Januar 1813. Am badischen Hof in Karlsruhe geraten die Brüder Grimm in eine bizarre Intrige. Eine Prinzessin aus Indien macht Jagd auf den neugeborenen Sohn des Herzogs – und die Grimms werden Zeugen von Mord und Erpressung. Dezember 1812. Wie ein Flüchtiger reist der vor Moskau geschlagene Napoleon durch Europa. In tiefer Nacht macht er in Weimar Station und sucht Goethe mit einem dringenden Anliegen auf … Wenige Tage später reisen die Brüder Grimm an den Hof zu Karlsruhe – mit einer Empfehlung Goethes in der Tasche. Der Herzog sucht einen Lehrer für sein neugeborenes Kind. Doch in Karlsruhe stoßen sie bald auf schaurige Warnungen. Wer drängt sie, von ihrem Auftrag abzulassen? Was hat es mit dem herzoglichen Sohn auf sich? Als die Brüder der Wahrheit auf den Grund gehen wollen, geraten sie selbst in tödliche Gefahr.
With millions of books sold worldwide, Kai Meyer is one of Germany's most successful authors. His novels have been translated into 27 languages including English, Spanish, French, Italian, Japanese, Russian and Chinese.
Kai Meyer was born in 1969 in northern Germany. He began college at the University of Bochum, Germany, where he studied film, theatre, and philosophy. After a year, he dropped out to work for a newspaper as a trainee journalist, followed by two years as a staff journalist.
Kai wrote his first novel in his early 20s, and it was published when he was just 24 years old. He has been a full-time novelist since 1995. To date, Kai has written nearly 50 books – some for adults, some for teenagers. Kai’s books are mostly historical with strong fantastical overtones. There are over 1.5 million Kai Meyer books in print in Germany, and he is quickly gaining popularity in other countries as well: THE WATER MIRROR went into its third US printing before it was even delivered to bookstores, and his young adult dark fantasy series SIEBEN SIEGEL is a substantial hit in Japan. The British edition of THE FLOWING QUEEN / THE WATER MIRROR won the 2007 Marsh Award for Best Children´s Book in Translation.
In 2007 his historical novel DAS GELÜBDE (The Vow) was turned into a movie by celebrated German director Dominik Graf. SIEBEN SIEGEL is set to be filmed in 2008, other books are optioned.
Kai has also written screenplays, two of which have been made into TV movies. He is the author of a hardcover comic book, PANDORAMICUM, and is one of the creators of the fantasy role-playing game ENGEL (US edition by White Wolf).
Kai Meyer lives in Westphalia near the Rhine in Germany.
Es ist bestimmt 15 Jahre her, dass ich das letzte Mal Kai Meyer gelesen habe. Als Kind und Jugendliche habe ich seine Geschichten geliebt. Mittlerweile merke ich jedoch, dass sich der Lesegeschmack (glücklicherweise) mit den Jahren ändert. Die Geschichte war mir zu plump erzählt und auch nicht ganz durchdacht. Die Handlungen der Charaktere waren teilweise einfach nicht nachvollziehbar und viel zu abrupt. Der Schreibstil war doch sehr schlicht und es wurde viel zu viel erzählt und zu wenig gezeigt. Das Buch ist natürlich auch eines der Älteren von Kai Meyer, ich denke dass er sich mit seinen weiteren Büchern, von denen es ja genügend gibt, schreibtechnisch weiterentwickelt hat. Die Story selbst hat mich in Teilen an Dan Brown erinnert, nur dass der später geschrieben hat und Kai Meyer seine Geschichte ins 19. Jhd. platziert. Für Jugendliche ist das Buch bestimmt gut geeignet, mir war es zu übertrieben und zu plump.
Nachdem mir "Die Geisterseher" als Hörspiel richtig gut gefallen hatte, musste ich mir sofort den nächsten Fall der Gebrüder Grimm besorgen und habe mich nun voller Vorfreude darauf gestürzt - und ich wurde leider etwas enttäuscht.
Das Hörspiel an sich ist wieder super gelungen. Tolle Sprecher (Andreas Fröhlich ♥) und die vielen Effekte erzeugen eine schöne, gruselige Atmosphäre. Spannend ist es auch wieder, daher ich habe das Hörspiel fast am Stück gehört.
Aber was mich einfach gestört hatte, war Wilhelm. Zwischen diesem Hörspiel und "Die Geisterseher" liegen etwa 8 Jahre, was schon eine ziemlich lange Zeit ist, allerdings hatte ich nicht das Gefühl, dass sich Wilhelm in dieser verändert oder weiterentwickelt hätte, ganz im Gegenteil. Bereits am Anfang des Hörspiels beweist er wieder, dass er offenbar immer noch ein naiver, hormongesteuerter Junge ist und das hat mich ziemlich genervt. Und das über fast das gesamte Hörspiel *augenroll* Leider bin ich kein "Fan" von Napoleon und seiner Politik. Um ehrlich zu sein, war er mit das langweiligste Thema, das wir damals im Geschichts-LK behandeln mussten und daher haben mich hier die vielen, politische "Abhandlungen" etwas gelangweilt.
3,5 Ein Roman, den ich gerne gelesen habe. Die "Winterprinzessin" ist auf der Spur des Elxiers der Unsterblichkeit und trifft im Deutschland zur Zeit von Napoleon auf die Brüder Grimm. Die Winterprinzessin ist eine echte Prinzessin aus Indien, ausgestattet mit östlicher Kampfkunst. Sie bringt ihre Feinde mit nach Deutschland. Das ist das spekulative Element in diesem Roman neben dem mutmaßlichen Elexier. Napoleon und Goethe haben auch ihren kleinen aber feinen Auftritt. Der Roman beinhaltet auch kriminalistische Elemente wie "Die Geisterseher", bietet also für viele Lesergruppen etwas.
*Inhalt* "Dezember 1812. Wie ein Flüchtiger reist der vor Moskau geschlagene Napoleon durch Europa. In tiefer Nacht macht er in Weimar Station und sucht Goethe mit einem dringenden Anliegen auf … Wenige Tage später reisen die Brüder Grimm an den Hof zu Karlsruhe – mit einer Empfehlung Goethes. Der Herzog sucht einen Lehrer für sein neugeborenes Kind. Doch in Karlsruhe stoßen sie bald auf schaurige Warnungen. Wer drängt sie, von ihrem Auftrag abzulassen? Was hat es mit dem herzoglichen Sohn auf sich? Als die Brüder der Wahrheit auf den Grund gehen wollen, geraten sie selbst in tödliche Gefahr." (Quelle: Amazon)
*Infos zum Buch* Seitenzahl: 341 Seiten Verlag: Aufbau Taschenbuch Verlag ISBN: 978-3746633190 Preis: 12,99 € (Taschenbuch) / 6,99 € (E-Book) Reihe: Die Geisterseher Die Winterprinzessin
*Infos zur Autorin* "Kai Meyer geboren 1969, studierte Film- und Theaterwissenschaften und arbeitete als Journalist, bevor er sich ganz auf das Schreiben von Büchern verlegte. Er hat inzwischen über fünfzig Titel veröffentlicht, darunter zahlreiche Bestseller, und gilt als einer der wichtigsten Phantastik-Autoren Deutschlands. Seine Werke erscheinen auch als Film-, Comic- und Hörspieladaptionen und wurden in dreißig Sprachen übersetzt.." (Quelle: Amazon)
*Erster Satz des Buches* ">Warum?<, fragte die Dienstmagd Dorothea, als der Kaiser auf ihre Schwelle trat, denn sie wusste nicht, dass er der Kaiser war."
*Fazit* -> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Kai Meyer ist einer meiner liebsten Autoren und da ich mich an einige seiner Bücher nicht mehr erinnern kann (da das letzte lesen schon viel zu lange her ist), habe ich beschlossen, mal wieder ein paar seiner älteren Schätzchen auszugraben.
-> Cover: Das Cover finde ich wunderschön, auch wenn ich das Symbol auf der Vorderseite auch nach dem lesen nicht wirklich zuordnen kann. Es wurde farblich und optisch passend an "Die Geisterseher" angelehnt, den Roman, der ebenfalls von den Brüdern Grimm handelt.
-> Story + Charaktere: Wie schon im Vorgänger "Die Geisterseher" dreht sich die Geschichte hier um die Brüder Grimm, es ist jedoch nicht zwangsweise das Vorwissen daraus vonnöten, um das Buch zu verstehen. Dennoch sollte man "Die Geisterseher" vorher lesen, wenn man es denn lesen möchte, da man ansonsten zu sehr gespoilert wird.
Dieses Mal befinden sich die Brüder Grimm in Karlsruhe, da Wilhelm Grimm ein Angebot erhielt, welches er nicht ausschlagen konnte: er soll den Sohn Napoleons unterrichten! Doch irgendwie scheint das Angebot nicht ganz koscher, warum ist den beiden jedoch noch nicht so ganz klar...
Die Geschichten um die Brüder Grimm sind ein Stück Geschichte, gepaart mit jeder Menge Fantasie. Wer keinen Wert auf 100% korrekte, historische Ausführungen legt, der könnte mit diesem Buch durchaus eine spannende Lektüre gefunden haben, denn wenn "Die Winterprinzessin" eines bietet, dann ist es eine spannende Story. Altbekannte Charaktere aus den Vorgängerbänden sind ebenfalls anzutreffen, worüber ich mich ehrlich gesagt sehr gefreut habe. Auch wenn Goethe stets ein wenig merkwürdig anmutet, so ist er doch ein interessanter Zeitgenosse, den vermutlich viele von uns gerne kennengelernt hätten. Auch Jade, die Prinzessin, der die beiden Brüder begegnen, ist eine faszinierende, wenn auch etwas merkwürdige Persönlichkeit, die man gerade zu Beginn nicht recht einzuschätzen weiß. Jacob und Wilhelm Grimm zeigen sich in gewohnt Brüderlichem Zwist mit spielerischen Neckereien - und sind damit absolut sympathische Zeitgenossen, auch, wenn einem Wilhelm Grimm stets etwas näher ist.
Was die Story angeht, so erhalten wir nicht nur die oben erwähnte Spannung, sondern auch historische Einflüsse, die durchaus auf wahren Tatsachen beruhen - dies ist im Nachwort nachzulesen, was ich persönlich immer ganz gerne tue, denn man erhält eine Menge Fakten zum Roman.
-> Schreibstil: Geschrieben und erzählt aus der Sicht des Wilhelm Grimm, ein Grund, weswegen einem als Leser dieser Bruder wohl derjenige ist, der einem näher ist. Ein bildhafter und fesselnder Schreibstil macht die Lektüre zu einem Buch, welches man kaum noch aus der Hand legen mag. Gefällt!
-> Gesamt: Insgesamt war ich von "Die Winterprinzessin" sehr angetan, sie gefiel mir fast sogar ein klein wenig besser, als der Geisterseher, auch, wenn ich nicht recht sagen kann, woran das liegt. Spannende Story, bildhafte Beschreibungen, interessante Charaktere und historische Elemente machen "Die Winterprinzessin" zu einem lesenswerten Roman, den man gerne noch ein zweites Mal in die Hand nimmt.
In "Die Winterprinzessin" werden die Gebrüder Grimm wieder in mysteriöse Ereignisse verwickelt, doch dieses Mal geht es um weit mehr als ein Manuskript eines großen Dichters - das neugeborene Kind, das in Gefahr schwebt, könnte eines Tages eine herausragende Rolle in der Geschichte spielen und verschiedene Akteure sind bereit, alles zu tun, um diese Pläne zu verhindern, und schrecken nicht davor zurück, Wilhelm Grimm zu bedrohen, um ihn daran zu hindern, seine Stelle anzutreten.
Wie schon der erste Band ist dieses Buch von Anfang an atmosphärisch dicht und spannend. Der Autor beschreibt die etwas düstere Stimmung sehr gut und es gab erneut fantastisch anmutende Elemente und Momente, die durchaus unheimlich wirkten. Gut gefallen hat mir, dass die Märchen, die die Brüder zusammengetragen und kurz vor Beginn dieser Geschichte veröffentlicht haben, eine Rolle spielen und dass sich eine ganz bestimmte Erzählung, die sie am Anfang hören, durch die ganze Handlung zieht. Es war interessant zu sehen, wie die beiden davon beeinflusst wurden, und da man die Brüder weithin vor allem wegen ihrer Märchensammlung kennt, war es schön, dass sie hier recht wichtig war.
Das Rätsel um das Kind und die damit einhergehende Bedrohung waren gut dargestellt und ich mochte, wie Meyer lange offen gehalten hat, was genau passiert ist und wem die Protagonisten eigentlich vertrauen können. Die Situation war komplex, aber nicht unübersichtlich und mir hat gefallen, wie alle Handlungsstränge am Ende zusammen gelaufen sind und dass der Autor den Leser noch einmal überraschen konnte. Wilhelm und sein Bruder müssen hier wieder einige Abenteuer durchstehen, allerdings muss ich sagen, dass Jacobs Rolle in diesem Band geringer war, als ich erwartet hätte und das war ein bisschen schade. Insgesamt wurde die brüderliche Beziehung der beiden aber sehr schön und komplex dargestellt und ich mochte, dass reale Probleme, die sie hatten, in das Buch eingearbeitet wurden. Die anderen historischen Figuren wurden ebenfalls glaubwürdig integriert.
"Die Winterprinzessin" ist eine sehr interessante Geschichte, die mich von Anfang an fesseln konnte. Die Kritikpunkte, die ich beim ersten Band anzubringen hatte, trafen hier nicht zu, weshalb ich vier Sterne vergebe.
Puh das habe ich leider nicht bis zum Ende durchgehalten. Der erste Band der Gebrüder Grimm hat mir so gut gefallen!
Und wollte direkt weiterlesen.
Es sind 8 Jahre vergangen bis die zweite Geschichte beginnt, aber es fühlt sich von Anfang an an, als wären sie rückwärts gealtert. Unfassbar oberflächlich, wie kleine pubertiere, Frauenbild zum davonlaufen, sehr anstrengend von Anfang bis ende. Es wird viel geschwafelt und überhaupt keine Spannung kommt auf. Und obendrein geht es ständig um seine inneren Monologe, welche emotionen er doch unterdrückt um nach aussen hin „gefasst“ zu wirken, aka um normal zu sein, was ist schon normal? Ich hatte ehet das Gefühl selbst zu bersten vor lauter grauenvoller Gefühle die es in mir hervorruft.
Goethe ist Mitglied eines Geheimbundes und schickt die Gebrüder Grimm, badische Beamte und Soldaten und zwei indische Geheimbünde (die ich nie auseinander halten konnte) auf einer wilden Jagd nach Kasper Hauser (der irgendwie mit Napolean verwand ist) einmal quer durchs Land. Die einzig relevante weibliche Figur ist eine indische Prinzessin, die einem Sex Cult angehört und dann gibt es da noch einen verrückten Doktor mit einem Schmetterlingfetisch, der aber mit der Geschichte eigentlich nichts zu tun hat. And irgendwie hat man es geschafft diese obskure Geschichte auf 380 Seiten auszudehnen.
Das sollte man wissen, bevor man sich für dieses Buch entscheidet. Deshalb nicht als Spoiler markiert
Ehrlichgesagt habe ich mich knapp 300 Seiten lang gefragt, warum ich weiterlesen.. Es war ein interessantes Konzept, aber der Zauber den ich von Kai Meyers Büchern gewohnt bin (erwarte?) stellte sich leider nicht ein.
Die Hörspiele machen Spaß und sind ein netter Zeitvertreib, aber der zweite Teil kommt mir leider zu repetitiv vor. Die Story ist gleich aufgebaut wie der erste Teil, man reist die ganze Zeit mit den beiden Brüdern, es gibt spannende Kämpfe, ein bisschen Geplänkel und wir treffen erneut auf einen Loveinterest, der für den Verlauf der Story formgebend ist, aber ansonsten keine wirkliche Bedeutung erfährt. Dieses gezwungene „Exotische“ mochte ich auch nicht. Die eigentliche Konsequenz aus der Geschichte wird auch hier (wie in Teil 1) nicht gezogen und das Hauptthema bzw. der Auslöser der Geschichte in 2 Minuten am Ende abgehandelt. Irgendwie schade.
Trotzdem jedem zu empfehlen und die Kombination aus Göllner und Meyer ist top! <3
Leider konnte mich dieses Buch nicht so richtig überzeugen und das lag hauptsächlich an dem Erzähler, Wilhelm Grimm. Ich bin mit ihm überhaupt nicht warm geworden, er kam mir stellenweise sehr naiv und irgendwie auch ein bisschen dumm vor. Die ganzen historischen Anspielungen und Verflechtungen haben mir schon gut gefallen, aber alles in allem hat das Ganze auf mich nicht rund gewirkt. Schade eigentlich, ich hatte mir mehr erwartet, vor allem, weil mir alles andere, das ich von Kai Meyer schon gelesen habe, schon recht gut gefallen hatte.