Tödliche Pilgerfahrt 1681: Trotz seines fortgeschrittenen Alters macht der Schongauer Scharfrichter Jakob Kuisl noch einmal eine große Reise mit der Familie, eine Wallfahrt nach Altötting. Gleichzeitig mit den Kuisls befinden sich hochrangige Gäste im berühmten Pilgerort: Kaiser Leopold I. von Österreich und der bayerische Kurfürst Max Emanuel wollen im Angesicht der Schwarzen Madonna ihre »Heilige Allianz« schmieden und sich im Kampf gegen die Türken verbünden. Doch dann wird der Leibarzt der Kaiserin vergiftet, und Jakob Kuisl wird just in der Heiligen Kapelle Zeuge eines versuchten Attentats. Kuisl ist sich sicher, dass die Allianz verhindert werden soll. Zusammen mit seiner Tochter Magdalena und dem Rest der Familie macht er sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Mörder.
Oliver Pötzsch is a German writer and filmmaker. After high school he attended the German School of Journalism in Munich from 1992 to 1997. He then worked for Radio Bavaria. In addition to his professional activities in radio and television, Pötzsch researched his family history. He is a descendant of the Kuisle, from the 16th to the 19th Century a famous dynasty of executioners in Schongau.
Was hab ich mich auf den nächsten Henkerstochter Band gefreut und natürlich hat mich der Autor wieder begeistern können! Die Familie um den mittlerweile schon in die Jahre gekommenen Henker Jakob Kuisl hat sich im Laufe der Bände ja ganz schön vergrößert. Wenn man keine Vorkenntnisse hat, kann es anfangs vielleicht etwas verwirrend sein - aber dafür gibts vorne auch eine Übersicht der dramatis personae.
In Schongau selbst lebt neben meiner Lieblingsfigur, dem alten Henker Kuisl, nur noch sein Sohn Georg mit Frau und sein Enkel Paul, der bei Georg in die Henkers-Lehre geht. Magdalena ist mit ihrem Mann und der kleinen Sophie nach München gezogen, während ihr Sohn Peter in Ingolstadt studiert. Die ganze Familie kommt allerdings zusammen, da sie auf eine Wallfahrt nach Altötting aufbrechen.
Peter wurde von Kurfürst Max Emanuel mal wieder für seine Dienste eingespannt und soll dort spionieren, denn auch der Kaiser Leopold nebst Frau wird dort eintreffen, um eine Heilige Allianz zu gründen. Dass diese verhindert werden soll wird recht schnell klar, als Jakob Kuisl ein Attentat gerade noch verhindern kann. Doch natürlich stolpert die Familie Kuisl bald über andere Mordversuche und Leichen und alle sind auf verschiedenen Wegen gefordert, das Bündnis zustande kommen zu lassen.
Diese variierenden Perspektivenwechsel zwischen den Figuren geben der Geschichte eine abwechslungsreiche Note und obwohl es anfangs noch etwas langsam vorangeht steigt die Spannung immer mehr an. Ab der Hälfte ziehen sich die vielen Schlingen immer mehr zusammen und die überraschenden Wendungen haben mich total in den Bann gezogen. Dazu kommt die anschauliche historische Atmosphäre, die Oliver Pötzsch perfekt einzusetzen weiß. Es wirkt alles so authentisch und lebendig und man fühlt sich völlig in diese alte Zeit zurückversetzt. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite wieder gefesselt!
Besonders mag ich auch die Entwicklung der Kinder von Magdalena, also Jakob Kuisls Enkeln. Die drei Kinder sind sehr unterschiedlich und wie der Autor hier zeigt, wie schwierig das manchmal wird, aber egal, was passiert, man immer hinter seinen Kindern steht, hat mich ganz besonders gerührt.
Wieder einmal ein großartiger Band mit der Henkersfamilie und ich hoffe sehr, dass es noch eine weitere Fortsetzung geben wird!
Im Nachwort gibts wieder einige Informationen zu den realen Hintergründen, die auf Kosten der dramaturgischen Entwicklungen natürlich etwas abgewandelt wurden. Auch über die Schauplätze erzählt der Autor wieder einiges Wissenswertes, was man allerdings erst nach der Geschichte lesen sollte, da man sonst über Spoiler stolpern könnte ;)
Weil sein Enkel Paul mal aus Schongau rausmuss, fährt der nun schon um die 70jährige ehemalige Henker Jakob Kuisl mit nach München. Dort treffen sie seine Tochter Magdalena und ihren Mann Simon. Auch Sohn Peter reist an. Er kommt mit der Nachricht, der Kurfürst Max Emanuel habe ihn auf eine Wallfahrt nach Altötting befohlen. Und so macht sich die gesamte Familie Kuisl auf zu dem Wallfahrtsort mit der schwarzen Madonna. Mit dem Kaiser Leopold I von Österreich will der Kurfürst ein Bündnis gegen die Türken schmieden. Kaum jedoch sind die Kuisls in Altötting ein getroffen, wird Simon als Kurfürstlicher Leibarzt zu dem erkrankten Leibarzt der Kaiserin gerufen. Als dieser bald darauf stirbt, hat beginnen die Kuisls zu ermitteln.
In diesem neunten Band der Reihe um die Henkerstochter und ihre Familie gibt es viele Rätsel zu lösen. Das fängt mit einem einfachen Diebstahl an und geht über den Todesfall des Leibarztes zu verschiedenen Anschlägen. Alles scheint irgendwie zusammenzuhängen, doch nichts passt richtig zusammen. Magdalena ist in großer Sorge um Paul, der ein Händchen dafür hat, sich selbst in Schwierigkeiten zu bringen. So ist es Jakob, der trotz seines fortgeschrittenen Alters, zu Hochform auflaufen muss. Gemeinsam mit seiner zehnjährigen Enkelin Sofia, die ihm mit ihrer pfiffigen Art durchaus das Wasser reichen kann.
Gekonnt und lebendig vorgetragen wird dieses spannende Hörbuch von Johannes Steck. Es ist eine Freude mal wieder von der Henkerstochter zu lesen bzw. zu hören. Diese Reihe historischer Kriminalromane, die einem die historischen Hintergründe näherbringen, ist immer zu empfehlen. Dabei muss man nicht jeden Band gelesen haben, man kommt immer wieder gut rein. Die Kusls sind sympathisch und ihre kleinen Streitereien, ihre Sorgen um einander, ihre Freude miteinander, das ist wie bei einer Familie aus dem echten Leben. Dazu kommen fesselnde Verwicklungen um das Treffen von Max Emanuel und Kaiser Leopold I. Man tappt im Dunkeln und hört gespannt, wie sich die Hinweise aneinander fügen und zu einer ganz anderen Lösung finden als man sich vorgestellt hat. Sehr gute Unterhaltung durch diesen historischen Kriminalroman ist gesichert.
Mittelalterroman rund um eine Familie Großvater Henker, Schwiegersohn Arzt ..., die in die Untersuchung eines Mordkomplottes/einer Anschlagserie verwickelt werden.
Mal wieder eine aeusserst spannende Geschichte mit den Kuisls und Fronwiesers, die dieses Mal hauptsaechlich im Pilgerort Altoetting und im nahegelegenen Burghausen stattfindet. Ich musste auch sehr ueber das 11. Gebot am Anfang des Nachworts lachen und ich kann dem Autor da nur zustimmen. Vielen Dank auch wieder fuer den schoen beschriebenen Reisefuehrer am Ende des Romans, der die Orte des Geschehens vorstellt. Alles in allem ein gelungener und unterhaltsamer historischer Roman!
Ich bin ein Fan dieser Reihe und ganz besonders, der Hörbuchvariante. Johannes Steck kann als Jakob Kuisl glaubhaft poltern und fluchen und im nächsten Moment als Magdalena schimpfen wie ein Rohrspatz. Ich kann da stundenlang zuhören und in die damalige Zeit abtauchen.
Der alte Henker Jakob Kuisl ist im Ruhestand und seine körperliche Gesundheit ist angeschlagen. Ihm ist ein Besuch bei seiner Tochter Magdalena in München sehr wichtig, weil er zu Lebzeiten noch was klären möchte. Mit seinem Besuch wird er in einen strategischen Schachzug vom Kurfürsten Max Emanuel II verwickelt, der für die ganze Familie Kuisl zur Gefahr wird. Es gibt merkwürdige Todesfälle und die Begleitumstände deuten auf einen muslimischen Meuchelmörder, einen Assassinen, im bayerischen Wallfahrtsort Altötting hin. Ein Enkel vom alten Henker landet am Galgen und die kleine Sophia wird entführt. Diesmal braucht es mehr als ein Stoßgebet zur 'Schwarzen Madonna'. Es braucht die vereinten Kräfte der Henker-Sippe.
Neben der Krimihandlung waren die historischen Details zum Kurfürsten und seinem taktieren mit dem Kaiser wieder sehr interessant. Für mich war aber die Gesundheit vom alten Henker Jakob immer die größte Sorge. Mit knapp 70 Jahren hat er ein stolzes Alter und die gehäuften Schlagflüsse bedeuten nichts Gutes.....
Eine größere Rolle hat diesmal das jüngste Kind der 'Henkerstochter Magdalena', die 10-jährige Sophia, gespielt. Sie wird ihrer Mutter immer ähnlicher und diesmal war sie ihrem Bruder und sogar dem geliebten Großvater bei den Ermittlungen einen Schritt voraus.
Mir hat es wieder hervorragend gefallen und ich hoffe auf einen 10. Band.
Oliver Pötzschs Totengräber hat mir gut gefallen und so bin ich auf historische Krimis gestossen und nun auf die Henkersaga. Spät sehr spät lerne ich die Familie Kuisl kennen. Ein eingespieltes Team von Detektiven, die auf der Suche nach der Wahrheit und Gerechtigkeit von Schongau über München, Altötting und Burghausen reisen. Der Henker Jakob Kuisl ist auf seinem Altenteil und spürt seine schwindende Kräfte und will seine Familie in München wiedersehen, nimmt seinen Henkergesellenenkel Paul mit und das Schlamassel beginnt. Der Kaiser und der Kurfürst müssen eine Allianz gegen die Türken schmieden, Da nicht erst in der Neuzeit Intrigen und Politik ineinander spielen geeraten die Kuisl als Pilgeragenten mitten ins Geschehen. Ein Unbekannter trachten nach dem Leben des Kurfürsten oder Kaisers oder Kuisls? Was machen Musketiere in Bayern? Wo ist der Dolch des Kaisers? Alle Kuisl ermitteln auf ihre Weise und kommen den Attentäter näher oder auch zu nah. Pötzsch hält die Spannungsbögen führt in Sackgassen und lässt die Zeit der Henker und Kaiser sehr lebendig werden. So kann auch Geschichte sein :-) Johannes Steck ist mit ganzem Herzen und Stimme dabei und lotst den Hörenden durch die Geschichte.
Hier passt wieder alles zusammen: ein wunderschönes historisches Cover, ein spannender Krimi, ja fast schon ein Thriller, eingebettet in Historische Begebenheiten, Figuren, die uns Fans der Reihe lieb geworden sind, ein dazu passender Erzählstil und ein Sprecher, der durch seine Stimmenvielfalt eine Lebendigkeit in die Geschichte bringt, als würden wir mitten dabei sein können. Besonders schön fand ich das Lispeln und den französischen Akzent 👍
Wie schon bei den vorangegangenen Bänden gibt es auch hier anfangs Längen, und es dauert, bis tatsächlich etwas passiert, aber dann nimmt das Buch richtig Fahrt auf, und schließlich ist die gesamte Familie Kuisl involviert. Ein roter Faden zieht sich außerdem durch alle Bände, so dass der Leser/Hörer auf bereits Gelesenes und Gehörtes zurückgreifen kann und immer genau weiß, wovon die Rede ist.
Inzwischen ist der alte Henker schon fast 70, hat aber immer noch eine gute Spürnase, die er seinen Nachkommen ebenso vererbst hat. Es macht Spaß, ihn und die Seinen bei ihren Recherchen und Ermittlungen zu begleiten.
Gern empfehle ich dieses Buch weiter und gebe 88/100 bzw. 09/10 Punkte.
Im mittlerweile neunten Band der Henkerstochter-Reihe ermittelt die gesamte Familie diesmal rund um Altötting, dem Wallfahrtsort mit der berühmten „schwarzen Madonna“.
Die Geschichte ist fesselnd geschrieben und Pötzsch schafft es - einmal mehr - den Leser komplett in die Zeit der Handlung zu entführen. Was mich persönlich - wiederum: einmal mehr - etwas störte, ist die Rolle des Zufalls. Sicher, der Henker und seine Familie ermittelten an zig verschiedenen Fällen (die am Ende gekonnt zusammengeführt werden), doch gelang die Lösung an sich eigentlich durch den Zufall, während die noch so geistreichen Einfälle der Protagonisten ins Leere führten. Das macht sie auf der einen Seite menschlich und sympathisch, andererseits kommt dadurch das „krimihafte“ Element für mich ein wenig zu kurz. Zudem ist das Buch - ich denke fast, es müsste das dickste der Reihe sein - beinahe ein wenig zu lang, wodurch das Grand Finale ziemlich auf sich warten lässt.
Dennoch ist es eine wirklich gelungene Fortsetzung einer wirklich schönen Reihe, die hoffentlich auch im nächsten Band noch keinen Abschied vom Henker verkraften muss!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Pötzsch is one of the author's I automatically buy--I love the series! Historical novel, set in Bavaria, well-researched.
ödliche Pilgerfahrt – ein neuer Fall für den beliebten Henker-Ermittler, seine Tochter Magdalena und den ganzen Kuisl-Clan.
1681: Trotz seines fortgeschrittenen Alters macht der Schongauer Scharfrichter Jakob Kuisl noch einmal eine große Reise mit der Familie, eine Wallfahrt nach Altötting. Gleichzeitig mit den Kuisls befinden sich hochrangige Gäste im berühmten Pilgerort: Kaiser Leopold I. von Österreich und der bayerische Kurfürst Max Emanuel wollen im Angesicht der Schwarzen Madonna ihre "Heilige Allianz" schmieden und sich im Kampf gegen die Türken verbünden. Doch dann wird der Leibarzt der Kaiserin vergiftet, und Jakob Kuisl wird just in der Heiligen Kapelle Zeuge eines versuchten Attentats. Kuisl ist sich sicher, dass die Allianz verhindert werden soll. Zusammen mit seiner Tochter Magdalena und dem Rest der Familie macht er sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Mörder.
Das Hörbuch wird hervorragend von Johannes Steck gelesen und umgesetzt. Ich kann ihm stundenlang zuhören und er versetzt mich ohne Probleme ins Jahr 1681 nach Schongau. Eine abenteuerliche Geschichte nimmt hier ihren Anfang und der Autor versteht es meisterlich, Fiktion und Wirklichkeit zu vermischen. Die Henkerstochter Magdalena ist mitsamt ihrer Familie mit von der Partie und sie befinden sich inkognito in Altötting. Sophia, die zehnjährige Enkelin von Jakob Kuisl entwickelt sich in dieser Geschichte zu meiner absoluten Lieblingsfigur. Sie übertrifft mit ihrer ganzen Art die Kuisl-Familie. Ich habe an mancher Stelle um sie gebangt. Zwischenzeitlich hatte ich den Eindruck, mich auf einem Road-Trip zu befinden und skurrile Figuren begegnen mir dort. Gefährliche Situationen lassen die Spannung anziehen und manches Rätselhafte wird am Ende gelöst. Ich habe mich über 16 Stunden gut unterhalten gefühlt und hätte der angenehmen Stimme von Herrn Steck gerne noch mehr gelauscht. Vielen Dank an den Hörbuch Hamburg Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar.
Dieses Mal entführt und der Autor mit der Familie Kuisl in den Wallfahrtsort Altötting 1631. Historisch super recherchiert und spannend erzählt, die Lebensumstände in der damaligen Zeit. Die Figuren sind detailreich ausgearbeitet und es macht immer wieder Freude, über Familie Kuisl zu lesen. Die Intrigen am Kurfürstenhof von Max Emanuel haben der Geschichte eine schöne Würze verliehen. Der Kriminalfall ist verzwickt und es ist lange nicht klar, wie alles wirklich zusammenhängt, da auch der alte Jakob Kuisl anscheinend von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Alles in allem ein sehr spannender Mittelalter-Krimi mit sehr viel Flair. Sehr empfehlenswert! Und bitte die Reihe gerne weiterführen.