Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, 1,0, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Neuere Germanistik), Hauptseminar, Deutsch, Zunächst beginne ich mit einer klassischen Textanalyse, in der Erzählverhalten und Erzählhaltung untersucht werden sollen. Dabei möchte ich auf die besondere Sprechsituation eingehen, welche die „Spiegelgeschichte“ zur ungewöhnlichen und einzigartigen Erzählkunst macht. Um die Sprechsituation erschließen zu können, muss die Erzählung über die Textanalyse hinaus, in einen spezifischen literaturhistorischen Kontext gesetzt werden.
Ich möchte untersuchen, inwiefern Aichingers neue Erzählkunst, die den Kahlschlag ablöst, als kafkaesk bezeichnet werden kann und einem Muster folgt, das charakteristisch ist für die österreichische Sprachskepsistradition. Zur Annäherung an Aichingers transitorischen Ort des Poetischen möchte ich außerdem detailliert auf die Symbolik in „Spiegelgeschichte“ eingehen. Eine zentrale Bedeutung fällt dem Motiv des Spiegels zu, der nicht nur die biologische Ordnung auf den Kopf stellt, sondern auch die sprachliche. Es soll deutlich werden, dass der Spiegel als Schlüssel zur Eröffnung einer poetologischen Dimension dient. Neben dem Spiegel gibt es noch weitere wichtige Motive, deren Funktion ich ebenfalls erörtern möchte.
Mein weiterführendes Ziel ist es, die wichtigsten Voraussetzungen zu benennen, welche für Aichingers Dichtung gelten. Damit klärt sich die Frage, weshalb ein Großteil der intellektuellen Bevölkerung der westlichen Hemisphäre und der Literaturkritiker, ihr skeptisch gegenüberstehen und ihre Texte dennoch zum festen Bestandteil der heutigen Schullektüre gehören.
Ilse Aichinger (born 1 November 1921) is an Austrian writer noted for her accounts of her persecution by the Nazis because of her Jewish ancestry. Aichinger was born in 1921 in Vienna, along with her twin sister, Helga, to a Jewish doctor (her mother) and a Christian teacher. Her mother's family was assimilated, and Aichinger was raised a Catholic.[2] She spent her childhood in Linz and Vienna, where her family was subjected to Nazi persecution starting in 1933. Aichinger began to study medicine in 1945, working as a writer on the side. In her first novel, Das vierte Tor (The Fourth Gate), she wrote of her own experience under Nazism.
After studying for five semesters, Aichinger interrupted her studies in medicine again in 1948 in order to finish her second novel, Die größere Hoffnung (The Greater Hope).
In 1953, she married the German writer Günter Eich.
In 1955, Aichinger was awarded the Immermann-Preis by the city of Düsseldorf and in 1956, she joined the Akademie der Künste of Berlin. In 1957, Aichinger won the Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen. In 1963, Aichinger moved to Großgmain, near Salzburg. In 1971, she was awarded the Nelly-Sachs-Preis.
Reviewing a 1957 volume of her short works in translation, The Bound Man and Other Stories, Anthony Boucher described Aichinger as "a sort of concise Kafka," praising the title story for its "narrative use of multi-valued symbolism."[3]
She was honered the German international literary Petrarca-Preis in 1982. After 1985 Aichinger increasingly retreated from public life.[citation needed] In 1987, she received the Europalia-Literatur-Preis, and in 1991, she was awarded the Großer Literaturpreis of the Bayerische Akademie der Schönen Künste|Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Other honors included the Großer Österreichischer Staatspreis für Literatur in 1995 and the 2001 Joseph-Breitbach-Preis, which she received along with W. G. Sebald and Markus Werner.
Einzigartig. Die tragische Geschichte einer jungen Frau die an den Folgen einer illegalen Abtreibung in den 1940/50ern stirbt. Das Besondere: ihre Geschichte wird von ihrem Tod rückwärts bis zu ihrer Geburt erzählt, was anhand vieler Textstellen klar wird. Ich habe noch nie etwas vergleichbares gelesen. Wirklich besonders.
Grandiose Geschichte, die unzählige "rereads" wert ist. Die Form der epischen Erzählung ist eine ganz einzigartige. Nicht ganz Kurzgeschichte aber anders kaum einzuordnen. Die Du-Erzählform und der ab und an auftretende Bruch in der umgekehrten Erzählreihenfolge ( dieser ist jedoch immer logisch. Z.B. schießt der Regen nicht in dem Himmel sondern fällt) machen die Geschichte zu einer anspruchsvollen Leseerfahrung, die sich jedoch sehr lohnt! Der Blick auf das Leben, der durch die umgekehrte Erzählreihenfolge geboten wird, ist ein unvergleichliches Erlebnis und es werden Denkanstöße sondergleichen im Leser angeregt.
"It was published in four parts in an Austrian newspaper, and is well known in Austria because it is part of the set of books taught in schools." (Wikipedia)
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