Бен Эрман работает расследователем, в его функции входит проверять по компьютеру людей, и если анализ оценки какого-то человека будет равен «Y-», то он будет уничтожен, так как его существование угрожает стабильной жизни Общества. Однажды Бен получает задание проверить себя самого, проверяя он понимает, что его оценка заурядна, однако присмотревшись, он обнаруживает, что каким-то образом из его жизни исчезли три года…
Herbert W. Franke is an Austrian scientist and writer. He is considered one of the most important science fiction authors in the German language. He is also active in the fields of future research, speleology as well as computer graphics and digital art.
Franke studied physics, mathematics, chemistry, psychology and philosophy in Vienna. He received his doctorate in theoretical physics in 1950 by writing a dissertation about electron optics.
Since 1957, he has worked as a freelance author. From 1973 to 1997 he held a lectureship in "Cybernetical Aesthetic" at Munich University (later computer graphics - computer art). In 1979, he co-founded Ars Electronica in Linz/Austria. In 1979 and 1980, he lectured in "introduction to perception psychology" at the Art & Design division of the Bielefeld University of Applied Sciences. Also in 1980 he became a selected member of the German PEN club.
A collection of short stories titled "The Green Comet" was his first book publication. In 1998, Franke attended a SIGGRAPH computer graphics conference in Orlando and was a juror at the "VideoMath Festival" Berlin. He also took part in innumerable performances and presentations.
Lo que nos cuenta. Benedikt Herman, más conocido como Ben, es un anodino investigador que ante su ordenador examina perfiles individuales basándose en informes médicos, tests y otra clase de datos, con una monótona vida gris. Hoy trabaja en un perfil que podría ser Y-, el perteneciente a la peor clase de degenerados que ve esta sociedad y que ameritan su eliminación.
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Fun, easy und schnell zu lesen, es gab coole Zeichnungen, ich hätte mich aber über ein oder zwei Side-Charakters gefreut die dem Ganzen noch bisschen mehr Tiefe geben weil Dialoge sind bisschen oberflächlich
Dieser Roman erzählt die Geschichte einer nahen Zukunft, in der sich ein vollständiger Kontroll- und Überwachungsstaat gebildet hat. Der Protagonist ist ein Rechercheur, dessen Arbeit zur Einstufung von Menschen in verschiedene Klassen dient. Eines Tages bekommt er vom Computersystem den Auftrag, sich selbst zu kontrollieren. Ihm kommen in der Folge grundlegende Zweifel und er versucht seine psychotechnisch unerdrückten Erinnerungen an die eigene Vergangenheit wieder zu gewinnen. Schließlich gerät er in Gefahr, vom System als Ypsilon minus eingestuft zu werden - in die Gruppe der Nichtangepassten abzugleiten. Eingeschobene Textpassagen fiktiver Vorschriften, Mitteilungen und Regierungsmanifeste vermitteln ein authentisches Gefühl der Kälte des Systems. Das Buch ist 1976 erschienen und ein interessantes Zeugnis dystopischer Vorstellungen jener Zeit. Obwohl es etwa in Bezug auf Computertechnik stellenweise altmodisch wirkt, ist es nach wie vor ein beeindruckender Roman über Gefahren technischer Überwachung. Aber heutzutage sind wir natürlich viel weiter.
Dies ist der inzwischen zehnte Band der Herbert W. Franke SF-Werkausgabe, die beim p.machinery Verlag erscheint. Das sehr schöne Hardcover hat ein Lesebändchen und ein ausklappbares Bild von Thomas Franke und enthält außerdem weitere Illustrationen von Thomas Franke, die ursprünglich in der Ausgabe des Verlag Neues Leben veröffentlicht wurden.
Der Roman erschien zum ersten Mal im Jahre 1976, man merkt ihm sein Alter an technischen Beschreibungen zwar ein wenig an, sein grundlegendes Thema ist aber hochaktuell.
Ben Erman lebt in einem totalitären Überwachungsstaat und er ist selber Teil dieser Überwachung: Seine Aufgabe als »Rechercheur« ist es, Kennzahlen anderer Bürger zu ermitteln. Dazu benutzt er Daten, die von psychologischen Prüfungen bis hin zur Auflistung der Fernsehsendungen und Filme reichen, die der Bürger gesehen hat. Aus all diesen Daten wird am Ende eine Gesamtbewertung errechnet und wenn diese den Wert »Ypsilon minus« unterschreitet, muss der »Entartete […] aus der Gesellschaft eliminiert werden«. Gleich zu Anfang der Erzählung hat Ben einen solchen Fall und diese Enttarnung bringt ihm viel Ansehen und Sonderpunkte ein. Allerdings auch einen neuen Auftrag: Wie er zu seinem Entsetzen feststellen muss, ist der nächste von ihm zu kontrollierende Bürger er selbst. Bei der Analyse der eigenen Daten stellt er fest, dass sein Gedächtnis manipuliert wurde und er versucht nun, die Wahrheit über seine Vergangenheit aufzudecken. So entfaltet sich nach und nach die Schilderung eines Staates, der alles und jeden kontrollieren und berechnen will, der Menschen auf bestimmte Eigenschaften hin züchtet und mit Psychopharmaka manipuliert, eine strenge Klassengesellschaft, in der es Ben in Kategorie »R« trotz eines streng durchgetakteten Tagesablaufs durchaus nicht schlecht geht, er aber weit vom Luxus der Kategorie »B« entfernt ist und vom Elend anderer. Er findet seine Erinnerungen wieder und stellt fest, dass er eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Staates gespielt hat.
Wie oft bei Franke ist der Roman streng strukturiert: Kapitel, die die eigentliche Handlung erzählen, wechseln sich ab mit Hintergrundmaterial zum Staatsaufbau und zur Ideologie. Gleich am Anfang gibt es zum Beispiel ein»Grundsatzreferat zur Geschichtsphilosophie«, das mit dem Satz endet: »Der vollkommene Statt braucht auch eine vollkommene Geschichte«. Schon hier, in der angedeuteten Geschichtsfälschung fühlt man sich an »1984« von George Orwell erinnert. Spannender ist allerdings der Anklang an heutige Tendenzen: Ben Erdman weiß alles über seine Mitmenschen und die Berechnung der Gesamtbewertung haben eine erschreckend Aktualität. Dieses Hintergrundmaterial fand ich sehr interessant, ein »Manifest des Ausschusses für soziale Sicherheit« stellt z.B. fest, dass der »Mensch auf Tätigkeit angelegt« ist und bis dieses Problem gelöst sei, würden »Angehörige der Klassen C bis H bedingt und jene der Klassen I bis T ausschließlich mit pseudoberuflicher Tätigkeit« beschäftigt: Man hält die Automatisierung bewusst zurück, damit Menschen noch mit irgendetwas beschäftigt werden können. Der Staat möchte jeden Zufall unterbinden, Gewinne bei Spiel und Lotto sind nicht mehr zufällig, sondern es werden die Verdienste der Betroffenen berücksichtigt. Gerade diese theoretischen Kapitel heben den Roman heraus, während die eigentliche Handlung der Geschichte konventioneller wirkte.
Der Band enthält viel interessantes Zusatzmaterial: Ein autobiographisch geprägter Artikel von Thomas Franke, gefolgt vom Nachwort zur Suhrkamp Ausgabe, in dem Franz Rottensteiner Franke beschreibt als »Warner, der in seinen Lesern in erster Linie Problembewusstsein wecken will«. Es folgt das Nachwort von Waldtraut Schröder zur Ausgabe des Verlags Neues Berlin und ein Artikel von Helga Abret: »Herbert W. Frankes Roman ‚Ypsilon minus‘ - eine negative Utopie?«. Hans Esselborn vergleicht schließlich in »Drei Deutungen von Ypsilon minus« die vorhergehenden Interpretationen des Werkes. Für den Leser ist also genügend Stoff zur Vertiefung vorhanden. Zusätzlich folgen noch die bei der Werkausgabe gewohnten editorischen Anmerkungen und farbigen Titelbildabbildungen vorheriger Ausgaben sowie eine allgemeine Einführung in die Werkausgabe, beides von Ulrich Blode.
Una distopía basada en un futuro tecnológico tal como se imaginaba en 1976.inevitablemente ingenua, tiene sin embargo paralelismos inquietantes con nuestro mundo actual, mucho más complejo, y en el qiue la libertad está limitada de manera mucho más compleja y sofisticada.