reise dorthin eine gute Einstimmung geben, deshalb abschließend ein Zitat über Eleusis aus diesem: „Man muß zweitausend Jahre der Unwissenheit und des Aberglaubens von sich abwerfen, des krankhaften, widerlich unterirdischen Lebens und Lügens. Man muß nach Eleusis kommen, befreit von dem Druck, der sich während des jahrhundertelangen Liegens in stehenden Gewässern angesammelt hat. In Eleusis erkennt man, daß es keine Rettung gibt, wenn man sich einer irrsinnigen Welt anpaßt. In Eleusis paßt man sich dem Kosmos an.“
Interessant auch zu lesen, wie damals die Amerikaner von den Griechen verehrt wurden, das Land, das von ihnen auch als einzige Unterstützernation nach dem Massaker von Smyrna 1922 an der damals dort lebenden griechischen Bevölkerung gesehen wurde.
Und immer wieder spürt man, wie der anstehende und schließlich auch ausbrechende Krieg die Stimmung beeinflusst.
Heuer (2023) ist Eleusis eine der Kulturhauptstädte Europas. Dieser biografische Bericht kann zu einer Reise dorthin eine gute Einstimmung geben, deshalb abschließend ein Zitat über Eleusis aus diesem: „Man muß zweitausend Jahre der Unwissenheit und des Aberglaubens von sich abwerfen, des krankhaften, widerlich unterirdischen Lebens und Lügens. Man muß nach Eleusis kommen, befreit von dem Druck, der sich während des jahrhundertelangen Liegens in stehenden Gewässern angesammelt hat. In Eleusis erkennt man, daß es keine Rettung gibt, wenn man sich einer irrsinnigen Welt anpaßt. In Eleusis paßt man sich dem Kosmos an.“
October 30, 2023
“Wundersame Dinge geschehen einem in Griechenland -wundersame, gute Dinge, die sonst nirgends auf der Welt geschehen können.”
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