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Middlesex

The astonishing tale of a gene that passes down through three generations of a Greek-American family and flowers in the body of a teenage girl.

In the spring of 1974, Calliope Stephanides, a student at a girls' school in Grosse Pointe, finds herself drawn to a chain-smoking, strawberry blond classmate with a gift for acting. The passion that furtively develops between them--along with Callie's failure to develop--leads Callie to suspect that she is not like other girls. In fact, she is not really a girl at all.

The explanation for this shocking state of affairs takes us out of suburbia- back before the Detroit race riots of 1967, before the rise of the Motor City and Prohibition, to 1922, when the Turks sacked Smyrna and Callie's grandparents fled for their lives. Back to a tiny village in Asia Minor where two lovers, and one rare genetic mutation, set in motion the metamorphosis that will turn Callie into a being both mythical and perfectly a hermaphrodite.

Spanning eight decades--and one unusually awkward adolescence- Jeffrey Eugenides's long-awaited second novel is a grand, utterly original fable of crossed bloodlines, the intricacies of gender, and the deep, untidy promptings of desire.

529 pages, Paperback

First published September 4, 2002

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About the author

Jeffrey Eugenides

44 books10.7k followers
Jeffrey Kent Eugenides is an American author. He has written numerous short stories and essays, as well as three novels: The Virgin Suicides (1993), Middlesex (2002), and The Marriage Plot (2011). The Virgin Suicides served as the basis of the 1999 film of the same name, while Middlesex received the 2003 Pulitzer Prize for Fiction in addition to being a finalist for the National Book Critics Circle Award, the International Dublin Literary Award, and France's Prix Médicis.

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Community Reviews

5 stars
276,773 (41%)
4 stars
228,085 (33%)
3 stars
111,533 (16%)
2 stars
35,790 (5%)
1 star
21,479 (3%)
Displaying 1 - 30 of 44 reviews
Profile Image for Great-O-Khan.
488 reviews145 followers
May 1, 2024
"Middlesex" von Jeffrey Eugenides ist ein Roman über das 5-alpha-Reduktase-Mangel-Syndrom. Calliope Helen Stephanides wird 1960 mit eben diesem Syndrom geboren. Die Ärzte sagen den Eltern, dass ihr Kind ein Mädchen ist. So wird Calliope dann auch erzogen. Im Alter von vierzehn Jahren ändert sich Callies Situation. Sie entscheidet sich dafür, ein Mann zu sein.

Der Roman verhandelt zwei Formen der Identität. Im ersten Teil des Buches geht es um nationale und kulturelle Identität. Die Großeltern von Calliope fliehen nach dem Massaker von Smyrna im Jahr 1922 und wandern in die USA ein. Die griechisch-orthodoxe Kultur lebt vor allem in der Großmutter weiter. Diese Kultur trifft auf die amerikanische Gesellschaft, die durch Aspekte wie die Autoindustrie, Selfmade-Geschäftsmänner oder den Vietnamkrieg geprägt ist. Dieser Teil des Romans ist ein großes Epos. Es gibt viele Referenzen zur Antike (Calliope, Teiresias, Hermaphroditos). Ein Zeitraum von etwa fünfzig Jahren mit Themen wie Krieg, Flucht, Integration, Wirtschaft oder Rassismus wird in einer sehr szenischen Art und Weise erzählt.

Der zweite Teil des Romans behandelt die geschlechtliche Identität. Calliope befindet sich zwischen den Geschlechtern. Genetisch ist sie durch X- und Y-Chromosom ein Mann, sozial ist sie eine Frau. Im Englischen würde man wohl von Sex versus Gender sprechen. "Denk dran, Cal. Geschlecht ist biologisch, Gender ist kulturell." Die szenische Erzählung ändert sich im zweiten Teil. Der Text ist nun weniger episch, er ist eher ein fokussiertes Drama mit vielen reflektierenden Passagen.

Das Buch ist vor etwa zwanzig Jahren erschienen. Die Themen und die Sprache haben in diesen Jahren keinerlei Staub angesetzt. Der Roman ist auch heute noch spannend. Themen wie Flucht, Integration oder Gender sind überaus aktuell. Da die Themen hier grandios in Literatur umgesetzt sind, wird dieser moderne Klassiker wohl auch noch in fünfzig Jahren gelesen werden. Ich jedenfalls habe ich mich gerne auf "die Achterbahnfahrt eines Gens durch die Zeit" begeben.
Profile Image for Steffi.
1,155 reviews287 followers
February 6, 2017
So viele Geschichten werden in diesem wunderbaren Buch zu einer verwoben: Da sind die griechischen Einwanderer, einst geflohen vor türkischen Massakern in Smyrna (heute Izmir). Ihr Leben in Detroit ist eng verbunden mit dieser Stadt und deren Geschichte von Prohibition, Speakeasys, dem Auf und Ab der Autoindustrie, dem Nation of Islam und Rassenunruhen. Das hat sogar mein Interesse an dieser so überhaupt nicht hübschen Stadt geweckt.

Dann geht es immer wieder um Sexualität, den wiederholten Inzest in dieser Familie, um den Hermaphrodismus des Ich-Erzählers, ja nicht zuletzt um sexuelle Identität im modernen Sinne, also der Unterscheidung zwischen sozialem und biologischen Geschlecht.

Daneben gibt es nebensächlichere Motive, zum Beispiel die Seidenraupen, deren Zucht in Smyrna, der Versuch diese in Detroit wieder aufleben zu lassen und nicht zuletzt dienen sie als Untersuchungsobjekt des Begründers der Präformationslehre Swammerdams.

In dieser so bunten und einfühlsam geschriebenen Geschichte findet man so spleenige Ideen wie diese: Die Amerikaner tendierten zu Präsidenten mit kurzen Namen, maximal zweisilbig, gerne nur einsilbig. Ausnahmen gebe es wenige. Der Roman wurde 2002 veröffentlicht, an die Ausnahme Obama konnte da noch keiner denken; ebenso wenig wie an einen Trump, der diese Vorstellung ja voll erfüllt.

An Zeitkolorit fehlt es ebenfalls nicht: Songs, Filme, Wohnungs-, Pub-und Imbiss-Einrichtungen werden ganz nebenbei beschrieben. Den raumschiffgleichen 1967er Cadillac Fleetwood musst ich mir gleich im Internet anschauen.

Ich habe dieses brillante Buch nicht zu Ende gelesen und das hat private Gründe. Es handelt sich in erster Linie um eine Familiengeschichte, um das Erinnern an Kindheit, ans Erwachsenwerden, an die Eltern, an Verluste. Da ich selbst erst kürzlich einen solchen Verlust erlitten habe, war dieser Roman in den letzten Wochen ein wunderbarer Begleiter. Es war aber immer wieder auch ein schmerzhafter Begleiter, weil es Erinnerungen auch dann wachrief, wenn ich Bücher brauchte, um aus der Realität zu fliehen.

Ich bedaure, dieses Buch jetzt nicht zu Ende lesen zu können, weil ich weiß, dass ich diesen dicken Roman zu einem späteren Zeitpunkt nicht wieder von vorne beginnen werde.
Dennoch möchte ich dieses Buch jedem wärmstens ans Herz legen. Die Figuren werden als starke, unverwechselbare Individuen gezeigt, gleichzeitig beschreibt Eugenides eindrücklich auch die Gesellschaft um sie herum. „Middlesex“ ist eine wunderbare, vielfältige, menschliche und großartig erzählte Geschichte!
Profile Image for Peter.
627 reviews28 followers
March 14, 2019
Schon lange hatte ich diesesen Roman auf meiner Lesesliste und bin nach seiner Lektüre amüsiert und hoch erfreut. Angereichtert mit historischen und medizinischen Details, eigensinnigen Bildern. Eine Familiengeschichte in den ersten beiden Dritteln, eine ungewöhnliche Erzählerposition, viele gute Erzählbilder und ein spannendes, letztes Buchdrittel - was kann ich denn mehr wollen?
Profile Image for Alex.
63 reviews
November 24, 2024
Zuerst dachte (und hoffte) ich, es geht bei Jeffrey Eugenides' "Middlesex" ausschließlich um amerikanische Einwanderungsgeschichte. Doch das generationenübergreifende Buch ist mehr als nur das.

Es betrachtet im Großen die Geschichte der griechischen Familie Stephanides, welche vor dem Feuer der Türken in das neue, unbekannte und mit viel Hoffnung besungene Amerika flieht. Dass die Überfahrt, die Einreise und das Zurechtfinden in einem neuen Land kein Kinderspiel ist, muss ich wohl nicht kundtun. Hoffnungen zerplatzen ebenso wie lang verfolgte Träume. Die Zeit in den USA in den 1940er bis 1960er Jahren ist keine Leichte. Rassismus, Kriege und Rezessionen reihen sich aneinander.
Bald darauf erblickt Calliope, die eigentliche Protagonisten, das Licht der Welt. Und nach all dem, was bereits ihre Eltern und Großeltern durchlebten, kämpft auch Calliope gegen ihre ganz eigenen Probleme, denn sie wurde als Hermaphrodit geboren und besitzt mehr oder weniger zwei Geschlechter. Eine neue Odyssey beginnt.

"Middlesex" handelt nicht nur, wie ich anfangs dachte, vom "American Dream" oder gar der gleichnamigen Grafschaft im Osten Englands, sondern eben auch von der Geschichte Calliopes und ihrem Geschlecht. Die Geschichte hat super spannend angefangen. Das kleine (noch) griechische Bergdorf, der große Brand von Smyrna, die Flucht in die USA und die vielen vielen Probleme, welche damit einhergingen. Ich war gebannt und wollte noch mehr von der Familiengeschichte erfahren, bis eben Calliope auf den Plan tritt. Ihre Geschichte um ihre zwei Geschlechter hat mich kalt erwischt, da ich damit nicht gerechnet hatte. Dennoch wurde ihr "Coming-Of-Age" anschaulich und spannend dargestellt.

Jeffrey Eugenides' Schreibstil ist super toll. Die 734 Seiten flogen teilweise nur so dahin. Ihre anschaulichen Schilderungen fühlten sich sehr real an. Die Geschichte ist insgesamt (vor allem der erste Teil über die Einwanderung in die USA) sehr spannend. Stets wollte ich wissen, wie es mit der Familie weitergeht. Manchmal schlug sie meiner Meinung nach ein wenig über die Stränge. Ein paar Szenen fühlten sich "too much" an. Aber auch der zweite Teil, über die Entwicklung Calliopes, war schlussendlich besser als gedacht, wenn es mich auch nicht mehr ganz so in den Bann gezogen hatte und mein Intersse nicht mehr so hoch war.

Insgesamt ein gutes Buch. Jeder, der sich über amerikanische Einwanderungsgeschichte oder auch das Thema Geschlecht und Gender interessiert, ist hiermit gut bedient.

(Irgendwie gefällt mir diese Rezension nicht …naja egal. Soweit liest eh keiner).
Profile Image for Петко Ристић.
199 reviews16 followers
April 14, 2024
Ein Pathos menschlicher Wirrungen und Irrungen, Annalen einer Familie im Kampf mit der harten Existenz in menschlich konstruierten Bedingungen, welche auf Grund unserer Natur ganz notgedrungen dürftig und schwerfällig sein müssen. Überrascht und verdutzt las ich diese moderne Geschichte von Vorn bis Hinten und empfand es zeitweilig als geisttötend, aber auch auf Grund diverser allzutypischer, psychologischer Diskrepanzen, die mittelmäßige Autoren meistens auf Grund ihrer Auffassung vom Leben ihren Figuren geben, aufgeheitert.

Die Geschichte an sich braucht nicht wiedergegeben zu werden, es läßt allerdings eine Vielzahl von Interpretationen zu, wie dies so üblich ist. Im Zentrum steht eine Hermaphrodite, ein Zwittergeschöpf mit dem Namen Calliope und nun wird etwas plump aber stellenweise amüsant der Frage nachgegangen, inwiefern die Hauptfigur, oder eben der Mensch generell, durch die vererbten Gene oder Erziehung geprägt wird. Erzählt aus der Ich-Perspektive jenes Geschöpfs entführt uns nun Herr Eugenides in eine griechisch-amerikanische Familiensaga die in vielerlei Hinsicht alltäglicher nicht sein könnte.

So manches wird angesprochen, angekratzt, angedeutet, oft naturgemäß auf diese und jene Umstände hingewiesen und zum Ende hin ein ethisches und moralisches Rauschen erzeugt. Toleranz und Nächstenliebe wird durch die Blume gepredigt, Sachverhalte werden dürftig belüftet, einseitig geschildert, viele Ursachen werden außer Acht gelassen, da alles anzusprechen zu komplex geworden wäre und den Rahmen gesprengt hätte.

Die Hauptthemen sind also naturgemäß Familie, Identität, Geschlecht, Inzest, gesellschaftliche Prägung, usw. Dies alles bietet gewiß viel Stoff zum Nachdenken, zum Überdenken, wird aber aufgrund der Allgemeinheit und Vagheit in der der Autor bei der Schilderung der Handlung und Motive fast durchgehend bleibt, bei einem Leser der die Vielschichtigkeit und Komplexität in den Ursachen menschlicher Handlungen stärker wahr nimmt kaum Interesse erwecken. Fast alles bleibt im Altbekannten, Altvertrautem, Bestehenden, tiefere Erkenntnisse sucht man vergebens.

Herr Eugenides vermag es auch nicht die tieferen Ursachen und Stimulanzen in allen Figuren realistisch wiederzugeben, da es ihm, zumindest in diesem Buch an psychologischer Feinheit mangelt. Cal z.B. urteilt und denkt zum Größten Teil durchschnittlich, ihre Entwicklung spiegelt die ganz natürliche Notwendigkeit wieder. Das Geschöpf muss mit der Gen Mutation leben, muss also der Außenwelt trotzen und es selbst werden und natürlich wird es eine Liebe finden, die es so akzeptieren kann, wie es geboren wurde. Dazwischen durchgeht es einen Prozess der es aufgrund der Beschaffenheit der Gesellschaft durchgehen muss.

Cal's Bewusstsein zeigt allzutypische und unzählige Fehlgriffe, was ihn zwar realistischer, aber keineswegs interessanter macht. Wäre nicht der erhaltende Verband und die Macht der Instinkte im Roman so wenig missachtet worden, hätte es freilich mehr bieten können. An verkehrten Urteilen und Phantasien mit offenen Augen, an menschlicher Ungründlichkeit und Leichtgläubigkeit, kurz an all dem hätte Herr Eugenides anknüpfen können um der Handlung und den darin geschilderten Menschen Tiefe zu geben, doch vermochte er es leider nicht.

Insofern allein bietet der Roman wenig, was dem Einsichtigen, Menschenkenner und Welt-kundigen nicht schon bekannt ist. Darüber hinaus bietet die Geschichte natürlich ein Körnchen Aufschluss hier und da, vermag an manchen Stellen auch Spaß zu machen und mehr nicht.

Der Schreibstil in der Übersetzung ist ganz gewiß solide, für einen modernen Roman manchmal sogar schwungvoll, aber keineswegs elegant, was ja auch nicht zu Cal und Zeitgeist gepasst hätte.
Profile Image for Ernst.
732 reviews45 followers
April 26, 2024
Heute würde ich solche Familienepen nur noch als Hörbuch hören, sofern ich überhaupt noch den Nerv hätte, so einen Schinken von deutlich über 500 Seiten überhaupt in die Hand zu nehmen. Aber damals war es großartig die Korrekturen und Middlesex zu lesen, zumal ich damals schon längst begeisterter John Irving Leser war. Eine erzählerische Meisterleistung, gewinnende Sprache und Formulierungen die immer wieder mal zum Staunen ob der kreativen Fabulierkunst anregen.
Profile Image for Alvar Borgan.
64 reviews6 followers
July 8, 2021
Einfach großartig! Starke und lebendige Charaktere, dichte Atmosphäre, wunderbar geschrieben.

Ja, es ist es dickes Buch. Aber das ist egal! Selbst in Etappen gelesen, macht es Freude. Ich glaube, ich liebe jede einzelne Seite. Auch wenn ich es nie zu Ende gelesen hätte, hätte es sich gelohnt. Denn wie es sich für einen klassischen Roman gehört, sind all die einzelnen Teile der Handlung auch für sich lesenswert - und für den Schluss gar nicht unbedingt relevant.

Denn es stimmt schon, was in vielen Reviews steht: Eigentlich ist "Middlesex" zwei Bücher in einem. Ein generationenübergreifendes Familienepos einerseits und die Geschichte einer Person mit unbestimmtem Geschlecht anderseits. Na und? Der Übergang passt und beides sind schöne Erzählungen.

Allein die Erzählperspektive ist ein Wunderwerk - auf völlig natürliche Weise berichtet der/die Ich-Erzähler*in auch von Dingen, die sie/er nicht wissen kann. Klingt seltsam, liest sich aber sehr unterhaltsam.

Nur mal ein Beispiel für die durchdachte Erzähltechnik: Als Calliope in die Pubertät kommt, wird ihr unbestimmtes Geschlecht natürlich besonders bedeutsam - zumindest für den Roman als solchen, Calliope selbst hält sich bis dahin eindeutig für ein Mädchen. Wie bringt der Autor nun die Unbestimmtheit ins Spiel, wenn die Ich-Erzählerin diese gar nicht wahrnimmt? Nun, er nennt ihren Schwarm "das Objekt der Begierde". Dadurch wird die andere Person ständig zu "dem Objekt", also quasi sächlich, was beim Lesen insgesamt eine Distanz zum Thema Geschlecht schafft, die auch auf die Ich-Erzählerin ausstrahlt. Auf sowas muss man erst einmal kommen ...

Kurzfassung: Lesen. Anfangen. Jetzt. Alles andere folgt von selbst.
Profile Image for megi.
35 reviews1 follower
October 14, 2025
cüsssssss
also erstmal 700 seiten hab ich ewig nicht gelesen und mit umzug und so kaum zeit gehabt lol
aber crazy buch, ich sag am anfang muss man erstmal reinkommen aber mit der zeit werden soooo viele spannende themen aufgegriffen wie Migration, Sexismus, Geschlechteridentität wow ich muss sagen sehr interessant und viel gelernt auch wenn es eine fiktive geschichte ist!
auch hab ich das gefühl dass das buch seiner zeit evtl bisschen voraus war und gleichzeitig interessant und wichtig dass die 70er bereits unsere Gesellschaft in Toleranz so voran gebracht haben.
Ende hat mich zerrissen - traurig und glücklich - und ja empfehlung hihi❤️❤️
Profile Image for Sarah Jacobs.
52 reviews
February 20, 2024
War durchgehend spannend. Der Autor bringt eine außergewöhnliche Erzählebene rein, die für mich neu war und für ein erfrischendes Leseerlebnis gesorgt hat.
Profile Image for Clarissa.
823 reviews26 followers
November 13, 2024
Scheinbar wird Jeffrey Eugenides einer der Autoren, mit deren Werk mich eine gewisse Hassliebe verbindet. Auch bei „The Virgin Suicides“ und jetzt hier habe ich mich streckenweise maßlos geärgert und trotzdem weitergelesen, weil der Schreibstil und die Handlung seiner Romane fast schon eine Sogwirkung auf mich ausüben.
Hier muss ich aber auch sagen, Sogwirkung hin oder her: das Buch ist zu lang!! Ich kenne natürlich episch erzählte Bücher, aber hier zieht es sich gewaltig. Dann, eine für mich immer stehende Kritik: rassistische Sprache. Ich hasse es.
Ich persönlich mochte auch nicht, wie wenig Anteil der Geschichte Cal‘s Leben und Adoleszenz hat.
Aber natürlich war es ein interessanter Roman, der viele spannende Themen in einer ungewöhnlichen Erzählstruktur zusammenbringen konnte.
Empfehle ich ihn weiter? Fragt mich in einem halben Jahr.
Profile Image for Andi.
295 reviews
July 18, 2018
Middlesex hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es war ein Buch, das keine große Spannung gebraucht hat. Es war einfach nur wirklich unglaublich gut erzählt und es war vor allem furchtbar interessant zu lesen. Kann ich sehr empfehlen!
36 reviews
August 14, 2024
Ich weiß nicht wo genau wo ich anfangen soll… die erste Hälfte mochte ich kaum. Ich habe mich irgendwie durchgequält, irgendwas hat mich aber doch dabei gehalten. Danach hat es mich etwas mehr gepackt, dennoch gibt es viele Kritikpunkte.
Insbesondere die ausführliche Beschreibung der inzestuösen Beziehung hätte man sich sparen können. Was daran aber natürlich viel schlimmer ist, ist die unbedingte Verbindung zu Intergeschlechtlichkeit, die von Anfang an klargestellt wird. What the fuck?
Cals Identität als Mann scheint vor allem ein Resultat seiner Anziehung zu einer Frau zu sein, was Gender und sexuelle Orientierung ganz abstrus vermischt.
Der Schreibstil hat mich auch ziemlich abgefuckt. Ich würde mein Englisch als recht gut einschätzen, aber es gab so viele Worte, die ich nicht kannte (weshalb ich das Buch vor Jahren beim ersten Leseversuch abgebrochen habe). [Edit: Dazu kamen dann noch kulturelle Begriffe, die ich nicht kannte. Im Wikipedia-Artikel des Autors habe ich gelesen, dass sein Tipp an Schüler*innen sei, anzunehmen, dass die Leser*innen die schlausten Menschen wären und man niemals etwas „down dumben“ (also leichter formulieren) soll. Ich sehe diesen „Tipp“ in diesem Buch repräsentiert und finde ihn ganz schrecklich. Please „dumb“ it down for me!] Die ständigen Zeit- und Kontextsprünge waren mir zu viel und die Mischung aus einem allwissenden Erzähler und Cals Perspektive (die ab und zu für vereinzelte Sätze in die 3. Person springt) entspricht nicht meinem Bedürfnis nach Logik.
Die letzten 10-20 Seiten wirkten für mich weniger wie ein natürliches Ende der Geschichte, sondern zwischenzeitlich immer wieder mehr wie ein verkrampfter Abschluss, in den noch schnell ein paar Infos dazu eingebaut werden mussten, wie es jetzt mit wem weitergeht.
Was ich positiv (oder eher: nicht problematisch) fand, war Cals Perspektive am Ende, dass er ein gutes Leben haben kann. Denn bei all dem Leid, was mit seiner Intergeschlechtlichkeit in Verbindung gebracht wird, war das immerhin ein positiver Ausblick.
Insbesondere aus der intergeschlechtlichen Perspektive gibt es noch weitaus mehr Kritik, die hihellohans z.B. in einem YouTube Video ausführt.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Eva Dröghoff.
5 reviews
February 22, 2026
S. 452: Noch nie hatte ich ein Geschöpf mit so vielen Sommersprossen gesehen. Es hatte, mit ihrem Nasenrücken als Zentrum, einen Urknall gegeben, und die Gewalt dieser Explosion hatte Galaxien von Sommersprossen bis an alle Enden ihres geschwungenen, warmblütigen Universums geschleudert und geweht. Sommersprossenhaufen waren auf ihren Unterarmen und Hand-gelenken, eine ganze Milchstraße erstreckte sich über ihre Stim, sogar in die Wurmlöcher ihrer Ohren waren ein paar Quasare hineingespritzt. (…) Das Farbenspiel, die rotbraunen Kleckse, die auf ihrer milchweißen Haut schwammen, die goldenen Strähnen in ihrem erdbeerfarbenen Haar, das hatte etwas zutiefst Einnehmendes. Sie anzusehen war wie Herbst. Es war wie eine Fahrt in den Norden, um die Färbungen zu sehen.

S. 557: Von meiner Geburt an, bei der sie unentdeckt blieben, über meine Taufe, wo sie einem Priester die Schau stahlen, bis hin zu meiner leidvollen Jugendzeit, während der sie nicht eben viel und dann alles auf einmal taten, waren und sind meine Genitalien das Bedeutsamste, was mir je widerfahren ist. Manche erben Häuser, andere Gemälde oder hoch versicherte Geigenbögen. Wieder andere bekommen eine japanische Tansu-Kommode oder einen berühmten Namen. Ich habe auf meinem Chromosom fünf ein rezessives Gen und wahrlich ausgefallene Klunker.

S. 717: Die Rückkehr nach Detroit aus lichteren Breiten hatte mich immer bedrückt. Nun aber hieß ich sie willkommen. Die Verwahrlosung linderte den Schmerz über den Tod meines Vaters, ließ ihn als etwas Selbstverständliches erscheinen. Wenigstens verhöhnte die Stadt nicht meinen Kummer, indem sie funkelnd oder einladend war.

S. 722: «Warum bist du nur weggelaufen, mein Herz?, «Es ging nicht anders.»
«Glaubst du nicht, es wäre einfacher gewesen, so zu bleiben wie du warst?»
Ich hob das Gesicht und sah meiner Mutter in die Augen. Und ich sagte zu ihr: «Aber so war ich doch immer.»

S. 727: Jeder kämpft gegen die Verzweiflung an, aber am Ende siegt sie eben doch. Das muss so sein. Es ist das, was uns Abschied nehmen lässt.
Profile Image for Nele.
146 reviews
March 24, 2024
"Middlesex" von Jeffrey Eugenides
4/5☆

Dieses Buch habe ich aufgrund des Autors, der auch "The Virgin Suicides" schrieb (die Rezension dazu ist schon hochgeladen), lesen wollen. Der Klappentext war wenig aussagekräftig und informiert über die Auswanderung von Bruder und Schwester nach Amerika, die sich in ihrer neuen Heimat als Ehepaar ausgeben, wobei schwerwiegende Folgen anklingen. Ich vermutete, dass es um das verdrehte Leben des Ehepaares geht, tatsächlich ist die wahre Protagonistin (oder eher der wahre Protagonist) ihre Enkelin.

Calliope wird als amerikanisches Mädchen der zweiten Generation griechischer Auswanderer geboren und führt ein ganz normales Leben, bis sie in die Pubertät kommt und bemerkt, dass ihr Körper sich nicht so verändert, wie der ihrer Freundinnen. Die Taburisierung sexueller Themen, sowie versagende Ärzte und ihre Selbstbelügung führen dazu, das keine Nachforschungen angestellt werden, bis es zu einem Unfall kommt und Calliope erfährt, dass sie rein genetisch ein Junge ist. Diese Information stellt ihr, oder besser sein, Leben komplett auf den Kopf. Erst später wird sie den Grund dafür erfahren.

Anfangs war es schwer für mich in das Buch reinzukommen, vor allem, da der Inzest zwischen Bruder und Schwester vor allem zu Beginn des Werkes eine große Rolle spielt. Später kann man sich aber kaum von Callies Geschichte loslösen, da nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch ein Abriss der US-amerikanischen Geschichte ab den 1920er beschrieben wird. Außerdem wird in diesem Zusammenhang auch auf die Schicksale ihrer Familienmitglieder eingegangen, was ebenfalls sehr unterhaltsam und spannend ist. Das Ende ist meiner Meinung jedoch sehr kurz gegriffen und vereinfacht.

Besonders beeindruckend ist die Art Eugenides Schreibstils und seine Fähigkeit, komplexe, gesellschaftliche Zusammenhänge in wenige Sätze herunterzubrächen und bildlich zusammenzufassen, was ihm auch schon in "The Virgin Suicides" gelungen war.

"Middlesex" ist ein sehr treffendes Buch über Geschlechterstereotypen (nicht nur im negativen Sinne), über die Last des Anders-Seins und auch ein bisschen über Amerika. Es handelt sich definitiv nicht um einen gewöhnlichen Roman.
Profile Image for Gönül.
258 reviews3 followers
February 3, 2021
Dieses Buch hat mich berührt, unterhalten und informiert. Kurz gesagt es war ein Genuss die Geschichte von Calliope zu lesen. Sie erzäht ihre Geschichte angefangen bei ihren Großeltern, die aus einem anatolischen Bergdorf nach Amerika emigrieren. Middlesex ist eine Familiengeschichte über Menschen die auswandern und ankommen oder nicht ankommen, Kinder die erwachsen werden und ihre Identität finden oder nicht finden. Sie beinhaltet alles großen Fragen des Lebens und ist in einer wunderbaren Sprache geschrieben. Eugenides erzählt zwar aus der Sicht von Calliope aber diese erinnert sich bis ins kleinste Detail an Dinge, die sie eigentlich nicht wissen kann. Es gibt zum Beispiel die Szene ihrer Taufe die einfach nur wundervoll geschildert ist. Man kann es nicht wirklich beschreiben, sondern muss es selber lesen. Daher die Empfehlung: Lesen Lesen Lesen
Profile Image for miloena.
68 reviews
September 6, 2023
Das erste buch, was ich gelesen habe, bei der sich jede einzelne seite lohnt
Profile Image for Lisa.
1,647 reviews58 followers
June 29, 2019
Eine spannende, interessante und durchaus fesselnde Geschichte, die sich ein bisschen zu oft in die Länge gezogen hat.
1 review1 follower
February 9, 2021
Eines der originellsten Bücher über einen sehr schwierigen Plot
Großartig
Profile Image for Kathi.
98 reviews5 followers
August 15, 2023
"Ich finde, die Liebe bricht alle Tabus. Meinen Sie nicht?"

Middlesex. Ein Roman, und was für einer.
Über 700 Seiten und auf keiner einzigen davon geht die Spannung verloren, der rote Faden, mein Luftanhalten und Lachen und scharfes Zischen.
Normalerweise bin ich kein Fan von generationsübergreifenden Geschichten, aber das hier war anders. Ich habe die Erzählungen von Lefty und Desdemona verzehrt, von Milton und Tessie, von Cal.
Es gibt Bücher, in die kann man eintauchen, die kann man fühlen; dieses ist so eins.
Es geht um Liebe und Moral, um Familie und Identität, Geschlechter und Sexualität. Nicht auf die woke, belehrende Art, die einem Kopfschmerzen bereitet, sondern interessant, wissenschaftlich.
Ein sehr besonderes Buch. Fesselnder, unglaublicher Schreibstil. Sehr sehr noice.
Ich empfehle allen, es zu lesen und sich dabei nicht vom Inzest abschrecken zu lassen, lol.


Ein paar meiner Lieblingszitate:
"Auf Milton in der Wochenschau blickend, treten ihr Tränen in die Augen, und sie sagte laut: "Überall wo, wohin ich ging, warst immer nur du." "
-273

"Ihr Vater stand kurz vor einem Herzanfall, umd meine heutigen Erinnerungen an sie sind mit dem Blau des Unglücks gefärbt, das sie damals noch nicht befallen hatte."
-367

"Ich weiß noch, wie wir uns das erste Mal voreinander auszogen. Es war, als wickelten wir einen Verband ab."
-446

"Sie anzusehen war wie Herbst. Es war wie eine Fahrt in den Norden, um die Färbungen anzusehen."
452

"Und natürlich war da ihre schiere physische Präsenz, die blutbefleckte Klinge, die sie war, die Farbexplosion, die alle Blicke auf sich zog."
-472

"Dass es wahr ist, wissen wir nur, weil wir es beide geträumt haben. Das nämlich ist die Wirklichkeit. Ein Traum, den alle gemeinsam haben."
-480

"Mir kam der Gedanke, dass das alles Teil eines Plans war, der Wald, die Hütte, die Liegen, die Drogen, das Speichelgemisch. Und eine Frage stellt sich, die ich bis heute nicht beantworten kann: Durchschaute ich die männlichen Tricks, weil ich dazu bestimmt war, selbst solche Pläne zu entwerfen? Oder durchschauen sie auch Mädchen und tun nur so, als bemerkten sie sie nicht?"
-517

"Ich fragte mich, ob ich meinen Bruder vermisste. Ich konnte es nicht sagen. Ich weiß erst, was ich empfinde, wenn es zu spät ist."
-517

"Meine Gefühle für sie waren noch immer so stark, dass sie mir in die Kehle schossen."
-579

"Dort, wo ich meine Mutter beschreibe, heißt es: 'Ihre Schönheit ist von der Art, die durch Kummer Kontur gewinnt.' "
-581

"Luce legte mir die Hand aufs Kreuz. Männer haben diese ärgerliche Angewohnheit. Sie greifen einem an den Rücken, als wäre dort ein Griff, und führen einen genau dahin, wohin sie einen haben wollen. Oder sie legen einem väterlich die Hand auf den Kopf. Männer und ihre Hände. Man darf sie keine Sekunde aus den Augen lassen."
-584

"Ich lag wach und dachte an sie, überlegte, wie es ihr wohl ging, verzehrte mich nach ihr, trauerte."
-589

"Ich dachte, wie erstaunlich es doch war, dass die Welt so viele Leben enthielt. Die Leute auf den Straßen waren in tausend Dinge verstrickt, Geldprobleme, Liebesprobleme, Schulprobleme. Sie verliebten sich, heirateten, gingen zur Drogenrehabilitation, lernten Schlittschuh laufen, bekamen eine Bifokalbrille, büffelten für Examen, probierten Kleider an, ließen sich die Haare schneiden, wurden geboren. Und in manchen Häusern wurden sie alt und rank und lagen im Sterben, hinterließen Trauernde. Das alles geschah unablässig, unbemerkt, aber nur das zählte. Was im Leben wirklich zählte, was ihm sein Gewicht gab, war der Tod."
-719
Profile Image for DeboK.
15 reviews2 followers
September 4, 2025
Identität in all ihren Facetten
In Middlesex begleiten wir Cal, der als Calliope geboren wird und in einer griechisch-amerikanischen Familie in Detroit aufwächst. Die Erzählung verknüpft die Flucht der Großeltern aus Kleinasien, das harte Leben als Einwanderer in den USA und Cals eigene Jugend. Themen wie Herkunft, Migration und das Aufwachsen zwischen zwei Kulturen greifen dabei direkt in die Suche nach der eigenen Geschlechtsidentität über.

Der Roman ist dicht, detailreich und voller Atmosphäre. Die Familiengeschichte nimmt viel Raum ein, manchmal vielleicht etwas zu ausführlich, doch genau diese Fülle macht die Figuren und ihre Schicksale so greifbar. Cals Stimme ist nah, offen und klar, und gerade dadurch wird die Verbindung von Privatem und Gesellschaftlichem so stark spürbar.

Fazit:
Eine vielschichtige, intensive Geschichte über Zugehörigkeit, Veränderung und Identität. Kleine Längen gibt es, aber sie ändern nichts daran, dass dieser Roman lange nachklingt. 4,5 Sterne.
Profile Image for Christoph.
141 reviews16 followers
March 11, 2023
Du liebe Güte...

Ich hatte mir den Roman kurz nach seinem Erscheinen gekauft, und aus irgendeinem Grund wanderte er dann in den "Später-Lesen" - Stapel. es dauerte zwanzig Jahre, bis ich ihn schlussendlich angegangen bin. Selber schuld!

Das gewaltige Vergnügen eines unsentimantalen, verrückten, zärtlichen Buchs über Identitätswechsel aller Art (Geschlechtergrenzen, Beziehungsmuster, Nationalitäten und jene Veränderungen, die einfach die Zeit bewirkt), mit einem souverän unzuverlässigen Erzähler von gewaltigem Charme und bei aller Tragik großem Optimismus. (Bloß, wie es Calliope/Cal es ins Außenministerium und nach Berlin geschafft hat, bleibt offen.)
847 reviews5 followers
March 11, 2021
Dieser Roman ist ein Meisterwerk! Er hat alles, was eine gute Geschichte braucht: Humor, Liebe, Drama, Tragik, Action, Rätsel, Emanzipation, Erotik, Suche nach Identität, Familie und Freundschaft.
Er ist phantastisch geschrieben und ganz nebenbei lernt man beim Lesen auch noch eine Menge über die Geschichte unter anderem von Kleinasien, Detroit und San Francisco.
Die Figuren sind allesamt wunderbar beschrieben, was sie erleben ist das pure Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Ich bin wirklich völlig hingerissen!
Profile Image for Miriam.
65 reviews1 follower
October 31, 2025
In den ersten Kapiteln musste ich mich ein bisschen überwinden, dranzubleiben und weiterzulesen. Aber dann wurde ich in einen Erzählsog um die Geschichte der Familie von Cal Stephanides gezogen, die drei Generationen umfasst.

Romane, die sich über mehrere Generationen hinweg entwickeln, sind oft schwer zu lesen, weil man manchmal das Interesse an den einzelnen Figuren verliert oder einfach schier wegen der enormen Seitenanzahl. In Middlesex wurde das gut durch die teils anachronistische Erzählweise gelöst und so die Spannung aufrechterhalten.
Profile Image for Kilian.
26 reviews
March 30, 2026
Hat sehr lange gedauert.
Fand es oft nicht fesselnd genug geschrieben. Den Plot fand ich im letzten Drittel nicht so realistisch, vielleicht sind die Charaktere zu flach weil sie irgendwie für etwas stehen sollen und nicht so sehr in sich die Widersprüche einer Person zum Ausdruck bringen.
Naja hab’s gelesen und kann mir vorstellen dass es eine wichtige Rolle für intersex Literatur spielt, wobei das sich das Thema hier irgendwie aus einem mega biologisch spezifischen Fall ergibt.
Weiß nicht ob ich’s empfehlen würde.
Profile Image for evge7.
260 reviews
May 17, 2026
Ich bin traurig, dass es vorbei ist. Wie bei jeder Familiensaga fühlt es sich so an, als hätte man einen kleinen Teil von sich verloren.

Zu Beginn des Buches habe ich mir immer wieder gedacht, dass das alles den Inzest-Aspekt nicht gebraucht hätte - die Reise durch die Zeit in Smyrna und Detroit hätte ausgereicht. Bis ich dann bei Calliopes Geschichte angekommen bin.

Eine wahnsinnig lehrreiche und spannende Lektüre. Sie hat mich in ihren Bann gezogen und mich emotional mehr als einmal aufgewühlt.

Ich bin sehr froh, dass Clara mir dieses Buch damals geschenkt hatte.
9/10
Profile Image for trombosenjose.
78 reviews
November 16, 2023
wahrlich ein epos, ich kann nicht verstehen wie man so perfekt eine biografie über die geschichte einer person und deren familie schreiben kann ohne das die überhaupt existieren😵🤯. keine sekunde hab ich gedacht das die ereignisse unwahrscheinlich sind und so nicht im leben passieren würden und dass nicht jeffrey eugenides sondern cal stephanides das buch in echt geschrieben hat, davon bin ich auch überzeugt!
Profile Image for ï.
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April 2, 2020
Wieder ein Buch, das mir bestätigt, dass ich mehr Generationenromane lesen sollte. Nicht alle Begriffe sind im Jahr 2020 noch politisch korrekt und ich hätte ehrlich gesagt auf den Erzählungsteil der Gegenwart verzichten können, aber zu keinem Zeitpunkt wurde mir langweilig, was mich bei einem über 700 langen Seiten langen Buch positiv überrascht hat.
Profile Image for Stefanie Brack.
5 reviews
December 31, 2022
Ein außerordentlicher Roman, der auch ohne steilen Spannungsbogen fesselt. Gefühlvoll erzählt die Hauptfigur seine Familiengeschichte, beschreibt seine Kindheit und sein Erwachsenwerden. Dabei gibt er, geschickt eingeflochten, wertvolle Nachdenk-Impulse zum Thema Geschlechtsidentität und den Umgang mit Hermaphroditen. Für meinen Geschmack ein paar zu viele Seiten Familiengeschichte, wohingegen die Selbstfindung zu kurz kommt. Alles in allem jedoch ein gelungener, lesenswerter Roman!
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