Wie der Buchtitel verspricht, weckt dieses Buch tatsächlich die Lust sein eigenes kleines Unternehmen zu gründen. Dazu übernimmt der Autor Günter Faltin ganz bewusst den Begriff Enterprineuship aus dem englischen, weil ihm die deutsche Übersetzung „Unternehmensführung“ zu ungenau ist und den Fokus zu sehr auf die Verwaltung des Unternehmens lenkt. Faltin erwähnt immer wieder, dass es nicht nötig ist BWL zu studieren und sich in der Administration und Buchhaltung zu verlieren. Das ist zwar auch wichtig, aber eben nur ein Bestandteil der sich hervorragend an andere, professionelle Diensleister delegieren lässt, so dass mehr Zeit und Freiraum für die eigentliche schöpferische Gestaltung bleibt. Generell ist es in unserer modernen Informationswelt so leicht wie noch nie ein eigenes Unternehmen zu gründen, da sämtliche nötigen Bestandteile professionell extern erledigt werden können. Gründen mit Komponenten, nennt der Autor diese Technik. Und in der Tat klingt dieses Konzept sehr Überzeugend. Ein eigenes teures Büro beispielsweise ist nicht mehr notwendig, da dies von E-Büro (einem professionellen Dienstleister) übernommen werden kann. So bleibt das Unternehmen klein, flexibel und vor allem kostensparend. Das essentielle, um sich somit gegen die Konkurrenz durchzusetzen liegt nun nicht mehr im Kapital um die nötige Infrastruktur und Maschinen anzuschaffen - auch wenn es solche Branchen sicherlich noch gibt -, sondern im Konzept des Gründers. Dieses Konzept muss soweit durchdacht sein, das es ein ausreichenden Schutz und Vorsprung vor der Konkurrenz liefert. Er betont dabei immer wieder, dass es sich bei Gründungsideen um keine einmaligen Geistesblitze handelt, wie Allgemeinheit angenommen, sondern um langwierige, immer wieder aufs neue durchdachte und ausgearbeitete Ideenkonzepte! Einmalige Revolutionäre Erfindungen wie Facebook sind sicherlich durchaus mögen, jedoch nicht dir Regel. Viel häufiger sind es lang durchdachte Konzepte wie die IKEA Gründung, dessen Gründer sich jahrelang mit der Idee befasst hat, wie Möbel billiger produziert werden können und schließlich auf das Konzept kam die Möbel transportabel zu gestalten und so zu designen, dass der Endkunde diese ohne weiteres selbst bei sich zu hause aufbauen kann. Das Resultat dieser an sich simpel klingenden Idee kennen wir alle. In der Einfachheit liegt eben doch die höchste Vollendung.