Axel Hacke lebt als Schriftsteller und Kolumnist des Süddeutsche Zeitung Magazins in München. Berühmt ist seine Kolumne „Das Beste aus aller Welt", die er seit Jahrzehnten jede Woche darin veröffentlicht. Er gehört zu den bekanntesten Autoren Deutschlands, seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Seine Arbeit wurde unter anderem mit dem Joseph-Roth-Preis, zwei Egon-Erwin-Kisch-Preisen, dem Theodor-Wolff-Preis und zuletzt dem Ben Witter-Preis 2019 ausgezeichnet.
Ich habe dieses Buch geschenkt gekriegt und wusste nicht so richtig was ich damit anfangen sollte. Also hab ich es auf's WC gelegt. Jetzt habe ich das ganze Buch ausschließlich auf dem Klo gelesen. Hat Spaß gemacht.
"Wumbabas Vermächtnis" ist Axel Hackes drittes Handbuch des Verhörens und gleichzeitig das erste, in dem das N-Wort nicht im Titel vorkommt. Man fragt sich, ob die Coverillustration von Michael Sowa wirklich hätte sein müssen, aber ich sehe ein, dass es einen gewissen Druck gibt, on brand zu bleiben. Hacke scheint seinen Titelhelden allerdings wumbaba wie je zu finden.
Ich weiß nicht, ob einfach ein gewisser Gewöhnungseffekt bei mir eingetreten ist oder ob Hackes Verhöranekdoten tatsächlich weniger lustig geworden sind. Auf jeden Fall ist es kein gutes Zeichen, wenn man fast eine Woche an so einem kurzen Buch liest. "Wumbabas Vermächtnis" hat mich krass gelangweilt. Ich habe auch das Gefühl, dass Hacke fauler geworden ist. Anstatt sinnvolle Verbindungen zwischen Verhöranekdoten zu finden, greift er immer öfter zu reinen Aufzählungen. Irritiert hat mich auf S. 47 die Überschrift "7. DER SINN FÜR DAS WUNDERBARE", da Hacke das Wort "wunderbar" ja eigentlich gerne durch "wumbaba" ersetzt, wie auch direkt auf der nächsten Seite: "Ist das nicht ein wumbabares Bild?"
Mit seinen kurzen, semi-unterhaltsamen Kapiteln taugt "Wumbabas Vermächtnis" vielleicht ganz gut als Klobuch, für mehr nicht.
Hier nun das dritte Büchlein des Verhörens von Axel Hacke, das von allen Wumbabologen lange und sehnsüchtig erwartet wurde. Auch diesmal wieder ein kleines, bunt bebildertes, auf Hochglanzpapier gedrucktes Büchlein von 77 Seiten mit Bildern von Michael Sowa für die kurze, humorvolle Unterhaltung zwischendurch. Da bringen die heiligen drei Könige dem Jesuskind schon mal Gold, Weiber und Möhren. Es wir erklärt, warum man sein Kind auf keinen Fall Pierre Gilbert nennen sollte, wenn es nicht mit dem Spitznamen Puschelbär leben soll. Etwas, das man bei der Benennung der deutschen Bundesländer wirklich hätte beachten sollen, besonders bei Bad im Würdenberg, Türriegel und Schließlich-Hohlstein.
Schokierend fand ich vor allem die Erklärung woher unser Wort Hokuspokus kommt: Hoc es enim corpus meum, ...(S: 70)
Mit diesem Band ist die Wumbaba-Trilogie beendet.
Fazit: nettes Büchlein für eine lustige Stunde. Mit 77 Seiten nette, anspruchslose Unterhaltung für Zwischendurch, die man schon als Geschenkbüchlein bezeichnen könnte.
Das mit Abstand langweiligste Buch, das ich jemals gelesen habe. Eine Sammlung von von Lesern eingesendeten "Anekdoten" darüber, wie sie oder ihr Kind irgendwann mal etwas falsch verstanden haben. Und diese Verhörer sind zu 98 Prozent unwitzig, unkreativ und langweilig. Die Zeit kann man besser nutzen und sich mal wieder mit einem alten Freund auf einen Kaffee treffen.