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704 pages, Hardcover
First published April 30, 2008
Ich muss mich den anderen Bewertungen anschließen, wenn es darum geht, dass der Schreibstil Lolas in den ersten 100 Seiten schwierig zu lesen ist. Ich dachte es liegt daran, dass Englisch nicht meine Muttersprache ist und ich bisher nicht wirklich mit irischem Englisch und schon gar nicht den dortigen Redewendungen zu tun hatte. Der tagebuchartige Stil (was es ja auch sein soll) hemmt den Lesefluss erheblich und lässt einen fast aufgeben. Doch es lohnt sich weiterzulesen.
Wer eine schnulzige Liebesgeschichte bzw. die Wirrungen eines (oder mehrerer gebrochener Herzen) erwartet, wird aber spätestens ab Seite 181 langsam vor den Kopf gestoßen.Alles in allem ein gutes Buch, das wenn man die ersten 100 Seiten der „literarischen“ Tagebuch-Ergüsse Lolas durchgestanden hat, wirklich wert ist, gelesen zu werden, auch wenn man zum Teil starke Nerven braucht. Definitiv keine leichte Wochenendlektüre für Sonnenschein, sondern eine ernst zu nehmende aufwühlende Erinnerung, dass hinter einer schönen Fassade viel Dunkles lauern kann. Hinter dem seicht anmutenden Cover verbergen sich tiefe Abgründe. Das Happy End ist dann ein wenig zu aufgelegt, aber es ist immer besser mit einem angenehmen Gefühl aufzuhören. Generell mischt sich hier ständig lockeres scherzhaftes Geschwätz mit Beschreibungen ärgsten Missbrauchs, ohne jedoch tatsächlich genau auf die Hintergründe einzugehen.